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Metallgestaltung und historische Schmiedekunst – Ornamente aus Grundformen aufbauen

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Metallgestaltung und historische Schmiedekunst – Ornamente aus Grundformen aufbauen

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Metallgestaltung und historische Schmiedekunst – Ornamente aus Grundformen aufbauen


Einleitung

In diesem aiMOOC für die berufliche Ausbildung zerlegst Du historische Schmiedeeisen-Ornamente in wenige Grundformen und setzt sie neu zusammen. Im Mittelpunkt stehen Rhythmus, Wiederholung und Symmetrie. Du arbeitest vor allem mit Bildern, Zeichnungen, Beobachtungsaufgaben und begründeten Entscheidungen.

Bildauftrag: Markiere gedanklich Mittelachse, Wiederholungen, C-förmige und S-förmige Linien.

Ausbildungsfall: Eine historische Toranlage soll durch ein neues, klar lesbares Ornamentfeld ergänzt werden. Das neue Feld soll sich an historischen Vorbildern orientieren, aber nicht kopieren. Es soll aus wenigen wiederholbaren Grundformen aufgebaut, spiegelsymmetrisch geordnet und für eine fachgerechte Fertigung planbar sein.

Lernziel: Du kannst ein Ornament analysieren, aus Grundformen entwickeln, als 1:1-Zeichnung ordnen, eine Fertigungsstrategie begründen und Sicherheitsrisiken erkennen.


Sicherheitsrahmen: heiße Werkstoffe, Feuer, Abgase, Brandgefahr

Dieser Kurs ersetzt keine Unterweisung. Heiße Werkstoffe, Schmiedefeuer, Funkenflug, Zunder, Rauchgase, heiße Werkzeuge und mögliche Entstehungsbrände sind reale Gefährdungen. Praktische Demonstrationen mit Feuer oder glühendem Metall dürfen nur in einer dafür eingerichteten Schmiede und unter direkter fachlicher Anleitung stattfinden. Keine unbeaufsichtigten Versuche.

Beobachtung: Wo müssen Rauch und Verbrennungsprodukte erfasst und abgeführt werden? Wo liegen mögliche Brandlasten?

Die BGHM nennt bei Schmiedeessen unter anderem Entstehungsbrände, Rauchgase, Funken und Zunder sowie Verbrennungen durch erwärmte Werkstücke und Werkzeuge als Gefährdungen. Vor Arbeiten sind unter anderem Rauchabzug, Löschmittel und persönliche Schutzausrüstung zu prüfen; brennbare Gegenstände benötigen Sicherheitsabstand. Maßgeblich sind die betriebliche Gefährdungsbeurteilung, die Unterweisung und die Anweisung der verantwortlichen Fachkraft.

Entscheidungsfrage: Ein Werkstück liegt dunkel auf dem Amboss. Darf es ohne Prüfung angefasst werden? – Nein. Metall kann noch gefährlich heiß sein, obwohl es nicht mehr glüht.


Kurze Lerneinheiten


Lerneinheit 1: Ornament lesen – erst sehen, dann schmieden

Ein Ornament ist häufig aus wiederholten oder geordneten Motiven aufgebaut. Für die Metallgestaltung hilft eine einfache Frage: Welche Grundform steckt dahinter?

Grundform Gestaltungswirkung Typischer Einsatz im Ornament
Gerade ruhig, tragend, ordnend Rahmen, Achse, Stab
Bogen weich, verbindend Übergang, Öffnung
Spirale wachsend, drehend Schnecke, Endform
C-Form offen, gerichtet C-Schnörkel, Randmotiv
S-Form ausgleichend, gegenläufig S-Schnörkel, Verbindung

Beobachtungsauftrag: Suche im deutschen Gitter des 18. Jahrhunderts drei Ebenen: tragende Stäbe, größere Schnörkel und kleine Abschlussformen.

Entscheidung: Wenn ein Detail die Gesamtordnung stört, wird nicht zuerst „mehr Dekor“ ergänzt. Prüfe zuerst Achse, Abstand, Wiederholung und Größenverhältnis.


