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Projekt Elektromobilität im Servicebetrieb – Ein Elektromobilitätsangebot fachlich präsentieren

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Projekt Elektromobilität im Servicebetrieb – Ein Elektromobilitätsangebot fachlich präsentieren

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Projekt Elektromobilität im Servicebetrieb – Ein Elektromobilitätsangebot fachlich präsentieren

Projektorientierter Lernkurs für die Berufsausbildung

Zielgruppe: Auszubildende im Kfz-Service, insbesondere Kfz-Mechatronikerinnen und Kfz-Mechatroniker, sowie verwandte technische und kaufmännische Ausbildungsberufe.

Leitfrage: Wie präsentierst Du ein Elektromobilitätsangebot technisch richtig, sicher und ohne unrealistische Versprechen?

Lernform: Sechs kurze Lerneinheiten, ein fortlaufendes Projektdossier und eine begründete Abschlusspräsentation.

Zeitrahmen: Etwa 4 bis 6 Unterrichtsstunden einschließlich Projektarbeit.

Bildimpuls: Was erwarten Kundinnen und Kunden von einem Elektromobilitätsservice?


Einleitung

Elektromobilität verändert den Kfz-Service. Kundinnen und Kunden benötigen verständliche Informationen über Elektroantrieb, Traktionsbatterie, Ladeinfrastruktur, Reichweite, Kosten und Sicherheit.

Du entwickelst ein Elektromobilitätsangebot für einen fiktiven Servicebetrieb. Das Ergebnis besteht aus einer fachlichen Präsentation und einem überprüfbaren Projektdossier.

Deine Lernziele:

  1. Technik: Du erklärst wichtige Fahrzeugkomponenten und Energieflüsse.
  2. Laden: Du vergleichst AC- und DC-Laden und berechnest Modellwerte.
  3. Sicherheit: Du erkennst Tätigkeitsgrenzen und erforderliche Freigaben.
  4. Prüfdaten: Du interpretierst simulierte Daten ohne voreilige Diagnosen.
  5. Beratung: Du formulierst ein nachvollziehbares Serviceangebot.
  6. Präsentieren: Du belegst Aussagen, benennst Grenzen und beantwortest Rückfragen.

Verbindliche Sicherheitsgrenze: Arbeiten an Hochvoltsystemen, Traktionsbatterien und PV-Gleichspannungsanlagen erfolgen in diesem Lernkurs ausschließlich theoretisch, anhand vorhandener Dokumentation oder in dafür geeigneten, sicheren Simulationen. Es gibt keine Arbeiten am geöffneten Hochvoltsystem, keine realen Hochvoltmessungen und keine Anleitung zur Spannungsfreischaltung. Der Kurs vermittelt weder eine HV-Qualifikation noch eine betriebliche Arbeitsfreigabe.


Der Ausbildungsfall


Kundenauftrag: Servicebetrieb Stromblick

Der fiktive Kfz-Servicebetrieb Stromblick möchte ein Angebot namens E-Mobilitäts-Ladecheck und Kundenberatung vorstellen.

Eine Kundin berichtet: „Mein Elektroauto lädt manchmal langsamer als erwartet. Ich möchte wissen, welche Lademöglichkeit zu meinem Alltag passt und was Ihre Werkstatt sicher prüfen kann.“

Falldatum Angabe
Fahrzeug Fiktives Modell E60
Nutzbare Batteriekapazität 60 kWh
Ladezustand zu Beginn 30 %
Gewünschter Ladezustand 80 %
AC-Ladeleistung laut Fallbeschreibung maximal 11 kW
DC-Ladeleistung laut Fallbeschreibung maximal 100 kW
Alltag 60 km Fahrstrecke pro Tag
Modellverbrauch 17,5 kWh je 100 km
Modellstrompreis 0,35 € je kWh
Angenommener AC-Gesamtladewirkungsgrad 90 %

Wichtig: Fahrzeug, Kundin, Messwerte und Preise sind erfundene Unterrichtsdaten, keine Herstellerdaten, Messprotokolle oder aktuellen Marktangebote.

Dein Auftrag: Erstelle eine Empfehlung mit nachvollziehbaren Berechnungen, einer Sicherheitsabgrenzung und klaren Bedingungen für weiterführende Werkstattleistungen.


Dein fortlaufendes Projektdossier

Nutze eine Mappe, eine Präsentationsdatei oder ein digitales Portfolio.

