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Projekt Ersatzteilshop und Werkstattdaten – Den Ersatzteilshop als Ausbildungsprojekt präsentieren

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Projekt Ersatzteilshop und Werkstattdaten – Den Ersatzteilshop als Ausbildungsprojekt präsentieren

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Einleitung

Projekt Ersatzteilshop und Werkstattdaten – Den Ersatzteilshop als Ausbildungsprojekt präsentieren

Zielgruppe: Auszubildende in IT-Berufen, insbesondere Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung, sowie Auszubildende mit Bezug zu Werkstattprozessen.

Lernumfang: 6 kurze Lerneinheiten à 10–15 Minuten plus Projektarbeit und Präsentation.

Dein Auftrag: Entwickle und präsentiere einen kleinen, lokal ausgeführten Ersatzteilshop-Prototyp. Zeige den Nutzen, einen nachvollziehbaren Codeausschnitt, überprüfbare Tests und die Grenzen Deiner Lösung.

Bild: Bembety, Wikimedia Commons, CC0.

Lernziele:

  1. Anforderungsanalyse: Du erklärst einen Werkstattbedarf und formulierst prüfbare Ziele.
  2. Softwareentwurf: Du visualisierst die Bedienung und die Datenstruktur.
  3. Programmierung: Du erläuterst die Entscheidungen Deines Codes.
  4. Softwaretest: Du vergleichst Soll- und Ist-Ergebnisse.
  5. Projektpräsentation: Du zeigst Nutzen, Eigenleistung, Ergebnisse und Grenzen.
  6. Medienkompetenz: Du dokumentierst verifizierbare Quellen und Nutzungsrechte.

Sicherheitsrahmen: Arbeite ausschließlich lokal oder in einer ausdrücklich autorisierten Testumgebung mit vollständig fiktiven Daten. Keine fremden Netzwerke, Produktivsysteme, Zugangsdaten oder Kundendaten verwenden, untersuchen oder ungefragt übertragen. Der Prototyp löst weder Bestellungen noch Zahlungen oder Werkstattaufträge aus.


Ausbildungsfall: Die Lernwerkstatt

Die fiktive Lernwerkstatt Nord verwaltet Ersatzteile bislang auf Papier. Ein Lehrfahrzeug benötigt einen Filtereinsatz. Ein geplanter Shop soll bei der Suche helfen und die Verfügbarkeit simulieren.

Ausgangsauftrag: „Zeige, ob zwei Filtereinsätze für unser Lehrmodell LM-1 im fiktiven Bestand vorhanden sind und welchen simulierten Warenwert sie haben.“

Feld Fiktiver Wert
Lehrmodell LM-1
Artikelkennung ET-101
Artikel Filtereinsatz
Lagerbestand 3 Stück
Einzelpreis 1.590 Cent
Gewünschte Menge 2 Stück
Erwarteter Warenwert 3.180 Cent beziehungsweise 31,80 €

Wichtig: Sämtliche Modelle, Kennungen, Preise und Bestände sind für den Unterricht erfunden. Eine Übereinstimmung mit einem Lehrmodell ersetzt keinen realen Nachweis der technischen Teilekompatibilität.


Dein fortlaufendes Projektdossier

Du führst während des gesamten Kurses eine eigene Arbeitsmappe. Jede Lerneinheit ergänzt einen Teil.

Dossier Nachweis
D1 – Auftrag Bedarf, Nutzen und Abnahmekriterien
D2 – Skizzen Anwendungsfall und Oberflächenentwurf
D3 – Daten Beispieldaten und Datenmodell
D4 – Code Kommentierte lokale Simulation
D5 – Tests Testmatrix, Prüfdaten, Ist-Ergebnisse
D6 – Quellen Fachquellen und Medienrechte
D7 – Abgabe Präsentation und begründete Reflexion

Dossier-Regel: Notiere bei jeder Ergänzung das Datum, Deine eigene Entscheidung, eine Begründung und die zugehörigen Nachweise.


Lerneinheit 1: Bedarf und Nutzen erklären

Dauer: ca. 10 Minuten

Leitfrage: Welches konkrete Werkstattproblem soll der Ersatzteilshop lösen?

