Zum Inhalt springen

Politische Legitimität - Gemeinschaftskunde

Aus MOOCsWiki Staging

Politische Legitimität - Gemeinschaftskunde



Politische Legitimität - Gemeinschaftskunde


Einleitung

Politische Legitimität bedeutet, dass politische Herrschaft und Entscheidungen als rechtmäßig, begründet und anerkennungswürdig gelten. Eine Regierung kann Macht besitzen. Dauerhaft stabil wird ihre Herrschaft aber erst, wenn viele Menschen akzeptieren, dass sie grundsätzlich das Recht hat, verbindliche Entscheidungen zu treffen.

In einer Demokratie entsteht Legitimität nicht nur durch Zustimmung. Sie beruht auch auf Grundrechten, freien Wahlen, geregelten Verfahren, politischer Beteiligung, öffentlicher Kontrolle und der Bindung aller staatlichen Gewalt an Recht und Gesetz.

In diesem aiMOOC lernst Du, worin sich Macht, Herrschaft, Legalität und Legitimität unterscheiden. Du untersuchst außerdem, wie demokratische Legitimität entsteht, wodurch sie gefährdet wird und wie Bürgerinnen und Bürger sie stärken können.


Grundbegriffe


Macht und Herrschaft

Macht ist die Möglichkeit, den eigenen Willen auch gegen Widerstand durchzusetzen. Herrschaft ist eine auf Dauer angelegte Form von Macht, bei der Regeln, Ämter und Erwartungen eine Rolle spielen.

Ein Beispiel: Eine Person kann andere durch Drohung zu etwas zwingen. Das ist Macht. Eine gewählte Bürgermeisterin darf dagegen auf Grundlage von Gesetzen Entscheidungen treffen. Ihre Herrschaft ist institutionell geregelt und demokratisch rückgebunden.


Legalität und Legitimität

Legalität fragt: Entspricht eine Entscheidung dem geltenden Recht?

Legitimität fragt: Wird die politische Ordnung oder Entscheidung als berechtigt und anerkennungswürdig angesehen?

Beides hängt zusammen, ist aber nicht identisch. Eine gesetzlich korrekte Entscheidung kann als ungerecht wahrgenommen werden. Umgekehrt macht bloße Zustimmung eine rechtswidrige oder menschenrechtsverletzende Handlung nicht demokratisch legitim.

Das Grundgesetz verbindet demokratische Mehrheitsentscheidungen mit festen Grenzen. Die Menschenwürde, die Grundrechte, der Rechtsstaat und die demokratische Ordnung dürfen nicht einfach durch eine momentane Mehrheit aufgehoben werden.


Legitimität und Akzeptanz

Akzeptanz ist ein wichtiger Hinweis auf Legitimität. Trotzdem ist nicht jede akzeptierte Herrschaft automatisch gerecht. Politische Legitimität hat deshalb zwei Seiten:

  1. Empirische Seite: Menschen glauben, dass eine Ordnung rechtmäßig ist.
  2. Normative Seite: Eine Ordnung erfüllt begründbare Maßstäbe wie Freiheit, Gleichheit, Menschenrechte und faire Verfahren.

Für die Gemeinschaftskunde ist es wichtig, beide Seiten zu prüfen.


Politische Legitimität in der Demokratie


Volkssouveränität

Nach dem Demokratieprinzip geht die Staatsgewalt vom Volk aus. In einer repräsentativen Demokratie entscheiden Bürgerinnen und Bürger meist nicht selbst über jedes Gesetz. Sie wählen Abgeordnete, die politische Entscheidungen beraten und beschließen.

Wahlen sind daher ein zentraler Legitimationsakt. Sie müssen allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim sein. Außerdem müssen echte politische Alternativen bestehen.


Die demokratische Legitimationskette

Die Legitimationskette beschreibt vereinfacht, wie staatliches Handeln auf den Willen der Bürgerinnen und Bürger zurückgeführt wird:

  1. Die Bürgerinnen und Bürger wählen den Bundestag.
  2. Der Bundestag wählt die Bundeskanzlerin oder den Bundeskanzler.
  3. Die Bundesregierung leitet die staatliche Politik und trägt parlamentarische Verantwortung.
  4. Behörden handeln auf Grundlage von Gesetzen und unterliegen Kontrolle.

Diese Kette soll verhindern, dass staatliche Macht ohne demokratische Verantwortung ausgeübt wird. Je unklarer Zuständigkeiten, Entscheidungen und Kontrollen sind, desto schwieriger kann die demokratische Zurechnung werden.


