Mensch-KI-Teamarbeit – KI im Deutschunterricht


Mensch-KI-Teamarbeit – KI im Deutschunterricht
Einleitung
Mensch-KI-Teamarbeit im Deutschunterricht bedeutet: Du nutzt Künstliche Intelligenz nicht als Ersatz für eigenes Denken, Lesen, Schreiben und Urteilen, sondern als Werkzeug, mit dem Du Deine Sprachkompetenz, Textkompetenz, Medienkompetenz und Reflexionsfähigkeit weiterentwickelst. Dieser aiMOOC richtet sich besonders an Lernende der Klassen 5 bis 10 und zeigt, wie Generative KI, Chatbots und große Sprachmodelle verantwortungsvoll in den Bereichen Lesen, Schreiben, Sprechen, Zuhören, Literaturunterricht, Grammatik, Rechtschreibung, Argumentation und Medienbildung eingesetzt werden können.
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Das Video führt in das Thema Mensch-KI-Teamarbeit / KI im Deutschunterricht ein. Im Zentrum stehen Zukunftskompetenz, Sprache, Medienbildung und die Frage, wie Künstliche Intelligenz Lesen, Schreiben, Lernen und Kommunikation verändert. Du lernst in diesem Kurs, wie Du KI sinnvoll einsetzt, ohne Deine eigene Verantwortung abzugeben.

Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was Mensch-KI-Teamarbeit im Deutschunterricht bedeutet. Du kannst KI-Textgeneratoren für Ideen, Entwürfe, Feedback und Überarbeitung nutzen. Du erkennst Grenzen von Generativer KI, zum Beispiel Halluzinationen, einseitige Darstellungen, unklare Quellen und mögliche Verzerrungen. Du kannst Deine KI-Nutzung dokumentieren, kritisch prüfen und transparent machen. Außerdem entwickelst Du eigene Regeln für eine faire, kreative und lernwirksame Arbeit mit KI.
Grundlagen: Was ist Mensch-KI-Teamarbeit?
Mensch-KI-Teamarbeit beschreibt eine Arbeitsweise, bei der Mensch und Künstliche Intelligenz unterschiedliche Stärken einbringen. Der Mensch formuliert Ziele, stellt Fragen, bewertet Ergebnisse, achtet auf Ethik, Datenschutz, Urheberrecht und Fairness und übernimmt die Verantwortung. Die KI kann große Textmengen verarbeiten, Formulierungen vorschlagen, Beispiele erzeugen, Perspektiven simulieren und Rückmeldungen geben. Entscheidend ist: Die KI ist kein Wahrheitsautomat. Sie erzeugt sprachlich plausible Antworten, die richtig, unvollständig, missverständlich oder falsch sein können.

Im Deutschunterricht ist diese Zusammenarbeit besonders spannend, weil Sprache nicht nur Information überträgt, sondern Denken, Beziehung, Haltung und Kultur ausdrückt. Wenn Du eine KI nutzt, arbeitest Du mit einem sprachlichen System, das Muster aus Trainingsdaten verarbeitet. Du musst deshalb fragen: Passt der Text zur Aufgabe? Ist die Aussage belegbar? Ist die Sprache angemessen? Ist die eigene Leistung sichtbar? Werden Quellen korrekt genutzt? Werden Personen respektvoll dargestellt?
Stärken des Menschen
Der Mensch kann Absichten klären, Werte abwägen, Erfahrungen einbringen und Verantwortung übernehmen. Du kannst entscheiden, ob eine Formulierung zu Deiner Stimme passt, ob ein Argument überzeugend ist oder ob ein literarischer Text mehrere Deutungen zulässt. Besonders wichtig sind Urteilskompetenz, Kreativität, Empathie, Kontextwissen, Selbstreflexion und Kommunikation.
Stärken der KI
Eine Generative KI kann sehr schnell Vorschläge erzeugen, Textvarianten vergleichen, Beispiele formulieren, Zusammenfassungen erstellen, Fragen entwickeln oder Rückmeldungen strukturieren. Sie kann beim Finden von Ideen helfen, wenn Du vor einem leeren Blatt sitzt. Sie kann einen schwierigen Text in einfacherer Sprache erklären. Sie kann Dir zeigen, wie man einen Kommentar, eine Erörterung, eine Inhaltsangabe, eine Charakterisierung, einen Tagebucheintrag, eine Rezension oder eine Redeanalyse aufbauen könnte.
Grenzen der KI
KI-Systeme können Fakten erfinden, Quellen vortäuschen, Vorurteile wiederholen oder Aufgaben oberflächlich lösen. Sie kennen nicht automatisch Deine Unterrichtssituation, Deine Lernziele und die Regeln Deiner Schule. Sie können außerdem persönliche Daten verarbeiten, wenn Du sie eingibst. Deshalb gilt: Gib keine sensiblen Daten ein, prüfe Ergebnisse kritisch, kennzeichne erlaubte KI-Hilfe und beachte die Vorgaben Deiner Lehrkraft und Schule.
KI im Deutschunterricht
Deutschunterricht fördert Sprache, Denken, Verstehen und Ausdruck. KI kann dabei helfen, diese Kompetenzen sichtbarer zu machen. Statt nur fertige Ergebnisse zu bewerten, kann der Lernprozess stärker in den Mittelpunkt rücken: Wie formulierst Du eine Frage? Wie prüfst Du eine Antwort? Wie überarbeitest Du einen Text? Wie begründest Du Deine Entscheidungen? Wie erkennst Du manipulative Sprache? Wie unterscheidest Du eigene Gedanken von KI-Vorschlägen?
Lesen mit KI
Beim Lesen kann KI schwierige Wörter erklären, Textabschnitte zusammenfassen, Verständnisfragen erzeugen oder verschiedene Deutungen eines Textes anbieten. Trotzdem musst Du den Originaltext selbst lesen. Eine KI-Zusammenfassung kann helfen, aber sie ersetzt nicht das genaue Lesen, Markieren, Nachfragen und Interpretieren. Besonders bei Literatur ist wichtig, dass Deutungen begründet werden. Ein Gedicht, eine Kurzgeschichte oder ein Romanauszug hat oft mehrere mögliche Lesarten. Die KI kann Vorschläge liefern, aber Du musst sie am Text überprüfen.
Schreiben mit KI
Beim Schreiben kann KI als Ideengeber, Strukturhelfer, Formulierungsberater oder Feedbackpartner dienen. Du kannst Dir zum Beispiel eine Gliederung für eine Erörterung vorschlagen lassen, Gegenargumente sammeln, einen Einleitungssatz vergleichen oder Deinen Entwurf auf Verständlichkeit prüfen lassen. Lernwirksam wird dies erst, wenn Du die Vorschläge auswählst, begründest und überarbeitest. Ein einfach übernommener KI-Text zeigt kaum Deine eigene Schreibentwicklung.
Sprechen und Zuhören mit KI
Im Bereich Sprechen und Zuhören kann KI Dialoge simulieren, Interviewfragen vorschlagen, Reden strukturieren oder Argumentationskarten erstellen. Du kannst mit KI üben, eine Diskussion vorzubereiten oder eine Präsentation klarer zu gliedern. Entscheidend bleibt aber die echte Kommunikation mit Menschen: Zuhören, Nachfragen, auf Körpersprache achten, Gesprächsregeln einhalten und respektvoll widersprechen.
Sprache untersuchen mit KI
In der Sprachreflexion kann KI Beispiele für Satzglieder, Wortarten, Stilmittel, Sprachregister, Argumentationsmuster oder Textsorten erzeugen. Sie kann Dir helfen, Unterschiede zwischen Alltagssprache, Bildungssprache, Jugendsprache und sachlicher Sprache zu erkennen. Du solltest KI-Beispiele aber prüfen, denn auch Grammatik- und Stilanalysen können Fehler enthalten.
Zukunftskompetenzen
Künstliche Intelligenz verändert, wie Texte entstehen, verbreitet und bewertet werden. Deshalb gehören zur Zukunftskompetenz im Deutschunterricht nicht nur Rechtschreibung und Grammatik, sondern auch Informationskompetenz, Quellenkritik, Prompt Engineering, Kooperation, Transparenz, Ethik, Kreativität und Selbstregulation. Wer KI gut nutzt, lernt nicht weniger, sondern anders: bewusster, prüfender, dialogischer und reflektierter.

KI-Kompetenz
KI-Kompetenz bedeutet, dass Du grundlegende Funktionsweisen, Chancen und Risiken von KI-Systemen verstehst. Dazu gehört, dass Du gute Fragen stellen, Ergebnisse prüfen, Grenzen erkennen und verantwortliche Entscheidungen treffen kannst. Im europäischen und bildungspolitischen Kontext wird KI-Kompetenz zunehmend als Teil moderner Medienbildung verstanden. Für die Schule bedeutet das: KI darf nicht nur verboten oder unkritisch gefeiert werden. Sie muss verstanden, erprobt, begrenzt und reflektiert werden.
Promptkompetenz
Ein Prompt ist ein Arbeitsauftrag an eine KI. Ein guter Prompt enthält ein Ziel, eine Rolle, eine Textsorte, eine Zielgruppe, Kriterien und manchmal auch Beispiele. Statt nur zu schreiben: „Schreib mir eine Erörterung“, ist ein lernwirksamer Prompt genauer: „Hilf mir, Argumente für und gegen das Thema Hausaufgaben zu sammeln. Ordne sie nach Stärke und nenne zu jedem Argument ein Beispiel. Schreibe noch keinen fertigen Aufsatz.“ So bleibt Dein eigener Lernprozess sichtbar.
Kritisches Prüfen
KI-Ergebnisse müssen geprüft werden. Du kannst sie mit dem Unterrichtsmaterial, mit zuverlässigen Quellen, mit Deinem Vorwissen und mit anderen Lernenden vergleichen. Besonders wichtig ist die Frage nach Belegen. Wenn eine KI eine Behauptung aufstellt, solltest Du klären, ob sie stimmt, woher sie kommt und ob sie zum Kontext passt. Im Deutschunterricht bedeutet das auch: Sprache, Wirkung, Perspektive und mögliche Manipulation untersuchen.
Der Mensch-KI-Arbeitsprozess
Ein sinnvoller Arbeitsprozess mit KI besteht aus mehreren Schritten. Zuerst klärst Du die Aufgabe und Dein Lernziel. Dann formulierst Du einen passenden Prompt. Danach liest Du die Antwort kritisch. Anschließend vergleichst Du sie mit Quellen, Aufgabenstellung und Unterrichtskriterien. Danach überarbeitest Du Deinen eigenen Text. Am Ende dokumentierst Du, welche KI-Hilfe erlaubt war und wie Du sie genutzt hast.

Schritt 1: Aufgabe verstehen
Bevor Du KI nutzt, musst Du die Aufgabe selbst verstehen. Geht es um eine Inhaltsangabe, eine Analyse, eine Interpretation, eine Erörterung, eine Rezension, eine Rede, ein Storyboard oder eine kreative Schreibaufgabe? Welche Kriterien sind wichtig? Sollst Du informieren, argumentieren, erzählen, beschreiben oder bewerten? Wer ist die Zielgruppe?
Schritt 2: Prompt planen
Ein guter Prompt ist klar, begrenzt und lernorientiert. Er fordert nicht einfach ein fertiges Ergebnis, sondern unterstützt einen Arbeitsschritt. Du kannst KI zum Beispiel bitten, Fragen zu einem Text zu stellen, eine Gliederung zu prüfen, Gegenargumente zu nennen oder Verbesserungsvorschläge für Deinen eigenen Entwurf zu geben.
Schritt 3: Ergebnis prüfen
Prüfe, ob das KI-Ergebnis sachlich stimmt, zur Aufgabe passt und sprachlich angemessen ist. Frage Dich: Gibt es unbelegte Behauptungen? Fehlen wichtige Aspekte? Wird ein Text falsch gedeutet? Sind die Beispiele passend? Ist die Sprache zu allgemein? Klingt der Text nach mir? Wo brauche ich eigene Ergänzungen?
Schritt 4: Eigenständig überarbeiten
Überarbeiten heißt nicht nur Fehler verbessern. Es bedeutet, Inhalt, Aufbau, Stil, Belege, Beispiele und Wirkung gezielt zu verändern. KI kann Hinweise geben, aber Du entscheidest, welche Vorschläge Du übernimmst. Gerade diese Entscheidungen zeigen Deine Kompetenz.
Schritt 5: Nutzung transparent machen
Wenn KI im Unterricht erlaubt ist, sollte die Nutzung nachvollziehbar sein. Du kannst dokumentieren, welches Tool Du genutzt hast, welche Prompts Du gestellt hast, welche Vorschläge Du übernommen hast und was Du selbst verändert hast. Transparenz schützt die Fairness und macht Deinen Lernweg sichtbar.
Unterrichtsbeispiele
Beispiel 1: Inhaltsangabe verbessern
Du schreibst zuerst selbst eine Inhaltsangabe. Danach bittest Du die KI, nur Rückmeldung zu Aufbau, Präsens, sachlicher Sprache und Vollständigkeit zu geben. Die KI darf keinen fertigen neuen Text schreiben. Anschließend markierst Du drei Stellen, die Du selbst überarbeitest, und erklärst Deine Entscheidungen.
Beispiel 2: Figurenanalyse vorbereiten
Du sammelst Textstellen zu einer Figur in einer Kurzgeschichte. Dann fragst Du die KI nach möglichen Charaktereigenschaften. Du prüfst jede Eigenschaft am Text und streichst Vorschläge ohne Beleg. So lernst Du, zwischen Vermutung und belegbarer Analyse zu unterscheiden.
Beispiel 3: Argumentieren lernen
Du wählst ein Thema, zum Beispiel „Sollten Smartphones in der Schule erlaubt sein?“ Die KI sammelt Pro- und Contra-Argumente. Du bewertest die Argumente nach Stärke, Belegbarkeit und Relevanz. Danach formulierst Du Deine eigene Position und verwendest nur die Argumente, die Du erklären kannst.
Beispiel 4: Kreatives Schreiben
Du entwickelst selbst eine Figur, einen Konflikt und einen Schauplatz. Die KI schlägt drei mögliche Wendepunkte vor. Du wählst einen aus, veränderst ihn und schreibst die Szene selbst. Danach reflektierst Du, was von Dir stammt und was durch die KI angeregt wurde.
Beispiel 5: Sprachbewusstsein stärken
Du gibst der KI einen kurzen Text und bittest sie um drei Fassungen: sachlich, spannend und jugendsprachlich. Danach untersuchst Du Wortwahl, Satzbau und Wirkung. So erkennst Du, wie Sprache Zielgruppen beeinflusst.
Regeln für faire KI-Nutzung
Eine faire KI-Nutzung im Deutschunterricht braucht klare Regeln. Erstens: Die Lehrkraft legt fest, wann KI erlaubt ist und wann nicht. Zweitens: Persönliche Daten, Namen, private Konflikte oder sensible Informationen gehören nicht in KI-Tools. Drittens: KI-Ergebnisse werden geprüft und nicht ungeprüft übernommen. Viertens: Die Nutzung wird dokumentiert, wenn sie Teil der Aufgabe war. Fünftens: Die eigene Leistung muss erkennbar bleiben. Sechstens: Fehler der KI werden als Lernchance genutzt.
Datenschutz
Datenschutz bedeutet, dass persönliche Informationen geschützt werden. Du solltest keine vollständigen Namen, Adressen, Telefonnummern, privaten Chatverläufe, Gesundheitsdaten, Noten oder vertraulichen Informationen in KI-Systeme eingeben. Auch Texte von Mitschülerinnen und Mitschülern dürfen nicht ohne Erlaubnis hochgeladen werden.
Urheberrecht
Urheberrecht schützt Werke wie Texte, Bilder, Musik und Videos. Wenn Du KI mit fremden Texten oder Bildern nutzt, musst Du prüfen, ob das erlaubt ist. Auch KI-Ergebnisse können problematisch sein, wenn sie stark an bestehende Werke erinnern. Im Unterricht ist wichtig, Quellen anzugeben, Zitate korrekt zu kennzeichnen und fremde Leistungen nicht als eigene auszugeben.
Bias und Fairness
Bias bedeutet Verzerrung. KI-Systeme können stereotype Vorstellungen, einseitige Perspektiven oder diskriminierende Muster wiedergeben. Im Deutschunterricht kannst Du solche Verzerrungen untersuchen: Welche Rollenbilder tauchen auf? Welche Stimmen fehlen? Wird eine Gruppe abgewertet? Welche Perspektive dominiert? So wird KI auch zum Gegenstand kritischer Sprach- und Medienanalyse.
Leistungsbewertung und Lernnachweis
Wenn KI genutzt wird, müssen Bewertungsformen angepasst werden. Eine reine Abgabe eines fertigen Textes zeigt weniger über den Lernprozess als ein Portfolio, eine Reflexion, ein Schreibprotokoll, eine mündliche Verteidigung oder ein Vergleich verschiedener Textfassungen. Bewertet werden können zum Beispiel Aufgabenverständnis, Promptqualität, Quellenprüfung, Überarbeitung, Begründung, sprachliche Gestaltung und Transparenz der KI-Nutzung.
Mögliche Nachweisformen
- Schreibportfolio: Du sammelst Entwurf, KI-Rückmeldung, Überarbeitung und Reflexion.
- Promptprotokoll: Du dokumentierst Deine wichtigsten Prompts und erklärst, warum Du sie verändert hast.
- Textvergleich: Du vergleichst Deinen Entwurf mit KI-Vorschlägen und begründest Deine Entscheidungen.
- Mündliche Prüfung: Du erklärst Deine Arbeitsschritte und beantwortest Rückfragen.
- Reflexionsbericht: Du beschreibst, was Dir KI geholfen hat und wo Du bewusst anders entschieden hast.
Checkliste für Deine Mensch-KI-Teamarbeit
- Aufgabenverständnis: Ich kann erklären, was die Aufgabe verlangt.
- Lernziel: Ich weiß, wobei mir KI helfen soll.
- Prompt: Ich formuliere klare, begrenzte und faire Arbeitsaufträge.
- Prüfung: Ich überprüfe Aussagen, Beispiele und Quellen.
- Eigenleistung: Ich überarbeite selbst und treffe eigene Entscheidungen.
- Transparenz: Ich dokumentiere erlaubte KI-Hilfe nachvollziehbar.
- Datenschutz: Ich gebe keine sensiblen Daten ein.
- Fairness: Ich respektiere Regeln, Mitschülerinnen und Mitschüler sowie fremde Werke.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was beschreibt Mensch-KI-Teamarbeit im Deutschunterricht am besten? (Ein bewusstes Zusammenarbeiten, bei dem der Mensch verantwortlich bleibt) (!Ein vollständiges Ersetzen der eigenen Leistung durch KI) (!Ein Verbot aller digitalen Werkzeuge) (!Ein automatisches Erzeugen fehlerfreier Texte)
Welche Aufgabe hat ein Prompt? (Er gibt der KI einen möglichst klaren Arbeitsauftrag) (!Er beweist automatisch die Wahrheit einer Antwort) (!Er ersetzt das Lesen des Originaltextes) (!Er löscht alle Fehler aus einem Text)
Warum müssen KI-Ergebnisse geprüft werden? (Weil sie plausible, aber falsche Aussagen enthalten können) (!Weil sie immer absichtlich täuschen) (!Weil sie nie sprachlich korrekt sind) (!Weil sie keine Texte erzeugen können)
Was ist beim Datenschutz besonders wichtig? (Keine sensiblen persönlichen Daten in KI-Tools eingeben) (!Alle Namen aus der Klasse in Prompts verwenden) (!Private Nachrichten zur Analyse hochladen) (!Notenlisten zur Verbesserung eingeben)
Welche KI-Nutzung ist im Schreibprozess besonders lernwirksam? (Feedback zu einem eigenen Entwurf einholen und begründet überarbeiten) (!Einen fertigen Aufsatz ungeprüft übernehmen) (!Die Aufgabenstellung nicht lesen) (!Alle Quellenangaben weglassen)
Was bedeutet Transparenz bei erlaubter KI-Nutzung? (Offenlegen, wie KI im Arbeitsprozess genutzt wurde) (!Verheimlichen, welche Hilfen verwendet wurden) (!Jede eigene Idee als KI-Ergebnis kennzeichnen) (!Alle Prompts nach der Abgabe löschen)
Welche Fähigkeit gehört besonders zur KI-Kompetenz? (KI-Antworten kritisch beurteilen und verantwortungsvoll nutzen) (!Jede KI-Antwort sofort glauben) (!Nur noch mit KI lesen und schreiben) (!Keine Fragen an digitale Werkzeuge stellen)
Was ist eine Halluzination bei KI-Systemen? (Eine erfundene oder falsche Ausgabe, die überzeugend klingen kann) (!Ein Bildschirmschoner des Computers) (!Eine besonders kreative Unterrichtsmethode) (!Ein sicherer Quellenbeleg)
Wie kann KI beim Lesen schwieriger Texte helfen? (Sie kann Begriffe erklären und Verständnisfragen vorschlagen) (!Sie kann das eigene Lesen vollständig ersetzen) (!Sie garantiert immer die einzige richtige Deutung) (!Sie entfernt alle Mehrdeutigkeiten aus Literatur)
Was zeigt eine gute Eigenleistung trotz KI-Hilfe? (Eigene Auswahl, Prüfung, Überarbeitung und Begründung) (!Ungeprüftes Kopieren der ersten Antwort) (!Verzicht auf Reflexion) (!Abgabe ohne Aufgabenbezug)
Memory
| Mensch-KI-Teamarbeit | Zusammenarbeit mit menschlicher Verantwortung |
| Prompt | Arbeitsauftrag an die KI |
| Halluzination | Plausible aber falsche Ausgabe |
| Quellenkritik | Prüfung von Herkunft und Zuverlässigkeit |
| Transparenz | Offenlegung der KI-Nutzung |
| Textrevision | Gezielte Überarbeitung eines Entwurfs |
| Bias | Verzerrung durch einseitige Muster |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Aufgabe klären | Vor dem KI-Einsatz verstehen, was verlangt wird |
| Prompt formulieren | Der KI einen klaren Arbeitsauftrag geben |
| Antwort prüfen | Ergebnisse mit Quellen und Kriterien vergleichen |
| Text überarbeiten | Eigene Entscheidungen am Entwurf umsetzen |
| Nutzung dokumentieren | KI-Hilfe transparent machen |
Kreuzworträtsel
| Prompt | Wie nennt man einen Arbeitsauftrag an eine KI? |
| Revision | Wie heißt die gezielte Überarbeitung eines Textes? |
| Quellen | Was muss man prüfen, wenn eine Aussage belegt werden soll? |
| Bias | Wie nennt man eine Verzerrung durch einseitige Muster? |
| Kontext | Was braucht eine KI, damit eine Antwort besser zur Aufgabe passt? |
| Feedback | Was kann KI zu einem eigenen Entwurf geben? |
| Datenschutz | Welcher Schutz betrifft persönliche Informationen? |
| Transparenz | Was entsteht, wenn KI-Nutzung offengelegt wird? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Prompt-Tagebuch: Schreibe drei verschiedene Prompts zu einer kleinen Schreibaufgabe und vergleiche, welcher Prompt die hilfreichste Antwort erzeugt.
- Lesestrategie: Lass Dir zu einem kurzen Sachtext Verständnisfragen vorschlagen und beantworte sie anschließend ohne KI.
- Sprachvergleich: Vergleiche eine sachliche, eine spannende und eine jugendsprachliche Fassung desselben Absatzes und markiere sprachliche Unterschiede.
- KI-Regeln: Formuliere fünf einfache Klassenregeln für faire KI-Nutzung im Deutschunterricht.
Standard
- Textrevision: Schreibe zuerst selbst eine Inhaltsangabe, hole anschließend KI-Feedback ein und überarbeite Deinen Text mit einer kurzen Begründung.
- Argumentation: Sammle mit KI Pro- und Contra-Argumente zu einem Schulthema, prüfe ihre Stärke und formuliere eine eigene Position.
- Quellenkritik: Überprüfe drei Aussagen aus einer KI-Antwort mit zuverlässigen Quellen und kennzeichne, welche Aussage sicher, unsicher oder falsch ist.
- Literaturinterpretation: Vergleiche eine KI-Deutung einer Kurzgeschichte mit Deinen eigenen Textbelegen und entscheide, welche Deutung überzeugender ist.
Schwer
- Schreibportfolio: Erstelle ein Portfolio mit Aufgabenstellung, eigenem Entwurf, Promptprotokoll, KI-Rückmeldung, Überarbeitung und Reflexion.
- Ethik-Debatte: Entwickle eine Fishbowl-Diskussion zur Frage, ob KI beim Schreiben benoteter Texte erlaubt sein sollte.
- Unterrichtsprojekt: Plane eine 45-minütige Unterrichtsphase, in der KI nur als Feedbackpartner genutzt wird und die Eigenleistung sichtbar bleibt.
- Medienanalyse: Untersuche, wie KI-generierte Texte Glaubwürdigkeit erzeugen, und erstelle daraus eine Checkliste gegen Manipulation.

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Lernnachweis
Für den Lernnachweis erstellst Du ein kurzes Portfolio, das Deinen Mensch-KI-Arbeitsprozess sichtbar macht. Es enthält keine externen Medien und keine eingebetteten Tools, sondern dokumentiert Deine eigene Lernleistung. Der Lernnachweis zeigt, wie Du Aufgaben verstehst, KI gezielt einsetzt, Ergebnisse prüfst, Texte überarbeitest und Verantwortung übernimmst.
- Eigenentwurf: Reiche eine erste eigene Textfassung ein, die vor der KI-Rückmeldung entstanden ist.
- Promptprotokoll: Dokumentiere mindestens drei Prompts und erkläre, warum Du sie so formuliert hast.
- KI-Prüfung: Markiere mindestens drei Stellen, an denen Du eine KI-Antwort kritisch geprüft oder korrigiert hast.
- Textüberarbeitung: Zeige, welche Änderungen Du übernommen, verändert oder verworfen hast.
- Reflexion: Erkläre, was Du durch die KI-Hilfe gelernt hast und wo Deine eigene Entscheidung wichtig war.
- Transparenznachweis: Gib an, welches KI-Werkzeug Du genutzt hast und welche Teile Deiner Arbeit davon beeinflusst wurden.
Lernkontrolle
- Transferaufgabe: Du erhältst einen KI-generierten Kommentar zu einem aktuellen Schulthema. Analysiere, welche Argumente überzeugend sind, welche Belege fehlen und wie der Text verbessert werden müsste.
- Fallanalyse: Eine Schülerin gibt einen fast vollständig von KI geschriebenen Aufsatz ab. Entwickle eine faire pädagogische Lösung, die Lernen, Transparenz und Bewertung berücksichtigt.
- Vergleichsaufgabe: Vergleiche einen menschlichen Entwurf und einen KI-Entwurf zu derselben Schreibaufgabe. Beurteile Aufbau, Sprache, Originalität und Aufgabenbezug.
- Reflexionsaufgabe: Erkläre, warum KI im Deutschunterricht zugleich Lernhilfe und Prüfungsproblem sein kann. Nutze Beispiele aus mindestens zwei Kompetenzbereichen.
- Projektaufgabe: Entwickle ein Konzept für eine Klassenvereinbarung zur KI-Nutzung. Begründe jede Regel aus Sicht von Lernen, Datenschutz, Fairness und Eigenleistung.
- Interpretationsaufgabe: Prüfe eine KI-Interpretation eines literarischen Textes. Zeige, an welchen Stellen Textbelege fehlen, falsch gedeutet werden oder sinnvoll ergänzt werden könnten.
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