M8 E - Einen persönlichen Mathematik-Lernweg Klasse 8 steuern

M8 E - Einen persönlichen Mathematik-Lernweg Klasse 8 steuern
M8 E - Einen persönlichen Mathematik-Lernweg Klasse 8 steuern
Mini-Beschreibung: Plane aus Diagnose, Rückmeldung und persönlichen Zielen einen begründeten Lernpfad. Nutze Kompetenzprofile, Fortschrittsdiagramme, Wiederholungsintervalle und Transferaufgaben. Prüfe regelmäßig, ob Deine Lernstrategie tatsächlich wirkt.
Zielgruppe: Klasse 8, Mathematik, Baden-Württemberg, E-Niveau.

Einleitung
Ein guter Mathematik-Lernweg ist kein starrer Stundenplan. Du steuerst ihn als Kreislauf:
Diagnose → Ziel → Strategie → Üben → Transfer → Rückmeldung → neue Entscheidung
Im E-Niveau arbeitest Du zunehmend selbstständig: Du untersuchst Muster, verallgemeinerst, begründest, suchst Gegenbeispiele und modellierst mehrschrittige Situationen.
Für Klasse 8 orientiert sich dieser aiMOOC am gemeinsamen Bildungsplan Mathematik der Sekundarstufe I Baden-Württemberg. Die Aufgaben verbinden insbesondere Zahl – Variable – Operation, Messen, Raum und Form, Funktionaler Zusammenhang sowie Daten und Zufall mit mathematischem Argumentieren, Problemlösen, Modellieren und dem kritischen Einsatz digitaler Werkzeuge.
Wichtig: Digitale Werkzeuge und KI können Vermutungen, Darstellungen und Kontrollen unterstützen. Sie ersetzen keine mathematische Begründung und keinen Beweis.
Lernziele
| Du kannst … | Woran Du es erkennst |
|---|---|
| Deinen Lernstand diagnostizieren | Du benennst Stärken, Unsicherheiten und Fehlertypen. |
| ein überprüfbares Ziel setzen | Das Ziel enthält Thema, Anspruch und Kontrollaufgabe. |
| einen Lernpfad begründen | Du erklärst, warum Deine Strategie zu Deiner Diagnose passt. |
| Fortschritt darstellen | Du führst ein Kompetenzprofil und ein kleines Fortschrittsdiagramm. |
| Wiederholungen planen | Du vergrößerst oder verkleinerst Intervalle nach Deinen Ergebnissen. |
| Transfer leisten | Du löst neue, mehrschrittige Aufgaben und begründest Deinen Weg. |
| digitale Ergebnisse prüfen | Du verwendest Probe, Plausibilität, Gegenbeispiel oder zweite Darstellung. |
Der Lernkreislauf

| Phase | Leitfrage |
|---|---|
| Diagnose | Was kann ich schon selbstständig? |
| Ziel | Was möchte ich als Nächstes sicher können? |
| Strategie | Welche Methode passt zu meinem Fehlertyp? |
| Üben | Welche Aufgaben liefern aussagekräftiges Feedback? |
| Transfer | Funktioniert mein Wissen auch in einem neuen Kontext? |
| Prüfen | Zeigt mein Ergebnis echten Fortschritt? |
| Anpassen | Behalte ich die Strategie oder ändere ich sie? |
Orientierung am E-Niveau
E-Niveau bedeutet hier nicht nur „schwierigere Zahlen“. Entscheidend sind Selbstständigkeit, Vernetzung und Begründung.
| Tätigkeit | E-Niveau |
|---|---|
| Untersuchen | Muster systematisch prüfen |
| Verallgemeinern | aus Beispielen eine allgemeine Aussage entwickeln |
| Begründen | Rechenschritte und Schlussfolgerungen nachvollziehbar absichern |
| Gegenbeispiel | eine falsche allgemeine Behauptung gezielt widerlegen |
| Modellieren | mehrere Schritte, Annahmen und Rückkontrollen verbinden |
Quelle zur curricularen Orientierung: Gemeinsamer Bildungsplan Sekundarstufe I Mathematik Baden-Württemberg
Vorwissen-Check
Bearbeite die fünf Mini-Aufgaben zunächst ohne Hilfsmittel. Markiere anschließend nur für Dich: sicher, mit Hilfe oder noch unsicher.
| Feld | Diagnoseaufgabe |
|---|---|
| Term und Gleichung | Löse und führe eine Probe durch. |
| Funktion | Beschreibe bei die Bedeutung von Steigung und Achsenabschnitt. |
| Geometrie | Prüfe, ob ein Dreieck mit Seiten , und rechtwinklig ist. |
| Prozent | Bestimme von und erkläre Deinen Rechenweg. |
| Daten | Erkläre, warum ein einzelner Mittelwert eine Datenmenge nicht vollständig beschreibt. |
Diagnose-Regel: Eine Aufgabe gilt erst als sicher, wenn Du Rechenweg, Darstellung und Begründung nachvollziehbar angeben kannst.
Kompetenzprofil anlegen
Nutze die Stufen nur als Lerninformation, nicht als Note.
| Stufe | Bedeutung |
|---|---|
| 0 | noch nicht tragfähig |
| 1 | mit Hinweis lösbar |
| 2 | selbstständig lösbar |
| 3 | selbstständig, begründet und auf Neues übertragbar |
Beispiel für ein anonymes Kompetenzprofil:
| Bereich | Start | Nächster Schritt |
|---|---|---|
| Gleichungen | 1 | Umformungen begründen |
| Funktionen | 2 | Steigung im Sachkontext deuten |
| Geometrie | 3 | Gegenbeispiel finden |
| Prozent | 2 | mehrschrittig modellieren |
| Daten | 1 | Aussagen kritisch prüfen |
Datenschutz: Speichere in digitalen Werkzeugen keine Klarnamen, Adressen, E-Mail-Adressen, Notenlisten oder andere personenbezogene Daten. Ein anonymer Lerncode genügt.
Einen persönlichen Lernpfad planen
Schritt 1: Diagnose in eine Lernfrage übersetzen
Schreibe nicht: „Ich bin schlecht in Gleichungen.“
Schreibe genauer: „Ich löse einfache Gleichungen, verliere aber bei Klammern und Vorzeichen die Kontrolle.“
Aus einer präzisen Diagnose entsteht ein überprüfbares Ziel:
Zielbeispiel: „Ich löse Gleichungen mit Klammern selbstständig, begründe jeden Äquivalenzschritt und prüfe die Lösung durch Einsetzen.“
Schritt 2: Eine passende Strategie wählen
| Diagnose | Passende Strategie |
|---|---|
| Vorzeichenfehler | langsamere Zwischenschritte und Probe |
| Begriff unklar | visuelles Modell und eigenes Beispiel |
| Verfahren vergessen | kurze Wiederholung mit wachsendem Intervall |
| Transfer scheitert | neue Sachkontexte statt weiterer Routineaufgaben |
| Begründung fehlt | „Warum gilt dieser Schritt?“ schriftlich beantworten |
Schritt 3: Einen Lernpfad begründen
Ein Lernpfad ist gut begründet, wenn die Reihenfolge zu Deiner Diagnose passt.
Beispiel:
Diagnose: Gleichungen mit Klammern noch unsicher → Modell: Term mit Algebra Tiles darstellen → Rechenweg: Äquivalenzumformungen Schritt für Schritt → Probe: Lösung einsetzen → Transfer: Sachproblem als Gleichung modellieren → Wiederholung: später erneut ohne Vorlage lösen

Visuelle Idee: Ein Gleichungsmodell zeigt, dass auf beiden Seiten dieselbe Veränderung vorgenommen werden muss.
Interaktives Beispiel 1: Gleichungen
Löse:
| Schritt | Rechnung | Begründung |
|---|---|---|
| Ausgang | Klammer zuerst auflösen | |
| Ausmultiplizieren | Distributivgesetz | |
| Variable bündeln | auf beiden Seiten abziehen | |
| Konstante entfernen | auf beiden Seiten addieren | |
| Probe | und | beide Seiten stimmen überein |
Hilfe 1
Markiere zuerst die Klammer und die Terme mit .
Hilfe 2
Nutze .
Feedback
Wenn Du erhältst, ist die Probe entscheidend. Wenn die Probe scheitert, suche den ersten Schritt, an dem linke und rechte Seite nicht mehr äquivalent sind.
Interaktives Termmodell
Nutze ein digitales Algebra-Werkzeug und prüfe, wie sich Terme verändern.
Auftrag: Vergleiche und . Teste mehrere Werte für . Formuliere anschließend eine allgemeine Begründung mit dem Distributivgesetz.
Interaktives Beispiel 2: Lineare Funktionen
Bei
beschreibt die Steigung und den Schnittpunkt mit der y-Achse.


Untersuche:
- Verändere die Steigung von auf .
- Verändere danach nur .
- Beschreibe, was sich am Graphen jeweils ändert.
- Finde eine Verallgemeinerung.
Selbstkontrolle: Eine Beschreibung wie „die Gerade geht anders“ reicht im E-Niveau nicht. Nutze Fachbegriffe und begründe die Wirkung von und .
Fortschrittsdiagramm mit Funktionen
Trage Deine Lernstufe pro Woche als Punkt ein, zum Beispiel
.
Die erste Koordinate steht für den Messzeitpunkt, die zweite für Deine Kompetenzstufe.
Wichtig: Ein steigender Graph allein beweist keinen Lernfortschritt. Prüfe, ob die Aufgaben vergleichbar anspruchsvoll sind und ob auch Transfer gelingt.

Interaktives Beispiel 3: Geometrie und Begründung
Für ein rechtwinkliges Dreieck gilt:
Für , und :

E-Auftrag: Erkläre nicht nur die Rechnung. Beschreibe, warum die Flächenumordnung in der Animation eine Begründung für liefert.
Dynamische Geometrie
Untersuchung: Konstruiere ein rechtwinkliges Dreieck. Verändere die Seitenlängen und prüfe die Quadrate über den Seiten. Formuliere eine Vermutung und begründe sie.
Wiederholungsintervalle steuern
Nur noch einmal lesen ist meist keine aussagekräftige Lernkontrolle. Hole Wissen aktiv aus dem Gedächtnis und vergrößere Abstände, wenn es sicher bleibt.

Ein möglicher Startplan ist:
| Zeitpunkt | Aktivität |
|---|---|
| direkt | Aufgabe ohne Vorlage erneut lösen |
| nächster Tag | kurze Abrufaufgabe |
| nach wenigen Tagen | gemischte Aufgabe |
| nach etwa einer Woche | Transferaufgabe |
| später | Kontrollaufgabe ohne Hinweis |
Die Abstände sind kein starres Rezept. Wenn Du scheiterst, verkürze das nächste Intervall. Wenn Du mehrfach sicher und begründet löst, kannst Du es vergrößern.
Ein mathematisches Intervall-Protokoll
Notiere nur Lerninformationen:
| Thema | Abruf | Transfer |
|---|---|---|
| Gleichungen | mit Hilfe | noch offen |
| lineare Funktion | sicher | sicher |
| Pythagoras | sicher | Begründung nacharbeiten |
Frage danach: Hat die gewählte Strategie den nächsten Abruf oder Transfer verbessert?
Übungen mit Hilfestufen und Feedback
Übung A: Gleichung verallgemeinern
Untersuche
.
Aufgabe: Begründe die Gleichheit für allgemeine Werte und prüfe sie an zwei selbst gewählten Zahlenbeispielen.
Hilfe 1
Nutze das Distributivgesetz.
Hilfe 2
Setze zum Beispiel konkrete Werte für , und ein und vergleiche beide Seiten.
Feedback
Zahlenbeispiele stützen eine Vermutung, ersetzen aber die allgemeine Begründung nicht.
Übung B: Gegenbeispiel
Behauptung: „Wenn zwei Geraden positive Steigungen haben, schneiden sie sich immer.“
Aufgabe: Finde ein Gegenbeispiel.
Hilfe
Denke an zwei Geraden mit gleicher positiver Steigung und verschiedenen y-Achsenabschnitten.
Feedback
Zum Beispiel sind und parallel. Damit ist die Behauptung widerlegt.
Übung C: Mehrschrittig modellieren
Ein rechteckiger Bildschirm ist breit und hoch.
Aufgabe: Bestimme seine Diagonale. Erkläre, warum Dein mathematisches Modell passt, und runde erst am Ende.
Hilfe 1
Breite, Höhe und Diagonale bilden ein rechtwinkliges Dreieck.
Hilfe 2
Nutze .
Feedback
Zum Modell gehört auch die Einheit und eine Plausibilitätsprüfung: Die Diagonale muss länger als jede einzelne Seite sein.
Typische Fehler
| Fehler | Reparatur |
|---|---|
| viele Routineaufgaben, kein Transfer | früher eine neue Anwendung einbauen |
| nur richtig oder falsch betrachten | Fehlertyp bestimmen |
| Rechenweg überspringen | kritische Zwischenschritte sichtbar machen |
| digitale Lösung übernehmen | Probe, Gegenrechnung oder Begründung ergänzen |
| Strategie trotz Stillstand beibehalten | Methode gezielt wechseln |
| zu früh wiederholen | Abstand vergrößern und aktiven Abruf nutzen |
Selbstkontrolle
Prüfe bei jeder wichtigen Aufgabe vier Ebenen:
| Ebene | Kontrollfrage |
|---|---|
| Ergebnis | Ist das Resultat rechnerisch korrekt? |
| Rechenweg | Sind die Umformungen zulässig? |
| Darstellung | Passt Graph, Tabelle, Term oder Skizze zur Situation? |
| Begründung | Kann ich erklären, warum mein Weg funktioniert? |
Bei digitalen Ergebnissen kommt hinzu:
Kann ich das Ergebnis unabhängig überprüfen?
Eine KI-Antwort kann überzeugend formuliert und trotzdem mathematisch falsch sein. Ein Beweis bleibt ein mathematisches Argument, nicht die bloße Aussage eines Tools.
Transfer
Wähle eine Aufgabe, die nicht genau wie Deine Übungsaufgaben aussieht.
Transferaufgabe: Ein Lieferdienst verlangt eine feste Grundgebühr und zusätzlich einen Preis pro Kilometer. Aus zwei Rechnungen sollst Du ein lineares Modell entwickeln, die Parameter begründen, einen unbekannten Preis berechnen und anschließend prüfen, in welchem Bereich das Modell sinnvoll ist.
E-Erweiterung: Finde eine reale Situation, in der ein lineares Modell zunächst plausibel wirkt, aber bei großen Werten scheitert. Begründe die Grenze des Modells.
Kompetenzcheck
Beantworte zu einem selbst gewählten Klasse-8-Thema:
| Check | Ja / noch nicht |
|---|---|
| Ich löse eine Standardaufgabe selbstständig. | |
| Ich erkläre meinen Rechenweg. | |
| Ich nutze eine zweite Darstellung. | |
| Ich löse eine neue Transferaufgabe. | |
| Ich finde oder prüfe ein Gegenbeispiel. | |
| Ich kontrolliere ein digitales Ergebnis unabhängig. | |
| Ich kann begründen, ob meine Lernstrategie wirkt. |
Entscheidung: Wenn nur Routine gelingt, brauchst Du nicht automatisch mehr Aufgaben derselben Sorte. Ändere gezielt die Lernaktivität.
Reflexion
Vervollständige nach einem Lernzyklus drei Sätze:
Meine Diagnose war …
Die gewählte Strategie hat gewirkt / nicht gewirkt, weil …
Mein nächster mathematischer Lernschritt ist …
Miss Erfolg nicht nur an der Zahl bearbeiteter Aufgaben. Entscheidend ist, ob Du später selbstständig, begründet und in neuen Situationen handeln kannst.
Folgekurs
Wenn Dein Lernpfad funktioniert, arbeite als Nächstes an einem thematischen E-Niveau-Modul und übertrage dieselbe Steuerung auf ein konkretes Inhaltsfeld:
M8 E - Terme und Gleichungen untersuchen und begründen M8 E - Lineare Funktionen modellieren und analysieren M8 E - Geometrische Zusammenhänge untersuchen und beweisen M8 E - Daten kritisch analysieren und modellieren
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wozu dient eine Diagnose am Anfang eines persönlichen Lernwegs? (Sie zeigt, welcher nächste Lernschritt begründet sinnvoll ist.) (!Sie ersetzt jede spätere Kontrolle.) (!Sie bestimmt automatisch eine Schulnote.) (!Sie soll möglichst viele Aufgaben enthalten.)
Wann ist ein Lernziel besonders gut überprüfbar? (Wenn klar ist, was Du selbstständig können und womit Du es prüfen willst.) (!Wenn es nur lautet mehr Mathematik zu lernen.) (!Wenn es keine Kontrollaufgabe enthält.) (!Wenn es ausschließlich eine Zeitangabe enthält.)
Was zeigt ein erfolgreicher Transfer am besten? (Du kannst Wissen in einer neuen Situation passend anwenden und begründen.) (!Du hast dieselbe Aufgabe mehrfach abgeschrieben.) (!Du erkennst eine bekannte Zahl wieder.) (!Du hast die Musterlösung auswendig gelernt.)
Wie prüfst Du die Lösung einer Gleichung besonders direkt? (Du setzt die gefundene Zahl in die Ausgangsgleichung ein.) (!Du rundest die Lösung.) (!Du zeichnest irgendeinen Graphen.) (!Du vertauschst beide Seiten.)
Was beschreibt bei einer linearen Funktion die Steigung? (Die Änderung von y im Verhältnis zur Änderung von x.) (!Nur den Schnittpunkt mit der y-Achse.) (!Die Länge der x-Achse.) (!Die Anzahl der eingezeichneten Punkte.)
Wie solltest Du Wiederholungsintervalle steuern? (Du passt sie an Deine späteren Abruf- und Transferergebnisse an.) (!Du wiederholst immer nach exakt derselben Minute.) (!Du wiederholst nur direkt nach dem Lernen.) (!Du verzichtest auf spätere Kontrollen.)
Wozu dient ein Gegenbeispiel? (Es widerlegt eine allgemeine Behauptung durch einen passenden Einzelfall.) (!Es beweist jede Vermutung.) (!Es ersetzt eine Definition.) (!Es macht eine Rechnung automatisch richtig.)
Wann ist eine digitale Mathematik-Ausgabe vertrauenswürdiger? (Wenn Du sie durch Rechnung, Probe, Darstellung oder Begründung unabhängig geprüft hast.) (!Wenn sie sehr schnell erscheint.) (!Wenn sie lang formuliert ist.) (!Wenn sie von einer KI stammt.)
Was gehört zu einem guten E-Niveau-Lernweg? (Selbstständig untersuchen, verallgemeinern, begründen und transferieren.) (!Nur möglichst viele leichte Aufgaben lösen.) (!Rechenwege grundsätzlich weglassen.) (!Nur Ergebnisse auswendig lernen.)
Welche Angabe solltest Du in einem digitalen Lernprotokoll vermeiden? (Personenbezogene Daten wie Klarnamen und private Kontaktdaten.) (!Das bearbeitete Mathematikthema.) (!Den nächsten anonymen Lernschritt.) (!Die Information sicher oder noch unsicher.)
Memory
| Diagnose | Ausgangslage |
| Lernziel | Sollzustand |
| Intervall | Wiederholungspause |
| Transfer | Neukontext |
| Gegenbeispiel | Widerlegung |
| Feedback | Rückmeldung |
| Begründung | Nachvollziehbarkeit |
| Fortschritt | Veränderung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Lernsteuerung |
|---|---|
| Fehlerhäufung | Strategie wechseln |
| sicherer Abruf | Abstand vergrößern |
| unsicherer Transfer | neue Anwendung üben |
| digitale Lösung | unabhängig prüfen |
| allgemeine Behauptung | Gegenbeispiel suchen |
Kreuzworträtsel
| Diagnose | Wie heißt die systematische Bestimmung Deiner Ausgangslage? |
| Transfer | Wie heißt das Anwenden von Wissen in einem neuen Kontext? |
| Feedback | Wie heißt eine Rückmeldung, die den nächsten Lernschritt unterstützt? |
| Intervall | Wie heißt der zeitliche Abstand zwischen zwei Wiederholungen? |
| Strategie | Wie heißt ein planvolles Vorgehen beim Lernen? |
| Gegenbeispiel | Womit kann eine allgemeine Behauptung widerlegt werden? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Lernziel formulieren: Formuliere zu einem aktuellen Mathematikthema ein Ziel, das Du mit einer konkreten Kontrollaufgabe überprüfen kannst.
- Fehleranalyse: Nimm drei eigene Fehler aus Übungsaufgaben und ordne sie Fehlertypen wie Vorzeichen, Begriff, Verfahren oder Modellierung zu.
- Kompetenzprofil: Erstelle anonym ein Profil mit den Stufen 0 bis 3 und notiere zu jedem Bereich genau einen nächsten Schritt.
- Wiederholungsplan: Entwirf für ein Thema einen zweiwöchigen Abrufplan und begründe, wann Du die Abstände verändern würdest.
Standard
- Fortschrittsdiagramm: Trage mehrere Messzeitpunkte in GeoGebra ein und erkläre, welche Aussage das Diagramm erlaubt und welche nicht.
- Strategievergleich: Bearbeite zwei vergleichbare Aufgabensätze mit zwei unterschiedlichen Lernstrategien und vergleiche den späteren Transfer.
- Digitaler Check: Lass ein digitales Werkzeug eine Lösung erzeugen und prüfe sie mit einer unabhängigen Methode. Dokumentiere gefundene Grenzen.
- Erklärvideo: Produziere ein kurzes Video, in dem Du einen Rechenweg mit Probe und Begründung sichtbar machst. Verwende keine personenbezogenen Daten.
Schwer
- Gegenbeispiel-Projekt: Sammle fünf mathematische Behauptungen aus Klasse 8, entscheide, welche falsch sind, und konstruiere passende Gegenbeispiele.
- Modellierungsprojekt: Entwickle aus einer Alltagssituation ein mehrschrittiges mathematisches Modell, prüfe Annahmen und diskutiere die Grenzen.
- Lernexperiment: Vergleiche über mehrere Wochen zwei Wiederholungsintervalle anhand gleich anspruchsvoller Kontroll- und Transferaufgaben.
- Lernpfad begründen: Erstelle einen vollständigen persönlichen Lernpfad aus Diagnose, Ziel, Strategie, Wiederholung, Transfer und Reflexion und verteidige jede Entscheidung mathematisch oder lernlogisch.


Lernkontrolle
- Strategiewechsel begründen: Du löst Routinegleichungen sicher, scheiterst aber bei Sachaufgaben. Begründe, welche Lernstrategie Du ändern würdest und warum.
- Fortschritt kritisch deuten: Ein Kompetenzwert steigt von 1 auf 3. Entwickle zwei Erklärungen, warum dies echter Fortschritt sein könnte, und zwei Gründe, warum die Messung täuschen könnte.
- Wiederholungsplan anpassen: Nach drei erfolgreichen Abrufen misslingt eine Transferaufgabe. Entwirf einen angepassten Plan und begründe die Änderung.
- Digitale Lösung prüfen: Ein Tool behauptet, zwei Geraden mit positiver Steigung müssten sich schneiden. Widerlege oder bestätige die Aussage mathematisch.
- Modellgrenze erkennen: Erkläre an einem selbst gewählten linearen Modell, ab wann seine Vorhersagen unrealistisch werden können.
- Beweis und Beispiel unterscheiden: Zeige an einer allgemeinen algebraischen Aussage, warum mehrere Zahlenbeispiele noch keinen Beweis darstellen.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind wichtig:
- ein nachvollziehbares Kompetenzprofil ohne personenbezogene Daten
- mindestens eine begründete Diagnose
- ein überprüfbares Lernziel
- ein begründeter persönlicher Lernpfad
- dokumentierte Wiederholungsintervalle
- mindestens eine Transferaufgabe mit vollständigem Rechenweg
- eine mathematische Begründung oder ein Gegenbeispiel
- eine unabhängige Prüfung eines digitalen Ergebnisses
- ein Fortschrittsdiagramm mit kritischer Interpretation
- eine Reflexion darüber, ob die gewählte Lernstrategie erfolgreich war
OERs zum Thema
Weitere freie bzw. offene Lernmedien: Die eingebundenen Grafiken und Animationen stammen von Wikimedia Commons. Autor, Lizenz und Nachnutzungsbedingungen findest Du jeweils auf der Dateiseite.

Medien- und Quellenhinweise
| Ressource | Einsatz |
|---|---|
| Bildungsplan Mathematik BW | curriculare Orientierung |
| Wikimedia Commons: ForgettingCurve.svg | Wiederholungsintervalle |
| Wikimedia Commons: Algebra Tiles | Term- und Gleichungsmodelle |
| GeoGebra | dynamische Graphen und Geometrie |
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
MOOCwiki · Deutsch
Nach dem Lernen ist vor dem Lernen
Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.
Zur MOOCwiki-HauptseiteMediathek
Code entdecken · Spiele & interaktive Welten →Jahresüberblicke · Fächer & Klassen →Mediathek
Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...
Keine passenden Inhalte gefunden. Bitte ändere Suche oder Filter.
NEWSLernweltNOAH fragen