Zum Inhalt springen

Poststrukturalismus - Philosophie

Aus MOOCsWiki Staging

Poststrukturalismus - Philosophie




Poststrukturalismus - Philosophie


Einleitung

Der Poststrukturalismus ist keine einheitliche Schule, sondern eine Sammelbezeichnung für verschiedene Denkansätze seit den 1960er-Jahren. Sie untersuchen, wie Sprache, Zeichen, Diskurs, Macht und historische Praktiken das hervorbringen, was als wahr, normal oder selbstverständlich gilt.

Im Zentrum steht nicht die Behauptung, alles sei beliebig. Gefragt wird vielmehr: Wie entsteht Bedeutung? Wer kann sprechen? Welche Unterscheidungen ordnen unser Denken? Wie werden Subjekte geformt?

Fach Philosophie
Niveau Klasse 11–13 und Studium
Schwerpunkte Sprachphilosophie, Erkenntnistheorie, Politische Philosophie, Kulturphilosophie
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:


Lernziele

  1. Begriffsverständnis: Du erklärst zentrale Begriffe wie Dekonstruktion, Différance, Diskurs, Genealogie und Rhizom.
  2. Vergleich: Du unterscheidest Strukturalismus und Poststrukturalismus, ohne sie schematisch zu trennen.
  3. Analyse: Du wendest poststrukturalistische Fragen auf Texte, Medien und Institutionen an.
  4. Urteilskompetenz: Du prüfst Chancen und Grenzen poststrukturalistischer Kritik.
  5. Transfer: Du beziehst die Ansätze auf digitale Plattformen, Bildung, Geschlecht und gesellschaftliche Normalität.


Vom Strukturalismus zum Poststrukturalismus

Der Strukturalismus untersucht Beziehungen innerhalb von Zeichen- und Regelsystemen. Ein wichtiger Ausgangspunkt ist Ferdinand de Saussure: Ein sprachliches Zeichen verbindet ein Bezeichnendes mit einem Bezeichneten; Bedeutung entsteht durch Unterschiede zu anderen Zeichen.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Poststrukturalistische Ansätze übernehmen die Aufmerksamkeit für Strukturen, betonen aber stärker deren Geschichtlichkeit, Veränderbarkeit und innere Spannungen. Bedeutung erscheint nicht als endgültig fixierbar. Texte und Diskurse verweisen auf andere Texte, Regeln und Kontexte.

Leitfrage Strukturalistische Tendenz Poststrukturalistische Verschiebung
Wie entsteht Bedeutung? Durch Relationen im System Durch Relationen, Wiederholungen und Verschiebungen
Wie stabil sind Strukturen? Vergleichsweise regelhaft Historisch und veränderbar
Welche Rolle hat das Subjekt? Es verwendet ein Zeichensystem Es wird auch durch Diskurse und Praktiken hervorgebracht
Was untersucht Kritik? Aufbau eines Systems Voraussetzungen, Ausschlüsse und Machtwirkungen

Wichtig: Diese Gegenüberstellung ist eine Orientierung. Die Übergänge sind fließend, und viele zugeordnete Denker lehnten starre Etiketten ab.


Zentrale Denkbewegungen

Denkbewegung Kerngedanke Leitfrage
Differenz Bedeutung entsteht durch Unterscheidungen. Welche Unterschiede machen etwas verständlich?
Historizität Wissensordnungen haben eine Geschichte. Wie wurde etwas selbstverständlich?
Dekonstruktion Gegensätze enthalten Spannungen und Abhängigkeiten. Was wird aufgewertet, was verdrängt?
Diskursanalyse Regeln bestimmen, was sagbar und glaubwürdig ist. Wer darf mit welcher Autorität sprechen?
Macht-Wissen Wissen und Machtverhältnisse wirken zusammen. Welche Praktiken erzeugen Wahrheitseffekte?
Subjektivierung Menschen werden zu bestimmten Subjekten gemacht und machen sich selbst dazu. Welche Rollen und Normen prägen Selbstbilder?


Jacques Derrida: Différance und Dekonstruktion

Jacques Derrida untersucht, warum Bedeutung nie vollständig gegenwärtig ist. Ein Zeichen erhält Sinn durch Unterschiede zu anderen Zeichen und durch Verweise, die weitere Verweise eröffnen. Dafür prägt Derrida den Ausdruck Différance: Er verbindet Unterscheiden und Aufschieben.

Dekonstruktion bedeutet nicht Zerstörung. Eine dekonstruktive Lektüre untersucht, wie ein Text mit Gegensätzen arbeitet, etwa Vernunft und Gefühl, Natur und Kultur oder Zentrum und Rand. Sie fragt, ob die bevorzugte Seite von dem abhängt, was sie abwertet.

Beispiel: Ein Text stellt „objektive Vernunft“ über „subjektives Gefühl“. Eine Dekonstruktion prüft, ob die angeblich reine Vernunft bereits von Wertungen, Metaphern oder Interessen abhängt.


Michel Foucault: Diskurs, Macht und Subjekt

Michel Foucault analysiert historische Ordnungen des Wissens. Ein Diskurs ist bei ihm mehr als ein Gespräch: Er umfasst Regeln, Begriffe, Institutionen und Verfahren, die bestimmen, was als sinnvoll, wahr oder wissenschaftlich gelten kann.

Macht ist bei Foucault nicht nur Verbot oder Zwang. Sie ist auch produktiv: Sie erzeugt Kategorien, Normen, Wissensformen und Verhaltensweisen. Die Formel Macht-Wissen macht sichtbar, dass Wissen in Praktiken eingebunden ist und Macht auf Wissen angewiesen sein kann.

Das Panopticon dient Foucault als Modell moderner Disziplinarmacht. Weil Beobachtung jederzeit möglich sein könnte, richten Menschen ihr Verhalten selbst an erwarteten Regeln aus. Das Modell lässt sich kritisch auf Schule, Betrieb, Gefängnis und digitale Überwachung beziehen.

Datei:Panopticon Animation by Myles Zhang.webmhd.webm

Mit Genealogie untersucht Foucault, wie Praktiken und Begriffe aus Konflikten, Zufällen und institutionellen Entscheidungen hervorgehen. Mit Subjektivierung beschreibt er Prozesse, durch die Menschen zu bestimmten Subjekten werden.


Weitere Positionen

Person Begriff oder Impuls Kurz erklärt
Roland Barthes Tod des Autors Die Bedeutung eines Textes ist nicht auf die Absicht des Autors begrenzbar.
Julia Kristeva Intertextualität Texte entstehen in einem Netz aus Zitaten, Formen und kulturellen Stimmen.
Gilles Deleuze und Félix Guattari Rhizom Wissen kann als offenes Netzwerk ohne ein einziges Zentrum gedacht werden.
Judith Butler Performativität Identitäten werden durch wiederholte soziale Praktiken hervorgebracht.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:


Das Rhizom als Gegenmodell

Das botanische Rhizom ist ein Wurzelgeflecht ohne eindeutigen Stamm. Bei Deleuze und Guattari wird es zum Bild für vielfältige, nicht hierarchische Verbindungen. Ein digitales Wissensnetz kann rhizomatisch wirken, wenn viele Wege, Verknüpfungen und Einstiegspunkte möglich sind.


Anwendungen

Bereich Poststrukturalistische Frage
Literatur Welche Lesarten werden ermöglicht oder ausgeschlossen?
Medien Wie erzeugen Bilder, Begriffe und Algorithmen Aufmerksamkeit und Normalität?
Geschlecht Wie werden Identitäten sprachlich und praktisch wiederholt?
Bildung Welche Wissensformen gelten als prüfbar und legitim?
Politik Wer wird als vernünftig, gefährlich, normal oder fremd bezeichnet?
Wissenschaft Welche historischen Regeln ordnen Gegenstände, Methoden und Beweise?


Kritik und Grenzen

  1. Relativismus: Kritiker fragen, ob die Kritik an festen Wahrheiten jede Geltung untergräbt. Eine mögliche Antwort lautet, dass Poststrukturalismus nicht Wahrheit abschafft, sondern ihre Bedingungen prüft.
  2. Sprache: Manche Texte gelten als schwer zugänglich. Präzise Begriffsarbeit bleibt deshalb unverzichtbar.
  3. Materialität: Eine starke Konzentration auf Diskurse kann körperliche, technische oder ökonomische Bedingungen unterschätzen.
  4. Normativität: Kritik muss erklären, nach welchen Maßstäben Ausschlüsse oder Herrschaft problematisch sind.
  5. Selbstanwendung: Auch poststrukturalistische Begriffe müssen auf ihre eigenen Voraussetzungen und Machtwirkungen hin geprüft werden.