Baustein Dein Arbeitsergebnis
D1 – Kundenauftrag Bedarf, Fragen und Serviceziel
D2 – Systemskizze Beschrifteter Energiefluss
D3 – Sicherheitskonzept Gefahren, Grenzen, Qualifikation, Freigabe
D4 – Prüfdatenblatt Auswertung simulierter Daten
D5 – Rechen- und Simulationsblatt Energie, Ladezeiten, Kosten und Annahmen
D6 – Serviceangebot Leistungsumfang und Ausschlüsse
D7 – Projektabgabe Präsentation, Quellen, Reflexion und begründete Entscheidung

Arbeitsregel: Kennzeichne jede Information mit F für Fallannahme, S für Simulation oder Q für nachgewiesene Fachquelle. Ergänze Datum und Fundstelle bei Quellen.


Lerneinheit 1: Das Elektroauto verstehen

Zeit: 10–15 Minuten | Dossier: D1 und D2

Lernbild: Grundstruktur eines batterieelektrischen Fahrzeugs. Beschrifte die Bauteile mit deutschen Fachbegriffen.

Die Traktionsbatterie speichert elektrische Energie. Die Leistungselektronik steuert den Energiefluss. Der Elektromotor wandelt elektrische in mechanische Energie um.

Beispiel einer Fahrzeugbatterie als Anschauungsbild – nicht öffnen oder bearbeiten.

Fünf Begriffe: BMS überwacht Batteriezustände, Wechselrichter wandelt Gleichstrom für den AC-Antrieb um, Elektromotor erzeugt Bewegung, Rekuperation gewinnt Bremsenergie teilweise zurück und Bordladegerät ermöglicht die AC-Ladung der Batterie.

Mini-Auftrag: Zeichne den vereinfachten Energiefluss Batterie → Leistungselektronik → Motor → Räder. Ergänze den Rückfluss bei der Rekuperation.

Dossier D2: Eine eigene beschriftete Skizze mit kurzer Funktionsbeschreibung.

Fachquelle: ADAC: Aufbau und Funktion des Elektroantriebs


Lerneinheit 2: AC und DC fachlich erklären

Zeit: 15 Minuten | Dossier: D2 und D5

Steckervergleich: links CCS Combo 2, rechts Typ 2. Erkenne die Unterschiede.

ADAC: E-Auto laden – Ladearten und Ladestecker.

Kriterium AC-Laden DC-Laden
Stromart Wechselstrom Gleichstrom
Typischer Anschluss in Europa Typ 2 CCS Combo 2
Umwandlung in Gleichstrom Durch das Bordladegerät Durch die externe Ladeeinrichtung
Entscheidende Begrenzungen Fahrzeug, Ladepunkt und Installation Fahrzeug, Ladestation, Temperatur und Batteriezustand
Typische Verwendung Laden während längerer Standzeiten Schnelleres Nachladen unterwegs

Merksatz: Die maximale Ladeleistung eines Ladepunkts ist kein Versprechen für die tatsächlich erreichte Fahrzeugladeleistung.

EWE SMARTGEBER: Typ 2, CCS und Schuko im Vergleich. Das Video dient der Kundenberatung, nicht als Arbeitsanweisung.

Mini-Auftrag: Stelle AC- und DC-Laden als zwei Pfeildiagramme dar. Markiere, wo die Umwandlung von Wechselstrom in Gleichstrom erfolgt.

Dossier D5: Eine Vergleichsskizze mit einer begründeten Empfehlung für tägliches Laden und Langstreckenfahrten.

Fachquelle: Bundesnetzagentur: Anforderungen an Ladeanschlüsse


Lerneinheit 3: Sicherheit und Fachfreigaben

Zeit: 15 Minuten | Dossier: D3

Grundsatz: Eine technische Erklärung ist keine Berechtigung zu einer technischen Arbeit.

Für Arbeiten an Serienfahrzeugen mit Hochvoltsystemen beschreibt die DGUV Information 209-093 ein gestuftes Qualifizierungskonzept.

Stufe im Service Bedeutung für die Einordnung
S Sensibilisierte Person für den vorgesehenen Umgang mit HV-Fahrzeugen
1S Fachkundig unterwiesene Person für festgelegte allgemeine, nichtelektrotechnische Arbeiten
2S Fachkundige Person Hochvolt für bestimmte Arbeiten an HV-Systemen im spannungsfreien Zustand
3S Besondere Fachkunde für Arbeiten an unter Spannung stehenden HV-Systemen

Die Stufen allein ersetzen keine Gefährdungsbeurteilung, keine aktuelle Unterweisung, keine Herstellervorgaben und keine konkrete betriebliche Freigabe. Voraussetzungen hängen von der Tätigkeit und den nachgewiesenen Kompetenzen ab.