Beispiel eines Strichcodes; Wikimedia Commons, gemeinfrei. Der Code gehört nicht zum fiktiven Artikel ET-101.

Eine eindeutige Artikelnummer erleichtert die Zuordnung. Ein Shop kann die manuelle Suche vereinfachen und Eingaben auf Plausibilität prüfen. Ob dadurch tatsächlich Zeit oder Fehler eingespart werden, müsste in der Praxis gemessen werden.

Anforderungsbeispiele:

  1. Funktionale Anforderung: Der Prototyp prüft Artikelkennung, Lehrmodell und Menge.
  2. Qualitätsanforderung: Ungültige Eingaben erhalten verständliche Rückmeldungen.
  3. Abnahmekriterium: Bei ET-101, LM-1 und Menge 2 entsteht das simulierte Ergebnis 3.180 Cent.

Generisches Anwendungsfalldiagramm als Lernbeispiel; Stkl, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.

Video: Anwendungsfälle modellieren

Stefan Macke: UML-Anwendungsfalldiagramm für IT-Ausbildungsberufe.

Deine Dossier-Ergänzung D1: Zeichne einen Anwendungsfall mit dem Akteur „Werkstattmitarbeitende“ und dem Anwendungsfall „Ersatzteilanfrage prüfen“. Formuliere ein überprüfbares Ziel.

Feedbackfrage: Woran erkennt man, ob die Anforderung erfüllt ist? Eine gute Antwort nennt eine konkrete Eingabe und das erwartete Ergebnis statt nur „Der Shop funktioniert“.


Lerneinheit 2: Die Bedienoberfläche skizzieren

Dauer: ca. 10 Minuten

Leitfrage: Welche Informationen benötigt die Person an der Werkstattannahme?

Beispiel eines Wireframes; BadSprad, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

Ein Wireframe ist ein vereinfachter Oberflächenentwurf. Er zeigt Bedienelemente und Anordnung, nicht unbedingt die spätere Gestaltung.

Skizziere für Deinen Prototyp:

+---------------------------------------+
| ERSATZTEILSHOP – LOKALE LERNDEMO       |
+---------------------------------------+
| Artikelkennung: [ ET-101           ] |
| Lehrmodell:     [ LM-1             ] |
| Menge:          [ 2                ] |
|                                       |
|       [ Anfrage simulieren ]         |
|                                       |
| Ergebnis: SIMULIERT                   |
| Warenwert: 31,80 EUR                  |
| Kein Kauf und keine echte Reservierung|
+---------------------------------------+

Deine Dossier-Ergänzung D2: Erstelle eine eigene Skizze mit Eingabefeldern, Ausgabefeld und einer deutlich sichtbaren Kennzeichnung als Lernsimulation.

Feedbackfrage: Kann eine andere Person die Oberfläche ohne Erklärung bedienen? Wenn ein Ergebnis wie „NICHT_GEPRUEFT“ erscheint, benötigt sie zusätzlich einen verständlichen Hinweis zur Ursache.


Lerneinheit 3: Werkstattdaten strukturieren

Dauer: ca. 15 Minuten

Leitfrage: Welche Daten gehören zusammen?

Ein Datenmodell beschreibt Informationen und Beziehungen. Ein Entity-Relationship-Modell kann eine mögliche spätere Datenbankstruktur veranschaulichen.

Generisches Beispiel einer Eins-zu-viele-Beziehung; Fishpi, Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Übertragung auf den Ersatzteilshop:

Entität Attribute Zweck
Artikel Kennung, Bezeichnung, Preis Produkt identifizieren
Lehrmodell Modellkennung, Beschreibung Fiktives Lehrmodell zuordnen
Bestand Artikelkennung, Menge Simulierten Lagerbestand darstellen
Anfrage Artikelkennung, Modell, Wunschmenge Prüfentscheidung vorbereiten

Im Unterrichtsprototyp liegen die Daten zunächst in einem Python-Dictionary. Das gezeigte Datenmodell ist ein Entwurf für eine mögliche Erweiterung, keine bereits implementierte Datenbank.

Video: Entity-Relationship-Modell

wirtconomy: Entity Relationship Modell einfach erklärt.

