Metalloberflächen beschichten - Schmied


Metalloberflächen beschichten - Schmied
Metalloberflächen beschichten - Schmied

Einleitung
Geschmiedete Werkstücke erhalten ihre endgültige Gebrauchseigenschaft nicht allein durch das Schmieden. Erst eine fachgerecht vorbereitete und beschichtete Oberfläche schützt Stahl vor Korrosion, unterstützt die gewünschte Gestaltung und erleichtert die Reinigung. Dieser aiMOOC richtet sich an Auszubildende in der Metalltechnik, besonders im Umfeld von Metallbau, Metallgestaltung und Schmiedearbeiten. Du lernst, den Oberflächenzustand zu beurteilen, ein geeignetes Beschichtungssystem auszuwählen, die Arbeit sicher auszuführen und das Ergebnis zu prüfen.
Bei geschmiedeten Bauteilen sind Zunder, Schmiedehaut, Anlassfarben, Schweißspritzer, Schleifriefen, Fette und Handschweiß typische Ausgangsbedingungen. Sie beeinflussen die Haftung und das Erscheinungsbild einer Beschichtung. Deshalb gilt als fachlicher Grundsatz: Die Haltbarkeit eines Beschichtungssystems beginnt mit der Oberflächenvorbereitung.
Lernziele
Nach der Bearbeitung kannst Du den Zustand einer Metalloberfläche fachsprachlich beschreiben, Korrosionsbelastungen einschätzen, geeignete Vorbehandlungs- und Beschichtungsverfahren begründet auswählen, einen Arbeitsablauf planen, Schutzmaßnahmen anwenden und die fertige Oberfläche kontrollieren. Du unterscheidest dabei zwischen organischen Beschichtungen, metallischen Überzügen, Konversionsschichten und temporären Schutzfilmen.
Fachlicher Input
Zweck einer Beschichtung
Eine Beschichtung kann mehrere Funktionen verbinden. Sie trennt den metallischen Grundwerkstoff von Wasser, Sauerstoff und weiteren korrosiven Stoffen, verbessert die Optik, erhöht je nach System die Beständigkeit gegen Abrieb oder Chemikalien und kennzeichnet Bauteile farblich. Bei Schmiedearbeiten muss außerdem entschieden werden, ob Bearbeitungsspuren sichtbar bleiben sollen oder ob eine gleichmäßige, deckende Oberfläche gefordert ist.
Für die Auswahl sind vor allem Einsatzort, Werkstoff, Bauteilgeometrie, mechanische Beanspruchung, gewünschtes Aussehen, Instandhaltungsaufwand und verfügbare Anlagentechnik maßgeblich. Ein Zierhaken im trockenen Innenraum benötigt ein anderes System als ein geschmiedetes Außengeländer in feuchter oder salzhaltiger Umgebung.
Korrosion und Oberflächenzustand
Bei ungeschütztem Stahl kann in Gegenwart von Feuchtigkeit und Sauerstoff Rost entstehen. Salze, saure Verunreinigungen, Spalten und dauerhafte Feuchte beschleunigen den Angriff. Eine poröse Rostschicht schützt Stahl nicht zuverlässig. Zunder ist dagegen eine fest haftende Oxidschicht, die beim Erwärmen und Schmieden entsteht. Auch sie kann unter einer Beschichtung problematisch sein, weil sie spröde ist, sich ablösen kann und eine gleichmäßige Haftung verhindert.

Vor dem Beschichten wird der Istzustand beurteilt. Dazu gehören Rostgrad, Zunder, vorhandene Altbeschichtungen, Öl und Fett, lösliche Verunreinigungen, Schweißspritzer, scharfe Kanten, Poren, Risse und schwer zugängliche Bereiche. Kanten werden nach Möglichkeit gerundet, weil Beschichtungen dort häufig dünner auslaufen. Spalte und konstruktive Wasserfallen sind bereits bei der Fertigung zu vermeiden.
Die Prozesskette
Ein fachgerechter Ablauf folgt im Regelfall dieser Reihenfolge:
| Arbeitsschritt | Fachlicher Zweck | Typische Kontrolle |
|---|---|---|
| Prüfen und planen | Werkstoff, Belastung, Oberfläche und System festlegen | Zeichnung, Auftrag, Technisches Merkblatt und Sicherheitsdatenblatt abgleichen |
| Reinigen und entfetten | Öle, Fette, Handschweiß und lose Verunreinigungen entfernen | Oberfläche frei von sichtbaren Rückständen |
| Mechanisch oder chemisch vorbereiten | Rost, Zunder und Altbeschichtungen entfernen; Haftgrund schaffen | vereinbarter Oberflächenvorbereitungsgrad und gleichmäßiges Profil |
| Beschichten | Grund-, Zwischen- und Deckschicht beziehungsweise Überzug herstellen | vollständige Benetzung, keine Fehlstellen |
| Trocknen oder härten | belastbare Schicht ausbilden | Temperatur, Zeit und Überarbeitungsintervall eingehalten |
| Prüfen und dokumentieren | Ausführung und Qualität nachweisen | Sichtprüfung, Schichtdicke und gegebenenfalls Haftung |
Reinigen und Entfetten
Entfetten entfernt Stoffe, die die Benetzung und Haftung stören. Je nach Verfahren kommen wässrige Reiniger, zugelassene Lösemittel oder betriebliche Reinigungsanlagen zum Einsatz. Das Reinigungsmittel muss zum Werkstoff und zur Folgebeschichtung passen. Nach der Reinigung darf die Oberfläche nicht wieder mit bloßen Händen berührt werden. Saubere Handschuhe, getrennte Ablageflächen und kurze Wartezeiten verhindern eine erneute Verunreinigung.
Lösemittel, Reiniger und verunreinigte Tücher werden entsprechend Betriebsanweisung gelagert und entsorgt. Eine offene Lösemittelschale am Arbeitsplatz ist kein fachgerechtes Entfettungsverfahren.
Mechanische Oberflächenvorbereitung
Drahtbürsten, Schleifen und Strahlen entfernen lose Schichten und erzeugen eine tragfähige Oberfläche. Hand- und maschinelles Bürsten eignen sich vor allem für begrenzte Flächen und Nacharbeiten. Schleifen kann Schweißnähte, Kanten und Fehlstellen angleichen. Strahlen ist bei stärkerem Rost, Zunder und großflächigen Werkstücken besonders wirksam. Das Strahlmittel und die Strahlparameter bestimmen Reinheit und Rauheit.
Bei Stahl werden Oberflächenvorbereitungsgrade nach den einschlägigen Normen und Beschichtungsvorgaben vereinbart. Die häufig verwendete Bezeichnung Sa 2½ steht für sehr gründliches Strahlen. Sie ersetzt jedoch nicht die Prüfung weiterer Anforderungen, etwa an Rauheit, Staubfreiheit oder lösliche Salze. Nach dem Strahlen wird zeitnah beschichtet, damit kein Flugrost entsteht.
Chemische Vorbehandlung
Chemische Verfahren verändern oder reinigen die Oberfläche in Bädern oder Anlagen. Dazu gehören Beizen, Phosphatieren und andere Konversionsbehandlungen. Beim Beizen werden Oxide und Rost chemisch entfernt. Phosphatierungen können die Haftung nachfolgender Beschichtungen unterstützen und den Korrosionsschutz verbessern. Solche Verfahren gehören wegen der eingesetzten Gefahrstoffe, der Badführung und der Abwasserbehandlung in dafür ausgerüstete Fachbetriebe.
Nasslackierung
Bei der Nasslackierung werden flüssige Beschichtungsstoffe durch Streichen, Rollen, Tauchen oder Spritzen aufgetragen. Ein System kann aus Grundbeschichtung, Zwischenbeschichtung und Deckbeschichtung bestehen. Die Grundbeschichtung sorgt für Haftung und den ersten Korrosionsschutz. Zwischen- und Deckschichten bauen die erforderliche Gesamtschichtdicke auf und übernehmen Farbgebung, Wetter- und UV-Beständigkeit.
Entscheidend sind Mischungsverhältnis, Topfzeit bei Mehrkomponentenlacken, Verarbeitungstemperatur, Taupunktabstand, Nassschichtdicke, Trocknungszeit und Überarbeitungsintervall. Zu dicke Schichten können schlecht härten oder laufen; zu dünne Schichten verfehlen die Schutzwirkung. Technisches Merkblatt und betriebliche Arbeitsanweisung sind verbindlich.
Pulverbeschichtung
Beim Pulverbeschichten werden elektrisch geladene Pulverlackteilchen auf das leitfähige Werkstück gesprüht. Anschließend schmilzt und vernetzt der Pulverlack im Einbrennofen. Das Verfahren liefert gleichmäßige, widerstandsfähige Oberflächen und wird häufig für Geländer, Möbelteile und andere Metallkonstruktionen eingesetzt. Voraussetzung sind eine geeignete Vorbehandlung, eine saubere Aufhängung, sichere Erdung und eine Werkstückkonstruktion, die den Ofenprozess verträgt.
Pulverlack erreicht enge Spalte, Hinterschneidungen und abgeschirmte Bereiche nicht immer gleichmäßig. Dieser Faraday-Effekt muss bei komplizierten Schmiedeteilen berücksichtigt werden. Gewinde, Passungen und Kontaktflächen werden vor dem Beschichten abgeklebt oder mit geeigneten Stopfen geschützt.
Feuerverzinken und Duplexsystem
Beim Stückfeuerverzinken werden geeignete Stahlbauteile nach einer chemischen Vorbehandlung in eine Zinkschmelze getaucht. Es entsteht ein metallischer Zinküberzug, der als Barriere und bei kleineren Verletzungen zusätzlich elektrochemisch schützt. Hohlprofile und geschlossene Konstruktionen benötigen fachgerecht angeordnete Zu-, Ablauf- und Entlüftungsöffnungen. Diese werden bereits beim Konstruieren und Fertigen berücksichtigt.


Ein Duplexsystem kombiniert Feuerverzinkung mit einer zusätzlichen organischen Beschichtung, beispielsweise Nass- oder Pulverlack. Dadurch lassen sich Korrosionsschutz und Farbgestaltung verbinden. Die Oberfläche des Zinküberzugs muss dafür systemgerecht vorbereitet werden. Ungeeignete Reinigung, falsches Strahlen oder nicht abgestimmte Beschichtungsstoffe können die Haftung beeinträchtigen.
Brünieren, Ölen und Wachsen
Brünieren erzeugt auf Eisenwerkstoffen eine dünne dunkle Konversionsschicht. Die Schicht allein bietet nur begrenzten Korrosionsschutz und wird meist geölt oder gewachst. Für dekorative Schmiedestücke im trockenen Innenraum können geeignete Wachse oder Öle die handwerkliche Oberfläche betonen. Im Außenbereich oder bei hoher Feuchte reichen solche dünnen Schutzfilme in der Regel nicht als dauerhafter Korrosionsschutz aus.
Das Auftragen von Öl oder Wachs auf warmes Metall darf nur nach freigegebenem Verfahren erfolgen. Zu hohe Werkstücktemperaturen können Dämpfe, Rauch oder Brand verursachen. Selbstentzündliche ölgetränkte Tücher werden in dafür vorgesehenen, geschlossenen Behältern gesammelt.

Verfahren im Vergleich
| Verfahren | Geeignete Anwendung | Stärke | Grenze |
|---|---|---|---|
| Nasslack | Einzelstücke, Reparaturen, große oder nicht ofengängige Bauteile | flexibel, viele Farbtöne, örtlich ausbesserbar | Trocknung, Lösemittel und Schichtaufbau beachten |
| Pulverlack | Serien- und Einzelteile mit geeigneter Ofengängigkeit | gleichmäßige und robuste Oberfläche | Anlage und Einbrennofen erforderlich |
| Feuerverzinken | Stahlbauteile im Außenbereich, Geländer und Konstruktionen | langlebiger metallischer Rundumschutz | verzinkungsgerechte Konstruktion erforderlich |
| Duplexsystem | stark beanspruchte oder farbig gestaltete Außenbauteile | kombiniert Zinkschutz und organische Beschichtung | sorgfältige Systemabstimmung notwendig |
| Brünieren mit Öl oder Wachs | dekorative Innenbauteile und Werkzeuge bei passender Nutzung | erhält den metallischen Charakter | nur begrenzter Schutz bei Feuchte und Bewitterung |
Beschichtungsgerechtes Konstruieren
Die beste Beschichtung kann konstruktive Schwächen nur begrenzt ausgleichen. Vermeide Wasser- und Schmutztaschen, schlecht zugängliche Spalte und scharfe Kanten. Plane Ablaufmöglichkeiten, ausreichende Radien und erreichbare Schweißnähte. Bei Bauteilen für das Feuerverzinken sind Aufhängung, Tauchlage sowie Entlüftungs- und Ablauföffnungen mit dem Verzinkungsbetrieb abzustimmen. Bei Pulverbeschichtungen müssen Aufhängepunkte, elektrische Kontaktierung und Ofenabmessungen berücksichtigt werden.
Qualitätsprüfung
Nach dem Beschichten wird die Oberfläche bei geeigneter Beleuchtung auf Läufer, Poren, Krater, Fehlstellen, Einschlüsse, ungleichmäßigen Glanz und Beschädigungen geprüft. Die trockene Schichtdicke kann auf Stahl mit einem geeigneten Messgerät zerstörungsfrei bestimmt werden. Das Gerät wird nach Vorgabe kontrolliert beziehungsweise kalibriert, und Messstellen werden so gewählt, dass Kanten und schwer zugängliche Zonen angemessen berücksichtigt sind.

Je nach Auftrag können zusätzlich Haftfestigkeit, Farbton, Glanz, Porenfreiheit oder die vollständige Aushärtung geprüft werden. Messwerte allein genügen nicht: Auch Untergrund, Umgebungsbedingungen, Chargen, Verarbeitungszeiten und festgestellte Abweichungen gehören in die Dokumentation.
Arbeitsschutz und Umweltschutz
Beim Reinigen, Schleifen, Strahlen, Lackieren und Beschichten können Gefahrstoffe, Stäube, Dämpfe, Lärm, Funken und heiße Oberflächen auftreten. Vor Arbeitsbeginn werden Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung, Sicherheitsdatenblatt und Unterweisung beachtet. Technische Schutzmaßnahmen wie geschlossene Anlagen und wirksame Absaugung haben Vorrang vor persönlicher Schutzausrüstung.
Beim Spritzlackieren und beim Umgang mit entzündbaren Stoffen sind Brand- und Explosionsschutz besonders wichtig. Zündquellen werden ferngehalten, Gebinde geschlossen, leitfähige Teile geerdet und nur zugelassene Arbeitsbereiche genutzt. Atem-, Augen-, Hand-, Haut- und Gehörschutz richten sich nach Tätigkeit und Gefährdungsbeurteilung. Schleiffunken dürfen weder Lösemitteldämpfe noch brennbare Stäube entzünden.
Beschichtungsreste, Strahlmittel, Lösemittel, Reinigungsflüssigkeiten und belastete Tücher werden getrennt gesammelt. Sie gehören nicht in Ausguss oder Restmüll. Material sparende Arbeitsweise, passende Gebindegrößen und korrekt eingestellte Anlagen reduzieren Abfall und Emissionen.
Praxisbeispiel: Geschmiedetes Außengeländer
Ein geschmiedetes Außengeländer soll dauerhaft schwarz beschichtet werden. Zuerst werden Einsatzort, gewünschte Schutzdauer und gestalterische Anforderungen geklärt. Anschließend werden Schweißspritzer entfernt, Kanten bearbeitet, Hohlräume geprüft und notwendige Öffnungen vorgesehen. Für eine hohe Außenbeständigkeit kann ein Duplexsystem aus Feuerverzinkung und abgestimmter Pulverbeschichtung gewählt werden. Nach der Fertigung übernimmt der Fachbetrieb die Verzinkung, bereitet den Zinküberzug für die Pulverbeschichtung vor und härtet die Deckschicht ein. Zum Abschluss werden Oberfläche, Farbton, Fehlstellen und Schichtdicke geprüft und dokumentiert.
Dieses Beispiel zeigt, dass Beschichten keine isolierte Schlussarbeit ist. Konstruktion, Werkstoff, Fertigung, Vorbehandlung, Beschichtung und Prüfung bilden eine zusammenhängende Prozesskette.
Fachliche Regelwerke und Vertiefung
Für die betriebliche Praxis gelten Auftrag, technische Merkblätter, Sicherheitsdatenblätter und die jeweils aktuelle Fassung einschlägiger Regelwerke. Dazu zählen unter anderem die Normenreihe DIN EN ISO 12944 für den Korrosionsschutz von Stahlbauten durch Beschichtungssysteme, DIN EN ISO 8501-1 für die visuelle Beurteilung der Oberflächenreinheit, DIN EN ISO 1461 für durch Stückverzinken aufgebrachte Zinküberzüge und DIN 55633 für Pulver-Beschichtungssysteme auf Stahl.
DGUV Information 209-014: Lackieren und Beschichten
Institut Feuerverzinken: Praxiswissen und Arbeitsblätter
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Aufgabe hat das Entfetten vor dem Beschichten? (Öle und Fette entfernen, damit die Beschichtung benetzen und haften kann) (!Die Werkstücktemperatur dauerhaft erhöhen) (!Die Beschichtung vollständig aushärten) (!Die Schichtdicke automatisch messen)
Was ist Zunder auf einem geschmiedeten Stahlwerkstück? (Eine beim Erwärmen entstandene Oxidschicht) (!Eine elastische Decklackschicht) (!Ein metallischer Zinküberzug) (!Ein Messfehler bei der Schichtdicke)
Welches Verfahren trägt elektrisch geladene trockene Lackteilchen auf? (Pulverbeschichten) (!Brünieren) (!Feuerverzinken) (!Drahtbürsten)
Warum benötigen geschlossene Hohlprofile beim Feuerverzinken Öffnungen? (Damit Luft entweichen und Flüssigkeiten ein- und ausströmen können) (!Damit der Lack schneller verblasst) (!Damit das Bauteil magnetisch wird) (!Damit die Oberfläche absichtlich rostet)
Welche Aussage zu Brünierungen ist fachlich richtig? (Sie benötigen meist eine zusätzliche Öl- oder Wachskonservierung) (!Sie bilden immer eine dicke Kunststoffschicht) (!Sie ersetzen jede Oberflächenvorbereitung) (!Sie sind ausschließlich für Aluminium bestimmt)
Was beschreibt das Überarbeitungsintervall eines Lackes? (Den zulässigen Zeitraum bis zum Auftrag der nächsten Schicht) (!Die Länge des Werkstücks) (!Die Drehzahl einer Drahtbürste) (!Die Zahl der Schweißnähte)
Welche Größe wird bei der Kontrolle einer trockenen Lackschicht häufig gemessen? (Die Trockenschichtdicke) (!Die Schmiedetemperatur) (!Die Härte des Ambosses) (!Die Länge der Zange)
Welche Maßnahme hat beim Schutz vor Gefahrstoffen grundsätzlich Vorrang? (Eine wirksame technische Absaugung oder geschlossene Anlage) (!Nur das Öffnen eines Fensters unabhängig von der Gefährdung) (!Das Arbeiten ohne Betriebsanweisung) (!Das Umfüllen in unbeschriftete Behälter)
Warum sind scharfe Kanten für Beschichtungssysteme ungünstig? (Die Beschichtung kann dort zu dünn auslaufen) (!Sie erhöhen automatisch die Topfzeit) (!Sie verhindern jede elektrische Leitfähigkeit) (!Sie machen Stahl korrosionsfrei)
Was ist ein Duplexsystem? (Eine Kombination aus Feuerverzinkung und organischer Beschichtung) (!Zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Schleifgänge) (!Eine Mischung aus Öl und Wasser) (!Ein Werkstück aus zwei unbeschichteten Stählen)
Memory
| Entfetten | Entfernen von Öl und Fett |
| Zunder | Oxidschicht nach dem Erwärmen |
| Sa 2½ | Sehr gründliches Strahlen |
| Grundierung | Erste haftende Korrosionsschutzschicht |
| Pulverlack | Elektrostatisch aufgetragene trockene Teilchen |
| Feuerverzinken | Eintauchen von Stahl in eine Zinkschmelze |
| Duplexsystem | Zinküberzug mit zusätzlicher organischer Beschichtung |
| Schichtdicke | Qualitätsmerkmal im Mikrometerbereich |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Entfetten | Öl, Fett und Handschweiß entfernen |
| Strahlen | Rost und Zunder beseitigen und ein Oberflächenprofil erzeugen |
| Grundieren | Erste Schicht für Haftung und Korrosionsschutz auftragen |
| Deckbeschichten | Farbton und Witterungsbeständigkeit herstellen |
| Prüfen | Sichtkontrolle und Schichtdickenmessung durchführen |
Kreuzworträtsel
| Zunder | Wie heißt die Oxidschicht, die beim Erwärmen von Stahl entsteht? |
| Entfetten | Wie heißt das Entfernen von Öl und Fett vor dem Beschichten? |
| Grundierung | Wie heißt die erste haftende Schicht eines Lackaufbaus? |
| Pulverlack | Welcher trockene Beschichtungsstoff wird elektrostatisch aufgetragen? |
| Verzinken | Wie heißt das Aufbringen eines schützenden Zinküberzugs? |
| Schichtdicke | Welches Qualitätsmerkmal wird häufig in Mikrometern angegeben? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Oberflächenfehler erkennen: Fotografiere drei Metalloberflächen im Ausbildungsbetrieb und markiere Rost, Zunder, Fettspuren oder Altbeschichtungen. Beachte betriebliche Foto- und Datenschutzregeln.
- Werkzeugkarte Oberflächenvorbereitung: Erstelle eine Karte zu Drahtbürste, Schleifmittel und Strahlverfahren mit Einsatz, Vorteil und Gefährdung.
- Beschichtungsbegriffe: Formuliere zu zehn Fachbegriffen aus dem Kurs jeweils eine eigene Erklärung in einem vollständigen Satz.
- Sicherheitszeichen: Suche im Beschichtungsbereich nach relevanten Gebots-, Warn- und Verbotszeichen und erkläre ihre Bedeutung.
Standard
- Arbeitsplan Beschichten: Plane die Arbeitsschritte für einen geschmiedeten Kerzenhalter vom Rohzustand bis zur fertigen Innenraumbeschichtung.
- Verfahrensvergleich: Vergleiche Nasslack, Pulverlack, Feuerverzinken und Brünieren für ein Ziergitter anhand von Schutzwirkung, Gestaltung, Anlagenbedarf und Reparaturmöglichkeit.
- Schichtdickenprotokoll: Entwickle ein Messprotokoll mit Bauteilskizze, Messstellen, Sollwert, Einzelwerten, Mittelwert und Bewertung.
- Fehleranalyse Beschichtung: Untersuche ein Muster mit Läufern, Poren oder Haftungsfehlern und leite mögliche Ursachen sowie Abstellmaßnahmen ab.
Schwer
- Duplexsystem planen: Erstelle für ein geschmiedetes Außengeländer eine begründete Spezifikation aus Konstruktion, Vorbehandlung, Verzinkung, Beschichtung und Qualitätsprüfung.
- Gefährdungsbeurteilung Oberflächenarbeit: Entwirf gemeinsam mit einer Fachkraft eine tätigkeitsbezogene Gefährdungsbeurteilung für Schleifen und anschließendes Lackieren.
- Betriebsinterview Beschichtung: Befrage eine Fachkraft aus Lackiererei, Pulverbeschichtung oder Verzinkerei zu Prozessführung, Fehlerquellen, Prüfungen und Umweltschutz und werte das Interview fachlich aus.
- Instandhaltungskonzept: Entwickle für ein bewittertes Schmiedetor einen Inspektions- und Instandhaltungsplan mit Prüffristen, Schadensbildern und Reparaturablauf.


Lernkontrolle
- Systemauswahl begründen: Ein geschmiedetes Gartentor steht in einer feuchten Umgebung und soll dauerhaft dunkelgrün bleiben. Entscheide Dich für ein Beschichtungssystem und begründe Vorbehandlung, Schichtaufbau und Prüfungen.
- Fehlerursache übertragen: Eine Beschichtung löst sich wenige Tage nach dem Auftrag großflächig ab. Entwickle eine Ursachenanalyse, die Untergrund, Reinigung, Klima, Mischungsverhältnis und Trocknung einbezieht.
- Konstruktion verbessern: Überarbeite die Skizze eines geschlossenen Rohrrahmens so, dass er sicher feuerverzinkt werden kann. Begründe Lage und Funktion der Öffnungen.
- Arbeitsschutz entscheiden: Beurteile eine Arbeitssituation, in der neben einer Spritzlackierung geschliffen wird. Erkläre die Gefährdungen und formuliere eine sichere Arbeitsorganisation.
- Qualitätsdaten bewerten: Werte eine Reihe von Schichtdickenmessungen aus. Entscheide, ob zusätzliche Messungen, Nacharbeit oder Freigabe erforderlich sind, und begründe Deine Entscheidung anhand des Auftrags.
- Nachhaltigkeit vergleichen: Vergleiche zwei geeignete Beschichtungssysteme über den gesamten Lebenszyklus und berücksichtige Materialeinsatz, Haltbarkeit, Wartung, Reparatur und Entsorgung.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis ist wichtig, dass Du eine reale oder modellhafte Schmiedearbeit fachgerecht beurteilst und Deinen Lösungsweg nachvollziehbar dokumentierst. Der Nachweis sollte die Beschreibung des Ausgangszustands, die begründete Wahl des Beschichtungssystems, einen vollständigen Arbeitsplan, die berücksichtigten Schutzmaßnahmen, die ausgeführte oder simulierte Oberflächenvorbereitung, die Qualitätsprüfung und eine abschließende Reflexion enthalten. Fachbegriffe, Messwerte und Abweichungen müssen korrekt und prüfbar dargestellt sein.
Als geeignetes Ergebnis gilt beispielsweise eine Arbeitsmappe mit Bauteilskizze, Fotodokumentation, Material- und Werkzeugliste, Prüfprotokoll und kurzer Präsentation. Bewertet werden nicht nur die fertige Optik, sondern besonders die Begründung der Entscheidungen, die sichere Arbeitsweise und der Zusammenhang zwischen Untergrund, Beschichtung und späterer Beanspruchung.
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