New Kids on the Block - Hangin' Tough

New Kids on the Block - Hangin' Tough
Einleitung
„Hangin’ Tough“ von New Kids on the Block ist ein besonders ergiebiges Beispiel dafür, wie sich Ende der 1980er Jahre Popmusik, Tanzmusik, Rockgesten, programmierte Produktion, Gruppenimage und Jugendkultur miteinander verbanden. Der Titel erschien 1988 auf dem gleichnamigen zweiten Studioalbum der US-amerikanischen Gruppe und wurde 1989 als Single veröffentlicht. Geschrieben und produziert wurde der Song von Maurice Starr, den Leadgesang übernimmt Donnie Wahlberg.[1]
Dieser aiMOOC untersucht nicht nur den Song als Komposition, sondern vor allem die konkrete Aufnahme: Klang, Groove, Gesang, Instrumentierung, Arrangement, Produktion, verschiedene Mischungen, Livefassung, historische Einordnung und Rezeption. Dabei wird bewusst zwischen belegten Produktionsangaben, höranalytischen Beobachtungen und Interpretationen einzelner Quellen unterschieden.

Das Foto steht auf Wikimedia Commons unter CC BY 2.0. Lizenz- und Urheberangaben findest Du auf der Dateiseite bei Wikimedia Commons.
Das folgende offizielle Musikvideo stammt aus dem offiziellen YouTube-Kanal von New Kids on the Block. Es ist kein frei lizenzierter OER-Inhalt, wird hier aber als rechtmäßige Einbettung der offiziellen Veröffentlichung zur Analyse genutzt.
Nach der Bearbeitung kannst Du
- musikalische Parameter einer Popaufnahme systematisch untersuchen,
- zwischen Komposition, Arrangement, Aufnahme, Mix und Livefassung unterscheiden,
- Aussagen über Klang und Produktion mit Quellen oder Hörbelegen absichern,
- unterschiedliche Angaben zu Tonart, Tempo und Credits kritisch vergleichen,
- Textthemen eines englischsprachigen Songs sinngemäß erschließen, ohne geschützte Lyrics vollständig zu übernehmen,
- die Bedeutung eines Popsongs im historischen und medialen Kontext beurteilen.
Basisdaten der Aufnahme
| Aspekt | Belegte Angabe |
|---|---|
| Interpret | New Kids on the Block |
| Titel | Hangin’ Tough |
| Album | Hangin’ Tough, zweites Studioalbum der Gruppe |
| Albumveröffentlichung | 1988 |
| Singleveröffentlichung | 3. Juli 1989[1] |
| Label | Columbia Records |
| Autor | Maurice Starr[1] |
| Produzent | Maurice Starr[1] |
| Leadgesang | Donnie Wahlberg[2] |
| Albumfassung | ungefähr 4:18 Minuten; enthält ein Keyboard-Solo[1] |
| 7"-Remix | ungefähr 3:54 Minuten; enthält statt des Keyboard-Solos ein Gitarrensolo und eine dichtere Instrumentierung[1] |
| Metrum | 4/4-Takt; mehrere Analysedatenbanken kommen hier überein.[3][4] |
| Tempo | etwa 90 bis 92 BPM; Datenbanken schwanken leicht je nach Messmethode und Version.[3][4] |
| Stil | Pop mit Dance-, Funk- und Rockelementen; Genrebezeichnungen unterscheiden sich je nach Quelle.[1] |
Entstehung und zeitgeschichtlicher Kontext
Vom schwierigen Debüt zum Durchbruch
New Kids on the Block waren von Maurice Starr zusammengestellt worden, nachdem dieser zuvor mit New Edition gearbeitet hatte. Das Debütalbum der Gruppe von 1986 blieb zunächst ohne großen kommerziellen Erfolg. Auch die frühe Phase des zweiten Albums war unsicher: Columbia erwog nach schwacher Resonanz auf die erste Single des Albums, die Gruppe fallen zu lassen. Erst zunehmendes Radiointeresse an Please Don’t Go Girl änderte die Situation. Danach entwickelte sich Hangin’ Tough zum Durchbruchsalbum.[5]
Die Produktion fiel in eine Phase, in der US-Pop zunehmend Elemente aus Hip-Hop, Contemporary R&B, elektronischer Tanzmusik und dem entstehenden New Jack Swing aufnahm. Kritiker Tom Breihan beschreibt Hangin’ Tough deshalb als Popaufnahme, die sich hörbar an damaligen Rap- und New-Jack-Swing-Gesten orientiere. Das ist eine Interpretation des Klangbilds, keine eindeutige Genreklassifikation.[6]
Die Zeitschrift Time berichtete bereits 1989, dass die Mitglieder auf dem zweiten Album mehr Einfluss auf Richtung und Klang beanspruchten. Gleichzeitig wurde Maurice Starr in den Albumcredits sehr stark als musikalischer Gestalter ausgewiesen.[7]
Zwei überlieferte Entstehungserzählungen
Zur Idee hinter Hangin’ Tough existieren mindestens zwei überlieferte Perspektiven. Maurice Starr wurde mit der Aussage zitiert, der Titel solle sinnbildlich für die Schwierigkeiten stehen, die die Gruppe bis zum Durchbruch überwunden hatte. Donnie Wahlberg erklärte dagegen, man habe auch an eine Art Hymne für die Boston Celtics gedacht, die im Boston Garden funktionieren könnte. Eine neuere Aussage von Joey McIntyre bestätigt diese Sporthymnen-Idee aus Sicht eines Bandmitglieds.[6][8]
Didaktisch wichtig ist: Solche Erinnerungen widersprechen sich nicht zwingend. Ein Song kann gleichzeitig als Ausdruck eigener Durchhalteerfahrung gedacht und für eine sportlich-massenwirksame Wirkung konzipiert sein.