Mehr als Wahlen

Demokratische Legitimität entsteht nicht nur am Wahltag. Wichtig sind auch:

  1. Politische Partizipation: Petitionen, Demonstrationen, Bürgerinitiativen, Parteien, Verbände, Jugendvertretungen und Bürgerdialoge.
  2. Öffentlichkeit: Freie Medien, zugängliche Informationen und offene politische Debatten.
  3. Opposition: Kritik, Kontrolle und politische Alternativen.
  4. Gewaltenteilung: Begrenzung und gegenseitige Kontrolle staatlicher Macht.
  5. Rechenschaftspflicht: Regierende müssen Entscheidungen erklären und verantworten.
  6. Minderheitenschutz: Mehrheiten dürfen die Rechte von Minderheiten nicht verletzen.


Drei Perspektiven auf demokratische Legitimität

Zur Analyse politischer Entscheidungen werden häufig drei Perspektiven unterschieden. Sie ergänzen sich.


Input-Legitimität

Input-Legitimität fragt: Wer durfte mitwirken und wessen Interessen wurden berücksichtigt?

Sie wird gestärkt durch freie Wahlen, politische Gleichheit, Beteiligung, Repräsentation und offenen Wettbewerb. Wenn bestimmte Gruppen dauerhaft ausgeschlossen werden, leidet die Input-Legitimität.

Merksatz: Legitimität durch Beteiligung.


Throughput-Legitimität

Throughput-Legitimität fragt: Wie wurde entschieden?

Wichtige Kriterien sind transparente Abläufe, nachvollziehbare Begründungen, faire Beratung, sachliche Prüfung, Kontrolle und die Beachtung von Regeln. Auch eine unpopuläre Entscheidung kann Legitimität gewinnen, wenn das Verfahren offen und fair war.

Merksatz: Legitimität durch gute Verfahren.


Output-Legitimität

Output-Legitimität fragt: Welche Ergebnisse erzielt Politik?

Politische Entscheidungen sollen Probleme lösen, Sicherheit gewährleisten, Rechte schützen und öffentliche Aufgaben erfüllen. Bleiben Regierungen dauerhaft wirkungslos, kann Vertrauen sinken.

Merksatz: Legitimität durch wirksame Ergebnisse.

Keine Perspektive reicht allein aus. Schnelle Ergebnisse ohne Beteiligung können undemokratisch sein. Breite Beteiligung ohne handlungsfähige Entscheidungen kann ebenfalls Unzufriedenheit erzeugen. Demokratische Legitimität braucht deshalb ein ausgewogenes Verhältnis.


Max Weber: Typen legitimer Herrschaft

Der Soziologe Max Weber unterschied drei idealtypische Gründe, aus denen Menschen Herrschaft als legitim anerkennen. Idealtypen sind Denkmodelle. Reale politische Systeme enthalten oft Mischformen.


Legale oder rational-legale Herrschaft

Menschen gehorchen, weil sie an die Geltung rechtmäßig gesetzter Regeln und Zuständigkeiten glauben. Nicht die Person, sondern das Amt und das Verfahren stehen im Mittelpunkt.

Beispiel: Eine Behörde erlässt einen Bescheid auf Grundlage eines Gesetzes. Gegen den Bescheid können Rechtsmittel eingelegt werden.


Traditionale Herrschaft

Menschen gehorchen, weil überlieferte Ordnungen und Gewohnheiten als verbindlich gelten.

Beispiel: Eine erbliche Monarchie kann sich auf Tradition und historische Kontinuität berufen.


Charismatische Herrschaft

Menschen gehorchen aufgrund des Glaubens an besondere Fähigkeiten, eine außergewöhnliche Ausstrahlung oder eine besondere Sendung einer Person.

Charismatische Herrschaft kann starke Bindung erzeugen. Sie ist aber oft instabil und birgt die Gefahr, dass Kritik, Institutionen und Regeln hinter der Person zurücktreten.

In der modernen Demokratie ist vor allem die rational-legale Herrschaft wichtig. Demokratische Legitimität geht jedoch über reine Regelbefolgung hinaus: Regeln müssen demokratisch zustande kommen, Grundrechte achten und kontrollierbar bleiben.


Rechtsstaat und Gewaltenteilung

Der Rechtsstaat bindet staatliche Macht an Recht und Gesetz. Bürgerinnen und Bürger müssen sich gegen staatliche Entscheidungen wehren können. Unabhängige Gerichte prüfen, ob staatliches Handeln rechtmäßig ist.

Die Gewaltenteilung verteilt Macht auf verschiedene Institutionen:

  1. Die Legislative beschließt Gesetze.
  2. Die Exekutive führt Gesetze aus.
  3. Die Judikative spricht Recht und kontrolliert die Anwendung des Rechts.

Gewaltenteilung stärkt Legitimität, weil Macht begrenzt, kontrolliert und korrigierbar wird. Auch demokratisch gewählte Regierungen dürfen nicht beliebig handeln.


Streit, Protest und ziviler Ungehorsam

Politischer Streit ist kein Zeichen dafür, dass Demokratie gescheitert ist. Offener Konflikt gehört zur Demokratie, solange Regeln, Menschenwürde und Gewaltfreiheit beachtet werden.

Demonstrationen, Petitionen und öffentliche Kritik können Legitimität stärken. Sie machen Interessen sichtbar und ermöglichen Korrekturen zwischen Wahlen.

Ziviler Ungehorsam bezeichnet einen bewussten, meist gewaltfreien Regelverstoß aus politischen oder moralischen Gründen. Er kann auf ein als schwerwiegend empfundenes Unrecht aufmerksam machen. Rechtlich bleibt ein Verstoß aber ein Verstoß. Politisch muss deshalb geprüft werden, ob Ziel, Mittel, Verhältnismäßigkeit und Bereitschaft zur Verantwortung überzeugend sind.


Gefährdungen politischer Legitimität

Politische Legitimität kann geschwächt werden durch:

  1. Wahlausschluss und politische Ungleichheit: Nicht alle Betroffenen können gleich wirksam mitentscheiden.
  2. Korruption und Machtmissbrauch: Ämter werden für private Vorteile genutzt.
  3. Intransparenz: Entscheidungen und Einflussnahmen bleiben unklar.
  4. Desinformation: Falsche oder manipulierte Informationen erschweren begründete Urteile.
  5. Diskriminierung: Bestimmte Gruppen werden benachteiligt oder nicht gehört.
  6. Dauerhafte Wirkungslosigkeit: Staatliche Institutionen lösen zentrale Probleme nicht.
  7. Angriffe auf Gerichte und Medien: Kontrolle und freie Kritik werden geschwächt.
  8. Personenkult: Loyalität zu einer Führungsperson verdrängt Regeln und Institutionen.

Wichtig ist eine genaue Diagnose. Kritik an einzelnen Entscheidungen bedeutet nicht automatisch, dass die gesamte demokratische Ordnung illegitim ist. Ebenso darf die Behauptung, „das Volk“ zu vertreten, nicht dazu dienen, Grundrechte oder demokratische Regeln zu missachten.


Politische Legitimität in der Europäischen Union

Auch die Europäische Union benötigt demokratische Legitimität. Sie entsteht über mehrere Wege:

  1. Das Europäische Parlament wird direkt gewählt.
  2. Die Regierungen der Mitgliedstaaten wirken im Rat der Europäischen Union mit.
  3. Nationale Parlamente kontrollieren ihre Regierungen.
  4. Europäische Entscheidungen unterliegen Verträgen, Gerichten und öffentlicher Kontrolle.
  5. Bürgerinnen und Bürger können sich an Wahlen, Petitionen und Europäischen Bürgerinitiativen beteiligen.

Kritisiert werden oft komplexe Zuständigkeiten, große politische Distanz und schwer verständliche Entscheidungswege. Deshalb sind Transparenz, verständliche Kommunikation und klare Verantwortlichkeit besonders wichtig.


Fallbeispiel: Eine neue Regel an der Schule

Die Schulleitung möchte Smartphones während des gesamten Schultags verbieten. Prüfe die politische Legitimität der Regel mit fünf Fragen:

  1. Zuständigkeit: Darf die Schulleitung diese Regel beschließen?
  2. Beteiligung: Wurden Schülerinnen, Schüler, Eltern und Lehrkräfte angehört?
  3. Verfahren: Wurden Gründe, Alternativen und Folgen transparent geprüft?
  4. Rechte: Ist die Regel verhältnismäßig und mit bestehenden Rechten vereinbar?
  5. Ergebnis: Löst die Regel das Problem tatsächlich?

Das Beispiel zeigt: Legitimität ist keine einfache Ja-Nein-Frage. Sie entsteht durch das Zusammenspiel von Zuständigkeit, Beteiligung, Recht, Verfahren und Wirkung.


Zusammenfassung

Politische Legitimität bezeichnet die anerkannte Rechtfertigung politischer Herrschaft. In einer Demokratie beruht sie auf Volkssouveränität, freien Wahlen, Grundrechten, Rechtsstaatlichkeit, Beteiligung, transparenten Verfahren, wirksamer Politik und öffentlicher Kontrolle. Max Weber erklärt, warum Menschen Herrschaft aufgrund von Regeln, Tradition oder Charisma anerkennen. Für moderne Demokratien ist entscheidend, dass Macht nicht nur ausgeübt, sondern begründet, begrenzt, kontrolliert und korrigierbar bleibt.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bedeutet politische Legitimität? (Anerkannte Rechtfertigung politischer Herrschaft) (!Beliebtheit einer einzelnen Politikerin) (!Unbegrenzte Macht einer Regierung) (!Verzicht auf verbindliche Regeln)




Was prüft der Begriff Legalität? (Ob eine Entscheidung dem geltenden Recht entspricht) (!Ob eine Entscheidung allen gefällt) (!Ob eine Regierung lange im Amt bleibt) (!Ob eine Person besonders überzeugend spricht)




Wodurch entsteht Input-Legitimität? (Durch Beteiligung und politische Repräsentation) (!Durch geheime Verwaltungsakten) (!Durch Personenkult) (!Durch die Abschaffung von Wahlen)




Was steht bei Throughput-Legitimität im Mittelpunkt? (Die Qualität und Fairness des Entscheidungsverfahrens) (!Die Herkunft einer Herrscherfamilie) (!Die Länge einer politischen Rede) (!Die Größe eines Staatsgebiets)




Was bezeichnet Output-Legitimität? (Legitimität durch wirksame politische Ergebnisse) (!Legitimität durch erbliche Nachfolge) (!Legitimität durch militärische Stärke) (!Legitimität durch fehlende Opposition)




Welche Herrschaftsform beruht bei Max Weber auf Regeln und Ämtern? (Die legal-rationale Herrschaft) (!Die traditionale Herrschaft) (!Die charismatische Herrschaft) (!Die zufällige Herrschaft)




Welche Aufgabe hat die Gewaltenteilung? (Sie begrenzt und kontrolliert staatliche Macht) (!Sie überträgt alle Macht auf eine Person) (!Sie verhindert jede politische Entscheidung) (!Sie ersetzt die Verfassung durch Gewohnheit)




Warum sind freie Medien für Legitimität wichtig? (Sie ermöglichen Information und öffentliche Kontrolle) (!Sie bestimmen allein die Regierung) (!Sie ersetzen Wahlen) (!Sie dürfen keine Kritik veröffentlichen)




Was gehört zu einer demokratischen Legitimationskette? (Die Rückbindung staatlichen Handelns an Wahlen und Verantwortung) (!Die geheime Weitergabe politischer Ämter) (!Die Abschaffung parlamentarischer Kontrolle) (!Die Herrschaft ohne gesetzliche Grundlage)




Welche Aussage über Mehrheitsentscheidungen ist richtig? (Mehrheiten bleiben an Grundrechte und Rechtsstaat gebunden) (!Mehrheiten dürfen alle Grundrechte abschaffen) (!Mehrheiten brauchen keine Begründungen) (!Mehrheiten ersetzen unabhängige Gerichte)





Memory

Legalität Übereinstimmung mit geltendem Recht
Legitimität Anerkannte Rechtfertigung politischer Herrschaft
Volkssouveränität Staatsgewalt geht vom Volke aus
Rechtsstaat Bindung politischer Macht an Recht
Partizipation Mitwirkung an politischen Entscheidungen
Repräsentation Gewählte handeln für Bürgerinnen und Bürger
Rechenschaft Begründung und Verantwortung für Entscheidungen
Opposition Kritische Kontrolle der Regierung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Politische Legitimität
Input-Legitimität Beteiligung und Repräsentation
Output-Legitimität Problemlösung und Ergebnisse
Throughput-Legitimität Transparente und faire Verfahren
Legale Herrschaft Geltung von Regeln und Ämtern
Legitimationskette Rückbindung staatlicher Entscheidungen an das Volk




...


