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M5 M - Winkel schätzen und Referenzwinkel nutzen

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M5 M - Winkel schätzen und Referenzwinkel nutzen




Einleitung

In diesem aiMOOC lernst Du, Winkelgrößen zuerst sinnvoll zu schätzen und Deine Schätzung anschließend durch Messen zu kontrollieren. Deine wichtigsten Vergleichsgrößen sind die Referenzwinkel 45, 90 und 180. Wenn Du diese drei Winkel sicher vor Augen hast, kannst Du auch unbekannte Winkel immer genauer einschätzen.

Referenzwinkel Vorstellung Merkhilfe Bewegung
45 halber rechter Winkel 45+45=90 halbe Vierteldrehung
90 rechter Winkel Ecke eines rechteckigen Blattes Vierteldrehung
180 gestreckter Winkel gerade Linie halbe Drehung

Dein Grundsatz für jede Aufgabe:

Schritt 1 Schritt 2 Schritt 3 Schritt 4
Anschauen Referenzwinkel vergleichen Schätzen Messen und prüfen
Wo liegt der Scheitel? Wie weit sind die Schenkel geöffnet? Eher bei 45, 90 oder 180? Notiere einen Winkelwert mit Gradzeichen. Kontrolliere mit dem Geodreieck.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du

  1. Winkel unabhängig von der Länge ihrer Schenkel betrachten.
  2. die Referenzwinkel 45, 90 und 180 sicher erkennen und beschreiben.
  3. unbekannte Winkel mit Referenzwinkeln vergleichen und begründet schätzen.
  4. einen Winkel zuerst als spitz, recht, stumpf oder gestreckt einordnen.
  5. Winkel mit dem Geodreieck messen und die passende Skala auswählen.
  6. den Unterschied zwischen Schätzwert und Messwert bestimmen und aus Abweichungen lernen.
  7. Winkel in Alltagsgegenständen, Gebäuden, Straßen, Uhren und Faltungen entdecken.


Was ist ein Winkel?

Ein Winkel entsteht aus zwei Strahlen, die denselben Anfangspunkt besitzen. Dieser gemeinsame Anfangspunkt heißt Scheitelpunkt. Die beiden Strahlen heißen Schenkel.

Begriff Bedeutung
Scheitelpunkt gemeinsamer Anfangspunkt der beiden Schenkel
Schenkel die beiden Strahlen, die den Winkel bilden
Winkelgröße Maß dafür, wie weit die Schenkel gegeneinander geöffnet sind
Grad Einheit der Winkelgröße; Zeichen:

Wichtig: Die Länge der gezeichneten Schenkel verändert die Winkelgröße nicht. Auch eine Drehung der ganzen Zeichnung verändert den Winkel nicht.

Veränderung Wird der Winkel größer?
Schenkel werden länger gezeichnet Nein
ganze Zeichnung wird gedreht Nein
Öffnung zwischen den Schenkeln wird größer Ja


Die drei wichtigsten Referenzwinkel


Referenzwinkel 45

45 ist die Hälfte eines rechten Winkels.

90:2=45

oder rückwärts gedacht:

45+45=90

Faltvorstellung: Nimm eine rechteckige Papierecke. Sie hat 90. Falte eine Kante genau auf die benachbarte Kante. Die Faltlinie halbiert den rechten Winkel. So entstehen zwei gleich große Winkel mit jeweils 45.

Vorher Faltung Nachher
90 halbieren 45+45

Das Bild zeigt eine Anwendung einer 45-Faltung. Für Dich ist hier vor allem die Form des halben rechten Winkels wichtig.


Referenzwinkel 90

Ein Winkel von genau 90 heißt rechter Winkel. Er entspricht einer Vierteldrehung.

490=360

Rechte Winkel findest Du besonders häufig an rechteckigen Formen.

Suchauftrag im Bild: Zeige mit dem Finger drei Stellen, an denen Du ungefähr einen rechten Winkel erwartest. Prüfe anschließend: Sind die beiden Begrenzungen dort wirklich ungefähr senkrecht zueinander?

Alltagsanker: Türrahmen, Buchseiten, Heftkanten, Fliesen und viele Fenster liefern gute Vorstellungen für 90. Ein Foto kann durch Perspektive allerdings verzerrt sein. Deshalb ist ein sichtbarer Winkel im Foto nicht automatisch exakt 90.


Referenzwinkel 180

Ein Winkel von 180 heißt gestreckter Winkel. Seine Schenkel zeigen genau in entgegengesetzte Richtungen und bilden zusammen eine gerade Linie.

180=90+90

Du kannst Dir 180 als halbe Drehung vorstellen: Schaust Du zuerst nach vorne und drehst Dich um 180, blickst Du genau nach hinten.


Winkel als Drehung verstehen

Eine starke Winkelvorstellung entsteht, wenn Du nicht nur Linien siehst, sondern eine Drehbewegung denkst.

Drehung Winkel Bild im Kopf
keine Drehung 0 beide Richtungen liegen aufeinander
halbe Vierteldrehung 45 halb so weit wie ein rechter Winkel
Vierteldrehung 90 von vorne nach rechts
halbe Drehung 180 von vorne nach hinten

Winkel-Zahlengerade von geschlossen bis gestreckt:

0 45 90 135 180
geschlossen halber rechter Winkel rechter Winkel 90+45 gestreckter Winkel

135 musst Du nicht als neuen Grundanker auswendig lernen. Du kannst ihn aus Deinen Referenzwinkeln zusammensetzen:

135=90+45


Winkel auf einer Uhr

Auch ein Zifferblatt kann beim Vorstellen helfen. Die Richtung von 12 Uhr zur Richtung von 3 Uhr bildet am Mittelpunkt eine Vierteldrehung, also 90. Von 12 Uhr zur Richtung von 6 Uhr erhältst Du eine halbe Drehung, also 180.

Vergleich auf dem Zifferblatt Winkelvorstellung
Richtung 12 bis Richtung 3 90
Hälfte davon 45
Richtung 12 bis Richtung 6 180

Achtung: Bei einer echten laufenden Uhr bewegt sich der Stundenzeiger ständig weiter. Nutze das Zifferblatt hier deshalb als Richtungsmodell und nicht für jede beliebige Uhrzeit als fertige Winkelantwort.


Winkel im Alltag entdecken

Straßen, Wege, Dächer, Treppen, Fenster und Möbel enthalten viele Winkel. Beim Schätzen in Fotografien musst Du aber immer an die Perspektive denken: Eine räumlich rechte Ecke kann auf einem Foto schräg aussehen.

Blicktraining: Suche in beiden Fotos Winkel, die

  1. deutlich kleiner als 90 wirken,
  2. ungefähr 90 groß wirken,
  3. deutlich größer als 90, aber kleiner als 180 wirken.


Winkelarten als erste Schätzhilfe

Bevor Du eine genaue Gradzahl schätzt, ordnest Du den Winkel grob ein.

Winkelart Bedingung Leitfrage
spitzer Winkel 0<α<90 Passt er vollständig in einen rechten Winkel?
rechter Winkel α=90 Sieht er wie eine rechteckige Ecke aus?
stumpfer Winkel 90<α<180 Ist er weiter geöffnet als ein rechter Winkel, aber noch nicht gerade?
gestreckter Winkel α=180 Bilden die Schenkel eine gerade Linie?

Videoauftrag: Stoppe das Video vor jeder Erklärung einer Winkelart. Sage zuerst selbst voraus, ob der gezeigte Winkel kleiner, gleich oder größer als 90 ist.


Strategie zum Winkelschätzen

Beim Schätzen sollst Du nicht raten. Du vergleichst systematisch mit bekannten Winkeln.

Schritt Frage Beispiel
1. Grob einordnen Ist der Winkel kleiner, gleich oder größer als 90? deutlich kleiner als 90
2. Nächsten Referenzwinkel wählen Passt 45, 90 oder 180 am besten? näher an 45
3. Abweichung denken Wie viel fehlt ungefähr oder wie viel kommt dazu? etwas mehr als 45
4. Schätzwert notieren Welche Zahl passt? zum Beispiel 55
5. Erst jetzt messen Wie groß ist der Winkel wirklich? zum Beispiel 52
6. Abweichung prüfen Wie weit lag die Schätzung daneben? 5552=3

Merksatz: Erst schätzen, dann messen. Wer sofort misst, trainiert sein Winkelgefühl nicht.


