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Photovoltaik und stationäre Batteriespeicher – Wechselrichterfunktionen einordnen

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Photovoltaik und stationäre Batteriespeicher – Wechselrichterfunktionen einordnen

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Einleitung

Photovoltaik und stationäre Batteriespeicher – Wechselrichterfunktionen einordnen

Zielgruppe: Ausbildung – Elektrotechnik, Energie- und Gebäudetechnik

Lernzeit: ca. 90 Minuten

Schwerpunkte: Netzanbindung, Regelung, Schutz und sichere Diagnose

Dein Lernziel: Du kannst die Funktionen von PV-, Batterie- und Hybridwechselrichtern unterscheiden, Energieflüsse analysieren und Betriebszustände fachlich begründet beurteilen.

Bild: PV-Speichersystem am Gebäude. Quelle: Wikimedia Commons, Yan lance, CC0 1.0.

Wichtig: Dieser Kurs vermittelt Grundlagen und Diagnosekompetenzen. Du arbeitest ausschließlich mit Schaltbildern, Simulationen und bereitgestellten Betriebsdaten. Keine Arbeiten an offenen PV-Gleichstromkreisen, Hochvoltsystemen oder Traktionsbatterien. Der Kurs ersetzt weder eine Elektrofachkraftqualifikation noch eine betriebliche Fachfreigabe.


Dein Lernpfad

Lerneinheit Thema Lernaktivität
1 Energiewege verstehen Gebäudemodell
2 Wechselrichter unterscheiden Anlagenschemata
3 Regelung und Netzanbindung Energiesimulation
4 Schutzfunktionen verstehen Netzfehlerfall
5 Betriebszustände diagnostizieren Ausbildungsfall


Lerneinheit 1: Energiewege verstehen

Leitfrage: Wie gelangt Solarenergie in ein Gebäude, einen Speicher oder das öffentliche Netz?

Bild: Schematischer Aufbau einer Photovoltaikanlage. Quelle: Wikimedia Commons, Trex2001 nach KVDP und GateKeeperX, gemeinfrei.


Die wichtigsten Komponenten

Komponente Funktion
Photovoltaikmodul Erzeugt Gleichstrom aus Sonnenlicht
Solarwechselrichter Wandelt Gleichstrom in netzkonformen Wechselstrom um
Batteriespeicher Speichert elektrische Energie für eine spätere Nutzung
Batteriemanagementsystem Überwacht Batterieparameter und Schutzgrenzen
Energiemanagementsystem Koordiniert Erzeugung, Speicherung und Verbrauch
Zweirichtungszähler Erfasst Netzbezug und Netzeinspeisung

Merke: DC bezeichnet Gleichstrom. AC bezeichnet Wechselstrom.

Bild: Energiefluss einer PV-Anlage ohne Batterie. Quelle: Wikimedia Commons, Pedalito, CC0 1.0.


Energiefluss im Gebäude

Im vereinfachten Gebäudemodell gilt:

PV-Erzeugung + Batterieentladung + Netzbezug = Hausverbrauch + Batterieladung + Netzeinspeisung + Verluste

Bei ausreichender Solarleistung kann das Gebäude direkt versorgt werden. Überschüssige Energie kann – entsprechend Betriebsstrategie und technischen Grenzen – die Batterie laden oder ins Netz fließen.

Mini-Aufgabe – Basis: Eine PV-Anlage liefert AC-seitig 4 kW. Das Haus benötigt 1,5 kW. Die Batterie lädt mit 2 kW. Wie viel Leistung wird bei vernachlässigten Verlusten eingespeist?

Lösung und Feedback: 0,5 kW. Die erzeugte Leistung wird zwischen direktem Hausverbrauch, Batterieladung und Netzeinspeisung aufgeteilt. Die Energiebilanz muss aufgehen.


Lerneinheit 2: Wechselrichterfunktionen einordnen

Leitfrage: Welches Gerät übernimmt welche Umwandlung?

Bild: Beispiel eines PV-Wechselrichters. Quelle: Wikimedia Commons, Pedalito, CC0 1.0.


Drei Wechselrichtertypen

Gerät Hauptaufgabe Typischer Einsatz
PV-Wechselrichter DC zu AC; MPP-Tracking Photovoltaikanlage
Batteriewechselrichter Bidirektionale Energieumwandlung zwischen AC und DC AC-gekoppelter Speicher
Hybridwechselrichter Gemeinsame Leistungselektronik für PV-Anlage und DC-gekoppelte Batterie Integriertes PV-Speichersystem

Video: Wechselrichter und ihre Funktionen

Quelle: SMA Solar Technology, „TechTip Basic: Der Wechselrichter“, 2024. Herstellerinformation; keine freie Videolizenz vorausgesetzt.


