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Nachhaltig arbeiten im Ausbildungsbetrieb – Umweltaussagen kritisch prüfen

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Nachhaltig arbeiten im Ausbildungsbetrieb – Umweltaussagen kritisch prüfen

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Nachhaltig arbeiten im Ausbildungsbetrieb – Umweltaussagen kritisch prüfen

Zielgruppe: Auszubildende aller Fachrichtungen Kurzbeschreibung: Du prüfst Umweltaussagen im Ausbildungsbetrieb auf klare Systemgrenzen, belastbare Nachweise und mögliche Irreführung. Du arbeitest mit einem fiktiven Betriebsfall, kurzen Medienimpulsen und konkreten Freigabeentscheidungen. Wichtig: Für diesen Kurs musst Du nichts hochladen und kein externes KI-System nutzen. Nutze bei Praxisaufgaben nur öffentlich zugängliche oder für den Unterricht freigegebene Informationen und keine Betriebsgeheimnisse.

Abbildung: Das internationale Recyclingzeichen sagt zunächst nur etwas über Recycling aus. Es ist kein pauschaler Beleg dafür, dass ein Produkt insgesamt „umweltfreundlich“ ist. Quelle und Rechte: Wikimedia Commons, Public Domain.


Einleitung

Umweltaussagen begegnen Dir in Einkauf, Verkauf, Logistik, Produktion und Marketing: „grün“, „recycelt“, „klimafreundlich“ oder „nachhaltig“. Solche Aussagen können hilfreich sein – aber nur, wenn klar ist, was genau behauptet wird, worauf sich die Aussage bezieht und womit sie belegt wird.

Dein Prüfweg im Kurs: Aussage → Systemgrenze → Nachweis → Vergleich → Freigabeentscheidung.

Videofall: „Green Claims – Measures against misleading environmental claims“, Europäische Kommission, 1:24 min. Beobachte, welche Probleme bei vagen oder unbelegten Umweltaussagen genannt werden.


Lerneinheit 1: Was ist eine Umweltaussage?

Nach § 2 UWG kann eine Umweltaussage durch Text, Bild, Grafik, Symbol, Produktname oder andere Darstellungen entstehen. Entscheidend ist, ob der Eindruck vermittelt wird, ein Produkt, eine Marke oder ein Unternehmen habe positive, keine oder geringere Umweltwirkungen.

Schnellcheck:

  1. Aussage: Was wird wörtlich oder bildlich behauptet?
  2. Bezug: Geht es um das ganze Produkt, nur die Verpackung, einen Standort oder einen einzelnen Prozess?
  3. Nachweis: Gibt es belastbare, aktuelle und überprüfbare Belege?
  4. Relevanz: Ist der beworbene Vorteil wirklich besonders oder nur eine Selbstverständlichkeit?

Fachquelle: § 2 UWG – Begriffsbestimmungen


Lerneinheit 2: Systemgrenzen sichtbar machen

Eine Systemgrenze legt fest, welche Schritte einer Betrachtung eingeschlossen und welche ausgeschlossen sind. Eine Aussage kann sachlich richtig und trotzdem irreführend wirken, wenn nur ein günstiger Teil des Lebenszyklus betrachtet wird.

Abbildung: Beispielhafte Stufen einer Lebenszyklusbetrachtung. Quelle: MtW17, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

Lebenszyklusbereich Typische Prüffrage
Rohstoffe Welche Materialien werden eingesetzt und woher stammen sie?
Herstellung Welche Energie, Hilfsstoffe und Emissionen entstehen?
Transport Welche Wege und Verkehrsmittel gehören zur Aussage?
Nutzung Welche Umweltwirkungen entstehen während der Verwendung?
Ende des Lebenswegs Was geschieht bei Wiederverwendung, Recycling oder Entsorgung?

Merksatz: Ein kleiner Systemausschnitt darf nicht so dargestellt werden, als beschreibe er automatisch das ganze Produkt.


Lerneinheit 3: Gute Nachweise erkennen

Ein brauchbarer Nachweis muss zur Aussage passen. Ein Prüfbericht über den Stromverbrauch eines Standorts belegt zum Beispiel nicht automatisch die Umweltleistung des gesamten Produkts.

Prüfkriterium Gute Frage im Betrieb
Gegenstand Belegt das Dokument genau die beworbene Eigenschaft?
Systemgrenze Welche Prozessschritte sind einbezogen?
Methode Wie wurden Daten erhoben oder berechnet?
Zeitraum Sind die Daten aktuell und auf einen klaren Zeitraum bezogen?
Vergleich Wird mit derselben Bezugsgröße verglichen?
Unabhängigkeit Stammt die Prüfung nur vom Anbieter oder von einer unabhängigen Stelle?

Abbildung: Blauer Engel. Das staatliche Umweltzeichen arbeitet mit produktspezifischen Vergabekriterien. Dateiquelle: Wikimedia Commons; dort als Public-Domain-Textlogo gekennzeichnet, zusätzlich markenrechtlicher Hinweis.

Medienimpuls: „40 Jahre Blauer Engel“, offizieller Kanal Umweltzeichen Blauer Engel. Prüfe beim Anschauen: Wer steht hinter dem Zeichen und wie unterscheidet es sich von einem frei erfundenen Werbelogo?

Abbildung: EU Ecolabel. Quelle: Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Ein anerkanntes Umweltzeichen ersetzt dennoch nicht die Prüfung, ob die konkrete Werbeaussage wirklich zum ausgezeichneten Merkmal passt.


Lerneinheit 4: Wann wird eine Aussage problematisch?

Seit dem 27. September 2026 gelten in Deutschland verschärfte Regeln zu Umweltaussagen. Unter anderem sind nach dem UWG problematisch oder unzulässig:

  1. Allgemeine Umweltaussagen wie „umweltfreundlich“, wenn keine dafür anerkannte hervorragende Umweltleistung nachgewiesen werden kann.
  2. Zu weite Aussagen, wenn nur ein Teilaspekt belegt ist, die Werbung aber das ganze Produkt oder Unternehmen erfasst.
  3. Kompensationsbasierte Klimaaussagen zu einem Produkt, wenn Neutralität, Verringerung oder positive Wirkung allein auf dem Ausgleich von Treibhausgasemissionen außerhalb der Wertschöpfungskette beruht.
  4. Zukunftsaussagen ohne klare, objektive, öffentlich einsehbare und überprüfbare Verpflichtungen mit messbaren, zeitgebundenen Zielen und unabhängiger externer Überprüfung.

Fachquellen:

  1. Anhang zum UWG – unzulässige geschäftliche Handlungen
  2. § 5 UWG – irreführende geschäftliche Handlungen
  3. Richtlinie EU 2024/825
  4. BMUKN: Neue Regeln gegen Greenwashing, 25.09.2026


Kurzcheck: Greenwashing-Muster

Das Umweltbundesamt nennt typische Warnsignale: vage Begriffe, Label-Imitate, nur teilweise betrachtete Umweltvorteile, fehlende Nachweise und die werbliche Betonung von Selbstverständlichkeiten.

Quelle: Umweltbundesamt: Valide Umweltaussage oder Greenwashing?


Ausbildungsfall: NordWerk GmbH

Alle folgenden Betriebsdaten sind fiktiv. Du arbeitest in der fiktiven NordWerk GmbH. Für die neue Versandbox „EcoBox 24“ soll eine Werbegrafik freigegeben werden.

Entwurf der Werbeaussage: „100 % umweltfreundlich – klimaneutral – aus Recyclingmaterial.“

Information aus der fiktiven Produktakte Wert
Masse Vorgängerbox 200 g
Masse EcoBox 24 160 g
Anteil recycelter Papierfasern am Kartonanteil 70 %
Frischfaseranteil am Kartonanteil 30 %
Klebstoff und Etikett im 70-%-Faserwert nicht enthalten
Strom am letzten Verarbeitungsstandort laut Lieferant vertraglich 100 % aus erneuerbaren Quellen
Energie der Papierherstellung nicht dokumentiert
Transportweg neuer Lieferant 780 km
Transportweg alter Lieferant 120 km
Treibhausgasberechnung berücksichtigt Kartonherstellung und Endverarbeitung, aber nicht Transport und Entsorgung
Ausgleich verbleibende berechnete Emissionen werden über externe Zertifikate kompensiert
Umweltzeichen kein unabhängiges Umweltzeichen für diese Box
„GreenLeaf Approved“ frei erfundenes Eigenlogo der fiktiven NordWerk GmbH

Abbildung: Treibhausgasemissionen entstehen in unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen. Für eine belastbare Klimaaussage muss klar sein, welche Emissionsquellen tatsächlich in der Berechnung liegen. Quelle: Efbrazil, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.


Deine erste Freigabeentscheidung

Nicht freigeben: „100 % umweltfreundlich“. Die Aussage ist sehr allgemein, die Akte weist keine anerkannte hervorragende Umweltleistung für die gesamte Aussage nach.

Nicht freigeben: „klimaneutral“, wenn diese Produkteigenschaft nur durch externe Kompensation begründet wird.

Nicht freigeben: „aus Recyclingmaterial“, wenn dadurch der Eindruck entsteht, die komplette Box bestehe aus Recyclingmaterial.

Mögliche präzise Aussagen nach interner Belegprüfung: „20 % weniger Kartonmasse als die Vorgängerbox“ oder „70 % recycelte Papierfasern im Kartonanteil“. Beide Aussagen begrenzen Gegenstand und Bezugsgröße deutlich.


Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall

Hilfe 1 – Aussage markieren: Unterstreiche zuerst Wörter wie „100 %“, „klimaneutral“, „Recyclingmaterial“ und „umweltfreundlich“.

Hilfe 2 – Systemgrenze ziehen: Schreibe hinter jedes markierte Wort, ob es sich auf Material, Herstellung, Transport, Nutzung, Entsorgung oder das ganze Produkt bezieht.

Hilfe 3 – Belegtest: Frage zu jeder Aussage: „Welches konkrete Dokument beweist genau diese Aussage – und welche Teile bleiben außerhalb des Nachweises?“


Basisaufgabe mit Rückmeldung

Aufgabe: Berechne die Materialminderung der EcoBox 24 gegenüber der Vorgängerbox.

Begründete Rückmeldung: 200 g − 160 g = 40 g. 40 g von 200 g entsprechen 20 %. Die Aussage „20 % weniger Kartonmasse als die Vorgängerbox“ ist deshalb mit den fiktiven Massedaten grundsätzlich prüfbar. Sie sagt aber noch nichts über die gesamte Umweltwirkung aus.


Anwendungsaufgabe mit Rückmeldung

Aufgabe: Entscheide, ob „100 % erneuerbare Energie“ auf die gesamte EcoBox 24 geschrieben werden sollte.

Begründete Rückmeldung: Nein. Der Nachweis betrifft nur den Strom am letzten Verarbeitungsstandort. Die Energie der Papierherstellung ist nicht dokumentiert. Eine korrekte Aussage müsste die Systemgrenze sichtbar machen, zum Beispiel „Strom am Endverarbeitungsstandort laut Lieferant aus erneuerbaren Quellen“.


Transferaufgabe mit Rückmeldung

Aufgabe: Formuliere aus den fiktiven Daten eine kurze Werbeaussage, die transparent und überprüfbar bleibt.

Beispiel mit Begründung: „20 % weniger Kartonmasse als unser Vorgängermodell NW-23; 160 g statt 200 g pro Box.“ Die Aussage nennt Vergleichsobjekt, Messgröße und Werte. Sie vermeidet eine unbelegte Gesamtbewertung wie „umweltfreundlicher“.


Medien- und Quellencheck

Die hier verwendeten Wikimedia-Commons-Dateien wurden über ihre Dateibeschreibungsseiten auf Quelle und Lizenz geprüft. Bei YouTube werden nur vorhandene Videos über den offiziellen Einbettungsplayer verlinkt; es wird keine Kopie angelegt oder hochgeladen.

  1. Recycling symbol.svg – Public Domain
  2. Example Life Cycle Assessment Stages diagram.png – CC BY-SA 4.0
  3. Logo Blauer Engel 02.svg – Dateihinweis Public Domain; Markenhinweis beachten
  4. EU Ecolabel Logo usage.svg – CC BY-SA 4.0
  5. Greenhouse Gas Emissions by Economic Sector.svg – CC BY-SA 4.0
  6. Europäische Kommission: Green Claims
  7. Umweltzeichen Blauer Engel: 40 Jahre Blauer Engel

Fachstand des Kurses: 04.10.2026.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt eine Systemgrenze bei einer Umweltbewertung? (Sie legt fest welche Prozesse und Lebenszyklusabschnitte einbezogen werden) (!Sie legt nur die Farbe eines Umweltzeichens fest) (!Sie ersetzt jeden Nachweis) (!Sie beschreibt nur den Verkaufspreis)




Was ist bei der Aussage umweltfreundlich ohne nähere Spezifizierung besonders kritisch? (Sie ist eine allgemeine Umweltaussage und benötigt einen passenden anerkannten Nachweis) (!Sie ist immer erlaubt sobald die Verpackung grün gestaltet ist) (!Sie ist automatisch richtig wenn ein Unternehmen sie selbst bestätigt) (!Sie betrifft ausschließlich den Preis)




Welche Aussage passt am besten zu einem belegten Recyclingfaseranteil von 70 Prozent im Kartonanteil? (70 Prozent recycelte Papierfasern im Kartonanteil) (!Die gesamte Box besteht zu 100 Prozent aus Recyclingmaterial) (!Die Box ist vollständig kreislauffähig) (!Die Box verursacht keine Umweltwirkungen)




Wie ist eine produktbezogene Aussage klimaneutral zu bewerten wenn sie allein auf externer Treibhausgaskompensation beruht? (Sie ist nach den neuen Regeln unzulässig) (!Sie ist ohne weitere Prüfung immer zulässig) (!Sie wird durch ein selbst erfundenes Siegel zulässig) (!Sie ist nur bei grüner Verpackung zulässig)




Was braucht eine Aussage über eine künftige Umweltleistung? (Klare überprüfbare Verpflichtungen mit messbaren zeitgebundenen Zielen und unabhängiger Prüfung) (!Nur ein unverbindliches Versprechen) (!Nur ein grünes Logo) (!Nur eine interne E-Mail)




Was macht einen Nachweis für eine konkrete Umweltaussage besonders brauchbar? (Er passt zu Aussage Systemgrenze Zeitraum und Bezugsgröße) (!Er behandelt irgendein Umweltthema) (!Er ist möglichst werblich formuliert) (!Er enthält keine Methode)




Warum kann ein Umweltzeichen hilfreicher sein als ein frei erfundenes Eigenlogo? (Weil anerkannte Zeichen transparente Kriterien und geregelte Prüfverfahren haben können) (!Weil jedes Logo automatisch staatlich geprüft ist) (!Weil die Farbe Blau eine Umweltleistung beweist) (!Weil Eigenlogos gesetzlich immer verboten sind)




Kann auch ein Bild oder Symbol eine Umweltaussage vermitteln? (Ja auch bildliche und symbolische Darstellungen können einen Umwelteindruck erzeugen) (!Nein nur vollständige Sätze zählen) (!Nein Bilder sind rechtlich immer bedeutungslos) (!Nein nur Preisangaben können werblich wirken)




Was solltest Du tun wenn eine Berechnung den Transport ausschließt die Werbung aber das gesamte Produkt bewertet? (Die Systemgrenze offenlegen und die Aussage auf den belegten Bereich begrenzen) (!Die Berechnung geheim halten) (!Den Transport ohne Daten als emissionsfrei ansetzen) (!Die Aussage noch allgemeiner formulieren)




Was ist im Ausbildungsbetrieb der sinnvollste erste Schritt vor der Freigabe einer Umweltaussage? (Genauen Wortlaut Systemgrenze und Nachweis gemeinsam prüfen) (!Die Aussage sofort veröffentlichen) (!Ein eigenes Umweltlogo entwerfen) (!Nur die Schriftfarbe ändern)





Memory

Systemgrenze Umfang der einbezogenen Prozesse
Nachweis überprüfbarer Beleg für eine Aussage
Greenwashing grüner Eindruck ohne angemessene Grundlage
Lebenszyklus Weg von Rohstoff bis Lebensende
Kompensation Ausgleich von Emissionen außerhalb des betrachteten Produkts
Umweltzeichen Kennzeichnung nach festgelegten Kriterien





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Systemgrenze legt den Umfang der betrachteten Prozesse fest
Nachweis belegt eine konkrete Aussage
Bezugsgröße macht Vergleiche nachvollziehbar
Lebenszyklus verbindet Rohstoff Herstellung Nutzung und Lebensende
Irreführung kann durch zu weite oder unbelegte Aussagen entstehen





Entscheidungssituation: Werbeaussagen freigeben

Ordne die passende Entscheidung zu. Situation
Freigeben 20 Prozent weniger Kartonmasse als das klar benannte Vorgängermodell und durch Messdaten belegt
Ablehnen klimaneutral ausschließlich wegen externer Kompensation
Eingrenzen 100 Prozent erneuerbare Energie obwohl nur der letzte Verarbeitungsstandort belegt ist
Nachfordern umweltfreundlich ohne passenden anerkannten Nachweis
Prüfen unbekanntes Nachhaltigkeitssiegel ohne öffentlich nachvollziehbares Zertifizierungssystem





Kreuzworträtsel

Systemgrenze Wie heißt der festgelegte Umfang einer Umweltbetrachtung?
Nachweis Wie heißt ein überprüfbarer Beleg für eine Werbeaussage?
Greenwashing Wie nennt man einen grünen Eindruck ohne angemessene Grundlage?
Lebenszyklus Welcher Begriff umfasst Rohstoff Herstellung Nutzung und Lebensende?
Kompensation Wie heißt der Ausgleich von Treibhausgasemissionen an anderer Stelle?
Umweltzeichen Wie heißt eine Kennzeichnung für geprüfte Umweltkriterien?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine

legt fest, welche Prozesse in einer Umweltbetrachtung enthalten sind.
Ein belastbarer Werbesatz braucht einen passenden

.
Eine Aussage über das ganze Produkt darf nicht nur auf einem kleinen

beruhen.
Die Betrachtung von Rohstoff bis Lebensende wird als

bezeichnet.
Ein selbst gestaltetes Logo ist nicht automatisch ein unabhängiges

.
Eine produktbezogene Klimaaussage darf nicht allein auf externer

beruhen.
Ein fairer Vergleich braucht eine klar definierte

.
Vage oder übertriebene Umweltwerbung kann als

wahrgenommen werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Claim-Suche: Finde in einem Prospekt, Onlineshop oder betrieblichen Werbemittel drei Umweltaussagen und notiere jeweils den genauen Wortlaut. Kein Upload erforderlich.
  2. Systemgrenze markieren: Ordne beim fiktiven EcoBox-Fall jede Aussage einem Bereich wie Material, Herstellung, Transport oder Gesamtprodukt zu.
  3. Siegelcheck: Vergleiche Blauen Engel und ein selbst erfundenes Werbelogo anhand von Herausgeber, Kriterien und Prüfbarkeit.
  4. Werbesatz verbessern: Formuliere „umweltfreundliche Verpackung“ so um, dass eine konkrete messbare Eigenschaft genannt wird.


Standard

  1. Nachweisprüfung: Entwickle eine Checkliste mit fünf Fragen, die Du vor der Freigabe einer Umweltaussage im Betrieb stellen würdest.
  2. Rollenspiel: Spiele ein zweiminütiges Gespräch zwischen Einkauf und Marketing, in dem ein zu weiter Claim sachlich eingegrenzt wird.
  3. Medienanalyse: Sieh den kurzen Green-Claims-Clip der Europäischen Kommission an und ordne drei Aussagen daraus den Kategorien Problem, Nachweis und Verbraucherinformation zu.
  4. Produktakte: Erstelle aus den fiktiven EcoBox-Daten eine einseitige Freigabenotiz mit freigeben, ändern oder ablehnen und jeweils einer Begründung.


Schwer

  1. Betriebliche Richtlinie: Entwirf sechs Regeln für Umweltaussagen in Deinem Ausbildungsbetrieb, ohne interne oder vertrauliche Daten zu verwenden.
  2. Interview: Befrage nach Erlaubnis eine Person aus Einkauf, Qualität, Nachhaltigkeit oder Marketing dazu, wie Nachweise geprüft werden. Dokumentiere nur freigegebene Inhalte.
  3. Exkursion: Untersuche in einem Geschäft oder öffentlich zugänglichen Onlineshop zehn Umweltclaims und entwickle eine Typologie der häufigsten Systemgrenzen.
  4. Transferprojekt: Entwickle für ein fiktives Produkt drei zulässige präzise Umweltaussagen und drei problematische Varianten. Begründe jede Entscheidung mit Systemgrenze und Nachweis.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Grenzen erkennen: Ein Lieferant belegt ausschließlich erneuerbaren Strom im Montagewerk. Beurteile, welche Aussage daraus für das Gesamtprodukt zulässig erscheint und welche nicht.
  2. Vergleich prüfen: Zwei Produkte werben mit „30 Prozent weniger CO2“. Entwickle mindestens vier Informationen, die Du für einen fairen Vergleich zusätzlich brauchst.
  3. Siegel bewerten: Ein neues Eigenlogo trägt die Aufschrift „Eco geprüft“. Erkläre, welche Informationen fehlen, bevor Du dem Zeichen vertraust.
  4. Zielversprechen beurteilen: Ein Unternehmen wirbt mit „Bis 2030 komplett nachhaltig“. Formuliere die Nachweise und Planangaben, die für eine belastbare Zukunftsaussage erforderlich wären.
  5. Fiktiven Fall lösen: Entscheide beim EcoBox-Fall, welche zwei Aussagen am ehesten freigegeben werden können, und begründe Deine Wahl.
  6. Transfer: Übertrage den Fünf-Schritt-Prüfweg Aussage → Systemgrenze → Nachweis → Vergleich → Freigabe auf eine andere Produkt- oder Dienstleistungswerbung.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Begriffe kennst, sondern eine reale oder fiktive Umweltaussage nachvollziehbar prüfen kannst.

  1. Umweltaussage erfassen: Den genauen Wortlaut oder die bildliche Botschaft erkennen.
  2. Systemgrenze bestimmen: Klar benennen, welche Lebenszyklusabschnitte und Produktteile einbezogen sind.
  3. Nachweis bewerten: Relevanz, Aktualität, Methode, Bezugsgröße und Prüfbarkeit untersuchen.
  4. Irreführungsrisiko beurteilen: Allgemeine, zu weite, kompensationsbasierte oder unbelegte Aussagen erkennen.
  5. Freigabe begründen: Aussage freigeben, eingrenzen, Nachweise nachfordern oder ablehnen und die Entscheidung fachlich begründen.
  6. Transfer leisten: Den Prüfweg auf einen neuen Ausbildungs- oder Betriebsfall anwenden.




OERs zum Thema

Wikipedia: Greenwashing

Weitere überprüfbare Fachquellen:

  1. Umweltbundesamt: Valide Umweltaussage oder Greenwashing?
  2. Umweltbundesamt: Studie zu glaubwürdiger produktbezogener Umweltinformation
  3. Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb
  4. Richtlinie EU 2024/825
  5. Europäische Kommission: Green Claims



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