Schätzen mit 45

Wenn ein Winkel kleiner als 90 ist, hilft Dir 45 als Mittelpunkt des rechten Winkels.

Eindruck Sinnvoller Denkweg
deutlich kleiner als 45 vielleicht etwa 20 bis 35
ungefähr halber rechter Winkel ungefähr 45
zwischen 45 und 90 größer als 45, aber noch spitz
fast rechter Winkel knapp unter 90


Schätzen mit 90

90 ist Dein stärkster Alltagsanker. Frage Dich:

Könnte ich hier gedanklich eine rechteckige Papierecke hineinlegen?

Ist die Öffnung kleiner, liegt der Winkel unter 90. Ist sie größer, liegt er über 90.


Schätzen mit 180

Bei großen stumpfen Winkeln ist es oft leichter, nicht den Winkel selbst, sondern den fehlenden Rest bis zur geraden Linie zu betrachten.

Beispiel:

Ein Winkel sieht so aus, als würden nur ungefähr 20 bis zur geraden Linie fehlen.

18020=160

Die Schätzung lautet also ungefähr 160.


Dynamisches Winkelmodell

Verändere den Winkel im dynamischen Modell. Stelle nacheinander möglichst genau 45, 90 und 180 ein. Drehe danach die ganze Figur, wenn das Modell dies erlaubt, und beobachte: Die Lage ändert sich, die Winkelgröße bleibt gleich.

Experiment:

  1. Stelle 90 ein und präge Dir die Öffnung ein.
  2. Halbiere die Öffnung gedanklich und kontrolliere 45.
  3. Öffne von 90 weiter bis zu einer geraden Linie und kontrolliere 180.
  4. Stelle anschließend fünf beliebige Winkel ein, schaue kurz weg und versuche ihren Wert aus der Form wiederzuerkennen.


Interaktive Schätzstation

Hier trainierst Du genau die Reihenfolge schätzen – eingeben – kontrollieren. Nutze zuerst nur Deine Referenzwinkel. Schalte Messhilfen erst zur Kontrolle ein.

M-Niveau-Ziel: Versuche nach mehreren Durchgängen, bei vielen Winkeln höchstens etwa 5 bis 10 vom tatsächlichen Wert abzuweichen. Wichtiger als ein einzelner Treffer ist, dass Du Deine Schätzung begründen kannst.


Schätzungen mit dem Geodreieck kontrollieren

Ein Geodreieck besitzt eine Winkelskala. Zum Messen brauchst Du drei Dinge gleichzeitig an der richtigen Stelle: Scheitelpunkt, Grundlinie und Skala.

Messschritt Was Du tust Kontrollfrage
1. Mittelpunkt anlegen Lege den Nullpunkt beziehungsweise Mittelpunkt des Geodreiecks genau auf den Scheitelpunkt. Liegt der Scheitel wirklich im Mittelpunkt?
2. Grundlinie ausrichten Lege die Grundlinie genau auf einen Schenkel. Beginnt dieser Schenkel an der Nullrichtung?
3. Richtige Skala wählen Nimm die Skala, die am angelegten Schenkel bei 0 beginnt. Lese ich von der richtigen Null aus?
4. Zweiten Schenkel ablesen Lies dort ab, wo der andere Schenkel die Skala trifft. Passt der Messwert zu meiner Schätzung und Winkelart?

Plausibilitätskontrolle: Wenn Du vorher einen spitzen Winkel erkannt hast und plötzlich 130 abliest, hast Du sehr wahrscheinlich die falsche Skala gewählt.

Videoauftrag: Notiere beim Ansehen die drei wichtigsten Handgriffe beim Messen. Vergleiche sie anschließend mit der Tabelle oben.


Typische Messfehler erkennen

Fehler Woran Du ihn bemerkst Verbesserung
Mittelpunkt liegt nicht auf dem Scheitel Messwert verändert sich beim Verschieben stark Mittelpunkt exakt auf den Scheitel setzen
Grundlinie liegt nicht auf einem Schenkel Nullrichtung und Schenkel passen nicht zusammen Geodreieck drehen, nicht den Winkel
falsche Skala abgelesen spitzer Winkel erhält einen stumpfen Messwert oder umgekehrt zuerst Winkelart schätzen
Schenkellänge mit Winkelgröße verwechselt längere Linie wirkt fälschlich wie größerer Winkel nur die Öffnung vergleichen
zu früh gemessen keine eigene Vorstellung entwickelt Schätzwert immer vor dem Messwert notieren


Schätzen, messen und aus der Abweichung lernen

Führe für Trainingswinkel ein kleines Protokoll.

Winkel Schätzung Messung Abweichung Was half?
A 47 45 2 halber rechter Winkel
B 87 90 3 rechteckige Ecke
C 158 162 4 Rest bis 180

Die Abweichung ist der Abstand zwischen Schätzwert und Messwert. Sie wird immer als positive Größe betrachtet.

Beispiel:

Schätzung=75

Messung=71

Abweichung=4


Partnertraining: Winkelcoach

Arbeitet zu zweit. Eine Person zeichnet mit Lineal mehrere Winkel zwischen 0 und 180, ohne die Größe dazuzuschreiben. Die andere Person schätzt jeden Winkel und nennt dabei laut ihren Referenzwinkel.

Rolle A Rolle B
zeichnet einen Winkel schätzt und begründet
fragt: „Welcher Referenzwinkel hilft Dir?“ antwortet zum Beispiel: „Er ist etwas kleiner als 90.“
misst zur Kontrolle berechnet die Abweichung
tauscht danach die Rolle zeichnet den nächsten Winkel


Mini-Labor: Winkel falten

Du brauchst ein rechteckiges Blatt Papier.

  1. Nutze eine Ecke des Blattes als Referenz für 90.
  2. Falte die beiden Kanten dieser Ecke genau aufeinander. Die Faltlinie teilt 90 in zwei Winkel von 45.
  3. Klappe das Blatt wieder auf. Lege zwei rechte Winkel nebeneinander. Zusammen ergeben sie 180.
  4. Zeichne anschließend drei unbekannte Winkel und vergleiche sie zuerst mit Deinen gefalteten Referenzen, bevor Du misst.

So entstehen die Beziehungen

45+45=90

und

90+90=180.


Zweite dynamische Messstation

Mit diesem Modell kannst Du das Anlegen und Drehen einer Messhilfe üben. Schätze auch hier vor dem Ablesen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welcher Winkel ist die Hälfte eines rechten Winkels? (45) (!30) (!90) (!180)




Wie groß ist ein rechter Winkel? (90) (!45) (!100) (!180)




Wie groß ist ein gestreckter Winkel? (180) (!45) (!90) (!360)




Welche Beziehung zwischen Referenzwinkeln stimmt? (45+45=90) (!45+45=180) (!90+90=90) (!90+45=180)




Was solltest Du bei einer Winkelaufgabe zuerst tun? (Den Winkel mit Referenzwinkeln vergleichen und schätzen) (!Sofort die Skala ablesen) (!Die Schenkel verlängern bis sie gleich lang sind) (!Nur die längere Linie betrachten)




Ein Winkel ist deutlich kleiner als ein rechter Winkel und ungefähr halb so groß. Welche Schätzung passt am besten? (45) (!90) (!160) (!180)




Ein Winkel wirkt spitz. Du liest am Geodreieck 130 ab. Was ist besonders wahrscheinlich? (Du hast die falsche Skala benutzt) (!Jeder spitze Winkel ist größer als 90) (!Die Schenkellänge hat den Winkel vergrößert) (!Ein Geodreieck kann keine spitzen Winkel messen)




Was verändert die Größe eines gezeichneten Winkels? (Die Öffnung zwischen den Schenkeln) (!Die Länge der Schenkel) (!Die Farbe der Linien) (!Die Drehung des Blattes)




Welcher Denkweg hilft bei einem Winkel nahe 180 besonders? (Den fehlenden Rest bis zur geraden Linie schätzen) (!Nur die Länge des oberen Schenkels vergleichen) (!Immer 90 als Ergebnis wählen) (!Den Scheitelpunkt verschieben)




Was ist eine sinnvolle Kontrolle für einen gemessenen Winkel? (Prüfen ob Messwert und vorher erkannte Winkelart zusammenpassen) (!Nur prüfen ob beide Schenkel gleich lang sind) (!Den Winkel nach dem Messen neu zeichnen) (!Das Gradzeichen weglassen)





Memory

45 halber rechter Winkel
90 Vierteldrehung
180 gestreckter Winkel
Scheitelpunkt gemeinsamer Anfangspunkt
Geodreieck Messwerkzeug für Winkelgrößen
Referenzwinkel bekannte Vergleichsgröße





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung
Halber rechter Winkel 45
Rechter Winkel 90
Gestreckter Winkel 180
Erster Arbeitsschritt Schätzen
Kontrollschritt Messen




...


Kreuzworträtsel

GEODREIECK Womit kontrollierst Du in der Schule häufig die Größe eines Winkels?
SCHEITELPUNKT Wie heißt der gemeinsame Anfangspunkt der beiden Schenkel?
SCHENKEL Wie heißen die beiden Strahlen eines Winkels?
REFERENZWINKEL Wie heißt ein bekannter Winkel, den Du als Vergleich nutzt?
GESTRECKT Wie nennt man einen Winkel von 180 Grad?
ABWEICHUNG Wie heißt der Abstand zwischen Schätzwert und Messwert?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein Winkel von genau

heißt rechter Winkel.
Die Hälfte eines rechten Winkels beträgt

.
Ein gestreckter Winkel besitzt eine Größe von

.
Der gemeinsame Anfangspunkt der beiden Schenkel heißt

.
Beim Winkelschätzen vergleichst Du einen unbekannten Winkel mit einem bekannten

.
Vor dem Messen solltest Du den Winkel zuerst

.
Beim Messen legst Du den Mittelpunkt des Geodreiecks auf den

.
Eine passende Skala beginnt am angelegten Schenkel bei

.
Die Länge der Schenkel verändert die

nicht.
Nach dem Messen vergleichst Du Messwert und Schätzwert über ihre

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Winkel-Safari: Fotografiere oder zeichne fünf Winkel aus Deinem Alltag. Markiere jeweils, ob sie eher bei 45, 90 oder 180 liegen.
  2. Referenzwinkel-Karte: Gestalte eine Lernkarte mit je einem Bild, einer Bewegung und einer Rechnung zu 45, 90 und 180.
  3. Faltwinkel: Falte aus einer rechteckigen Papierecke einen 45-Winkel. Dokumentiere die Faltung mit drei Zeichnungen oder Fotos und erkläre 90:2=45.
  4. Winkel-Pantomime: Stelle mit Deinen Armen nacheinander ungefähr 45, 90 und 180 dar. Eine Partnerperson schätzt und kontrolliert Deine Darstellung.


Standard

  1. Schätzprotokoll: Zeichne zehn verschiedene Winkel, schätze jeden zuerst und miss danach. Berechne jeweils die Abweichung und beschreibe, bei welchen Winkelgrößen Du besonders sicher bist.
  2. Fotoanalyse Winkel: Wähle ein eigenes Foto eines Raumes oder Gebäudes. Markiere mindestens sechs sichtbare Winkel und erkläre, welche davon wegen der Perspektive nur scheinbar rechte Winkel sein könnten.
  3. Winkel-Interview: Frage eine Person aus Handwerk, Technik, Kunst oder Architektur, wo sie Winkel einschätzt oder misst. Fasse drei Anwendungen zusammen und ordne passende Referenzwinkel zu.
  4. Winkel-Erklärvideo: Produziere ein kurzes Lernvideo mit dem Titel „Erst schätzen, dann messen“. Zeige darin einen spitzen und einen stumpfen Winkel und erkläre Deinen Schätzweg.


Schwer

  1. Schätzstrategie vergleichen: Entwickle zwei verschiedene Strategien für einen Winkel von ungefähr 160. Vergleiche den direkten Blick mit der Idee „Rest bis 180“.
  2. Winkelfehler-Detektiv: Erfinde vier typische falsche Messungen, zum Beispiel durch falsche Skala oder falsch angelegten Mittelpunkt. Erstelle dazu eine Fehlerkarte mit Diagnose und Verbesserung.
  3. Klassen-Winkelstudie: Lass mehrere Personen dieselben fünf Winkel schätzen. Vergleiche Schätzwerte und Messwerte in einer Tabelle und untersuche, welcher Referenzwinkel die genauesten Schätzungen ermöglicht hat.
  4. Dynamisches Winkeltraining: Erstelle mit einer dynamischen Geometrie-Software eine Figur mit veränderbarem Winkel. Markiere 45, 90 und 180 als Vergleichswerte und entwickle drei eigene Schätzaufgaben.




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Lernkontrolle

  1. Schätzung begründen: Ein unbekannter Winkel wirkt etwas kleiner als ein rechter Winkel. Formuliere einen sinnvollen Schätzwert und begründe ihn mit 90 als Referenz. Beschreibe anschließend, wie Du Deine Schätzung kontrollierst.
  2. Messfehler analysieren: Eine Person sagt: „Der Winkel ist spitz, aber ich habe 125 gemessen.“ Nenne mindestens zwei mögliche Ursachen und erkläre, wie Du herausfindest, welche Ursache vorliegt.
  3. Referenzwinkel übertragen: Erkläre ohne Geodreieck, wie Du aus einer rechteckigen Papierecke Vorstellungen für 45, 90 und 180 erzeugen kannst.
  4. Winkel im Foto beurteilen: Begründe, warum eine Gebäudeecke auf einem Foto nicht exakt wie 90 aussehen muss, obwohl sie in Wirklichkeit rechtwinklig gebaut wurde. Erkläre, welche Grenzen das Winkelschätzen in Fotografien deshalb hat.
  5. Schätzstrategie auswählen: Für einen großen stumpfen Winkel fehlen sichtbar nur wenige Grad bis zu einer geraden Linie. Erkläre, warum 180 hier als Referenz oft hilfreicher ist als 90.
  6. Lernfortschritt auswerten: Deine ersten fünf Schätzungen weichen im Mittel deutlich stärker von den Messwerten ab als Deine letzten fünf. Erkläre, was Du daraus über die Wirkung von Referenzwinkeln lernen kannst und wie Du weitertrainieren würdest.




Lernnachweis

Für einen guten Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Winkelwerte nennst, sondern Deinen Denkweg sichtbar machst.

  1. Du erkennst und beschreibst 45, 90 und 180 als Referenzwinkel.
  2. Du nutzt Beziehungen wie 45+45=90 und 90+90=180.
  3. Du ordnest unbekannte Winkel zunächst grob als spitz, recht, stumpf oder gestreckt ein.
  4. Du gibst vor jeder Messung einen begründeten Schätzwert an.
  5. Du legst das Geodreieck korrekt mit Mittelpunkt und Grundlinie an.
  6. Du wählst die richtige Winkelskala und prüfst den Messwert auf Plausibilität.
  7. Du vergleichst Schätzung und Messung und bestimmst die Abweichung.
  8. Du kannst erklären, dass Schenkellänge und Lage der Zeichnung die Winkelgröße nicht verändern.
  9. Du findest Winkel in Alltagssituationen und berücksichtigst bei Fotografien mögliche Perspektivverzerrungen.
  10. Du reflektierst, welcher Referenzwinkel Dir bei einer Schätzung geholfen hat.




OERs zum Thema


Freie Medien und weiterführende Übungsideen

Die in diesem aiMOOC verwendeten Abbildungen stammen aus Wikimedia Commons. Die jeweilige Dateiseite nennt Urheber, Quelle und freie Lizenz beziehungsweise Gemeinfreiheit. Für eigene Lernprodukte kannst Du ebenfalls nach frei lizenzierten Bildern suchen und die Lizenzangaben beachten.

Medium Lernzweck
Vorstellung von 45
Vorstellung von 90
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Vorstellung von 180
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Skalen und Winkelmessung
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Vierteldrehung am Zifferblatt


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