Moderne Skulpturen aus geschmiedetem Stahl - Schmied


Moderne Skulpturen aus geschmiedetem Stahl - Schmied
Einleitung
Moderne Skulpturen aus geschmiedetem Stahl - Schmied verbindet handwerkliche Metallgestaltung mit freier künstlerischer Formfindung. Du lernst, wie aus Stabstahl, Flachstahl, Profilen oder massiven Rohlingen durch Schmieden, Fügen und Oberflächenbehandlung eine eigenständige Skulptur entsteht. Im Mittelpunkt stehen fachgerechte Arbeitsplanung, sichere Umformverfahren, bewusste Gestaltung und die Beurteilung der fertigen Arbeit.
Geschmiedete Skulpturen unterscheiden sich von rein geschweißten oder aus Blechen zusammengesetzten Metallplastiken dadurch, dass wesentliche Formen durch plastisches Umformen des Werkstoffs erzeugt werden. Hammerschläge, Gesenke, Dorne und Maschinen hinterlassen Spuren, die als sichtbare Gestaltungsmittel erhalten bleiben können. Eine moderne Arbeit darf traditionelle Techniken wie Feuerschweißen, Nieten oder Bundverbindungen mit zeitgemäßen Verfahren wie Lichtbogenschweißen, Plasmaschneiden oder computergestützter Planung verbinden.

Das abgebildete Baumobjekt zeigt, wie geschmiedeter Stahl und nichtrostender Stahl zu einer organisch wirkenden Großform verbunden werden können. Achte auf die Verzweigungen, die unterschiedlichen Querschnitte und den Wechsel zwischen Masse und Zwischenraum.
Berufsbezug: Schmied und Metallgestaltung
Die traditionelle Bezeichnung Schmied wird im Handwerk weiterhin verwendet. Der entsprechende anerkannte Ausbildungsberuf in Deutschland ist heute Metallbauer/in, Fachrichtung Metallgestaltung. In diesem Beruf planst und fertigst Du unter anderem Gitter, Tore, Geländer, Leuchten, Beschläge, Grabzeichen, Kunstobjekte und plastische Arbeiten aus Metall.
Für eine moderne Stahlskulptur brauchst Du Kompetenzen aus mehreren Bereichen:
- Entwurf: Idee, Aussage, Form, Proportion, Rhythmus und Standort entwickeln
- Technische Zeichnung: Maße, Ansichten, Schnitte und Verbindungen festlegen
- Werkstoffkunde: geeignete Stähle, Halbzeuge und Oberflächen auswählen
- Fertigungstechnik: Schmieden, Trennen, Fügen, Richten und Nacharbeiten
- Arbeitsschutz: Gefährdungen beurteilen und Schutzmaßnahmen einhalten
- Qualitätssicherung: Form, Verbindung, Standfestigkeit und Oberfläche prüfen

Gestalterische Grundlagen moderner Stahlskulpturen
Eine Skulptur wirkt nicht nur durch ihre äußere Kontur. Entscheidend sind auch Volumen, Negativraum, Richtung, Schwerpunkt, Oberfläche und die Beziehung zum Standort. Eine lang gestreckte Form kann Bewegung ausdrücken, eine kompakte Form dagegen Ruhe und Masse. Wiederholte Schmiedeelemente erzeugen Rhythmus, während gezielte Brüche oder Richtungswechsel Spannung schaffen.
Vor der Fertigung entstehen meist Skizzen, Materialproben und eine Maquette. Eine Maquette ist ein kleines dreidimensionales Modell. Mit ihr kannst Du prüfen, ob Proportionen, Blickrichtungen und Standfläche funktionieren. Bei einer Außenskulptur müssen zusätzlich Umgebung, Licht, Witterung, Abstand zum Publikum und mögliche Berührung berücksichtigt werden.

Die Blacksmiths Needle ist eine gemeinschaftlich geschaffene Skulptur aus geschmiedetem Stahl. Einzelne Elemente wurden bei öffentlichen Schmiedetreffen hergestellt und zu einer hohen Gesamtform verbunden. Das Beispiel eignet sich, um Modulbauweise, gemeinschaftliche Fertigung und eine thematisch gebundene Formensprache zu untersuchen.
Bei modernen Arbeiten kann geschmiedeter Stahl mit Stein, Glas, Holz oder anderen Metallen kombiniert werden. Dabei müssen konstruktive Verträglichkeit, unterschiedliche Wärmeausdehnung, Kontaktkorrosion und die sichere Befestigung der Materialien beachtet werden.
Werkstoff Stahl
Stahl ist überwiegend eine Eisen-Kohlenstoff-Legierung. Seine Eigenschaften hängen unter anderem vom Kohlenstoffgehalt, von Legierungselementen und vom Wärmebehandlungszustand ab. Für frei geschmiedete Übungs- und Gestaltungsarbeiten werden häufig gut umformbare, niedrig bis mäßig kohlenstoffhaltige Stähle verwendet. Die genaue Werkstoffwahl muss zur Form, zur Verbindungstechnik, zur späteren Belastung und zur vorgesehenen Oberfläche passen.
Beim Warmschmieden von Stahl liegt die Arbeitstemperatur typischerweise oberhalb der Rekristallisationstemperatur. Als allgemeiner Bereich werden häufig etwa 950 bis 1250 Grad Celsius genannt. Der tatsächlich geeignete Bereich ist jedoch werkstoffabhängig. Deshalb sind Werkstoffbezeichnung, betriebliche Vorgaben und Herstellerinformationen wichtiger als eine pauschale Farbregel.
Zu kalter Stahl benötigt hohe Umformkräfte und kann Risse bilden. Überhitzter Stahl kann grobkörnig werden oder verbrennen. Beim Erwärmen entsteht außerdem Zunder, eine Oxidschicht, die vor dem nächsten Umformschritt entfernt werden sollte. Eingeschlagener Zunder kann Oberflächenfehler verursachen.
Nichtrostende Stähle, Werkzeugstähle und hochlegierte Stähle verlangen besondere Temperaturführung, geeignete Werkzeuge und getrennte Bearbeitungsbereiche. Unbekannter Schrott ist für sicherheitsrelevante oder hochwertige Skulpturen ungeeignet, weil Zusammensetzung, Schweißbarkeit und Wärmebehandlungszustand nicht zuverlässig bekannt sind.
Grundlegende Schmiedetechniken
Beim künstlerischen Freiformschmieden ist die Endform nicht vollständig in einem Gesenk enthalten. Du entwickelst sie durch wiederholtes Erwärmen, Umformen, Prüfen und Richten. Zu den wichtigsten Arbeitsverfahren gehören:
- Recken: Der Werkstoff wird verlängert, während der Querschnitt abnimmt
- Stauchen: Der Werkstoff wird verkürzt, während der Querschnitt zunimmt
- Absetzen: Ein örtlich begrenzter Querschnittsübergang wird hergestellt
- Biegen: Das Werkstück wird um eine Achse oder über eine Form gekrümmt
- Tordieren: Ein Stab oder Profil wird um seine Längsachse verdreht
- Lochen: Ein Durchbruch wird mit Lochwerkzeug und Unterlage erzeugt
- Aufdornen: Ein vorhandenes Loch wird erweitert oder kalibriert
- Schroten: Heißes Material wird mit Schrot oder Meißel getrennt
- Prägen: Oberfläche oder Querschnitt erhalten eine definierte Struktur
- Feuerschweißen: Erwärmte Stahlflächen werden unter Druck stoffschlüssig verbunden

Eine gute Schlagfolge ist kontrolliert und rhythmisch. Der Hammer soll die gewünschte Umformrichtung unterstützen. Ungezielte Schläge erzeugen Dellen, Falten oder ungleichmäßige Übergänge. Beim Maschinenhammer ist eine genaue Abstimmung zwischen Bedienperson, Werkzeugführung und Schlagenergie erforderlich.
Das Video zeigt die schrittweise Entwicklung einer abstrakten Figur. Beobachte besonders, wie Ausgangsquerschnitt, Erwärmung, Umformrichtung und Zwischenkontrolle zusammenwirken.
Werkzeuge, Maschinen und Hilfsmittel
Zur Grundausstattung gehören Schmiedefeuer oder Ofen, Amboss, Handhammer, Zuschlägerhammer, Schmiedezangen, Schraubstock, Lochplatte, Dorne, Gesenke, Schlichthämmer, Drahtbürsten und Messmittel. Für größere Skulpturen kommen zusätzlich Federhammer, Lufthammer, Kraftschmiedehammer oder hydraulische Presse zum Einsatz.
Der Amboss bietet unterschiedliche Arbeitszonen. Auf der Bahn wird gerichtet und geschlichtet, an Kanten werden Absätze oder Biegungen vorbereitet, und im Vierkantloch können Unterwerkzeuge befestigt werden. Werkzeuge müssen zur Werkstückgröße passen, sicher gestielt und frei von gefährlichen Ausbrüchen sein.
Ein Kraftschmiedehammer ermöglicht große Umformgrade, verlangt aber eine präzise Werkstückführung. Schutzabstände, Werkzeugzustand, sichere Zangenhaltung und klare Kommunikation sind unverzichtbar. Einrichtung, Wartung und Bedienung richten sich nach Betriebsanweisung und Unterweisung.
Vom Entwurf zur fertigen Skulptur
Ein professioneller Arbeitsablauf verbindet Gestaltung und Fertigung von Anfang an:
- Aufgabenanalyse: Thema, Standort, Zielgruppe, Größe und Budget klären
- Ideenentwicklung: Skizzen, Varianten und Materialexperimente anfertigen
- Maquette: räumliche Wirkung und Schwerpunkt im Modell überprüfen
- Konstruktion: Bauteile, Verbindungen, Standfläche und Montage planen
- Arbeitsfolge: Erwärmungen, Umformschritte und Hilfswerkzeuge festlegen
- Fertigung: Einzelteile schmieden, richten und maßlich kontrollieren
- Fügen: Bauteile durch Nieten, Bunde, Zapfen, Schweißen oder Schrauben verbinden
- Oberfläche: Zunder, Struktur, Korrosionsschutz und Farbwirkung bestimmen
- Montage: Sockel, Anker und Umgebung fachgerecht einbeziehen
- Dokumentation: Werkstoff, Arbeitsschritte, Prüfungen und Pflegehinweise festhalten

Auch eine Draht- oder Stabplastik kann als räumliche Vorstudie dienen. Linien im Raum zeigen Bewegungsrichtungen und Konturen, ohne bereits große Materialmengen zu benötigen.
Fügen, Konstruktion und Standfestigkeit
Traditionelle Schmiedeverbindungen wie Niete, Zapfen, Bunde und Feuerschweißungen können selbst Teil der Gestaltung sein. Moderne Schweißverfahren erlauben zusätzliche Freiheit, dürfen aber nicht unüberlegt eingesetzt werden. Nahtvorbereitung, Schweißfolge, Wärmeeintrag und Verzug müssen zur Konstruktion passen.

Die dargestellte Arbeit ist eine geschweißte Stahlskulptur. Sie eignet sich als Vergleich: Eine Metallskulptur kann überwiegend durch Trennen und Schweißen entstehen, während bei einer geschmiedeten Skulptur die plastische Umformung einen wesentlichen Anteil an der Formbildung hat. In der Praxis werden beide Herangehensweisen häufig kombiniert.
Bei Außenskulpturen wirken Eigengewicht, Wind, Temperaturwechsel, Niederschlag und mögliche Belastungen durch Personen. Sockel, Fundament, Anker, Schweißnähte und Schraubverbindungen müssen dafür geeignet sein. Größere oder öffentlich zugängliche Arbeiten benötigen eine fachgerechte statische und sicherheitstechnische Beurteilung. Scharfe Kanten, Fangstellen, kletterfreundliche Bereiche und unkontrollierte Wasseransammlungen sind zu vermeiden.
Das Video zeigt die Herstellung einer großen pflanzlichen Skulptur aus massiven Ausgangsteilen. Untersuche, wie Materialquerschnitt, Maschinenleistung, Einzelteilfertigung und spätere Montage zusammenhängen.
Oberflächen und Korrosionsschutz
Die Oberfläche trägt wesentlich zur Aussage der Skulptur bei. Hammerschläge, Gesenkspuren, Schlichtflächen, Schnittkanten und Zunder können bewusst sichtbar bleiben. Zu starkes Schleifen kann den geschmiedeten Charakter beseitigen. Deshalb sollte vor der Nacharbeit feststehen, welche Spuren Gestaltung sind und welche als Fehler gelten.
Mögliche Oberflächenbehandlungen sind Bürsten, Schleifen, Polieren, Brünieren, Ölen, Wachsen, Lackieren, metallische Überzüge oder kontrollierte Oxidation. Für Innenräume können Öl- und Wachssysteme ausreichen, wenn Pflege und Nutzung dazu passen. Im Außenraum sind Untergrundvorbereitung, Schichtaufbau, Entwässerung und regelmäßige Kontrolle entscheidend.

Das Detail einer Harfe aus geschmiedetem Stahl zeigt, wie Linie, Ornament und Oberfläche zusammenwirken. Bei filigranen Außenarbeiten müssen besonders Übergänge, Spalten und Wasserablauf sorgfältig geplant werden.
Bei Materialkombinationen ist Kontaktkorrosion zu berücksichtigen. Nichtrostender Stahl kann durch Fremdeisen verunreinigt werden, wenn dieselben Bürsten oder Schleifmittel wie bei unlegiertem Stahl benutzt werden. Wetterfeste Gestaltung bedeutet daher nicht nur Materialwahl, sondern auch saubere Verarbeitung und geeignete Pflege.
Arbeitsschutz und Gesundheit
Schmieden verbindet hohe Temperaturen, Funkenflug, schwere Werkstücke, Lärm, Vibrationen und große Kräfte. Vor Arbeitsbeginn ist eine Gefährdungsbeurteilung erforderlich. Maßgeblich sind betriebliche Unterweisung, Maschinenanweisung und die festgelegte persönliche Schutzausrüstung.
Wichtige Schutzbereiche sind:
- Hitzeschutz: heiße Werkstücke kennzeichnen, sichere Ablagen benutzen und ausreichend Abstand halten
- Augenschutz: Schutzbrille oder geeigneten Gesichtsschutz gegen Zunder und Funken verwenden
- Gehörschutz: Lärmbelastung beurteilen und vorgeschriebenen Gehörschutz tragen
- Kleidung: eng anliegende, schwer entflammbare Arbeitskleidung und geeignete Sicherheitsschuhe nutzen
- Lüftung: Abgase, Schweißrauche und Beschichtungsdämpfe wirksam erfassen
- Brandschutz: brennbare Stoffe entfernen und Löschmittel bereithalten
- Ergonomie: Hammergewicht, Arbeitshöhe und Arbeitsrhythmus anpassen
- Lastenhandhabung: Hebezeuge, Anschlagmittel und sichere Montagehilfen einsetzen
Stahl kann auch dann noch schwere Verbrennungen verursachen, wenn er nicht mehr sichtbar glüht. Verlasse Dich deshalb nie allein auf die Farbe. Lege heiße Teile nur an festgelegten Plätzen ab und informiere andere Personen eindeutig.
Nachhaltigkeit in der Metallgestaltung
Eine nachhaltige Skulptur beginnt mit materialgerechter Planung. Durch passende Ausgangsquerschnitte, genaue Zuschnittlisten und die Wiederverwendung geeigneter Reststücke lässt sich Abfall reduzieren. Kurze, gezielte Erwärmungen sparen Energie und verringern Zunderbildung.
Recyclingstahl kann sinnvoll sein, wenn Werkstoff und Zustand bekannt sind. Ungeprüfte Altteile können Beschichtungen, Risse oder ungeeignete Legierungen enthalten. Für tragende oder öffentlich zugängliche Arbeiten ist nachvollziehbares Material besonders wichtig.
Langlebigkeit entsteht durch reparierbare Verbindungen, zugängliche Befestigungen, austauschbare Verschleißteile, gute Entwässerung und dokumentierte Pflege. Eine robuste Skulptur, die über Jahrzehnte erhalten und instand gesetzt werden kann, ist meist nachhaltiger als ein kurzlebiges Objekt mit hohem Materialeinsatz.
Qualitätsmerkmale einer geschmiedeten Skulptur
| Prüfbereich | Qualitätsmerkmal |
|---|---|
| Form | Proportion, Rhythmus und Blickrichtungen entsprechen dem Entwurf |
| Umformung | Übergänge sind kontrolliert, ohne unerwünschte Falten oder Risse |
| Verbindung | Niete, Bunde, Zapfen oder Schweißnähte sind fachgerecht ausgeführt |
| Standfestigkeit | Schwerpunkt, Sockel, Anker und Montage sind sicher geplant |
| Oberfläche | Bearbeitungsspuren sind bewusst gestaltet und Korrosionsschutz ist geeignet |
| Dokumentation | Werkstoff, Arbeitsfolge, Prüfungen und Pflege sind nachvollziehbar |
Fallbeispiel: Kunst, Handwerk und Großform
Der Bildhauer und Metallgestalter Albert Paley ist für großformatige Metallarbeiten bekannt, bei denen geschmiedete, geschnittene und gefügte Elemente zu dynamischen Raumformen zusammenkommen. Das folgende Porträt eignet sich zur Analyse des Zusammenspiels von Entwurf, Werkstattorganisation, Maschinenarbeit und künstlerischer Entscheidung.
Untersuche beim Sehen folgende Fragen: Wo bleiben Schmiedespuren sichtbar? Welche Teile wirken massiv, welche linear? Wie werden Einzelteile zu einer Gesamtbewegung verbunden? Welche Arbeitsschritte wären ohne Team, Hebezeug oder Maschinen kaum möglich?
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Zu welcher Hauptgruppe der Fertigungsverfahren gehört das Schmieden? (Zum Umformen) (!Zum Urformen) (!Zum Beschichten) (!Zum Zerspanen)
Was kennzeichnet das Freiformschmieden? (Die Werkzeuge enthalten die Endform nicht vollständig) (!Die Endform wird ausschließlich gegossen) (!Das Werkstück wird nur kalt gesägt) (!Die Form entsteht ohne Druckkräfte)
Was geschieht beim Recken eines Werkstücks? (Die Länge nimmt zu und der Querschnitt ab) (!Die Länge nimmt ab und der Querschnitt zu) (!Das Werkstück wird nur oberflächlich poliert) (!Ein Loch wird mit einem Dorn erweitert)
Was ist das Ziel des Stauchens? (Den Querschnitt durch Verkürzen zu vergrößern) (!Den Querschnitt durch Verlängern zu verkleinern) (!Eine Oxidschicht vollständig aufzutragen) (!Ein Werkstück durch Sägen zu trennen)
Was ist Zunder? (Eine beim Erwärmen entstehende Oxidschicht) (!Ein Schmiedehammer mit runder Bahn) (!Eine besondere Schweißnahtform) (!Ein Modell aus Ton oder Pappe)
Wozu dient eine Maquette? (Zur Prüfung der räumlichen Wirkung im Modell) (!Zur Messung der Schmiedetemperatur) (!Zur Reinigung einer Schweißnaht) (!Zur Befestigung eines Ambosses)
Welcher Temperaturbereich wird häufig für das Warmschmieden von Stahl genannt? (Etwa 950 bis 1250 Grad Celsius) (!Etwa 20 bis 80 Grad Celsius) (!Etwa 150 bis 250 Grad Celsius) (!Etwa 300 bis 450 Grad Celsius)
Welche Maßnahme ist für eine Außenskulptur besonders wichtig? (Entwässerung und geeigneter Korrosionsschutz) (!Vollständiger Verzicht auf Befestigungen) (!Ausschließliche Verwendung unbekannter Schrotteile) (!Entfernung aller konstruktiven Verbindungen)
Was bedeutet Tordieren? (Ein Werkstück um seine Längsachse verdrehen) (!Ein Werkstück durch Bohren trennen) (!Eine Oberfläche mit Farbe beschichten) (!Einen Rohling in Sand gießen)
Wie heißt der heutige Ausbildungsberuf für den traditionellen Bereich der Kunstschmiedearbeit in Deutschland? (Metallbauer Fachrichtung Metallgestaltung) (!Werkzeugmechaniker Fachrichtung Gießerei) (!Tischler Fachrichtung Innenausbau) (!Maurer Fachrichtung Betonbau)
Memory
| Recken | Werkstück verlängern |
| Stauchen | Querschnitt vergrößern |
| Absetzen | Örtlichen Querschnittsübergang formen |
| Tordieren | Um die Längsachse verdrehen |
| Aufdornen | Vorhandenes Loch erweitern |
| Zunder | Oxidschicht auf heißem Stahl |
| Maquette | Dreidimensionales Entwurfsmodell |
| Feuerschweißen | Erwärmte Flächen unter Druck verbinden |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Wirkung am Werkstück |
|---|---|
| Recken | Länge nimmt zu und Querschnitt nimmt ab |
| Stauchen | Länge nimmt ab und Querschnitt nimmt zu |
| Lochen | Ein Durchbruch wird erzeugt |
| Tordieren | Das Werkstück wird um seine Längsachse verdreht |
| Absetzen | Ein örtlich begrenzter Querschnittswechsel entsteht |
Kreuzworträtsel
| Amboss | Auf welchem massiven Werkzeug wird ein heißes Werkstück häufig geschmiedet? |
| Recken | Wie heißt das Verlängern eines Werkstücks bei abnehmendem Querschnitt? |
| Zunder | Wie heißt die Oxidschicht auf erhitztem Stahl? |
| Maquette | Wie heißt ein kleines dreidimensionales Entwurfsmodell? |
| Tordieren | Wie heißt das Verdrehen eines Stabes um seine Längsachse? |
| Korrosion | Wie heißt die chemische oder elektrochemische Schädigung eines Metalls? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Formanalyse: Fotografiere eine Metallskulptur in Deiner Umgebung und markiere auf einer Skizze Masse, Negativraum, Bewegungsrichtung und Schwerpunkt.
- Werkzeugkunde: Erstelle eine beschriftete Übersicht von zehn Werkzeugen einer Schmiedewerkstatt und notiere ihre fachgerechte Verwendung.
- Oberflächenprobe: Vergleiche auf Stahlproben gebürstete, geschlichtete, geschliffene und gewachste Flächen.
- Maquette: Baue aus Draht oder Pappe ein kleines Modell für eine abstrakte Stahlskulptur.
Standard
- Arbeitsplanung: Entwickle für eine kleine geschmiedete Tischskulptur eine Arbeitsfolge mit Ausgangsmaterial, Werkzeugen, Umformschritten und Prüfstellen.
- Materialauswahl: Vergleiche zwei geeignete Stahlsorten hinsichtlich Schmiedbarkeit, Schweißbarkeit, Oberfläche und geplanter Nutzung.
- Schmiedeversuch: Fertige unter Anleitung ein Formelement, in dem Recken, Stauchen und Tordieren eindeutig erkennbar sind.
- Gestaltungsdokumentation: Dokumentiere die Entstehung eines Werkstücks mit Skizzen, Fotos, Maßkontrollen und einer kurzen Reflexion.
Schwer
- Skulpturenentwurf: Entwirf eine mindestens einen Meter hohe Außenskulptur und entwickle Maquette, Ansichten, Materialliste und Montageidee.
- Verbindungstechnik: Plane ein Objekt, das mindestens eine traditionelle Schmiedeverbindung und eine moderne Fügetechnik sinnvoll kombiniert.
- Ausstellungskonzept: Entwickle für mehrere geschmiedete Arbeiten ein Konzept zu Raumfolge, Beleuchtung, Beschriftung und sicherem Publikumsabstand.
- Projektpräsentation: Produziere ein Fachvideo, in dem Du Entwurf, Werkstoffwahl, Schmiedefolge, Arbeitsschutz, Qualitätsprüfung und Oberflächenkonzept erklärst.


Lernkontrolle
- Entwurfsvergleich: Vergleiche zwei Skulpturenentwürfe und begründe, welcher sich mit Freiformschmieden materialgerechter umsetzen lässt.
- Fehleranalyse: Ein geschmiedetes Bauteil zeigt Falten, Risse und tief eingeschlagenen Zunder. Leite mögliche Ursachen und geeignete Gegenmaßnahmen ab.
- Arbeitsfolge optimieren: Ordne die Fertigungsschritte einer mehrteiligen Skulptur so, dass unnötige Erwärmungen, Verzug und Nacharbeit reduziert werden.
- Standortbeurteilung: Prüfe einen vorgesehenen Außenstandort hinsichtlich Fundament, Berührung, Wind, Wasserablauf und Korrosionsbeanspruchung.
- Werkstoffentscheidung: Entscheide zwischen unlegiertem Stahl, nichtrostendem Stahl und einer Materialkombination und begründe Deine Wahl für eine konkrete Aufgabenstellung.
- Gestaltung und Technik: Erkläre an einem eigenen Beispiel, wie eine technische Verbindung zugleich als sichtbares Gestaltungselement genutzt werden kann.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind wichtig:
- Ein nachvollziehbarer Entwurf mit Skizzen und Maquette
- Eine fachlich begründete Werkstoff- und Halbzeugauswahl
- Eine vollständige Arbeits- und Werkzeugplanung
- Die sichere Durchführung ausgewählter Schmiedetechniken
- Eine dokumentierte Verbindungslösung
- Die Prüfung von Form, Oberfläche und Standfestigkeit
- Eine Reflexion über Fehler, Verbesserungen und Materialeinsatz
- Eine fachsprachlich korrekte Präsentation des Ergebnisses
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