Kreuzworträtsel

Legitimität Wie heißt die anerkannte Rechtfertigung politischer Herrschaft?
Rechtsstaat Welches Prinzip bindet staatliche Macht an Recht und Gesetz?
Partizipation Wie heißt die politische Mitwirkung von Bürgerinnen und Bürgern?
Verfahren Was muss bei einer Entscheidung transparent und fair sein?
Transparenz Wie heißt die Nachvollziehbarkeit politischer Abläufe?
Wahlurne In welchen Behälter werden Stimmzettel eingeworfen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Politische

bezeichnet die anerkannte Rechtfertigung von Herrschaft. Die Übereinstimmung einer Entscheidung mit geltendem Recht heißt

. In einer Demokratie geht die Staatsgewalt vom

aus. Freie Wahlen stärken besonders die

. Transparente und faire Entscheidungsabläufe gehören zur

. Wirksame politische Ergebnisse stärken die

. Der

bindet staatliche Macht an Recht und Gesetz. Max Weber unterschied legale, traditionale und

Herrschaft. Freie Medien ermöglichen Information und öffentliche

. Demokratische Mehrheiten bleiben an die

gebunden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffsnetz: Erstelle ein Begriffsnetz zu Macht, Herrschaft, Legalität, Legitimität und Demokratie.
  2. Alltagsbeispiel: Beschreibe eine Regel aus Schule oder Verein und prüfe, warum sie akzeptiert wird.
  3. Bildanalyse: Wähle ein Bild aus diesem aiMOOC und erkläre, welchen Aspekt politischer Legitimität es zeigt.
  4. Erklärkarte: Gestalte eine Lernkarte zu Input-, Throughput- und Output-Legitimität.


Standard

  1. Schulregel prüfen: Untersuche eine bestehende Schulregel nach Zuständigkeit, Beteiligung, Verfahren, Rechten und Wirkung.
  2. Umfrage: Befrage Mitschülerinnen und Mitschüler dazu, was politische Entscheidungen für sie legitim macht, und werte die Antworten aus.
  3. Rollenspiel: Simuliere eine Sitzung der Schulkonferenz zu einer umstrittenen Regel mit unterschiedlichen Interessen.
  4. Medienvergleich: Vergleiche zwei Berichte über dieselbe politische Entscheidung und untersuche Unterschiede in Begründung und Bewertung.


Schwer

  1. Fallstudie: Analysiere eine aktuelle politische Entscheidung mithilfe von Input-, Throughput- und Output-Legitimität.
  2. Interview: Führe ein Interview mit einer kommunalpolitisch aktiven Person über demokratische Verantwortung und Kontrolle.
  3. Podcast: Produziere einen Podcast zur Frage, ob gute Ergebnisse allein politische Herrschaft legitimieren können.
  4. Verfassungsdebatte: Entwickle Regeln für einen fiktiven Staat und begründe, wie sie demokratische Legitimität sichern.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Legitimitätsanalyse: Beurteile eine politische Entscheidung, die rechtmäßig, aber stark umstritten ist. Trenne Legalität, Akzeptanz und normative Legitimität.
  2. Demokratisches Dilemma: Erkläre, warum eine schnelle Krisenentscheidung zugleich wirksam und demokratisch problematisch sein kann.
  3. Institutionenvergleich: Vergleiche die Legitimität einer direkt gewählten Bürgermeisterin mit der Legitimität einer nicht gewählten Fachbehörde.
  4. Mehrheit und Minderheit: Entwickle eine Lösung für einen Konflikt, bei dem eine Mehrheit die Rechte einer kleinen Gruppe einschränken möchte.
  5. Verfahrensprüfung: Entwirf Kriterien, mit denen ein Bürgerdialog transparent, fair und repräsentativ gestaltet werden kann.
  6. Transfer Schule: Übertrage das Modell der Legitimationskette auf Entscheidungen an Deiner Schule und zeige Grenzen des Vergleichs.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du:

  1. Macht, Herrschaft, Legalität und Legitimität sicher unterscheiden kannst.
  2. demokratische Legitimität mit Wahlen, Grundrechten, Rechtsstaat und Partizipation erklären kannst.
  3. Input-, Throughput- und Output-Legitimität auf ein Fallbeispiel anwenden kannst.
  4. Max Webers drei Typen legitimer Herrschaft erläutern und voneinander abgrenzen kannst.
  5. eine politische Entscheidung anhand nachvollziehbarer Kriterien beurteilen kannst.
  6. Zielkonflikte zwischen Beteiligung, Schnelligkeit, Rechtsschutz und Wirksamkeit erkennst.
  7. ein begründetes eigenes Urteil formulierst und Gegenargumente berücksichtigst.




OERs zum Thema

  1. Bundeszentrale für politische Bildung: Garantieren Wahlen demokratische Legitimität?
  2. Deutscher Bundestag: Das Grundgesetz
  3. Deutscher Bundestag: Wahlrechtsgrundsätze
  4. Wikipedia: Legitimität
  5. Wikipedia: Max Weber



Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE




The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen