Zum Inhalt springen

M5 E - Eigene mathematische Modelle entwickeln

Aus MOOCsWiki Staging
aiMOOC-Siegel

M5 E - Eigene mathematische Modelle entwickeln



Einleitung

Mathematik hilft Dir, reale Fragen so zu vereinfachen, dass Du sie mit Zahlen, Größen, Tabellen, Skizzen, Diagrammen und Rechenoperationen untersuchen kannst. Ein mathematisches Modell ist dabei nicht die Wirklichkeit selbst, sondern eine passende mathematische Beschreibung eines Ausschnitts der Wirklichkeit. Gute Modelle enthalten nur die Informationen, die für die Frage wichtig sind, machen Annahmen sichtbar und werden am Ende an der Ausgangssituation überprüft.

Dein Kompetenzziel auf E-Niveau: Du entscheidest selbstständig,

  1. welche Größen für eine reale Fragestellung wichtig sind,
  2. welche Angaben fehlen oder unwichtig sind,
  3. welche mathematischen Operationen und Darstellungen passen,
  4. welche Annahmen Du treffen musst,
  5. wie Du Dein Ergebnis im Alltag deutest und überprüfst.

Ein typischer Modellierungsweg sieht so aus:

Reale Situation Frage klären Annahmen treffen mathematisches Modell rechnen / darstellen Ergebnis deuten an der Realität prüfen

Das Video zeigt altersgerecht, wie Du bei Sachaufgaben Informationen auswählst, einen Lösungsweg planst und Ergebnisse als Schätz- oder Richtwerte beurteilst.


Lernziele

Ich kann … Woran man es erkennt
eine reale Frage mathematisch fassen Ich formuliere eine klare Frage, zum Beispiel: „Wie viele Flaschen brauchen wir?“
relevante Größen auswählen Ich unterscheide benötigte Angaben von Ablenkungen.
Annahmen formulieren Ich schreibe zum Beispiel: „Ich nehme 250ml Getränk pro Person an.“
passende Operationen wählen Ich begründe, warum ich addiere, subtrahiere, multipliziere oder dividiere.
ein Modell darstellen Ich nutze Rechnung, Tabelle, Skizze, Zahlengerade, Diagramm oder Geometriemodell.
sinnvoll runden Ich runde so, wie es zur Situation passt, etwa auf ganze Flaschen oder Packungen.
ein Ergebnis prüfen Ich kontrolliere Einheit, Größenordnung, Annahmen und Bezug zur Ausgangsfrage.


Vom Alltag zum mathematischen Modell


Der Modellierungskreislauf

Ein Modell entsteht in mehreren Schritten. Auf E-Niveau sollst Du nicht nur rechnen, sondern Entscheidungen begründen.

Schritt Leitfrage Typische Darstellung
1. Verstehen Was ist passiert? Was wird gefragt? Text markieren, Skizze, Foto
2. Vereinfachen Welche Informationen sind wichtig? Was darf ich weglassen? Tabelle „wichtig / unwichtig“
3. Annahmen Welche Angaben fehlen? Was nehme ich sinnvoll an? Satz mit „Ich nehme an, dass …“
4. Mathematisieren Welche Größen und Operationen passen? +, , , :, Bruch, Umfang, Fläche, Maßstab
5. Rechnen und darstellen Wie löse ich mein Modell übersichtlich? Rechnung, Wertetabelle, Diagramm, dynamisches Modell
6. Interpretieren Was bedeutet das Ergebnis in der Wirklichkeit? Antwortsatz mit Einheit
7. Prüfen Ist das Ergebnis möglich, sinnvoll und passend zur Frage? Überschlag, Gegenrechnung, Vergleich, neue Annahme

Merksatz: Ein gutes Modell ist so einfach wie möglich und so genau wie nötig.


Relevante Größen erkennen

Eine Größe besteht aus einer Zahl und einer Einheit. Für Modellierungsaufgaben sind in Klasse 5 besonders wichtig:

Größenart Beispiele Typische Frage
Länge 3m, 450cm, 2km Wie weit? Wie lang?
Zeit 25min, 2h Wie lange? Wann?
Geld 4,50, 25 Was kostet es? Reicht das Budget?
Masse 750g, 2kg Wie schwer? Wie viele Packungen?
Volumen 250ml, 1l Wie viel passt hinein?
Flächeninhalt 24m2 Wie viel Boden, Papier oder Farbe wird benötigt?
Umfang 20m Wie viel Zaun, Rand oder Band wird benötigt?
Anzahl 28 Kinder, 6 Tische Wie viele Stücke oder Gruppen?

