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Menschen mit Behinderung unterstützen - AES

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Menschen mit Behinderung unterstützen - AES




Einleitung

Menschen mit Behinderung leben mitten in unserer Gesellschaft. Sie gehen zur Schule, arbeiten, wohnen allein oder mit anderen, kochen, kaufen ein, treiben Sport und gestalten ihre Freizeit. Manche Menschen brauchen in bestimmten Situationen Unterstützung. Andere brauchen wenig oder gar keine Hilfe.

Im Fach AES – Alltagskultur, Ernährung und Soziales geht es darum, den Alltag bewusst, sozial und selbstständig zu gestalten. Dazu gehört auch die Frage: Wie können wir Menschen mit Behinderung so unterstützen, dass Selbstbestimmung, Würde und Teilhabe erhalten bleiben?

Eine wichtige Grundregel lautet: Nicht einfach handeln, sondern zuerst fragen. Gute Unterstützung richtet sich nach den Wünschen der Person. Ein hilfreicher Satz ist zum Beispiel: „Möchtest Du Unterstützung? Wenn ja, wie kann ich Dir helfen?“


Was bedeutet Behinderung?

Eine Behinderung kann körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbereiche betreffen. Sie kann sichtbar sein, muss es aber nicht. Menschen sind sehr verschieden. Deshalb sagt eine Diagnose allein wenig darüber aus, was eine Person kann, möchte oder braucht.

Die UN-Behindertenrechtskonvention beschreibt Behinderung nicht nur als Eigenschaft einer Person. Wichtig ist auch die Umgebung: Eine Beeinträchtigung kann zusammen mit Barrieren dazu führen, dass Teilhabe erschwert wird.

Ein einfaches Beispiel: Eine Person nutzt einen Rollstuhl. Nicht der Rollstuhl verhindert den Besuch eines Gebäudes, sondern möglicherweise eine Treppe ohne Rampe oder Aufzug. Wird die Barriere beseitigt, wird mehr selbstständige Teilhabe möglich.

Merke: Nicht jeder Mensch mit derselben Behinderung braucht dieselbe Unterstützung. Frage nach, statt zu vermuten.


Verschiedene Formen von Behinderung

Behinderungen können sehr unterschiedlich sein. Manche Menschen haben eine körperliche Behinderung und nutzen zum Beispiel einen Rollstuhl, eine Prothese oder andere Hilfsmittel. Manche Menschen sind blind oder sehbehindert. Andere sind gehörlos oder schwerhörig. Manche Menschen haben eine Lernbehinderung, eine geistige Behinderung oder eine psychische Behinderung. Auch mehrere Beeinträchtigungen können zusammen auftreten.

Nicht jede Behinderung ist sofort erkennbar. Deshalb ist ein respektvoller Umgang mit allen Menschen wichtig.


Selbstbestimmung und Teilhabe

Selbstbestimmung bedeutet: Ein Mensch trifft möglichst viele Entscheidungen über das eigene Leben selbst. Dazu gehören zum Beispiel Entscheidungen über Wohnen, Essen, Kleidung, Freizeit, Kontakte, Schule, Ausbildung, Arbeit und Unterstützung.

Teilhabe bedeutet: Menschen können in den verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens mitmachen und mitentscheiden.

Unterstützung soll Teilhabe ermöglichen und nicht unnötig Entscheidungen abnehmen. Das kann im Alltag bedeuten:

  1. Unterstützung anbieten: Frage zuerst, ob Hilfe gewünscht ist.
  2. Wünsche beachten: Höre zu und richte die Unterstützung nach der Person aus.
  3. Zeit geben: Lass die Person Aufgaben möglichst selbst erledigen.
  4. Privatsphäre achten: Persönliche Informationen, Körperpflege und Hilfebedarf sind private Themen.
  5. Grenzen respektieren: Ein Nein zur angebotenen Hilfe ist zu akzeptieren.
  6. Stärken sehen: Achte nicht nur auf Schwierigkeiten, sondern auch auf Fähigkeiten und Erfahrungen.


Barrieren erkennen und abbauen

Barrieren können Menschen daran hindern, selbstständig am Alltag teilzunehmen. Barrieren sind nicht nur Treppen. Sie können an vielen Stellen entstehen.


Bauliche Barrieren

Bauliche Barrieren sind zum Beispiel Stufen, enge Türen, zu hohe Bedienelemente oder fehlende Aufzüge. Rampen, Aufzüge, ausreichend breite Wege und gut erreichbare Einrichtungen können den Zugang verbessern.

Auch Toiletten können barrierefrei gestaltet sein. Wichtig ist dabei nicht nur ein Symbol an der Tür. Der Raum muss so gestaltet sein, dass Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen ihn möglichst selbstständig nutzen können.

Datei:Accessible toilet.jpg


Barrieren für blinde und sehbehinderte Menschen

Blinde und sehbehinderte Menschen können zum Beispiel auf tastbare Informationen, Brailleschrift, gute Kontraste, große Schrift, klare Wege, akustische Informationen oder digitale Vorlesefunktionen angewiesen sein.

Taktile Bodenmarkierungen helfen bei der Orientierung. Sie müssen so angeordnet sein, dass sie sinnvoll genutzt werden können.

Datei:Tactile Paving - Directional Variants.png

Brailleschrift besteht aus tastbaren Punktmustern. Sie ermöglicht blinden Menschen das Lesen mit den Fingern.

Datei:Reading braille tactile street signs George St Brisbane P1430079.jpg

Ein Blindenführhund oder ein anderer Assistenzhund kann wichtige Aufgaben übernehmen. Ein Assistenzhund bei der Arbeit sollte nicht ohne Erlaubnis abgelenkt, gefüttert oder gestreichelt werden.

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Barrieren für gehörlose und schwerhörige Menschen

Gehörlose und schwerhörige Menschen nutzen unterschiedliche Kommunikationsformen. Dazu können Deutsche Gebärdensprache, Lautsprache, Schrift, Lippenlesen, Untertitel, technische Hörhilfen oder eine Kombination gehören.

Wichtig ist: Nicht einfach annehmen, welche Kommunikationsform eine Person verwendet. Frage nach.

Bei einem Gespräch kann es helfen, die Person direkt anzusehen, deutlich zu sprechen, das Gesicht nicht zu verdecken und störende Hintergrundgeräusche möglichst zu reduzieren. Wenn etwas nicht verstanden wird, kann die Information zusätzlich aufgeschrieben werden.

Datei:Sign language interpreter.jpg


Verständliche Sprache und Informationen

Manche Menschen benötigen besonders verständliche Informationen. Kurze Sätze, klare Wörter, Bilder oder Leichte Sprache können Barrieren verringern. Auch Menschen, die gerade Deutsch lernen oder wenig Erfahrung mit einem Thema haben, profitieren oft von klaren Erklärungen.

Barrierefreie Kommunikation bedeutet auch: wichtige Informationen nicht nur auf einem einzigen Weg anbieten. Ein Video kann zum Beispiel Untertitel benötigen. Eine Grafik kann eine Textbeschreibung brauchen. Ein Formular sollte übersichtlich aufgebaut sein.


Unterstützen im Alltag

Unterstützung kann im Haushalt, in der Schule, bei der Arbeit, beim Einkaufen, bei Terminen oder in der Freizeit nötig sein. Gute Unterstützung orientiert sich an der Person.

Hilfreich ist die Reihenfolge: fragen – zuhören – gemeinsam handeln – Rückmeldung beachten.


Im Haushalt und beim Kochen

Im AES-Unterricht ist der Haushalt ein wichtiger Lernbereich. Auch Küchen können Barrieren enthalten. Arbeitsflächen können zu hoch sein, Schränke schlecht erreichbar oder Wege zu eng.

Eine barriereärmere Küche kann zum Beispiel durch gut erreichbare Arbeitsbereiche, freie Bewegungsflächen, übersichtliche Anordnung und geeignete Hilfsmittel unterstützt werden. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt von der Person ab.

Datei:Fire Safety - A person who uses a wheelchair cooking safely in their kitchen.jpg

Beim gemeinsamen Kochen gilt: Die Person übernimmt möglichst die Tätigkeiten, die sie selbst übernehmen möchte. Unterstützung wird nur dort gegeben, wo sie gewünscht oder vereinbart ist.


Beim Einkaufen

Beim Einkaufen können hohe Regale, enge Gänge, kleine Preisschilder, schwer verständliche Informationen oder nicht barrierefreie digitale Bezahlvorgänge Probleme verursachen.

Mögliche Unterstützung ist zum Beispiel: gemeinsam eine Einkaufsliste erstellen, auf Wunsch Produkte reichen, Informationen vorlesen, Wege beschreiben oder beim Tragen helfen. Auch hier gilt: erst fragen.


In Schule und Freizeit

Inklusion bedeutet, dass gemeinsame Aktivitäten von Anfang an möglichst so geplant werden, dass verschiedene Menschen teilnehmen können. Bei einem Ausflug sollten zum Beispiel Wege, Toiletten, Transport, Pausen, Informationen und mögliche Unterstützung mitgedacht werden.

Freizeitangebote sind besonders inklusiv, wenn Menschen mit und ohne Behinderung selbstverständlich gemeinsam teilnehmen können und notwendige Anpassungen normal eingeplant werden.


Persönliche Assistenz

Persönliche Assistenz ist eine Form der Unterstützung, die ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen soll. Assistenz kann zum Beispiel im Haushalt, bei der Körperpflege, in Schule und Ausbildung, bei der Arbeit, beim Einkaufen, bei Freizeitaktivitäten oder auf Wegen nötig sein.

Entscheidend ist: Die unterstützte Person bestimmt möglichst selbst, was, wann, wo und wie unterstützt wird.

Persönliche Assistenz ist deshalb mehr als „jemandem helfen“. Sie ist eine verlässliche Dienstleistung, die Selbstbestimmung und Teilhabe unterstützen kann.


Respektvoller Umgang

Menschen mit Behinderung sind zuerst Menschen mit eigenen Interessen, Stärken, Meinungen und Lebensentwürfen. Respekt bedeutet, auf Augenhöhe miteinander umzugehen.

Diese Regeln helfen im Alltag:

  1. Direkt ansprechen: Sprich mit der Person selbst und nicht nur mit einer Begleitperson.
  2. Vorher fragen: Berühre einen Rollstuhl, Blindenstock, Kommunikationsgerät oder andere persönliche Hilfsmittel nicht ungefragt.
  3. Nicht bevormunden: Entscheide nicht automatisch für die andere Person.
  4. Normal kommunizieren: Sprich altersgemäß und respektvoll.
  5. Fehler korrigieren: Wenn Dir ein unpassender Ausdruck herausrutscht, verbessere Dich kurz und respektvoll.
  6. Individuelle Wünsche beachten: Menschen bevorzugen unterschiedliche Begriffe und Formen der Unterstützung.


Sprache und Ableismus

Ableismus bezeichnet Diskriminierung oder Abwertung von Menschen wegen einer tatsächlichen oder zugeschriebenen Behinderung. Ableismus kann offen sein, zum Beispiel durch Beleidigungen. Er kann aber auch in scheinbar gut gemeinten Aussagen stecken, wenn Menschen auf ihre Behinderung reduziert oder ständig unterschätzt werden.

Wichtig ist deshalb: Keine Witze auf Kosten von Behinderungen, keine abwertenden Schimpfwörter und keine Annahmen wie „Das kannst Du bestimmt nicht“.

Besser ist: die Person ernst nehmen, konkret fragen und ihre Entscheidung respektieren.


Inklusion statt Ausgrenzung

Inklusion bedeutet vereinfacht: Die Umgebung wird so gestaltet, dass unterschiedliche Menschen von Anfang an dazugehören und teilnehmen können.

Integration wird oft so beschrieben: Eine Person kommt in ein bestehendes System hinein und erhält Anpassungen, damit sie mitmachen kann.

Inklusion fragt stärker: Wie muss das System gestaltet sein, damit Verschiedenheit von Anfang an mitgedacht wird?

Im Alltag kann das heißen: ein Eingang ohne Stufen, verständliche Informationen, Untertitel, flexible Arbeitsplätze, zugängliche Verkehrsmittel oder eine Aktivität, bei der unterschiedliche Fähigkeiten berücksichtigt werden.


Rechte von Menschen mit Behinderung

Menschen mit Behinderung haben dieselben Menschenrechte wie andere Menschen. In Deutschland gilt außerdem: Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Die UN-Behindertenrechtskonvention stärkt unter anderem Rechte auf Teilhabe, Barrierefreiheit, Bildung, selbstbestimmtes Leben und Arbeit. In Deutschland regelt das SGB IX wichtige Bereiche von Rehabilitation und Teilhabe. Das Bundesteilhabegesetz hat das Ziel, Teilhabe und Selbstbestimmung weiter zu stärken.

Für den AES-Unterricht ist besonders wichtig: Unterstützung ist kein Gefallen, der willkürlich gegeben oder verweigert wird. Viele Unterstützungsleistungen dienen dazu, Rechte und gleichberechtigte Teilhabe praktisch umzusetzen.


Was hat das mit AES zu tun?

Das Thema verbindet mehrere Bereiche von AES:

  1. Alltagsgestaltung: Wie können Wohnen, Einkaufen, Kochen und Freizeit zugänglich gestaltet werden?
  2. Soziales Handeln: Wie gelingt respektvolle Unterstützung ohne Bevormundung?
  3. Gesundheit: Wie können individuelle Bedürfnisse und Selbstbestimmung berücksichtigt werden?
  4. Verbraucherbildung: Sind Produkte, Dienstleistungen und Informationen für verschiedene Menschen nutzbar?
  5. Berufsorientierung: Welche sozialen Berufe und Assistenzangebote unterstützen Teilhabe?
  6. Medienbildung: Wie werden Videos, Webseiten und Informationen barriereärmer gestaltet?
  7. Nachhaltige Lebensgestaltung: Wie kann eine Umgebung so geplant werden, dass sie von möglichst vielen Menschen genutzt werden kann?


Fallbeispiele aus dem Alltag


Fallbeispiel Küche

Mira nutzt einen Rollstuhl. In der Schulküche steht eine wichtige Schüssel in einem hohen Schrank. Eine Mitschülerin nimmt die Schüssel sofort heraus und beginnt schon mit dem nächsten Arbeitsschritt.

Besser wäre: Sie fragt Mira, ob und welche Unterstützung sie möchte. Vielleicht möchte Mira nur, dass die Schüssel heruntergereicht wird. Den Rest kann sie selbst erledigen.

Lernpunkt: Hilfe soll Selbstständigkeit unterstützen, nicht Aufgaben unnötig übernehmen.


Fallbeispiel Ausflug

Jonas ist sehbehindert. Die Klasse plant einen Museumsbesuch. Die Gruppe prüft vorher, ob es gut zugängliche Wege, tastbare oder akustische Informationen und geeignete Führungen gibt. Jonas wird direkt gefragt, was für ihn hilfreich ist.

Lernpunkt: Gute Inklusion beginnt bei der Planung und bezieht die betroffene Person ein.


Fallbeispiel Gespräch

Aylin ist schwerhörig. In einer Gruppenarbeit reden mehrere Personen gleichzeitig. Sie kann dem Gespräch kaum folgen. Die Gruppe verändert die Situation: Es spricht immer eine Person, die Sitzordnung wird übersichtlicher und wichtige Ergebnisse werden notiert.

Lernpunkt: Oft kann eine kleine Veränderung der Umgebung eine große Wirkung haben.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist vor einer Unterstützung meistens der beste erste Schritt? (Die Person fragen, ob und wie sie Unterstützung möchte) (!Sofort handeln, ohne etwas zu sagen) (!Eine Begleitperson für die Person entscheiden lassen) (!Die Aufgabe vollständig übernehmen)




Was bedeutet Selbstbestimmung? (Ein Mensch entscheidet möglichst selbst über sein eigenes Leben) (!Andere Menschen treffen alle Entscheidungen) (!Eine Person muss immer alles allein machen) (!Unterstützung ist grundsätzlich nicht erlaubt)




Was kann eine bauliche Barriere sein? (Eine Treppe ohne geeignete Alternative) (!Ein freundlicher Gruß) (!Eine gut lesbare Beschriftung) (!Eine breite Tür)




Welche Aussage über Behinderung ist richtig? (Nicht jede Behinderung ist sichtbar) (!Jede Behinderung ist sofort erkennbar) (!Alle Menschen mit Behinderung brauchen dieselbe Hilfe) (!Menschen mit Behinderung können nicht selbstständig leben)




Was hilft gehörlosen oder schwerhörigen Menschen je nach Bedarf? (Untertitel oder passende Kommunikationsformen) (!Absichtlich undeutliches Sprechen) (!Wegsehen während des Gesprächs) (!Informationen nur flüstern)




Wozu dient Brailleschrift? (Sie ermöglicht das Lesen von tastbaren Punktmustern) (!Sie ersetzt jede Form von Lautsprache) (!Sie ist ein Piktogramm für Rollstuhlnutzung) (!Sie ist eine Form von Musikschrift nur für Kinder)




Wie sollte man mit einem Assistenzhund bei der Arbeit umgehen? (Man lenkt ihn nicht ohne Erlaubnis ab) (!Man füttert ihn ungefragt) (!Man ruft ihn zu sich) (!Man nimmt ihm das Geschirr ab)




Was ist ein Ziel von Inklusion? (Teilhabe von Anfang an möglichst gemeinsam zu ermöglichen) (!Menschen dauerhaft voneinander zu trennen) (!Alle Menschen gleich behandeln, ohne Bedürfnisse zu beachten) (!Unterstützung grundsätzlich abzuschaffen)




Was bedeutet respektvolle Unterstützung? (Die Wünsche und Grenzen der Person beachten) (!Über die Person statt mit ihr sprechen) (!Jede Tätigkeit vorsorglich übernehmen) (!Persönliche Hilfsmittel ungefragt benutzen)




Warum passt das Thema besonders gut zu AES? (Weil es Alltagsgestaltung und soziales Handeln verbindet) (!Weil es nur um Leistungssport geht) (!Weil es ausschließlich ein Thema der Mathematik ist) (!Weil Alltag und Zusammenleben keine Rolle spielen)





Memory

Selbstbestimmung Eigene Entscheidungen treffen
Teilhabe Am gesellschaftlichen Leben mitmachen
Barrierefreiheit Zugänge und Informationen möglichst nutzbar gestalten
Brailleschrift Tastbare Punktschrift
Gebärdensprache Visuelle Sprache mit Gebärden
Assistenz Unterstützung nach individuellem Bedarf
Inklusion Verschiedenheit von Anfang an mitdenken
Respekt Wünsche und Grenzen ernst nehmen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Rampe Stufe am Eingang
Untertitel Gesprochene Inhalte im Video
Brailleschrift Tastbare Information
Gebärdensprache Visuelle Kommunikation
Assistenz Individuelle Unterstützung im Alltag
Leichte Sprache Schwer verständlicher Informationstext




...


Kreuzworträtsel

Inklusion Wie heißt das Prinzip, bei dem Verschiedenheit von Anfang an mitgedacht wird?
Braille Wie heißt die tastbare Punktschrift?
Rampe Welche bauliche Hilfe kann eine Treppe ergänzen oder ersetzen?
Assistenz Wie heißt eine selbstbestimmungsorientierte Unterstützung im Alltag?
Teilhabe Wie nennt man das Mitmachen und Mitentscheiden in der Gesellschaft?
Respekt Welche Haltung bedeutet, Wünsche und Grenzen ernst zu nehmen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Gute Unterstützung beginnt meistens mit einer

an die betroffene Person.
Ein zentrales Ziel ist die

im eigenen Alltag.
Wenn Menschen gleichberechtigt mitmachen können, spricht man von

.
Eine Treppe ohne Alternative kann eine bauliche

sein.
Tastbare Punktmuster heißen

.
Eine visuelle Sprache für gehörlose Menschen kann die Deutsche

sein.
Persönliche

kann Unterstützung in verschiedenen Lebensbereichen ermöglichen.
Bei einem Assistenzhund sollte man eine Ablenkung ohne

vermeiden.
Inklusion bedeutet, Verschiedenheit von Anfang an

.
Im AES-Unterricht verbindet das Thema Alltagsgestaltung mit sozialem

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Barrieren-Check: Untersuche einen Raum Deiner Schule. Finde drei mögliche Barrieren und notiere jeweils eine Verbesserung.
  2. Hilfe richtig anbieten: Formuliere drei respektvolle Sätze, mit denen Du Unterstützung anbieten kannst, ohne zu bevormunden.
  3. Alltag ohne Barrieren: Fotografiere oder zeichne ein Beispiel für eine gelungene barrierearme Lösung in Deinem Alltag und erkläre ihren Nutzen.
  4. Begriffe erklären: Erstelle fünf einfache Begriffskarten zu Selbstbestimmung, Teilhabe, Inklusion, Assistenz und Barrierefreiheit.


Standard

  1. Barrierearme Schulküche: Prüfe die Schulküche aus der Sicht unterschiedlicher Nutzerinnen und Nutzer und erstelle fünf konkrete Verbesserungsvorschläge.
  2. Inklusiver Ausflug: Plane einen Klassenausflug so, dass Mobilität, Kommunikation, Pausen, Toiletten und Informationen mitgedacht werden.
  3. Medien barriereärmer machen: Wähle ein kurzes Schulvideo und entwickle Ideen für Untertitel, verständliche Sprache und eine kurze Bildbeschreibung.
  4. Interview zu Teilhabe: Bereite ein respektvolles Interview mit einer Fachkraft, Selbstvertretung oder Beratungsstelle vor. Frage nach Barrieren, guter Unterstützung und Selbstbestimmung.


Schwer

  1. Inklusionsanalyse: Vergleiche zwei öffentliche Orte oder Angebote und bewerte, welches mehr Teilhabe ermöglicht. Begründe Deine Kriterien.
  2. Fallberatung: Entwickle für ein selbst erfundenes Fallbeispiel mehrere Unterstützungsmöglichkeiten. Zeige, wie die betroffene Person selbst entscheiden kann.
  3. AES-Projekt Barrierefreiheit: Entwickle ein kleines Projekt für Deine Schule, das eine konkrete Barriere abbaut. Plane Ziel, Beteiligte, Material, Kosten und Umsetzung.
  4. Perspektiven prüfen: Analysiere eine Werbung, Serie oder Social-Media-Darstellung von Menschen mit Behinderung. Prüfe, ob Selbstbestimmung, Vielfalt und Respekt sichtbar werden.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer Barrierefreiheit: Eine Schulveranstaltung findet in einem Raum im ersten Stock ohne Aufzug statt. Entwickle mindestens zwei Lösungen und bewerte sie nach Teilhabe und Selbstbestimmung.
  2. Unterstützung abwägen: Eine Person braucht beim Kochen mehr Zeit. Erkläre, warum schnelles Übernehmen der Aufgabe problematisch sein kann und wie bessere Unterstützung aussehen könnte.
  3. Kommunikation gestalten: Eine schwerhörige Mitschülerin kann einer Gruppendiskussion kaum folgen. Entwickle Veränderungen bei Raum, Gesprächsregeln und Dokumentation.
  4. Planung aus Nutzersicht: Entwirf Kriterien für einen inklusiven Klassenausflug und erkläre, warum die betroffene Person an der Planung beteiligt werden sollte.
  5. Konsum und Teilhabe: Untersuche, wie ein Supermarkt oder Online-Shop Barrieren verursachen kann. Entwickle Verbesserungsvorschläge aus Sicht verschiedener Nutzerinnen und Nutzer.
  6. Respekt und Sprache: Beurteile die Aussage „Ich helfe Menschen mit Behinderung immer sofort, auch wenn sie nichts sagen“. Erkläre Chancen, Probleme und eine respektvollere Alternative.




Lernnachweis

Für einen guten Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe auswendig kennst, sondern sie auf Alltagssituationen anwenden kannst.

  1. Du kannst Behinderung als Zusammenspiel von individueller Beeinträchtigung und möglichen Barrieren erklären.
  2. Du kannst Selbstbestimmung, Teilhabe, Inklusion und Barrierefreiheit unterscheiden und miteinander verbinden.
  3. Du kannst verschiedene Barrieren im Haushalt, in der Schule, beim Einkaufen, in der Freizeit und in digitalen Medien erkennen.
  4. Du kannst respektvolle Unterstützung planen und begründen, warum vorheriges Fragen wichtig ist.
  5. Du kannst erklären, warum Menschen mit derselben Behinderung unterschiedliche Bedürfnisse haben können.
  6. Du kannst Beispiele für barriereärmere Kommunikation nennen, zum Beispiel Untertitel, Brailleschrift, Gebärdensprache oder verständliche Sprache.
  7. Du kannst eine Alltagssituation aus AES untersuchen und konkrete Verbesserungen für mehr Teilhabe entwickeln.
  8. Du kannst zeigen, wie Unterstützung Selbstständigkeit fördern kann, ohne die Person zu bevormunden.




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