Maschinenelemente und Baugruppen – Eine Baugruppe funktional erklären
Maschinenelemente und Baugruppen – Eine Baugruppe funktional erklären
Einleitung
Kurzbeschreibung: In diesem Ausbildungskurs lernst Du, eine Baugruppe nicht nur zu benennen, sondern ihr Zusammenwirken zu erklären: Wo kommt Energie oder Bewegung hinein? Welche Elemente übertragen, wandeln, führen oder stützen? Was kommt am Ende heraus? Als durchgehender Ausbildungsfall dient eine Antriebseinheit für ein Förderband.
| Ziel | Am Ende kannst Du … |
|---|---|
| Funktion erklären | eine Baugruppe als Funktionskette aus Ein- und Ausgang, Wirkstellen und Schnittstellen beschreiben. |
| Zusammenwirken begründen | Motor, Kupplung, Getriebe, Welle, Lagerung und Abtriebsrolle funktional verknüpfen. |
| Fehler eingrenzen | aus sicheren Simulationsdaten eine Störung entlang der Funktionskette lokalisieren und Hypothesen begründen. |
| Sicherheit beachten | Lernsimulation, Beobachtung und reale Instandhaltung klar voneinander trennen. |
Wichtiger Sicherheitshinweis: Dieser Kurs ersetzt keine Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung, Beauftragung oder Arbeitsfreigabe. Er erteilt keine Arbeitsfreigabe. Praktische Werkstattarbeiten dürfen nur nach betrieblicher Unterweisung, passender Gefährdungsbeurteilung und unter zuständiger Aufsicht durchgeführt werden. Schutz- und Sicherheitseinrichtungen dürfen für Lernzwecke nicht umgangen werden. An laufenden oder energisierten Baugruppen werden in diesem Kurs keine praktischen Prüfhandlungen verlangt.

Lerneinheit 1: Vom Maschinenelement zur Baugruppe
Ein Maschinenelement erfüllt in vielen Maschinen eine wiederkehrende Funktion, zum Beispiel verbinden, lagern, übertragen, dichten oder umformen. Eine Baugruppe besteht aus mehreren Teilen oder Unterbaugruppen, die zusammen eine technische Funktion erfüllen.
Merksatz: Benennen sagt, was da ist. Funktional erklären sagt, wozu es da ist und wie es mit den Nachbarelementen zusammenwirkt.
| Element | Funktionsverb | Typische Frage |
|---|---|---|
| Kupplung | verbinden und Drehmoment übertragen | Was wird zwischen zwei Wellen weitergegeben? |
| Getriebe | Drehzahl und Drehmoment anpassen | Welche Bewegungsgröße wird verändert? |
| Wälzlager | Welle führen und Kräfte in das Gehäuse leiten | Wie bleibt die Welle definiert gelagert? |
| Riemengetriebe | Bewegung und Leistung übertragen | Wie gelangt die Drehbewegung zur nächsten Welle oder Rolle? |
Lerneinheit 2: Der Ausbildungsfall – Förderband-Antrieb
Didaktischer Fall: Ein fiktiver Kartonförderer in einer Ausbildungsumgebung besitzt einen Elektromotor, eine Wellenkupplung, ein Untersetzungsgetriebe, eine Abtriebswelle mit Wälzlagern und eine angetriebene Rolle. Die konkrete Maschine ist nicht Gegenstand einer Arbeitsfreigabe; alle Diagnoseaufgaben arbeiten nur mit bereitgestellten Simulationsdaten.

Funktionsschaltbild
| Elektrische Energie | → | Motor | → | Drehbewegung | → | Kupplung | → | Getriebe | → | Abtriebswelle | → | Antriebsrolle | → | Förderbandbewegung |
Die Baugruppe funktioniert nur als Kette: Fällt eine Wirkstelle aus, kann die nachfolgende Funktion ausbleiben, obwohl alle Teile äußerlich vorhanden sind.
Lerneinheit 3: Energie-, Bewegungs- und Kraftfluss lesen
Erkläre eine Baugruppe immer in dieser Reihenfolge: Eingang → Übertragung → Umformung → Führung/Stützung → Ausgang.
| Abschnitt | Förderband-Fall | Funktionale Aussage |
|---|---|---|
| Eingang | Motorwelle | stellt eine Drehbewegung und ein Drehmoment bereit. |
| Übertragung | Kupplung | leitet Drehmoment zur Getriebeeingangswelle weiter. |
| Umformung | Untersetzungsgetriebe | verringert im Fallbeispiel die Drehzahl und erhöht das nutzbare Drehmoment am Abtrieb. |
| Führung | Wälzlager | führen die Wellen und übertragen Lagerkräfte an das Gehäuse. |
| Ausgang | Abtriebsrolle und Band | wandeln die Rotation der Rolle in die translatorische Bewegung des Förderbandes um. |

Beobachtungsauftrag zur Animation: Achte nicht nur auf die Zahnräder. Formuliere danach: Was ist Antrieb? Was ist Abtrieb? Was ändert sich an Drehzahl, Drehrichtung oder Drehmoment?
Lerneinheit 4: Lager, Kupplung und Riemen funktional verstehen
Wälzlager ermöglichen eine geführte Relativbewegung zwischen Welle und Gehäuse und übertragen dabei Kräfte. Sie sind deshalb nicht nur „Ringe mit Kugeln“, sondern Teil der Kraftleitung.

Kupplungen verbinden Wellen zur Drehmomentübertragung. Flexible Bauarten können je nach Bauform begrenzte Fluchtungsabweichungen oder Schwingungen aufnehmen; die zulässigen Werte hängen von der konkreten Kupplung und den Herstellerangaben ab.

Riemenantriebe übertragen Bewegung über Riemen und Riemenscheiben. Die konkrete Übertragung hängt von Bauart, Geometrie, Reibverhältnissen beziehungsweise formschlüssiger Verzahnung ab.



Lerneinheit 5: Eine Baugruppe funktional erklären
Nutze die 5-Satz-Struktur:
- Gesamtfunktion: „Die Baugruppe überträgt und passt die vom Motor bereitgestellte Drehbewegung für den Förderprozess an.“
- Eingang: „Am Eingang liefert der Motor Drehzahl und Drehmoment.“
- Zusammenwirken: „Kupplung, Getriebe, Welle und Lagerung übertragen, verändern und führen die Bewegung.“
- Ausgang: „Die Abtriebsrolle setzt die angepasste Drehbewegung in Bandbewegung um.“
- Schnittstellen: „Entscheidend sind die Übergänge Motor–Kupplung, Kupplung–Getriebe, Welle–Lager und Rolle–Band.“
Qualitätscheck: Eine gute Erklärung enthält mindestens ein Funktionsverb, einen Energie- oder Bewegungsfluss und mindestens eine Schnittstelle.
Lerneinheit 6: Sichere Fehlerdiagnose als Simulation
Bei realer Instandhaltung verlangt die Betriebssicherheitsverordnung eine Gefährdungsbeurteilung, geeignete Schutzmaßnahmen und eine sichere Organisation. Instandhaltungsmaßnahmen dürfen nur von fachkundigen, beauftragten und unterwiesenen Beschäftigten oder entsprechend qualifizierten Auftragnehmern ausgeführt werden. Die DGUV weist besonders auf Gefährdungen bei Fehlersuche und Störungsbeseitigung hin.
Im Kurs gilt deshalb: Du diagnostizierst ausschließlich aus Dokumenten, Standbildern, Messwertkarten und simulierten Signalzuständen. Du öffnest keine Schutzabdeckung, schaltest keine Energie zu und führst keine Messung an laufenden Teilen aus.
Diagnose-Schaltbild der Simulation
| Motor | → S1 → | Kupplung | → S2 → | Getriebe | → S3 → | Antriebsrolle | → S4 → | Förderband |
S1 bis S4 sind ausschließlich simulierte Beobachtungspunkte in den Aufgaben und keine Aufforderung zu Messungen an einer realen laufenden Maschine.
Simulationsmethode: Fehler entlang der Funktionskette eingrenzen
| Schritt | Denkhandlung |
|---|---|
| Soll-Funktion | Formuliere, was an jeder Schnittstelle erwartet wird. |
| Ist-Daten | Lies nur die vorgegebenen Simulationswerte. |
| Erste Abweichung | Suche die erste Stelle, an der der erwartete Ausgang fehlt. |
| Hypothese | Nenne mindestens zwei technisch mögliche Ursachen. |
| Sichere Verifikation | Entscheide, welche Unterlage, Sichtinformation oder freigegebene Prüfprozedur die Hypothese später prüfen könnte. |
| Grenze | Wenn reale Prüfungen nötig wären, endet die Lernsimulation und die zuständige Fachkraft übernimmt. |
Diagnose-Simulation A: Bewegung endet an der Kupplung
Simulationsdaten: Motorwelle dreht im aufgezeichneten Test. Kupplungseingang dreht. Kupplungsausgang bleibt stehen. Getriebeeingang bleibt stehen.
Aufgabe: Lokalisiere die erste gestörte Schnittstelle und formuliere zwei Hypothesen.
Begründetes Feedback: Die erste Abweichung liegt an der Kupplung beziehungsweise ihrer Verbindung zu den Wellen. Eine Störung im Getriebe wäre als erste Ursache weniger plausibel, weil dessen Eingang laut Datensatz bereits keine Drehbewegung erhält. Die Simulation erlaubt nur diese funktionale Eingrenzung; eine reale Kontrolle der Kupplung erfordert betriebliche Freigabe und Fachaufsicht.
Diagnose-Simulation B: Getriebeabtrieb vorhanden, Bandbewegung fehlt
Simulationsdaten: Motor, Kupplung und Getriebeabtrieb zeigen die erwartete Drehbewegung. Die Abtriebsrolle dreht. Das Förderband bewegt sich im Simulationsvideo nicht.
Aufgabe: Welche Schnittstelle prüfst Du gedanklich zuerst?
Begründetes Feedback: Der Funktionsfluss ist bis zur Rolle vorhanden. Die Störung wird deshalb zuerst an der Schnittstelle Rolle–Band beziehungsweise im Bandlauf vermutet. Die Diagnose folgt dem Prinzip „erste fehlende Wirkung“, nicht dem Prinzip „auffälligstes Bauteil“.
Diagnose-Simulation C: Ungewöhnliche Schwingungsdaten
Simulationsdaten: Die Drehbewegung wird vollständig übertragen. In der Datentabelle steigt ein Schwingungskennwert am Lagerpunkt gegenüber dem Referenzzustand deutlich an. Gleichzeitig bleibt die Drehzahl stabil.
Aufgabe: Trenne Beobachtung und Hypothese.
Begründetes Feedback: Beobachtung ist nur der erhöhte Schwingungswert bei stabiler Drehzahl. Mögliche Hypothesen können Lagerzustand, Ausrichtung, Unwucht oder eine andere mechanische Anregung betreffen. Aus einem einzelnen Kennwert darf keine eindeutige Ursache behauptet werden. Für reale Diagnose gelten Herstellerangaben, betriebliche Prüfverfahren und die festgelegten Sicherheitsmaßnahmen.
Gestufte Hilfen für die funktionale Erklärung
| Hilfestufe | Hilfe |
|---|---|
| 1 – Impuls | Frage Dich: „Was kommt hinein, was passiert dazwischen, was kommt heraus?“ |
| 2 – Funktionsverben | Nutze: antreiben, verbinden, übertragen, umformen, führen, stützen, abdichten, sichern. |
| 3 – Kettenhilfe | Motor → Kupplung → Getriebe → Welle/Lagerung → Rolle → Band. |
| 4 – Satzstarter | „Das Element … übernimmt die Funktion …, damit … an das nächste Element weitergegeben werden kann.“ |
| 5 – Diagnosehilfe | Markiere die erste Schnittstelle, an der der erwartete Ausgang laut Datensatz fehlt. |
Aufgaben mit Feedback: Basis, Anwendung, Transfer
Basisaufgaben
| Aufgabe | Begründetes Feedback |
|---|---|
| Ordne Motor, Kupplung, Getriebe, Lagerung und Rolle in eine Funktionskette. | Richtig ist eine Reihenfolge, die den Bewegungsfluss vom Antrieb zum Band nachvollziehbar macht. Die Lagerung liegt funktional an den Wellen und unterstützt den Fluss, statt selbst „Antrieb“ zu sein. |
| Formuliere für Kupplung und Lagerung je ein Funktionsverb. | „Übertragen/verbinden“ passt zur Kupplung; „führen/abstützen“ zur Lagerung. Die Verben zeigen die Rolle im System besser als reine Bauteilnamen. |
| Erkläre den Unterschied zwischen Bauteilnennung und Funktionserklärung. | Eine Nennung identifiziert ein Objekt. Eine Funktionserklärung beschreibt zusätzlich Zweck, Wirkung und Schnittstellen. |
Anwendungsaufgaben
| Aufgabe | Begründetes Feedback |
|---|---|
| Erkläre den Förderband-Antrieb in höchstens fünf Sätzen nach der 5-Satz-Struktur. | Eine gute Lösung verbindet Gesamtfunktion, Eingang, Zusammenwirken, Ausgang und mindestens eine Schnittstelle. Fehlt die Wirkbeziehung, bleibt es eine Aufzählung. |
| In einer Simulation dreht der Getriebeeingang, der Getriebeausgang aber nicht. Grenze den Fehlerbereich ein. | Die erste fehlende Wirkung liegt innerhalb des Getriebes oder an dessen unmittelbarer Abtriebsschnittstelle. Der Motor ist funktional weniger wahrscheinlich, weil der Getriebeeingang laut Datensatz Bewegung erhält. |
| Begründe, warum ein erhöhter Schwingungswert noch keine eindeutige Lagerdiagnose ist. | Mehrere Ursachen können ähnliche Symptome erzeugen. Diagnose braucht Vergleichsdaten, weitere sichere Prüfhinweise und Hersteller- beziehungsweise Betriebsunterlagen. |
Transferaufgaben
| Aufgabe | Begründetes Feedback |
|---|---|
| Übertrage die 5-Satz-Struktur auf eine andere Baugruppe, zum Beispiel eine Pumpe, einen Schraubstock oder eine Fahrradnabe. | Die Struktur ist übertragbar, wenn Du Ein- und Ausgang sowie Wirkstellen sauber definierst. Die konkreten Funktionsverben ändern sich je nach Baugruppe. |
| Entwickle ein alternatives Funktionsschaltbild für eine Baugruppe mit Ketten- statt Riemenantrieb. | Entscheidend ist nicht das Symbol, sondern die nachvollziehbare Wirkfolge. Ein Kettenantrieb arbeitet formschlüssig und verändert damit die Beschreibung der Schnittstelle. |
| Formuliere eine Diagnosefrage, die Beobachtung und Ursache klar trennt. | Gute Fragen lauten etwa: „Welche Wirkung fehlt zuerst?“ statt „Welches Teil ist kaputt?“. So vermeidest Du vorschnelle Ursachenzuschreibungen. |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was kennzeichnet eine funktionale Erklärung einer Baugruppe am besten? (Sie beschreibt das Zusammenwirken und den Energie- oder Bewegungsfluss) (!Sie nennt nur alle sichtbaren Bauteile) (!Sie zählt nur Werkstoffe auf) (!Sie beschreibt nur die äußere Form)
Welche Hauptfunktion hat ein Wälzlager im Förderband Antrieb? (Es führt die Welle und leitet Lagerkräfte weiter) (!Es erzeugt die elektrische Energie) (!Es ersetzt das Getriebe) (!Es transportiert das Fördergut direkt)
Welche Funktion übernimmt eine Wellenkupplung typischerweise? (Sie verbindet Wellen und überträgt Drehmoment) (!Sie erzeugt die Bandspannung selbstständig) (!Sie kühlt das Getriebeöl) (!Sie misst die Fördergeschwindigkeit)
Was bewirkt das Untersetzungsgetriebe im beschriebenen Ausbildungsfall? (Es verringert die Drehzahl und erhöht das nutzbare Drehmoment) (!Es erhöht nur die elektrische Spannung) (!Es trennt das Förderband vom Rahmen) (!Es ersetzt die Lagerung)
Wo beginnt eine systematische Fehlerlokalisierung in der Simulation? (Bei der ersten Stelle mit fehlender erwarteter Wirkung) (!Beim teuersten Bauteil) (!Immer am Motor unabhängig von den Daten) (!Bei der zuletzt montierten Schraube)
Was ist vor realen Instandhaltungsarbeiten erforderlich? (Unterweisung Gefährdungsbeurteilung betriebliche Freigabe und zuständige Aufsicht) (!Nur das Lesen dieses Kurses) (!Nur eine mündliche Vermutung zur Ursache) (!Das Entfernen aller Schutzeinrichtungen)
Was unterscheidet eine Baugruppe von einer bloßen Bauteilliste? (Die Teile wirken als funktionale Einheit zusammen) (!Alle Teile haben dieselbe Form) (!Alle Teile bestehen aus demselben Werkstoff) (!Alle Teile müssen gleich groß sein)
Der Getriebeabtrieb und die Antriebsrolle drehen sich aber das Band steht in der Simulation Welche Schnittstelle ist zuerst verdächtig? (Die Schnittstelle zwischen Rolle und Band) (!Die elektrische Netzversorgung) (!Der Motorständer) (!Die Farbe des Gehäuses)
Warum ist eine Funktionskette für die Diagnose nützlich? (Sie zeigt an welcher Schnittstelle eine erwartete Wirkung zuerst ausbleibt) (!Sie ersetzt jede Gefährdungsbeurteilung) (!Sie erlaubt Arbeiten ohne Aufsicht) (!Sie beweist automatisch die genaue Schadensursache)
Welche Aussage zum Kurs ist richtig? (Der Kurs erteilt keine Arbeitsfreigabe) (!Der Kurs ersetzt die betriebliche Unterweisung) (!Der Kurs erlaubt Arbeiten an laufenden Maschinen) (!Der Kurs hebt Herstellerangaben auf)
Memory
| Motor | stellt Drehbewegung bereit |
| Kupplung | überträgt Drehmoment zwischen Wellen |
| Untersetzungsgetriebe | passt Drehzahl und Drehmoment an |
| Wälzlager | führt und stützt eine Welle |
| Antriebsrolle | überträgt Rotation auf das Förderband |
| Förderband | transportiert das Fördergut |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Funktion |
|---|---|
| Motor | stellt die Drehbewegung am Eingang bereit |
| Kupplung | verbindet die Motorwelle mit der folgenden Welle |
| Getriebe | passt Drehzahl und Drehmoment an |
| Lagerung | führt die Welle und leitet Kräfte in das Gehäuse |
| Antriebsrolle | überträgt die Drehbewegung auf das Förderband |
Kreuzworträtsel
| Kupplung | Welches Element verbindet zwei Wellen zur Drehmomentübertragung? |
| Getriebe | Welches Element passt im Fallbeispiel Drehzahl und Drehmoment an? |
| Wälzlager | Welches Element führt eine drehende Welle im Gehäuse? |
| Drehmoment | Welche mechanische Größe wird zusammen mit der Drehbewegung übertragen? |
| Baugruppe | Wie heißt eine funktionale Einheit aus mehreren Teilen? |
| Schnittstelle | Wie heißt der funktionale Übergang zwischen zwei Elementen? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Funktionskette: Zeichne für den Ausbildungsfall sechs Funktionsblöcke und verbinde sie mit Pfeilen. Schreibe an jeden Pfeil, was übertragen wird.
- Funktionsverb: Formuliere für fünf Maschinenelemente jeweils einen kurzen Satz mit einem passenden Funktionsverb.
- Medienanalyse: Beobachte die Zahnradanimation und notiere drei Aussagen über Antrieb, Abtrieb und Drehrichtung.
- Erklärkarte: Gestalte eine Lernkarte „Bauteilname reicht nicht“ mit einem schlechten und einem verbesserten Funktionssatz.
Standard
- Fehlerdiagnose: Erstelle für eine rein digitale Störungssimulation eine Tabelle mit Soll-Wirkung, Ist-Wirkung, erster Abweichung und zwei Hypothesen.
- Funktionsschaltbild: Überführe den Förderband-Antrieb in ein eigenes Schaltbild mit Ein- und Ausgang sowie mindestens vier Wirkstellen.
- Kupplungsvergleich: Vergleiche anhand der eingebetteten Medien eine starre und eine ausgleichende Kupplung hinsichtlich ihrer Funktion, ohne Montageanweisungen abzuleiten.
- Quellenprüfung: Prüfe zwei Aussagen des Kurses anhand einer Fachquelle und dokumentiere Quelle, Aussage und Ergebnis der Prüfung.
Schwer
- Transferanalyse: Übertrage die 5-Satz-Struktur auf eine andere Baugruppe aus Deinem Ausbildungsumfeld. Eine reale Maschine darf nur nach betrieblicher Freigabe beobachtet werden.
- Fehlerbaum: Entwickle aus dem Symptom „Abtrieb bewegt sich nicht“ einen einfachen Fehlerbaum mit mindestens drei Ebenen und kennzeichne Beobachtung, Hypothese und sichere Verifikation.
- Lernvideo: Erstelle ein Storyboard für ein 90-sekündiges Erklärvideo, das den Bewegungsfluss einer Baugruppe zeigt. Nutze nur freigegebene oder selbst erstellte Medien.
- Fachgespräch: Bereite eine dreiminütige mündliche Funktionserklärung vor und verteidige, warum Deine Reihenfolge der Wirkstellen für die Diagnose sinnvoll ist.


Lernkontrolle
- Funktionszusammenhang: Eine Person nennt Motor, Kupplung, Getriebe und Lager korrekt, erklärt aber keine Wechselwirkung. Beurteile die Erklärung und verbessere sie so, dass ein vollständiger Bewegungsfluss erkennbar wird.
- Diagnosetransfer: In einem neuen Simulationsdatensatz ist die Bewegung bis zum Getriebeausgang vorhanden, an der nachfolgenden Welle aber nicht. Begründe, welchen Funktionsübergang Du zuerst untersuchen würdest und welche Alternativhypothese bestehen bleibt.
- Übersetzungswirkung: Erkläre qualitativ, warum eine stärkere Untersetzung bei gleichem idealisiertem Leistungsfluss typischerweise zu niedrigerer Abtriebsdrehzahl und höherem Abtriebsdrehmoment führt.
- Schnittstellenanalyse: Wähle zwei Schnittstellen der Baugruppe und erkläre, welche Störungssymptome entstehen könnten, wenn die jeweilige Funktion nicht mehr erfüllt wird.
- Sicherheitsentscheidung: Eine Simulation liefert nicht genügend Daten, um zwischen Kupplungs- und Lagerproblem zu unterscheiden. Begründe, warum die richtige Lernentscheidung nicht „Schutzabdeckung öffnen und nachsehen“ lautet.
- Transfer: Entwickle für eine andere Baugruppe eine Funktionskette und nenne eine Stelle, an der dieselbe Beobachtung mehrere Ursachen haben kann. Erkläre, welche zusätzlichen sicheren Informationen zur Eingrenzung nötig wären.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis ist wichtig, dass Du:
- die Gesamtfunktion einer Baugruppe verständlich formulierst.
- Ein- und Ausgang sowie Energie- oder Bewegungsfluss korrekt beschreibst.
- die Funktionen zentraler Maschinenelemente im Zusammenwirken erklärst.
- Schnittstellen zwischen Elementen benennst und ihre Bedeutung begründest.
- Beobachtung, Hypothese und Verifikation bei einer Störung sauber trennst.
- aus Simulationsdaten die erste fehlende Wirkung lokalisierst, ohne eine Ursache vorschnell als sicher zu behaupten.
- technische Begriffe, Funktionsschaltbilder und kurze Funktionssätze passend verwendest.
- die Grenze zwischen Lernsimulation und realer Instandhaltung sicher erklärst.
- ausdrücklich benennst, dass reale Werkstattarbeiten Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung, betriebliche Freigabe und zuständige Aufsicht voraussetzen.
Fachliche Quellen und Medienrechte
- Maschinenelement: Überblick zu wiederkehrenden Funktionen von Maschinenelementen.
- Baugruppe: Begriff und funktionale Einordnung technischer Baugruppen.
- Zahnrad: Grundlagen zu formschlüssiger Bewegungsübertragung und Übersetzung.
- Wälzlager: Bauformen und Belastungsrichtungen.
- DGUV Information 209-015: Instandhaltung an Maschinen und Anlagen, Ausgabe 2026.
- Betriebssicherheitsverordnung: besonders Gefährdungsbeurteilung, Instandhaltung und Unterweisung.
- Belt Conveyor.jpg: Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
- Spur gears animation.gif: Wikimedia Commons, CC0.
- BallBearing.svg: Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
- Oldham 120x30.gif: Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
- Gear coupling.png: Wikimedia Commons, Public Domain durch den Urheber.
- Riemengetriebe.svg: Wikimedia Commons, CC BY 3.0.
- Belt drives profiles.svg: Wikimedia Commons, CC BY 4.0.
- Keilriemen-V-Belt.png: Wikimedia Commons, Public Domain.
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