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Metalltechnik in der Ausbildung Baden-Württemberg

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Metalltechnik in der Ausbildung Baden-Württemberg




Einleitung

Metalltechnik begegnet Dir in vielen Ausbildungsberufen: beim Herstellen von Bauteilen, beim Montieren von Baugruppen, beim Warten von Maschinen oder beim Prüfen von Maßen und Oberflächen. In Baden-Württemberg gibt es für zahlreiche metalltechnische Ausbildungsberufe eigene schulische Bildungspläne. Dazu gehören zum Beispiel Industriemechaniker/in, Zerspanungsmechaniker/in, Werkzeugmechaniker/in, Feinwerkmechaniker/in und die Fachkraft für Metalltechnik. Je nach Beruf, Betrieb und Ausbildungsjahr unterscheiden sich die Schwerpunkte.

Dieser aiMOOC verbindet drei Kernbereiche: Werkstoffe, Fertigung sowie Sicherheit und Gesundheitsschutz. Du lernst, warum ein Werkstoff zu einem Bauteil passen muss, wie typische Fertigungsverfahren funktionieren, wie Qualität geprüft wird und warum sicheres Arbeiten immer Teil der fachgerechten Arbeit ist.

Das folgende Video zeigt eine Auszubildende bei typischen Tätigkeiten wie Drehen, Fräsen und Bohren:


Ausbildung und Lernfelder in Baden-Württemberg

In einer dualen Ausbildung arbeitest Du im Ausbildungsbetrieb und lernst zusätzlich in der Berufsschule. Die schulischen Inhalte orientieren sich am jeweiligen Ausbildungsberuf und sind in beruflichen Lernzusammenhängen organisiert. Für Metallberufe bedeutet das: Du verbindest technische Zeichnungen, Werkstoffauswahl, Fertigung, Montage, Qualität und Arbeitsschutz möglichst mit konkreten Arbeitsaufträgen.

Die baden-württembergische Bildungsplanübersicht führt viele einschlägige Metallberufe. Bei Berufen wie Industriemechaniker/in und Zerspanungsmechaniker/in werden außerdem Bezüge zu Industrie 4.0 ausgewiesen. Deshalb gehören heute neben klassischen Handfertigkeiten auch digitale Maschinen, CNC-Technik, Produktionsdaten und vernetzte Abläufe zum Berufsalltag.


Typische Ausbildungsberufe

  1. Industriemechaniker/in: Du stellst Bauteile und Baugruppen her, montierst technische Systeme und hältst Maschinen oder Anlagen instand.
  2. Zerspanungsmechaniker/in: Du fertigst präzise Werkstücke vor allem durch Verfahren wie Drehen, Fräsen oder Bohren und arbeitest häufig mit CNC-Maschinen.
  3. Werkzeugmechaniker/in: Du fertigst und wartest Werkzeuge, Formen, Vorrichtungen und präzise Einzelteile.
  4. Feinwerkmechaniker/in: Du verbindest handwerkliche Präzision mit Maschinenbearbeitung, Montage und Instandhaltung.
  5. Fachkraft für Metalltechnik: Du arbeitest je nach Fachrichtung zum Beispiel in Montage, Konstruktion, Umformung oder Zerspanung.


Werkstoffe in der Metalltechnik


Werkstoffe erkennen und auswählen

Ein Bauteil soll seine Aufgabe sicher und möglichst lange erfüllen. Deshalb musst Du Werkstoffe nicht nur benennen, sondern ihre Eigenschaften mit der Funktion des Bauteils verbinden. Wichtige Eigenschaften sind zum Beispiel Festigkeit, Härte, Zähigkeit, Dichte, Korrosionsverhalten, elektrische und thermische Leitfähigkeit sowie die Eignung zum Umformen, Zerspanen oder Schweißen.

Eine Legierung entsteht, wenn ein metallischer Grundwerkstoff mit weiteren Elementen kombiniert wird. Dadurch lassen sich Eigenschaften gezielt verändern. In der Ausbildung ist deshalb die Frage wichtig: Welche Eigenschaften braucht das Bauteil und welcher Werkstoff erfüllt diese Anforderungen?