Für Deinen Ausbildungsfall gilt:

  1. Kundenberatung: Technische Informationen aus verlässlichen Quellen erläutern.
  2. Simulation: Datensätze auswerten und Entscheidungen begründen.
  3. Gefährdungsbeurteilung: Risiken und zuständige Fachpersonen benennen.
  4. Hochvolttechnik: Keine realen Eingriffe, Öffnungen, HV-Messungen oder Prüfabläufe durchführen.
  5. Photovoltaik: Keine elektrischen Arbeiten an PV-Modulen, DC-Leitungen oder Wechselrichtern durchführen.

Bei einer unbekannten Beschädigung, Auffälligkeit oder unklaren Freigabe: Keine eigenständige technische Weiterarbeit. Sachverhalt dokumentieren und an das zuständige Fachpersonal übergeben.

Auch Ladeleitungen unterliegen spezifischen Anforderungen: Für wiederkehrende Prüfungen verweist die 2026 veröffentlichte FBETEM-009 auf zusätzliche Qualifizierungen. Eine allgemeine HV-Kursbescheinigung ersetzt diese nicht.

Dossier D3: Erstelle eine Freigabe-Ampel für die drei Kategorien „theoretisch zulässig“, „nur nach betrieblicher Freigabe“ und „außerhalb unseres Lernprojekts“.

Verbindliche Quellen: DGUV Information 209-093 und DGUV FBETEM-009, Juli 2026.


Lerneinheit 4: Simulierte Prüfdaten lesen

Zeit: 15 Minuten | Dossier: D4

ADAC: Lebensdauer und Gesundheitszustand von Elektroauto-Batterien.

Der State of Charge (SoC) beschreibt den Ladezustand. Der State of Health (SoH) beschreibt einen geschätzten Gesundheitszustand der Batterie und hängt von der verwendeten Bestimmungsmethode ab.

Simulierter Datenauszug aus der Lernsoftware – keine realen Prüfergebnisse:

Datensatz Simulierte Beobachtung Fachliche Frage
A AC-Ladepunkt bietet 11 kW; Fahrzeug nimmt 7,4 kW auf Welche Begrenzung könnte vorliegen?
B DC-Ladepunkt bietet bis zu 100 kW; Anzeige zeigt 42 kW bei 75 % SoC und 8 °C Welche Randbedingungen könnten relevant sein?
C Simulierte App zeigt keinen Fehlercode Was lässt sich daraus gerade nicht sicher ableiten?

Hinweise zur Interpretation: Die angebotene Leistung entspricht nicht automatisch der aufgenommenen Leistung. Eine einzelne Ladeleistungsanzeige beweist keinen Batteriedefekt. Kein Fehlercode bedeutet nicht, dass der Batteriezustand nachgewiesen einwandfrei ist.

Denke bei der Analyse an Temperaturmanagement, BMS, Ladezustand und die Grenzen der verwendeten Daten.

Mini-Auftrag: Schreibe zu jedem Datensatz eine mögliche Erklärung, eine offene Frage und den nächsten zulässigen organisatorischen Schritt. Trenne Beobachtung von Vermutung.

Dossier D4: Eine Tabelle mit Beobachtung – Hypothese – fehlender Nachweis – sichere Weitergabe.

Fachquelle: ADAC: Batteriecheck und Aussagekraft eines Batterietests, 08.10.2026


Lerneinheit 5: Ladezeiten und Kosten simulieren

Zeit: 15 Minuten | Dossier: D5

Rechenmodell: Nutze ausschließlich die angegebenen fiktiven Fallwerte.

Fragestellung Modellrechnung Ergebnis
Energiebedarf pro Tag 60 km × 17,5 kWh / 100 km 10,5 kWh
Batteriezuwachs von 30 auf 80 % SoC 60 kWh × 0,50 30 kWh
Netzenergie bei 90 % Wirkungsgrad 30 kWh / 0,90 rund 33,3 kWh
Idealisierte AC-Ladezeit bei 11 kW 33,3 kWh / 11 kW rund 3,0 Stunden
Idealisierte AC-Ladezeit bei 7,4 kW 33,3 kWh / 7,4 kW rund 4,5 Stunden
Modellkosten des Netzbezugs 33,3 kWh × 0,35 €/kWh rund 11,67 €

Einordnung: Die vereinfachte Rechnung setzt konstante Ladeleistung und den angenommenen Gesamtwirkungsgrad voraus. In der Realität können Leistung, Verluste, Vorkonditionierung und Nebenverbrauch abweichen. Sie ist weder ein verbindliches Ladezeitversprechen noch ein Preisangebot.

Sichere DC-Simulation: Vergleiche die folgenden vom Simulator vorgegebenen Leistungsabschnitte.

SoC-Bereich Modellierte mittlere Leistung Zugeladene Batterieenergie Idealisierte Zeit
30–50 % 70 kW 12 kWh rund 10,3 Minuten
50–65 % 50 kW 9 kWh rund 10,8 Minuten
65–80 % 30 kW 9 kWh rund 18,0 Minuten
Gesamt Veränderliche Ladeleistung 30 kWh rund 39,1 Minuten

Grenze: Diese modellierte Ladekurve ist frei erfunden und nicht auf ein reales Fahrzeug übertragbar. Zusätzliche Verluste und Ladeunterbrechungen sind nicht enthalten.

ADAC: Öffentliches Laden und transparente Ladebedingungen.

Mini-Auftrag: Zeichne aus den simulierten DC-Daten ein Säulendiagramm. Erkläre, warum „100 kW maximal“ keine konstante Ladeleistung bedeutet.

Dossier D5: Berechnungsblatt, Diagramm, verwendete Annahmen und zwei mögliche Fehlerquellen.


Lerneinheit 6: PV-Option und Serviceangebot

Zeit: 15–20 Minuten | Dossier: D6

Photovoltaik im Parkraum – ein möglicher Bestandteil der Ladeinfrastruktur.

Vergleiche die Flächennutzung. Welche Informationen bräuchte eine fachgerechte Planung?

Vereinfachtes PV-Energieflussschema. Nur theoretische Betrachtung.

Eine Photovoltaikanlage erzeugt Gleichstrom. Ein geeigneter Wechselrichter und die weitere Ladeinfrastruktur ermöglichen die Nutzung im Gebäude und für das Fahrzeug.

PV-Modellsimulation:

Modellgröße Beispielwert
Momentane PV-Leistung 3,5 kW
Gleichzeitige Gebäudelast 1,2 kW
Rechnerischer Überschuss 2,3 kW

Interpretation: 2,3 kW rechnerischer Überschuss bedeuten nicht automatisch, dass das Fahrzeug ausschließlich mit PV-Strom laden kann. Mindestladestrom, Phasenbetrieb, Energiemanagement, Netzbezug und Fahrzeugkompatibilität müssen fachgerecht berücksichtigt werden.

Es werden keine PV-Schaltungen, Anschlussarbeiten oder Messungen an realen PV-Spannungen durchgeführt. Installation und Prüfung gehören ausschließlich in entsprechend qualifizierte und beauftragte Hände.

Fachquelle: ADAC: PV-Überschussladen, September 2026


Dein Serviceangebot

Angebotsbaustein Inhalt und Grenze
Kundenberatung Ladearten, Steckertypen, Alltagsbedarf und nachvollziehbare Modellrechnungen erläutern
Transparente Ladeanalyse Freigegebene oder simulierte Daten mit Herkunftsangabe auswerten und Auffälligkeiten einordnen
Dokumentierte Empfehlung Geeignete Ladeoption, Annahmen und offene Fragen schriftlich festhalten
Weiterführende Fachprüfung Nur als gesonderter, konkret freigegebener Werkstattauftrag durch nachweislich qualifizierte Personen
Nicht enthalten Hochvoltöffnung, HV-Messung im Lernprojekt, Batteriereparatur, PV-Elektroinstallation und nicht belegte Batteriezertifikate

Mini-Auftrag: Erstelle eine einseitige Angebotskarte mit Kundennutzen, technischen Aussagen, Grenzen und einem Feld „Noch fachlich zu klären“.

Dossier D6: Deine fertige Angebotskarte.


Projektdossier: Hilfen und Feedback


Drei gestufte Hilfen

Stufe Unterstützung
Hilfe 1 – Leitfrage Was weiß ich? Woher? Was ist noch unklar?
Hilfe 2 – Struktur Zeichnung: Quelle → Umwandlung → Speicher → Verbraucher. Daten: Beobachtung → Erklärung → Grenze.
Hilfe 3 – Musteransatz Ladeenergie in der Batterie = nutzbare Kapazität × SoC-Differenz. Netzenergie = Batterieenergie / Wirkungsgrad. Jede Rechnung benötigt Einheiten und Annahmen.

Nutze zunächst Hilfe 1 und dokumentiere, welche Hilfestufe Du tatsächlich benötigt hast.


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben

Niveau Aufgabe Begründetes Feedback zur Selbstkontrolle
Basis B1: Beschrifte Batterie, Motor, Wechselrichter und Bordladegerät. Richtig ist eine funktionale Zuordnung. Die Bauteile übernehmen unterschiedliche Aufgaben, die im Energiefluss nicht vertauscht werden dürfen.
Basis B2: Ordne Typ 2 und CCS den üblichen Ladearten zu. Typ 2 steht beim europäischen Pkw typischerweise für AC-Laden; CCS Combo 2 ermöglicht DC-Laden. Entscheidend bleibt die tatsächliche Fahrzeugkompatibilität.
Basis B3: Unterscheide SoC von SoH. SoC beschreibt den Ladezustand, SoH einen geschätzten Gesundheitszustand. Ein einzelner SoC-Wert beweist keinen Batteriezustand.
Anwendung A1: Berechne den Energiebedarf für 60 km. Bei 17,5 kWh pro 100 km sind es 10,5 kWh. Die Einheit und der angenommene Verbrauch müssen angegeben werden.
Anwendung A2: Analysiere Datensatz B aus der Simulation. 42 kW sind eine Beobachtung, kein Defektnachweis. SoC, Temperatur und Ladekurve können wesentlich sein.
Anwendung A3: Formuliere eine sichere Zuständigkeitsgrenze. Eine dokumentierte Übergabe an zuständiges Fachpersonal ist richtig, weil Fachkunde und Freigabe tätigkeitsbezogen erforderlich sind.
Transfer T1: Reagiere auf die Kundenforderung „100 kW müssen immer verfügbar sein“. Ein seriöses Angebot erläutert begrenzende Faktoren. Die Angabe der Maximalleistung allein ermöglicht keine verbindliche Zeitprognose.
Transfer T2: Beurteile PV-Überschussladen an einem bewölkten Tag. Schwankende PV-Leistung kann die Ladung begrenzen oder Netzbezug erfordern. Der rechnerische Überschuss allein reicht als Eignungsnachweis nicht aus.
Transfer T3: Eine Person verlangt einen SoH-Nachweis allein aus einer Ladeleistungsanzeige. Das muss begründet abgelehnt werden. Ein überprüfbarer Batteriezustandsbericht erfordert ein geeignetes validiertes Verfahren und die nötige Zuständigkeit.

Feedback-Regel: Vergleiche erst nach Deiner eigenen Lösung. Korrigiere das Projektdossier und notiere in einem Satz, warum die Änderung notwendig war.


Abschlussprojekt: Das Angebot fachlich präsentieren

Deine Abgabe: Eine Präsentation von 4–6 Minuten und das vollständige Projektdossier D1–D7.

Präsentationsphase Inhalt
Einstieg Kundenproblem und Auftrag
Technik Eigene System- und Ladeskizze
Prüfdaten Simulierte Beobachtungen und fachliche Unsicherheit
Berechnung Verbrauch, Ladezeit und Kosten mit Annahmen
Sicherheit Zuständigkeiten, Qualifikation und Arbeitsgrenzen
Empfehlung Verständliches Serviceangebot mit transparenten Ausschlüssen

Abschlusssatz: „Ich empfehle dieses Angebot, weil … . Die Aussage gilt unter folgenden Annahmen … . Folgende Fragen müssen durch zuständige Fachpersonen geprüft werden … .“

D7: Ergänze eine persönliche Reflexion: Welche Deiner ersten Annahmen hast Du aufgrund von Daten, Feedback oder Fachquellen verändert?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welches Bauteil speichert beim batterieelektrischen Fahrzeug die elektrische Fahrenergie? (Traktionsbatterie) (!Bremsscheibe) (!Differenzial) (!Ladebuchse)




Welche Aufgabe übernimmt der Wechselrichter im Elektroantrieb? (Er wandelt Gleichstrom in geeigneten Wechselstrom um) (!Er speichert elektrische Energie chemisch) (!Er misst den Reifenluftdruck) (!Er ersetzt die mechanische Betriebsbremse)




Wo erfolgt beim typischen AC-Laden die Umwandlung für die Traktionsbatterie? (Im Bordladegerät des Fahrzeugs) (!Im Reifen) (!Im Antriebsdifferenzial) (!Im Fahrwerksdämpfer)




Welcher Anschluss wird in Europa üblicherweise für das DC-Schnellladen von Pkw verwendet? (CCS Combo 2) (!HDMI) (!USB Typ A) (!RJ45)




Was beschreibt der State of Charge? (Den aktuellen Ladezustand) (!Die garantierte Batterielebensdauer) (!Die Geschwindigkeit des Elektromotors) (!Die Qualifikation einer Servicefachkraft)




Wie muss ein frei erfundener Messdatensatz im Projektdossier gekennzeichnet werden? (Als Simulation) (!Als zertifizierte Fahrzeugprüfung) (!Als bestätigte Herstellerdiagnose) (!Als tatsächliche Kundenmessung)




Welche Grundlage beschreibt Qualifizierungen für Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen? (DGUV Information 209-093) (!Straßenverkehrsordnung) (!Schulordnung) (!Führerscheinprüfungsverordnung)




Welche Schlussfolgerung ist bei niedriger DC-Ladeleistung in einer einzelnen Beobachtung zulässig? (Die Ursache bleibt zunächst offen) (!Die Traktionsbatterie ist sicher defekt) (!Das Fahrzeug muss sofort ersetzt werden) (!Die Ladestation ist immer fehlerhaft)




Was ergibt sich aus 3,5 kW PV-Leistung und 1,2 kW Gebäudelast rechnerisch? (2,3 kW Überschuss) (!4,7 kW Überschuss) (!3,5 kWh Batteriekapazität) (!1,2 kWh Ladeverlust)




Was zeichnet ein fachlich seriöses Serviceangebot aus? (Es nennt Leistungen Voraussetzungen und Grenzen) (!Es garantiert stets die maximale Ladeleistung) (!Es ersetzt alle erforderlichen Fachfreigaben) (!Es verspricht ohne Prüfung eine fehlerfreie Batterie)





Memory

Finde passende Fachbegriffe und ihre Bedeutungen.

Traktionsbatterie Chemischer Fahrenergiespeicher
Wechselrichter Umwandlung für den elektrischen Antrieb
Rekuperation Rückgewinnung von Bremsenergie
Bordladegerät Wechselstromladung im Fahrzeug
Ladekurve Verlauf der Ladeleistung
Fachfreigabe Betriebliche Erlaubnis für eine bestimmte Tätigkeit
Batteriemanagementsystem Überwachung von Batteriezuständen





Drag and Drop

Ordne die Begriffe den passenden technischen Funktionen zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Kundenberatung Verständliche Erklärung des Leistungsumfangs
Gleichstromladen Externe Umwandlung für die Batterieladung
Sicherheitskonzept Tätigkeitsgrenzen und Zuständigkeiten
Simulationsprotokoll Gekennzeichnete künstliche Prüfdaten
Batteriezustandsbewertung Methodisch begründete Aussage zum Gesundheitszustand





Kreuzworträtsel

Rekuperation Wie heißt die teilweise Rückgewinnung von Energie beim Bremsen?
Wechselrichter Welches Gerät wandelt Gleichstrom für den Wechselstromantrieb um?
Wallbox Wie heißt eine fest installierte Ladeeinrichtung für Elektrofahrzeuge im Gebäudeumfeld?
Ladekurve Wie heißt die Darstellung der Ladeleistung im Verlauf eines Ladevorgangs?
Photovoltaik Welche Technik wandelt Sonnenlicht unmittelbar in elektrische Energie um?
Fachkunde Wie heißt die auf Ausbildung und Kenntnissen beruhende Kompetenz für bestimmte technische Aufgaben?





LearningApps

Die folgende Suchansicht dient zum Finden ergänzender Aufgaben. Sie ist keine fachlich geprüfte Einzelanwendung. Kontrolliere Inhalte und Quellen vor der Nutzung.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Die elektrische Energie für den Antrieb wird in der

gespeichert.
Der Zustand und die sichere Betriebsführung der Batterie werden vom

überwacht.
Ein

übernimmt die Umwandlung für den Wechselstromantrieb.
Die Rückgewinnung eines Teils der Bewegungsenergie beim Bremsen heißt

.
Beim Laden mit Wechselstrom übernimmt gewöhnlich das

die erforderliche Umwandlung im Fahrzeug.
Der europäische Typ-2-Anschluss wird typischerweise für das

verwendet.
Der aktuelle Ladezustand einer Traktionsbatterie wird als

bezeichnet.
Die geschätzte Batteriegesundheit wird häufig mit dem Begriff

angegeben.
Für Arbeiten an Hochvoltsystemen beschreibt die DGUV ein tätigkeitsbezogenes System der

.
Eine künstlich erzeugte Datensammlung muss als

erkennbar sein.
Die tatsächliche Ladeleistung kann sich im Verlauf des Ladens entsprechend der

verändern.
Ein fachlich verantwortliches Angebot benennt neben seinen Leistungen auch seine

.




Offene Aufgaben

Erstelle eigene Produkte und dokumentiere sie im Projektdossier. Alle praktischen Demonstrationen erfolgen ohne Eingriff in gefährliche elektrische Systeme.


Leicht

  1. Bauteilposter: Erstelle eine beschriftete Zeichnung mit Batterie, Motor, Leistungselektronik und Ladeanschluss.
  2. Kundenfragen: Sammle sechs typische Kundenfragen und formuliere kurze, überprüfbare Antworten.
  3. Steckervergleich: Gestalte eine Bildkarte zu Typ 2 und CCS mit korrekten Bildnachweisen.
  4. Technikbegriffe: Erstelle sechs Lernkarten, die Fachbegriffe in verständlicher Sprache erklären.


Standard

  1. Ladeprotokoll: Erstelle ein Diagramm aus dem simulierten Datensatz und kennzeichne Annahmen und Unsicherheiten.
  2. Energievergleich: Berechne den täglichen Modellenergiebedarf und untersuche eine abweichende Fahrstrecke.
  3. Sicherheitsampel: Ordne die Tätigkeiten des Serviceangebots nachvollziehbar nach Zuständigkeit und Freigabebedarf.
  4. Kundenvideo: Produziere ein 60- bis 90-sekündiges Video zu AC- und DC-Laden mit selbst gezeichneten Skizzen.


Schwer

  1. Diagnoseentscheidung: Entwickle einen Entscheidungsbaum für unklare Ladeleistungsanzeigen, ohne reale HV-Prüfschritte zu beschreiben.
  2. PV-Angebotsvergleich: Vergleiche rechnerische PV-Überschüsse und Ladebedarfe bei zwei Wetter- und Nutzungssituationen.
  3. Angebotskalkulation: Entwirf ein fiktives Kundenangebot mit Annahmen, Leistungsabgrenzung, Preisstruktur und begründeter Nichtleistung.
  4. Fachgespräch: Präsentiere Dein Angebot vor einer Gruppe, verteidige die Entscheidungen und überarbeite Dein Dossier anhand begründeter Rückmeldungen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Bearbeite die folgenden Transferaufgaben schriftlich oder in einem Fachgespräch. Entscheidend ist die Begründung.

  1. Kundenversprechen: Eine Kundin erwartet wegen einer 150-kW-Ladesäule dauerhaft 150 kW am Fahrzeug. Analysiere die Behauptung und formuliere eine fachlich korrekte Antwort.
  2. Unsichere Datenlage: Eine Ladeleistungsanzeige fällt bei hohem SoC deutlich ab. Entwickle drei mögliche Erklärungen und erkläre, weshalb noch keine eindeutige Diagnose möglich ist.
  3. Qualifikationsgrenze: Ein nicht nachweislich freigegebener Beschäftigter soll eine HV-Prüfung übernehmen. Begründe die richtige organisatorische Reaktion anhand von Qualifikation, Gefährdungsbeurteilung und Freigabe.
  4. Energieplanung: Eine PV-Anlage erzeugt mittags Überschuss, das Fahrzeug ist aber nur abends verfügbar. Entwickle zwei Lösungsansätze und erläutere deren technische und wirtschaftliche Grenzen.
  5. Vertrauenswürdigkeit: Vergleiche ein Angebot mit garantierten Ladezeiten und ein Angebot mit transparenten Modellannahmen. Bewerte, welches fachlich verantwortlicher ist.
  6. Datenqualität: Überprüfe ein fiktives Prüfprotokoll ohne Angaben zu Temperatur, Herkunft und Messverfahren. Erkläre, welche Schlussfolgerungen nicht zulässig sind.
  7. Überarbeitung: Begründe zwei Veränderungen, die Du an Deinem ursprünglichen Elektromobilitätsangebot nach der Fachrecherche vorgenommen hast.


Lernnachweis

Ein vollständiger Lernnachweis umfasst:

  1. Projektdossier: D1 bis D7 mit nachvollziehbarer Versionsentwicklung.
  2. Systemskizze: Korrekte Bauteile und Energieflüsse.
  3. Sicherheitsnachweis: Tätigkeitsgrenzen und Verweis auf erforderliche Qualifikation und Freigabe.
  4. Datenblatt: Simulierte Prüfdaten, plausible Hypothesen und gekennzeichnete Unsicherheiten.
  5. Rechenblatt: Korrekte Energie-, Ladezeit- und Kostenberechnung mit Einheiten.
  6. Serviceangebot: Klarer Nutzen, Leistungsumfang und Ausschlüsse.
  7. Quellenverzeichnis: Überprüfbare Fundstellen, Aktualitäts- und Lizenzprüfung.
  8. Fachpräsentation: Verständliche Empfehlung und begründete Antworten auf Rückfragen.
  9. Eigene Bewertung: Erkennbare Abwägung und selbst begründete Entscheidung.