Merksätze

  1. Bedeutung entsteht in Beziehungen und bleibt verschiebbar.
  2. Diskurse ordnen das Sagbare, Denkbare und Sichtbare.
  3. Macht wirkt nicht nur repressiv, sondern auch produktiv.
  4. Subjekte sind nicht nur Ursprung, sondern auch Ergebnis sozialer Praktiken.
  5. Dekonstruktion untersucht Spannungen in scheinbar stabilen Gegensätzen.
  6. Kritik fragt nach Geschichte, Ausschlüssen und Alternativen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bezeichnet der Ausdruck Poststrukturalismus am treffendsten? (Eine Sammelbezeichnung für unterschiedliche kritische Ansätze) (!Eine einheitliche philosophische Schule mit festem Lehrplan) (!Eine naturwissenschaftliche Methode zur Messung von Sprache) (!Eine Rückkehr zur antiken Metaphysik)




Welcher Gedanke stammt aus dem strukturalistischen Ausgangspunkt bei Saussure? (Bedeutung entsteht durch Unterschiede im Zeichensystem) (!Wörter besitzen unabhängig von Beziehungen eine feste Bedeutung) (!Jedes Zeichen hat eine natürliche Verbindung zu seinem Gegenstand) (!Sprache bildet die Welt vollständig und unverändert ab)




Was verbindet Derridas Ausdruck Différance? (Unterscheiden und Aufschieben von Bedeutung) (!Beobachten und Bestrafen) (!Erinnern und Vergessen) (!Beweisen und Widerlegen)




Was ist eine Dekonstruktion? (Eine Analyse von Spannungen und Abhängigkeiten in Begriffen und Texten) (!Die vollständige Zerstörung eines Textes) (!Die Suche nach nur einer endgültigen Lesart) (!Das Ersetzen von Argumenten durch Meinungen)




Was meint Diskurs bei Foucault? (Ein Gefüge von Regeln Praktiken Begriffen und Institutionen) (!Nur ein privates Gespräch zwischen zwei Personen) (!Eine angeborene Fähigkeit des menschlichen Geistes) (!Eine Liste zeitloser Wahrheiten)




Wie versteht Foucault Macht? (Auch als produktive Kraft die Normen Wissen und Subjekte hervorbringt) (!Ausschließlich als körperliche Gewalt) (!Nur als Besitz einer Regierung) (!Als vollständig vermeidbaren Irrtum)




Was veranschaulicht das Panopticon in Foucaults Analyse? (Selbststeuerung unter der Möglichkeit ständiger Beobachtung) (!Die Auflösung aller gesellschaftlichen Regeln) (!Die Trennung von Wissen und Institutionen) (!Die Bedeutungslosigkeit von Architektur)




Was bedeutet bei Barthes der Tod des Autors? (Textbedeutung ist nicht auf die Absicht des Autors begrenzt) (!Autorinnen und Autoren dürfen keine Texte mehr schreiben) (!Biografien ersetzen jede Textanalyse) (!Nur der Verlag bestimmt die Bedeutung)




Wofür steht das Rhizom bei Deleuze und Guattari? (Für ein offenes nicht hierarchisches Netz von Verbindungen) (!Für eine starre Rangordnung des Wissens) (!Für einen einzigen Ursprung aller Begriffe) (!Für die Trennung aller Disziplinen)




Welche Aussage ist ein verbreitetes Missverständnis des Poststrukturalismus? (Alle Deutungen seien gleich gültig und völlig beliebig) (!Bedeutung hängt von Unterschieden und Kontexten ab) (!Wissensordnungen haben historische Bedingungen) (!Macht kann Normen und Subjektformen hervorbringen)





Memory

Différance Verschiebung und Unterscheidung von Bedeutung
Diskurs Regeln des Sagbaren und Denkbaren
Genealogie Analyse historischer Entstehungsbedingungen
Dekonstruktion Untersuchung instabiler Gegensätze
Panoptismus Selbststeuerung unter möglicher Beobachtung
Rhizom Nicht hierarchisches Netzwerk
Intertextualität Vernetzung von Texten
Subjektivierung Hervorbringung von Subjektpositionen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Philosophischer Schwerpunkt
Jacques Derrida Dekonstruktion
Michel Foucault Diskursanalyse
Roland Barthes Tod des Autors
Gilles Deleuze und Félix Guattari Rhizom
Julia Kristeva Intertextualität






Kreuzworträtsel

Diskurs Welcher Begriff bezeichnet bei Foucault Regeln und Praktiken des Sagbaren?
Signifikant Wie heißt das Bezeichnende in der Zeichentheorie?
Genealogie Welche Methode untersucht konfliktreiche historische Entstehungen?
Rhizom Welches Wurzelgeflecht dient als Modell nicht hierarchischer Ordnung?
Dekonstruktion Welche Lektürestrategie untersucht Spannungen in Gegensätzen?
Subjektivierung Wie heißt die Hervorbringung bestimmter Subjektformen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Der Poststrukturalismus ist eine

für verschiedene Denkansätze. Sein wichtiger Bezugspunkt ist der

. Bei Saussure entsteht Bedeutung durch Unterschiede in einem

. Derridas Begriff der

verbindet Unterscheidung und Aufschub. Die

untersucht Spannungen in hierarchischen Gegensätzen. Foucault bezeichnet regelhafte Ordnungen des Sagbaren als

