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Projekt Elektromobilität im Servicebetrieb – Kundinnen und Kunden zum Laden beraten

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Projekt Elektromobilität im Servicebetrieb – Kundinnen und Kunden zum Laden beraten

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Einleitung

Projekt Elektromobilität im Servicebetrieb – Kundinnen und Kunden zum Laden beraten

Zielgruppe: Ausbildung im Kfz-Servicebetrieb, insbesondere Kfz-Mechatronik und Serviceberatung.

Dauer: Sechs Lerneinheiten à 15–20 Minuten, zusätzlich Projektabschluss und Präsentation.

Dein Auftrag: Berate eine Kundin zu einer sicheren, wirtschaftlichen und alltagstauglichen Ladelösung. Erstelle dafür ein Projektdossier mit Fahrprofil, Skizzen, Berechnungen, Simulationen, Prüfdaten und einer begründeten Empfehlung.

Bildimpuls: Welche Bauteile eines Elektroautos beeinflussen das Laden? Markiere die Batterie und den elektrischen Antrieb. Keine Arbeiten am Fahrzeug durchführen.


Ausbildungsfall: Frau Kaya möchte elektrisch fahren

Frau Kaya kommt in Deinen Servicebetrieb. Sie fragt:

„Reicht eine 11-kW-Wallbox? Wie lange dauert das Laden im Winter? Brauche ich unterwegs einen Schnelllader? Und kann ich Solarstrom nutzen?“

Alle folgenden Fahrzeug- und Kundendaten sind fiktive Ausbildungsdaten, keine Herstellerangaben oder echten Prüfergebnisse.

Kundendaten Ausbildungsfall
Arbeitsweg 48 km täglich, an fünf Tagen
Wochenendfahrt 160 km einmal wöchentlich
Batteriekapazität 60 kWh nutzbar
AC-Ladeleistung Maximal 11 kW am Fahrzeug
DC-Ladeleistung 120 kW Spitzenwert
Verbrauch bei milder Witterung 18 kWh/100 km
Verbrauch im Winter 24 kWh/100 km
Üblicher Ladebereich 20–80 % SoC als Planungsannahme
Stellplatz Zehn Stunden pro Nacht
Wallbox Noch nicht installiert
Photovoltaik Optional; gelegentlich 2,5 kW Überschuss für vier Stunden

Wichtig: Die tatsächliche Reichweite und Ladeleistung hängen unter anderem von Temperatur, Geschwindigkeit, Batteriezustand, Fahrzeugtechnik und Ladeinfrastruktur ab.


Dein fortlaufendes Projektdossier

Blatt Nachweis
D1 Kundenauftrag und Fahrprofil
D2 Skizze der Ladewege und Anschlüsse
D3 Energie- und Ladezeitberechnungen
D4 Simulationsgrafiken und Vergleiche
D5 Simulierte Prüfdaten mit Auswertung
D6 Fachquellen, Medienrechte und Sicherheitsfreigaben
D7 Eigene Kundenempfehlung und Reflexion

Bearbeite das Dossier digital oder auf Papier. Kennzeichne Annahmen, berechnete Werte, echte Quellenwerte und simulierte Werte eindeutig.


Sicherheitsrahmen

Dieser Kurs ist keine Hochvoltqualifikation und stellt keine Befähigungsbescheinigung aus.

  1. Hochvoltsystem: Keine Arbeiten an offenen Hochvoltsystemen, Traktionsbatterien oder orangefarbenen Hochvoltleitungen.
  2. Photovoltaik: Keine Arbeiten an PV-Leitungen, Wechselrichtern oder spannungsführenden Komponenten.
  3. Ladeinfrastruktur: Keine Installation, elektrische Prüfung oder Reparatur von Wallboxen und Ladekabeln durch Lernende.
  4. Arbeitssicherheit: Elektrische Vorgänge ausschließlich theoretisch oder in einem sicheren, hierfür geeigneten Simulator untersuchen.
  5. Fachkunde: Vor realen Tätigkeiten müssen die betriebliche Fachverantwortung, eine aktuelle Gefährdungsbeurteilung, die erforderliche Qualifikation und die konkrete Arbeitsfreigabe geprüft werden.

Maßgebliche Orientierung: DGUV Information 209-093. Für wiederkehrende Prüfungen von Ladeleitungen sind zusätzlich die tätigkeitsbezogenen Anforderungen zu beachten, insbesondere FBETEM-009, Ausgabe Juli 2026.

Die Fachverantwortlichen prüfen die jeweils aktuelle Regelwerksfassung. Ein bestandener Lernkurs ersetzt keine entsprechende Qualifikation.


Lerneinheit 1: Fahrprofil und Reichweite

Leitfrage: Wie viel Energie braucht Frau Kaya wirklich?

Bildauftrag: Unterscheide die angezeigte Restreichweite von der tatsächlich nutzbaren Batterieenergie.

ADAC: E-Auto im Winter. Notiere zwei Ursachen für erhöhten Energieverbrauch.


Kurzinput

Energiebedarf = Fahrstrecke × Verbrauch / 100

Reichweite ≈ nutzbare Energie × 100 / Verbrauch

Fahrprofil Strecke Energie bei 18 kWh/100 km Energie bei 24 kWh/100 km
Arbeitstag 48 km 8,64 kWh 11,52 kWh
Fünf Arbeitstage 240 km 43,2 kWh 57,6 kWh
Wochenendfahrt 160 km 28,8 kWh 38,4 kWh
Gesamtwoche 400 km 72 kWh 96 kWh

Merke: WLTP-Werte sind standardisierte Vergleichswerte. Sie garantieren keine bestimmte Alltagsreichweite.


Projektauftrag D1

Basis: Zeichne Frau Kayas Wochenwege und markiere alle Parkzeiten.

Anwendung: Berechne den Energiebedarf für eine normale und eine kalte Woche.

Transfer: Begründe, warum eine einzige Prospekt-Reichweite keine ausreichende Kundenberatung ermöglicht.

Gestufte Hilfen:

  1. Hilfe A: Beginne mit 48 km mal fünf.
  2. Hilfe B: Rechne die Wochenendfahrt hinzu.
  3. Hilfe C: Kontrollwert für den Winter: 400 × 24 / 100 = 96 kWh.

Begründetes Feedback: 96 kWh ist der winterliche Wochenbedarf an Fahrenergie im Rechenmodell, nicht die erforderliche Batteriekapazität. Mehrfaches Nachladen ist möglich. Wer 96 kWh als notwendige Batteriegröße bezeichnet, verwechselt Energiebedarf und Energiespeicher.


Lerneinheit 2: AC, DC und Stecksysteme

Leitfrage: Welche Ladeart passt zu welchem Bedarf?

Vergleiche die Stecker: Links CCS Combo 2, rechts Typ 2. Skizziere beide Umrisse.

Untersuche ausschließlich das Foto. Ordne den Stecker einer Ladeart zu.

Elektrotechnik einfach erklärt: Ladeleistung, AC/DC und Ladestecker. Erstelle drei Stichwortkarten.


Kurzinput

Merkmal AC-Laden DC-Laden
Stromart Wechselstrom Gleichstrom
Typischer Anschluss in Europa Typ 2 CCS Combo 2
Energieumwandlung Im On-Board-Ladegerät In der externen Ladeeinrichtung
Einsatz Zuhause, Arbeitsplatz, längeres Parken Schnellladen unterwegs

Die mögliche Ladeleistung wird durch mehrere Grenzen bestimmt.

Beispiel: Eine öffentliche 22-kW-AC-Ladesäule lädt Frau Kayas Ausbildungsfahrzeug mit höchstens 11 kW, sofern auch alle übrigen Bedingungen diese Leistung erlauben.

120 kW DC sind ein Spitzenwert, kein Dauerwert. Die tatsächliche Ladekurve muss anhand geeigneter Hersteller- oder unabhängiger Messdaten beurteilt werden.


Projektauftrag D2

Basis: Zeichne eine Ladesituation mit Wallbox, Ladekabel und Fahrzeug.

Anwendung: Ergänze eine öffentliche AC-Ladesäule und eine DC-Schnellladestation.

Transfer: Erläutere, warum eine leistungsstärkere Ladesäule nicht automatisch kürzere Ladezeiten garantiert.

Gestufte Hilfen:

  1. Hilfe A: Suche die beiden Stecker im Bild.
  2. Hilfe B: Unterscheide On-Board-Lader und externen Gleichstromlader.
  3. Hilfe C: Bei 22 kW an der AC-Säule und 11 kW im Fahrzeug begrenzt das Fahrzeug.

Begründetes Feedback: Die Fahrzeugbegrenzung muss berücksichtigt werden. Wer allein die Leistung der Ladesäule verwendet, überschätzt die erreichbare AC-Ladeleistung.


Lerneinheit 3: Wallbox und Ladezeit

Leitfrage: Reicht Laden über Nacht?

Foto einer Heimladestation: Skizziere den Stellplatz und ergänze Zuständigkeiten von Kundin, Elektrofachbetrieb und Netzbetreiber.

ADAC: Zuhause laden. Prüfe Aussagen zur Steckdose und Installation anhand der aktuellen Bundesnetzagentur-Informationen; ältere Videoinhalte können überholt sein.


Kurzinput

Ladezeit näherungsweise = nachzuladende Batterieenergie / wirksame Ladeleistung

Für das Ausbildungsmodell verwenden wir 90 % Ladeeffizienz als ausdrücklich vereinfachte Rechenannahme. Tatsächliche Verluste sind fahrzeug- und betriebsabhängig.

Von 20 auf 80 % bei 60 kWh nutzbarer Batterie:

60 × 0,60 = 36 kWh Batterieenergie.

Simulierte Netzleistung Näherungsweise Ladezeit
11 kW 3,64 Stunden
7 kW 5,71 Stunden
4,2 kW 9,52 Stunden

Berechnet mit konstant angenommener Leistung und 90 % Ladeeffizienz. Keine garantierten Ladezeiten.

Netzanschluss: Wallboxen müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden. Bei einer Anschlussleistung über 12 kVA ist eine Zustimmung erforderlich. Für neue steuerbare Wallboxen über 4,2 kW gelten grundsätzlich die Vorgaben des § 14a EnWG. Die konkrete technische Ausführung und Installation gehören zum eingetragenen Elektrofachbetrieb.

Quelle: Bundesnetzagentur – Wallbox-FAQ.


Projektauftrag D3

Basis: Berechne die nachzuladende Energie von 20 auf 80 %.

Anwendung: Vergleiche 11 kW und 7 kW in einer Ladezeittabelle.

Transfer: Bewerte, ob Frau Kaya für ihre regelmäßigen Fahrten eine 22-kW-Wallbox benötigt.

Gestufte Hilfen:

  1. Hilfe A: Der Ladebereich umfasst 60 Prozentpunkte.
  2. Hilfe B: Teile 36 kWh durch Ladeleistung × 0,90.
  3. Hilfe C: Bei 11 kW ergibt sich 36 / 9,9 ≈ 3,64 Stunden.

Begründetes Feedback: Eine 11-kW-Lösung erscheint im Ausbildungsfall zeitlich ausreichend, falls der Elektrofachbetrieb den Anschluss freigibt. Eine 22-kW-Wallbox hätte für dieses Fahrzeug beim AC-Laden keinen unmittelbaren Geschwindigkeitsvorteil.


Lerneinheit 4: Ladekurve und simulierte Prüfdaten

Leitfrage: Warum ist die Spitzenleistung kein verlässlicher Zeitwert?

Schnellladen mit CCS: Erläutere den Unterschied zwischen der Nennleistung des Ladepunkts und der tatsächlich aufgenommenen Leistung.

ElecTrip / E.ON Drive: E-Auto-Ladekurve. Skizziere den Verlauf der Ladeleistung über dem Ladezustand.


Kurzinput

Die DC-Ladeleistung verändert sich während des Ladens. Entscheidend sind insbesondere Ladezustand, Temperatur, Batteriemanagement und Fahrzeugtechnik.

Ohne belastbare Ladekurve kann aus 120 kW Spitzenleistung keine zuverlässige DC-Ladezeit abgeleitet werden.

Beispiel eines sicheren Simulationsprotokolls:

Simulationswert Ergebnis
Ladezustand zu Beginn 40 %
Ladezustand am Ende 50 %
Simulationsdauer 60 Minuten
Mittlere Netzleistung 6,8 kW
Ausgewiesene Netzenergie 6,8 kWh
Rechnerischer Batterieenergiezuwachs Ungefähr 6 kWh

Auswertung: Die modellierte Differenz beträgt ungefähr 0,8 kWh. Die SoC-Anzeige liefert jedoch keine präzise Energiemessung. Diese Daten sind keine elektrische Sicherheitsprüfung und kein realer Prüfnachweis.


Projektauftrag D4 und D5

Basis: Zeichne eine beispielhafte Ladekurve mit Ladeleistung auf der senkrechten Achse und SoC auf der waagerechten Achse.

Anwendung: Übertrage die Simulationswerte in eine Prüftabelle und berechne die Differenz.

Transfer: Beurteile die Aussage: „150-kW-Ladesäule bedeutet 150 kW Ladeleistung am Auto.“

Gestufte Hilfen:

  1. Hilfe A: Suche den Ladezustand als Einflussgröße.
  2. Hilfe B: Unterscheide Leistung in kW und Energie in kWh.
  3. Hilfe C: Der rechnerische Unterschied im Simulationsprotokoll beträgt ungefähr 0,8 kWh.

Begründetes Feedback: Die Aussage zur 150-kW-Säule ist falsch. Frau Kayas Fahrzeug erreicht laut angenommenem Datenblatt maximal 120 kW DC; über die tatsächliche Durchschnittsleistung sagt das noch nichts aus. Die simulierten Energiedaten erlauben nur eine Plausibilitätsbetrachtung, keine Freigabe eines Ladesystems.


Lerneinheit 5: Öffentliche Ladepunkte und Photovoltaik

Leitfrage: Welche Ergänzungen machen die Ladestrategie alltagstauglich?

Bildauftrag: Welche zusätzlichen Angaben brauchst Du für eine konkrete öffentliche Ladeempfehlung?

Bildauftrag: Skizziere den theoretischen Energiefluss PV-Anlage → Energiemanagement → Wallbox → Auto. Keine Arbeiten an PV-Komponenten.

Praxisvideo zum PV-Überschussladen mit Herstellerbezug. Prüfe produktbezogene Aussagen unabhängig anhand der Verbraucherzentrale.


Kurzinput

Öffentliches Laden: Vergleiche Steckertyp, Fahrzeugkompatibilität, tatsächliche Leistung, Tarif, Blockiergebühren und Verfügbarkeit. Die Ladesäulenkarte der Bundesnetzagentur liefert technische Standortinformationen, aber keine garantierte Live-Verfügbarkeit.

PV-Laden: Solarstrom steht abhängig von Wetter und Tageszeit zur Verfügung. Ohne Speicher kann er nur zeitgleich zur Erzeugung direkt genutzt werden.

Simulationsbeispiel: 2,5 kW PV-Überschuss während vier Stunden entsprechen 10 kWh verfügbarer Ladeenergie vor Umwandlungsverlusten. Bei angenommener Gesamteffizienz von 90 % wären das rechnerisch 9 kWh Batterieenergie. Die tatsächlich nutzbare Energiemenge hängt zusätzlich vom Fahrzeug und von der Regelbarkeit der Ladeeinrichtung ab.

Quelle: Verbraucherzentrale – Elektroauto mit Solarstrom laden.


Projektauftrag D6

Basis: Finde auf der Bundesnetzagentur-Karte zwei beispielhafte öffentliche Ladepunkte und notiere deren ausgewiesene Technik.

Anwendung: Vergleiche zwei Tarife mit einem angenommenen Ladebedarf von 30 kWh. Berücksichtige ausgewiesene Zusatzgebühren.

Transfer: Entscheide, unter welchen Bedingungen PV-Überschussladen Frau Kaya hilft und wann Netzstrom benötigt wird.