E-Niveau-Frage: Eine Zahl ist nicht automatisch wichtig, nur weil sie im Text vorkommt. Du entscheidest nach der Ausgangsfrage.

Reale Frage Nützlich Vielleicht unnötig
Wie viele Liter Saft braucht eine Klasse? Personenzahl, angenommene Trinkmenge pro Person, Flaschengröße Farbe der Flaschen
Wie viel Zaun braucht ein rechteckiger Schulgarten? Länge und Breite Fläche eines einzelnen Pflastersteins
Reicht das Geld für einen Einkauf? Preise, Stückzahlen, Budget Reihenfolge der Produkte im Regal


Größen passend umrechnen

Vor einer Rechnung müssen Einheiten zusammenpassen.

Umrechnung Beispiel
1km=1000m 2,4km=2400m
1m=100cm 3,5m=350cm
1kg=1000g 1,5kg=1500g
1l=1000ml 2,25l=2250ml
1h=60min 1h20min=80min

Kontrollfrage: Kannst Du die Größen überhaupt sinnvoll miteinander verrechnen? 3m+4kg ist kein sinnvolles Modell für eine Gesamtlänge oder Gesamtmasse.


Passende mathematische Operationen auswählen

Entscheidend ist die Bedeutung der Situation, nicht ein einzelnes „Signalwort“.

Situation Modell Beispiel
Mengen werden zusammengelegt Addition 18+7=25
Etwas wird weggenommen oder ein Unterschied gesucht Subtraktion 5037=13
Gleich große Mengen wiederholen sich Multiplikation 86=48
Eine Gesamtmenge wird gleichmäßig verteilt Division 48:6=8
Ein Anteil eines Ganzen wird betrachtet Bruch 3420=15
Ein Rand wird benötigt Umfang U=2(a+b)
Eine rechteckige Fläche wird benötigt Flächeninhalt A=ab
Eine Zeichnung bildet die Wirklichkeit verkleinert ab Maßstab 1:100 bedeutet 1cm100cm


Annahmen formulieren

Nicht jede Alltagssituation liefert alle Zahlen. Dann brauchst Du Annahmen. Eine Annahme ist keine heimliche Erfindung, sondern eine begründete Vereinfachung.

Beispiel: „Wie viele Liter Getränk brauchen wir für ein Klassenfest?“ Es fehlt die Trinkmenge pro Person.

Eine mögliche Annahme ist: 250ml pro Person.

Eine vorsichtigere Annahme ist: 300ml pro Person.

Dadurch entstehen zwei Modelle:

30250ml=7500ml=7,5l

30300ml=9000ml=9l

E-Niveau: Vergleiche die Modelle. Das Ergebnis hängt von der Annahme ab. Deshalb gehört die Annahme zur Lösung.

Gute Annahme Schwache Annahme
ist sichtbar notiert bleibt verborgen
passt zur Situation ist offensichtlich unpassend
kann begründet werden wird ohne Grund gewählt
darf später verändert werden wird wie eine sichere Tatsache behandelt


Visuelle und interaktive Modellierungswerkzeuge


Dynamische Zahlengerade

Die Zahlengerade hilft beim Schätzen, Vergleichen, Addieren, Subtrahieren und beim Prüfen von Größenordnungen.

Auftrag: Lege zuerst eine passende Schrittweite fest. Eine Zahlengerade von 0 bis 1000000 mit Einer-Schritten wäre unpraktisch; eine Schrittweite von 100000 kann sinnvoll sein.


Animierter Rechenweg auf dem Zahlenstrahl

Bei einer Addition kann eine Bewegung nach rechts sichtbar gemacht werden.

Beispiel: 35+18=35+10+8=45+8=53

Als Weg: 35+1045+853


Interaktives Stellenwertmodell

Große Zahlen, Überschläge und Einheitenumrechnungen werden leichter, wenn Du Stellenwerte sichtbar machst.

HT ZT T H Z E
2 4 7 5 3 8

247538=200000+40000+7000+500+30+8


Bewegliche Bruchdarstellungen

Brüche können Anteile, Verteilungen oder Teile einer Menge beschreiben.

Beispiel Rezeptmodell: 34l=750ml

Für die doppelte Menge: 234l=64l=112l

Mit den Schiebereglern kannst Du Brüche als Strecke, Rechteck oder Kreis verändern.


