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Projekt Vernetzte Lernfabrik – Ein Bedienbild für die Lernfabrik entwerfen

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Projekt Vernetzte Lernfabrik – Ein Bedienbild für die Lernfabrik entwerfen

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Projekt Vernetzte Lernfabrik – Ein Bedienbild für die Lernfabrik entwerfen


Einleitung

Dein Auftrag: Entwirf für eine vernetzte Lernfabrik ein verständliches Bedienbild (HMI). Es soll Zustände anzeigen, Meldungen erklären und Fehlbedienungen im Entwurf vermeiden. Du arbeitest an einem nicht mit realen Antrieben verbundenen Prototyp und dokumentierst jede Entscheidung.

Zielgruppe: Ausbildung in Mechatronik, Automatisierungstechnik und Industriemechanik. Lernformat: sieben kurze Einheiten à etwa 15–30 Minuten plus Projektzeit. Ergebnis: ein begründetes Projektdossier mit Skizzen, Simulationen und selbst erhobenen Prüfdaten.

Verbindliche Sicherheitsgrenze: Dieser Kurs liefert keine Sicherheitsfreigabe. Robotik wird ausschließlich in einem Simulator oder in einem ausdrücklich abgesicherten, von Fachpersonal beaufsichtigten Schulungsbetrieb behandelt. Keine Live-Fahrbefehle, keine Kopplung des Prototyps an produktive Steuerungen. Simulationsergebnisse ersetzen weder Risikobeurteilung noch Prüfung, Abnahme oder Freigabe der realen Anlage. Eine Bildschirmtaste ist kein Ersatz für eine erforderliche unabhängige Sicherheitsfunktion.

Ein reales Bedienpanel als Anschauungsmaterial – nicht die Zieloberfläche des Projekts.

Videoimpuls: Was ist ein HMI? (RealPars, Englisch). Beobachte Anzeige, Eingabe und Rückmeldung.


Ausbildungsfall: Die virtuelle Prüfstation

Fall (didaktisch erfunden): Eine Lernfabrik transportiert Bauteile über ein Förderband zu einer Prüfstation. Ein Sensor meldet „Teil erkannt“, eine virtuelle Prüfstation meldet „Prüfung abgeschlossen“, ein virtuelles Robotermodul meldet nur seinen Status. Eine lernende Person soll auf einen Blick erkennen, ob der Ablauf wartet, läuft, gestört ist oder ob die Datenverbindung fehlt.

Gegebene Simulationssignale Beispielwerte Bedeutung für das Bedienbild
Teileerkennung erkannt / fehlt Auf Bauteil warten oder Ablauf beobachten
Prüfstation wartet / prüft / fertig Arbeitsfortschritt zeigen
Robotermodul verfügbar / nicht verfügbar Nur Status, keine Fahrbedienung
Kommunikation gültig / ungültig Bei ungültigen Daten keinen alten Zustand als aktuell ausgeben
Störung keine / aktiv Ursache, Zeitpunkt und empfohlene Prüfung anzeigen

Deine Rolle: Du entwickelst die Ansicht für die Bedienperson, nicht die Steuerungs- oder Sicherheitslogik.


Das fortlaufende Projektdossier

Lege eine Mappe oder ein digitales Dokument „Bedienbild – Projektdossier“ an. Notiere auf jedem Blatt Datum, Version, Simulationsumgebung, Annahmen und offene Fragen. Verwende diese Abfolge:

Teil Nachweis Entsteht in
D1 Kurzauftrag, Nutzerfrage, Quellen Einheit 1
D2 Signal- und Zustandsmodell Einheit 2
D3 Meldungskatalog mit Reaktionen Einheit 3
D4 Skizze und klickbarer Prototyp, Versionen Einheit 4
D5 Simulationsaufbau, Screenshots und Annahmen Einheit 5
D6 Soll-Ist-Prüftabelle, Auffälligkeiten, Überarbeitung Einheit 6
D7 Eigenständige Abgabe, Begründung, Mediennachweise Einheit 7


Kurze Lerneinheiten


Einheit 1: Wer muss was erkennen?

