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M6 G - Winkel sicher messen und zeichnen

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M6 G - Winkel sicher messen und zeichnen



M6 G - Winkel sicher messen und zeichnen

Zielgruppe: Klasse 6, G-Niveau

In diesem aiMOOC wiederholst Du die wichtigsten Grundlagen zu Winkeln und trainierst vor allem zwei Fähigkeiten: Winkel bis unter 180 sicher messen und Winkel bis unter 180 sauber zeichnen. Du arbeitest mit Bildern, Animationen, Videos und dynamischen Geometrie-Aufgaben. Dein wichtigstes Werkzeug ist das Geodreieck.

Das kannst Du am Ende Mathematisch Dein Kontrollblick
Scheitel und Schenkel benennen ASB Liegt der Scheitel wirklich bei S?
Winkelarten unterscheiden 0α180 Ist der Winkel spitz, recht, stumpf oder gestreckt?
Winkel messen z. B. α=37 Beginnt die gewählte Skala bei 0?
Winkel zeichnen z. B. β=128 Passt die Winkelart zum Gradmaß?
Messfehler erkennen z. B. 18040=140 Habe ich vielleicht die falsche Skala gelesen?


Einleitung

Winkel begegnen Dir an Türen, Scheren, Uhrzeigern, Straßenecken, Dachformen und vielen technischen Zeichnungen. In der Geometrie beschreiben Winkel, wie stark zwei Richtungen gegeneinander gedreht sind.

Ein Winkel wird von zwei Strahlen begrenzt, die denselben Anfangspunkt haben. Dieser gemeinsame Anfangspunkt heißt Scheitel oder Scheitelpunkt. Die beiden Strahlen heißen Schenkel.

Für diesen Kurs genügt zunächst das Gradmaß. Ein Vollwinkel hat 360. Eine halbe Drehung hat 180, eine Vierteldrehung 90. Im Training konzentrierst Du Dich auf Winkel mit

0α<180.

Der gestreckte Winkel mit 180 dient Dir zusätzlich als wichtige Grenze und Kontrollgröße.


Grundwissen: So ist ein Winkel aufgebaut


Scheitel, Schenkel und Winkelbogen

Betrachte die Schreibweise ASB.

Teil Bedeutung Merkhilfe
S Scheitelpunkt Der mittlere Buchstabe ist der Scheitel.
Strahl SA erster Schenkel Er beginnt bei S.
Strahl SB zweiter Schenkel Auch er beginnt bei S.
Winkelbogen markiert den gemeinten Winkel Er zeigt, welcher Bereich zwischen den Schenkeln betrachtet wird.
α mögliche Bezeichnung des Winkels Winkel werden häufig mit griechischen Buchstaben bezeichnet.

Merksatz: Zwei Schenkel mit gemeinsamem Anfangspunkt bilden einen Winkel. Der gemeinsame Anfangspunkt ist der Scheitel.


Winkel als Drehung verstehen

Stell Dir einen Schenkel als fest vor. Der andere Schenkel dreht sich um den Scheitel.

Drehung Gradmaß Vorstellung
keine Drehung 0 beide Schenkel liegen aufeinander
Achteldrehung 45 halb so weit wie ein rechter Winkel
Vierteldrehung 90 rechter Winkel
halbe Drehung 180 gestreckter Winkel
ganze Drehung 360 Vollwinkel

Dynamischer Winkel: Bewege im folgenden GeoGebra-Material den Punkt beziehungsweise Schieberegler. Beobachte, wie sich Winkelweite und Winkelart verändern.


Winkelarten wiederholen

Für das sichere Messen ist eine Schätzung vor dem Ablesen sehr wichtig. Kennst Du die Winkelart, kannst Du viele falsche Ablesewerte sofort erkennen.

Winkelart Gradmaß Erkennungsbild Beispiel
Nullwinkel α=0 Schenkel liegen aufeinander 0
spitzer Winkel 0<α<90 kleiner als ein rechter Winkel 38
rechter Winkel α=90 genau eine Vierteldrehung 90
stumpfer Winkel 90<α<180 größer als ein rechter, kleiner als ein gestreckter Winkel 127
gestreckter Winkel α=180 beide Schenkel bilden eine Gerade 180

Schnelltest:

72<90 → spitz

90=90 → recht

90<143<180 → stumpf

180=180 → gestreckt


Das Geodreieck verstehen

Ein Geodreieck verbindet Eigenschaften eines Lineals und eines Winkelmessers. Für das Messen und Zeichnen von Winkeln brauchst Du besonders den Nullpunkt beziehungsweise Mittelpunkt, die Grundkante und die Winkelskalen.

Teil des Geodreiecks Wofür brauchst Du ihn? Kontrollfrage
Mittelpunkt / Nullpunkt Er liegt beim Messen genau auf dem Scheitel. Liegt die Mitte wirklich auf dem Scheitel?
Grundkante Sie wird an einen Schenkel angelegt. Deckt die Kante den Schenkel genau ab?
Winkelskalen Dort liest Du das Gradmaß ab. Welche Skala beginnt am angelegten Schenkel bei 0?
Linealskala Sie hilft beim Zeichnen von Schenkeln und Strecken. Zeichne ich mit einer geraden Kante?


Warum gibt es zwei Winkelskalen?

Viele Geodreiecke haben zwei gegenläufige Skalen. An derselben Stelle kann zum Beispiel auf einer Skala 40 und auf der anderen 140 stehen.

Das ist kein Fehler. Entscheidend ist:

Lies die Skala, die am angelegten ersten Schenkel mit 0 beginnt.

Für zwei solche gegenüberliegenden Werte gilt häufig:

40+140=180.

Wenn Du also zwischen 40 und 140 schwankst, hilft die Winkelart:

Beobachtung Passender Wert Begründung
Der Winkel sieht spitz aus. 40 40<90
Der Winkel sieht stumpf aus. 140 90<140<180


Winkel sicher messen

Beim Messen suchst Du das Gradmaß eines bereits gezeichneten Winkels.


Die 6 sicheren Messschritte

Schritt Was Du tust Visueller Kontrollpunkt
1 – Schätzen Entscheide zuerst: spitz, recht oder stumpf? Ein spitzer Winkel muss am Ende kleiner als 90 sein.
2 – Mittelpunkt setzen Lege den Nullpunkt des Geodreiecks genau auf den Scheitel. Nullpunkt und Scheitel liegen deckungsgleich.
3 – Grundkante ausrichten Lege die Grundkante genau auf einen Schenkel. Kein schmaler Zwischenraum zwischen Kante und Schenkel.
4 – Skala wählen Suche die Skala, die an diesem Schenkel mit 0 beginnt. Nicht bei 180 starten.
5 – Ablesen Lies dort ab, wo der zweite Schenkel die Winkelskala trifft. Blick senkrecht auf das Geodreieck.
6 – Prüfen Vergleiche Messwert und vorher geschätzte Winkelart. Passt z. B. 132 zu einem stumpfen Winkel? Ja.


Animierter Messblick: rechter Winkel

Die folgende freie Animation zeigt, wie ein Geodreieck an einem rechten Winkel ausgerichtet wird. Beobachte besonders Scheitel, Grundkante und 90-Markierung.

Bei einem rechten Winkel gilt:

α=90.

Wenn Du deutlich 89 oder 91 abliest, kann die Zeichnung ungenau sein oder das Geodreieck wurde nicht exakt angelegt.


Beispiel 1: Ein spitzer Winkel

Du schätzt: spitz.

Die beiden Skalen bieten an derselben Stelle die Werte 37 und 143.

Prüfung:

37<90

und

143>90.

Da der gezeichnete Winkel spitz ist, ist

α=37.

Außerdem:

18037=143.

So erkennst Du, woher der falsche Wert stammen kann.


Beispiel 2: Ein stumpfer Winkel

Du schätzt: stumpf.

Du siehst auf den Skalen 54 und 126.

Prüfung:

54<90 → spitz

90<126<180 → stumpf

Also:

β=126.

Kontrolle:

54+126=180.


Interaktive Geodreieck-Simulation: selbst messen

In dieser Simulation kannst Du das Geodreieck verschieben und drehen. Miss mehrere Winkel selbst, bevor Du Dir die Lösung anzeigen lässt.

Arbeitsauftrag: Miss nacheinander mindestens fünf verschiedene Winkel. Notiere zu jedem Winkel zuerst Deine Schätzung und danach den Messwert.

Versuch Meine Schätzung Mein Messwert Winkelart Kontrolle
1
2
3
4
5


Mess-Check in 20 Sekunden

Prüffrage Ja Noch einmal anlegen
Nullpunkt liegt genau auf dem Scheitel? Wenn nicht: Geodreieck verschieben.
Grundkante liegt genau auf einem Schenkel? Wenn nicht: Geodreieck drehen.
Gewählte Skala beginnt dort bei 0? Wenn nicht: andere Skala prüfen.
Messwert passt zur Winkelart? Wenn nicht: zweite Skala kontrollieren.
Gradzeichen notiert? Schreibe z. B. 74, nicht nur 74.


Häufige Messfehler erkennen

Fehler Folge Reparatur
Nullpunkt liegt neben dem Scheitel. Der Messwert ist unzuverlässig. Mittelpunkt neu auf den Scheitel legen.
Grundkante liegt nicht genau auf dem Schenkel. Der Winkel wird zu groß oder zu klein abgelesen. Geodreieck sauber ausrichten.
Falsche Skala wird benutzt. Oft entsteht der Ergänzungswert zu 180. Skala wählen, die beim ersten Schenkel mit 0 beginnt.
Winkelart wird vorher nicht geschätzt. Ein Wert wie 145 fällt bei einem sichtbar spitzen Winkel nicht sofort als Fehler auf. Vor jedem Messen spitz, recht oder stumpf entscheiden.
Schenkel ist zu kurz. Die Skala wird schlecht getroffen. Schenkel vorsichtig mit dem Lineal verlängern.


Winkel sicher zeichnen

Beim Zeichnen ist das Gradmaß bereits gegeben. Du erzeugst den passenden Winkel mit Lineal und Winkelskala.


Die 6 sicheren Zeichenschritte

Schritt Was Du tust Mathematischer Blick
1 – Winkelart vorhersagen Prüfe das gegebene Gradmaß. Bei 64 erwartest Du einen spitzen Winkel.
2 – Ersten Schenkel zeichnen Zeichne einen Strahl und markiere den Scheitel S. Der Strahl startet bei S.
3 – Geodreieck anlegen Lege Mittelpunkt auf S und Grundkante auf den ersten Schenkel. Mittelpunkt und Scheitel müssen übereinstimmen.
4 – Richtige Skala wählen Beginne bei der Skala, die am ersten Schenkel 0 zeigt. Bei 64 darfst Du nicht versehentlich 116 markieren.
5 – Gradmarke setzen Setze bei der gewünschten Gradzahl einen kleinen Punkt. Für α=64 liegt der Punkt bei 64.
6 – Zweiten Schenkel zeichnen und prüfen Verbinde S mit der Gradmarke und verlängere zum Strahl. Schätzen, messen, Winkelbogen und Bezeichnung ergänzen.


Beispiel 1: 64 zeichnen

Vorhersage:

0<64<90

Also muss der fertige Winkel spitz aussehen.

Die Gegenablesung wäre

18064=116.

Da 116 stumpf ist, erkennst Du eine falsche Skalenwahl sofort.

Ziel:

α=64


Beispiel 2: 128 zeichnen

Vorhersage:

90<128<180.

Der Winkel muss also stumpf aussehen.

Die andere Skala kann an derselben Markierung

180128=52

anzeigen. 52 wäre spitz und passt deshalb nicht zur Vorhersage.

Ziel:

β=128


Dynamisch zeichnen und sofort kontrollieren

Bewege in der folgenden GeoGebra-Aufgabe den roten Punkt so, dass der geforderte Winkel entsteht. Du bekommst direkt Rückmeldung.


Visueller Zeichentrainer: von leicht zu anspruchsvoll

Zeichne jeden Winkel zuerst auf Papier. Prüfe danach mit Deinem Geodreieck noch einmal nach.

Auftrag Zielwert Erwartete Winkelart Sinnvolle Selbstkontrolle
A 25 spitz deutlich kleiner als 45
B 45 spitz halb so groß wie 90
C 73 spitz kleiner als 90
D 90 recht Vierteldrehung
E 112 stumpf größer als 90
F 135 stumpf zwischen 90 und 180
G 157 stumpf schon nahe an 180
H 179 stumpf fast gestreckt, aber noch kleiner als 180


Schätzen, messen, zeichnen: die sichere Dreierstrategie

Wer Winkel sicher beherrschen will, verbindet immer drei Schritte:

1. Schätzen 2. Messen oder Zeichnen 3. Prüfen
spitz, recht oder stumpf? Geodreieck korrekt anlegen Passt der Wert zur Form?

Beispiel:

Du siehst einen spitzen Winkel und liest 152 ab.

Das kann nicht stimmen, denn

152>90.

Prüfe die andere Skala:

180152=28.

28 ist spitz und passt zur Zeichnung.

Merke: Schätzen ist keine Raterei. Schätzen ist ein Sicherheitscheck.


Dynamisches Winkel-Labor

Hier kannst Du Schenkel verändern, das Geodreieck bewegen und verschiedene Winkelgrößen untersuchen.


Winkel schätzen und anschließend messen

Bei dieser dynamischen Übung stellst Du eine Schätzung ein und kannst anschließend messen. Wiederhole die Aufgabe so oft, bis Deine Schätzung meist nur noch wenige Grad vom tatsächlichen Winkel abweicht.

Runde Schätzung Messwert Abweichung
1 |SchätzungMesswert|
2 |SchätzungMesswert|
3 |SchätzungMesswert|
4 |SchätzungMesswert|
5 |SchätzungMesswert|


Mini-Merkblatt

Thema Sicherer Merksatz
Scheitel Der gemeinsame Anfangspunkt der Schenkel ist der Scheitel.
Schenkel Die beiden Strahlen, die den Winkel begrenzen, heißen Schenkel.
Gradmaß Winkelgrößen werden hier in Grad angegeben, zum Beispiel 72.
rechter Winkel 90
gestreckter Winkel 180
Messen Mittelpunkt auf Scheitel, Grundkante auf Schenkel, bei 0 starten, richtig ablesen.
Zeichnen Schenkel zeichnen, Geodreieck anlegen, Gradmarke setzen, zweiten Schenkel durch die Marke zeichnen.
Kontrolle Winkelart und Gradmaß müssen zusammenpassen.


Medien- und Lizenzhinweis

Die eingebundenen Bilder und Animationen stammen aus Wikimedia Commons und sind dort als freie beziehungsweise gemeinfreie Medien mit Lizenzinformationen auf der jeweiligen Dateiseite dokumentiert. Die dynamischen Geometrie-Aktivitäten werden direkt von GeoGebra eingebettet. Die Lernvideos werden als YouTube-Einbettungen verwendet; es werden keine fremden Videodateien in den Kurs kopiert.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wie heißt der gemeinsame Anfangspunkt der beiden Schenkel eines Winkels? (Scheitel) (!Grundkante) (!Skala) (!Markierung)




Welcher Winkel ist ein spitzer Winkel? (58 Grad) (!90 Grad) (!126 Grad) (!180 Grad)




Wie groß ist ein rechter Winkel? (90 Grad) (!45 Grad) (!120 Grad) (!180 Grad)




Welcher Winkel ist stumpf? (134 Grad) (!34 Grad) (!90 Grad) (!180 Grad)




Wo muss der Mittelpunkt des Geodreiecks beim Messen liegen? (Auf dem Scheitel) (!Auf dem zweiten Schenkel) (!Irgendwo im Winkel) (!Am Ende des Geodreiecks)




Welche Skala musst Du beim Messen wählen? (Die Skala die am angelegten Schenkel bei null beginnt) (!Immer die obere Skala) (!Immer die untere Skala) (!Immer die Skala mit der größeren Zahl)




Ein Winkel sieht spitz aus. Du liest 145 Grad ab. Was solltest Du zuerst prüfen? (Ob Du die falsche Skala benutzt hast) (!Ob ein Vollwinkel 180 Grad hat) (!Ob der Scheitel ein Schenkel ist) (!Ob das Gradzeichen weggelassen werden muss)




Welche Gegenablesung gehört zu 40 Grad auf einer Halbkreisskala? (140 Grad) (!50 Grad) (!90 Grad) (!220 Grad)




Was machst Du beim Zeichnen eines Winkels direkt nach dem Setzen der Gradmarke? (Den zweiten Schenkel vom Scheitel durch die Markierung zeichnen) (!Den Scheitel entfernen) (!Die Gradmarke mit 180 Grad beschriften) (!Das Geodreieck als Winkelbogen nachzeichnen)




Warum ist eine Schätzung der Winkelart vor dem Messen hilfreich? (Sie hilft falsche Ablesewerte zu erkennen) (!Sie ersetzt das Geodreieck vollständig) (!Sie macht aus jedem Winkel 90 Grad) (!Sie verlängert automatisch die Schenkel)





Memory

Scheitelpunkt gemeinsamer Anfangspunkt
Winkelschenkel begrenzender Strahl
Gradmaß Größe in Grad
rechter Winkel Vierteldrehung
stumpfer Winkel größer als ein rechter Winkel und kleiner als ein gestreckter
Geodreieck Werkzeug zum Messen und Zeichnen
Winkelbogen Markierung des gemeinten Winkelbereichs





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Scheitel auf Nullpunkt Geodreieck positionieren
Grundkante auf Schenkel Geodreieck ausrichten
Bei null beginnen richtige Winkelskala wählen
Schnittstelle ablesen Winkelgröße bestimmen
Winkelart vergleichen Ergebnis kontrollieren





Kreuzworträtsel

Scheitel Wie heißt der gemeinsame Anfangspunkt der beiden Winkelschenkel?
Schenkel Wie heißt einer der beiden Strahlen eines Winkels?
Gradmaß Wie heißt die Angabe einer Winkelweite in Grad?
Geodreieck Welches Werkzeug nutzt Du zum Messen und Zeichnen von Winkeln?
spitz Welche Winkelart ist kleiner als ein rechter Winkel?
stumpf Welche Winkelart liegt zwischen einem rechten und einem gestreckten Winkel?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Der gemeinsame Anfangspunkt der beiden Winkelschenkel heißt

.
Die beiden Strahlen eines Winkels heißen

.
Ein rechter Winkel misst

.
Ein stumpfer Winkel ist größer als

.
Ein Winkel unter 90 Grad heißt

.
Ein gestreckter Winkel misst

.
Beim Messen liegt der Mittelpunkt des Geodreiecks genau auf dem

.
Die Grundkante des Geodreiecks wird an einen

gelegt.
Beim Ablesen nutzt Du die Skala, die am angelegten Schenkel bei

beginnt.
Vor dem Messen hilft eine Einschätzung der

.
Beim Zeichnen setzt Du auf der Winkelskala zuerst eine

.
Der zweite Schenkel wird vom Scheitel durch die

gezeichnet.
Ein Gradwert wird mit dem

notiert.
Wenn ein sichtbar spitzer Winkel als 140 Grad abgelesen wird, solltest Du die

prüfen.
Nach dem Zeichnen solltest Du den Winkel noch einmal

.




GeoGebra-Trainingsstation

Nutze diese interaktive Übung, um mit einem beweglichen Geodreieck immer neue Winkel zu messen.

Trainingsziel: Schaffe zehn Messungen hintereinander, bei denen Du zuerst die richtige Winkelart nennst und anschließend den Winkel korrekt abliest.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Winkel-Fotografie: Fotografiere oder zeichne vier Winkel aus Deiner Umgebung. Markiere bei jedem Bild Scheitel und Schenkel und schätze die Winkelart.
  2. Winkel-Steckbrief: Erstelle eine Karte zu spitzen, rechten und stumpfen Winkeln. Nutze jeweils eine Skizze, eine mathematische Bedingung und ein Beispiel.
  3. Geodreieck-Erklärung: Zeichne ein großes Geodreieck und beschrifte Mittelpunkt, Grundkante, Winkelskalen und Linealskala.
  4. Messprotokoll: Lass Dir von einer anderen Person fünf Winkel zwischen 10 und 170 zeichnen. Schätze zuerst und miss dann.


Standard

  1. Winkel-Zeichentraining: Ziehe sechs Lose mit Winkelgrößen zwischen 1 und 179, zeichne jeden Winkel und kontrolliere ihn anschließend durch erneutes Messen.
  2. Fehlerdetektiv Winkel: Erfinde drei typische Fehler beim Winkelmessen und gestalte zu jedem Fehler eine Vorher-Nachher-Zeichnung mit Erklärung.
  3. Winkel-Interview: Erkläre einer Mitschülerin oder einem Mitschüler die Regel „Nimm die Skala, die bei null beginnt“. Lass die Person anschließend zwei Winkel messen und beobachte, ob die Erklärung hilft.
  4. Winkel-Erklärvideo: Produziere ein kurzes Erklärvideo, in dem Du einen spitzen und einen stumpfen Winkel mit dem Geodreieck zeichnest. Zeige die sechs Zeichenschritte sichtbar.


Schwer

  1. Winkel-Schätzmeisterschaft: Erstelle zehn verschiedene Winkel zwischen 5 und 175. Lass andere zuerst schätzen und dann messen. Berechne jeweils die absolute Abweichung |SchätzungMesswert|.
  2. Skalenfalle: Erstelle fünf Aufgaben, bei denen bewusst zwei mögliche Skalenwerte wie 32 und 148 zu sehen sind. Formuliere jeweils eine Begründung, welcher Wert zum markierten Winkel gehört.
  3. Dynamischer Winkel: Erstelle in GeoGebra einen Winkel mit beweglichem Schenkel und dynamischer Winkelanzeige. Markiere zusätzlich die Bereiche für spitze und stumpfe Winkel.
  4. Winkel-Parcours: Plane auf Papier einen Weg aus sechs aufeinanderfolgenden Richtungsänderungen. Gib jede Richtungsänderung mit einem Winkel unter 180 an und lass eine andere Person den Parcours nachzeichnen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Messstrategie erklären: Ein Kind liest bei einem sichtbar spitzen Winkel 137 ab. Erkläre ohne erneutes Messen, warum der Wert verdächtig ist, und beschreibe anschließend, welche Teile des Geodreiecks überprüft werden müssen.
  2. Fehler vergleichen: Zwei Zeichnungen eines Winkels von 72 unterscheiden sich. Eine ist spitz, die andere stumpf. Entwickle eine begründete Vermutung, welcher typische Skalenfehler passiert sein könnte.
  3. Alltagswinkel untersuchen: Wähle drei Winkel in einem Klassenraum. Schätze ihre Größen, ordne die Winkelarten zu und beschreibe, wie Du eine möglichst zuverlässige Messung durchführen würdest.
  4. Zeichenplan entwickeln: Beschreibe einen Arbeitsplan, mit dem eine andere Person einen Winkel von 146 möglichst genau zeichnen kann. Baue mindestens zwei Kontrollschritte ein.
  5. Plausibilität prüfen: Entscheide bei den Messwerten 28, 90, 103 und 176, wie die fertigen Winkel ungefähr aussehen müssen. Begründe Deine Entscheidung mit Vergleichen zu 90 und 180.
  6. Messgenauigkeit verbessern: Eine Lerngruppe misst denselben Winkel mit 74, 76 und 82. Erkläre mögliche Ursachen für die Unterschiede und entwickle Regeln, mit denen die Gruppe genauer arbeiten kann.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du nicht nur Begriffe kennst, sondern sicher handelst und Deine Ergebnisse kontrollierst.

Bereich Das solltest Du zeigen können
Fachsprache Scheitel, Schenkel, Winkelbogen, Gradmaß und Geodreieck passend verwenden
Winkelarten Winkel anhand der Grenzen 0, 90 und 180 einordnen
Messen Geodreieck korrekt anlegen und Winkel unter 180 zuverlässig ablesen
Zeichnen vorgegebene Winkel unter 180 mit sauberem Scheitel und Schenkeln konstruieren
Kontrolle Schätzung, Winkelart und Gegenablesung nutzen, um Skalenfehler zu entdecken
Genauigkeit Abweichungen erkennen und durch sorgfältiges Anlegen des Geodreiecks verringern
Erklärung einen Mess- oder Zeichenvorgang so beschreiben, dass eine andere Person ihn nachvollziehen kann




OERs zum Thema

Wikipedia: Winkel

Wikipedia: Geodreieck

Freies dynamisches Übungsmaterial: Winkel messen mit GeoGebra



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