. Seine Formel Macht-Wissen betont, dass Wissen und

zusammenwirken. Prozesse der Hervorbringung von Subjektformen heißen

. Barthes begrenzt Textbedeutung nicht auf die Absicht des

. Deleuze und Guattari verwenden das

als Modell offener Vernetzung.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffsnetz: Gestalte ein Schaubild mit acht Grundbegriffen und markiere ihre Beziehungen.
  2. Werbeanalyse: Untersuche eine Anzeige darauf, welche Gegensätze und Normalitätsvorstellungen sie verwendet.
  3. Perspektivwechsel: Formuliere zu einem Schulbegriff wie Leistung drei unterschiedliche Deutungen.
  4. Erklärvideo: Produziere ein zweiminütiges Video, das Dekonstruktion an einem Alltagsbeispiel erklärt.


Standard

  1. Dekonstruktive Lektüre: Analysiere einen kurzen philosophischen oder journalistischen Text auf hierarchische Gegensätze und innere Spannungen.
  2. Diskursanalyse: Vergleiche zwei Medienbeiträge zu demselben Thema und untersuche Begriffe, Sprecherrollen und Ausschlüsse.
  3. Digitale Beobachtung: Übertrage das Panopticon-Modell auf eine Lernplattform oder soziale Plattform und dokumentiere Chancen und Risiken.
  4. Interview: Befrage drei Personen dazu, was sie unter normal verstehen, und werte wiederkehrende Regeln und Abweichungen aus.


Schwer

  1. Genealogisches Projekt: Rekonstruiere die Geschichte eines Begriffs wie Begabung, Krankheit oder Sicherheit anhand mehrerer Quellen.
  2. Philosophische Debatte: Führe eine strukturierte Diskussion zur These, Poststrukturalismus führe notwendig in den Relativismus.
  3. Forschungsdesign: Entwickle eine kleine Diskursanalyse zur Darstellung künstlicher Intelligenz in Schule oder Hochschule.
  4. Vergleichsessay: Vergleiche Derridas Dekonstruktion und Foucaults Genealogie an einem selbst gewählten Gegenstand und beurteile ihre Reichweite.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Schulordnung und Macht: Analysiere eine konkrete Schul- oder Hochschulregel mit Foucaults Begriffen Diskurs, Norm und Subjektivierung. Zeige auch mögliche Gegenpositionen.
  2. Dekonstruktion eines Gegensatzes: Wähle einen Gegensatz wie rational und emotional oder natürlich und künstlich. Untersuche seine Hierarchie, Abhängigkeiten und Ausnahmen.
  3. Plattformanalyse: Erkläre, wie eine digitale Plattform Sichtbarkeit, Verhalten und Wissen ordnet. Prüfe, wo das Panopticon-Modell trägt und wo es scheitert.
  4. Wahrheit und Geltung: Entwickle Kriterien, mit denen du zwischen berechtigter Kontextkritik und beliebiger Behauptung unterscheiden kannst.
  5. Text und Autor: Vergleiche eine autorzentrierte Interpretation mit einer intertextuellen Lektüre desselben Textes. Bewerte den Erkenntnisgewinn beider Zugänge.
  6. Transfer auf Bildung: Entwirf eine gerechtere Prüfungspraxis und begründe, welche bestehenden Normalitätsannahmen sie verändert.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis sind wichtig:

  1. Begriffssicherheit: Du verwendest mindestens fünf zentrale Fachbegriffe korrekt und im Zusammenhang.
  2. Vergleichskompetenz: Du stellst Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen mindestens zwei Ansätzen nachvollziehbar dar.
  3. Anwendung: Du analysierst einen neuen Text, ein Medium oder eine Institution mit einem poststrukturalistischen Verfahren.
  4. Quellenarbeit: Du belegst Aussagen, unterscheidest Primär- und Sekundärtexte und kennzeichnest Deutungen.
  5. Urteil: Du formulierst eine begründete Kritik und berücksichtigst eine Gegenposition.
  6. Reflexion: Du prüfst auch die Voraussetzungen und Grenzen deiner eigenen Analyse.

Als Lernprodukt eignen sich ein Essay, ein Portfolio, eine Präsentation mit Analysebeispiel oder eine dokumentierte Projektarbeit.




OERs zum Thema

  1. Poststrukturalismus: Überblick und philosophiegeschichtliche Einordnung.
  2. Jacques Derrida: Biografie, Werke und Dekonstruktion.
  3. Michel Foucault: Diskurs, Macht, Genealogie und Subjekt.
  4. Strukturalismus: Sprach- und kulturwissenschaftlicher Ausgangspunkt.
  5. Rhizom (Philosophie): Netzwerkmodell von Deleuze und Guattari.



Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE




The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen