Projekt Ersatzteilshop und Werkstattdaten – Lagerbestände mit Bestellungen verbinden
Projekt Ersatzteilshop und Werkstattdaten – Lagerbestände mit Bestellungen verbinden
Einleitung
Dein Auftrag: Ein fiktiver Ersatzteilshop und eine Werkstatt nutzen denselben Lagerbestand. Du entwirfst eine Reservierung, die Doppelvergaben verhindert. Du arbeitest in fünf kurzen Lerneinheiten (je etwa 10–15 Minuten) und führst ein Projektdossier mit Skizzen, Simulationen, Prüfdaten und Deiner begründeten Lösung.
Zielgruppe: Ausbildung in Fachinformatik, Lagerlogistik, Kfz-Mechatronik und kaufmännischen Berufen. Ergebnis: ein nachvollziehbarer Ablauf, ein Datenmodell, ein Testprotokoll und eine begründete Projektabgabe.
Sicherheitsrahmen: Arbeite nur auf Papier, lokal oder in einer ausdrücklich autorisierten Testumgebung. Nutze ausschließlich fiktive Artikel, Aufträge und Personen. Keine fremden Netze, Produktivanlagen, Zugangsdaten oder echten Kundendaten abfragen, angreifen oder ungefragt übertragen.

Motiv Ersatzteile: Igor Ovsyannykov, Wikimedia Commons, CC0.
Ausbildungsfall: Werkstatt Nordrad (fiktiv)
| Datenfeld | Startwert |
|---|---|
| Artikel | ET-204, Ölfilter |
| Lagerort | L-01 |
| Physisch gebuchter Bestand | 12 Stück |
| Bereits reserviert | 5 Stück |
| Frei verfügbar | 7 Stück |
| Shopauftrag S-104 | 3 Stück angefragt |
| Werkstattauftrag W-205 | 5 Stück angefragt |
Leitfrage: Was passiert, wenn beide Aufträge nahezu gleichzeitig eingehen und zusammen acht freie Teile benötigen, aber nur sieben verfügbar sind?
So führst Du Dein Projektdossier
| Abschnitt | Dein Nachweis |
|---|---|
| D1 | Prozessskizze mit Zuständen |
| D2 | Artikel- und Auftragsdatenmodell |
| D3 | Reservierungsregel und Ablauf |
| D4 | Simulationen mit Vorher-/Nachher-Werten |
| D5 | Prüfprotokoll einschließlich Fehlerfall |
| D6 | Eigene Entscheidung, Begründung und Quellen-/Medienprüfung |
Merke: Jede Station ergänzt das gleiche Dossier. Ein eigener Entwurf mit begründeten Entscheidungen ist wichtiger als das Abschreiben eines Musters.
Lerneinheit 1: Bestand verstehen
Zeit: 10–15 Minuten. Dossier: D1.

Beispiel eines Lagers: Shixart1985, Wikimedia Commons, CC BY 2.0.

Ersatzteilregal: Marco d'Itri, Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0.
| Begriff | Im Projekt |
|---|---|
| Physischer Bestand | Gebuchte Stückzahl im Lager: 12 |
| Reservierung | Für andere Aufträge gebunden: 5 |
| Verfügbarer Bestand | Physischer Bestand minus Reservierungen: 12 − 5 = 7 |
| Kundenauftrag | Bedarf aus Shop oder Werkstatt |
| Lieferantenbestellung | Erwarteter Zugang; erhöht den physischen Bestand erst nach bestätigtem Wareneingang |
Mini-Aufgaben mit begründetem Feedback:
| Niveau | Aufgabe | Selbstkontrolle und Begründung |
|---|---|---|
| Basis | Berechne die freie Menge. | 7: 12 physisch minus 5 reserviert. |
| Anwendung | Reserviere zuerst 3 Stück für S-104. | 12 physisch, 8 reserviert, 4 frei: Reservieren ist noch keine Entnahme. |
| Transfer | Darf W-205 danach weitere 5 Stück vollständig erhalten? | Nein: 5 sind mehr als 4 frei; statt Überreservierung braucht es eine Rückmeldung oder abgestimmte Teillieferung. |
D1: Zeichne „Shop/Werkstatt → Bestandsprüfung → Zusage oder Ablehnung“.
Lerneinheit 2: Daten verknüpfen
Zeit: 10–15 Minuten. Dossier: D2.

Beziehungsarten: Chad250, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
Video: Timo Bäuerle, „Das Entity-Relationship-Modell (ERM) in der Praxis – einfach erklärt!“; Wiedergabe über YouTube.
Deine Skizze:
ARTIKEL 1 ─── n AUFTRAGSPOSITION n ─── 1 AUFTRAG │ │ 1 1 │ │ n 0..1 LAGERBESTAND RESERVIERUNG
| Tabelle | Wichtige Felder |
|---|---|
| Artikel | artikel_id, bezeichnung |
| Lagerbestand | artikel_id, lagerort, physisch, reserviert |
| Auftrag | auftrag_id, kanal, status |
| Auftragsposition | position_id, auftrag_id, artikel_id, menge |
| Reservierung | reservierung_id, position_id, menge, status |
Datenregeln: Eindeutige IDs; positive Auftragsmengen; 0 ≤ reserviert ≤ physisch; gültige Verweise zwischen Auftrag, Position und Artikel. Für mehrere Lagerorte dient die Kombination aus Artikel-ID und Lagerort als eindeutige Bestandskennung.

Tabellen und Abfrage: Torrmal, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
| Niveau | Aufgabe | Selbstkontrolle und Begründung |
|---|---|---|
| Basis | Finde den Schlüssel für Artikel ET-204. | artikel_id: Sie identifiziert den Artikel eindeutig. |
| Anwendung | Verknüpfe Shopauftrag und Artikel über eine Auftragsposition. | auftrag_id und artikel_id: Die Position verbindet Bedarf und Artikel, ohne Artikeldaten zu kopieren. |
| Transfer | Sollten Shop und Werkstatt getrennte, ungeprüfte Bestandskopien führen? | Nein: Zeitversetzte Kopien können widersprüchliche freie Mengen anzeigen; eine verbindliche Bestandsquelle ist erforderlich. |
D2: Zeichne Dein eigenes Entity-Relationship-Modell und markiere Primär- sowie Fremdschlüssel.
Lerneinheit 3: Richtig reservieren
Zeit: 10–15 Minuten. Dossier: D3.
Video: Christian Drumm, FH Aachen, „Datenbanktransaktionen“; behandelt Parallelzugriff und ACID.

Visualisierung der Atomarität am Zahlungsbeispiel: FeedMeGrapes, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
Reservierung verändert nicht den physischen Bestand. Bei einer späteren Ausgabe werden physischer Bestand und reservierte Menge gemeinsam vermindert.
BEGINNE TRANSAKTION
Sperre die betroffene Lagerzeile
Prüfe: physisch − reserviert >= angefragte Menge
WENN ja:
erhöhe reserviert
speichere Reservierung zur Auftragsposition
COMMIT
SONST:
keine Reservierung; ROLLBACK
BEI FEHLER:
ROLLBACK
Wichtig: Dies ist Pseudocode, kein direkt ausführbares Programm. Eine Umsetzung muss die Prüfung und Buchung innerhalb derselben geschützten Transaktion ausführen. Doppelt gesendete Anfragen sind über eine eindeutige Vorgangskennung ohne zweite Reservierung zu behandeln (Idempotenz).
| Zustand | Physisch | Reserviert | Frei |
|---|---|---|---|
| Start | 12 | 5 | 7 |
| S-104 mit 3 Stück reserviert | 12 | 8 | 4 |
| S-104 mit 3 Stück ausgegeben | 9 | 5 | 4 |
| Niveau | Aufgabe | Selbstkontrolle und Begründung |
|---|---|---|
| Basis | Was ändert eine Reservierung? | Die gebundene Menge: Eine Reservierung ist noch keine physische Ausgabe. |
| Anwendung | Zwei Aufträge verlangen bei 4 freien Teilen gleichzeitig je 3. | Nur einer kann vollständig reservieren: Der zweite findet nach der geschützten ersten Buchung nur noch 1 frei. |
| Transfer | Beim Speichern der Reservierung tritt ein Fehler auf. | Rollback: Bestand und Reservierungsdatensatz dürfen nicht teilweise verändert bleiben. |
D3: Ergänze Dein Ablaufdiagramm um „gleichzeitiger Zugriff“, „Fehler“ und „Wiederholung“.
Lerneinheit 4: Prüfdaten und Simulation
Zeit: 10–15 Minuten. Dossier: D4 und D5.

Beispiel-Scanner: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons).

Beispiel-QR-Code: Yacàwotçã, Wikimedia Commons, CC0. Der abgebildete Code ist kein Etikett für ET-204.
Simulation auf Papier oder lokal: Setze vor T1 auf 12 physisch und 5 reserviert zurück. Führe T1–T6 in Reihenfolge aus. Jede Zeile zeigt den erwarteten Zustand nach dem Schritt.
| Test | Aktion | Entscheidung | Physisch | Reserviert | Frei |
|---|---|---|---|---|---|
| T1 | Shop S-104 reserviert 3 | Zusage | 12 | 8 | 4 |
| T2 | Werkstatt W-205 fordert 5 | Ablehnung der Vollreservierung | 12 | 8 | 4 |
| T3 | S-104 wird identisch erneut gesendet | Keine Doppelbuchung | 12 | 8 | 4 |
| T4 | S-104 wird mit 3 ausgegeben | Ausgabe buchen | 9 | 5 | 4 |
| T5 | Bestehende Reservierung über 2 wird storniert | Reservierung lösen | 9 | 3 | 6 |
| T6 | 4 Stück einer Lieferantenbestellung treffen ein | Nach geprüftem Wareneingang buchen | 13 | 3 | 10 |
Zusatztest T7 – parallele Anfragen: Starte erneut bei 12/5/7. Zwei Anfragen mit jeweils 4 Stück dürfen zusammen nicht 8 reservieren. Erwartet: genau eine Zusage; danach 12/9/3. Wiederhole mit vertauschter Reihenfolge.
Zusatztest T8 – Abbruch: Setze wieder auf 12/5/7 zurück und simuliere einen Fehler zwischen Bestandsänderung und Speichern der Reservierung. Erwartet: unverändert 12/5/7; kein halber Vorgang.
| Niveau | Aufgabe | Selbstkontrolle und Begründung |
|---|---|---|
| Basis | Prüfe T4. | 9/5/4: Ausgabe reduziert physischen und reservierten Bestand um jeweils 3. |
| Anwendung | Erkläre T3. | Unverändert: Eine identische Wiederholung darf keine zweite Reservierung auslösen. |
| Transfer | Zählt eine noch unterwegs befindliche Lieferantenbestellung als physischer Bestand? | Nein: Erst der bestätigte Wareneingang rechtfertigt die Bestandserhöhung. |
D4/D5: Notiere je Test Eingabe, Ausgangszustand, erwartetes Ergebnis, tatsächliches Ergebnis und Erklärung der Abweichung. Nutze keine echten Shop- oder Werkstattdaten.
Lerneinheit 5: Entscheidung und Abgabe
Zeit: 10–15 Minuten. Dossier: D6.
Video: Timo Bäuerle, „Was ist die Normalisierung (Normalformen)? – einfach erklärt!“; Vertiefung zum Datenmodell.
Deine fachliche Entscheidung: Welche Anfrage wird zuerst bearbeitet? Nach welchen transparenten Regeln meldet das System „nicht vollständig verfügbar“? Begründe Deine Wahl anhand von Bestand, Werkstattbedarf, Datenkonsistenz und Kundenerwartung. Die Prioritätsregel ist eine Projektentscheidung, keine allgemeingültige Vorschrift.
| Niveau | Aufgabe | Selbstkontrolle und Begründung |
|---|---|---|
| Basis | Nenne zwei Nachweise für die Abgabe. | Skizze und Testprotokoll: Sie machen Ablauf und Ergebnis überprüfbar. |
| Anwendung | Beschreibe die Meldung bei 5 angefragten und 4 freien Teilen. | Nicht vollständig verfügbar: Eine Zusage über 5 würde den freien Bestand überschreiten. |
| Transfer | Vergleiche Reservierung nach Eingangszeit und Werkstattpriorität. | Beide sind begründbare Regeln: Entscheidend sind dokumentierte Kriterien, faire Kommunikation und unverletzte Bestandsgrenzen. |
D6: Gib Dein vollständiges Projektdossier als beschriftete Skizzen, Tabellen, Simulationsergebnisse und kurze begründete Entscheidung ab.
Gestufte Hilfen
| Stufe | Wenn Du nicht weiterkommst |
|---|---|
| Hilfe 1 – Denkimpuls | Was ist physisch da, was schon zugesagt, was noch frei? |
| Hilfe 2 – Rechenhilfe | Frei = physisch − reserviert. Ändere pro Vorgang nur die passenden Werte. |
| Hilfe 3 – Musteransatz | Bei 12/5/7 und Reservierung von 3 ergibt sich 12/8/4. Warum bleibt die erste Zahl gleich? |
Feedback-Regel: Prüfe nicht nur Deine Zahl. Erkläre warum ein Test bestanden wurde oder welche Datenregel verletzt wäre.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wie viele ET-204 sind anfangs frei verfügbar? (7 Stück) (!5 Stück) (!12 Stück) (!17 Stück)
Was passiert bei einer Reservierung ohne Ausgabe? (Die reservierte Menge steigt) (!Die physische Menge sinkt sofort) (!Ein Wareneingang wird gebucht) (!Der Artikel wird gelöscht)
Welcher Auftrag fordert im Fall fünf Stück an? (Werkstattauftrag W-205) (!Shopauftrag S-104) (!Lieferantenbestellung T6) (!Testauftrag T3)
Wie viele Teile sind nach der Shopreservierung von drei Stück frei? (4 Stück) (!3 Stück) (!8 Stück) (!9 Stück)
Welche Regel schützt vor Überreservierung? (Reserviert darf physisch nicht übersteigen) (!Reserviert muss immer null sein) (!Jede Anfrage wird sofort zugesagt) (!Shop und Werkstatt schreiben ohne Prüfung)
Wozu dient ein Fremdschlüssel? (Zum Verknüpfen zusammengehöriger Datensätze) (!Zum Messen des Regalgewichts) (!Zum Verschlüsseln eines Videos) (!Zum Zählen von Paketen ohne Datenbank)
Was ist bei zwei gleichzeitigen Reservierungen nötig? (Eine geschützte gemeinsame Bestandsprüfung und Buchung) (!Zwei unabhängige Bestandskopien) (!Eine Zusage ohne Mengenprüfung) (!Ein manueller Eingriff in ein fremdes System)
Was bewirkt ein Rollback? (Er verwirft unbestätigte Transaktionsänderungen) (!Er verdoppelt die Reservierungen) (!Er bestätigt eine Lieferung automatisch) (!Er ändert die Artikelnummer)
Was gilt bei identisch wiederholter Anfrage? (Keine zusätzliche Reservierung anlegen) (!Die Menge erneut reservieren) (!Den physischen Bestand verdoppeln) (!Alle alten Aufträge löschen)
Wann zählt eine Lieferantenlieferung zum physischen Bestand? (Nach geprüftem Wareneingang) (!Sobald die Bestellung geschrieben ist) (!Sobald der Shop den Artikel anzeigt) (!Schon bei der unverbindlichen Anfrage)
Memory
| Physischer Bestand | Gebuchte Lagermenge |
| Reservierter Bestand | Für Aufträge gebundene Teile |
| Verfügbarer Bestand | Differenz aus physisch und reserviert |
| Primärschlüssel | Eindeutige Datensatzkennung |
| Fremdschlüssel | Verweis auf eine andere Tabelle |
| Transaktion | Zusammengehöriger Buchungsvorgang |
| Rollback | Rücknahme unbestätigter Änderungen |
| Idempotenz | Gleiche Wiederholung ohne Zusatzwirkung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Beschreibung |
|---|---|
| Auftragseingang | Bedarf aus Shop oder Werkstatt erfassen |
| Bestandsprüfung | Freie Menge vor einer Zusage berechnen |
| Reservierung | Teile einer Auftragsposition verbindlich zuordnen |
| Kommissionierung | Benötigte Teile zusammenstellen |
| Ausbuchung | Physische Abgabe und Reservierung gemeinsam vermindern |
| Wareneingang | Tatsächlich eingetroffene Teile prüfen und einbuchen |
Kreuzworträtsel
| Lagerplatz | Wie heißt der Ort, an dem ein Ersatzteil liegt? |
| Reservierung | Wie heißt die verbindliche Zuordnung von Teilen zu einem Auftrag? |
| Transaktion | Wie nennt man eine zusammengehörige Einheit von Datenbankänderungen? |
| Rollback | Wie heißt die Rücknahme einer nicht bestätigten Transaktion? |
| Artikelnummer | Welche Kennung bezeichnet einen bestimmten Ersatzteiltyp? |
| Inventur | Wie heißt das Ermitteln der tatsächlichen Bestände durch Zählen? |
LearningApps
LearningApps-Suche zum Thema; es wird keine bestimmte fremde Übung als geprüft ausgegeben.
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Lagerplan: Skizziere den fiktiven Lagerplatz L-01 und kennzeichne die Teile ET-204.
- Bestandsrechnung: Stelle 12 physische, 5 reservierte und 7 freie Stück als eigene Balkenskizze dar.
- Prozessdiagramm: Zeichne den Weg einer Shopbestellung bis zur Entscheidung „Zusage oder Ablehnung“.
- Fachbegriffe: Gestalte drei kleine Lernkarten mit Begriff, Beispiel und eigener Erklärung.
Standard
- Datenmodellierung: Entwirf ein ER-Diagramm mit Artikel, Auftrag, Position, Lagerbestand und Reservierung.
- Softwaretest: Simuliere T1 bis T6 mit fiktiven Daten und dokumentiere Vorher-/Nachher-Werte.
- Benutzerschnittstelle: Zeichne eine Shopansicht, die physischen, reservierten und freien Bestand nicht verwechselt.
- Wareneingang: Entwickle ein Prüfblatt für eine angelieferte Menge und erläutere, wann sie buchbar wird.
Schwer
- Nebenläufigkeit: Simuliere zwei zeitgleiche Anforderungen in einer lokalen oder ausdrücklich autorisierten Testumgebung und belege, dass keine Überreservierung entsteht.
- Fehlerbehandlung: Entwirf einen Abbruch- und Wiederholungsfall und zeige anhand fiktiver Prüfdaten, wie doppelte Buchungen vermieden werden.
- Entscheidungsfindung: Vergleiche zwei Prioritätsregeln für Shop und Werkstatt und bewerte Folgen für Verfügbarkeit und Fairness.
- Projektpräsentation: Erstelle Dein eigenständiges Dossier D1 bis D6 mit Skizzen, Tests, Quellenprüfung und begründeter Empfehlung als Kurzpräsentation, Poster oder kommentiertes Video ohne echte Betriebsdaten.