Optionale Erweiterung: Eine lokale SQLite-Datenbank könnte die Artikel später speichern. Eine parametrisierte Abfrage würde beispielsweise so aussehen:

SELECT kennung, bezeichnung, bestand
FROM artikel
WHERE lehrmodell = ?
  AND bestand >= ?;

Dieses SQL ist nur eine Entwurfsskizze. Die Datenbank und ihre Tabellen werden im Python-Beispiel nicht angelegt.

Video: SQL und WHERE

InformatikVideos: SQL-WHERE-Grundlagen anhand von Beispielen.

Deine Dossier-Ergänzung D3: Zeichne zwei miteinander verbundene Datentabellen und trage mindestens zwei vollständig erfundene Artikel ein.

Feedbackfrage: Warum ist eine Artikelkennung geeigneter als nur ein Artikelname? Sie soll Artikel eindeutig unterscheiden, auch wenn Bezeichnungen ähnlich sind.


Lerneinheit 4: Code verstehen und simulieren

Dauer: ca. 15 Minuten

Leitfrage: Wie entscheidet das Programm?

Beispiel eines Programmablaufplans; Erik Streb, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.

Der folgende Python-Code ist eine vollständig lokale Simulation. Er liest keine externen Daten und verändert keinen Lagerbestand.

Datei shop.py:

TEILE = {
    "ET-101": {
        "modell": "LM-1",
        "bestand": 3,
        "preis_cent": 1590
    },
    "ET-202": {
        "modell": "LM-2",
        "bestand": 2,
        "preis_cent": 890
    }
}

def simulation(kennung, modell, menge):
    if type(menge) is not int or menge < 1:
        return "MENGE_UNGUELTIG", 0

    artikel = TEILE.get(kennung)
    if artikel is None:
        return "UNBEKANNT", 0

    if modell != artikel["modell"]:
        return "NICHT_GEPRUEFT", 0

    if menge > artikel["bestand"]:
        return "NICHT_LIEFERBAR", 0

    return "SIMULIERT", menge * artikel["preis_cent"]

So arbeitet die Funktion:

  1. Sie prüft, ob die Menge eine positive ganze Zahl ist.
  2. Sie sucht den fiktiven Artikel.
  3. Sie vergleicht die fiktive Modellzuordnung.
  4. Sie prüft die simulierte Bestandsmenge.
  5. Sie berechnet den Warenwert in Cent.

Beispiel:

print(simulation("ET-101", "LM-1", 2))
# Erwartet: ('SIMULIERT', 3180)

Warum Cent? Ganzzahlige Centbeträge vermeiden typische Rundungsprobleme bei binären Gleitkommazahlen. Für reale Abrechnungen wären weitere fachliche Regeln notwendig.

Grenze: Der Status „SIMULIERT“ bedeutet nur, dass die hinterlegten Lernregeln erfüllt sind. Er bestätigt weder die tatsächliche Teilekompatibilität noch eine echte Warenverfügbarkeit.

Deine Dossier-Ergänzung D4: Füge den Code ein, markiere zwei entscheidende Bedingungen und erläutere, weshalb die Reihenfolge der Prüfungen sinnvoll ist.

Feedbackfrage: Warum wird eine Menge von null bereits am Anfang abgelehnt? Weil sie keine zulässige positive Bestellmenge in diesem Lernfall darstellt.


Lerneinheit 5: Tests und Grenzen nachweisen

Dauer: ca. 15 Minuten

Leitfrage: Wie beweist Du, dass die lokalen Lernregeln wie geplant reagieren?

Softwaretestpyramide; Abbe98, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

Ein Unit-Test prüft eine kleine Programmeinheit. Ein Testfall dokumentiert Eingabe, erwartete Ausgabe und tatsächlich beobachtetes Ergebnis.

Prüfdatensatz:

Test Eingabe Erwarteter Status Erwarteter Wert in Cent
T1 ET-101, LM-1, 2 SIMULIERT 3180
T2 ET-101, LM-1, 4 NICHT_LIEFERBAR 0
T3 ET-101, LM-2, 1 NICHT_GEPRUEFT 0
T4 ET-999, LM-1, 1 UNBEKANNT 0
T5 ET-101, LM-1, 0 MENGE_UNGUELTIG 0
T6 ET-202, LM-2, 2 SIMULIERT 1780
T7 ET-101, LM-1, True MENGE_UNGUELTIG 0

Hinweis: Diese sieben Beispiele wurden anhand der gezeigten Funktion lokal überprüft. Für Dein eigenes Dossier musst Du Deine eigene Version ausführen und die beobachteten Ist-Ergebnisse dokumentieren.

