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Projekt Digitale Schmiede – Schmieden mit spanender Nacharbeit verbinden

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Projekt Digitale Schmiede – Schmieden mit spanender Nacharbeit verbinden

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Projekt Digitale Schmiede – Schmieden mit spanender Nacharbeit verbinden

Ausbildung Metalltechnik | 7 Kurzmodule à 10–15 Minuten | Projekt statt Einzelübungen


Einleitung

Auftrag: Eine geschmiedete Spannlasche soll an einem Montageanschlag einen Stift führen und plan aufliegen. Die Schmiedekontur bleibt weitgehend roh. Nur die Funktionsflächen werden spanend fertigbearbeitet. Du planst, simulierst, prüfst und begründest die Lösung in Deinem Projektdossier.

Fachprinzip: Schmieden formt den Rohling durch Druck um; Zerspanen erzeugt gezielt genauere Maße und Oberflächen. Nicht jede Fläche muss nachbearbeitet werden.


Dein Ausbildungsfall: Zeichnungsvorgaben

Merkmal Vorgabe für diesen didaktischen Musterfall Funktion
A: bearbeitete Auflagefläche plan und als Bezugsfläche dokumentiert sicher aufliegen und spannen
B: Durchgangsbohrung Ø 12 H7 einen passenden Stift führen
Dicke an der bearbeiteten Stelle 14,0 ± 0,1 mm definierte Einbausituation
C: übrige Außenkontur bleibt geschmiedet, sofern die Funktion passt Material und Bearbeitungszeit sparen
Muster-Rohdicke vor der Nacharbeit 16,0 mm rechnerisches Gesamtaufmaß von 2,0 mm

Wichtig: Diese Maße sind Übungsdaten, keine freigegebene Betriebszeichnung. Ohne Maß und Toleranz des Gegenstifts ist die konkrete Passungsfunktion noch nicht vollständig nachgewiesen. Werkstoff, realer Rohling, Spannmittel und Maschinenparameter werden ausschließlich betrieblich festgelegt.


Lernweg und Produkte

Modul Leitfrage Ergebnis im Dossier
1 – Sicherheit Darf praktisch gearbeitet werden? D0: Schutz- und Freigabeblatt
2 – Schmiederohling Was ist umgeformt, was bleibt roh? D1: Rohteilskizze
3 – Funktionsflächen Welche Flächen brauchen Genauigkeit? D2: Fertigteilskizze mit A, B, C
4 – Nacharbeit In welcher Folge wird gespannt und bearbeitet? D3: Arbeitsplan
5 – Toleranzen Welche Maße sind zulässig? D4: Grenzmaßrechnung
6 – Simulation Wo könnten Fehler entstehen? D5: Simulationsbilder und Änderungen
7 – Prüfen und Abgeben Welche Entscheidung tragen die Daten? D6: Prüfblatt und begründete Abgabe


Sicherheit vor jeder Praxis

Stopp-Regel: Heißes Metall kann auch ohne sichtbares Glühen verbrennen. Schmiedefeuer, Funken und Zunder können Brände auslösen. Rauchgase und Abgase, darunter gefährliches Kohlenmonoxid, dürfen nicht eingeatmet werden. Hinzu kommen Lärm, Quetschstellen und wegfliegende Partikel.

Es gibt keine unbeaufsichtigten Versuche. Erhitzen, Schmieden, Bohren, Reiben und Fräsen erfolgen nur nach Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung und ausdrücklicher Freigabe unter fachkundiger Anleitung und Aufsicht. Ohne diese Voraussetzungen bearbeitest Du ausschließlich Skizzen, Rechenbeispiele und Simulationen.

Phase Verbindlicher Prüfpunkt
Vor dem Feuer Wirksamen Rauchabzug und Lüftung prüfen lassen; Brennbares entfernen; Brandschutz, Löschmittel und Notfallwege klären
An der Esse Zange, Schutzbrille, Schürze, geeigneter Hitzeschutz, Sicherheitsschuhe und gegebenenfalls Gehörschutz gemäß Betriebsanweisung einsetzen; heiße Teile kenntlich sicher ablegen
Am rotierenden Werkzeug Keine Handschuhe beim Bohren und Fräsen; Haare sichern, Schmuck ablegen, Schutzvorrichtungen und feste Werkstückspannung nutzen
Nach der Arbeit Maschine stillsetzen; Späne nur mit vorgesehenen Hilfsmitteln entfernen; Feuerstelle und heiße Werkstücke durch die zuständige Fachkraft sichern

Merke: Hitzeschutzhandschuhe am Schmiedearbeitsplatz und Handschuhverbot an rotierenden Maschinen sind kein Widerspruch: Die Gefährdung wechselt mit dem Arbeitsverfahren.

Quellen: BGHM: Schmiedeessen, BGHM: Schmiedehammer, BGHM: Fräsmaschinen.

Dossier D0: Notiere vier Gefährdungen, passende Schutzentscheidungen, verantwortliche Aufsicht und den Status „keine Freigabe / nur Simulation“ oder die tatsächlich erteilte betriebliche Freigabe. Erfinde keine Freigabe.


Sieben kurze Lerneinheiten


Modul 1: Schmieden und Zerspanen unterscheiden

Impuls: Beim Umformen bleibt der Werkstoff im Wesentlichen erhalten; bei der spanenden Bearbeitung wird Material als Span abgetrennt.

Videoauftrag: Erkenne eine Stärke des Schmiedens und einen Grund für spätere Präzisionsbearbeitung. Das Video stammt aus der Mediathek des Industrieverbands Massivumformung.

Dossierstart: Lege die Register D0–D6 an. Zeichne den Bauteilumriss als einfache Handskizze. Markiere noch keine frei erfundenen Fertigungswerte.


Modul 2: Rohling, Zunder und Aufmaß

Bildvergleich: Die Schaubilder zeigen beispielhafte Umformvorgänge; sie sind keine Arbeitsanweisung für einen Schmiedeversuch.

Rechenimpuls: Muster-Rohdicke 16,0 mm minus Soll-Enddicke 14,0 mm = 2,0 mm rechnerisches Gesamtaufmaß. Das tatsächliche Aufmaß muss an einem realen, abgekühlten Rohteil geprüft werden; eine gleichmäßige Verteilung auf beide Seiten ist nicht vorausgesetzt.

Dossier D1: Zeichne die Schmiedekontur, kennzeichne mögliche Aufmaßzonen und notiere, wo Zunder, ungleichmäßige Form oder fehlende Spannflächen die Nacharbeit erschweren könnten.


Modul 3: Funktionsflächen und Bezüge

A ist die geplante Auflage- und Bezugsfläche, B die später maßhaltige Bohrung, C die unbehandelte Kontur. Eine exakte Bohrungsgröße allein garantiert noch keine richtige Bohrungslage.

Oberfläche: Ebenheit, Rauheit und Lage sind andere Anforderungen als ein Durchmesser. Zusätzliche Anforderungen werden nur angegeben, wenn die Funktion sie verlangt und ihre Prüfung geplant ist.

Dossier D2: Stelle Roh- und Fertigteil nebeneinander dar. Beschrifte A, B und C sowie die vorgegebenen Maße. Begründe mit einem Satz, warum C roh bleiben darf.


Modul 4: Spanende Nacharbeit planen

Möglicher Plan, noch keine Maschinenfreigabe: Rohling prüfen → sichere Aufspannung und Bezug A planen → Auflagefläche fräsen → Bohrung herstellen und bei Bedarf feinbearbeiten, beispielsweise durch Reiben → entgraten → prüfen.

Dossier D3: Skizziere eine Spannlage. Begründe, wie das unregelmäßige Schmiedeteil sicher gehalten werden kann und wie Du die Bohrungsposition zu A prüfst. Werkzeugauswahl und Schnittwerte erfolgen nur mit der ausbildenden Fachkraft.


Modul 5: Passung Ø 12 H7 verstehen

H7 beschreibt das Toleranzfeld der Bohrung, nicht automatisch die gesamte Passung. Nach ISO 286-2 gelten im Nennmaßbereich über 10 bis einschließlich 18 mm für Ø 12 H7:

Kennwert Wert
Mindestmaß 12,000 mm
Höchstmaß 12,018 mm
Toleranzbreite 0,018 mm = 18 µm

Prüfbeispiel: 12,014 mm liegt innerhalb der Maßgrenzen; 12,024 mm darüber. Gemessen wird am abgekühlten Werkstück mit einem für diese Toleranz geeigneten, geprüften Innenmessmittel oder einer passenden Grenzlehre. Ein gewöhnlicher Messschieber allein ist für den sicheren H7-Nachweis nicht ausreichend.

Videoauftrag: Sieh Dir besonders den Teil zu ISO-Toleranzen und Passungen ab etwa Minute 13:30 an.

Dossier D4: Rechne beide Grenzmaße aus und erläutere, warum die Angabe des Gegenstifts für die Auswahl einer funktionierenden Passung notwendig ist.

Normbezug: ISO 286-2:2010, Grenzabmaße für Bohrungen und Wellen. Die Übungswerte sind anhand der Toleranztabelle zu prüfen.


Modul 6: Am Bildschirm prüfen, bevor Späne entstehen

Simulation statt Versuch: Erstelle in einer verfügbaren CAD- oder CAM-Lernumgebung eine schematische Roh- und Fertigteilansicht. Simuliere die Bearbeitungsfolge und untersuche Spannlage, Werkzeugzugang, mögliche Kollisionen und verbleibendes Aufmaß. Ohne Software genügt eine maßstäbliche Folge von Schnittskizzen mit nachvollziehbarer Kollisionsprüfung.

Dossier D5: Sichere mindestens zwei eigene Ansichten: vor und nach einer begründeten Planänderung. Dokumentiere eine erkannte Unsicherheit. Eine Simulation ersetzt weder reale Maschinenprüfung noch Sicherheitsunterweisung.


Modul 7: Messdaten bewerten und begründet abgeben

Messmittelvergleich: Der Messschieber eignet sich für einfache Vorprüfungen. Für die H7-Bohrung benötigst Du ein passendes Feinmess- oder Grenzprüfmittel. Beachte Messunsicherheit, Messbedingungen und die Freigabe des Prüfverfahrens.

Fiktive Übungsdaten – keine echten Werkstückmessungen:

Musterteil Dicke in mm Bohrung in mm Deine Entscheidung
S1 14,02 12,006 __________
S2 13,91 12,017 __________
S3 14,12 12,024 __________

Musterfeedback: S1 und S2 liegen mit beiden angegebenen Maßen innerhalb der Übungsgrenzen. S3 liegt bei beiden darüber. Das ist nur ein maßbezogener Befund; Oberflächen, Bohrungslage, Messunsicherheit und Stiftfunktion bleiben gesondert zu klären.

Dossier D6: Ergänze die Tabelle um Grenzmaße, Prüfmittel, Messbedingungen, Befund und eine nachvollziehbare Entscheidung: Freigabe vorschlagen, nachprüfen lassen oder sperren. Tatsächliche Qualitätsfreigaben bleiben beim zuständigen Betrieb.


Projektdossier: Deine fortlaufende Abgabe

Register Mindestinhalt Leitfrage
D0 Schutz- und Freigabeblatt Ist Praxis erlaubt?
D1 Rohteilskizze und Aufmaß Wo ist genug Material vorhanden?
D2 Fertigteilskizze mit A, B, C Welche Flächen tragen die Funktion?
D3 Bearbeitungs- und Spannplan Ist die Reihenfolge begründet?
D4 Toleranzrechnung mit Quelle Stimmen die Grenzmaße?
D5 zwei eigene Simulationsansichten Welche Änderung verbessert den Plan?
D6 gekennzeichnete Prüfdatentabelle und Fazit Was belegen die Daten wirklich?

Datenregel: Trenne vorgegebene Musterwerte, Simulationsergebnisse und echte Messwerte eindeutig. Keine erfundenen Messungen, Unterschriften oder betrieblichen Freigaben.


Gestufte Hilfen

Hilfe Nutze sie erst, wenn nötig
Stufe 1 – Denkfrage Welche Stelle berührt den Anschlag, welche führt den Stift?
Stufe 2 – Vorgehen Kennzeichne A, B, C; vergleiche Roh- und Fertigmaß; ordne danach Fräsen, Bohren, Feinbearbeiten und Prüfen.
Stufe 3 – Kontrollmuster A ist die geplante Auflage, B die Bohrung Ø 12 H7 und C bleibt möglichst roh. Für H7 gilt 12,000 bis 12,018 mm. Ein Durchmesserbefund ersetzt keinen vollständigen Funktionsnachweis.


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben mit begründetem Feedback

Basis 1: Markiere A und B in Deiner Skizze. Feedback: Richtig ist die Auflage an A und die Stiftführung an B, weil diese Stellen die Funktion übertragen.

Basis 2: Berechne 16,0 minus 14,0 mm. Feedback: 2,0 mm ist das theoretische Gesamtaufmaß; es sagt nichts darüber aus, ob das reale Rohteil überall genügend Material besitzt.

Basis 3: Nenne einen Gefahrenwechsel zwischen Esse und Fräse. Feedback: Beim Schmieden dominiert unter anderem die Hitze, an rotierenden Werkzeugen die Einzugsgefahr; daher wechselt auch die zulässige Schutzausrüstung.

Anwendung 1: Bewerte den Bohrungswert 12,017 mm. Feedback: Maßbezogen innerhalb der H7-Grenzen, weil 12,017 nicht größer als 12,018 mm ist; Messverfahren und Unsicherheit bleiben relevant.

Anwendung 2: Ändere eine ungünstige Spannlage in einer Skizze. Feedback: Gut ist eine Lösung, die Kipp- und Verrutschrisiken mindert und den Werkzeugzugang nachvollziehbar erhält.

Anwendung 3: Erstelle einen Prüfplan für A und B. Feedback: Gute Pläne ordnen jeder Anforderung ein geeignetes Prüfmittel und eine eindeutige Entscheidung zu; ein Messschieber ersetzt keinen H7-Nachweis.

Transfer 1: Angenommen, die Bohrung ist maßhaltig, aber versetzt. Feedback: Keine automatische Freigabe: Der Stift kann trotz korrektem Durchmesser falsch sitzen, weil Lage und Maß verschiedene Eigenschaften sind.

Transfer 2: Vergleiche „alles fräsen“ mit „nur Funktionsflächen fräsen“. Feedback: Weniger Bearbeitung kann Zeit und Material sparen, solange Montagefunktion, Prüfbarkeit und Sicherheit erfüllt bleiben.

Transfer 3: Entscheide bei unklarer Absaugung über eine Vorführung. Feedback: Keine praktische Durchführung: Fehlende Schutzwirkung und Freigabe werden nicht durch Lerninteresse oder Simulation ersetzt.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wozu dient die spanende Nacharbeit im Ausbildungsfall? (Zur gezielten Herstellung genauer Funktionsflächen) (!Zum vollständigen Entfernen jeder Schmiedekontur) (!Zum unbeaufsichtigten Erwärmen des Werkstücks) (!Zum Ersatz einer Prüfung)




Welche Stelle ist als Auflagefläche vorgesehen? (Fläche A) (!Fläche C) (!Die gesamte Zunderschicht) (!Die Spannzange)




Wie groß ist das rechnerische Gesamtaufmaß von 16,0 auf 14,0 mm? (2,0 mm) (!0,2 mm) (!14,0 mm) (!30,0 mm)




Was beschreibt H7 in der Angabe Ø 12 H7? (Das Toleranzfeld der Bohrung) (!Den Werkstoff des Stifts) (!Die Temperatur des Rohlings) (!Die Oberflächenfarbe)




Was ist das Höchstmaß einer Bohrung Ø 12 H7? (12,018 mm) (!12,180 mm) (!11,982 mm) (!12,100 mm)




Wie wird eine beispielhaft gemessene Bohrung von 12,024 mm bewertet? (Außerhalb der angegebenen Maßgrenzen) (!Genau am Mindestmaß) (!Innerhalb der angegebenen Maßgrenzen) (!Ohne Messung automatisch freigegeben)




Welche Aussage zur Schmiedeesse ist richtig? (Rauchabzug und Brandschutz müssen vorher geprüft werden) (!Rauchgase sind grundsätzlich ungefährlich) (!Heiße Teile sind stets deutlich sichtbar) (!Schmiedefeuer darf unbeaufsichtigt bleiben)




Was gilt beim Bohren und Fräsen an rotierenden Werkzeugen? (Keine Handschuhe tragen) (!Hitzeschutzhandschuhe immer tragen) (!Späne mit bloßen Fingern entfernen) (!Schmuck am Arbeitsplatz anlassen)




Was kann eine Bearbeitungssimulation liefern? (Hinweise auf Kollisionen und Planungsfehler) (!Eine automatische betriebliche Arbeitsfreigabe) (!Echte Messwerte des gefertigten Werkstücks) (!Den Ersatz für eine Sicherheitsunterweisung)




Was gehört zur überzeugenden Projektabgabe? (Skizzen Simulation Prüfdaten und begründete Entscheidung) (!Nur ein Foto des Schmiedefeuers) (!Nur ein nicht überprüfter Messwert) (!Eine erfundene Maschinenfreigabe)