Lerneinheit 2: Rhythmus – Wiederholung mit Ordnung

Rhythmus entsteht, wenn Formen oder Abstände erkennbar wiederkehren. Gleichmäßige Wiederholung wirkt ruhig; bewusste Variation kann Spannung erzeugen. In der historischen Schmiedekunst werden häufig Stäbe, Bögen, Schnörkel und Endformen in einer lesbaren Folge geordnet.

Beobachtungsauftrag: Finde eine wiederholte Form und beschreibe, was gleich bleibt und was variiert.

Basisaufgabe mit Feedback: Zeichne fünf identische Kreisbögen in gleichmäßigen Abständen. Wenn der Rhythmus unruhig wirkt, prüfe zuerst Abstand und Größe. Begründung: Rhythmus wird durch Regelmäßigkeit der Wiederkehr lesbar, nicht durch zusätzliche Details.


Lerneinheit 3: Symmetrie – Ordnung an einer Achse

Bei Symmetrie wird eine Form nach einer Regel wiederholt. Für Ornamentfelder ist die Spiegelung an einer Mittelachse besonders wichtig. Sie hilft, komplexe Formen zu ordnen und Bauteile als Paare zu planen.

Beobachtungsauftrag: Bestimme die senkrechte Mittelachse. Welche Motive sind gespiegelt, welche nur ähnlich?

Anwendungsaufgabe mit Feedback: Entwirf links von einer Mittelachse ein Motiv aus Gerade, C-Form und Spirale. Spiegle es nach rechts. Wenn beide Seiten zwar ähnlich, aber nicht deckungsgleich sind, markiere zuerst die Abweichung am größten Radius. Begründung: Große Geometriefehler beeinflussen die Gesamtwirkung stärker als kleine Oberflächendetails.


Lerneinheit 4: Vom Grundmotiv zum Modul

Ein Modul ist eine wiederholbare Gestaltungseinheit. Ein Modul kann aus nur zwei oder drei Grundformen bestehen. Erst wenn das Modul klar ist, wird es wiederholt, gespiegelt oder gedreht.

Bauteilblick: Welche Linie ist tragend, welche dekorativ, welche verbindet?

Merksatz: Erst Grundform, dann Modul, dann Rhythmus, dann Detail.


Lerneinheit 5: Endformen und Übergänge

Endformen lenken den Blick. Historische Arbeiten nutzen eingerollte Enden, Blätter, Spitzen oder verdickte Abschlüsse. Für die Ausbildung ist entscheidend, dass ein Abschluss nicht nur dekorativ, sondern auch proportional und fertigungsgerecht in das Gesamtsystem passt.

Bauteilbild: Untersuche Übergang, Verdickung, Richtung und Schwerpunkt des historischen Endstücks.

Entscheidung: Ein aufwendiger Abschluss ist nicht automatisch besser. Wähle ihn nur, wenn Maßstab, Materialquerschnitt, Stil und Fertigungsaufwand zum Auftrag passen.


Lerneinheit 6: Historische Werkstatt und Prozessdenken

Historische Schmiedekunst entstand aus dem Zusammenspiel von Entwurf, Material, Werkzeug, Feuerführung, Umformung und Montage. Moderne Ausbildung verbindet dieses Erfahrungswissen mit planbarer Qualität und verbindlichem Arbeitsschutz.

Beobachtungsauftrag: Trenne im Bild Arbeitszone, Feuerzone, Werkzeugzone und Verkehrsweg.

Beobachtungsvideo – historische Schmiedearbeit: Notiere nur beobachtbare Prozessschritte: Erwärmen, Positionieren, Umformen, Prüfen. Nicht nachmachen. Praktische Übertragung nur angeleitet.


Lerneinheit 7: Zeichnung auf Werkstücklogik übertragen

Eine 1:1-Zeichnung macht Achsen, Radien, Abstände und Wiederholungen sichtbar. Sie hilft, mehrere Bauteile zueinander passend zu planen.

CBA/ABANA-Bezug – Beobachtungsauftrag: Achte darauf, wie Maße und Zeichnung in eine Fertigungsfolge übersetzt werden. Welche Informationen müssen vor dem ersten Umformen feststehen?

Entscheidungsaufgabe: Du hast zwei spiegelgleiche Schnörkel. Was ist vor der Fertigung wichtiger: zusätzliche Verzierung oder eine belastbare 1:1-Geometrie? Feedback: Die Geometrie. Sie definiert Achse, Anschluss, Proportion und Vergleichsmaß; Detail kommt danach.


Lerneinheit 8: Wiederholgenauigkeit – frei führen oder Vorrichtung nutzen?

Bei Einzelstücken kann freies Formen sinnvoll sein. Bei mehreren gleichartigen Schnörkeln kann eine geeignete Form- oder Biegehilfe die Wiederholgenauigkeit unterstützen. Auswahl und Einsatz erfolgen im Ausbildungsbetrieb nach Unterweisung.

Prozessvideo – Beobachtungsauftrag: Welche Geometrie der Vorrichtung bestimmt die Geometrie der Wiederholung? Wo wird kontrolliert statt „blind“ weitergebogen?

Entscheidungsaufgabe: Vier gleiche C-Schnörkel werden benötigt. Eine Vorrichtung lohnt sich, wenn sie Maßhaltigkeit und Wiederholung verbessert. Begründung: Wiederkehrende Geometrie ist ein Qualitätsmerkmal des rhythmischen Ornaments.


Lerneinheit 9: Werkzeugwahl für Schnörkel

Werkzeug folgt Form und Arbeitsgang. Scrolling Wrench bzw. Biegewerkzeuge dienen der kontrollierten Korrektur und Formgebung von Kurven. Praktische Verwendung nur nach Einweisung.

CBA-Prozessvideo – Beobachtungsauftrag: Welche Formmerkmale des Werkzeugs unterstützen das kontrollierte Biegen? An welcher Stelle wird das Werkstück gehalten, an welcher Stelle wird die Form beeinflusst?

Sicherheitsblick: Funken, heißes Werkstück, Schlagbereich und Werkstückhaltung müssen in der Gefährdungsbeurteilung mitgedacht werden.


Lerneinheit 10: Schwierige Schnörkel beurteilen

Komplexe Schnörkel entstehen nicht aus „mehr Kurven“, sondern aus klaren Übergängen zwischen Teilformen. Ausbildung heißt deshalb: Form lesen, Zwischenzustände beurteilen, Abweichungen früh erkennen.

CBA-Prozessvideo – Beobachtungsauftrag: Stoppe gedanklich an drei Zwischenzuständen. Entscheide jeweils: Ist die nächste Korrektur eine Änderung von Radius, Richtung oder Abschlussform?

Transferfeedback: Wer Zwischenzustände benennen kann, kann Fehler früher lokalisieren. Das ist wichtiger als ein rein optischer Endvergleich.


Ausbildungsfall: Ornamentfeld für eine historische Toranlage


Auftrag

Entwickle ein symmetrisches Ornamentfeld für die Ergänzung einer historischen Toranlage. Das Feld soll aus einer Mittelachse, zwei gespiegelten C- oder S-Modulen und einer wiederholten Abschlussform bestehen. Die praktische Fertigung mit heißen Werkstoffen ist nicht Bestandteil einer unbeaufsichtigten Selbstlernaufgabe.

Phase Arbeitsprodukt Qualitätsfrage
Analyse markiertes Vorbildfoto Wo liegen Achse, Rhythmus und Module?
Entwurf drei Miniaturvarianten Welche Variante ist am klarsten?
1:1-Plan vollständige Zeichnung Sind Anschlüsse, Abstände und Spiegelung eindeutig?
Fertigungsplanung Reihenfolge und Werkzeugentscheidung Was muss vor dem Warmumformen feststehen?
Fachlich angeleitete Demonstration beobachteter Zwischenzustand Welche Abweichung wird wann korrigiert?
Bewertung Soll-Ist-Vergleich Stimmen Rhythmus, Symmetrie und Proportion?


Gestufte Hilfen

Stufe Hilfe
Hilfe 1 Ziehe zuerst nur Rahmen und Mittelachse. Alles andere bleibt weg.
Hilfe 2 Lege eine C- oder S-Grundform als Modul fest und markiere ihren Anschluss.
Hilfe 3 Spiegle das Modul, prüfe gleiche Abstände und ergänze erst danach Endformen.
Hilfe 4 Fertigungscheck: Welche Teile müssen gleich sein, wo braucht es Vergleichsmaß oder Vorrichtung?


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben mit begründetem Feedback

Niveau Aufgabe Begründetes Feedback
Basis Zerlege ein Gittermotiv in Gerade, Bogen, Spirale, C- und S-Form. Gute Analyse reduziert Komplexität. Wenn Du zu viele „Sonderformen“ findest, suche nach größeren Grundlinien.
Anwendung Entwickle aus einem C-Modul ein spiegelsymmetrisches Paar. Prüfe zuerst Achse und Außenmaß. Gleiche Details helfen nicht, wenn die Großform nicht stimmt.
Anwendung Entscheide zwischen freiem Formen und Vorrichtung für vier gleiche Module. Bei Wiederholteilen spricht die geforderte Reproduzierbarkeit für eine geeignete Vorrichtung; Entscheidung bleibt abhängig von Werkstatt, Querschnitt und Auftrag.
Transfer Modernisiere ein historisches Motiv, ohne seinen Rhythmus zu verlieren. Übertrage das Ordnungsprinzip, nicht die Dekoration eins zu eins. Ein guter Transfer bewahrt Achse und Wiederholung, variiert aber Formensprache und Proportion bewusst.


Fachlich geprüfte Quellen und Medienrechte


Fachquellen

  1. BGHM: Arbeitsschutz Kompakt Nr. 118 – Schmiedeessen: Gefährdungen und Schutzmaßnahmen zu Feuer, Rauchgasen, Funken, Zunder und heißen Werkstücken.
  2. DGUV: Themenfeld Manuelles Schmieden: Kunstschmieden, Schmiedeessen und sichere Werkstattpraxis.
  3. ABANA National Curriculum: strukturierte Schmiedeausbildung; Level II umfasst klassische Schnörkel und maßbezogenes Schmieden.
  4. California Blacksmith Association – Level II: Scrollwork, Scrollform, C- und S-Schnörkel, Zeichnungsübertragung und Grille-Projekt.
  5. California Blacksmith Association – CBA Videos: Quelle der eingebetteten CBA-Ausbildungsvideos.
  6. Wikipedia: Schmieden und Wikipedia: Ornament: Grundlagenbegriffe.


Medienrechte – geprüfte Commons-Dateien

Datei Rechte laut Wikimedia-Commons-Dateiseite
Wrought Iron Gate Design (recto), Sketches for Bracket (verso) MET DP806786.jpg CC0
Wrought iron gate from Germany, V&A London.jpg CC0
Gate MET ES79.jpg CC0
Wrought iron finial from a gate, V&A London.jpg CC0
In der Werkstatt.JPG CC0
Blacksmith's hammer on hot metal and anvil (30162594246).jpg CC0
Traditional Blacksmith Forge.jpg CC BY-SA 4.0
Red hot iron is forged with hammer and anvil.jpg CC BY 3.0
Detail on wrought-iron gate.jpg CC BY-SA 4.0
Decorated wrought iron gate 1886.jpg CC BY-SA 4.0

YouTube-Hinweis: Die CBA- und Black-Bear-Forge-Videos werden nur eingebettet; es wird keine freie OER-Lizenz behauptet. Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern. Das historische Möhkö-Video ist zusätzlich auf Wikimedia Commons dokumentiert. Medienstand und Lizenzseite sind vor Weiterverwendung erneut zu prüfen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was erzeugt in einem Ornament am deutlichsten einen Rhythmus? (Eine erkennbare Wiederholung von Formen oder Abständen) (!Eine zufällige Verteilung aller Details) (!Ein möglichst großer Materialquerschnitt) (!Eine einzige isolierte Endform)




Wozu dient eine Mittelachse bei einem spiegelsymmetrischen Ornament? (Sie ordnet die Spiegelung der beiden Seiten) (!Sie bestimmt die Brennstoffart) (!Sie ersetzt die 1:1-Zeichnung) (!Sie legt die Oberflächenfarbe fest)




Welche Grundform ist typisch für einen C-Schnörkel? (Eine offene gekrümmte Form) (!Ein geschlossenes Rechteck) (!Eine reine Zickzacklinie) (!Ein gerader Parallelstab)




Wann kann eine geeignete Vorrichtung besonders sinnvoll sein? (Bei mehreren geometrisch gleichen Wiederholteilen) (!Wenn jedes Teil absichtlich völlig anders werden soll) (!Wenn keine Maße vorliegen) (!Wenn Sicherheitsregeln umgangen werden sollen)




Was sollte vor der Detailausarbeitung eines Ornamentfeldes feststehen? (Achse, Grundmodul und Proportion) (!Patina und Verpackung) (!Nur die Anzahl der Hammerschläge) (!Nur die Oberflächenrauheit)




Welche Regel gilt für praktische Arbeiten mit Schmiedefeuer in diesem Kurs? (Nur fachlich angeleitet in geeigneter Werkstatt) (!Allein zu Hause ausprobieren) (!Ohne Unterweisung beginnen) (!Schutzmaßnahmen erst nach dem Versuch festlegen)




Welche Gefährdung gehört zur Arbeit an einer Schmiedeesse? (Verbrennung durch heiße Werkstücke und Gefährdung durch Rauchgase) (!Ausschließlich Papierstaub) (!Nur Kältebelastung) (!Keine Brandgefahr)




Warum wird ein historisches Ornament in Grundformen zerlegt? (Damit Ordnung, Wiederholung und Fertigungslogik erkennbar werden) (!Damit alle historischen Details entfernt werden) (!Damit Maße überflüssig werden) (!Damit Symmetrie vermieden wird)




Was ist beim Soll-Ist-Vergleich eines symmetrischen Ornamentpaares zuerst zu prüfen? (Großform, Achse und Außenmaß) (!Nur die Farbe) (!Nur die letzte Endform) (!Nur die Werkzeugmarke)




Was kennzeichnet einen guten gestalterischen Transfer? (Das Ordnungsprinzip wird bewahrt und die Formensprache bewusst weiterentwickelt) (!Das historische Vorbild wird ohne Analyse kopiert) (!Alle Wiederholungen werden zufällig verändert) (!Die Fertigbarkeit wird nicht berücksichtigt)





Memory

Rhythmus geordnete Wiederholung
Spiegelachse Bezugslinie für gespiegelte Formen
C-Schnörkel offene gekrümmte Grundform
S-Schnörkel gegenläufige Doppelkurve
Modul wiederholbare Gestaltungseinheit
Vorrichtung Hilfe für reproduzierbare Geometrie
Zunder Oxidschicht auf erhitztem Stahl





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Spiegelung Formbezug an einer Achse
Rhythmus erkennbare Wiederkehr
Modul wiederholbare Einheit
Spirale eingerollte Kurvenform
Vorrichtung Unterstützung für Wiederholgenauigkeit






Kreuzworträtsel

Rhythmus Wie heißt die geordnete Wiederholung von Formen oder Abständen?
Spiegelung Wie heißt die symmetrische Abbildung an einer Achse?
Spirale Welche Kurvenform rollt sich um einen Mittelpunkt ein?
Zunder Wie heißt die Oxidschicht auf erhitztem Stahl?
Amboss Auf welchem Werkzeug wird traditionell geschmiedet?
Ornament Wie heißt ein schmückendes geordnetes Muster?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein Ornament wird leichter planbar, wenn Du es in

zerlegst. Eine erkennbare Wiederholung erzeugt

. Bei einer Spiegelung ordnet die

die beiden Seiten. Eine wiederholbare Gestaltungseinheit heißt

. Mehrere gleiche Schnörkel können mit einer geeigneten

reproduzierbarer werden. Vor der Fertigungsplanung hilft eine

im Maßstab eins zu eins. Heiße Werkstücke dürfen nur unter fachlicher

praktisch bearbeitet werden. Rauchgase müssen durch geeignete technische Maßnahmen sicher

werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Grundformen erkennen: Fotografiere oder skizziere ein vorhandenes Metallornament und markiere Gerade, Bogen, C-Form, S-Form und Spirale.
  2. Symmetrie finden: Suche drei Ornamentbeispiele im öffentlichen Raum und kennzeichne jeweils die vermutete Spiegelachse. Keine Arbeiten an Bauteilen durchführen.
  3. Rhythmus zeichnen: Entwickle aus einer einzigen C-Form drei unterschiedliche Wiederholungsrhythmen.
  4. Bildanalyse Schmiedewerkstatt: Beschrifte auf einem Werkstattbild Feuerzone, Werkzeugzone, Verkehrsweg und möglichen Gefahrenbereich.


Standard

  1. Modulentwurf: Entwirf ein Ornamentmodul aus maximal drei Grundformen und spiegle es zu einem Paar.
  2. Ausbildungsfall Toranlage: Erstelle drei Miniaturvarianten für das Ornamentfeld und begründe, welche Variante Rhythmus und Symmetrie am klarsten zeigt.
  3. Videoanalyse Schnörkel: Wähle eines der eingebetteten Prozessvideos und protokolliere fünf beobachtbare Entscheidungen, ohne daraus eine unbeaufsichtigte Praxisanleitung abzuleiten.
  4. Soll-Ist-Prüfung: Vergleiche zwei gezeichnete Schnörkel mit Transparentpapier oder digitaler Überlagerung und markiere die drei größten Abweichungen.


Schwer

  1. Historischer Transfer: Übertrage die Ordnungslogik eines historischen Gitters in eine zeitgenössische Formensprache, ohne das Motiv zu kopieren.
  2. Fertigungsplanung Metallgestaltung: Erstelle zu Deinem 1:1-Entwurf eine begründete Reihenfolge der Arbeitsschritte und kennzeichne, welche Schritte nur fachlich angeleitet praktisch demonstriert werden dürfen.
  3. Qualitätskriterien Ornament: Entwickle eine Bewertungsmatrix mit Kriterien für Proportion, Rhythmus, Symmetrie, Anschluss, Wiederholgenauigkeit und Fertigbarkeit.
  4. Fachgespräch Arbeitssicherheit: Bereite ein fünfminütiges Fachgespräch vor, in dem Du erklärst, wie heiße Werkstoffe, Feuer, Abgase, Funken und Brandlasten die Werkstattplanung beeinflussen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Ornamentanalyse: Zwei Entwürfe verwenden dieselben Grundformen, wirken aber unterschiedlich ruhig. Erkläre den Unterschied über Abstand, Wiederholung, Achsen und Größenverhältnisse.
  2. Entscheidung Vorrichtung: Für ein Einzelstück und für eine Serie von acht gleichen Schnörkeln stehen freies Formen oder eine geeignete Vorrichtung zur Wahl. Begründe zwei unterschiedliche Entscheidungen.
  3. Fehlerdiagnose Symmetrie: Ein Ornamentpaar ist im Detail sauber, wirkt aber schief. Entwickle eine Prüfreihenfolge vom größten zum kleinsten Gestaltungsmerkmal.
  4. Transfer historische Schmiedekunst: Beschreibe, wie Du ein historisches Motiv modernisieren kannst, ohne seine Ordnungslogik zu verlieren.
  5. Arbeitssicherheit Schmiede: Leite aus den Gefährdungen Feuer, Rauchgase, Zunder, Funken und heiße Werkstücke organisatorische und technische Schutzgedanken für einen Ausbildungsbetrieb ab.
  6. Fachliche Reflexion: Erkläre, warum eine gute 1:1-Zeichnung sowohl Gestaltung als auch Fertigungsqualität unterstützt.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind wichtig:

  1. Eine nachvollziehbare Analyse eines historischen Ornamentbeispiels mit Grundformen, Rhythmus und Symmetrie.
  2. Ein eigener Entwurf mit Mittelachse, Modul, Wiederholung und begründeter Proportion.
  3. Eine 1:1-Zeichnung mit eindeutigen Anschlüssen und Vergleichsmaßen.
  4. Eine begründete Entscheidung zu Werkzeug- oder Vorrichtungsbedarf.
  5. Eine Sicherheitsbetrachtung zu heißen Werkstoffen, Feuer, Abgasen, Funken, Zunder und Brandgefahren.
  6. Ein Soll-Ist-Vergleich oder eine Reflexion, in der gestalterische und fertigungstechnische Entscheidungen begründet werden.




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