Gestufte Hilfen:

  1. Hilfe A: Prüfe Typ 2 oder CCS.
  2. Hilfe B: Erfrage Ladepreis und Standzeitgebühren getrennt.
  3. Hilfe C: Für PV-Laden müssen nutzbarer Überschuss, Fahrzeuganwesenheit und technisch mögliche Ladeleistung zusammenpassen.

Begründetes Feedback: PV-Überschuss ist keine jederzeit verfügbare Ladequelle. Für nächtliche Arbeitsvorbereitung muss Frau Kaya gegebenenfalls Netzstrom verwenden. Ein Vergleich ohne Gebühren oder tatsächliche Ladebedingungen kann irreführend sein.


Lerneinheit 6: Beratung und begründete Übergabe

Leitfrage: Was empfiehlt ein verantwortungsvoller Servicebetrieb?


Kundenberatung in fünf Schritten

  1. Bedarfsanalyse: Fahrstrecke, Parkzeiten, Winterbetrieb und Ladezugang klären.
  2. Technischer Vergleich: AC-Fähigkeit, DC-Spitzenleistung und echte Ladekurven unterscheiden.
  3. Ladeplanung: Alltag, Wochenendfahrt und mögliche Reserve berechnen.
  4. Sicherheit: Netzanschluss, Fachbetrieb, Qualifikationen und Freigaben benennen.
  5. Kundenkommunikation: Empfehlung verständlich, transparent und mit Unsicherheiten präsentieren.

Besonderer Fall: Für 160 km bei 24 kWh/100 km benötigt Frau Kaya rechnerisch 38,4 kWh Batterieenergie. Der Bereich von 20 bis 80 % stellt nur 36 kWh bereit. Eine passend höhere Abfahrtladung oder ein Ladestopp kann deshalb erforderlich sein.

Bei 90 % Abfahrtladung und 20 % planerischer Mindestreserve stehen rechnerisch 42 kWh zur Verfügung. Das genügt in diesem Modell für die 160 km unter den angesetzten Bedingungen. Zusätzliche Sicherheits- und Fahrreserven sowie die herstellerseitigen Empfehlungen sind individuell zu berücksichtigen.


Projektabschluss D7

Erstelle eine einseitige Kundenempfehlung und erläutere sie in einem fünfminütigen Rollenspiel.

Deine Empfehlung enthält:

  1. Eine Hauptladestrategie für den Alltag.
  2. Eine Strategie für Winter und Wochenendfahrten.
  3. Einen Vergleich zwischen Heimladen, öffentlichem Laden und optionalem PV-Laden.
  4. Mindestens zwei nachvollziehbare Rechnungen und eine eigene Skizze.
  5. Ein Simulationsprotokoll mit Grenzen seiner Aussagekraft.
  6. Quellen, Bildrechte, Zuständigkeiten und offene Fachfreigaben.

Mögliche fachlich begründete Empfehlung: Eine fachgerecht geprüfte und installierte 11-kW-Wallbox ist für den beschriebenen Alltag voraussichtlich ausreichend. Öffentliche CCS-Ladepunkte ergänzen längere Strecken. Eine höhere Ladeleistung ist nur sinnvoll, wenn Fahrzeug, Ladepunkt und Betriebsbedingungen sie tatsächlich ermöglichen.

Begründetes Feedback: Eine gute Empfehlung ist nicht die mit der höchsten kW-Zahl. Sie ist diejenige, die zum Fahrprofil passt, nachvollziehbar rechnet, Unsicherheiten offenlegt und Zuständigkeitsgrenzen beachtet.


Hilfekarten für das gesamte Projekt

Hilfestufe Lernhilfe Selbstkontrolle
H1 – Orientierung Bilder, Tabellen und Ausgangsdaten markieren Welche Werte sind vorgegeben?
H2 – Struktur Formel und Entscheidungskriterien auswählen Welche Größen und Einheiten brauche ich?
H3 – Unterstützung Teilrechnung oder Musterargument mit eigenen Daten vervollständigen Kann ich den Rechenweg und seine Grenzen erklären?

