M6 M - Lösungswege vergleichen und verbessern

M6 M - Lösungswege vergleichen und verbessern
M6 M - Lösungswege vergleichen und verbessern
Einleitung
In diesem aiMOOC lernst Du nicht nur, eine Lösung zu finden. Du lernst, mehrere mathematische Lösungswege zu prüfen, zu vergleichen und gezielt zu verbessern. Das ist eine wichtige Fähigkeit im mathematischen Problemlösen: Ein Rechenweg kann korrekt sein und trotzdem unnötig lang, schwer verständlich oder fehleranfällig sein. Umgekehrt ist der kürzeste Weg nicht automatisch der beste, wenn wichtige Begründungen fehlen.
Der aiMOOC richtet sich an Klasse 6 auf M-Niveau. Du arbeitest mit natürlichen Zahlen, Dezimalzahlen, Brüchen, Zahlengeraden, Stellenwertmodellen, Rechengesetzen, Diagrammen und Körpernetzen. Dabei vergleichst Du fiktive Schülerlösungen und entwickelst aus ihnen bessere mathematische Darstellungen.

Leitfrage: Wie erkennst Du, ob ein Lösungsweg mathematisch korrekt, gut verständlich und für die Aufgabe sinnvoll effizient ist?
| Prüfkriterium | Leitfrage | Warnsignal |
|---|---|---|
| Mathematische Korrektheit | Stimmen Regeln, Umformungen, Einheiten und Ergebnis? | Ein Zwischenschritt verändert den Wert oder verletzt eine Rechenregel. |
| Verständlichkeit | Kann eine andere Person jeden Schritt nachvollziehen? | Sprünge, fehlende Begründungen oder unklare Notation. |
| Effizienz | Ist der Aufwand für diese Aufgabe angemessen? | Viele unnötige Schritte, große Zwischenzahlen oder ein besonders fehleranfälliges Verfahren. |
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du unterschiedliche Lösungswege zu derselben Aufgabe gegenüberstellen, Fehler begründen, Rechenschritte sprachlich und mit darstellen, unklare Lösungen überarbeiten und eine passende Strategie für eine Aufgabe auswählen. Besonders wichtig ist: Effizienz bedeutet nicht „möglichst kurz“, sondern „mit angemessenem Aufwand sicher zum Ziel“.
Drei Blickwinkel auf einen Lösungsweg
Korrektheit prüfen
Ein Lösungsweg ist korrekt, wenn jeder Schritt mathematisch zulässig ist und das Ergebnis zur Aufgabe passt. Prüfe deshalb nicht nur die letzte Zahl, sondern auch die Übergänge.
Beispiel:
Jeder Schritt erhält den Wert des Terms. Eine mögliche Gegenprobe lautet:
Ein typischer Fehler wäre dagegen:
Das ist falsch, weil beim Addieren von Brüchen nicht Zähler und Nenner getrennt addiert werden. Richtig ist:

Verständlichkeit verbessern
Mathematische Lösungen werden verständlicher, wenn Du Gleichheitszeichen korrekt verwendest, Zwischenschritte sinnvoll auswählst und erklärst, warum ein Schritt erlaubt ist.
Unklar:
Hier fehlt die Information, warum zuerst durch geteilt und anschließend mit multipliziert wird.
Verbessert, wenn die Aufgabe lautet „Wie viel sind von 84?“:
bedeutet: Ein Siebtel von 84 ist 12.
bedeutet: Fünf Siebtel sind fünfmal so viel.
Also gilt:
Effizienz beurteilen
Effizienz hängt von der Aufgabe ab. Für sind mehrere Wege korrekt:
| Weg | Rechnung | Stärke | Mögliche Schwäche |
|---|---|---|---|
| A: Zerlegen mit | Sicher und gut erklärbar | Mehr Zwischenrechnungen | |
| B: Nutzen von | Sehr kurz bei Vielfachen von 4 | Die Idee muss erkannt werden | |
| C: Ausgleichen | Kleine, einfache Teilrechnungen | Bei unpassenden Zahlen nicht immer günstig |
Alle drei Wege sind korrekt. Welcher Weg gut geeignet ist, hängt davon ab, welche Strukturen Du erkennst und sicher anwenden kannst.
Bewertungsraster für Lösungswege
Mit diesem Raster kannst Du eigene oder fremde Lösungen beurteilen, ohne nur auf das Endergebnis zu schauen.
| Kriterium | 2 Punkte | 1 Punkt | 0 Punkte |
|---|---|---|---|
| Korrektheit | Alle Schritte und das Ergebnis sind korrekt. | Kleine Ungenauigkeit, die die Grundidee nicht zerstört. | Wesentliche Rechenregel verletzt oder Ergebnis falsch. |
| Verständlichkeit | Schritte sind klar geordnet und begründet. | Grundidee ist erkennbar, aber einzelne Sprünge bleiben unklar. | Vorgehen ist kaum nachvollziehbar. |
| Effizienz | Aufwand ist passend und nutzt die Struktur der Aufgabe. | Weg funktioniert, enthält aber vermeidbare Umwege. | Weg ist unnötig kompliziert oder besonders fehleranfällig. |
Wichtig: Das Raster bewertet den Lösungsweg, nicht die Person. Eine fehlerhafte Lösung ist ein Ausgangspunkt für Verbesserung.
Strategie: Vergleichen in fünf Schritten
| Schritt | Dein Auftrag | Mathematische Frage |
|---|---|---|
| Verstehen | Kläre, was gesucht und was gegeben ist. | Welche Größe oder Zahl soll bestimmt werden? |
| Nachrechnen | Prüfe jeden Rechenschritt. | Bleibt der Wert erhalten? Sind Regeln korrekt? |
| Darstellen | Nutze passende Modelle. | Hilft eine Skizze, Zahlengerade, Tabelle oder ein Stellenwertmodell? |
| Vergleichen | Stelle zwei oder mehr Wege nebeneinander. | Wo unterscheiden sich Aufwand, Übersicht und Fehlerrisiko? |
| Verbessern | Formuliere einen klareren oder einfacheren Weg. | Welche Schritte kann ich begründen, bündeln oder vermeiden? |
Beispiel 1: Drei Schülerlösungen zu einer Multiplikation
Aufgabe: Berechne und vergleiche die Lösungswege.
| Fiktive Schülerlösung | Rechenweg | Analyse |
|---|---|---|
| Lösung A | Korrekt, verständlich und systematisch. | |
| Lösung B | Korrekt und besonders effizient, weil 36 durch 4 teilbar ist. | |
| Lösung C | insgesamt 36-mal | Mathematisch grundsätzlich möglich, aber unnötig lang und fehleranfällig. |
Verbesserung von Lösung C: Statt 36-mal zu addieren, kann die wiederholte Addition als Multiplikation beschrieben und anschließend geschickt zerlegt werden:
Das Video zum Summieren der Zahlen von 1 bis 100 zeigt denselben Grundgedanken: Struktur zu erkennen kann einen sehr langen Rechenweg deutlich verkürzen.
Beispiel 2: Brüche vergleichen – mehrere korrekte Ideen
Aufgabe: Vergleiche und .
Weg A: Gemeinsamer Nenner
Damit gilt:
Weg B: Kreuzprodukte vergleichen
Da die Nenner positiv sind, kann man vergleichen:
Weil , folgt ebenfalls:
Weg C: Auf der Zahlengeraden darstellen
Eine Darstellung auf der Zahlengeraden zeigt die Größenlage visuell. Sie ist besonders hilfreich, wenn Du Größenordnungen verstehen oder eine Vermutung prüfen willst.
Vergleich: Weg A macht gleich große Teile sichtbar. Weg B ist kurz, verlangt aber Verständnis für die Begründung. Weg C ist anschaulich und unterstützt die Vorstellung, kann bei exakten Rechnungen aber mehr Aufwand verursachen.
Beispiel 3: Brüche addieren – Fehler erkennen und reparieren
Aufgabe: Berechne .
Fehlerhafte Lösung:
Fehleranalyse: Fünftel und Drittel sind unterschiedlich große Teile. Sie dürfen nicht direkt zusammengezählt werden.
Verbesserter Rechenweg:
Visuelle Schrittfolge:
| Schritt | Darstellung | Bedeutung |
|---|---|---|
| Gemeinsame Einteilung finden | Fünftel und Drittel werden in gleich große Fünfzehntel zerlegt. | |
| Erweitern | und | Der Wert der Brüche bleibt gleich. |
| Addieren | Gleich große Teile können addiert werden. |
Beispiel 4: Dezimalzahlen – Stellenwerte statt Zifferntrick
Aufgabe: Berechne .
Ein unklarer oder fehleranfälliger Ansatz entsteht, wenn Ziffern nur „irgendwie untereinander“ geschrieben werden. Entscheidend sind die Stellenwerte:
Damit:

Stellenwertzerlegung:
Interaktives Stellenwertmodell
Nutze das Modell, um zum Beispiel , und zu untersuchen. Frage Dich jeweils: Welche Ziffer steht bei den Zehnteln? Welche bei den Hundertsteln? Welche bei den Tausendsteln?
Dynamische Zahlengerade für Dezimalzahlen
Eine Zahlengerade kann einen Rechenweg sichtbar machen: Starte bei der ersten Zahl und verfolge die Veränderung durch Addition oder Subtraktion.
Beispiel 5: Rechengesetze sinnvoll nutzen
Aufgabe: Berechne .
Weg A – direkt:
Weg B – mit dem Distributivgesetz:
Weg B ist länger als die direkte Rechnung, aber er macht die Struktur sichtbar und kann beim Kopfrechnen sehr hilfreich sein. Für wird dieselbe Idee besonders effizient:
Merke: Ein mathematisches Verfahren ist nicht immer allgemein „besser“. Seine Eignung hängt von den Zahlen, dem Ziel und Deiner Sicherheit ab.
Beispiel 6: Plausibilität mit Überschlag prüfen
Aufgabe: Eine Rechnung ergibt . Kann das stimmen?
Ein schneller Überschlag:
Das genaue Ergebnis muss also ungefähr bei 100 liegen, nicht bei 970. Die angegebene Lösung ist unplausibel.
Die genaue Rechnung lautet:
Verbesserungsidee: Führe vor oder nach einer komplizierten Rechnung einen Überschlag durch. Er ersetzt die exakte Rechnung nicht, kann aber grobe Fehler schnell sichtbar machen.
Beispiel 7: Geometrie – Rechenweg und Darstellung verbinden
Aufgabe: Ein Rechteck ist lang und breit. Berechne den Flächeninhalt.
Eine zerlegte Darstellung erklärt denselben Flächeninhalt:
Hier ergänzt die Darstellung den Rechenweg: Die Fläche kann als Summe zweier Teilrechtecke gedacht werden. Das macht das Distributivgesetz geometrisch nachvollziehbar.
Beispiel 8: Würfelnetze – ausprobieren, begründen, systematisieren

Beim Prüfen eines Würfelnetzes gibt es unterschiedliche Wege:
| Weg | Vorgehen | Einschätzung |
|---|---|---|
| A: nur raten | „Das sieht nach einem Würfel aus.“ | Nicht ausreichend, weil eine Begründung fehlt. |
| B: gedanklich falten | Flächen werden Schritt für Schritt im Kopf hochgeklappt. | Gut, wenn die räumliche Vorstellung sicher ist. |
| C: systematisch prüfen | Nachbarschaften und gegenüberliegende Flächen werden verfolgt. | Besonders nachvollziehbar und gut erklärbar. |
Faltbares und rotierbares 3D-Modell
Bewege den Regler und beobachte, welche Kanten beim Falten zusammentreffen. Vergleiche Deine Vermutung mit der räumlichen Darstellung.
Beispiel 9: Diagramme – Darstellung als Teil des Lösungswegs

Gegeben sind die Ergebnisse einer kleinen Umfrage:
| Verkehrsmittel | Anzahl |
|---|---|
| Fahrrad | |
| Bus | |
| Zu Fuß | |
| Auto |
Ein sinnvoller Lösungsweg für ein Säulendiagramm umfasst nicht nur das Zeichnen der Säulen. Prüfe die Achsenbeschriftung, eine gleichmäßige Skalierung und ob die Säulenhöhen zu den Daten passen.
Vergleichsidee: Eine Tabelle ist oft effizienter zum exakten Ablesen einzelner Werte. Ein Diagramm kann Unterschiede und Muster schneller sichtbar machen. Die passende Darstellung hängt also von der Fragestellung ab.
Beispiel 10: Vom langen zum strukturierten Rechenweg
Aufgabe: Berechne
Weg A – einzeln addieren: korrekt möglich, aber sehr lang.
Weg B – Paare bilden:
Es entstehen Paare mit der Summe :
Hier zeigt sich besonders deutlich: Ein besser strukturierter Lösungsweg kann denselben mathematischen Inhalt mit weniger Aufwand und geringerem Fehlerrisiko ausdrücken.
Interaktive Fehleranalyse
Ordne jedem typischen Fehler eine passende Verbesserung zu.
| Fehler | Verbesserung |
|---|---|
| Zähler und Nenner getrennt addiert | Brüche zuerst gleichnamig machen |
| Komma ohne Stellenwertbezug ausgerichtet | Gleiche Stellenwerte untereinander schreiben |
| Nur Endergebnis notiert | Zentrale Zwischenschritte und Begründungen ergänzen |
| Sehr langer Rechenweg trotz einfacher Struktur | Rechengesetz oder Zerlegung prüfen |
| Diagramm ohne Achsenbeschriftung | Größen und Einheiten an den Achsen angeben |
| Würfelnetz nur nach Aussehen beurteilt | Faltung oder Nachbarschaften systematisch prüfen |
Lösungswege gezielt verbessern
Unnötige Schritte entfernen
Aus
kann ein sinnvoller Weg werden, wenn die Zerlegung bewusst gewählt wird. Noch günstiger ist hier:
Die Verbesserung besteht nicht darin, Schritte „wegzulassen“, sondern eine passendere Struktur zu erkennen.
Fehlende Begründungen ergänzen
Aus
wird die nachvollziehbare Erklärung:
Zähler und Nenner werden durch dieselbe von null verschiedene Zahl geteilt. Der Wert des Bruchs bleibt gleich.
Notation ordnen
Vermeide Gleichheitsketten, in denen nicht wirklich Gleiches steht.
Problematisch:
Denn , aber .
Besser:
oder, wenn die Aufgabe einen Anteil beschreibt:
Medienwerkstatt: Darstellungen bewusst wählen
| Darstellung | Besonders hilfreich für | Frage an Dich |
|---|---|---|
| Zahlengerade | Größenordnung, Addition, Subtraktion, Brüche | Wo liegt die Zahl und wie verändert sie sich? |
| Stellenwerttafel | Dezimalzahlen und schriftliche Verfahren | Welche Bedeutung hat jede Ziffer? |
| Bruchmodell | Gleichwertigkeit und Addition von Brüchen | Sind die dargestellten Teile gleich groß? |
| Geometrische Skizze | Flächen, Zerlegungen und Rechengesetze | Welche Teilflächen oder Längen erkenne ich? |
| Körpernetz | räumliches Denken | Welche Flächen treffen beim Falten aufeinander? |
| Diagramm | Datenvergleich und Muster | Welche Information soll schnell sichtbar werden? |

Bewegliche Bruchdarstellung
Verändere die Brüche und beobachte, wie sich ihre Lage auf der Zahlengeraden ändert. Formuliere danach eine Regel für Brüche, die denselben Wert besitzen.
Interaktives Dezimal-Stellenwertmodell
Vergleiche zum Beispiel und . Begründe nicht nur mit Ziffern, sondern mit Zehnteln und Hundertsteln:
Checkliste für Partnerfeedback
Wenn Du eine Lösung von einer anderen Person prüfst, kannst Du diese Fragen verwenden:
| Bereich | Prüffrage |
|---|---|
| Korrektheit | Kann ich jeden Rechenschritt mathematisch bestätigen? |
| Begründung | Ist erkennbar, warum dieser Schritt gemacht wird? |
| Darstellung | Passt Tabelle, Skizze, Zahlengerade oder Modell zur Aufgabe? |
| Effizienz | Gibt es vermeidbare Umwege oder unnötig große Zwischenzahlen? |
| Verbesserung | Welche eine Änderung würde die Lösung am deutlichsten verbessern? |
Ein hilfreiches Feedback beschreibt zuerst eine konkrete Stärke und nennt anschließend einen konkreten Verbesserungsvorschlag, zum Beispiel: „Die Zerlegung ist korrekt. Schreibe noch dazu, warum Du als ersetzt.“
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welches Kriterium prüft, ob Rechenregeln richtig angewendet wurden? (Korrektheit) (!Verständlichkeit) (!Schriftgröße) (!Farbwahl)
Welche Rechnung ist eine korrekte Addition von drei Vierteln und zwei Dritteln? (Neun Zwölftel plus acht Zwölftel ergibt siebzehn Zwölftel) (!Drei plus zwei über vier plus drei ergibt fünf Siebtel) (!Drei Viertel plus zwei Drittel ergibt fünf Zwölftel) (!Drei Viertel plus zwei Drittel ergibt sechs Siebtel)
Warum ist ein Überschlag nützlich? (Er hilft, grobe Fehler und unplausible Ergebnisse zu erkennen) (!Er ersetzt immer die genaue Rechnung) (!Er liefert grundsätzlich das exakte Ergebnis) (!Er macht Begründungen überflüssig)
Was verbessert die Verständlichkeit eines Lösungswegs am meisten? (Sinnvolle Zwischenschritte und kurze Begründungen) (!Möglichst viele Rechenzeichen ohne Text) (!Das Weglassen aller Einheiten) (!Nur das Endergebnis)
Welche Umformung nutzt das Distributivgesetz korrekt? (Achtzehn mal sieben ist gleich zwanzig minus zwei in Klammern mal sieben) (!Achtzehn mal sieben ist gleich achtzehn plus sieben) (!Achtzehn mal sieben ist gleich achtzehn mal sieben plus sieben) (!Achtzehn mal sieben ist gleich achtzehn plus achtzehn plus sieben)
Wann ist ein Lösungsweg effizient? (Wenn der Aufwand zur Aufgabe passt und unnötige Umwege vermieden werden) (!Wenn er immer nur aus einer einzigen Zeile besteht) (!Wenn er keine Begründung enthält) (!Wenn möglichst große Zwischenzahlen entstehen)
Wie wird drei Komma acht für eine stellenwertgerechte Addition mit eins Komma siebenundzwanzig geschrieben? (Drei Komma acht null) (!Drei Komma null acht) (!Null Komma drei acht) (!Drei Komma acht sieben)
Was ist beim Vergleichen zweier Würfelnetz-Lösungen besonders überzeugend? (Eine nachvollziehbare Falt- oder Nachbarschaftsbegründung) (!Nur die Aussage sieht richtig aus) (!Eine zufällige Vermutung ohne Prüfung) (!Die Anzahl der verwendeten Farben)
Was sollte ein gutes Säulendiagramm enthalten? (Eine sinnvolle Skalierung und beschriftete Achsen) (!Unterschiedliche Abstände ohne Bedeutung) (!Nur Säulen ohne Beschriftung) (!Eine beliebige Skalierung innerhalb derselben Achse)
Welche Aussage über den kürzesten Lösungsweg ist richtig? (Der kürzeste Weg ist nur dann sinnvoll, wenn er korrekt und nachvollziehbar bleibt) (!Der kürzeste Weg ist immer automatisch der beste) (!Kurze Lösungen brauchen keine mathematischen Regeln) (!Ein kurzer Weg darf ein anderes Ergebnis liefern)
Memory
| Korrektheit | Rechenregeln stimmen |
| Verständlichkeit | Schritte sind nachvollziehbar |
| Effizienz | Aufwand passt zur Aufgabe |
| Überschlag | Plausibilität prüfen |
| Stellenwert | Bedeutung einer Ziffer |
| Distributivgesetz | Produkt geschickt zerlegen |
| Zahlengerade | Zahlenlage sichtbar machen |
| Gegenprobe | Ergebnis rückwärts prüfen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Bedeutung |
|---|---|
| Korrektheit | mathematische Regeln und Ergebnis stimmen |
| Verständlichkeit | Rechenschritte sind klar erklärt |
| Effizienz | unnötige Umwege werden vermieden |
| Plausibilitätsprüfung | Ergebnis wird mit einer Schätzung kontrolliert |
| Fehleranalyse | Ursache eines falschen Schrittes wird untersucht |
...
Kreuzworträtsel
| Korrektheit | Welches Kriterium fragt, ob ein Lösungsweg mathematisch stimmt? |
| Effizienz | Wie heißt das Kriterium für einen angemessenen Rechenaufwand? |
| Rechenweg | Wie nennt man die Folge mathematischer Schritte von der Aufgabe zur Lösung? |
| Zahlengerade | Welche Darstellung zeigt Zahlen geordnet auf einer Linie? |
| Stellenwert | Welcher Begriff beschreibt die Bedeutung einer Ziffer aufgrund ihrer Position? |
| Bruchmodell | Welche anschauliche Darstellung kann gleich große Teile eines Ganzen zeigen? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Lösungsweg markieren: Nimm eine gelöste Rechenaufgabe aus Deinem Heft und markiere jeden Schritt mit K für Korrektheit, V für Verständlichkeit oder E für Effizienz. Erkläre zwei Markierungen.
- Zwei Wege finden: Berechne auf zwei verschiedenen Wegen und vergleiche beide mit dem Bewertungsraster.
- Fehlerdetektiv: Erfinde eine typische falsche Bruchrechnung, erkläre den Fehler und schreibe direkt darunter die verbesserte Version.
- Zahlengeraden-Erklärung: Stelle auf einer Zahlengeraden dar und formuliere eine kurze Schritt-für-Schritt-Erklärung.
Standard
- Schülerlösungen vergleichen: Erstelle drei fiktive Lösungen zu : eine klare, eine unnötig lange und eine fehlerhafte. Bewerte alle drei nach Korrektheit, Verständlichkeit und Effizienz.
- Stellenwertmodell gestalten: Baue mit Papier, Kästchen oder digitalen Formen ein Stellenwertmodell für und . Erkläre, warum die Zahlen verschieden sind.
- Bruchwege dokumentieren: Vergleiche zwei Verfahren für . Nutze dabei mindestens eine visuelle Darstellung und einen algebraischen Rechenweg.
- Diagramm verbessern: Zeichne absichtlich ein schlecht lesbares Säulendiagramm und überarbeite es danach. Dokumentiere mindestens drei konkrete Verbesserungen.
Schwer
- Strategieinterview: Interviewe eine Mitschülerin, einen Mitschüler oder eine erwachsene Person zu einer Kopfrechenaufgabe. Vergleicht Eure Lösungswege und erklärt, welche Struktur jeweils genutzt wurde.
- Erklärvideo produzieren: Erstelle ein kurzes Lernvideo, in dem Du einen unnötig komplizierten Lösungsweg Schritt für Schritt in einen klareren Weg verwandelst. Nutze gut lesbare Rechnungen und visuelle Hervorhebungen.
- Würfelnetz untersuchen: Entwirf mehrere mögliche Netze, prüfe sie durch Falten oder ein dynamisches 3D-Modell und formuliere Kriterien, mit denen Du ungeeignete Netze begründet ausschließen kannst.
- Bewertungsraster testen: Wende das Raster auf mindestens vier unterschiedliche Lösungen derselben Aufgabe an. Untersuche anschließend kritisch, ob die drei Kriterien ausreichen, und begründe eine mögliche Ergänzung.


Lernkontrolle
- Strategiewahl begründen: Für stehen schriftliche Multiplikation und die Zerlegung zur Wahl. Führe beide Wege aus und erkläre, in welcher Situation welcher Weg übersichtlicher ist.
- Fehlerursache erklären: Eine Lösung zu endet mit . Erkläre nicht nur, dass das Ergebnis falsch ist, sondern warum das verwendete Verfahren den Wert verändert.
- Darstellung wechseln: Löse zuerst mit Stellenwertzerlegung und anschließend auf einer Zahlengeraden. Vergleiche, welche Informationen die beiden Darstellungen besonders gut zeigen.
- Plausibilität transferieren: Eine Flächenrechnung für ein Rechteck mit ungefähr mal liefert . Beurteile das Ergebnis mit einem Überschlag und beschreibe eine mögliche Fehlerquelle.
- Lösung redigieren: Überarbeite eine Lösung, die nur aus dem Endergebnis besteht, so dass eine andere Person sie ohne zusätzliche Erklärung nachvollziehen kann. Begründe, welche Zwischenschritte Du ergänzt hast.
- Effizienz im Kontext: Finde eine Aufgabe, bei der ein visueller Weg hilfreicher ist als ein sehr kurzer symbolischer Weg. Erkläre, warum hier Verständlichkeit wichtiger ist als minimale Schrittzahl.
- Kriterien abwägen: Konstruiere zwei korrekte Lösungswege, von denen einer kürzer und der andere anschaulicher ist. Vergleiche sie mit dem Bewertungsraster, ohne einen Weg pauschal als immer überlegen zu bezeichnen.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du:
- mindestens zwei Lösungswege zu derselben Aufgabe korrekt darstellen kannst,
- jeden Weg auf mathematische Korrektheit prüfen kannst,
- Unterschiede in Verständlichkeit und Effizienz begründet beschreibst,
- typische Fehler nicht nur findest, sondern ihre Ursache erklärst,
- einen unklaren oder unnötig komplizierten Weg gezielt verbesserst,
- -Notation, Tabellen, Skizzen, Zahlengeraden oder Stellenwertmodelle passend einsetzt,
- mit Überschlag oder Gegenprobe die Plausibilität eines Ergebnisses prüfst,
- Feedback zu einem Lösungsweg sachlich und konkret formulierst.
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