Beispiel für automatisierte Tests mit der Python-Standardbibliothek:

Datei test_shop.py:

import unittest
from shop import simulation

class ShopTests(unittest.TestCase):
    def test_erfolg(self):
        self.assertEqual(
            simulation("ET-101", "LM-1", 2),
            ("SIMULIERT", 3180)
        )

    def test_bestand(self):
        self.assertEqual(
            simulation("ET-101", "LM-1", 4),
            ("NICHT_LIEFERBAR", 0)
        )

    def test_ungueltige_menge(self):
        self.assertEqual(
            simulation("ET-101", "LM-1", 0),
            ("MENGE_UNGUELTIG", 0)
        )

if __name__ == "__main__":
    unittest.main()

Ausführung: Speichere beide Dateien im selben lokalen Projektordner und starte dort python -m unittest -v test_shop. Die übrigen Fälle kannst Du nach dem gleichen Muster ergänzen.

Video: Python-Code mit Unittest prüfen

Datamics: Code testen mit Unittest.

Veranschaulichung von Entwicklungs- und Testbeziehungen im V-Modell; Herman Bruyninckx, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.

Deine Dossier-Ergänzung D5: Erstelle eine Tabelle mit Testkennung, Eingabe, Soll, Ist, Ergebnis und kurzer Fehleranalyse.

Feedbackfrage: Warum genügt ein erfolgreicher Test nicht? Weil er nur eine geprüfte Situation abdeckt und keine allgemeine Fehlerfreiheit beweist.


Lerneinheit 6: Nutzen, Code, Tests und Grenzen präsentieren

Dauer: ca. 15 Minuten plus Probedurchlauf

Leitfrage: Wie überzeugst Du mit überprüfbaren Nachweisen statt bloßen Behauptungen?

Beispiel einer Kanban-Tafel; Garbanea, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

Eine einfache Kanban-Tafel kann zeigen, welche Arbeit geplant, in Bearbeitung oder abgeschlossen ist. Entscheidend ist, dass Du die eigene Leistung deutlich machst.

Präsentationsaufbau für einen kurzen Ausbildungs-Probedurchlauf:

Abschnitt Zeige Begründe
Problem Werkstattauftrag Warum besteht Handlungsbedarf?
Nutzen Vorher-Nachher-Skizze Welche Tätigkeit wird vereinfacht?
Technik Datenmodell und Code Warum diese Lösung?
Qualität Testmatrix und lokale Demo Welche Ergebnisse sind nachweisbar?
Grenzen Offene Punkte Was kann der Prototyp ausdrücklich nicht?

Beispiel einer begründeten Aussage:

„Die Lösung prüft fiktive Bestandsanfragen ohne externe Verbindung. Im Test T2 wird eine zu große Menge abgelehnt. Das reduziert im Beispiel die Gefahr einer fachlich unplausiblen Anfrage. Nicht nachgewiesen sind echte Lieferfähigkeit und technische Teilekompatibilität.“

Wichtige Grenzen:

  1. Keine echte Bestellung oder Reservierung.
  2. Keine Verbindung zu Warenwirtschaftssystemen oder Herstellerschnittstellen.
  3. Keine verbindliche Kompatibilitätsprüfung für reale Fahrzeuge.
  4. Keine Prüfung unter Produktionslast.
  5. Kein vollständig abgesichertes Shopsystem mit Authentifizierung und Zahlungsabwicklung.

Die Hinweise der zuständigen Industrie- und Handelskammer sind bei einer tatsächlichen Abschlussprüfung maßgeblich. Dieser Kurs ist eine Ausbildungsübung und ersetzt weder eine Projektgenehmigung noch eine individuelle Prüfungsordnung.


Quellen und Medienrechte dokumentieren

Lizenzsymbol von Creative Commons; Wikimedia Commons, gemeinfreies Symbol mit ergänzenden Hinweisen zu Kennzeichenrechten.