Nutze zuerst H1 und nur bei Bedarf die weiteren Hilfen. Dokumentiere kurz, welche Unterstützung Du benötigt hast.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Einheit beschreibt eine Energiemenge? (kWh) (!kW) (!km) (!kW pro Stunde)




Wie viele Kilometer fährt Frau Kaya an fünf Arbeitstagen? (240 km) (!48 km) (!160 km) (!400 km)




Wie groß ist die gesamte Wochenfahrstrecke im Ausbildungsfall? (400 km) (!240 km) (!160 km) (!560 km)




Wie viel Fahrenergie benötigt Frau Kaya im Winter pro Woche nach dem Rechenmodell? (96 kWh) (!72 kWh) (!60 kWh) (!36 kWh)




Wie hoch ist die angenommene maximale AC-Ladeleistung des Fahrzeugs? (11 kW) (!22 kW) (!120 kW) (!150 kW)




Welcher Anschluss ist im Ausbildungsfall für DC-Schnellladen vorgesehen? (CCS Combo 2) (!Typ 2 ausschließlich) (!Haushaltssteckdose) (!Schutzkontaktstecker)




Wie viel Batterieenergie liegen rechnerisch zwischen 20 und 80 Prozent Ladezustand bei 60 kWh nutzbarer Kapazität? (36 kWh) (!60 kWh) (!48 kWh) (!12 kWh)




Welche maximale AC-Leistung ist an einer 22-kW-Säule bei einem auf 11 kW begrenzten Fahrzeug unter günstigen Bedingungen möglich? (11 kW) (!22 kW) (!120 kW) (!44 kW)




Was sagt die DC-Spitzenladeleistung zuverlässig aus? (Die höchste unter passenden Bedingungen erreichbare Ladeleistung) (!Die durchgehend garantierte Ladeleistung) (!Die benötigte Ladezeit bis 100 Prozent) (!Den durchschnittlichen Energieverbrauch)




Welche Aussage zur Arbeit an Hochvoltsystemen ist richtig? (Erforderliche Qualifikation und konkrete Arbeitsfreigabe müssen vor einer Tätigkeit geprüft werden) (!Die Teilnahme am Quiz ersetzt eine Fachqualifikation) (!Auszubildende dürfen ohne Freigabe Hochvoltbauteile öffnen) (!Eine Kundenberatung erlaubt elektrische Prüfungen an Hochvoltkomponenten)





Memory

Ladezustand SoC
Batterieenergie kWh
Ladeleistung kW
Wechselstromladen AC
Gleichstromladen DC
Fahrprofil Strecken und Nutzungsmuster
Ladeverlust Differenz zwischen zugeführter und gespeicherter Energie





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Fahrprofil Arbeitswege und Wochenendfahrten
Wallbox Laden am privaten Stellplatz
CCS Gleichstromschnellladen
On-Board-Ladegerät Umwandlung beim Wechselstromladen
PV-Überschuss Zeitweise verfügbarer Solarstrom





Kreuzworträtsel

Wallbox Wie heißt eine fest installierte private Ladestation?
Ladekurve Welche Darstellung zeigt die veränderliche Ladeleistung beim Laden?
Fahrprofil Wie nennt man die Zusammenstellung typischer Fahrstrecken und Nutzungsmuster?
Reichweite Welcher Begriff beschreibt die mögliche Fahrstrecke mit verfügbarer Energie?
Ladeverlust Wie heißt die Energiedifferenz zwischen zugeführter und gespeicherter Energie?
Netzbetreiber Wer ist für den Anschluss an das öffentliche Stromverteilnetz zuständig?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Die Energiemenge wird in

angegeben.
Die Ladeleistung wird in

angegeben.
Frau Kaya fährt im Ausbildungsfall wöchentlich

Kilometer.
Der angenommene winterliche Energiebedarf beträgt

kWh pro Woche.
Die nutzbare Batteriekapazität beträgt

kWh.
Beim AC-Laden übernimmt das

die Umwandlung.
Für europäisches DC-Schnellladen wird im Ausbildungsfall der Anschluss

eingesetzt.
Die maximale AC-Ladeleistung des Fahrzeugs beträgt

kW.
Die Ladeleistung während des DC-Ladens beschreibt eine

.
Beim Laden treten technisch bedingte

auf.
Der Ladezustand der Batterie wird mit

abgekürzt.
Arbeiten an elektrischen Systemen dürfen nur im Rahmen der erforderlichen

ausgeführt werden.




Offene Aufgaben


Leicht – Basisaufgaben

  1. Fahrprofil: Zeichne die Wochenfahrten von Frau Kaya als übersichtlichen Streckenplan für D1.
  2. Ladestecker: Erstelle eine Bildkarte zu Typ 2 und CCS und beschrifte die Unterschiede für D2.
  3. Batteriekapazität: Gestalte ein einfaches Diagramm des Ladebereichs von 20 bis 80 Prozent für D3.
  4. Ladeinfrastruktur: Entwirf drei verständliche Fragen für das erste Kundengespräch.


Standard – Anwendungsaufgaben

  1. Energieverbrauch: Berechne den Energiebedarf für Sommer und Winter und präsentiere Deine Ergebnisse grafisch.
  2. Ladezeit: Erstelle eine Simulation für drei unterschiedliche Ladeleistungen und erläutere deren Grenzen.
  3. Ladeverluste: Werte das vorgegebene Simulationsprotokoll aus und begründe, warum es keine elektrische Sicherheitsprüfung ersetzt.
  4. Kundenberatung: Gestalte einen kurzen Erklärfilm zum Unterschied zwischen Ladeleistung, Energiebedarf und Reichweite.


Schwer – Transferaufgaben

  1. Photovoltaik: Entwickle eine alternative Ladeplanung für eine Kundin, die tagsüber kaum zu Hause ist.
  2. Elektromobilität: Simuliere eine kalte Langstreckenfahrt und entscheide begründet, wann ein Ladestopp sinnvoll wird.
  3. Servicequalität: Führe ein Rollenspiel mit einer skeptischen Kundin durch und dokumentiere das Feedback.
  4. Projektarbeit: Erstelle eine digitale Präsentation oder einen eigenen Lern-MOOC mit Quellen-, Medienrechte- und Sicherheitsprüfung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Bearbeite mindestens fünf Aufgaben. Nutze jeweils einen begründeten Lösungsweg und dokumentiere verwendete Annahmen.

  1. Fahrprofil: Frau Kaya fährt künftig täglich 80 statt 48 km. Prüfe, welche Teile der Ladeempfehlung verändert werden müssen.
  2. Ladeleistung: Ein Verkäufer verspricht eine Halbierung der Ladezeit mit einer 22-kW-Wallbox. Überprüfe diese Aussage anhand des Ausbildungsfahrzeugs.
  3. Reichweite: Der Winterverbrauch steigt auf 27 kWh/100 km. Berechne die Energie für 160 km und entwickle eine angepasste Fahrstrategie.
  4. Photovoltaik: Die PV-Anlage erzeugt mittags Überschuss, das Auto steht aber am Arbeitsplatz. Entwirf zwei mögliche Lösungen und nenne ihre Grenzen.
  5. Ladekurve: Zwei Fahrzeuge besitzen dieselbe DC-Spitzenladeleistung. Erkläre, warum ihre Ladestopps trotzdem unterschiedlich lange dauern können.
  6. Arbeitssicherheit: Ein Kunde bittet einen Auszubildenden um eine elektrische Überprüfung seiner Ladeleitung. Beschreibe den fachlich angemessenen betrieblichen Ablauf, ohne eine Prüfanleitung zu geben.

Feedbackmaßstab: Deine Antwort ist tragfähig, wenn sie die veränderten Bedingungen erkennt, die richtige Beziehung zwischen Energie und Leistung verwendet, offene Informationen benennt und eine sichere, kundenverständliche Entscheidung begründet.




Lernnachweis

Abgabe: Vollständiges Projektdossier D1–D7 und fünfminütiges Beratungsgespräch.