Stahl, Gusseisen und Gefüge

Stahl ist ein Eisenwerkstoff, dessen Eigenschaften stark von der Zusammensetzung und von Wärmebehandlungen abhängen. Stähle können zum Beispiel weich und gut umformbar, hochfest, zäh oder korrosionsbeständig ausgelegt sein. Gusseisen besitzt andere Zusammensetzungen und Gefüge und wird häufig für gut gießbare, formstabile Bauteile eingesetzt.

Unter dem Mikroskop kann man das Gefüge eines Metalls sichtbar machen. Das Gefüge hilft zu erklären, warum zwei Werkstoffe trotz ähnlicher chemischer Grundbestandteile unterschiedliche mechanische Eigenschaften besitzen.


Nichteisenmetalle

Zu den wichtigen Nichteisenmetallen gehören unter anderem Aluminium und Kupfer. Aluminium hat eine geringe Dichte und bildet an der Oberfläche eine schützende Oxidschicht. Kupfer besitzt eine sehr gute elektrische und thermische Leitfähigkeit. Messing ist eine Kupfer-Zink-Legierung und wird zum Beispiel für Armaturen, Verbindungsteile oder dekorative Bauteile genutzt.

Bei der Auswahl gilt: Ein leichter Werkstoff ist nicht automatisch der beste Werkstoff. Entscheidend sind Funktion, Belastung, Korrosion, Fertigbarkeit, Kosten, Reparierbarkeit und Recycling.


Werkstoffprüfung und Bauteilprüfung

Werkstoffe und Bauteile werden geprüft, damit Eigenschaften und Qualität nachvollziehbar sind. In der Ausbildung begegnest Du zum Beispiel Sichtprüfungen, Härteprüfungen, Maßprüfungen und – je nach Beruf – weiteren Werkstoffprüfverfahren. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Werkstoffeigenschaft und Bauteilmaß: Härte beschreibt eine Werkstoffeigenschaft; ein Durchmesser wird dagegen mit einem geeigneten Messmittel geprüft.


Fertigungsverfahren


Die sechs Hauptgruppen

In der Fertigungstechnik werden Fertigungsverfahren häufig nach den sechs Hauptgruppen der DIN 8580 geordnet. Diese Ordnung hilft Dir, sehr unterschiedliche Verfahren systematisch zu verstehen.

Hauptgruppe Beispiel Grundidee
Urformen Gießen Aus einem formlosen Stoff entsteht ein fester Körper mit bestimmter Form.
Umformen Biegen oder Schmieden Die Form wird geändert, ohne dass der Stoffzusammenhalt grundsätzlich aufgehoben wird.
Trennen Sägen, Bohren, Drehen oder Fräsen Die Form wird durch Trennen von Material verändert.
Fügen Schrauben, Schweißen oder Löten Mehrere Teile werden dauerhaft oder lösbar miteinander verbunden.
Beschichten Lackieren oder galvanisches Beschichten Eine haftende Schicht wird auf ein Bauteil aufgebracht.
Stoffeigenschaften ändern Härten oder Anlassen Eigenschaften des Werkstoffs werden gezielt verändert.


Urformen und Umformen

Beim Gießen wird flüssiges Metall in eine Form eingebracht und erstarrt dort. Das ist besonders nützlich für Geometrien, die sich auf anderem Weg nur schwer oder unwirtschaftlich herstellen lassen.

Beim Umformen wird ein fester Körper plastisch in eine neue Form gebracht. Beispiele sind Biegen, Walzen und Schmieden. Beim Schmieden können Form und Werkstoffeigenschaften durch die Umformung beeinflusst werden.


Spanende Fertigung: Bohren, Drehen und Fräsen

Beim Zerspanen wird Material in Form von Spänen abgetragen. Dabei müssen Werkstück, Werkzeug, Maschine und Bearbeitungsdaten zusammenpassen.

Bohren erzeugt vor allem runde Bohrungen mit einem rotierenden Werkzeug. Drehen ist dadurch gekennzeichnet, dass in der klassischen Bearbeitung das Werkstück rotiert und ein Werkzeug zugestellt wird. Fräsen arbeitet mit einem rotierenden, meist mehrschneidigen Werkzeug.