Memory

Schmieden Umformen durch Druck
Zerspanen Materialabtrag als Span
Aufmaß Materialzugabe für Nacharbeit
Bezugsfläche Ausgangsfläche für die Lagefestlegung
Passbohrung Bohrung mit festgelegtem Toleranzfeld
Grenzmaß Zulässige obere oder untere Maßgrenze
Simulation Virtuelle Überprüfung eines Arbeitsplans
Prüfprotokoll Dokumentierter Messbefund





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung im Projekt
Rohling beurteilen Ausgangsform und Materialzugabe erfassen
Bezug festlegen Lage der Funktionsflächen definieren
Fräsen Ebene Auflage herstellen
Reiben Bohrung spanend feinbearbeiten
Prüfen Istwerte mit Grenzmaßen vergleichen





Kreuzworträtsel

Schmieden Wie heißt das Umformen von Metall durch Druck?
Zunder Wie heißt die beim Erhitzen von Stahl entstehende Oxidschicht?
Auflage Wie heißt eine Fläche, über die ein Bauteil abgestützt wird?
Reiben Wie heißt ein spanendes Verfahren zur Feinbearbeitung von Bohrungen?
Toleranz Wie heißt die zulässige Spanne zwischen Grenzmaßen?
Grenzlehre Wie heißt ein Prüfmittel zum Vergleich mit Maßgrenzen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Beim Schmieden entsteht die Form überwiegend durch

.
Bei der spanenden Nacharbeit wird Werkstoff als

entfernt.
Die fertig bearbeitete Auflage heißt im Musterfall Fläche

.
Die Bohrung für die Stiftführung trägt die Kennzeichnung

.
Die kleinste zulässige Bohrungsgröße beträgt

mm.
Die größte zulässige Bohrungsgröße beträgt

mm.
Die Rohdicke im Rechenbeispiel beträgt

mm.
Die angestrebte Enddicke beträgt

mm.
Das rechnerische Gesamtaufmaß beträgt

mm.
Die virtuelle Prüfung von Werkzeugwegen heißt

.
Zur Beurteilung einer Messung benötigst Du geeignete

.
Die Sicherheit beim Schmieden erfordert einen wirksamen

.
An rotierenden Maschinen sind

wegen Einzugsgefahr verboten.
Ergebnisse und Entscheidungen dokumentierst Du im

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Skizze: Zeichne die Spannlasche und markiere Auflage, Bohrung und Rohkontur.
  2. Funktionsfläche: Kennzeichne zwei Flächen mit unterschiedlichen Genauigkeitsanforderungen.
  3. Arbeitsschutz: Gestalte eine Sicherheitskarte zu heißen Werkstücken, Feuer, Abgasen und Brandgefahr.
  4. Messen: Vergleiche Messschieber und Innenmessmittel in einer kurzen Bildlegende.


Standard

  1. Aufmaß: Ergänze eine eigene Roh- und Fertigteilschnittskizze mit rechnerischer Materialzugabe.
  2. Arbeitsplanung: Zeichne zwei Spannvarianten und begründe die sicherere.
  3. Computersimulation: Dokumentiere zwei Simulationsstände mit einer erkannten Änderung.
  4. Qualitätsprüfung: Erstelle aus den Musterwerten eine Prüftabelle samt nachvollziehbarer Entscheidung.


Schwer

  1. Passung: Recherchiere ein geeignetes Gegenstift-Toleranzfeld und begründe es für eine beschriebene Bewegungsfunktion.
  2. Form- und Lagetoleranz: Entwickle einen Vorschlag, wie die Bohrungslage zur Auflage überprüft werden kann.
  3. Prozessoptimierung: Vergleiche zwei Fertigungsfolgen hinsichtlich Materialverbrauch, Spannrisiko und Prüfbarkeit.
  4. Projektpräsentation: Erstelle eine kommentierte Kurzpräsentation oder Bildschirmaufnahme Deines Dossiers und verteidige die Entscheidung anhand von Quellen und Daten.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fertigungskette: Begründe, warum die Spannlasche zuerst geformt und nur an Funktionsflächen spanend nachbearbeitet wird.
  2. Toleranzanalyse: Erkläre, warum eine H7-Bohrung allein keine sichere Aussage über das Zusammenpassen mit dem Stift erlaubt.
  3. Qualitätssicherung: Beurteile S3 und unterscheide Maßabweichung, Messunsicherheit und mögliche Nacharbeit.
  4. Prozesssicherheit: Entscheide bei ausgefallener Absaugung, wie das Team reagiert und warum eine Vorführung nicht stattfinden darf.
  5. Simulation: Erkläre, was ein kollisionsfreier digitaler Ablauf zeigt und welche realen Risiken er nicht ausschließen kann.
  6. Technische Kommunikation: Begründe anhand Deiner Skizzen und Prüfdaten, welche Angaben für eine nachvollziehbare Abgabe noch fehlen.