Lernkontrolle
- Systemdenken: Erkläre anhand von T1 und T4, weshalb Reservieren und physisch Ausgeben verschiedene Vorgänge sind.
- Fehleranalyse: Eine Anwendung zeigt nach T1 weiterhin 7 frei. Beschreibe mögliche Datenursachen und einen sicheren lokalen Prüfschritt.
- Transfer: Ein zweiter Lagerort kommt hinzu. Überarbeite Schlüssel und Regeln so, dass Bestände nicht vermischt werden.
- Entscheidungskompetenz: Begründe, wie Du bei gleichzeitigem Shop- und Werkstattbedarf eine faire, dokumentierbare Vergaberegel festlegst.
- Qualitätssicherung: Entwirf zusätzliche Prüffälle für negative Mengen, doppelte Anfragen und einen Transaktionsabbruch.
- Datenethik: Erkläre, wie Du einen Betriebsablauf mit ausschließlich fiktiven Daten untersuchen kannst, ohne Kundendaten zu übernehmen.
Lernnachweis
Abgabe: Ein eigenständiges Projektdossier D1–D6 mit:
- Beschrifteter Prozessskizze und nachvollziehbarem Datenmodell.
- Richtiger Formel für den verfügbaren Bestand und dokumentierten Datenregeln.
- Simulationsprotokoll T1–T8 mit Eingaben, Erwartungen, Ergebnissen und Fehlererklärungen.
- Nachweis zum Parallelzugriff, zur Wiederholung und zum vollständigen Rücksetzen.
- Begründeter Entscheidung für Priorität und Umgang mit nicht verfügbaren Mengen.
- Fachquellen, Mediennachweisen und Bestätigung, dass nur fiktive Daten und zulässige Testumgebungen eingesetzt wurden.
| Bewertung | Anteil |
|---|---|
| Daten- und Bestandslogik | 30 % |
| Skizze und Datenmodell | 20 % |
| Simulation, Prüfdaten und Fehlertests | 25 % |
| Begründete eigene Entscheidung | 15 % |
| Quellen, Medienrechte und sichere Arbeitsweise | 10 % |
Gute Leistung: Die Rechnung stimmt, Gegenbeispiele werden erkannt und die eigene Entscheidung wird mit Testergebnissen begründet.
OERs zum Thema
Fachliche Quellen (geprüft):
- Wikipedia: Bestandsführung – Artikelnummern und Buchungen.
- Wikipedia: Bestand (Logistik) – Bestandsarten und Inventur.
- PostgreSQL: Constraints – Schlüssel, Fremdschlüssel und Prüfregeln.
- PostgreSQL: BEGIN – Transaktionsbeginn.
- PostgreSQL: Explicit Locking – Sperren bei parallelen Zugriffen.
- PostgreSQL: Transaction Isolation – Isolation und Nebenläufigkeit.
Medienrechte: Die eingebetteten Commons-Dateien tragen die jeweils angegebene CC0-, CC-BY- oder CC-BY-SA-Lizenz; Urheber und Dateiseiten sind direkt genannt. Beachte bei Weiterbearbeitungen Namensnennung, Lizenzlink und gegebenenfalls Weitergabe unter gleichen Bedingungen. YouTube-Videos werden nur über den vorgesehenen Player eingebettet; sie gelten dadurch nicht automatisch als frei lizenzierte OER. Vor einer Weiterverwendung Lizenz und Verfügbarkeit erneut prüfen.
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