Prüfe für jedes verwendete Medium: Wer ist Urheber? Wo steht die Originalquelle? Welche Lizenz gilt? Sind Bearbeitungen erlaubt? Welche Bedingungen bestehen für Namensnennung und Weitergabe?

Bei CC BY-SA sind insbesondere Namensnennung, Lizenzhinweis und gegebenenfalls die Weitergabe von Bearbeitungen unter einer kompatiblen Lizenz zu beachten. Die Angaben bei den Bildern dieses Kurses verlinken zu den jeweiligen Dateiseiten.

YouTube-Videos: Die eingebundenen Videos wurden anhand konkreter YouTube-Einträge ausgewählt. Die Einbettung über den Videoplayer macht sie nicht automatisch zu frei lizenzierten OER. Urheberrechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern.

Deine Dossier-Ergänzungen D6 und D7: Dokumentiere alle externen Quellen. Erstelle Deine Präsentation, führe einen Probedurchlauf durch und halte mindestens zwei Verbesserungsvorschläge fest.


Gestufte Hilfen und Feedback

Nutze zuerst die kleinste Hilfe. Greife auf die nächste Stufe zurück, wenn Du nicht weiterkommst.

Lernproblem Hilfe 1 – Denkfrage Hilfe 2 – Struktur Hilfe 3 – konkreter Hinweis
Nutzen Was dauert im Werkstattablauf? Ist-Zustand und Ziel vergleichen Artikel schneller finden ist ein möglicher Nutzen, aber noch keine gemessene Zeitersparnis
Skizze Was muss eingegeben werden? Eingaben, Aktion, Rückmeldung Kennung, Modell, Menge, simuliertes Ergebnis
Code Welche Fälle werden ausgeschlossen? Eingabeprüfung, Artikelsuche, Bestand Erst ungültige Mengen und fehlende Artikel behandeln
Tests Was muss herauskommen? Eingabe, Soll, Ist, Vergleich T1 liefert SIMULIERT und 3180 Cent
Medien Darfst Du das Medium übernehmen? Urheber, Lizenz, Quelle prüfen Bei CC BY-SA die Bedingungen der jeweiligen Version dokumentieren


Begründetes Feedback zu den drei Lernstufen

Basis – Verstehen: Eine Lösung ist nachvollziehbar, wenn sie konkrete Eingaben, Artikelmerkmale und einen überprüfbaren Nutzen nennt. Aussagen wie „alles funktioniert“ benötigen Belege.

Anwendung – Durchführen: Eine Lösung ist belastbarer, wenn das dokumentierte Ist-Ergebnis mit dem Soll-Ergebnis verglichen wird. Bei Abweichungen gehören Fehlersuche und erneuter Test zur Aufgabe.

Transfer – Entscheiden: Eine überzeugende Entscheidung berücksichtigt Nutzen, Aufwand, Risiken und technische Grenzen. Wer eine Produktionsfreigabe aus wenigen lokalen Tests ableitet, überschätzt die Nachweise.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist das wichtigste Ziel der Ausbildungspräsentation? (Nutzen und eigene technische Entscheidungen nachvollziehbar darstellen) (!Möglichst viele Funktionen ohne Erklärung vorführen) (!Den Lagerbestand eines echten Betriebs verändern) (!Auf Tests und Einschränkungen verzichten)




Welche Daten dürfen im Unterrichtsprototyp verwendet werden? (Vollständig fiktive Beispieldaten) (!Ungefragt kopierte Kundendaten) (!Produktive Zugangsdaten) (!Echte personenbezogene Werkstattakten)




Wozu dient ein Wireframe? (Zur vereinfachten Darstellung einer Bedienoberfläche) (!Zur verbindlichen Freigabe eines Ersatzteils) (!Zur automatischen Zahlungsabwicklung) (!Zur Verschlüsselung von Datenbanken)




Welche Eigenschaft sollte eine Artikelkennung besitzen? (Sie sollte einen Artikel eindeutig unterscheiden) (!Sie sollte für alle Artikel gleich sein) (!Sie muss eine Kundennummer enthalten) (!Sie muss sich bei jeder Anfrage ändern)




