Zum Inhalt springen

Meinungsfreiheit - Gemeinschaftskunde

Aus MOOCsWiki Staging

Meinungsfreiheit - Gemeinschaftskunde



Meinungsfreiheit - Gemeinschaftskunde


Einleitung

Meinungsfreiheit bedeutet: Du darfst Dir eine eigene Meinung bilden, sie äußern und verbreiten. Das gilt in Gesprächen, auf Plakaten, in Texten, Bildern, Videos und im Internet. In einer Demokratie ist dieses Recht besonders wichtig. Menschen müssen Regierung, Parteien, Medien und gesellschaftliche Zustände kritisieren können, ohne staatliche Verfolgung befürchten zu müssen.

Meinungsfreiheit bedeutet aber nicht, dass jede Äußerung ohne Folgen bleibt. Andere Menschen dürfen widersprechen. Außerdem schützen Gesetze die persönliche Ehre, den Jugendschutz und weitere wichtige Rechte. Dieser aiMOOC zeigt Dir, was Artikel 5 des Grundgesetzes schützt, wo Grenzen liegen und wie eine faire demokratische Streitkultur gelingen kann.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du die Bedeutung der Meinungsfreiheit erklären. Du kannst zwischen Meinung und Tatsachenbehauptung unterscheiden, Grenzen anhand einfacher Fälle prüfen und begründen, warum Widerspruch nicht automatisch Zensur ist. Außerdem übst Du, in politischen Diskussionen sachlich zu argumentieren.


Meinungsfreiheit als Grundrecht

Die Meinungsfreiheit ist ein Grundrecht. In Deutschland steht sie in Artikel 5 Absatz 1 des Grundgesetzes. Dort heißt es, dass jeder Mensch seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei äußern und verbreiten darf. Geschützt ist auch die Informationsfreiheit: Du darfst Dich aus allgemein zugänglichen Quellen informieren. Außerdem nennt Artikel 5 die Pressefreiheit, die Rundfunkfreiheit und die Filmfreiheit.

Das Wort jeder ist wichtig. Die Meinungsfreiheit gilt grundsätzlich für alle Menschen, auch für Jugendliche und für Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Grundrechte schützen besonders vor Eingriffen des Staates. Staatliche Stellen dürfen eine Meinung nicht allein deshalb verbieten, weil sie unbequem, unpopulär oder kritisch ist.


Was wird geschützt?

Geschützt ist nicht nur das gesprochene Wort. Eine Meinung kann durch einen Brief, einen Kommentar, ein Transparent, einen Song, eine Karikatur, Kleidung oder ein Video ausgedrückt werden. Auch Schweigen oder ein Symbol können eine Aussage enthalten. Entscheidend ist, dass eine persönliche Bewertung, Haltung oder Stellungnahme erkennbar wird.

Beispiele für geschützte Meinungen sind: „Ich finde die neue Schulordnung ungerecht“, „Diese Partei überzeugt mich nicht“ oder „Der öffentliche Nahverkehr sollte günstiger sein“. Der Staat muss grundsätzlich auch übertriebene, scharfe oder provozierende Kritik aushalten. Ob eine Äußerung rechtlich zulässig ist, hängt jedoch immer vom Zusammenhang ab.


Meinung und Tatsachenbehauptung

Eine Meinung enthält eine persönliche Bewertung. Sie kann nicht einfach bewiesen werden. Der Satz „Der Film ist langweilig“ ist eine Meinung.

Eine Tatsachenbehauptung beschreibt etwas, das überprüft werden kann. Der Satz „Der Film dauert 95 Minuten“ ist entweder richtig oder falsch. Tatsachen können für die Meinungsbildung wichtig sein und deshalb geschützt werden. Bewusst verbreitete, eindeutig unwahre Tatsachenbehauptungen genießen jedoch keinen gleichen Schutz.

Für politische Diskussionen ist die Unterscheidung wichtig: Eine starke Meinung wird überzeugender, wenn Du sie mit überprüfbaren Informationen begründest. Vor dem Teilen einer Nachricht solltest Du deshalb Quelle, Datum und Belege prüfen.


Bedeutung für die Demokratie

Demokratie braucht öffentliche Diskussionen. Bürgerinnen und Bürger sollen politische Entscheidungen bewerten, Alternativen entwickeln und Kritik äußern können. Ohne Meinungsfreiheit könnten Regierende Kritik unterdrücken und Fehler leichter verbergen.

Meinungsfreiheit schützt nicht nur Mehrheitsmeinungen. Gerade Minderheiten, Oppositionelle und unbequeme Stimmen brauchen Schutz. Gleichzeitig lebt Demokratie davon, dass Aussagen geprüft, kritisiert und beantwortet werden. Widerspruch ist deshalb ein Teil der Meinungsfreiheit und nicht ihr Gegenteil.


Historische Erfahrungen

Die Geschichte zeigt, warum freie Rede und freie Medien wichtig sind. In Diktaturen werden Medien kontrolliert, oppositionelle Stimmen verfolgt und Informationen unterdrückt. In der DDR forderten viele Menschen 1989 unter anderem freie Wahlen, Reisefreiheit und Pressefreiheit. Die friedlichen Proteste trugen zum politischen Umbruch bei.

International ist die Meinungsfreiheit ebenfalls geschützt, zum Beispiel in Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und in Artikel 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention.


Grenzen der Meinungsfreiheit

Artikel 5 Absatz 2 des Grundgesetzes nennt drei Schranken: die allgemeinen Gesetze, den Schutz der Jugend und das Recht der persönlichen Ehre. Eine Grenze muss rechtlich begründet sein. Staatliche Eingriffe müssen außerdem verhältnismäßig sein.

Zu möglichen Grenzüberschreitungen gehören je nach Einzelfall Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung, Bedrohung, Volksverhetzung oder öffentliche Aufforderung zu Straftaten. Nicht jede verletzende, falsche oder geschmacklose Aussage ist automatisch strafbar. Gerichte betrachten Wortlaut, Situation, Ziel, Wirkung und betroffene Rechte.


Kritik oder Beleidigung?

Kritik richtet sich im Idealfall gegen eine Handlung, Entscheidung oder Position. Eine Beleidigung zielt auf die Herabsetzung einer Person. Der Satz „Dein Argument überzeugt mich nicht, weil ein Beleg fehlt“ greift eine Aussage an. Eine persönliche Beschimpfung greift dagegen die Person an.

Im Alltag ist die Grenze nicht immer leicht zu erkennen. Deshalb hilft eine einfache Regel: Kritisiere das Argument, nicht den Wert des Menschen. Damit schützt Du die Würde anderer und hältst die Diskussion offen.


Zensur und nachträgliche Prüfung

Artikel 5 sagt: „Eine Zensur findet nicht statt.“ Gemeint ist vor allem staatliche Vorzensur. Eine Behörde darf nicht grundsätzlich jede Zeitung, jedes Video oder jedes Plakat vor der Veröffentlichung genehmigen müssen.

Nach einer Veröffentlichung kann aber geprüft werden, ob Gesetze verletzt wurden. Ein Gericht kann zum Beispiel über Persönlichkeitsrechte oder strafbare Inhalte entscheiden. Eine solche nachträgliche rechtliche Prüfung ist nicht dasselbe wie staatliche Vorzensur.


Meinungsfreiheit in Schule und Alltag

Auch in der Schule darfst Du eine eigene Meinung haben und äußern. Unterricht soll unterschiedliche begründete Positionen sichtbar machen. Du darfst Lehrkräfte, Schulregeln oder politische Entscheidungen sachlich kritisieren.

Die Schule muss zugleich den Bildungsauftrag, ein sicheres Lernklima und die Rechte aller Beteiligten schützen. Regeln gegen Störungen, Mobbing, Drohungen oder persönliche Angriffe sind deshalb möglich. Eine Schulregel darf aber nicht einfach nur eine bestimmte politische Meinung verbieten.


Faire Diskussion im Unterricht

Eine gute politische Diskussion braucht Regeln. Höre ausreden, trenne Person und Argument, belege Tatsachen, kennzeichne Vermutungen und fasse Gegenpositionen fair zusammen. Du musst einer Meinung nicht zustimmen, um sie korrekt wiederzugeben.

Ein hilfreicher Aufbau für einen Beitrag lautet: Behauptung – Begründung – Beispiel – Schlussfolgerung. So wird sichtbar, wie Du zu Deinem Urteil kommst.


Fallbeispiele aus der Schule

Situation Einordnung
Eine Schülerin sagt: „Ich halte die neue Pausenregel für unfair.“ Sachliche Kritik ist grundsätzlich geschützt.
Ein Schüler erfindet wissentlich eine schwere Anschuldigung gegen eine Lehrkraft. Eine bewusst falsche Tatsachenbehauptung kann Rechte verletzen.
Eine Klasse widerspricht einer politischen Aussage der Lehrkraft. Begründeter Widerspruch gehört zur demokratischen Diskussion.
Eine Person bedroht Mitschülerinnen und Mitschüler in einem Chat. Eine Bedrohung ist keine geschützte Form demokratischer Debatte.
Ein Beitrag wird wegen eines fehlenden Quellenbelegs kritisiert. Kritik ist keine Zensur, sondern Teil der Auseinandersetzung.


Meinungsfreiheit im Internet

Soziale Medien erleichtern es, Meinungen schnell zu verbreiten. Gleichzeitig können falsche Informationen, Beleidigungen und Drohungen ein großes Publikum erreichen. Wer postet, trägt deshalb Verantwortung für Inhalt und Wirkung.

Private Plattformen besitzen Nutzungsbedingungen und Hausregeln. Wird ein Beitrag gelöscht, ist das nicht automatisch staatliche Zensur. Es muss unterschieden werden: Handelt eine staatliche Stelle, eine Schule, eine private Plattform oder eine einzelne Person? Welche Regel wurde angewendet? Gibt es eine Möglichkeit zum Widerspruch?


Gegenrede und digitale Zivilcourage

Du kannst problematischen Aussagen widersprechen, ohne selbst beleidigend zu werden. Gute Gegenrede nennt Fakten, zeigt Betroffenen Unterstützung und meldet mögliche Straftaten oder Regelverstöße bei zuständigen Stellen. Bei Bedrohungen solltest Du Beweise sichern und Hilfe bei Erwachsenen, Schule oder Polizei suchen.

Nicht jede Provokation braucht eine lange Antwort. Manchmal ist Blockieren, Melden oder das Verlassen einer Diskussion sinnvoller. Demokratische Streitkultur bedeutet nicht, jede Auseinandersetzung um jeden Preis fortzuführen.


Ein einfaches Prüfschema

Bei einer strittigen Äußerung kannst Du diese Fragen nacheinander prüfen:

  1. Sprecher und Situation: Wer äußert sich, wo und gegenüber wem?
  2. Meinung oder Tatsache: Ist die Aussage eine Bewertung oder überprüfbar?
  3. Wahrheitsprüfung: Welche Belege gibt es für behauptete Tatsachen?
  4. Rechte anderer: Werden Ehre, Sicherheit oder Menschenwürde verletzt?
  5. Staat oder Privatperson: Wer begrenzt die Äußerung und auf welcher Grundlage?
  6. Verhältnismäßigkeit: Ist die Reaktion geeignet, erforderlich und angemessen?

Das Prüfschema liefert nicht immer sofort eine eindeutige Antwort. Es hilft Dir aber, genauer zu argumentieren und vorschnelle Urteile zu vermeiden.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

In welchem Artikel des Grundgesetzes steht die Meinungsfreiheit? (Artikel 5) (!Artikel 1) (!Artikel 8) (!Artikel 20)




Für wen gilt die Meinungsfreiheit grundsätzlich? (Für alle Menschen) (!Nur für Erwachsene) (!Nur für deutsche Staatsangehörige) (!Nur für Journalistinnen und Journalisten)




Was kennzeichnet eine Meinung? (Sie enthält eine persönliche Bewertung) (!Sie ist immer messbar) (!Sie muss amtlich bestätigt sein) (!Sie ist automatisch wahr)




Was kennzeichnet eine Tatsachenbehauptung? (Sie kann grundsätzlich überprüft werden) (!Sie enthält immer ein Gefühl) (!Sie ist niemals falsch) (!Sie darf nicht kritisiert werden)




Warum ist Meinungsfreiheit für eine Demokratie wichtig? (Sie ermöglicht Kritik und öffentliche Debatten) (!Sie verhindert jeden Widerspruch) (!Sie macht Wahlen überflüssig) (!Sie erlaubt nur Mehrheitsmeinungen)




Welche Grenze nennt Artikel 5 Absatz 2? (Das Recht der persönlichen Ehre) (!Das Verbot politischer Kritik) (!Die Zustimmung der Regierung) (!Die Beliebtheit einer Meinung)




Was bedeutet Zensur im Sinne von Artikel 5 vor allem? (Staatliche Kontrolle vor einer Veröffentlichung) (!Jede kritische Antwort) (!Jede private Hausregel) (!Jede schlechte Bewertung)




Was ist ein Beispiel für sachlichen Widerspruch? (Dein Argument überzeugt mich nicht, weil ein Beleg fehlt) (!Du bist als Mensch wertlos) (!Ich bedrohe dich wegen deiner Meinung) (!Ich erfinde eine Anschuldigung)




Was gilt bei einer Löschung durch eine private Plattform? (Sie ist nicht automatisch staatliche Zensur) (!Sie ist immer verfassungswidrig) (!Sie ist immer eine Straftat) (!Sie beendet die Meinungsfreiheit allgemein)




Was verbessert eine politische Diskussion? (Behauptungen mit überprüfbaren Quellen begründen) (!Gegenpositionen absichtlich verdrehen) (!Persönliche Angriffe verwenden) (!Ungeprüfte Meldungen sofort teilen)





Memory

Artikel 5 Schutz der Meinungsfreiheit
Demokratie Öffentlicher Streit um politische Entscheidungen
Meinung Persönliche Bewertung
Tatsache Überprüfbare Aussage
Zensur Staatliche Vorabkontrolle
Ehre Schutz vor persönlicher Herabsetzung
Plattformregel Vorgabe eines privaten Dienstes
Gegenrede Sachliche Antwort auf problematische Aussagen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Persönliche Bewertung Meinung
Überprüfbare Behauptung Tatsache
Staatliche Kontrolle vor Veröffentlichung Zensur
Schutz vor Herabsetzung Persönliche Ehre
Begründeter öffentlicher Austausch Demokratische Debatte




...


Kreuzworträtsel

Grundrecht Wie heißt ein besonders geschütztes Recht im Grundgesetz?
Zensur Wie heißt die staatliche Vorabkontrolle von Veröffentlichungen?
Demokratie Welche Staatsform braucht freie öffentliche Debatten?
Ehre Welches persönliche Gut nennt Artikel 5 als Grenze?
Tatsache Wie heißt eine grundsätzlich überprüfbare Aussage?
Debatte Wie heißt ein geordneter Austausch verschiedener Argumente?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Die Meinungsfreiheit steht in Artikel

des Grundgesetzes. Sie schützt persönliche

und ihre Verbreitung. Eine überprüfbare Aussage nennt man

. Für eine Demokratie ist der offene Austausch verschiedener

wichtig. Artikel 5 nennt unter anderem die persönliche

als Grenze. Staatliche Kontrolle vor einer Veröffentlichung heißt

. Eine kritische Antwort auf eine Meinung ist grundsätzlich

. Private soziale Netzwerke können eigene

anwenden. Gute Diskussionen trennen die Person vom

. Vor dem Teilen einer Nachricht solltest Du ihre

prüfen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Meinungsplakat: Gestalte ein Plakat mit einer politischen Meinung und ergänze zwei sachliche Begründungen.
  2. Meinung und Tatsache: Sammle aus einer Nachricht drei Meinungen und drei überprüfbare Tatsachenbehauptungen.
  3. Diskussionsregeln: Formuliere fünf Regeln für eine faire Klassendebatte und begründe die wichtigste Regel.
  4. Quellencheck: Prüfe einen politischen Social-Media-Beitrag auf Quelle, Datum, Beleg und mögliche Interessen.


Standard

  1. Klassendebatte: Organisiert eine Debatte zu einer Schulregel mit Pro- und Contra-Gruppen sowie einer neutralen Moderation.
  2. Fallanalyse: Untersuche einen erfundenen Streitfall und entscheide begründet, ob Kritik, Beleidigung oder Tatsachenbehauptung vorliegt.
  3. Erklärvideo: Produziere ein kurzes Video, das den Unterschied zwischen Widerspruch, Konsequenz und Zensur erklärt.
  4. Interview zur Streitkultur: Befrage Mitschülerinnen, Mitschüler oder Erwachsene dazu, wann sie sich in Diskussionen ernst genommen fühlen.


Schwer

  1. Schulordnung prüfen: Analysiere Regeln zur Meinungsäußerung an Deiner Schule und entwickle einen begründeten Verbesserungsvorschlag.
  2. Medienvergleich: Vergleiche die Darstellung eines politischen Konflikts in drei Medien und untersuche Sprache, Auswahl und Quellen.
  3. Gerichtssimulation: Führt eine simulierte Verhandlung zu einem Konflikt zwischen Meinungsfreiheit und persönlicher Ehre durch.
  4. Demokratieprojekt: Plant eine schulöffentliche Aktionswoche zu Meinungsfreiheit, Faktenprüfung und digitaler Zivilcourage.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Abwägung von Grundrechten: Erkläre anhand eines eigenen Falls, wie Meinungsfreiheit und persönliche Ehre miteinander in Konflikt geraten können.
  2. Plattform oder Staat: Vergleiche die Löschung eines Beitrags durch eine Behörde mit der Löschung durch ein soziales Netzwerk.
  3. Demokratische Funktion: Begründe, warum auch unbequeme oder unpopuläre Meinungen geschützt werden müssen.
  4. Transfer auf die Schule: Entwickle eine verhältnismäßige Reaktion auf eine provokante, aber nicht bedrohliche Äußerung im Unterricht.
  5. Quellenbasierte Urteilsbildung: Prüfe eine strittige Behauptung und zeige, wie sich Dein Urteil durch neue Informationen verändern kann.
  6. Gegenrede: Verfasse eine sachliche Antwort auf einen beleidigenden politischen Kommentar, ohne die Beleidigung zu wiederholen.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:

  1. Du erklärst Artikel 5 des Grundgesetzes in eigenen Worten.
  2. Du unterscheidest nachvollziehbar zwischen Meinung und Tatsachenbehauptung.
  3. Du benennst die Grenzen der Meinungsfreiheit, ohne jede unangenehme Aussage vorschnell als strafbar zu bezeichnen.
  4. Du unterscheidest staatliche Zensur, private Regeln, Widerspruch und soziale Folgen.
  5. Du analysierst Fälle mit Blick auf Situation, Rechte anderer und Verhältnismäßigkeit.
  6. Du formulierst ein begründetes politisches Urteil und verwendest überprüfbare Quellen.
  7. Du beteiligst Dich respektvoll an einer kontroversen Diskussion.




OERs zum Thema



Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE




The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen