M6 E - Mit dem aiMOOC-Generator einen Mathekurs erstellen

M6 E - Mit dem aiMOOC-Generator einen Mathekurs erstellen
M6 E - Mit dem aiMOOC-Generator einen Mathekurs erstellen
Einleitung
Dieser aiMOOC ist ein vollständiger Mathematik-Lernkurs für die Klasse 6 auf E-Niveau und zugleich ein Beispiel dafür, wie ein digitaler Mathekurs mit dem aiMOOC-Generator lernwirksam aufgebaut werden kann. Mathematik wird hier möglichst selten nur beschrieben: Du arbeitest mit LaTeX-Formeln, Tabellen, Zahlengeraden, Stellenwertmodellen, Bruchstreifen, dynamischer Geometrie, Körpernetzen, Diagrammen, Animationen und interaktiven Aufgaben.
Das Ziel ist nicht bloß, Rechenregeln auswendig zu kennen. Du sollst mathematische Darstellungen lesen, wechseln, begründen und auf neue Situationen übertragen. Dazu gehören die Leitideen Zahl, Messen, Raum und Form, Funktionaler Zusammenhang sowie Daten und Zufall.
| Kursbaustein | Mathematischer Schwerpunkt | Zentrale Visualisierung | E-Niveau-Transfer |
|---|---|---|---|
| Modul 1 | Ganze Zahlen, Stellenwert, Rechenstrategien | Stellenwertblöcke, Zahlengerade, Rechenweg-Animation | mehrere Rechenwege vergleichen und begründen |
| Modul 2 | Teilbarkeit, Primzahlen, ggT und kgV | Faktorenbäume und strukturierte Tabellen | gemeinsame Teiler und Vielfache in Sachkontexten modellieren |
| Modul 3 | Brüche | Bruchstreifen, Flächenmodelle, dynamische Zahlengerade | Brüche flexibel umformen, vergleichen und in Sachproblemen nutzen |
| Modul 4 | Dezimalzahlen und Prozente | Hunderterfeld, Stellenwertmodell, Prozentstreifen | zwischen Bruch, Dezimalzahl und Prozent wechseln |
| Modul 5 | Terme und einfache Gleichungen | Waagenmodell, Rechentabellen | unbekannte Größen aus Bedingungen bestimmen |
| Modul 6 | Winkel, Figuren und Symmetrie | Geodreieck, dynamische Dreiecke | Eigenschaften untersuchen und begründen |
| Modul 7 | Umfang, Fläche, Volumen und Körper | Netze, Schrägbilder, faltbare und rotierbare 3D-Modelle | mehrschrittige Mess- und Verpackungsprobleme lösen |
| Modul 8 | Daten, Diagramme und Wahrscheinlichkeit | Tabellen, Säulen- und Kreisdiagramme, dynamische Diagramme | Daten kritisch deuten und begründet entscheiden |
Lernziele
Am Ende des Kurses kannst Du:
- Zahlen auf Zahlengeraden sicher ordnen und Abstände interpretieren.
- Stellenwerte bei natürlichen Zahlen und Dezimalzahlen erklären und zum Rechnen nutzen.
- Teilbarkeit, Primzahl, ggT und kgV anwenden.
- Brüche kürzen, erweitern, vergleichen sowie addieren und subtrahieren.
- Dezimalzahlen, Brüche und Prozentangaben ineinander umwandeln.
- Terme aus Situationen aufstellen und einfache Gleichungen lösen.
- Winkel messen, zeichnen und Eigenschaften geometrischer Figuren untersuchen.
- Umfang, Flächeninhalt und Volumen in passenden Einheiten berechnen.
- Diagramme aus Daten erstellen, lesen und kritisch prüfen.
- Lösungswege erklären, Fehler analysieren und mathematische Ergebnisse auf neue Situationen übertragen.
G/M/E-Differenzierung
Die Aufgaben sind so aufgebaut, dass Du auf unterschiedlichen Niveaustufen einsteigen kannst. Das E-Niveau ist das Ziel dieses Kurses; G- und M-Aufgaben dienen als Fundament, Diagnose und Hilfestufe.
| Niveau | Was Du typischerweise tust | Beispiel |
|---|---|---|
| G – grundlegend | Begriffe erkennen, einfache Verfahren sicher ausführen, anschauliche Modelle nutzen | |
| M – mittleres Niveau | Darstellungen wechseln, mehrschrittig rechnen, Zusammenhänge erklären | mit gemeinsamem Nenner berechnen |
| E – erweitert | unbekannte Situationen modellieren, Strategien vergleichen, Ergebnisse begründen und prüfen | Einen Rabatt, eine Flächenänderung und eine Prozentangabe in einem Sachproblem miteinander verknüpfen |
So arbeitest Du mit Hilfestufen
Bei anspruchsvollen Aufgaben nutzt Du die Hilfen erst dann, wenn Du sie brauchst.
| Hilfestufe | Funktion | Typische Frage |
|---|---|---|
| H1 – Denkimpuls | lenkt Deine Aufmerksamkeit, verrät aber noch keinen Rechenweg | Welche Größe ist gegeben und welche wird gesucht? |
| H2 – Darstellung | bietet eine Skizze, Tabelle, Zahlengerade oder passende Formel | Kannst Du die Aufgabe als Bruchstreifen oder Tabelle darstellen? |
| H3 – Rechenstart | zeigt den ersten Rechenschritt | Erweitere zuerst auf einen gemeinsamen Nenner. |
Medien- und Lizenzkonzept
Die eingebundenen Bilder und Animationen stammen bevorzugt aus Wikimedia Commons und sind dort mit freien Lizenzen oder als gemeinfrei gekennzeichnet. Die jeweilige Dateiseite enthält Urheber- und Lizenzangaben. Interaktive Mathematik-Modelle werden über GeoGebra eingebunden; Videos stammen direkt von YouTube und werden nur ergänzend eingesetzt. Prüfe bei einer Weiterverwendung externer Inhalte immer die Angaben auf der Originalseite.
Modul 1: Zahlen, Stellenwert und Rechenstrategien
Stellenwert verstehen statt Ziffern nur ablesen
Im Dezimalsystem bestimmt die Position einer Ziffer ihren Wert. Für die Zahl gilt:
| Zehntausender | Tausender | Hunderter | Zehner | Einer | Zehntel | Hundertstel |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 5 | 3 | 4 | 0 | 7 | 2 | 6 |
Damit ist

Freies Stellenwertmodell auf Wikimedia Commons: Einer, Zehner, Hunderter und Tausender werden räumlich sichtbar.
Interaktives Stellenwertmodell
Verschiebe oder ergänze Stellenwertblöcke. Untersuche, warum zehn Einer einen Zehner, zehn Zehner einen Hunderter und zehn Hunderter einen Tausender ergeben.
E-Auftrag: Stelle auf mindestens zwei verschiedene Arten mit Stellenwertblöcken dar. Begründe, warum beide Darstellungen denselben Wert besitzen.
Hilfen H1: Du darfst einen Tausender in zehn Hunderter zerlegen. H2: Beginne mit . H3: Eine alternative Darstellung ist .
Dynamische Zahlengerade: positive und negative Zahlen

Auf einer Zahlengeraden bedeutet weiter rechts immer größer. Der Abstand von zu beträgt Einheiten.
Eine Temperatur steigt von auf . Die Änderung ist
Mini-Transfer: Ein Aufzug fährt vom zweiten Untergeschoss bis in das siebte Obergeschoss . Wie viele Stockwerksabstände legt er zurück? Erkläre mit einer Zahlengeraden.
Animierter Rechenweg: schriftliche Division

Die freie Commons-Animation zeigt einen schrittweisen Divisionsalgorithmus. Beobachte besonders, wie Teilrechnungen nacheinander entstehen.
Forscherfrage: Welche Information bleibt in jedem Schritt erhalten, obwohl sich der sichtbare Rest verändert?
Modul-Checkpoint 1
| Niveau | Aufgabe |
|---|---|
| G | Ordne aufsteigend. |
| M | Berechne den Abstand zwischen und und erkläre ihn an der Zahlengeraden. |
| E | Eine Zahl wird auf Zehntel gerundet zu . Gib drei mögliche ursprüngliche Zahlen an und beschreibe den gesamten möglichen Bereich. |
Lösungen Modul 1 G: . M: . E: Möglich sind alle Zahlen mit , zum Beispiel , und .
Modul 2: Teilbarkeit, Primzahlen, ggT und kgV
Teilbarkeit als Struktur
Eine natürliche Zahl ist durch teilbar, wenn es eine natürliche Zahl gibt mit
Beispiele:
| Teilbarkeit | Schnelltest | Beispiel |
|---|---|---|
| durch 2 | letzte Ziffer gerade | 438 ist teilbar |
| durch 3 | Quersumme durch 3 teilbar | |
| durch 5 | letzte Ziffer 0 oder 5 | 1 235 ist teilbar |
| durch 9 | Quersumme durch 9 teilbar | |
| durch 10 | letzte Ziffer 0 | 6 540 ist teilbar |
Primfaktorzerlegung
Jede natürliche Zahl größer als 1 lässt sich als Produkt von Primzahlen schreiben. Beispiel:
Aus Primfaktorzerlegungen lassen sich ggT und kgV systematisch bestimmen:
E-Transfer: Zwei Rhythmen treffen sich
Bus A fährt alle 12 Minuten, Bus B alle 18 Minuten. Beide fahren um 8:00 Uhr gleichzeitig ab. Wann fahren sie wieder gleichzeitig?
Hilfen H1: Gesucht ist ein gemeinsames Vielfaches. H2: Bestimme das kleinste gemeinsame Vielfache von 12 und 18. H3: , .
Lösung . Nach 36 Minuten, also um 8:36 Uhr, fahren beide wieder gleichzeitig.
Modul 3: Brüche – darstellen, vergleichen und rechnen
Brüche sind Zahlen
Ein Bruch mit beschreibt eine Zahl. Dabei heißt Zähler und Nenner. Ein Bruch kann Anteil, Verhältnis, Division oder Punkt auf einer Zahlengeraden bedeuten.

Bewegliche Bruchdarstellungen
Nutze Schieberegler, um Brüche als Streifen und auf der Zahlengeraden zu vergleichen.
Entdeckerauftrag: Stelle ein. Finde drei gleichwertige Brüche und formuliere eine Regel für das Erweitern.
Die Zahl ändert sich beim Erweitern nicht, weil Zähler und Nenner mit derselben von null verschiedenen Zahl multipliziert werden:
Dynamische Bruch-Zahlengerade
E-Auftrag: Ordne auf der Zahlengeraden. Finde eine Begründung, die nicht nur aus Dezimalzahlen besteht.
Hilfen H1: Ein gemeinsamer Nenner macht die Abstände sichtbar. H2: Der kleinste gemeinsame Nenner von 3, 4, 6 und 12 ist 12. H3: Schreibe alle vier Brüche als Zwölftel.
Lösung , , , . Also:
Ungleichnamige Brüche addieren – visuell Schritt für Schritt

Die Commons-Grafik visualisiert, wie zwei unterschiedlich eingeteilte Flächen in gleich große Teilflächen zerlegt werden.
Beispiel:
| Schritt | Operation | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Gemeinsamen Nenner wählen | |
| 2 | Erweitern | , |
| 3 | Zähler addieren | |
| 4 | als gemischte Zahl deuten |
Bruchrechnung als Selbsttest
Videoauftrag: Stoppe das Video vor jeder Lösung. Notiere Deinen eigenen Lösungsweg und vergleiche anschließend nicht nur das Ergebnis, sondern die Strategie.
Modul-Checkpoint 3
| Niveau | Aufgabe |
|---|---|
| G | Kürze vollständig. |
| M | Berechne . |
| E | Von einem Tank sind zunächst gefüllt. Danach werden des gesamten Tankvolumens entnommen und anschließend des gesamten Tankvolumens nachgefüllt. Welcher Anteil ist nun gefüllt? |
Lösungen Modul 3 G: . M: . E: .
Modul 4: Dezimalzahlen und Prozente
Dezimalzahlen im Stellenwertsystem
Die Dezimalzahl bedeutet
Deshalb gilt
Prozent bedeutet Hundertstel
Prozent bedeutet „von hundert“:

Ein Hunderterfeld eignet sich, um Prozent, Dezimalzahlen und Brüche auf derselben Fläche zu sehen.
| Bruch | Dezimalzahl | Prozent |
|---|---|---|
Prozentwert, Grundwert und Prozentsatz
Wenn der Grundwert, der Prozentsatz und der Prozentwert ist, gilt
Beispiel: von :
Der neue Preis nach einem Rabatt von beträgt
E-Transfer: Zwei Rabatte sind nicht einfach addierbar
Ein Fahrradhelm kostet 120 €. Zuerst wird der Preis um 20 % reduziert, danach der reduzierte Preis noch einmal um 10 %. Ist das dasselbe wie 30 % Rabatt?
Hilfen H1: Der zweite Rabatt bezieht sich nicht mehr auf 120 €. H2: Berechne zuerst von 120 €. H3: Multipliziere anschließend den neuen Preis mit .
Lösung Nach 20 % Rabatt: . Danach: . Das entspricht einem Gesamtrabatt von €, also , nicht 30 %.
Modul 5: Terme und einfache Gleichungen
Situationen als Terme schreiben
Ein Term beschreibt eine Rechenvorschrift. Wenn ein Kinoticket Euro kostet und eine Gruppe aus vier Personen zusätzlich 6 € für Snacks ausgibt, lautet ein passender Term:
Für ergibt sich
Gleichungen als Waage denken
Eine Gleichung behauptet, dass links und rechts derselbe Wert steht. Deshalb muss jede Umformung auf beiden Seiten gleich erfolgen.
Probe:
| Niveau | Aufgabe |
|---|---|
| G | Löse . |
| M | Löse und mache die Probe. |
| E | Drei gleiche Hefte und ein Stift für 2,50 € kosten zusammen 14,50 €. Stelle eine Gleichung auf und bestimme den Preis eines Hefts. |
Lösungen Modul 5 G: . M: , also . Probe: . E: , also und €.
Modul 6: Winkel, Figuren und dynamische Geometrie
Winkel messen und zeichnen

Ein Geodreieck beziehungsweise Winkelmesser macht die Winkelskala sichtbar.
Winkel werden in Grad gemessen. Typische Winkelarten:
| Winkelart | Bedingung | Beispiel |
|---|---|---|
| spitzer Winkel | ||
| rechter Winkel | Ecke eines Rechtecks | |
| stumpfer Winkel | ||
| gestreckter Winkel | Gerade |
Dynamische Dreiecke
Verschiebe die Eckpunkte und beobachte, was sich ändert und was gleich bleibt.

Für jedes Dreieck gilt:
E-Forscherauftrag: Ziehe an allen drei Eckpunkten. Formuliere eine Vermutung zur Winkelsumme. Erkläre, warum viele Messungen eine Vermutung stark stützen, aber noch keine vollständige mathematische Begründung ersetzen.
Symmetrie und Abbildungen
Bei einer Achsenspiegelung haben ein Punkt und sein Bildpunkt denselben senkrechten Abstand von der Spiegelachse. Bei einer Drehung bleiben Längen und Winkel erhalten.
Transfer: Entwirf ein Logo aus einem Dreieck und einem Quadrat, das genau eine Spiegelachse besitzt. Verändere anschließend nur einen Punkt so, dass keine Spiegelachse mehr vorhanden ist.
Modul 7: Umfang, Fläche, Volumen und 3D-Körper
Umfang und Fläche unterscheiden
Beim Rechteck mit Seitenlängen und gilt:
Beispiel mit und :
Merksignal: Umfang ist eine Länge, Fläche eine Quadratgröße. Deshalb unterscheiden sich die Einheiten.
Quader und Volumen

Für einen Quader gilt
Bei , , :
Faltbare Würfelnetze und rotierbare Körper

Die Commons-Grafik zeigt die elf verschiedenen Würfelnetze.
Bewege den Regler im GeoGebra-Modell und beobachte, wie ein zweidimensionales Netz zu einem dreidimensionalen Würfel wird:

Ein rotierender Würfel hilft dabei, sichtbare und verdeckte Flächen räumlich zu verfolgen.
E-Auftrag: Begründe, warum nicht jede Anordnung aus sechs Quadraten ein Würfelnetz ist. Nutze die Begriffe Kante, Fläche und Überlappung.
Verpackungsproblem
Eine quaderförmige Schachtel ist lang, breit und hoch.
- Berechne ihr Volumen.
- Berechne den Flächeninhalt des vollständigen Netzes.
- Eine Lasche benötigt zusätzlich der Netzfläche. Wie viel Karton wird mindestens benötigt?
Hilfen H1: Das Volumen ist Länge mal Breite mal Höhe. H2: Die Oberfläche besteht aus je zwei Rechtecken der Größen , und . H3: .
Lösung . . Mit 10 % Zusatz: .
Modul 8: Daten, Diagramme und Wahrscheinlichkeit
Von Rohdaten zur Tabelle
Eine Klasse misst die Wegzeiten zur Schule in Minuten:
| Zeit in min | 8 | 10 | 12 | 15 | 20 |
|---|---|---|---|---|---|
| Absolute Häufigkeit | 3 | 2 | 2 | 2 | 1 |
| Relative Häufigkeit |
Das arithmetische Mittel ist
Diagramme lesen und erzeugen

Ein gutes Säulendiagramm braucht eine verständliche Achsenbeschriftung, eine sinnvolle Skalierung und Balken gleicher Breite. Eine abgeschnittene Achse kann Unterschiede größer wirken lassen, als sie tatsächlich sind.
Dynamische Diagramme
Verändere Werte und beobachte, wie sich Säulen- und Kreisdiagramm gleichzeitig ändern:
E-Analyse: Erzeuge zwei Datensätze mit gleichem Mittelwert, aber deutlich unterschiedlicher Streuung. Erkläre, warum der Mittelwert allein die Verteilung nicht vollständig beschreibt.
Wahrscheinlichkeit als Anteil günstiger Ergebnisse
Bei einem fairen sechsseitigen Würfel sind sechs Ergebnisse gleich wahrscheinlich. Für das Ereignis „gerade Zahl“ gilt:
Transfer: Ein Spiel gewinnt bei 1, 2, 3 oder 4 und verliert bei 5 oder 6. Beurteile, ob das Spiel für den Spieler fair ist, wenn Gewinn und Verlust gleich viel wert sind.
Lösung und . Bei gleich hohen Gewinn- und Verlustbeträgen ist das Spiel zugunsten des Spielers und damit nicht fair.
Transferwerkstatt: Mathematik vernetzen
Die folgenden Aufgaben verbinden mehrere Module. Versuche zuerst, ein Modell zu wählen, bevor Du rechnest.
Transfer 1: Schulfest
Für ein Schulfest werden 240 Eintrittskarten gedruckt. Am Vormittag werden aller Karten verkauft, am Nachmittag 35 % aller Karten.
- Wie viele Karten wurden insgesamt verkauft?
- Welcher Anteil aller Karten ist noch übrig?
- Stelle die Verkäufe in einem Hunderterfeld oder Kreisdiagramm dar.
Lösung Vormittag: . Nachmittag: . Insgesamt 174 Karten. Übrig: 66 Karten, also .
Transfer 2: Aquarium
Ein quaderförmiges Aquarium ist innen lang, breit und hoch. Es wird zu 75 % seiner Höhe gefüllt.
- Bestimme die Wasserhöhe.
- Berechne das Wasservolumen in .
- Nutze , um das Volumen in Litern anzugeben.
- Das Wasser soll auf drei gleich große Behälter verteilt werden. Wie viele Liter kommen in jeden?
Lösung Wasserhöhe: . Volumen: . Je Behälter: .
Transfer 3: Daten kritisch beurteilen
Zwei Lernapps werben mit durchschnittlichen Punktzahlen. App A erreicht bei fünf Tests Punkte. App B erreicht Punkte.
- Berechne beide Mittelwerte.
- Welche App liefert gleichmäßigere Ergebnisse?
- Welche zusätzliche Kennzahl oder Darstellung würdest Du für eine faire Bewertung verlangen?
- Formuliere eine Werbeaussage, die mathematisch korrekt, aber möglicherweise irreführend ist, und erkläre die Irreführung.
Lösungsidee Beide Mittelwerte sind 8. App A ist völlig konstant, App B streut stark. Ein Boxplot, Spannweite oder weitere Rohdaten würden die Bewertung verbessern. Eine Aussage wie „Beide Apps erreichen im Mittel exakt dieselbe Leistung“ ist rechnerisch korrekt, verschweigt aber die unterschiedliche Streuung.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Zahl ist am größten? (0,4) (!0,04) (!0,004) (!0,0004)
Welcher Bruch ist gleich drei Viertel? (9 Zwölftel) (!8 Zwölftel) (!10 Zwölftel) (!11 Sechzehntel)
Was ist das kleinste gemeinsame Vielfache von 6 und 8? (24) (!12) (!14) (!48)
Welches Ergebnis hat fünf Sechstel minus ein Drittel? (ein Halb) (!vier Neuntel) (!zwei Drittel) (!ein Sechstel)
Welche Dezimalzahl entspricht 35 Prozent? (0,35) (!3,5) (!0,035) (!35,0)
Welcher Winkel ist stumpf? (120 Grad) (!45 Grad) (!90 Grad) (!180 Grad)
Welche Einheit passt zu einem Volumen? (Kubikzentimeter) (!Zentimeter) (!Quadratzentimeter) (!Grad)
Wie groß ist das Volumen eines Quaders mit 3 cm mal 4 cm mal 5 cm? (60 Kubikzentimeter) (!12 Kubikzentimeter) (!20 Kubikzentimeter) (!47 Kubikzentimeter)
Welche Aussage zu einem fairen Würfel stimmt? (Jede einzelne Augenzahl hat Wahrscheinlichkeit ein Sechstel) (!Gerade Zahlen sind unmöglich) (!Die Sechs ist wahrscheinlicher als die Eins) (!Alle ungeraden Zahlen zusammen haben Wahrscheinlichkeit ein Sechstel)
Was folgt aus der Gleichung 4x plus 3 gleich 23? (x gleich 5) (!x gleich 4) (!x gleich 6) (!x gleich 20)
Memory
| Zähler | Anzahl der betrachteten Bruchteile |
| Nenner | Anzahl gleich großer Teile eines Ganzen |
| Primzahl | Zahl mit genau zwei positiven Teilern |
| Prozent | Hundertstelangabe |
| Umfang | Länge des Randes einer Figur |
| Volumen | Rauminhalt eines Körpers |
| Median | mittlerer Wert einer geordneten Datenreihe |
| Symmetrieachse | Gerade für deckungsgleiche Spiegelhälften |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Bruchstreifen | Brüche vergleichen |
| Geodreieck | Winkel messen |
| Hunderterfeld | Prozente darstellen |
| Würfelnetz | Körper falten |
| Säulendiagramm | Häufigkeiten visualisieren |
Kreuzworträtsel
| Nenner | Wie heißt beim Bruch die Zahl unter dem Bruchstrich? |
| Primzahl | Wie heißt eine natürliche Zahl größer als eins mit genau zwei positiven Teilern? |
| Prozent | Welcher Begriff bedeutet von hundert? |
| Winkel | Welche geometrische Größe wird in Grad gemessen? |
| Volumen | Wie heißt der Rauminhalt eines Körpers? |
| Diagramm | Wie heißt eine grafische Darstellung von Daten? |
LearningApps
Lückentext
Hilfekarten kompakt
| Thema | H1 | H2 | H3 |
|---|---|---|---|
| Brüche vergleichen | Suche eine gemeinsame Darstellung. | Erweitere auf einen gemeinsamen Nenner. | Vergleiche danach nur die Zähler. |
| Prozentaufgabe | Markiere Grundwert und Prozentsatz. | Schreibe den Prozentsatz als Dezimalzahl. | Nutze . |
| Gleichung | Was soll allein stehen? | Mache die Gegenoperation. | Führe sie auf beiden Seiten aus. |
| Fläche und Volumen | Prüfe die Einheit. | Skizziere die Figur oder den Körper. | Schreibe zuerst die Formel, dann setze Zahlen ein. |
| Daten | Ordne die Rohdaten. | Erstelle eine Häufigkeitstabelle. | Prüfe, ob Mittelwert allein zur Aussage genügt. |
Lösungen zu ausgewählten Übungsaufgaben
Die Lösungen sind bewusst mit Begründungen statt nur mit Endergebnissen formuliert.
| Aufgabe | Lösung | Begründung |
|---|---|---|
| Gemeinsamer Nenner 60: | ||
| 15 % von 260 | 39 | |
| Erst 8 addieren, dann durch 5 teilen. | ||
| Rechteck | , | Randlänge und Fläche sind unterschiedliche Größen. |
| Wahrscheinlichkeit einer Zahl größer als 4 beim fairen Würfel | Günstig sind 5 und 6, möglich sind sechs Ergebnisse. |
Offene Aufgaben
Leicht
- Zahlengerade: Zeichne eine große Zahlengerade von bis . Markiere fünf selbst gewählte Alltagssituationen wie Temperaturen oder Stockwerke.
- Bruch: Falte ein Blatt Papier so, dass Du , und sichtbar machen kannst. Fotografiere oder zeichne Deine Faltungen und beschrifte sie.
- Prozent: Suche drei Prozentangaben aus Werbung oder Nachrichten. Übersetze jede Angabe in einen Bruch und eine Dezimalzahl.
- Winkel: Fotografiere oder skizziere vier Winkel aus Deiner Umgebung und schätze zuerst ihre Größe, bevor Du nachmisst.
Standard
- Bruchrechnung: Entwickle ein eigenes Bruchstreifen-Set für die Nenner 2, 3, 4, 6, 8 und 12. Nutze es, um zwei Aufgaben zu erklären.
- Stellenwertsystem: Erstelle ein interaktives oder gebasteltes Stellenwertmodell, mit dem man zehn Einer gegen einen Zehner tauschen kann.
- Diagramm: Befrage mindestens zehn Personen zu einer selbst gewählten Frage. Erstelle eine Häufigkeitstabelle und zwei unterschiedliche Diagramme.
- Volumen: Baue aus Papier ein Quadernetz, miss die Kanten und vergleiche das berechnete Volumen mit einer realen Füllmenge.
Schwer
- Modellieren: Plane einen Pausenverkauf mit Einkaufspreisen, Verkaufspreisen, Prozentaufschlägen und erwarteten Stückzahlen. Formuliere mindestens drei mathematische Entscheidungen.
- Datenanalyse: Erfinde zwei Datensätze mit gleichem Mittelwert, aber unterschiedlicher Streuung. Gestalte ein Diagramm, das den Unterschied fair zeigt, und eines, das ihn absichtlich verzerrt.
- Geometrie: Entwickle in GeoGebra eine dynamische Figur, bei der eine geometrische Eigenschaft beim Ziehen erhalten bleibt. Beschreibe, welche Konstruktion diese Eigenschaft sichert.
- Mathematikprojekt: Produziere ein kurzes Erklärvideo zu einem E-Niveau-Problem, in dem mindestens zwei Darstellungen vorkommen, zum Beispiel Formel plus Diagramm oder Bruchstreifen plus Zahlengerade.


Lernkontrolle
- Strategievergleich: Berechne auf zwei verschiedenen Wegen. Vergleiche die Wege hinsichtlich Übersichtlichkeit und Fehleranfälligkeit.
- Fehleranalyse: Eine Schülerin schreibt . Erkläre genau, warum der Rechenweg falsch ist, und entwickle eine anschauliche Gegenargumentation mit einem Flächenmodell.
- Transfer Prozentrechnung: Ein Preis steigt zunächst um 20 % und sinkt danach um 20 %. Entscheide, ob der Ausgangspreis wieder erreicht wird, und begründe rechnerisch und sprachlich.
- Geometrisches Argumentieren: Ein Rechteck wird bei gleichem Umfang länger und schmaler. Untersuche an mindestens drei Beispielen, wie sich der Flächeninhalt verändert, und formuliere eine Vermutung.
- Datenkritik: Zwei Diagramme zeigen dieselben Daten, beginnen aber mit unterschiedlichen y-Achsen. Erkläre, wie dadurch die Wirkung verändert werden kann und welche Darstellung fairer ist.
- Modellieren: Für eine Klassenfahrt stehen 840 € zur Verfügung. 35 % sind für Fahrtkosten, für Eintritte und der Rest für Verpflegung vorgesehen. Bestimme den Restbetrag und entwickle eine sinnvolle Tagesplanung.
- Raumvorstellung: Entscheide bei drei selbst gezeichneten Anordnungen aus je sechs Quadraten, ob sie Würfelnetze sein können. Begründe ohne Ausschneiden und prüfe anschließend durch Falten.
- Gleichungen: Erfinde eine Alltagssituation zur Gleichung , löse sie und erkläre, welche Bedeutung in Deiner Situation hat.
Kompetenzcheck
Bewerte Dich zuerst selbst. Löse danach die Aufgaben ohne Hilfen und vergleiche mit den Lösungen.
| Kompetenz | Ich kann es noch nicht | Ich kann es mit Hilfe | Ich kann es selbstständig | Ich kann es erklären und übertragen |
|---|---|---|---|---|
| Brüche vergleichen und rechnen | □ | □ | □ | □ |
| Dezimalzahlen und Prozente umwandeln | □ | □ | □ | □ |
| Terme und Gleichungen verwenden | □ | □ | □ | □ |
| Winkel und Figuren untersuchen | □ | □ | □ | □ |
| Flächen und Volumina berechnen | □ | □ | □ | □ |
| Daten darstellen und kritisch deuten | □ | □ | □ | □ |
Kompetenzcheck-Aufgaben
- Zahl und Bruch: Ordne , , und der Größe nach.
- Prozent: Ein Rucksack kostet 75 €. Er wird um 16 % reduziert. Berechne den neuen Preis.
- Gleichung: Löse und prüfe das Ergebnis.
- Geometrie: In einem Dreieck sind zwei Winkel und . Bestimme den dritten Winkel und begründe.
- Volumen: Ein Quader hat , und . Bestimme .
- Daten: Die Werte werden um einen sechsten Wert ergänzt, sodass der Mittelwert 5 beträgt. Bestimme den fehlenden Wert.
Lösungen Kompetenzcheck 1: , dann , , . 2: €. 3: , also ; Probe: . 4: . 5: , also . 6: Für sechs Werte mit Mittelwert 5 ist die Summe 30. Die bekannten Werte summieren sich zu 25, also fehlt 5.
E-Niveau-Kriterium: Du erreichst das erweiterte Niveau besonders dann, wenn Du nicht nur richtige Ergebnisse erhältst, sondern passende Darstellungen auswählst, Lösungswege begründest, Fehler erkennst und bekannte Verfahren auf neue Situationen überträgst.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind besonders wichtig:
- Du rechnest mit ganzen Zahlen, Brüchen, Dezimalzahlen und Prozenten sicher und kannst zwischen Darstellungen wechseln.
- Du erklärst Rechenwege nachvollziehbar und nutzt mathematische Fachsprache korrekt.
- Du löst einfache Gleichungen und deutest Variablen in Sachzusammenhängen.
- Du misst und begründest geometrische Eigenschaften von Winkeln, Flächen und Körpern.
- Du wählst bei Sachproblemen passende Größen, Einheiten, Formeln und Modelle.
- Du stellst Daten sinnvoll dar, liest Diagramme kritisch und begründest Aussagen mit Daten.
- Du bearbeitest mindestens eine E-Niveau-Transferaufgabe selbstständig und dokumentierst Deinen Lösungsweg.
- Du reflektierst Fehler und kannst mindestens eine alternative Strategie erläutern.
OERs zum Thema
Der folgende Wikipedia-Artikel bietet Hintergrund zum Lernen und Lehren von Mathematik:
Weitere sinnvolle interne Lernwege sind Bruchrechnung, Prozentrechnung, Geometrie, Gleichung, Diagramm und Wahrscheinlichkeitsrechnung.
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