Warum verwendet der Beispielcode ganzzahlige Centbeträge? (Um typische Rundungsprobleme binärer Gleitkommazahlen zu vermeiden) (!Um echte Zahlungen auszulösen) (!Um Artikelnummern zu verschlüsseln) (!Um jede Preisprüfung überflüssig zu machen)




Welches Ergebnis liefert die Simulation bei einer Menge von null? (MENGE_UNGUELTIG) (!SIMULIERT) (!NICHT_LIEFERBAR) (!UNBEKANNT)




Was bedeutet der Status SIMULIERT im Beispiel? (Die Anfrage erfüllt die hinterlegten fiktiven Prüfregeln) (!Die Ersatzteile wurden tatsächlich bestellt) (!Die reale Fahrzeugkompatibilität wurde zertifiziert) (!Eine Zahlung wurde erfolgreich durchgeführt)




Was gehört zu einem nachvollziehbaren Softwaretest? (Eingabe und erwartetes sowie beobachtetes Ergebnis) (!Nur ein Screenshot ohne Erklärung) (!Nur der Name der Programmiersprache) (!Nur eine Werbeaussage zur Software)




Welche Aussage beschreibt eine Grenze des Prototyps korrekt? (Die tatsächliche Lieferfähigkeit wird nicht geprüft) (!Der Prototyp garantiert weltweite Lieferfähigkeit) (!Der Prototyp kontrolliert fremde Warenwirtschaftssysteme) (!Der Prototyp führt reale Werkstattaufträge aus)




Welche Angaben sind für die Verwendung eines CC BY-SA-Bildes besonders wichtig? (Urheber Quelle Lizenz und gegebenenfalls Bearbeitung) (!Nur die Bildbreite) (!Nur das verwendete Betriebssystem) (!Nur die Dateigröße)





Memory

Anforderung Prüfbarkeitsmerkmal
Wireframe Oberflächenskizze
Artikelkennung Eindeutiger Produktschlüssel
Testfall Vergleich von Soll und Ist
Simulation Vorgang ohne reale Buchung
Quellennachweis Urheber und Lizenz
Projektdossier Gesammelte Arbeitsnachweise





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung
Auftragsanalyse Werkstattbedarf verstehen
Wireframe Bedienoberfläche skizzieren
Datenmodell Informationsbeziehungen strukturieren
Programmlogik Anfragen regelbasiert prüfen
Testprotokoll Beobachtete Ergebnisse dokumentieren
Projektpräsentation Eigene Entscheidungen begründen





Kreuzworträtsel

Wireframe Wie heißt eine vereinfachte Skizze einer digitalen Bedienoberfläche?
Bestand Wie nennt man die vorhandene Stückzahl eines Artikels im Lager?
Testfall Wie heißt die Überprüfung mit einer festgelegten Eingabe und einem erwarteten Ergebnis?
Prototyp Wie heißt eine vorläufige Ausführung eines geplanten Systems?
Lizenz Was regelt die erlaubte Nutzung eines fremden Mediums?
Grenze Wie heißt eine ausdrücklich benannte Einschränkung eines Projekts?





LearningApps

Die Suche zeigt gegebenenfalls passende externe Übungen; sie ist keine eigens für diesen Kurs erstellte LearningApp.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Im Ausbildungsprojekt werden ausschließlich

Werkstattdaten verwendet.
Der konkrete Bedarf wird zunächst in einer

untersucht.
Die grobe Skizze einer Bedienoberfläche heißt

.
Ein Datensatz wird durch eine eindeutige

identifiziert.
Die verfügbare Stückzahl wird als

bezeichnet.
Das Beispielprogramm berechnet den Gesamtwert in

.
Eine Menge von null erzeugt den Status

.
Eine unbekannte Artikelkennung liefert den Status

.
Ein automatisierter Test vergleicht beobachtete und erwartete

.
Der Unterrichtsprototyp führt nur eine

aus.
Eine nachvollziehbare Präsentation erklärt auch die technischen

.
Die Nutzung fremder Medien erfordert die Prüfung der jeweiligen

.
Alle Arbeitsergebnisse werden im

festgehalten.