Dauer: etwa 15 Minuten. Ein Bedienbild ist eine Benutzerschnittstelle zwischen Mensch und technischem Prozess. Die Bedienperson braucht den aktuellen Zustand, eine erkennbare Abweichung und den nächsten zulässigen Informationsschritt – nicht möglichst viele Daten.

Vergleiche reale Geräteanzeige und geplante Lernfabrikansicht: Was ist für die Aufgabe wesentlich?

Basis: Markiere am Fall drei Informationen, die die Bedienperson sofort benötigt. Anwendung: Formuliere die Nutzerfrage „Was ist gerade los?“. Transfer: Begründe, warum ein blinkendes dekoratives Symbol eher stören kann.

Feedback mit Begründung: Gut ist Deine Auswahl, wenn jeder Eintrag eine reale Bedienentscheidung unterstützt. Dekoration ohne Informationswert erhöht die Sucharbeit. Dossier D1: Drei Anforderungen und zwei geprüfte Fachquellen eintragen.


Einheit 2: Zustände eindeutig darstellen

Dauer: etwa 20 Minuten. Ein Zustand beschreibt, was gerade gilt; eine Meldung macht auf ein Ereignis oder eine Abweichung aufmerksam. Lege im Prototyp unterscheidbare Zustände fest: Bereit, Wartet auf Teil, Prüft, Störung und Daten ungültig. Nutze Text plus Symbol oder Muster; Farbe allein reicht nicht.

Analysiere die sichtbare Soll-Ist- und Ampeldarstellung: Welche Beschriftung verhindert Missverständnisse?

Eine Signalleuchte hilft beim schnellen Erfassen – erklärt die Ursache aber nicht allein.

Zustand im Prototyp Sichtbare Ausgabe Konsequenz für die Anzeige
Bereit „Bereit“ + Symbol Kein automatisch abgeleiteter Sicherheitsnachweis
Wartet auf Teil „Teil fehlt“ + Symbol Geduldig warten, nicht „Störung“ erfinden
Prüft „Prüfung läuft“ + Fortschritt Nur verifizierte Simulationsdaten darstellen
Störung „Störung aktiv“ + Meldungskennung Details und Handlungshinweis anbieten
Daten ungültig „Verbindung gestört – Status unbekannt“ Letzte Werte als veraltet kennzeichnen

Basis: Ordne den fünf Zuständen eindeutige Texte zu. Anwendung: Zeichne Zustandswechsel als Zustandsdiagramm. Transfer: Erkläre, warum „grün“ bei Verbindungsabbruch gefährlich missverstanden werden könnte.

Feedback mit Begründung: Ein gutes Modell trennt „nicht vorhanden“, „gestört“ und „nicht bekannt“. Unbekannte Daten dürfen nicht stillschweigend als normal erscheinen. Dossier D2: Zustandstabelle, Übergänge und Datenherkunft speichern.


Einheit 3: Meldungen erklären statt nur anzeigen

Dauer: etwa 20 Minuten. Eine gute Meldung nennt Was? Wo? Seit wann? Was jetzt? Die Quittierung bestätigt lediglich, dass eine Meldung zur Kenntnis genommen wurde; sie behebt keine Ursache und gibt keine Maschine frei.

Untersuche dieses SCADA-Demobild: Wo würdest Du Meldungen suchen?

Videoimpuls: High-Performance-HMI (RealPars). Halte fest, warum der Kontrast für Ausnahmen reserviert bleibt.

Kennung Demo-Meldung Geplante Anzeige und Reaktion
M-01 Teileerkennung fehlt „Kein Bauteil erkannt“ – Status beobachten
M-02 Prüfsignal unplausibel „Prüfsignal prüfen“ – Diagnoseansicht öffnen
M-03 Datenverbindung unterbrochen „Status unbekannt“ – Werte sperren/als veraltet markieren
M-04 Virtuelles Robotermodul nicht verfügbar „Robotermodul nicht verfügbar“ – keinen Fahrbefehl anbieten

Basis: Unterscheide Hinweis und Störung. Anwendung: Schreibe M-03 mit Kennung, Ort, Zeitpunkt und Handlungshinweis aus. Transfer: Begründe, warum „Quittiert“ nicht dasselbe wie „Behoben“ ist.

Feedback mit Begründung: Eine gute Meldung unterstützt eine überprüfbare Reaktion; „Fehler!“ ohne Kontext tut das nicht. Dossier D3: Meldungskatalog mit Kriterien für Auftreten, Quittierung und Verschwinden.


Einheit 4: Ein Bedienbild skizzieren

Dauer: etwa 30 Minuten. Zeichne zuerst Übersicht → Meldungsdetails → Diagnose. Verwende klare Überschriften, konsistente Symbole und ausreichend große Schaltflächen. In dieser Aufgabe sind Bedienelemente nur Attrappen im Prototyp.

Videoimpuls: Farbe und Text in industriellen HMIs (RealPars). Entwirf Deine Legende auch für eine Graustufenansicht.

Beispiel-Skizze: keine angeschlossene Steuerung

DEMO / SIMULATION
Status: WARTET AUF TEIL | Datenqualität: GÜLTIG | Letzte Aktualisierung: DEMOWERT
Förderstrecke
Teil fehlt
Prüfstation
Wartet
Robotermodul
Nur Statusanzeige
Aktuelle Meldung: M-01 – Kein Bauteil erkannt
Übersicht Meldungen / Diagnose Simulation pausieren (nur Attrappe)
Hinweis: Dieser Bildschirm ist keine Sicherheitssteuerung.

Physische Steuerungs- und Schutzkomponenten sind nicht durch ein Bildschirmlayout ersetzbar.

Basis: Zeichne die Übersicht mit Titel, Zustand, Datenqualität und Meldungsfeld. Anwendung: Gestalte eine zweite Ansicht mit verständlichen Meldungsdetails. Transfer: Führe einen kurzen Bedienpersonentest mit einer anderen lernenden Person durch.

Feedback mit Begründung: Gefunden werden müssen Status und Handlungsinformation ohne Suchrätsel. Wenn Testpersonen zögern, überarbeite Begriffe und Anordnung. Dossier D4: Skizze, Prototyp v1/v2 und begründete Änderung ablegen.


Einheit 5: Simulation nutzen – Risiken nicht wegklicken

Dauer: etwa 25 Minuten. Verwende eine lokale Offline-Simulation oder einen reinen Klickprototyp mit künstlichen Zustandsdaten. Simuliere Anzeigen und Klickwege, nicht physische Sicherheit. Der tatsächliche Funktionsumfang hängt von der vorhandenen Schulungssoftware ab.

Beispiel einer Robotersimulation in Webots; kein Modell der hier beschriebenen Prüfstation und kein Sicherheitsnachweis.

Industrieroboter als Kontextbild. Für diesen Lernkurs: nur virtuellen Status visualisieren.

Basis: Stelle „Prüfung läuft“ mit einem künstlichen Datensatz dar. Anwendung: Simuliere M-03 und markiere veraltete Daten deutlich. Transfer: Erkläre, welche Eigenschaften Deiner Darstellung die Simulation nicht beweist.

Feedback mit Begründung: Nach Verbindungsverlust darf kein scheinbar aktueller Normalzustand stehen bleiben. Eine erfolgreiche Bildschirmprobe belegt keine korrekte sichere Maschinenreaktion. Dossier D5: Simulationsdatei oder Klickfolge, verwendete Testdaten und Screenshots aufnehmen.


Einheit 6: Prüfdaten erheben und verbessern

Dauer: etwa 30 Minuten. Dokumentiere nicht nur, ob etwas funktioniert, sondern wie Du es überprüft hast. Die folgende Tabelle enthält Soll-Erwartungen, keine bereits durchgeführten Messungen. Trage Dein tatsächliches Ergebnis selbst ein.