Anlagenschema A: DC-gekoppelter Speicher

PV-Module (DC) ─────────┐
                        │
                        ▼
                Hybridwechselrichter ── AC ── Hausnetz
                        ▲                  │
                        │                  ▼
                 Batterie mit BMS       Verbraucher
                                           │
                                           ▼
                                   Netzanschlusspunkt
                                           ⇅
                                    Öffentliches Netz

Prinzip: PV-Generator und Batterie sind gleichstromseitig über ein dafür vorgesehenes Hybridsystem eingebunden.


Anlagenschema B: AC-gekoppelter Speicher

PV-Module ── PV-Wechselrichter ──┐
                                 │
                                 ├── AC-Hausnetz ── Verbraucher
                                 │          │
Batterie ⇄ Batteriewechselrichter┘          ⇅
                                      Öffentliches Netz

Prinzip: Die Batterie wird über einen eigenen bidirektionalen Batteriewechselrichter an das AC-Netz angebunden.

Hinweis: Beide Darstellungen zeigen nur Energiepfade. Erforderliche Schutz-, Mess-, Trenn- und Kommunikationseinrichtungen sind nicht vollständig dargestellt. Sie sind keine Installationspläne.

Bild: Mögliche Bestandteile einer PV-Anlage. Quelle: Wikimedia Commons, Rfassbind, gemeinfrei.


MPP-Tracking

Bild: Strom-Spannungs-Kennlinie mit Maximum Power Point. Quelle: Wikimedia Commons, Uwezi/Petuschki, CC BY-SA 3.0.

Der Maximum Power Point bezeichnet den Betriebspunkt mit der höchsten elektrischen Leistung unter den jeweiligen Bedingungen.

MPP-Tracking passt den Arbeitspunkt des PV-Generators an wechselnde Einstrahlung und Temperatur an.

Basisaufgabe: Erkläre anhand der Grafik, warum eine hohe Spannung allein keine maximale Leistung bedeutet.

Feedback: Elektrische Leistung ergibt sich aus Spannung mal Stromstärke. Entscheidend ist die Kombination beider Größen am jeweiligen Betriebspunkt.


Lerneinheit 3: Netzanbindung und Regelung

Leitfrage: Wie reagiert der Wechselrichter auf wechselnde Erzeugung und Anforderungen des Stromnetzes?

Bild: Home Energy Management System. Quelle: Wikimedia Commons, Jonfranconia, CC0 1.0.


Funktionen im Netzparallelbetrieb

Ein netzgekoppelter Wechselrichter muss die technischen Netzanschlussanforderungen erfüllen.

Funktion Bedeutung
Synchronisation Abstimmung mit dem öffentlichen Wechselstromnetz
Wirkleistungsregelung Anpassung der abgegebenen oder aufgenommenen Wirkleistung
Blindleistungsregelung Beitrag zur Spannungsregelung nach geltenden Vorgaben
Netzüberwachung Überwachung relevanter Netzgrößen
Energiemonitoring Bereitstellung von Betriebs- und Leistungsdaten

Aktueller Regelwerksbezug: Für die hier betrachteten netzparallelen Niederspannungsanlagen ist die VDE-AR-N 4105:2026-03 maßgeblich. Sie beschreibt unter anderem Netz- und Anlagenschutz, Leistungsregelung und Nachweisanforderungen.

VDE FNN: Aktuelle Technische Anschlussregel

Bild: Speicher im elektrischen Versorgungssystem. Quelle: Wikimedia Commons, Droompny, CC BY-SA 4.0.


Was regelt welches System?

System Verantwortungsbereich
EMS Optimiert Energieflüsse und Betriebsstrategien
BMS Überwacht Batteriezustände und gibt Lade- und Entladegrenzen vor
Wechselrichter Setzt elektrische Umwandlung und zulässige Regelvorgaben um
NA-Schutz Erkennt relevante unzulässige Netzbedingungen und bewirkt die erforderliche Trennung

Wichtig: Ein EMS ersetzt keinen NA-Schutz. Ein BMS ersetzt keinen Schutz der elektrischen Anlage.

Video: Energiemanagement im Gebäude

Quelle: SMA Solar Technology, „TechTip Basic: Die moderne Heimanlage“, 2024.


Interaktive Energiesimulation

Nutze den Unabhängigkeitsrechner der HTW Berlin.

Simulationsauftrag: Wähle einen jährlichen Haushaltsverbrauch und eine PV-Anlage. Vergleiche anschließend zwei unterschiedlich große Batteriespeicher.

Notiere die Veränderungen beim Eigenverbrauchsanteil und beim Autarkiegrad.

Auswertung: Erkläre, warum ein größerer Speicher nicht automatisch eine vollständige Eigenversorgung ermöglicht.

Hilfe 1: Beobachte die beiden Kennzahlen getrennt.

Hilfe 2: Der Eigenverbrauchsanteil bezieht sich auf den erzeugten Solarstrom. Der Autarkiegrad bezieht sich auf den Strombedarf.

Feedback: Ein Speicher verschiebt Energie zeitlich. Er erzeugt keine zusätzliche Solarenergie. Winterliche Erzeugungslücken und Umwandlungsverluste begrenzen die Eigenversorgung.

Der HTW-Rechner verwendet Modellannahmen und ersetzt keine konkrete Anlagenplanung.


Lerneinheit 4: Schutz und sicheres Betriebsverhalten

Leitfrage: Warum trennt sich eine PV-Anlage bei bestimmten Netzstörungen?


Netz- und Anlagenschutz

Der Netz- und Anlagenschutz überwacht relevante Netzbedingungen, insbesondere Spannung und Frequenz, und veranlasst bei entsprechenden Störungen die erforderliche Trennung.

Ein normaler netzgeführter PV-Wechselrichter darf bei Ausfall des öffentlichen Netzes nicht unkontrolliert weiter in dieses Netz einspeisen.

Video: Grundlagen des NA-Schutzes

Quelle: OMICRONenergy, „Grundlagen zum Netz- und Anlagenschutz“, 2025.


Netzparallelbetrieb und Ersatzstrom unterscheiden

Bild: Beispiel einer netzunabhängigen Speicherkonfiguration. Quelle: Wikimedia Commons, Yan lance, CC0 1.0.

Betriebsart Kennzeichen
Netzparallelbetrieb Wechselrichter arbeitet synchron zum öffentlichen Netz
Ersatzstrombetrieb Dafür vorgesehenes System versorgt einen zulässigen, sicher vom öffentlichen Netz getrennten Anlagenteil
Netzunabhängiger Inselbetrieb Versorgung erfolgt ohne Kopplung an das öffentliche Netz

Merke: Ein Batteriespeicher bedeutet nicht automatisch Ersatzstromfähigkeit. Die Funktion muss systemseitig vorhanden und fachgerecht eingebunden sein.


Sicherheitsgrenzen

Besondere Gefährdungen: PV-Generatoren können bei Lichteinfall weiterhin gefährliche DC-Spannungen liefern. Batteriespeicher können auch bei abgeschalteter Netzanbindung elektrische Energie bereitstellen. DC-Störlichtbögen und andere elektrische Gefährdungen erfordern eine fachkundige Bewertung.

Deshalb gilt im Lernkurs:

  1. Elektrische Sicherheit: Keine elektrischen Verbindungen herstellen, öffnen oder trennen.
  2. Gefährdungsbeurteilung: Nur Dokumente, Fallkarten und sichere Simulationen bearbeiten.
  3. Elektrofachkraft: Praktische Tätigkeiten erfordern die jeweils passende Qualifikation, Beauftragung und Freigabe.
  4. Netzanschluss: Herstellerunterlagen, Netzbetreiberanforderungen und aktuelle Regeln vor realen Maßnahmen prüfen.

Nach § 13 NAV sind für die dort geregelten Arbeiten grundsätzlich entsprechend eingetragene Installationsunternehmen erforderlich; die Vorschrift enthält auch Ausnahmen. Zusätzlich gelten betriebliche Verantwortlichkeiten und elektrotechnische Qualifikationsanforderungen.

Quellen: DGUV Information 203-080, DGUV: Gefährdungen in DC-Anlagen, § 13 NAV.


Lerneinheit 5: Ausbildungsfall Sonnenhof

Leitfrage: Wie unterscheidest Du normales Anlagenverhalten von einem möglichen Fehler?


Ausgangssituation

Du befindest Dich in der Ausbildung im Bereich Energie- und Gebäudetechnik.