Manuelle Bearbeitung

Auch in einer modernen Werkstatt bleiben manuelle Fertigkeiten wichtig. Dazu gehören je nach Ausbildungsberuf zum Beispiel Anreißen, Körnen, Sägen, Feilen, Entgraten und Montieren. Handarbeit trainiert Dein Gefühl für Maß, Oberfläche, Werkzeugführung und Arbeitsqualität.


Fügen: Schrauben, Löten und Schweißen

Beim Fügen entstehen Verbindungen zwischen Bauteilen. Eine Schraubverbindung ist in der Regel lösbar. Löten und Schweißen zählen zu den stoffschlüssigen Fügeverfahren. Beim Schweißen entstehen zusätzlich besondere Gefährdungen durch Hitze, Strahlung, Funken und Rauch; deshalb dürfen Schweißarbeiten nur mit passender Unterweisung, Arbeitsplatzausrüstung und Schutzmaßnahmen durchgeführt werden.


Messen, Prüfen und Qualität

Gute Metalltechnik bedeutet nicht nur, ein Bauteil herzustellen. Es muss auch die geforderten Maße, Formen, Oberflächen und Funktionen erfüllen. Deshalb gehört Qualitätssicherung zum gesamten Arbeitsprozess.

Ein Sollmaß steht in der technischen Zeichnung oder Arbeitsunterlage. Das Istmaß wird am Werkstück ermittelt. Die zulässige Abweichung wird durch eine Toleranz beschrieben. Je nach Messaufgabe verwendest Du zum Beispiel Stahlmaßstab, Messschieber, Bügelmessschraube, Winkel oder Lehren.

Genauso wichtig ist der Umgang mit Messergebnissen: Du dokumentierst Werte, vergleichst sie mit der Vorgabe und entscheidest, ob das Bauteil weiterverwendet, nachgearbeitet oder ausgesondert werden muss. So entsteht ein geschlossener Zusammenhang zwischen Planung, Fertigung und Prüfung.


Sicherheit und Gesundheitsschutz


Arbeitsschutz gehört zur Facharbeit

Arbeitsschutz ist kein Zusatz zur Metalltechnik, sondern Teil einer professionellen Arbeitsweise. Vor einer Tätigkeit werden Gefährdungen beurteilt und Schutzmaßnahmen festgelegt. Dabei wird häufig das STOP-Prinzip verwendet: zuerst Substitution, dann technische, organisatorische und erst danach persönliche Schutzmaßnahmen.

Stufe Bedeutung Beispiel
S – Substitution Gefahr möglichst vermeiden oder durch eine weniger gefährliche Lösung ersetzen Ein weniger gefährliches Arbeitsverfahren wählen
T – Technisch Gefährdung durch Technik beherrschen Schutzhaube, Einhausung oder Absaugung
O – Organisatorisch Sichere Abläufe festlegen Unterweisung, Arbeitsfreigabe, klare Zuständigkeiten
P – Persönlich Geeignete persönliche Schutzausrüstung benutzen Schutzbrille, Gehörschutz oder Sicherheitsschuhe


Grundregeln an Maschinen

  1. Unterweisung: Arbeite nur an Maschinen und Verfahren, für die Du eingewiesen und freigegeben bist. Beachte Betriebsanweisung und betriebliche Regeln.
  2. Schutzeinrichtung: Schutzhauben, Verriegelungen und andere Schutzeinrichtungen dürfen nicht entfernt oder unwirksam gemacht werden.
  3. Rotierende Maschinen: Eng anliegende Kleidung, gesicherte lange Haare und kein Schmuck helfen gegen Einzugsgefahren. Bei offenen Bohr-, Fräs- oder Drehmaschinen dürfen keine Schutzhandschuhe getragen werden, wenn die Gefahr des Erfasstwerdens besteht.
  4. Späne: Späne werden bei stillstehender Maschine mit geeignetem Hilfsmittel entfernt, nicht mit der Hand. Späne sollen nicht mit Druckluft unkontrolliert aufgewirbelt werden.
  5. PSA: Je nach Gefährdungsbeurteilung gehören etwa Schutzbrille, Gehörschutz, Sicherheitsschuhe oder geeignete Schutzkleidung dazu.
  6. Kühlschmierstoff: Haut- und Augenkontakt sowie das Einatmen von Aerosolen sollen vermieden oder minimiert werden. Hautschutz, Absaugung und geeignete Arbeitsverfahren richten sich nach Gefährdungsbeurteilung und Betriebsanweisung.

Das folgende Video erklärt Arbeitsschutz in leicht verständlicher Sprache und eignet sich gut, um typische Werkstattsituationen zu besprechen:

Für den sicheren Umgang mit Schleifwerkzeugen zeigt dieses Video wichtige Grundprinzipien:


Sicherheit bei Kühlschmierstoffen

Kühlschmierstoffe können beim Zerspanen kühlen, schmieren und Späne abtransportieren. Gleichzeitig können Hautkontakt oder Emissionen zu Gefährdungen führen. Deshalb gehören ein geeigneter Hautschutz, saubere Arbeitsweisen, technische Erfassung oder Absaugung und die richtige Auswahl von Schutzhandschuhen zu den möglichen Maßnahmen. Wichtig: Schutzhandschuhe sind nicht automatisch an jeder Maschine richtig; an rotierenden offenen Maschinen kann ein Handschuh selbst zur Einzugsgefahr werden.


Digitalisierung und Industrie 4.0

In modernen Metallbetrieben arbeiten konventionelle Verfahren und digitale Systeme zusammen. CNC-Maschinen führen programmierte Bewegungen aus, Messdaten können digital erfasst werden und Maschinenzustände lassen sich überwachen. Für Dich als Auszubildende oder Auszubildender bedeutet das: Du brauchst weiterhin Werkstoff- und Fertigungswissen, musst aber zusätzlich technische Daten verstehen, Programme nachvollziehen und Prozessabweichungen erkennen.

Digitalisierung ersetzt nicht das fachliche Denken. Gerade bei automatisierten Anlagen musst Du verstehen, warum ein Werkzeug, ein Werkstoff oder ein Bearbeitungswert geeignet ist und welche Folgen ein Fehler für Qualität und Sicherheit haben kann.


Nachhaltigkeit in der Metalltechnik

Metalle haben einen hohen Nutzwert und können vielfach recycelt werden. Nachhaltiges Arbeiten beginnt aber schon vor dem Recycling: Bauteile sollten materialgerecht geplant, Ausschuss vermieden, Werkzeuge sinnvoll genutzt und Maschinen energieeffizient betrieben werden. Auch das richtige Sammeln von Spänen, Reststoffen und Kühlschmierstoffen gehört dazu.

Instandhaltung kann die Lebensdauer von Maschinen und Bauteilen verlängern. Eine gute Reparatur verhindert unnötigen Materialverbrauch. Deshalb hängen Nachhaltigkeit, Qualitätsmanagement, Instandhaltung und wirtschaftliche Fertigung eng zusammen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Hauptgruppe der Fertigungsverfahren umfasst das Fräsen? (Trennen) (!Fügen) (!Urformen) (!Beschichten)




Was beschreibt die Härte eines Werkstoffs? (Den Widerstand gegen das Eindringen oder Ritzen) (!Die Länge des Werkstücks) (!Die Farbe der technischen Zeichnung) (!Die Stückzahl eines Auftrags)




Welche Bewegung ist für das klassische Drehen typisch? (Das Werkstück rotiert) (!Nur der Schraubstock rotiert) (!Das Werkstück wird gegossen) (!Das Werkstück wird lackiert)




Welche Maßnahme steht im STOP-Prinzip vor der persönlichen Schutzausrüstung? (Organisatorische Schutzmaßnahmen) (!Private Schutzmaßnahmen) (!Pausenlose Maschinenarbeit) (!Persönliche Vorlieben)




Wie werden Späne an einer Dreh- oder Fräsmaschine sicher entfernt? (Bei stillstehender Maschine mit geeignetem Hilfsmittel) (!Mit der bloßen Hand bei laufender Maschine) (!Durch Wegwischen am rotierenden Werkstück) (!Durch unkontrolliertes Aufwirbeln mit Druckluft)




Wann sind Schutzhandschuhe an einer offenen Drehmaschine problematisch? (Wenn sie von rotierenden Teilen erfasst werden können) (!Wenn die Maschine ausgeschaltet ist und gereinigt wird) (!Wenn die Handschuhe im Schrank liegen) (!Wenn eine Betriebsanweisung gelesen wird)




Wofür wird ein Messschieber verwendet? (Zum Prüfen von Maßen an Werkstücken) (!Zum Härten von Stahl) (!Zum Schweißen von Blechen) (!Zum Lackieren von Bauteilen)




Was beschreibt eine Toleranz? (Den zulässigen Bereich einer Abweichung) (!Die Farbe eines Werkstücks) (!Die Berufsschulnote) (!Die Zahl der Pausen)




Welches Verfahren gehört zum Fügen? (Schweißen) (!Fräsen) (!Bohren) (!Sägen)




Warum sind Kühlschmierstoffe im Arbeitsschutz ein Thema? (Weil Hautkontakt und Emissionen Gefährdungen verursachen können) (!Weil sie technische Zeichnungen ersetzen) (!Weil sie jedes Metall magnetisch machen) (!Weil sie Messschieber überflüssig machen)





Memory

Stahl Eisenwerkstoff mit vielfältig einstellbaren Eigenschaften
Aluminium Leichter Nichteisenmetall-Werkstoff
Drehen Werkstück rotiert bei der klassischen Bearbeitung
Fräsen Rotierendes mehrschneidiges Werkzeug
Messschieber Messmittel für Außen-, Innen- und Tiefenmaße
STOP-Prinzip Rangfolge von Schutzmaßnahmen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Fertigungsverfahren
Urformen Gießen
Umformen Biegen
Trennen Fräsen
Fügen Schweißen
Beschichten Lackieren
Stoffeigenschaften ändern Härten




...


Kreuzworträtsel

Legierung Wie heißt ein metallischer Werkstoff, der aus mindestens zwei Elementen zusammengesetzt ist?
Messschieber Welches Messmittel eignet sich zum Prüfen vieler Außen-, Innen- und Tiefenmaße?
Zerspanen Wie heißt das Trennen mit geometrisch bestimmten oder unbestimmten Schneiden, bei dem Späne entstehen?
Schutzbrille Welche persönliche Schutzausrüstung schützt die Augen vor wegfliegenden Teilchen?
Toleranz Wie heißt der zulässige Bereich einer Maßabweichung?
Schweissen Welches stoffschlüssige Fügeverfahren verbindet Bauteile durch Wärmeeinwirkung und gegebenenfalls Zusatzwerkstoff?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Ein wichtiger Eisenwerkstoff in der Metalltechnik ist

.
Beim klassischen Drehen rotiert das

.
Beim Fräsen rotiert das

.
Der zulässige Bereich einer Maßabweichung heißt

.
Zum Prüfen vieler Außen- und Innenmaße eignet sich der

.
Schweißen gehört zur Hauptgruppe

.
Die erste Stufe des STOP-Prinzips heißt

.
Späne werden erst bei stillstehender

entfernt.
An offenen rotierenden Maschinen können Handschuhe eine

verursachen.
CNC-Maschinen führen programmierte

aus.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Werkstoff-Steckbrief: Erstelle einen Steckbrief zu Stahl, Aluminium oder Kupfer. Beschreibe Eigenschaften, typische Anwendungen und einen Vorteil beim Recycling.
  2. Sicherheitsfoto: Fotografiere mit Erlaubnis einen sicheren Werkstattbereich oder nutze ein freies Bild. Markiere mindestens fünf sichtbare Schutzmaßnahmen oder sichere Verhaltensweisen.
  3. Fertigungsverfahren im Alltag: Suche drei Metallprodukte in Deiner Umgebung und vermute, welche Fertigungsverfahren bei ihrer Herstellung beteiligt waren. Begründe Deine Vermutung.
  4. Messmittel erklären: Erstelle eine kurze Bild- oder Textanleitung, die erklärt, wofür ein Messschieber eingesetzt wird und welche Fehler beim Ablesen vermieden werden sollen.


Standard

  1. Arbeitsablauf planen: Plane die Herstellung eines einfachen Metallbauteils vom Rohmaterial bis zur Prüfung. Nenne Arbeitsschritte, benötigte Fertigungsverfahren und Qualitätskontrollen.
  2. Werkstoffvergleich: Vergleiche Stahl und Aluminium für ein Bauteil, das leicht, belastbar und korrosionsbeständig sein soll. Begründe Deine Werkstoffwahl.
  3. Interview Metallberuf: Befrage eine Ausbilderin, einen Ausbilder oder eine Fachkraft zu den wichtigsten Veränderungen durch CNC und Digitalisierung. Fasse die Ergebnisse zusammen.
  4. Sicherheitsanalyse: Untersuche eine typische Werkstattsituation und ordne mögliche Schutzmaßnahmen nach dem STOP-Prinzip. Verwende keine reale Maschine ohne Freigabe.


Schwer

  1. Qualitätsproblem lösen: Entwickle für ein Bauteil mit Maßabweichung eine Ursachenanalyse. Berücksichtige Messmittel, Werkzeug, Maschine, Werkstoff und Arbeitsablauf.
  2. Fertigungsverfahren vergleichen: Vergleiche für ein ausgewähltes Bauteil mindestens zwei mögliche Fertigungswege. Bewerte Qualität, Zeit, Materialverbrauch und Arbeitssicherheit.
  3. Nachhaltige Metallwerkstatt: Erstelle ein Konzept, wie ein Ausbildungsbetrieb Ausschuss, Energieverbrauch und problematische Reststoffe reduzieren kann, ohne Qualität oder Sicherheit zu verschlechtern.
  4. Lernvideo Metalltechnik: Produziere ein kurzes Erklärvideo zu Werkstoffauswahl, Fertigung und Sicherheit. Nutze nur sichere Demonstrationen oder Modelle und lass praktische Maschinenaufnahmen von einer Fachkraft freigeben.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Werkstoffentscheidung: Ein Halter soll möglichst leicht sein, im Freien eingesetzt werden und eine ausreichende Festigkeit besitzen. Entwickle Kriterien für die Werkstoffauswahl und begründe Deine Entscheidung.
  2. Fertigungsfolge: Ein zylindrisches Bauteil benötigt eine Bohrung, eine gefräste Fläche und eine abschließende Maßprüfung. Entwickle eine sinnvolle Arbeitsfolge und begründe die Reihenfolge.
  3. Sicherheitskonflikt: Eine Person möchte an einer offenen Drehmaschine Handschuhe tragen, um sich vor Spänen zu schützen. Erkläre den Zielkonflikt und entwickle eine sicherere Lösung nach dem STOP-Prinzip.
  4. Qualitätsabweichung: Mehrere Werkstücke liegen außerhalb der geforderten Toleranz. Entwickle eine systematische Fehlersuche, ohne sofort nur die Maschine verantwortlich zu machen.
  5. CNC und Handarbeit: Erkläre an einem Beispiel, warum CNC-Technik handwerkliches und werkstofftechnisches Verständnis nicht ersetzt, sondern ergänzt.
  6. Nachhaltigkeit und Qualität: Zeige, wie eine gute Prozessplanung gleichzeitig Ausschuss reduzieren, Kosten senken und die Umwelt entlasten kann.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du:

  1. Werkstoffe auswählen: Werkstoffe anhand von Anforderungen vergleichst und Deine Auswahl fachlich begründest.
  2. Fertigungsverfahren zuordnen: Verfahren den Hauptgruppen zuordnest und ihre Wirkung auf das Werkstück erklärst.
  3. Arbeitsabläufe planen: eine einfache Fertigungsfolge sinnvoll strukturierst.
  4. Messen und Prüfen: Sollmaß, Istmaß und Toleranz unterscheidest und passende Messmittel auswählst.
  5. Arbeitsschutz anwenden: Gefährdungen erkennst und Schutzmaßnahmen nach dem STOP-Prinzip begründest.
  6. Qualität beurteilen: Mess- oder Prüfergebnisse auswertest und mögliche Ursachen für Abweichungen nennst.
  7. Digitalisierung einordnen: die Bedeutung von CNC, Daten und automatisierten Abläufen für die Metalltechnik erklärst.
  8. Nachhaltigkeit berücksichtigen: Materialeinsatz, Ausschuss, Recycling und Instandhaltung in Deine Entscheidungen einbeziehst.




OERs zum Thema

Offizielle Vertiefung für Baden-Württemberg: Bildungspläne Baden-Württemberg – Ausbildungsberufe

Landesbildungsserver Baden-Württemberg – Metalltechnik

Wikipedia: Fachkraft für Metalltechnik

Weitere Wikipedia-Vertiefung: Fertigungstechnik



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