Test Simulierter Fall Erwartete Darstellung Ist / Screenshot / Bewertung
P-01 Teil fehlt „Wartet auf Teil“ von Dir auszufüllen
P-02 Prüfung läuft „Prüfung läuft“ von Dir auszufüllen
P-03 Prüfsignal unplausibel M-02 mit Handlungshinweis von Dir auszufüllen
P-04 Verbindung weg „Status unbekannt“, Altwerte markiert von Dir auszufüllen
P-05 Meldung quittiert, Ursache weiter aktiv Ursache bleibt als aktiv erkennbar von Dir auszufüllen
P-06 Virtuelles Robotermodul nicht verfügbar M-04, keine Fahrbedienung von Dir auszufüllen

Basis: Prüfe P-01 und P-02. Anwendung: Prüfe P-04 und P-05 mit Screenshots und Soll-Ist-Abgleich. Transfer: Lasse einen Mitschüler oder eine Mitschülerin einen Test wiederholen, ohne vorher die Bedienfolge zu verraten.

Feedback mit Begründung: Nur reproduzierbare Prüfdaten stützen eine Aussage. Nicht getestet ist ein zulässiges Ergebnis; bestanden ohne Beleg nicht. Dossier D6: Testprotokoll, Abweichungen und v2-Änderungen eintragen.


Einheit 7: Begründet abgeben

Dauer: etwa 20 Minuten. Stelle den Unterschied zwischen Demonstration, nachgewiesener Prototyp-Funktion und nicht geprüfter realer Sicherheit ausdrücklich dar.

Ein physischer Not-Halt-Taster: Seine Sicherheitsfunktion entsteht nicht durch die Darstellung auf einem Touchscreen.

Sicherheitszeichen zum Auffinden eines Not-Halt-Bedienelements – kein Ersatz für dieses Bedienelement.

Basis: Zeige Deine fertigen Ansichten. Anwendung: Begründe zwei Gestaltungsentscheidungen mit Prüfdaten. Transfer: Nenne einen realen Einsatzfall, der eine gesonderte fachliche Sicherheitsbewertung erfordern würde.

Feedback mit Begründung: Eine gute Abgabe benennt sowohl Erfolge als auch Grenzen. Wer Simulation und Anlagenfreigabe trennt, dokumentiert fachlich verantwortungsvoll. Dossier D7: Eigenständiges Fazit und Quellen-/Medienverzeichnis ergänzen.


Gestufte Hilfen und Rückmeldekriterien

Hilfestufe Nutze sie erst, wenn nötig
Hilfe 1 – Denkfrage Kann die Bedienperson „läuft“, „wartet“, „Störung“ und „unbekannt“ unterscheiden?
Hilfe 2 – Struktur Prüfe stets: Überschrift → Zustand → Meldung → Datenqualität → Detailansicht.
Hilfe 3 – Teilmuster Datenverbindung gestört | Status unbekannt | letzte Aktualisierung anzeigen | Diagnose öffnen“.

Begründetes Peer-Feedback: „Ich habe bei Test P-04 den alten grünen Zustand gesehen. Deshalb konnte ich die Verbindungslücke nicht erkennen. Ergänze 'Daten ungültig' und markiere Altwerte; teste P-04 erneut.“ Stelle jeder Rückmeldung Beobachtung + Wirkung + Verbesserung + erneuten Prüfschritt gegenüber.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt der Begriff HMI im Ausbildungsfall? (Die Schnittstelle zum Beobachten und Bedienen) (!Eine Sicherheitsfreigabe für die gesamte Anlage) (!Ein mechanischer Greifer) (!Ein Ersatz für eine Risikobeurteilung)




Welche Anzeige ist bei unterbrochener Datenverbindung fachlich richtig? (Status unbekannt und Altwerte gekennzeichnet) (!Bereit ohne weiteren Hinweis) (!Prüfung erfolgreich abgeschlossen) (!Störung automatisch behoben)




Was bestätigt eine Quittierung? (Die Kenntnisnahme einer Meldung) (!Die Beseitigung jeder Fehlerursache) (!Die Prüfung aller Sicherheitsfunktionen) (!Die Wiederanlauffreigabe der Maschine)




Welche Darstellung ist auch ohne Farberkennung verständlich? (Text zusammen mit Symbol und Farbe) (!Ausschließlich Rot und Grün) (!Nur verschiedenfarbige Flächen) (!Farbwechsel ohne Beschriftung)