Dein Ausbildungsbetrieb betreut das fiktive Gebäude Sonnenhof.

Bestandteil Modellangabe
Photovoltaik 8 kWp
Wechselrichter Hybridwechselrichter
Batterie 9 kWh nutzbare Kapazität
Netzanbindung Niederspannungsnetz
Messsystem Zweirichtungszähler und Energiemonitoring
Ersatzstrom Nicht vorgesehen

Dein Auftrag: Ordne die Wechselrichterfunktionen ein und bewerte vorgegebene Betriebsdaten. Du führst keine Schalthandlung durch.

Bild: Beispiel eines stationären Batteriemoduls. Quelle: Wikimedia Commons, Batterlution, CC BY-SA 4.0. Produktabbildung, keine Systemempfehlung.


Diagnosekarte: Vier Betriebszustände

Alle Werte sind erfundene Simulationsdaten. Sie beziehen sich auf vereinfachte AC-seitige Momentanleistungen. Umwandlungsverluste bleiben für die Rechenaufgabe unberücksichtigt.

Fall PV Hauslast Batterie Netz Hinweis
A 5,0 kW 2,0 kW 2,0 kW Ladung 1,0 kW Einspeisung Netz normal
B 0 kW 1,5 kW 1,2 kW Entladung 0,3 kW Bezug Abend
C 4,0 kW 1,0 kW Keine Ladung 3,0 kW Einspeisung Batterie-SOC 18 %
D 0 kW AC-Ausgang Unversorgt Keine AC-Abgabe Netz ausgefallen Batterie-SOC 70 %

Arbeitsauftrag: Entscheide bei jedem Fall, ob die Werte plausibel sind, weitere Diagnose erforderlich ist oder eine erwartete Schutzreaktion vorliegt.


Gestufte Hilfen

Hilfe 1 – Orientierung

Zeichne Energiepfeile für Erzeugung, Verbrauch, Batterie und Netz. Prüfe zunächst die Leistungsbilanz.

Hilfe 2 – Anwendung

Bei Fall C können zum Beispiel eine Betriebsstrategie, eine Ladebegrenzung, eine BMS-Meldung oder unvollständige Messdaten eine Rolle spielen. Der niedrige SOC beweist allein keinen technischen Defekt.

Hilfe 3 – Transfer

Betrachte Fall D zusammen mit der Angabe „Ersatzstrom nicht vorgesehen“. Ein positiver Batterie-SOC bedeutet nicht, dass das Gebäude bei Netzausfall versorgt werden kann.


Musterfeedback zum Diagnosefall

Fall Einordnung Begründetes Feedback
A Plausibler Ladebetrieb Die Leistungsbilanz stimmt. Gleichzeitig sind Hausversorgung, Batterieladung und Einspeisung möglich.
B Plausibler Entladebetrieb Batterieentladung und Netzbezug decken zusammen die Hauslast.
C Zusätzliche Diagnose erforderlich Der niedrige SOC und die fehlende Ladung rechtfertigen eine Prüfung der freigegebenen Monitor- und Protokolldaten. Eine Ursache ist noch nicht nachgewiesen.
D Erwartete Netzschutzreaktion Ohne vorgesehene Ersatzstromversorgung ist ein Weiterbetrieb des Hausnetzes nicht zu erwarten.

Sichere nächste Schritte bei Fall C: Zeitstempel, Betriebsstrategie, Ladefreigaben, BMS-Status, Wechselrichterstatus und Datenqualität anhand freigegebener Unterlagen vergleichen. Widersprüche dokumentieren und an die verantwortliche Elektrofachkraft weitergeben.

Nicht zulässig im Ausbildungsfall: Schutzfunktionen überbrücken, Batterie öffnen, Steckverbinder unter Last trennen oder unfreigegebene Parameter verändern.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Basiswissen

Welche Hauptaufgabe hat ein PV-Wechselrichter? (Gleichstrom in netzkonformen Wechselstrom umwandeln) (!Solarzellen mechanisch ausrichten) (!Elektrische Energie chemisch speichern) (!Die Sonneneinstrahlung erhöhen)




Was bewirkt das MPP-Tracking? (Den leistungsstärksten Betriebspunkt des PV-Generators verfolgen) (!Die Batteriekapazität dauerhaft erhöhen) (!Die Netzfrequenz beliebig einstellen) (!Die Schutzabschaltung deaktivieren)




Welche Funktion erfüllt ein Batteriewechselrichter in einem AC-gekoppelten System? (Bidirektionale Umwandlung zwischen Wechselstrom und Gleichstrom) (!Umwandlung von Sonnenlicht direkt in Wärme) (!Mechanische Speicherung von Strom) (!Erzeugung der Netzspannung im öffentlichen Verbundnetz)




Anwendungswissen

Was kennzeichnet einen typischen DC-gekoppelten PV-Batteriespeicher? (PV-Anlage und Batterie nutzen einen dafür vorgesehenen Hybridwechselrichter) (!Die Batterie ist immer direkt mit dem öffentlichen Netz verbunden) (!Es wird grundsätzlich keine Leistungselektronik benötigt) (!Der Batteriespeicher arbeitet ohne Überwachung)




Welche Anordnung kennzeichnet ein AC-gekoppeltes PV-Speichersystem? (PV-Wechselrichter und eigener Batteriewechselrichter am AC-Netz) (!Batterie ohne Wechselrichter direkt am Hausnetz) (!PV-Module ohne Umrichter direkt am Wechselstromnetz) (!Ausschließlich ein mechanischer Laderegler)




Welches System koordiniert beispielsweise die Eigenverbrauchsoptimierung? (Energiemanagementsystem) (!Überspannungsableiter) (!Leitungsschutzschalter) (!Schutzleiter)




Was ist eine zentrale Aufgabe des Batteriemanagementsystems? (Überwachung relevanter Batteriezustände und Schutzgrenzen) (!Regelung der öffentlichen Netzfrequenz) (!Abrechnung des Haushaltsstromtarifs) (!Steuerung der Sonneneinstrahlung)




Transferwissen

Was ist bei einer relevanten Netzstörung Aufgabe des NA-Schutzes? (Die erforderliche Trennung vom Netz veranlassen) (!Die Einspeisung unabhängig vom Netzzustand fortsetzen) (!Die Batterie dauerhaft kurzschließen) (!Die Überwachungsfunktion abschalten)




Warum kann der Sonnenhof bei Netzausfall trotz geladener Batterie unversorgt bleiben? (Weil keine geeignete Ersatzstromversorgung vorgesehen ist) (!Weil gespeicherter Strom grundsätzlich unbrauchbar ist) (!Weil eine Batterie nur bei Sonnenschein Energie enthält) (!Weil jeder Hybridwechselrichter automatisch Ersatzstrom liefert)




Was ist bei Fall C die angemessene erste Diagnoseentscheidung? (Freigegebene Betriebsdaten und mögliche Ladebegrenzungen überprüfen) (!Die Batterie eigenständig öffnen) (!Die Netzschutzfunktion dauerhaft deaktivieren) (!Sofort einen defekten Wechselrichter behaupten)





Begründetes Quiz-Feedback

Frage Fachliche Begründung
1 Die Umwandlung DC zu AC ermöglicht den netzkonformen Betrieb.
2 Die maximale PV-Leistung hängt vom jeweiligen Betriebspunkt ab.
3 Ein Batteriewechselrichter ermöglicht Laden und Entladen über das AC-System.
4 Bei DC-Kopplung werden PV und Batterie über die gemeinsame Systemarchitektur verbunden.
5 AC-Kopplung nutzt einen gesonderten Batterieumrichter.
6 Energieoptimierung ist eine Regelungsaufgabe des EMS.
7 Die Überwachung von Batteriegrenzen gehört zum BMS.
8 Bei unzulässigen Netzbedingungen muss die erforderliche Trennung sichergestellt werden.
9 Gespeicherte Energie allein schafft keinen sicheren Ersatzstrombetrieb.
10 Diagnose bedeutet erst Daten prüfen, dann Ursachen fachlich bewerten.


Memory

Finde die passenden Funktionspaare.

MPP-Tracking Leistungsmaximum verfolgen
Batteriewechselrichter Bidirektionale AC-DC-Wandlung
Hybridwechselrichter PV- und Speicheranbindung kombinieren
NA-Schutz Netzstörungen erkennen und trennen
BMS Batteriezustände überwachen
EMS Energieflüsse koordinieren
Zweirichtungszähler Bezug und Einspeisung erfassen
Ersatzstrombetrieb Getrennten Anlagenteil versorgen





Drag and Drop

Ordne die Komponenten den Aufgaben zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Funktion
PV-Modul Sonnenlicht in elektrische Energie umwandeln
MPP-Tracker Optimalen Generatorarbeitspunkt suchen
Hybridwechselrichter Photovoltaik und Speicher elektrisch integrieren
Batteriewechselrichter Batterieladung und Entladung über AC ermöglichen
Energiemanagement Erzeugung und Bedarf koordinieren
Batteriemanagement Batteriebetriebsgrenzen überwachen
Netz- und Anlagenschutz Bei relevanten Netzstörungen die Trennung veranlassen




Feedback: Besonders wichtig ist die Trennung zwischen Betriebsoptimierung, Energieumwandlung und Sicherheit. Diese Aufgaben werden von unterschiedlichen Komponenten übernommen.


Kreuzworträtsel

Wechselrichter Welches Gerät macht den Gleichstrom der Solarmodule als Wechselstrom nutzbar?
Gleichstrom Welche Stromart entsteht unmittelbar in den PV-Modulen?
Inselbetrieb Wie heißt der netzunabhängige Betrieb einer elektrischen Versorgungsanlage?
Eigenverbrauch Wie nennt man die Nutzung selbst erzeugter elektrischer Energie vor Ort?
Ladezustand Welche Batteriegröße wird durch die Abkürzung SOC beschrieben?
Blindleistung Welche Leistungsart kann ein netzgekoppelter Wechselrichter zur Spannungsregelung beeinflussen?





LearningApps

Weitere interaktive Übungen zum Thema:

Der Suchrahmen zeigt verfügbare LearningApps-Ergebnisse. Die Qualität einzelner externer Übungen muss vor dem Einsatz geprüft werden.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Photovoltaikmodule erzeugen bei Lichteinfall elektrischen

.
Ein netzgekoppelter Solarwechselrichter erzeugt daraus geeigneten

.
Der Betriebspunkt maximaler Leistung heißt

.
Ein speziell dafür vorgesehener gemeinsamer PV-Speicher-Umrichter heißt

.
Ein AC-gekoppelter Speicher besitzt normalerweise einen eigenen

.
Der Ladezustand der Batterie wird häufig mit

abgekürzt.
Die Überwachung von Batterieparametern übernimmt das

.
Die Koordination der Energieflüsse erfolgt durch ein

.
Den Bezug und die Einspeisung erfasst ein

.
Die elektrische Leistung wird in der Einheit

angegeben.
Die gespeicherte elektrische Energie wird häufig in

angegeben.
Bei relevanten Netzstörungen bewirkt der NA-Schutz die erforderliche

.
Ein geeigneter Ersatzstrombetrieb benötigt eine sichere

.
Für eine belastbare Diagnose müssen Betriebsdaten zunächst auf

geprüft werden.




Offene Aufgaben

Erstelle Deine Lösungen schriftlich, digital oder mit einem sicheren Simulationsprogramm.


Leicht – Basisaufgaben

  1. Photovoltaik: Zeichne ein einfaches Gebäude mit PV-Anlage, Wechselrichter und Netzanschluss. Feedback: Die Stromwege müssen eindeutig erkennbar sein, weil die Lage des Wechselrichters die Umwandlungsfunktion erklärt.
  2. Gleichstrom und Wechselstrom: Kennzeichne in einem vorgegebenen Anlagenschema die DC- und AC-Bereiche. Feedback: Die Zuordnung ist richtig, wenn sie an den Umwandlungsstellen nachvollziehbar wechselt.
  3. Wechselrichter: Erstelle drei Lernkarten zu PV-, Batterie- und Hybridwechselrichtern. Feedback: Unterscheide die jeweiligen Funktionen und vermeide die Gleichsetzung aller Gerätetypen.
  4. Energiemanagement: Erstelle eine kleine Bildfolge für die Energieversorgung eines Hauses am Mittag und am Abend. Feedback: Energieüberschuss und Batterienutzung müssen zeitlich plausibel dargestellt sein.


Standard – Anwendungsaufgaben

  1. Leistungsbilanz: Berechne die Energieflüsse für zwei selbst gewählte, plausible Simulationszustände. Feedback: Die Bilanz muss aufgehen; beachte die Vorzeichen beziehungsweise die Flussrichtungen.
  2. Batteriespeicher: Vergleiche mit dem HTW-Unabhängigkeitsrechner zwei Speichergrößen bei gleichem Verbrauch. Feedback: Begründe Unterschiede mit zeitlicher Verschiebung, Eigenverbrauch und Autarkiegrad.
  3. Diagnose: Erstelle für Fall C ein Diagnoseprotokoll mit Beobachtung, möglichen Ursachen und noch fehlenden Informationen. Feedback: Eine gute Diagnose unterscheidet Messwert, Hypothese und nachgewiesene Ursache.
  4. Netz- und Anlagenschutz: Gestalte eine Infografik, die EMS, BMS und NA-Schutz gegenüberstellt. Feedback: Die Funktionen dürfen nicht vertauscht werden, weil sie unterschiedliche Schutz- und Regelungsziele verfolgen.


Schwer – Transferaufgaben

  1. AC-Kopplung und DC-Kopplung: Entwickle zwei vereinfachte Konzepte für die Speichernachrüstung eines bestehenden PV-Gebäudes. Feedback: Vergleiche Gerätebedarf, Umwandlungswege und Systemkompatibilität; eine konkrete Auswahl braucht eine Fachplanung.
  2. Ersatzstromversorgung: Entwirf auf Papier einen Funktionsvergleich zwischen netzparallelem Betrieb und einer geeigneten Ersatzstromversorgung. Feedback: Eine fachlich richtige Darstellung berücksichtigt sichere Netztrennung, zulässige Lasten und Systemgrenzen.
  3. Fehlerdiagnose: Produziere ein kurzes Erklärvideo über den Unterschied zwischen einer normalen Schutzabschaltung und einer vermuteten Gerätestörung. Feedback: Eine Abschaltung ist nicht automatisch ein Defekt; sie kann eine bestimmungsgemäße Schutzreaktion sein.
  4. Elektrische Sicherheit: Erstelle ein digitales Sicherheitskonzept für die theoretische Bearbeitung eines Hochvolt-Speicherfalls in der Ausbildung. Feedback: Das Konzept muss Zuständigkeiten, Qualifikationsprüfung, Gefährdungsbeurteilung und die klare Grenze zur praktischen Arbeit enthalten.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Bearbeite die folgenden fünf Transferaufgaben.

  1. Energieflussanalyse: Eine PV-Anlage erzeugt mittags deutlich mehr Energie als das Haus benötigt. Erkläre, unter welchen Bedingungen der Überschuss gespeichert oder eingespeist werden kann.
  2. Systemvergleich: Ein Unternehmen möchte einen bestehenden PV-Wechselrichter weiterverwenden und einen stationären Speicher ergänzen. Vergleiche die möglichen Grundkonzepte und benenne offene Planungsfragen.
  3. Schutzfunktionen: Ein Hausbesitzer erwartet, dass die PV-Anlage bei Stromausfall trotz fehlender Ersatzstromfunktion weiterarbeitet. Erläutere, warum diese Erwartung nicht zutrifft.
  4. Diagnosestrategie: Ein Batteriespeicher lädt trotz PV-Überschuss nicht. Entwickle eine sichere Reihenfolge zur Auswertung von Dokumentation, Monitoring und Fehlermeldungen.
  5. Fachliche Verantwortung: Erkläre, warum das Verstehen eines Wechselrichter-Anlagenschemas keine Berechtigung zur Inbetriebnahme oder zu Eingriffen in die elektrische Anlage darstellt.


Bewertung und begründetes Feedback

Kriterium Gute Leistung Verbesserungsbedarf
Fachliche Zuordnung Gerätefunktionen und Energiepfade werden korrekt unterschieden Funktionen werden vermischt
Analyse Leistungsbilanzen und Betriebszustände werden nachvollziehbar erklärt Schlussfolgerungen werden ohne Datengrundlage gezogen
Transfer Lösungen berücksichtigen Systemgrenzen und unterschiedliche Betriebsbedingungen Eine Lösung wird ohne Prüfung auf alle Anlagen übertragen
Sicherheit Qualifikation, Freigabe und Netzschutz werden berücksichtigt Gefährliche praktische Eingriffe werden vorgeschlagen
Begründung Aussagen werden mit Daten oder geeigneten Fachquellen belegt Behauptungen bleiben unbegründet

Erwarteter Lernfortschritt: Du sollst erklären, vergleichen, analysieren und fachlich korrekt dokumentieren können. Die Aufgaben prüfen keine praktische Schalt- oder Hochvoltbefähigung.


Lernnachweis

Der Lernnachweis kann durch eine dokumentierte digitale Fallbearbeitung erfolgen.

Ein vollständiger Lernnachweis umfasst:

  1. Eine beschriftete Übersicht zu PV-Anlage, Wechselrichter, Speicher und Netzanschluss.
  2. Eine korrekte Gegenüberstellung der unterschiedlichen Wechselrichterfunktionen.
  3. Die nachvollziehbare Analyse mindestens zweier Energieflusszustände.
  4. Die begründete Auswertung eines Diagnosefalls mit mindestens zwei möglichen Ursachen.
  5. Eine Erklärung zum Unterschied zwischen NA-Schutz und Ersatzstrombetrieb.
  6. Die Darstellung der Sicherheitsgrenzen und der notwendigen fachlichen Zuständigkeiten.
  7. Die Angabe der verwendeten technischen Quellen und ihrer Aktualität.

Bewertung: Fachliche Richtigkeit, nachvollziehbare Begründung, sichere Vorgehensweise und geeignete Dokumentation.

Kein Befähigungsnachweis: Der erfolgreiche Lernnachweis erteilt weder eine Elektrofachkraftqualifikation noch eine Freigabe für elektrotechnische Tätigkeiten, Arbeiten an PV-DC-Systemen, Hochvoltspeichern oder Traktionsbatterien.




OERs zum Thema

Wikipedia: Solarwechselrichter

Weitere Grundlagen findest Du unter Photovoltaik, Wechselrichter, Batteriespeicher, Leistungselektronik, Maximum Power Point Tracking, Eigenverbrauch, Elektrische Energie und Elektrische Sicherheit.


Geprüfte fachliche Quellen

Stand der Quellenprüfung: Oktober 2026. Für reale Arbeiten sind immer die zum Zeitpunkt der Ausführung gültigen Regelwerke, Herstellerunterlagen und Anforderungen des zuständigen Netzbetreibers zu prüfen.

  1. VDE FNN: VDE-AR-N 4105:2026-03 – Anschluss und Betrieb von Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz.
  2. VDE FNN: Anschluss und Betrieb von Speichern am Niederspannungsnetz – Anschlusskonzepte und technische Hinweise.
  3. DKE: VDE-AR-E 2510-2:2021-02 – Sicherheitsanforderungen für stationäre elektrische Energiespeichersysteme.
  4. DGUV: DGUV Information 203-080 – Montage und Instandhaltung von PV-Anlagen.
  5. DGUV: DGUV Vorschrift 3 – Elektrische Anlagen und Betriebsmittel.
  6. Bundesnetzagentur: Marktstammdatenregister – Registrierung von PV-Anlagen und Speichern.
  7. Verbraucherzentrale: Batteriespeicher für PV-Anlagen, Stand Juli 2026 – Speicherfunktionen, AC-/DC-Kopplung und Ersatzstrom.
  8. HTW Berlin: Stromspeicher-Inspektion 2026 – Effizienz und Betriebsverhalten von PV-Speichersystemen.
  9. HTW Berlin: Stromspeicher-Inspektor – Vergleich gemessener Systemeigenschaften.
  10. Bundesrecht: Niederspannungsanschlussverordnung, § 13 – Anforderungen an Arbeiten an elektrischen Anlagen.


Medienrechte und Nutzungshinweise

Die eingebundenen Grafiken stammen aus überprüften Wikimedia-Commons-Dateiseiten. Die jeweiligen Bildquellen und Lizenzangaben stehen unmittelbar bei den Abbildungen.

Die verwendeten Lizenzkategorien umfassen CC0 1.0, CC BY-SA 3.0, CC BY-SA 4.0 und Gemeinfreiheit. Bei CC-BY-SA-Werken müssen Namensnennung, Lizenzlink, Änderungen und gegebenenfalls Weitergabe unter kompatibler Lizenz berücksichtigt werden.

Die drei eingebetteten Videos stammen von SMA Solar Technology und OMICRONenergy. Sie werden über die YouTube-Wiedergabefunktion eingebunden, nicht als frei lizenzierte Dateien übernommen. Verfügbarkeit und Einbettungsfreigaben können sich ändern.

Der HTW-Berlin-Rechner wird extern aufgerufen. Er dient der modellhaften Analyse, nicht der sicherheitstechnischen Auslegung oder Inbetriebnahme einer realen Anlage.

Alle selbst entwickelten Anlagenschemata und Fallzahlen dieses Kurses sind didaktisch vereinfacht. Sie sind keine verbindlichen Schaltpläne, Prüfprotokolle oder Herstellerunterlagen.



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