Bewertungsraster:

Kriterium Punkte
Sicherheit und fachliche Zuständigkeitsgrenzen 20
Technische Richtigkeit 20
Datenauswertung und Modellrechnungen 20
Transparenz von Annahmen und Grenzen 15
Projektdossier und Quellenarbeit 15
Fachpräsentation und Reflexion 10
Gesamt 100

Nachweisart: Schulische bzw. betriebliche Projektleistung. Diese Bewertung ist ausdrücklich keine Befähigungsbescheinigung, keine Fachkundeprüfung für Hochvoltarbeiten und keine betriebliche Freigabe.


OERs zum Thema

Wikipedia: Überblick zur Elektromobilität

Weitere freie und fachlich relevante Lernquellen:

  1. Elektromobilität: Überblick zu Fahrzeugarten und elektrischen Antrieben.
  2. Elektroauto: Grundlegender Aufbau, Energieversorgung und Ladeverhalten.
  3. Traktionsbatterie: Energiespeicherung im Fahrzeug.
  4. Rekuperation: Energierückgewinnung beim Fahren.
  5. Ladestation: Aufbau und Nutzung von Ladeinfrastruktur.
  6. Photovoltaik: Stromerzeugung aus Sonnenenergie.


Geprüfte fachliche Primär- und Ergänzungsquellen

Recherche- und Prüfstand: 11. Oktober 2026. Vor realen Tätigkeiten sind neuere Ausgaben, betriebliche Vorgaben und Herstellerinformationen erneut zu prüfen.

  1. DGUV Information 209-093: Qualifikationsstufen und organisatorische Voraussetzungen für Arbeiten an HV-Fahrzeugen.
  2. DGUV FBETEM-009, Ausgabe Juli 2026: Zusätzliche Qualifizierung für wiederkehrende Prüfungen an Lade- und Notladeleitungen.
  3. Bundesnetzagentur: Ladeinfrastruktur und technische Anschlussanforderungen.
  4. ADAC: Fahrzeugkomponenten und Elektroantrieb.
  5. ADAC, Juli 2026: Elektromobilitätsbegriffe.
  6. ADAC, Oktober 2026: Grundlagen und Grenzen von Batteriechecks.
  7. ADAC, September 2026: PV-Überschussladen und technische Voraussetzungen.


Medienquellen und Nutzungsrechte

Die folgenden Wikimedia-Commons-Dateien wurden anhand ihrer Dateiseiten ausgewählt. Bei Weiterverwendung gelten die jeweils angegebenen Lizenzbedingungen einschließlich Urhebernennung, Lizenzlink und gegebenenfalls Weitergabe unter gleichen Bedingungen.

Medium Urheber und Rechte
Ladestationsfoto Rgaenzle, CC BY-SA 3.0
Fahrzeugdiagramm Ian Furst, CC BY-SA 4.0
Batterieabbildung Gereon Meyer, unter anderem CC BY-SA 4.0
Elektromotor-Darstellung Sevenchw, CC BY-SA 4.0
Steckervergleich Paul Sladen, CC0 1.0
Warnzeichen Party Pop, CC BY-SA 3.0
PV-Parkplatz Hanjin, CC BY-SA 3.0
Solardach kevindooley, CC BY 2.0
PV-Diagramm Tennessee Valley Authority, als gemeinfrei in den USA ausgewiesen; territoriale Nutzungsbedingungen gesondert prüfen

Videos: Die eingebundenen YouTube-Videos stammen vom ADAC und von EWE SMARTGEBER. Die Einbettung erfolgt zur Wiedergabe über den Videoplayer. Daraus ergibt sich keine freie Lizenz zum Herunterladen, Verändern oder erneuten Veröffentlichen des Videomaterials. Die Verfügbarkeit und Einbettungserlaubnis sind bei der Nutzung erneut zu prüfen.

Medienprüfung durch Dich: Dokumentiere bei eigenen Präsentationen Dateiname, Urheber, Lizenz, Link, Abrufdatum und mögliche Änderungen. Verwende fremde Bilder und Videos nur im erlaubten Umfang. Beachte auch Persönlichkeits- und Datenschutzrechte.


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