Zum Inhalt springen

M8 M - Lineare Funktionen aus Sachproblemen entwickeln

Aus MOOCsWiki Staging
aiMOOC-Siegel

M8 M - Lineare Funktionen aus Sachproblemen entwickeln




M8 M - Lineare Funktionen aus Sachproblemen entwickeln

Mini-Beschreibung: Entwickle aus einem Startwert und einer gleichmäßigen Veränderung eine lineare Funktionsgleichung. Interpretiere die Parameter im Sachzusammenhang, wechsle zwischen Text, Tabelle, Gleichung und Graph und prüfe Deine Ergebnisse.

Zielgruppe: Klasse 8, Mathematik, Baden-Württemberg, M-Niveau.

Wichtig: Alle Preis-, Miet-, Taxi- und Messdaten in diesem aiMOOC sind frei erfunden. Sie bilden keine realen Tarife, Mietpreise oder Messreihen ab.


Einleitung

Viele Sachprobleme haben dieselbe mathematische Struktur:

Startwert + gleichmäßige Veränderung.

Daraus entsteht eine lineare Funktion der Form

f(x)=m⋅x+b

Dabei gilt:

Zeichen Mathematische Bedeutung Bedeutung im Sachproblem
x Eingabe z. B. Strecke, Anzahl, Zeit, Fläche
m Steigung Veränderung pro Einheit
b y-Achsenabschnitt Startwert bei x=0
f(x) Ausgabe z. B. Kosten, Höhe, Messwert

Modellierkette:

Sachtext → Größen festlegen → Startwert finden → Änderungsrate finden → Funktionsgleichung aufstellen → Werte prüfen → im Kontext deuten


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du zunehmend selbstständig:

  1. lineare Funktionen aus Sachtexten entwickeln.
  2. den Startwert b und die Änderungsrate m erkennen.
  3. eine Gleichung der Form f(x)=m⋅x+b aufstellen.
  4. Einheiten von m und b passend angeben.
  5. zwischen Sachtext, Wertetabelle, Gleichung und Graph wechseln.
  6. Ergebnisse durch Einsetzen und Plausibilitätsprüfung kontrollieren.
  7. verschiedene Lösungswege vergleichen und fachsprachlich begründen.
  8. digitale Graphen und KI-Ausgaben kritisch prüfen.


Vorwissen-Check

Prüfe kurz, ob Du diese Grundlagen kannst:

  1. Berechne 3⋅4+2.
  2. Erkläre, was der Punkt P(0|5) bedeutet.
  3. Lies aus f(x)=2x+3 die Zahlen 2 und 3 ab.
  4. Entscheide, ob sich die Folge 4, 7, 10, 13 gleichmäßig verändert.
  5. Nenne zu einer Größe immer auch eine passende Einheit.

Kontrolle: Wenn Du bei mehreren Punkten unsicher bist, wiederhole zuerst Koordinatensystem, Terme und Proportionale Zuordnung.


Die Grundidee

Eine lineare Funktion passt zu einem Sachproblem, wenn sich die Ausgabe bei gleich großen Schritten der Eingabe immer um denselben Betrag ändert.

Beispiel:

Ein fiktiver Messbehälter enthält zu Beginn 35 cm Flüssigkeitshöhe. Pro Minute steigt der Pegel gleichmäßig um 2 cm.

Startwert:

b=35

Änderungsrate:

m=2

Funktionsgleichung:

h(t)=2t+35

Interpretation:

h(0)=35

Der Pegel startet bei 35 cm.

h(1)−h(0)=2

Pro Minute kommen 2 cm hinzu.


Merksatz

Eine lineare Funktionsgleichung entsteht aus

Ausgabe=Änderung pro Einheit⋅Eingabe+Startwert

oder kurz:

f(x)=m⋅x+b

Denkfrage: Welche Einheit besitzt m? Sie entsteht aus „Einheit der Ausgabe pro Einheit der Eingabe“.


Steigung sichtbar machen

Für zwei Punkte P1(x1|y1) und P2(x2|y2) gilt:

m=y2−y1x2−x1

Im Sachproblem liest Du m oft direkt aus Formulierungen wie:

pro Kilometer, je Stück, in jeder Minute, pro Quadratmeter.


Schritt-für-Schritt-Methode

Schritt Leitfrage Ergebnis
1 Welche Größe wird verändert? Variable x
2 Was gilt am Anfang? Startwert b
3 Wie stark ändert sich die Ausgabe pro Einheit? Steigung m
4 Wie lautet das Modell? f(x)=m⋅x+b
5 Passt ein Beispielwert? Probe
6 Was bedeuten die Parameter? Interpretation mit Einheit

Kurzform:

x⟶m⟶b⟶f(x)=mx+b⟶Probe


Vier fiktive Sachmodelle


Preis-Modell

Ein fiktiver Bastelversand verlangt 2 € Verpackungspauschale und 1,50 € pro Materialset.

Variable:

x=Anzahl der Materialsets

Startwert:

b=2

Änderungsrate:

m=1,5

Modell:

P(x)=1,5x+2

Wertetabelle:

x 0 1 2 4 6
P(x) in € 2,00 3,50 5,00 8,00 11,00

Probe für vier Sets:

P(4)=1,5⋅4+2=8

Interpretation: Die 2 € sind der Startwert. Die 1,50 € beschreiben die Zunahme pro zusätzlichem Materialset.


Miet-Modell

Für einen frei erfundenen Proberaum gilt ein Modell aus 120 € Grundpauschale und 8 € pro Quadratmeter nutzbarer Fläche.

x=Fläche in Quadratmetern

b=120

m=8

M(x)=8x+120

Für x=25:

M(25)=8⋅25+120=320

Interpretation: In diesem erfundenen Modell beschreibt b=120 die feste Grundpauschale und m=8 die Kostensteigerung um 8 € je zusätzlichem Quadratmeter.

Modellkritik: Das ist ein Lernmodell. Reale Mieten hängen von vielen weiteren Faktoren ab und müssen nicht linear sein.


Taxi-Modell

Ein frei erfundener Taxitarif besteht aus 4,50 € Grundpreis und 2,20 € pro gefahrenem Kilometer.

x=Strecke in Kilometern

b=4,5

m=2,2

T(x)=2,2x+4,5

Strecke in km 0 1 2 3 5
Kosten in € 4,50 6,70 8,90 11,10 15,50

Graphischer Startpunkt:

(0|4,5)

Ein weiterer Punkt:

(1|6,7)

Die Steigung ergibt sich aus

m=6,7−4,51−0=2,2


Mess-Modell

Ein fiktiver Wasserstand wird gemessen. Zu Beginn beträgt die Höhe 35 cm. Sie steigt gleichmäßig um 2 cm pro Minute.

t=Zeit in Minuten

b=35

m=2

h(t)=2t+35

Zeit in min 0 2 4 6
Höhe in cm 35 39 43 47

Einheit der Steigung:

cmmin


Darstellungen wechseln

Eine gute Modellierung zeigt denselben Zusammenhang auf mehreren Wegen.

Darstellung Taxi-Beispiel
Sachtext 4,50 € Startwert und 2,20 € pro km
Gleichung T(x)=2,2x+4,5
Startpunkt (0|4,5)
Änderungsrate 2,2 € pro km
Tabelle bei jedem zusätzlichen km +2,20 €
Graph Gerade durch (0|4,5)

M-Niveau: Wechsle nicht nur die Darstellung. Erkläre auch, warum alle Darstellungen dasselbe Modell beschreiben.


Dynamischer Graph

Nutze den GeoGebra-Grafikrechner und gib nacheinander ein:

y=1,5x+2

y=2,2x+4,5

y=8x+120

Passe das sichtbare Koordinatensystem jeweils an die Größen an.

Prüfauftrag:

  1. Kontrolliere, ob der Graph durch (0|b) geht.
  2. Kontrolliere mit einem zweiten Punkt, ob die Steigung stimmt.
  3. Prüfe die Achsenbeschriftung und Einheiten.
  4. Übernimm digitale Ergebnisse nicht ungeprüft.


Video: Steigung und y-Achsenabschnitt

Beobachtungsauftrag: Notiere beim Ansehen jeweils ein Beispiel für die Bedeutung von m und b. Vergleiche anschließend mit den Sachmodellen dieses aiMOOCs.


Video: Funktionsgleichung und Graph

Prüfauftrag: Stoppe das Video an einem Beispiel. Bestimme selbst zuerst Steigung und Achsenabschnitt. Vergleiche erst danach mit der Erklärung.


Interaktive Beispiele


Beispiel 1: Vom Text zur Gleichung

Ein fiktiver Lieferdienst verlangt 3 € Startpauschale und 0,80 € pro Kilometer.

Schritt A: Variable

x=Strecke in Kilometern

Schritt B: Startwert

b=3

Schritt C: Änderung

m=0,8

Schritt D: Gleichung

L(x)=0,8x+3

Hilfe 1 anzeigen

Suche zuerst nach einer festen Gebühr. Sie ist der Startwert.

Hilfe 2 anzeigen

Die Formulierung „pro Kilometer“ beschreibt die Steigung.

Feedback anzeigen

Richtig ist L(x)=0,8x+3. Eine vertauschte Gleichung L(x)=3x+0,8 würde eine ganz andere Bedeutung haben.


Beispiel 2: Aus einer Tabelle modellieren

x 0 1 2 3
f(x) 7 10 13 16

Startwert:

b=f(0)=7

Änderung:

10−7=3

Kontrolle:

13−10=3

und

16−13=3

Also:

m=3

Damit:

f(x)=3x+7

Begründung: Die Differenzen der Funktionswerte sind bei gleichen x-Schritten konstant.


Übungen mit Hilfestufen und Feedback


Übung A: Preis

Ein fiktiver Druckservice verlangt 5 € Startkosten und 0,60 € je gedruckter Karte.

Auftrag: Stelle eine Funktionsgleichung K(x) auf und berechne die Kosten für 20 Karten.

Hilfe 1

Welche Zahl bleibt auch bei x=0 erhalten?

Hilfe 2

Setze m=0,6 und b=5 in K(x)=mx+b ein.

Feedback

K(x)=0,6x+5 und K(20)=17. Prüfe: 20 Karten verursachen 12 € variable Kosten; zusammen mit 5 € Startkosten sind es 17 €.


Übung B: Miete

Ein fiktiver Werkraum kostet 95 € Grundpauschale und 6 € pro Quadratmeter.

Auftrag: Stelle R(x) auf. Erkläre die Bedeutung beider Parameter mit Einheit.

Hilfe 1

Die Grundpauschale ist der Wert bei x=0.

Hilfe 2

„6 € pro Quadratmeter“ ist eine Änderungsrate.

Feedback

R(x)=6x+95. Die Steigung beträgt 6 € pro Quadratmeter. Der Startwert beträgt 95 €.


Übung C: Taxi

Ein fiktiver Tarif beginnt bei 6 € und steigt je Kilometer um 1,90 €.

Auftrag: Entwickle das Modell und erstelle eine Wertetabelle für x=0, 2, 4, 6.

Hilfe 1

Beginne mit T(x)=1,9x+6.

Feedback

Die Werte lauten 6,00 €, 9,80 €, 13,60 € und 17,40 €. Die Zunahme bei zwei Kilometern beträgt jeweils 3,80 €.


Übung D: Messung

Ein fiktiver Sensor zeigt anfangs 18 °C. Der Messwert steigt gleichmäßig um 0,5 °C pro Minute.

Auftrag: Entwickle S(t). Bestimme den Messwert nach 12 Minuten und erkläre die Einheit der Steigung.

Hilfe 1

Der Startwert ist 18. Die Änderungsrate ist 0,5 pro Minute.

Feedback

S(t)=0,5t+18 und S(12)=24. Die Steigung hat die Einheit °C pro Minute.


Typische Fehler

Fehler Beispiel Korrektur
Startwert und Steigung vertauscht aus 4 € Start und 2 € pro km wird 4x+2 richtig: 2x+4
Einheit fehlt m=2 im Kontext: 2 € pro km
Startwert wird vergessen 2x bei 4 € Start: 2x+4
Tabelle nicht geprüft unterschiedliche Zuwächse werden übersehen Differenzen vergleichen
Graph falsch skaliert Steigung wirkt dadurch falsch Achsen und Maßstab prüfen
digitales Ergebnis ungeprüft übernommen falsche Eingabe wird nicht erkannt mit Punktprobe kontrollieren

Wichtig: Eine KI kann einen Rechenweg vorschlagen, aber Du musst Gleichung, Einheiten, Probe und Begründung selbst prüfen. Eine KI-Ausgabe ersetzt keinen mathematischen Beweis.


Digitale Werkzeuge sicher nutzen

  1. Gib in digitale Werkzeuge nur die mathematischen Daten ein, die Du wirklich brauchst.
  2. Verwende keine personenbezogenen Daten.
  3. Prüfe, ob die eingegebene Gleichung exakt zum Sachtext passt.
  4. Kontrolliere mindestens den Startpunkt (0|b).
  5. Kontrolliere einen weiteren Punkt durch eigene Rechnung.
  6. Prüfe Achsenskalierung und Einheiten.
  7. Begründe Dein Ergebnis unabhängig vom Werkzeug.


Selbstkontrolle

Ich kann ... Ja Noch üben
den Startwert im Text erkennen □ □
die Änderungsrate erkennen □ □
f(x)=mx+b passend aufstellen □ □
die Einheit von m nennen □ □
eine Wertetabelle erstellen □ □
den Graphen prüfen □ □
ein Ergebnis im Kontext erklären □ □
einen digitalen Vorschlag kritisch prüfen □ □


Transfer

Ein fiktiver Geräteverleih bietet zwei Modelle:

Modell A: 9 € Startkosten und 2 € pro Stunde.

Modell B: 3 € Startkosten und 3 € pro Stunde.

Daraus folgen:

A(x)=2x+9

B(x)=3x+3

Aufträge:

  1. Berechne für beide Modelle die Kosten nach 2, 4 und 8 Stunden.
  2. Stelle beide Modelle in einer Wertetabelle dar.
  3. Zeichne beide Geraden in ein gemeinsames Koordinatensystem.
  4. Erkläre, warum Modell A den größeren Startwert besitzt.
  5. Erkläre, warum Modell B stärker steigt.
  6. Prüfe durch Rechnung einen Punkt jedes Graphen.
  7. Formuliere eine eigene fachsprachliche Aussage zum Vergleich.


Kompetenzcheck

Bearbeite ohne direkte Hilfe:

  1. Text → Gleichung: Ein fiktiver Tarif startet bei 7 € und steigt um 1,40 € je Einheit. Stelle die Gleichung auf.
  2. Tabelle → Gleichung: Die Werte sind 5, 8, 11, 14 zu x=0, 1, 2, 3. Bestimme m und b.
  3. Gleichung → Text: Formuliere einen sinnvollen fiktiven Sachtext zu f(x)=2,5x+4.
  4. Gleichung → Tabelle: Erstelle fünf Werte zu g(x)=3x+2.
  5. Graph → Bedeutung: Erkläre, was der Punkt (0|6) in einem Kostenmodell bedeuten kann.
  6. Kritik: Nenne einen Grund, warum ein lineares Modell in der Realität nur für einen begrenzten Bereich passen kann.

Selbsteinschätzung: Wenn Du alle sechs Aufgaben mit Rechenweg, Darstellung und Begründung nachvollziehbar lösen kannst, hast Du das Kernziel dieses Kurses erreicht.


Reflexion

  1. Welche Darstellung hilft Dir am meisten: Sachtext, Tabelle, Gleichung oder Graph?
  2. Woran erkennst Du besonders schnell den Startwert?
  3. Wie findest Du eine Änderungsrate aus einer Tabelle?
  4. Welche Einheit besitzt die Steigung in Deinem eigenen Beispiel?
  5. Wie kannst Du eine digitale Lösung unabhängig überprüfen?
  6. Welcher Fehler könnte Dir beim nächsten Mal noch passieren, und wie vermeidest Du ihn?


Folgekurs

Als nächster Lernschritt passt:

M8 M - Lineare Funktionen vergleichen und Schnittpunkte bestimmen

Dort kannst Du untersuchen, wann zwei lineare Modelle denselben Funktionswert besitzen und wie sich Schnittpunkte rechnerisch und grafisch deuten lassen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Gleichung passt zu 4 € Startwert und 2 € pro Einheit? (f von x gleich 2x plus 4) (!f von x gleich 4x plus 2) (!f von x gleich 6x) (!f von x gleich 2x minus 4)




Was beschreibt b in der Form f von x gleich m mal x plus b im Sachproblem meist? (Den Startwert) (!Die Eingabe) (!Die Anzahl der Tabellenzeilen) (!Die Einheit der x-Achse)




Was beschreibt m im Sachproblem? (Die Veränderung pro Einheit) (!Nur den Startwert) (!Die Anzahl der Punkte) (!Den Namen der Funktion)




Welche Aussage kennzeichnet eine lineare Veränderung? (Bei gleichen x-Schritten ist die Änderung der y-Werte gleich) (!Die y-Werte ändern sich völlig zufällig) (!Der Graph muss ein Kreis sein) (!Der Startwert muss immer null sein)




Ein fiktiver Tarif hat 5 € Grundpreis und 3 € pro Kilometer. Wie lautet das Modell? (T von x gleich 3x plus 5) (!T von x gleich 5x plus 3) (!T von x gleich 8x) (!T von x gleich 3x minus 5)




Was ist bei f von x gleich 1,5x plus 7 der Funktionswert bei x gleich 0? (7) (!1,5) (!8,5) (!0)




Welche Einheit passt zur Steigung eines Kostenmodells mit Kilometern auf der x-Achse? (Euro pro Kilometer) (!Kilometer pro Euro) (!Nur Euro) (!Nur Kilometer)




Was ist eine sinnvolle Kontrolle einer digital gezeichneten Geraden? (Startpunkt und mindestens einen weiteren Punkt nachrechnen) (!Nur die Farbe des Graphen prüfen) (!Die Achsenbeschriftung ignorieren) (!Das Ergebnis ungeprüft übernehmen)




Welche Gleichung passt zu einem Startwert von 18 und einer Zunahme von 0,5 pro Minute? (S von t gleich 0,5t plus 18) (!S von t gleich 18t plus 0,5) (!S von t gleich 18,5t) (!S von t gleich 0,5t minus 18)




Warum kann ein lineares Sachmodell nur für einen bestimmten Bereich sinnvoll sein? (Weil reale Bedingungen sich außerhalb des Modellbereichs ändern können) (!Weil Geraden niemals berechnet werden können) (!Weil jede lineare Funktion automatisch falsch ist) (!Weil Tabellen keine Werte enthalten dürfen)





Memory

Startwert Wert bei x gleich null
Steigung gleichmäßige Veränderung
Wertetabelle geordnete Wertepaare
Funktionsgleichung mathematische Modellregel
Gerade Graph einer linearen Funktion
Punktprobe Kontrolle durch Einsetzen
Sachmodell vereinfachte mathematische Beschreibung
Einheit Bedeutung einer Messgröße





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Startwert Achsenabschnitt
Änderungsrate Steigung
Eingabegröße Variable
Wertepaare Wertetabelle
Geradenmodell lineare Funktion





Kreuzworträtsel

Steigung Wie heißt die gleichmäßige Veränderung pro Einheit?
Startwert Wie heißt der Funktionswert am Anfang?
Gerade Welche Form hat der Graph einer linearen Funktion?
Wertetabelle Wie heißt eine geordnete Darstellung von Eingabe- und Ausgabewerten?
Modell Wie heißt eine vereinfachte mathematische Beschreibung einer Sachsituation?
Achsenabschnitt Wie heißt der Schnittwert des Graphen mit der y-Achse?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine lineare Funktion hat häufig die Form

. Der Parameter

beschreibt im Sachproblem meist den Startwert. Der Parameter

beschreibt die gleichmäßige Veränderung pro Einheit. Ein Startwert wird am Graphen beim Eingabewert

sichtbar. Bei gleichen Schritten der Eingabe ändern sich die Funktionswerte bei einem linearen Modell um einen

. Eine Wertetabelle hilft dabei,

geordnet darzustellen. Zur Kontrolle einer Gleichung kann ein bekannter Wert

werden. Bei digitalen Graphen müssen besonders Achsenskalierung, Eingabe und

geprüft werden. Ein Sachmodell ist immer eine

der Wirklichkeit. Eine KI-Ausgabe sollte durch eigene Rechnung und

überprüft werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Sachtext markieren: Markiere in vier selbst erfundenen linearen Sachtexten jeweils Startwert, Eingabegröße und Veränderung pro Einheit.
  2. Wertetabelle erstellen: Erfinde ein lineares Preis-Modell mit fiktiven Daten und erstelle eine Tabelle mit mindestens fünf Wertepaaren.
  3. Graph zeichnen: Zeichne zu f(x)=2x+3 eine Gerade und beschrifte Startwert und Steigung.
  4. Fehler erklären: Erkläre schriftlich, warum aus „5 € Startwert und 2 € pro Einheit“ nicht 5x+2 folgt.


Standard

  1. Taxi-Modell entwickeln: Erfinde einen fiktiven Taxitarif, stelle Gleichung, Tabelle und Graph dar und interpretiere beide Parameter.
  2. Miet-Modell untersuchen: Entwickle ein fiktives lineares Mietmodell und nenne mindestens zwei Gründe, warum reale Mietpreise davon abweichen können.
  3. Messreihe modellieren: Erstelle eine fiktive Messsituation mit gleichmäßiger Veränderung, bestimme m und b und prüfe das Modell mit zwei Punkten.
  4. Darstellungen wechseln: Starte mit einer selbst gewählten linearen Gleichung und erzeuge dazu Sachtext, Wertetabelle und beschrifteten Graphen.


Schwer

  1. Modelle vergleichen: Entwickle zwei fiktive Tarife mit verschiedenen Startwerten und Steigungen. Vergleiche ihre Werte für mehrere Eingaben und begründe Beobachtungen fachsprachlich.
  2. Modellgrenzen untersuchen: Erfinde eine Sachsituation, in der ein lineares Modell zunächst gut passt, später aber nicht mehr. Begründe die Grenze.
  3. Digitaler Modellcheck: Zeichne ein eigenes Modell digital, dokumentiere zwei unabhängige Kontrollen und beschreibe einen möglichen Eingabefehler.
  4. Erklärvideo produzieren: Erstelle ein kurzes Lernvideo „Vom Sachtext zu f(x)=mx+b“. Verwende nur fiktive Daten und keine personenbezogenen Informationen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Modellierungsentscheidung: Ein Messwert steigt in den ersten zehn Minuten jeweils um denselben Betrag. Erkläre, warum ein lineares Modell sinnvoll sein kann und welche zusätzliche Information Du für die Gleichung brauchst.
  2. Parameterdeutung: Vergleiche A(x)=2x+9 und B(x)=3x+3. Beschreibe die Unterschiede von Startwert und Änderungsrate im Kontext zweier fiktiver Tarife.
  3. Darstellungswechsel: Entwickle aus einer selbst erstellten Wertetabelle eine lineare Gleichung und begründe anhand der Differenzen, warum sie linear ist.
  4. Fehleranalyse: Eine Person modelliert „4 € Startpreis und 1,50 € pro Einheit“ mit f(x)=4x+1,5. Analysiere den Denkfehler und korrigiere ihn.
  5. Plausibilitätsprüfung: Ein digitales Werkzeug liefert für ein Modell bei x=5 den Wert 42. Zeige mindestens zwei Wege, wie Du prüfen kannst, ob dieser Wert zum Modell passt.
  6. Modellkritik: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, warum eine lineare Funktion die Realität nur vereinfacht beschreibt.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. aus einem Sachtext die relevanten Größen herausarbeiten kannst.
  2. Startwert und gleichmäßige Veränderung korrekt erkennst.
  3. eine passende Gleichung f(x)=mx+b entwickelst.
  4. die Einheiten der Parameter richtig deutest.
  5. eine Wertetabelle korrekt berechnest.
  6. einen Graphen passend zeichnest oder digital erzeugst.
  7. mindestens zwei Darstellungen miteinander verknüpfst.
  8. durch Einsetzen oder einen zweiten Lösungsweg kontrollierst.
  9. typische Modellierungsfehler erkennst und erklärst.
  10. Grenzen eines linearen Sachmodells begründet benennst.
  11. digitale Ergebnisse und KI-Ausgaben kritisch prüfst.
  12. Deinen Rechenweg fachsprachlich und nachvollziehbar darstellst.




OERs zum Thema

Frei nutzbare bzw. offen zugängliche Medien dieses aiMOOCs:

  1. Wikimedia Commons: Lineare funktionen.svg
  2. Wikimedia Commons: Lineare funktionen2.svg
  3. Wikimedia Commons: Koordinatensystem
  4. Wikimedia Commons: Taxi-Symbol
  5. Wikimedia Commons: Lineal mit Millimeter- und Zentimetermarken
  6. Wikimedia Commons: Lineal
  7. Wikimedia Commons: Haus-Symbol
  8. Wikimedia Commons: Euro-Symbol

Lizenzhinweis: Beachte bei einer Weiterverwendung jeweils die Lizenzangaben auf der zugehörigen Wikimedia-Commons-Dateiseite. Die eingebetteten YouTube-Videos werden über YouTube bereitgestellt; beim Laden können die Datenschutzbedingungen des Anbieters gelten.


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte

MOOCwiki · Deutsch

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen

Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.

Zur MOOCwiki-Hauptseite
Inhalte werden geladen ...

Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...