Lizenznachweis: Wikimedia Commons, CC BY 3.0.
Mindestens drei belegte Besonderheiten genau dieser Aufnahme
Besonderheit 1: Donnie Wahlberg übernimmt den Leadgesang
Obwohl New Kids on the Block als Vokalgruppe auftreten, ist die Hauptstimme dieser Aufnahme Donnie Wahlberg zugeordnet.[2][1] Das passt zur rhythmisch direkten, sprechnahen und auffordernden Wirkung vieler Passagen. Die übrigen Stimmen verstärken mit Gruppenrufen und Antwortgesten den Eindruck einer kollektiven Hymne.
Besonderheit 2: Albumfassung und 7"-Remix unterscheiden sich deutlich
Von Hangin’ Tough existieren zwei besonders relevante Studiofassungen. Die Albumversion ist länger und enthält ein Keyboard-Solo. Die verbreitete 7"-Remixfassung ist kürzer, verwendet ein Gitarrensolo und wird als stärker beziehungsweise dichter instrumentiert beschrieben.[1]
Damit ändert der Remix nicht nur die Länge, sondern auch die klangliche Schwerpunktsetzung: Die Albumfassung betont elektronisch-keyboardartige Farbe, während der Single-Remix durch das Gitarrensolo eine deutlichere Rockgeste erhält.
Hier kannst Du die offiziell von Columbia/Legacy bereitgestellte 7"-Remixfassung hören:
Besonderheit 3: Das Gitarrensolo relativiert die pauschalen Albumcredits
Die Albumcredits nennen Maurice Starr sehr umfassend als Musiker und Programmierer. In Rebecca Wallworks 33-1/3-Buch über Hangin’ Tough berichtet jedoch Toningenieur Phil Greene, dass er auf Hangin’ Tough Leadgitarre gespielt habe, nachdem der ursprünglich vorgesehene Gitarrist nicht erschienen sei. Greene beschreibt die Aufnahme als spontan und in einem Take eingespielt.[9]
Das ist musikproduktionsgeschichtlich interessant: Liner Notes können Produktionsrealität vereinfachen. Ein Interview mit Beteiligten kann zusätzliche Informationen liefern. Quellenkritisch sollte man deshalb beide Ebenen benennen, statt eine davon stillschweigend zu verwerfen.
Besonderheit 4: Maurice Starr bündelte mehrere Produktionsrollen
Starr wird für das Album unter anderem als Arrangeur, Produzent, Toningenieur, Mixer, Multiinstrumentalist und für Drum Programming geführt.[10] Diese Rollenbündelung erklärt, warum Komposition, Sounddesign, Arrangement und Produktionsästhetik eng miteinander verbunden wirken.
Besonderheit 5: Das Tempo wirkt schwerer als typische schnelle Tanzmusik
Mehrere Datenquellen liegen bei ungefähr 90 bis 92 BPM und 4/4-Takt.[3][4] Dadurch entsteht ein mittleres, körperlich „stampendes“ Grundtempo. Der Song kann dennoch energiegeladen wirken, weil Akzente, Gruppenrufe, kurze rhythmische Figuren und eine dichte Klanggestaltung den Puls verstärken.
Stil und Genre
Eine einzelne Genrebezeichnung greift bei Hangin’ Tough zu kurz. Nachschlagewerke führen unter anderem Pop Rock, Dance Rock und Funk Rock auf.[1] Andere Dienste ordnen den Titel schlicht als Pop ein.[2]
Für die Höranalyse ist deshalb hilfreicher, nach Stilmerkmalen zu fragen:
- Popmusik: klare Wiedererkennbarkeit, kurze Hook-Elemente und stark wiederholte Refrainformeln.
- Tanzmusik: stabiler 4/4-Puls und deutliche Körperlichkeit des Grooves.
- Funk-Einfluss: rhythmische Betonung, perkussive Figuren und grooveorientierte Wiederholung.
- Rockgeste: besonders in der 7"-Remixfassung durch das Gitarrensolo.
- Hip-Hop- und New-Jack-Swing-Nähe: sprechnahe Leadpassagen, programmierter Beat und urbane Performancegesten; diese Zuordnung ist als analytische Perspektive zu verstehen.[6]
Rhythmus und Groove
Der Rhythmus trägt einen großen Teil der Wiedererkennbarkeit. Das Tempo von ungefähr 90 bis 92 BPM ist weder Balladentempo noch schnelles Clubtempo. Stattdessen entsteht ein schwerer, stabiler Puls. Besonders wirkungsvoll sind die Betonung gerader Zählzeiten, der programmierte Charakter des Beats und die Kombination aus Leadstimme und kollektiven Antworten.
Das folgende Score-Beispiel ist keine Transkription des Songs. Es ist ein neu erfundenes, gemeinfreies Analysebeispiel, das nur das Prinzip eines 4/4-Pulses mit stärkeren Akzenten auf 2 und 4 verdeutlicht.

Sprich beim Hören die Zählzeiten „1 – 2 – 3 – 4“ mit. Achte darauf, welche Klangereignisse die Schläge 2 und 4 markieren und welche zusätzlichen Figuren zwischen den Hauptschlägen liegen.
Rhythmisches Hörlabor
| Hörauftrag | Beobachtung |
|---|---|
| Grundpuls | Ist der Puls jederzeit eindeutig hörbar? |
| Backbeat | Welche Klangschichten verstärken Zählzeit 2 und 4? |
| Synkopen | Wo liegen Akzente zwischen den Grundschlägen? |
| Stimme | Folgt der Leadgesang exakt dem Puls oder arbeitet er mit Vorziehungen? |
| Gruppenrufe | Wie verändern sie Energie und räumlichen Eindruck? |
Melodie und Harmonik
Bei der harmonischen Analyse ist Quellenkritik besonders wichtig. Hooktheory beschreibt den Titel mit einem Zentrum in Cis-Dorisch bei 92 BPM.[3] SongBPM nennt dagegen Fis beziehungsweise Ges-Dur bei 91 BPM.[4] Eine kommerzielle Musicnotes-Bearbeitung ist in C-Dur notiert und mit ungefähr 95 BPM angegeben; Musicnotes weist zugleich darauf hin, dass es sich um ein bestimmtes Arrangement handelt und nicht zwingend um eine unveränderte Transkription der Aufnahme.[11]
Daraus folgt: Die genaue Tonartbezeichnung sollte nicht unkritisch aus nur einer Datenbank übernommen werden. Stabil belegt sind dagegen der 4/4-Takt und ein Tempo im Bereich um 90 bis 95 BPM.
Melodisch arbeitet die Aufnahme stark mit kurzen, leicht wiederholbaren Gesten. Die Leadstimme wirkt häufig rhythmisch und sprechnah, während der Gruppenhook melodisch einfacher und kollektiv singbar erscheint. Dadurch steht weniger eine lange melodische Entwicklung im Vordergrund als die unmittelbare Wiederholung prägnanter Motive.
Das folgende Beispiel zeigt nur ein selbst erfundenes Ruf-Antwort-Prinzip. Es enthält keine Melodie aus Hangin’ Tough.

Ein harmonisches Grundprinzip vieler Popsongs ist die Rückkehr zu einem stabilen tonalen Zentrum. Auch hierfür wird keine Originalharmonik des Songs notiert. Das folgende Beispiel ist eine frei erfundene I–IV–V–I-Kadenz in C-Dur:

Die Aufgabe besteht darin, beim Original zu unterscheiden: Hörst Du lange harmonische Spannungsbögen oder eher kurze, wiederkehrende harmonische Flächen, über denen Rhythmus und Stimme die Hauptentwicklung erzeugen?
Gesang
Donnie Wahlbergs Leadstimme ist für die konkrete Aufnahme ausdrücklich belegt.[2] Sein Vortrag verbindet Gesang mit rhythmisch akzentuierten, teilweise sprechnahen Passagen. Die anderen Gruppenmitglieder fungieren nicht nur als harmonischer Hintergrund, sondern als kollektive Klangfigur: Antworten, Unisono-Rufe und verdichtete Gruppenstimmen machen aus einem Einzelvortrag eine gemeinsame Ansage.
Das ist für die Wirkung entscheidend. Der Titel behauptet Stärke nicht nur im Text, sondern inszeniert sie musikalisch durch eine Gruppe, die geschlossen antwortet. In der Produktionsästhetik entsteht so eine Verbindung aus Solist, Chorwirkung und Publikumsansprache.
Instrumentierung und Produktion
Die Albumcredits nennen Maurice Starr als Arrangeur, Produzenten, Toningenieur, Mixer und Multiinstrumentalisten; außerdem werden unter anderem Keyboard, Synthesizer, Bass, Gitarren und Drum Programming mit seiner Arbeit verbunden.[10][7] Danny Wood wird ebenfalls mit Programmierung und technischer Studioarbeit geführt.[10]
Für Hangin’ Tough selbst ist die bereits erwähnte Aussage von Phil Greene wichtig: Nach Wallworks Interview spielte Greene das Leadgitarrensolo spontan ein.[9] Damit zeigt die Aufnahme exemplarisch, dass eine Produktionscredit-Liste und die konkrete Entstehung einzelner Spuren nicht immer deckungsgleich dokumentiert sind.
Klanglich lässt sich die Produktion in mehrere Schichten gliedern:
- Rhythmusfundament: programmierter, klar gerasterter Beat.
- Bassbereich: ein stabiles Fundament, das den schweren Groove unterstützt.
- Keyboard- und Synthesizerflächen: besonders relevant für die elektronische Popästhetik der Albumfassung.
- Gitarrenanteil: im 7"-Remix besonders auffällig durch das Solo.
- Leadstimme: Donnie Wahlberg im Vordergrund.
- Gruppenstimmen: Antworten und Hooks verbreitern das Klangbild.
- Effekt- und Perkussionsdetails: kurze Signale und rhythmische Akzente erhöhen die Ereignisdichte.
Arrangement und Songform
Die Aufnahme ist hookorientiert. Statt eine lange Geschichte mit ständig neuen musikalischen Abschnitten zu erzählen, organisiert sie die Energie um wiederkehrende Kernbausteine. Eine sinnvolle Hörgliederung ist:
- Vokales Intro: sofortige Etablierung des Gruppencharakters.
- Strophe: Leadstimme trägt die Botschaft rhythmisch vor.
- Refrain beziehungsweise Haupt-Hook: starke Wiederholung des Titels.
- Zwischenteil: kurze vokale oder instrumentale Entlastung.
- Zweite Strophe: erneute Leadpassage mit ähnlicher Funktion.
- Refrain: Wiederherstellung der zentralen Hook.
- Break beziehungsweise Steigerung: Verdichtung vor dem Schluss.
- Outro: ausgedehnte Wiederholung und kollektive Schlusswirkung.
Diese Formbeschreibung ist eine Höranalyse. Sie soll beim Hören überprüft werden. Je nach Version unterscheiden sich Länge und instrumentale Übergänge.
Formprotokoll zum offiziellen Video
| Abschnitt | Startzeit selbst eintragen | Hörmerkmal | Funktion |
|---|---|---|---|
| Intro | Vokale beziehungsweise rhythmische Eröffnung | Aufmerksamkeit und Gruppenidentität | |
| Strophe 1 | Leadstimme | Botschaft einführen | |
| Haupt-Hook | Gruppenwirkung | Wiedererkennung | |
| Strophe 2 | erneuter Lead | Variation und Fortsetzung | |
| Instrumentaler Bereich | Solo beziehungsweise Klangwechsel | Kontrast | |
| Outro | Wiederholung und Verdichtung | Abschluss und Mitmachwirkung |
Textthemen, Bildsprache und sinngemäße Übersetzung
Aus urheberrechtlichen Gründen wird der vollständige Songtext hier nicht wiedergegeben. Für die Analyse genügt das sehr kurze Titelzitat „Hangin’ tough“. Sinngemäß lässt sich die Wendung mit standhalten, sich behaupten, nicht klein beigeben wiedergeben.
Der Text richtet sich direkt an ein Publikum. Zentral sind:
- Durchhaltevermögen: Rückschläge sollen nicht das Ende bedeuten.
- Gruppenidentität: Stärke wird als gemeinschaftliche Haltung inszeniert.
- Herausforderung: Die Sprecherposition wirkt selbstbewusst und wettbewerbsorientiert.
- Tanz und Mitmachen: das Publikum wird in die Performance einbezogen.
- Körperliche Bildsprache: Härte, Standfestigkeit und Konfrontation werden sprachlich mit Bewegung verbunden.
Eine sinngemäße Gesamtübersetzung könnte lauten: Die Gruppe fordert ihr Publikum auf, sich auf die Musik einzulassen, selbstbewusst zu bleiben und sich von Widerstand nicht unterkriegen zu lassen. Diese Formulierung ist eine Inhaltsparaphrase und keine Übersetzung einzelner geschützter Liedzeilen.
Im Kontext der überlieferten Celtics-Idee gewinnt die Sprache zusätzlich eine sportliche Bedeutung: Standhalten, Konkurrenz und gemeinschaftliche Energie passen zu einer Arenahymne.[8]
Musikvideo und visuelle Inszenierung
Das offizielle Video verbindet Konzertwirkung, choreografierte Bewegung und eine bewusst körperliche „Toughness“-Inszenierung. Der Regisseur Doug Nichol wird unter anderem in Filmdatenbanken und Discographie-Daten dokumentiert.[12]
Achte beim Video auf:
- Wechsel zwischen Einzel- und Gruppeninszenierung,
- Synchronität der Bewegungen,
- sportlich-körperliche Gesten,
- Publikumsreaktionen als Bestandteil der Wirkung,
- Kleidung und Requisiten als Zeichen von Jugend-, Straßen- und Popkultur,
- Schnittfrequenz und Zusammenhang zwischen Bildakzent und musikalischem Akzent.
Lizenznachweis: Wikimedia Commons, Public Domain.
Vergleich: Albumfassung, 7"-Remix und Livefassung
| Fassung | Belegtes Merkmal | Höranalytische Leitfrage |
|---|---|---|
| Albumfassung | ungefähr 4:18; Keyboard-Solo[1] | Wie wirkt die elektronische Klangfarbe im Instrumentalteil? |
| 7"-Remix | ungefähr 3:54; Gitarrensolo und dichtere Instrumentierung[1] | Verändert die Rockgeste die wahrgenommene Härte? |
| Offizielle Livefassung | deutlich verlängerte Konzertfassung; die veröffentlichte Liveaufnahme liegt bei ungefähr acht Minuten.[13] | Welche Passagen werden für Publikumsinteraktion und Bühnendramaturgie ausgedehnt? |
Die Livefassung solltest Du nicht wie eine Studioaufnahme analysieren. Raumklang, Publikumsreaktionen, Bühnenablauf und längere Übergänge verändern die musikalische Wahrnehmung. Besonders aufschlussreich ist der Vergleich des Zeitgefühls: Obwohl der Grundpuls ähnlich wirken kann, kann eine Livefassung durch Interaktion, Breaks und Steigerungen größer und schneller erscheinen.
Rezeption und Bedeutung
In den USA erreichte Hangin’ Tough am 9. September 1989 Platz 1 der Billboard Hot 100.[14] Die Single stand dort eine Woche an der Spitze.[6]
In Großbritannien verlief die Geschichte ungewöhnlich. Die erste Chartphase im September 1989 erreichte nur Platz 52.[15] Eine erneute Veröffentlichung Anfang 1990 stieg dagegen bis auf Platz 1 und hielt sich dort zwei Wochen.[16]
Das gleichnamige Album wurde zum großen Durchbruch und brachte mehrere US-Top-10-Singles hervor. GRAMMY.com beschreibt es rückblickend als ein wichtiges Modell für spätere Boyband-Popstrategien.[5] Das ist eine historische Wertung einer Musikpublikation, keine mathematisch beweisbare Eigenschaft; sie lässt sich jedoch mit späteren Gruppenformaten, choreografierter Performance und zielgruppenorientiertem Popmarketing vergleichen.
2019 veröffentlichte Sony zum 30. Jubiläum eine erweiterte Edition des Albums mit den zehn Originaltracks, mehreren seltenen Remixen und drei neu aufgenommenen Titeln.[17] Dass die Veröffentlichung Jahrzehnte später erneut aufwendig kuratiert wurde, zeigt ihre fortdauernde Bedeutung im Katalog der Gruppe.

Das gemeinsame Auftreten von New Kids on the Block und Backstreet Boys bietet einen Ansatzpunkt, um Generationen von Boyband-Pop zu vergleichen. Lizenznachweis: Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0.
Lizenznachweis: Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.
Lizenznachweis: Wikimedia Commons, CC0 1.0.
Was ist an der Produktion typisch für die späten 1980er Jahre?
Hangin’ Tough verbindet mehrere Produktionsideen, die für die Zeit charakteristisch waren:
- programmierte Drums und präzise Rasterung,
- Synthesizer und elektronische Klangschichten,
- starke Trennung zwischen rhythmischer Basis und vokalem Hook,
- Mischformen aus Pop, R&B, Funk, Rock und Rap-Ästhetik,
- Single-Remixe, die eine Aufnahme für Radio und Massenmarkt neu akzentuieren,
- stark visuell gedachte Performance durch Choreografie und Musikvideo.
Gerade der Unterschied zwischen Keyboard-Solo und Gitarrensolo zeigt, wie ein Remix den Genre-Eindruck verändern kann, obwohl Songtitel, Stimmen und Grundstruktur gleich bleiben.
Quellenkritik: Warum widersprechen sich Musikdatenbanken?
Musikdatenbanken messen und kategorisieren nicht alle dasselbe. Bei Hangin’ Tough finden sich unterschiedliche Tonartangaben und leicht unterschiedliche Tempowerte.[3][4][11] Gründe können sein:
- unterschiedliche Fassungen des Songs,
- automatische statt manuelle Analyse,
- unterschiedliche Auffassung von Tonika und Modus,
- Transposition in kommerziellen Notenausgaben,
- Rundung des Tempos,
- Analyse eines Intros oder Teilabschnitts statt der gesamten Aufnahme.
Für eine gute Musikanalyse gilt deshalb: Quelle nennen, Version benennen, eigene Hörbeobachtung davon trennen.
Urheberrecht und OER-Hinweise
Der Song, die Originalaufnahme, das Musikvideo und der vollständige Liedtext sind urheberrechtlich geschützt. Deshalb enthält dieser aiMOOC
- keine vollständigen Lyrics,
- keine vollständige Melodietranskription,
- keine vollständige Partitur,
- nur sehr kurze Textzitate zur Analyse,
- ausschließlich neu geschaffene Score-Beispiele für allgemeine musikalische Prinzipien,
- offizielle YouTube-Einbettungen statt hochgeladener Fremdkopien,
- frei lizenzierte oder gemeinfreie Bilder von Wikimedia Commons mit Lizenzhinweisen.
Die Wikimedia-Bilder sind OER-tauglich, sofern die jeweilige Lizenz eingehalten wird. Die YouTube-Videos sind dagegen nicht automatisch OER; sie werden nur als offizielle externe Medien eingebettet.
Hörprotokoll
Höre zuerst die offizielle Studio-/Videofassung, dann den 7"-Remix und schließlich die Livefassung. Notiere Beobachtungen.
| Parameter | Studio-/Videofassung | 7"-Remix | Livefassung |
|---|---|---|---|
| Puls und Tempoeindruck | |||
| Leadgesang | |||
| Gruppenstimmen | |||
| Bass | |||
| Drums/Programming | |||
| Keyboard | |||
| Gitarre | |||
| Dynamik | |||
| Raumklang | |||
| Formlänge | |||
| Publikumswirkung |
Quellen und Nachweise
- Wikipedia: Hangin' Tough (song) – grundlegende Werkdaten, Versionen, Charts und Credits.
- Official Charts Company – getrennte UK-Chartläufe 1989 und 1990.
- GRAMMY.com – historische Einordnung des Albums und der Boyband-Entwicklung.
- Rebecca Wallwork: New Kids on the Block's Hangin' Tough, Bloomsbury Academic, 2016, ISBN 978-1-6289-2973-7.
- Time: Fresh Faces from Beantown, 1989 – zeitgenössische Darstellung von Starrs Produktionsrolle und dem wachsenden Einfluss der Bandmitglieder.
- AllMusic – Albumcredits.
- Shazam – aufnahmebezogene Performing- und Production-Credits.
- Hooktheory, SongBPM und Musicnotes – Vergleich divergierender Tempo-, Tonart- und Arrangementangaben.
- Sony Music / Legacy Recordings – 30th Anniversary Edition.
- Offizieller YouTube-Kanal von New Kids on the Block – Musikvideo, 7"-Remix und Livefassung.
- Wikimedia Commons – Lizenznachweise der eingebetteten Fotografien.
- ↑ 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 Wikipedia: Hangin' Tough (song), Angaben zu Veröffentlichung, Credits, Versionen und Charts, abgerufen am 18.09.2026: https://en.wikipedia.org/wiki/Hangin%27_Tough_(song)
- ↑ 2,0 2,1 2,2 2,3 Shazam: Hangin' Tough – New Kids On the Block, Credits mit Donnie Wahlberg als Lead Vocal und Maurice Starr als Produzent beziehungsweise Instrumentalist, abgerufen am 18.09.2026: https://www.shazam.com/song/158803533/hangin-tough
- ↑ 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 Hooktheory: Hangin' Tough Chords and Melody, Analyse mit 4/4 und 92 BPM, abgerufen am 18.09.2026: https://www.hooktheory.com/theorytab/view/new-kids-on-the-block/hangin-tough
- ↑ 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 SongBPM: Hangin' Tough, 91 BPM und 4/4, abgerufen am 18.09.2026: https://songbpm.com/@new-kids-on-the-block/hangin-tough
- ↑ 5,0 5,1 GRAMMY.com: Jon O’Brien, How New Kids On The Block’s ‘Hangin’ Tough’ Set The Boy Band Blueprint, 2023, abgerufen am 18.09.2026: https://www.grammy.com/news/new-kids-on-the-block-hangin-tough-album-anniversary-boy-band-blueprint/
- ↑ 6,0 6,1 6,2 6,3 Tom Breihan: The Number Ones: New Kids On The Block’s “Hangin’ Tough”, Stereogum, 11.08.2021, abgerufen am 18.09.2026: https://stereogum.com/2156612/the-number-ones-new-kids-on-the-blocks-hangin-tough/columns/the-number-ones
- ↑ 7,0 7,1 Time: Music: Fresh Faces from Beantown, 1989, abgerufen am 18.09.2026: https://time.com/archive/6703896/music-fresh-faces-from-beantown/
- ↑ 8,0 8,1 WTOP News: Interview mit Joey McIntyre, 26.04.2024; McIntyre beschreibt Hangin’ Tough als ursprünglich an eine Celtics-Hymne angelehnt, abgerufen am 18.09.2026: https://wtop.com/entertainment/2024/04/joey-mcintyre-joins-wtop-as-new-kids-on-the-block-tickets-go-on-sale-for-august-at-merriweather/
- ↑ 9,0 9,1 Rebecca Wallwork: New Kids on the Block's Hangin' Tough, Bloomsbury Academic, 2016, ISBN 978-1-6289-2973-7. Buchbeschreibung und Verlagsangaben: https://www.bloomsbury.com/us/new-kids-on-the-blocks-hangin-tough-9781628929737/
- ↑ 10,0 10,1 10,2 AllMusic: Hangin' Tough – New Kids on the Block, Albumcredits mit Maurice Starr als Arranger, Producer, Engineer, Mixing und Multi Instruments sowie Danny Wood als Programming/Engineer, abgerufen am 18.09.2026: https://www.allmusic.com/album/hangin-tough-mw0000200429
- ↑ 11,0 11,1 Musicnotes: Hangin' Tough – Piano/Vocal/Guitar arrangement, Metronomangabe etwa 95 BPM, publizierte Tonart C-Dur; abgerufen am 18.09.2026: https://www.musicnotes.com/sheetmusic/new-kids-on-the-block/hangin-tough/MN0143685
- ↑ IMDb: New Kids on the Block: Hangin' Tough – Full Cast & Crew, Doug Nichol als Director, abgerufen am 18.09.2026: https://www.imdb.com/title/tt7188032/fullcredits/
- ↑ Trackify: Hangin' Tough - from Hangin' Tough Live, Dauer 8:03; abgerufen am 18.09.2026: https://trackify.am/track/4NQKK3emQoHoG76wlg6p6z/tempo
- ↑ Billboard Hot 100, Woche bis 09.09.1989: Hangin' Tough auf Platz 1; historischer Chartabdruck, abgerufen am 18.09.2026.
- ↑ Official Charts Company: HANGIN' TOUGH – New Kids on the Block, erste Chartphase 1989, Peak 52, abgerufen am 18.09.2026: https://www.officialcharts.com/songs/new-kids-on-the-block-hangin-tough/
- ↑ Official Charts Company: HANGIN' TOUGH {1990} – New Kids on the Block, Peak 1, zwei Wochen auf Platz 1, abgerufen am 18.09.2026: https://www.officialcharts.com/songs/new-kids-on-the-block-hangin-tough-1990/
- ↑ Sony Music / Legacy Recordings: Pressemitteilung zur Hangin' Tough 30th Anniversary Edition, 2018/2019, abgerufen am 18.09.2026: https://www.legacyrecordings.com/2018/11/28/new-kids-on-the-block-set-special-30th-anniversary-edition-of-breakout-album-hangin-tough-for-release-on-march-8/
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wer schrieb und produzierte „Hangin’ Tough“? (Maurice Starr) (!Donnie Wahlberg) (!Phil Greene) (!Doug Nichol)
Wer singt auf der Aufnahme den Leadgesang? (Donnie Wahlberg) (!Joey McIntyre) (!Jonathan Knight) (!Maurice Starr)
Welches Solo ist für die Albumfassung belegt? (Keyboard-Solo) (!Saxofon-Solo) (!Trompeten-Solo) (!Cello-Solo)
Welches Solo ist für den verbreiteten 7"-Remix belegt? (Gitarrensolo) (!Flötensolo) (!Violinsolo) (!Posaunensolo)
In welchem Takt steht die Aufnahme nach übereinstimmenden Analysedaten? (4/4-Takt) (!3/4-Takt) (!5/4-Takt) (!7/8-Takt)
In welchem Tempobereich liegt die Studioaufnahme ungefähr? (90 bis 92 BPM) (!45 bis 50 BPM) (!130 bis 140 BPM) (!180 bis 190 BPM)
Welche US-Chartposition erreichte „Hangin’ Tough“ 1989? (Platz 1) (!Platz 12) (!Platz 27) (!Platz 52)
Welche Position erreichte die erste UK-Chartphase 1989? (Platz 52) (!Platz 1) (!Platz 7) (!Platz 19)
Was geschah mit der britischen Wiederveröffentlichung Anfang 1990? (Sie erreichte Platz 1) (!Sie kam nicht in die Charts) (!Sie erreichte nur Platz 80) (!Sie erschien ausschließlich als Instrumentalstück)
Wofür werden die Score-Beispiele in diesem aiMOOC verwendet? (Für kurze neu geschaffene Analysebeispiele) (!Für die vollständige Originalpartitur) (!Für den vollständigen Liedtext) (!Für eine Kopie der Originalmelodie)
Memory
| Maurice Starr | Songwriting und Produktion |
| Donnie Wahlberg | Leadgesang |
| Albumfassung | Keyboard-Solo |
| Sieben-Zoll-Remix | Gitarrensolo |
| Vierertakt | Metrische Grundlage |
| Backbeat | Akzentwirkung auf zwei und vier |
| Ruf-Antwort | Wechsel zwischen Lead und Gruppe |
| Boston Celtics | Überlieferte Sporthymnen-Idee |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Albumfassung | Keyboard-Solo |
| Sieben-Zoll-Remix | Gitarrensolo |
| Donnie Wahlberg | Leadgesang |
| Maurice Starr | Songwriting und Produktion |
| Livefassung | Publikumsinteraktion |
Kreuzworträtsel
| Starr | Wie lautet der Nachname des Songwriters und Produzenten? |
| Donnie | Wie lautet der Vorname des Leadsängers dieser Aufnahme? |
| Remix | Wie nennt man eine neu gemischte Fassung eines bestehenden Tracks? |
| Backbeat | Wie heißt die typische Akzentwirkung auf den geraden Zählzeiten? |
| Boston | In welcher US-Stadt ist die Geschichte der Gruppe stark verwurzelt? |
| Refrain | Wie heißt der wiederkehrende Hauptabschnitt eines Popsongs? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Hörprotokoll: Höre das offizielle Video und notiere fünf Klangereignisse, die den Groove verstärken.
- Formanalyse: Markiere beim Hören Intro, Strophe, Haupt-Hook, Instrumentalteil und Outro mit Zeitangaben.
- Textparaphrase: Schreibe in eigenen deutschen Worten eine kurze Inhaltsangabe des Songs, ohne einzelne Liedzeilen zu übersetzen oder zu kopieren.
- Medienanalyse: Wähle ein frei lizenziertes Bild aus dem aiMOOC und erkläre, welche Aussage über Bühnenpräsenz oder Popkultur es unterstützt.
Standard
- Versionsvergleich: Vergleiche Albumfassung und 7"-Remix. Beschreibe mindestens vier hörbare Unterschiede und ordne sie Rhythmus, Klangfarbe, Form oder Dynamik zu.
- Produktion: Erstelle in einer DAW einen eigenen acht Takte langen Groove bei ungefähr 92 BPM. Verwende nur selbst erzeugte oder frei lizenzierte Klänge und imitiere nicht die Originalmelodie.
- Quellenkritik: Vergleiche die Tonartangaben von Hooktheory, SongBPM und Musicnotes. Erkläre drei mögliche Ursachen für die Unterschiede.
- Musikvideo: Analysiere eine Minute des offiziellen Videos hinsichtlich Schnitt, Choreografie, Körpersprache und Beziehung zwischen Bildakzenten und Beat.
Schwer
- Aufnahmegeschichte: Untersuche die unterschiedlichen Credits zu Maurice Starr und Phil Greene. Formuliere eine quellenkritische Darstellung, die beide Beleglagen sauber trennt.
- Popgeschichte: Vergleiche Hangin’ Tough mit einem späteren Boyband-Titel Deiner Wahl. Untersuche Gruppenrollen, Hook, Choreografie, Produktion und Zielgruppenansprache, ohne ein Qualitätsranking zu erstellen.
- Remixforschung: Erkläre, wie der Wechsel von Keyboard-Solo zu Gitarrensolo die Genre-Wahrnehmung verändern kann. Beziehe mindestens zwei selbst gewählte Fachbegriffe aus Arrangement und Klangfarbe ein.
- Forschungsprojekt: Prüfe die überlieferte Celtics-Entstehungsgeschichte anhand mindestens drei unabhängiger Quellen. Trenne Primäräußerungen von späteren journalistischen Darstellungen und dokumentiere Unsicherheiten.


Lernkontrolle
- Transfer Groove: Du sollst einen neuen Popsong mit ähnlich „hymnischer“ Wirkung produzieren, darfst aber weder Melodie noch Text von Hangin’ Tough übernehmen. Erkläre, welche drei allgemeinen Gestaltungsmittel Du übertragen würdest und warum.
- Quellenbewertung: Eine Datenbank nennt eine Tonart, eine zweite nennt eine andere. Entwickle ein Verfahren, mit dem Du entscheidest, welche Aussage für Deine Analyse brauchbarer ist.
- Remixentscheidung: Ein Produzent ersetzt in einem Poptrack ein Keyboard-Solo durch eine E-Gitarre. Erkläre, welche Veränderungen bei Genre-Eindruck, Zielgruppe und Energie möglich sind.
- Live versus Studio: Begründe, warum eine achtminütige Livefassung nicht nur als „längere Version“ der Studioaufnahme behandelt werden sollte.
- Text und Performance: Erkläre, wie eine Botschaft von Durchhaltevermögen durch Rhythmus, Gruppenrufe und Körpersprache verstärkt werden kann, selbst wenn der vollständige Text unbekannt ist.
- Historischer Kontext: Ordne die Mischung aus programmiertem Beat, R&B-/Funk-Einflüssen, Rockgeste und Boyband-Inszenierung in die Popkultur der späten 1980er Jahre ein.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du
- die wichtigsten Werkdaten und Credits korrekt zuordnen kannst,
- mindestens drei belegte Besonderheiten der konkreten Aufnahme benennst,
- Albumfassung, 7"-Remix und Livefassung sinnvoll unterscheiden kannst,
- Rhythmus, Gesang, Instrumentierung, Arrangement, Produktion und Form mit Fachbegriffen beschreibst,
- die zentrale Textbotschaft sinngemäß erschließt, ohne geschützte Lyrics vollständig wiederzugeben,
- Quellenwidersprüche erkennst und transparent darstellst,
- historische Rezeption und Chartverlauf zeitlich korrekt einordnest,
- zwischen frei lizenzierten Commons-Medien und lediglich eingebetteten offiziellen YouTube-Inhalten unterscheidest,
- eigene musikalische Beispiele als Eigenkompositionen kennzeichnest,
- eine begründete Höranalyse mit überprüfbaren Beobachtungen verbindest.
OERs zum Thema
Wikipedia-Artikel zum Song:
Weitere frei nutzbare Medien findest Du in der Wikimedia-Commons-Kategorie New Kids on the Block. Prüfe bei jeder Datei die konkrete Lizenz auf der Dateiseite.
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