Offene Aufgaben

Bearbeite insgesamt zwölf Aufgaben. Ergänze jeweils den angegebenen Dossierabschnitt. Die drei Schwierigkeitsstufen entsprechen Basis-, Anwendungs- und Transferanforderungen.


Leicht – Basisaufgaben

  1. D1 – Problemkarte: Beschreibe den fiktiven Werkstattauftrag in drei Sätzen. Benenne Problem, Ziel und Zielgruppe.
  2. D2 – Skizze: Zeichne den Akteur und den Anwendungsfall für eine Ersatzteilanfrage. Beschrifte Deine Zeichnung.
  3. D3 – Datenkarte: Erfinde zwei weitere Artikel mit eindeutigen Kennungen, Beständen und Preisen. Verwende keine echten Werkstattdaten.
  4. D4 – Ablauf: Stelle die vier wesentlichen Prüfentscheidungen des Python-Beispiels als Flussdiagramm dar.

Feedback für Basisaufgaben: Prüfe, ob die Begriffe eindeutig sind und eine andere Person Deinen Entwurf verstehen kann. Ein korrektes Diagramm benötigt erkennbare Eingaben, Entscheidungen und Ergebnisse.


Standard – Anwendungsaufgaben

  1. D2 – Eigene Oberfläche: Erstelle einen überarbeiteten Wireframe, der auch Fehlermeldungen verständlich erklärt.
  2. D4 – Codevariation: Ergänze einen dritten fiktiven Artikel. Dokumentiere die geänderten Daten und simuliere eine gültige Anfrage.
  3. D5 – Testprotokoll: Führe mindestens fünf unterschiedliche lokale Testfälle durch, trage die Ist-Ergebnisse ein und erkläre mögliche Abweichungen.
  4. D7 – Kurzdemo: Präsentiere den Prototyp in fünf bis sieben Minuten. Zeige eine erfolgreiche und eine abgelehnte Anfrage.

Feedback für Anwendungsaufgaben: Achte auf reproduzierbare Eingaben, vollständige Soll-Ist-Vergleiche und nachvollziehbare Erläuterungen. Eine funktionierende Demo allein reicht nicht als Testnachweis.


Schwer – Transferaufgaben

  1. D1 – Nutzenbewertung: Vergleiche einen papierbasierten Werkstattablauf mit dem simulierten Shop. Entwickle Kriterien für eine spätere Messung von Zeit, Fehlern und Aufwand, ohne erfundene Einsparungen als Fakten darzustellen.
  2. D3 – Erweiterungsentwurf: Entwirf eine getrennte Datenhaltung mit Artikel- und Bestandsdaten. Vergleiche das Dictionary mit einer lokalen SQLite-Datenbank und begründe eine Wahl.
  3. D5 – Risikoanalyse: Analysiere, weshalb eine Lehrsimulation nicht ohne Weiteres als produktiver Shop eingesetzt werden darf. Entwickle konkrete zusätzliche Prüf- und Schutzanforderungen, ohne fremde Systeme zu testen.
  4. D7 – Begründete Abgabe: Erstelle eine eigene Abschlusspräsentation mit Skizzen, Codeausschnitt, Prüfdaten, Quellen, Lizenzangaben und einer Reflexion der Grenzen. Begründe zwei technische Entscheidungen und einen verworfenen Lösungsweg.

Feedback für Transferaufgaben: Eine sehr gute Lösung unterscheidet belegte Ergebnisse von Annahmen, wägt mehrere Möglichkeiten ab und benennt Risiken sowie den zusätzlichen Prüfbedarf.




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Lernkontrolle

Diese Aufgaben prüfen Zusammenhänge und den Transfer auf neue Situationen.

  1. Anforderungsanalyse: Eine Werkstatt meldet trotz gleicher Artikelbezeichnung unterschiedliche Ausführungen. Erkläre, weshalb Du den Datenentwurf überarbeiten würdest und welche zusätzlichen Merkmale nötig sein könnten.
  2. Softwaretest: Ein Test liefert einen anderen Status als erwartet. Beschreibe eine systematische Fehlersuche und erkläre, wann eine Korrektur als überprüft gelten kann.
  3. Softwarequalität: Die lokale Simulation besteht alle sieben vorgegebenen Tests. Begründe, weshalb daraus noch keine Freigabe für den realen Werkstattbetrieb folgt.
  4. Datenbank: Vergleiche den Einsatz eines Dictionaries mit einer lokalen relationalen Datenbank hinsichtlich Aufwand, Konsistenz, Wartbarkeit und Erweiterbarkeit.
  5. Wirtschaftlichkeit: Entwickle ein kleines Messkonzept, mit dem der Nutzen eines späteren Shops tatsächlich geprüft werden könnte.
  6. Urheberrecht: Ein Teammitglied findet ein Bild im Internet ohne erkennbaren Lizenznachweis. Erkläre, wie Du mit dem Medium umgehen würdest und begründe Deine Entscheidung.
  7. Projektmanagement: Deine Präsentation wird wegen eines gescheiterten Live-Tests unterbrochen. Entwickle einen angemessenen Ersatznachweis und zeige, wie Du den Fehler transparent erklärst.

Rückmeldekriterien: Antworten sollen fachlich begründet, auf den Ausbildungsfall bezogen und durch Skizzen, Testergebnisse oder überprüfbare Quellen gestützt sein.




Lernnachweis

Deine Abgabe besteht aus einem vollständigen Projektdossier und einer eigenen Präsentation.

Bestandteil Nachweis
Problem und Ziel Konkreter Ausbildungsfall, Nutzen und Abnahmekriterien
Eigene Skizzen Anwendungsfall, Wireframe, Datenmodell
Code Kommentierte und nachvollziehbare Programmlogik
Simulation Dokumentierter lokaler Probedurchlauf
Prüfdaten Mindestens fünf eigene Testprotokolle mit Soll-Ist-Vergleich
Fachliche Begründung Entscheidungen, Alternativen und Fehleranalyse
Grenzen Technische, wirtschaftliche und organisatorische Einschränkungen
Quellen und Rechte Überprüfbare Fachquellen, Urheber und Lizenzangaben
Eigenleistung Erkennbare eigene Beiträge und Reflexion

Kursinternes Bewertungsraster: Bewerte jeden Bereich mit 0 Punkten (kein Nachweis), 1 Punkt (teilweise nachvollziehbar) oder 2 Punkten (vollständig und begründet). Es handelt sich nicht um ein offizielles IHK-Bewertungsschema.

Abgaberegel: Verwende nur die fiktiven Daten des Lernprojekts. Eine Präsentation mit echten Kundendaten, produktiven Zugangsdaten oder nicht genehmigten Systemzugriffen ist kein zulässiger Lernnachweis.




OERs zum Thema

Verwandter Wikipedia-Artikel: Softwaretest

Zum konkreten Ausbildungsprojekt existiert kein eigener Wikipedia-Artikel. Der eingebundene Artikel vermittelt einen wichtigen fachlichen Teilbereich.


Fachlich geprüfte Quellen

  1. Python-Dokumentation: unittest: Grundlagen, Testfälle und automatisierte Testausführung.
  2. SQLite-Dokumentation: SELECT: Verbindliche Sprachreferenz für Datenbankabfragen.
  3. OWASP: Input Validation: Anforderungen an die Prüfung von Programmeingaben.
  4. OWASP: SQL Injection Prevention: Informationen über parametrisierte Datenbankabfragen.
  5. IHK Region Stuttgart: IT-Projektarbeit: Hinweise zu Eigenleistung, Dokumentation, Präsentation und Quellen.
  6. IHK Darmstadt: Projektarbeit: Hinweise zur Begründung von Entscheidungen und adressatengerechten Präsentation.
  7. Creative Commons: Lizenzübersicht: Informationen über freie Lizenzmodelle.
  8. Wikimedia Commons: Mediendateien mit individuellen Lizenzinformationen.
  9. HubbS – Entity Relationship Modelle: Frei lizenziertes Lernvideo für berufliche Schulen, CC BY-SA 4.0.

Quellenhinweis: Die Angaben zu den Medien stehen direkt bei den jeweiligen Abbildungen. Die vier YouTube-Einbettungen sind externe Lernvideos und nicht automatisch offen lizenzierte Materialien. Der SQL-Code ist eine didaktische Skizze; für eine reale Anwendung wären weitergehende Sicherheits-, Architektur- und Funktionstests erforderlich.


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