Bewertungskriterium Punkte Begründetes Feedback bei Verbesserungsbedarf
Fahrprofil und Bedarf 20 Strecken, Verbrauchsbedingungen oder Winterannahmen müssen nachvollziehbarer werden.
Technische Berechnungen 20 Energie, Leistung und Ladezeit müssen mit korrekten Einheiten getrennt werden.
Skizzen und Simulationen 20 Datenherkunft und Grenzen der simulierten Werte müssen klarer erkennbar sein.
Kundenorientierte Empfehlung 20 Die gewählte Ladestrategie muss stärker aus Fahrprofil und Ladezugang begründet werden.
Quellen, Medienrechte und Sicherheit 20 Quellenstand, Lizenzen, Qualifikationsgrenzen und Fachfreigaben müssen überprüfbar dokumentiert sein.

Für einen vollständigen Lernnachweis sind wichtig:

  1. Eine eigenständige, konsistente und begründete Empfehlung.
  2. Mindestens eine technische Skizze sowie zwei nachvollziehbare Berechnungen.
  3. Ein Simulationsdiagramm und ein als Simulation gekennzeichnetes Prüfdatenprotokoll.
  4. Ein fachlich korrektes und verständliches Beratungsgespräch.
  5. Eine überprüfbare Quellen- und Medienrechtedokumentation.
  6. Eine ausdrückliche Trennung zwischen Beratung, Simulation und freigabepflichtiger Facharbeit.
  7. Eine kurze Selbstreflexion über Unsicherheiten und mögliche Verbesserungen.

Sicherheitsgrenze: Dieser Lernnachweis bescheinigt ausschließlich die Bearbeitung eines didaktischen Beratungsprojekts. Er bescheinigt weder Hochvolt-Fachkunde noch elektrotechnische Prüfbefähigung oder eine Arbeitsfreigabe.




OERs zum Thema

Wikipedia: Elektromobilität


Fachlich geprüfte Ausgangsquellen

Quelle Verwendung
DGUV 209-093 Qualifikationen und sicheres Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen
DGUV FBETEM-009 Zusätzliche Qualifikationsanforderungen für wiederkehrende Ladeleitungsprüfungen, Juli 2026
Bundesnetzagentur Wallbox, Netzanschluss und § 14a EnWG
Ladesäulenkarte Öffentliche Ladepunkte und technische Daten
ADAC-Ladeverluststudie, August 2026 Gemessene Ladeverluste bei verschiedenen Ladebedingungen
ADAC-Wintertest 2026 Realistische Reichweiten und Ladeverhalten
Verbraucherzentrale Grundlagen des Ladens mit Photovoltaik

Quellenstand der Kursrecherche: Oktober 2026. Vor einer realen Kundenempfehlung Herstellerdaten, Netzanschlussbedingungen, Tarife und aktuelle technische Regeln erneut prüfen.


Mediennachweise und Nutzungsrechte

Die verwendeten Wikimedia-Commons-Dateien sind einzeln überprüft. Bei einer Übernahme sind die jeweiligen Lizenzbedingungen einzuhalten. Die Bilder sind hier unverändert eingebunden.

Mediendatei auf Wikimedia Commons Urheber und Lizenz
Electric car diagram.svg Ian Furst; CC BY-SA 4.0
Electric Car Display.jpg AkiliDaniels; CC BY-SA 4.0
Typ 2 und CCS im Vergleich Paul Sladen; CC0 1.0
CCS Charging Plug Danilo Bargen; CC BY-SA 4.0
EV-Box HomeLine.jpg Hugosbento; CC BY-SA 4.0
Elektroauto CCS HPC.jpg Tomás Freres; CC BY-SA 4.0
Charging station Plaue.jpg Aschroet; CC0 1.0
Photovoltaik-Anlage auf Hausdach.jpg High Contrast; CC BY 3.0 DE

YouTube-Medien: Die fünf Videos sind über ihre bestehenden YouTube-Adressen eingebunden. Dies bedeutet nicht, dass die Videoinhalte frei lizenziert sind. Nicht herunterladen, vervielfältigen oder als eigenes OER-Material weiterverbreiten, sofern dafür keine gesonderte Erlaubnis vorliegt.

Medienkompetenz-Auftrag: Prüfe bei einer eigenen Veröffentlichung Autor, Lizenz, Versionsstand, fachliche Qualität und mögliche Herstellerinteressen. Dokumentiere Änderungen an frei lizenzierten Medien.


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