Lernnachweis

Abgabe: Ein zusammenhängendes, selbst erstelltes Projektdossier mit D0 bis D6.

  1. Sicherheit: Dokumentierter Schutzplan und wahrheitsgemäßer Freigabestatus; keine unbeaufsichtigte Praxis.
  2. Skizzen: Erkennbarer Rohling und Fertigteil mit bezeichneten Funktionsflächen.
  3. Berechnung: Nachvollziehbare Aufmaß- und Grenzmaßrechnung mit Quelle.
  4. Planung: Bearbeitungsfolge, Spannskizze und begründete Werkzeugzugänglichkeit.
  5. Simulation: Zwei selbst dokumentierte Ansichten mit reflektierter Planänderung.
  6. Prüfung: Klar als Muster oder Realität gekennzeichnete Messwerte, passendes Prüfmittel und begründeter Befund.
  7. Reflexion: Eigene Entscheidung, mögliche Unsicherheiten und ein sinnvoller nächster Prüfschritt.

Bewertung: Fachliche Richtigkeit, Sicherheit, Nachvollziehbarkeit, eigenständige Begründung und kritischer Umgang mit Simulation und Messdaten zählen stärker als dekorative Gestaltung.




OERs zum Thema

Wikipedia-Grundlagen: Schmieden, Zerspanen, Passung, Technische Zeichnung.

Offenes Ausbildungsmaterial: HubbS: Handhabung Messschieber (involas, CC BY-SA 4.0, siehe Quellseite). Ein Kurzvideo kann veranschaulichen, aber nicht die Eignung eines Messmittels für H7 belegen.


Geprüfte fachliche Quellen

  1. ISO 286-2:2010: Normgrundlage für Toleranzklassen und Grenzabmaße; bestätigt 2026.
  2. Ø 12 H7 – Grenzmaße: offen zugängliche tabellarische Gegenprüfung für 12,000–12,018 mm; nicht anstelle der Norm.
  3. BGHM 118: heiße Werkstoffe, Rauchgase, Feuer und Schutzmaßnahmen.
  4. BGHM 129: Quetsch-, Funken-, Lärm- und Verbrennungsgefahren.
  5. BGHM Fräsmaschinen: Einzugsgefahr, Handschuhverbot, Spannen und Späne.
  6. Industrieverband Massivumformung: geprüfte Herkunft der eingebetteten Fachvideos.


Medien- und Lizenznachweise

Commons-Bilder – konkret geprüfte Dateiseiten:

Bilddatei / Quellseite Urheber und Lizenz laut Commons
Schmieden am Amboss David Whelan, CC0 1.0
Umformskizze Fullering Wizard191, CC BY-SA 3.0
Umformskizze Edging Wizard191, CC BY-SA 3.0
Bohrung und Lagebezug Cdang / Wizard191, CC BY-SA 3.0
Rauheitssymbol Adam Zieliński, CC BY-SA 3.0
Oberflächenrauheit Maxmath12, CC0 1.0
CNC-Fräsmaschine Impressionmanufacturer, CC BY-SA 4.0
Fräswerkzeuge Pavel Ševela, CC BY-SA 3.0
Toleranzschema Inductiveload, gemeinfrei
Messschieber Joaquim Alves Gaspar und Bearbeitende, wahlweise CC BY 2.5
Messschrauben Splarka, gemeinfrei

Nutzungsregel: Bei einer Weiterverwendung der CC-BY- und CC-BY-SA-Bilder Urheber, Lizenz und Dateiseite nennen sowie Änderungen kennzeichnen; gegebenenfalls Weitergabe unter gleichen Bedingungen beachten. Die Bildunterschriften sind Lernhinweise, keine Bearbeitungsfreigaben.

YouTube-Rechte: Die sechs eingebetteten Videos sind über die verlinkte Fachmediathek beziehungsweise die Videoseite von Andreas Höfler belegt. Einbetten bedeutet nicht freie Nachnutzung; Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern. Kein Video von Sofatutor.


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