Was gehört in einen nachvollziehbaren Meldungstext? (Kennung Ursache Kontext und Handlungshinweis) (!Nur das Wort Fehler) (!Ein dekoratives Maschinenbild) (!Nur eine fortlaufende Animation)




Was ist die zulässige Robotikaufgabe in diesem Kurs? (Virtuellen Robotermodulstatus visualisieren) (!Einen Roboter über das HMI live verfahren) (!Den echten Roboter aus der Simulation freigeben) (!Schutzeinrichtungen softwareseitig überbrücken)




Wozu dient die Testfalltabelle im Projektdossier? (Zum Nachweis von Soll und tatsächlich beobachtetem Ist) (!Zum Ersetzen realer Prüfergebnisse durch Annahmen) (!Zum Erteilen einer Maschinenfreigabe) (!Zum Weglassen auffälliger Ergebnisse)




Welche Anordnung unterstützt eine schnelle Übersicht? (Status Meldung und Navigation sind klar auffindbar) (!Alle Einzelwerte stehen ungeordnet auf einer Seite) (!Wichtige Meldungen sind hinter Dekoration versteckt) (!Jeder Bildschirm verwendet andere Symbole)




Was beweist eine erfolgreiche HMI Simulation? (Dass der geprüfte Prototyp im simulierten Fall erwartungsgemäß reagiert) (!Dass alle realen Sicherheitsfunktionen normgerecht sind) (!Dass ein realer Roboter gefahrlos starten darf) (!Dass weitere Prüfungen entfallen)




Welche Reaktion auf eine schlecht erkennbare Meldung ist angemessen? (Ansicht verbessern und denselben Test wiederholen) (!Testergebnis ohne Änderung als bestanden markieren) (!Die Meldung vollständig entfernen) (!Ausschließlich die Farbe wechseln ohne Nachtest)




Lernfeedback: Prüfe bei falschen Antworten die jeweilige Begründung aus den Einheiten: Datenqualität schützt vor Scheinaktualität, Quittierung behebt keine Ursache, Simulation ersetzt keine Sicherheitsbewertung. Wiederhole danach besonders P-04 und P-05.


Memory

HMI Mensch-Maschine-Schnittstelle
Zustand Momentane Prozesslage
Meldung Hinweis auf Ereignis oder Abweichung
Quittierung Bestätigung der Kenntnisnahme
Datenqualität Aussage über die Verwendbarkeit eines Werts
Prototyp Erprobbarer Entwurf
Prüffall Nachvollziehbares Testszenario
Not-Halt Separate sicherheitsbezogene Funktion





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung im Ausbildungsfall
Bereit Station wartet auf den zulässigen simulierten Ablauf
Wartet auf Teil Kein Bauteil an der Erkennung
Prüft Virtueller Prüfvorgang läuft
Störung Abweichung mit prüfbarer Meldung
Daten ungültig Verbindungsstatus unklar und Altwerte markiert





Kreuzworträtsel

Zustand Wie nennt man die momentane Prozesslage?
Meldung Wie heißt der Hinweis auf ein Ereignis oder eine Abweichung?
Quittierung Wie heißt die Bestätigung der Kenntnisnahme einer Meldung?
Simulation Wie heißt das Nachbilden von Abläufen mit einem Modell?
Prototyp Wie nennt man einen frühen erprobbaren Entwurf?
Diagnose Wie heißt die systematische Untersuchung einer Störung?





LearningApps

Dies ist eine Themensuche nach externen Übungen, keine Zusage für eine konkrete vorhandene LearningApp.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Das Bedienbild ist eine

zwischen Mensch und Anlage.
Ein momentaner Betriebszustand heißt

.
Ein Hinweis auf eine Abweichung wird als

angezeigt.
Die Kenntnisnahme einer Meldung nennt man

.
Bei Verbindungsverlust ist der Status zunächst

.
Wichtige Information soll nicht allein durch

vermittelt werden.
Eine erste erprobbare Fassung des Entwurfs heißt

.
Ein nachgestellter Anlagenablauf heißt

.
Ein überprüfbares Testszenario heißt

.
Die Spalte mit wirklich beobachteten Ergebnissen heißt

.
Die physische Nothaltfunktion wird durch eine Bildschirmdarstellung nicht

.
Eine eigenständige Sicherheitsfreigabe liefert der Prototyp

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bedienbild-Fotostudie: Markiere auf einem der eingebundenen Fotos drei Anzeigen und erläutere ihren möglichen Nutzen. Dossier D1.
  2. Zustandskarten: Zeichne Karten für „Bereit“, „Wartet“, „Prüft“ und „Störung“. Dossier D2.
  3. Symbolwerkstatt: Entwirf zwei Symbole, die auch in Graustufen erkennbar bleiben. Dossier D4.
  4. Meldung verbessern: Mache aus „Fehler!“ eine eindeutige Demo-Meldung mit Kennung und Hinweis. Dossier D3.


Standard

  1. Kurzinterview: Frage eine ausgebildete Fachkraft oder die Lehrperson, welche Anlageninformation zuerst erkennbar sein muss; keine Eingriffe an Maschinen. Dossier D1.
  2. Papierprototyp: Zeichne Übersicht, Meldungsseite und Diagnosefenster mit konsistenter Navigation. Dossier D4.
  3. Simulationstest: Führe P-01 bis P-04 in einer getrennten Testumgebung aus und sichere Deine tatsächlichen Beobachtungen. Dossier D5–D6.
  4. Bedienpersonentest: Lass eine zweite Person den Verbindungsverlust im Klickprototyp finden und protokolliere Verständnishürden. Dossier D6.


Schwer

  1. Fehlervergleich: Zeige in zwei Skizzen, wie sich „Teil fehlt“ und „Daten unbekannt“ unterscheiden müssen. Dossier D2–D4.
  2. Meldungskonzept: Entwickle Prioritäten für drei Demo-Meldungen, begründe ihre Auswirkungen und teste die Darstellung. Dossier D3–D6.
  3. Grenzen der Simulation: Vergleiche Aussagen Deines Simulators mit Anforderungen für eine reale Robotikzelle, ohne reale Fahrbefehle auszulösen. Dossier D5–D7.
  4. Abschlusspräsentation: Zeige Versionen, echte Prüfdaten, ein verworfenes Design und Deine fachliche Begründung einschließlich Rechteprüfung. Dossier D7.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Situationsbewusstsein: Im Entwurf steht „Bereit“, obwohl seit einer Minute keine Daten eintreffen. Analysiere das Missverständnis und skizziere eine korrigierte Ansicht.
  2. Quittierung: Eine Störung wurde bestätigt, bleibt aber aktiv. Entwickle die Anzeige, damit niemand „quittiert“ mit „behoben“ verwechselt.
  3. Usability: Zwei Auszubildende deuten dieselbe Farbmarkierung unterschiedlich. Begründe zwei Änderungen und beschreibe einen erneuten Test.
  4. Prüfprotokoll: P-04 scheitert bei Deinem Prototyp. Formuliere eine Hypothese, eine Änderung und einen reproduzierbaren Wiederholungstest.
  5. Funktionale Sicherheit: Ein Team möchte aus einer erfolgreichen Robotersimulation die reale Zelle freigeben. Widerlege diese Schlussfolgerung und benenne die nötige getrennte Fachprüfung.
  6. Medienkompetenz: Vergleiche ein frei lizenziertes Commons-Foto mit einem YouTube-Video hinsichtlich Einbettung, Bearbeitung, Quellenangabe und Nachnutzung.


Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis reichen Dossier D1 bis D7 und eine etwa fünfminütige Erklärung. Zeige:

  1. Entwurfsziel: Nutzer, Anlage, Anforderungen und klar benannte Grenzen.
  2. Ansichten: Übersicht, Meldungsdetail und Diagnose mit erkennbarem Zustand und Datenqualität.
  3. Begründung: Warum Texte, Symbole, Kontrast und Navigation so gewählt wurden.
  4. Tests: Mindestens vier selbst geprüfte Fälle einschließlich Verbindungsverlust; Screenshots, Soll-Ist-Abgleich und offene Fehler.
  5. Überarbeitung: Mindestens eine auf Beobachtung gestützte Änderung mit Nachtest.
  6. Sicherheit: Keine Live-Fahrbefehle, keine reale Roboterfreigabe, keine Gleichsetzung von Prototyp und Sicherheitsfunktion.
  7. Rechte und Quellen: Für fremde Medien Autor, Lizenz, Quelle und eventuelle Änderungen; für Videos Plattform und Rechtevorbehalt.
  8. Eigene Abgabe: Was funktioniert im Demo-Fall, was bleibt ungeprüft und was würdest Du verbessern?

Bewertungsorientierung (Vorschlag): Fachliche Korrektheit 30 %, Verständlichkeit 25 %, nachvollziehbare Prüfdaten 25 %, Eigenständigkeit und Quellen-/Rechteprüfung 20 %. „Nicht getestet“ ehrlich ausweisen statt ein Ergebnis zu erfinden.




Fachquellen und Medienrechte

Fachquellen – zur Prüfung, keine vollständigen Normtexte:

  1. ISA-101: Gestaltung und Lebenszyklus industrieller HMI-Systeme.
  2. ISO 9241-110:2020: Interaktionsprinzipien; ersetzt keine anlagenspezifische Sicherheitsnorm.
  3. IEC 62682:2022: Management von Alarmen und Meldungen.
  4. ISO 13850:2015: Gestaltungsleitsätze für Not-Halt.
  5. ISO 10218-2:2025: Anforderungen an Industrieroboter-Anwendungen und Roboterzellen.
  6. W3C WAI: Text und Symbole zusätzlich zur Farbe, ausreichender Kontrast.
  7. OPC Foundation: Gültige, unsichere und ungültige Statusinformationen bei OPC UA.
  8. Siemens SITRAIN: Ausbildungsbezug zu Bedienbildern, Meldungen und Visualisierung.
  9. DGUV Information 209-074: Hintergrund zum sicheren Umgang mit Industrierobotern; Ausgabe 2015, Aktualität gegenüber Normen von 2025 gesondert prüfen.

Wikimedia-Commons-Nachweise (Dateiseiten mit den Lizenzbedingungen):

  1. Siemens Operator Panel – Alf van Beem, CC0 1.0.
  2. Control-panel-plc – Combustion2016, CC BY-SA 4.0.
  3. Andon-Board – MicroSYST Systemelectronic GmbH, CC BY-SA 4.0.
  4. Manufacturing equipment – Mixabest, CC BY-SA 3.0.
  5. Eclipse SCADA Demo – Jens Reimann, CC BY-SA 4.0.
  6. Schaltschrankbeispiel – Bridgeland Copyright, CC BY-SA 3.0.
  7. Webots-Simulation – Fabien Rohrer, CC BY-SA 3.0.
  8. KUKA SCARA – Jo Teichmann / KUKA Roboter GmbH, gemeinfrei laut Dateiseite.
  9. Not-Halt-Taster – Cjp24, CC BY-SA 3.0.
  10. ISO 7010 E020 – Clemenspool, CC0 1.0.

Videos (geprüfte YouTube-Seiten): HMI-Grundlagen, High-Performance-HMI und HMI-Farbgestaltung von RealPars. Rechtehinweis: Die YouTube-Videos sind nicht automatisch OER. Externes Einbetten ist keine Freigabe zum Herunterladen, Verändern oder Weiterveröffentlichen; Nutzungsrechte und Verfügbarkeit separat prüfen. Bei Commons-Fotos Namensnennung, Lizenzlinks und Share-Alike-Bedingungen bei Bearbeitungen beachten. Die hier angegebenen Quellen wurden anhand ihrer Angebots- bzw. Dateiseiten am 11.10.2026 überprüft.


OERs zum Thema

Ergänzende freie Lektüre: Prozessvisualisierung, Benutzerschnittstelle, Speicherprogrammierbare Steuerung, Nothaltschalter. Der Wikipedia-Artikel erläutert Grundlagen, ersetzt aber weder die zu prüfenden Normen noch eine fachliche Sicherheitsbewertung.



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