Dynamische Geometrie: Umfang oder Fläche?

Viele Fehlermodelle entstehen, weil Umfang und Flächeninhalt verwechselt werden.

Für ein Rechteck mit a=8m und b=5m gilt:

U=2(8+5)m=26m

A=8m5m=40m2

Modellfrage:

  1. Zaun um den Garten Umfang.
  2. Rollrasen für den Garten Flächeninhalt.


Faltbare und rotierbare 3D-Körper

Verpackungen sind reale Modelle für Quader und Würfel. Netze zeigen, welche Flächen später den Körper bilden.

Modellierungsfrage: Eine Schachtel ist innen 20cm lang, 10cm breit und 5cm hoch. Ihr Rauminhalt ist

V=20105cm3=1000cm3.

Das heißt noch nicht automatisch, dass jedes Objekt mit insgesamt 1000cm3 hineinpasst. Auch Form und Seitenlängen müssen passen. Genau hier zeigt sich die Grenze eines zu einfachen Modells.


Diagramme dynamisch verändern

Diagramme helfen, Daten aus der Wirklichkeit zu verdichten.

E-Niveau-Auftrag: Verändere im interaktiven Säulendiagramm Werte. Beobachte, welche Aussage gleich bleibt und welche sich ändert. Prüfe, ob ein Diagramm die Ausgangsfrage besser beantwortet als eine lange Zahlenliste.


Maßstab als Modell

Eine Karte oder ein Plan ist bereits ein Modell der Wirklichkeit.

Bei 1:100 gilt: 1cm im Plan =100cm=1m in Wirklichkeit.

Bei 1:50000 gilt: 1cm im Plan =50000cm=500m in Wirklichkeit.


Modellieren an Alltagssituationen


Beispiel 1: Getränke für das Klassenfest

Ausgangsproblem: Eine Klasse mit 28 Schülerinnen und Schülern und 2 Lehrkräften plant ein Fest. Getränke gibt es in 1l-Flaschen. Wie viele Flaschen sollen gekauft werden?

Entscheidung Modellierung
Personen 28+2=30
Annahme Jede Person trinkt ungefähr 250ml.
Gesamtmenge 30250ml=7500ml
Umrechnung 7500ml=7,5l
Verpackung 7,5:1=7,5 Flaschen
Reale Entscheidung Man kann keine halbe geschlossene Flasche kaufen, also mindestens 8 Flaschen.

Prüfung: 81l=8l

Reserve: 8l7,5l=0,5l

Modell verbessern: Bei warmem Wetter könnten 300ml pro Person realistischer sein: 30300ml=9l. Dann wären 9 Flaschen sinnvoll.

Erkenntnis: Die Rechnung kann korrekt sein und das Modell trotzdem verbessert werden müssen.


Beispiel 2: Einkauf mit Budget

Eine Gruppe hat 35. Sie möchte 4 Packungen Brötchen zu je 2,49, 3 Packungen Obst zu je 3,20 und Servietten für 2,30 kaufen.

Modell: K=42,49+33,20+2,30

Schritt für Schritt: 42,49=9,96

33,20=9,60

K=9,96+9,60+2,30=21,86

Restbudget: 35,0021,86=13,14

Plausibilitätscheck durch Überschlag: 42,50+33,20+2,3021,90

21,86 passt zur Größenordnung.


Beispiel 3: Schulweg und Zeitmodell

Du gehst morgens 650m zur Bushaltestelle. Du nimmst an, dass Du für 100m etwa 1,5min brauchst.

Ein mögliches Modell ist:

650:100=6,5

6,51,5min=9,75min

Du solltest also ungefähr 10min Gehzeit einplanen.

Aber: Ampeln, Wetter, Rucksack oder Gespräche können die reale Zeit verändern.

Zwei Annahmen: tschnell9min

tvorsichtig12min

E-Niveau-Entscheidung: Für das rechtzeitige Erreichen des Busses ist das vorsichtige Modell oft sinnvoller.


Beispiel 4: Zaun oder Rasen?

Ein Schulgarten ist näherungsweise rechteckig, 12m lang und 7m breit.

Frage A: Wie viel Zaun wird benötigt? U=2(12+7)m=38m

Wenn ein 2m breites Tor frei bleiben soll: 38m2m=36m

Frage B: Wie viel Rasen wird benötigt? A=127m2=84m2

Bei einer Reserve von 120: 12084m2=4,2m2

84+4,2=88,2m2

Prüfung: Zaun wird in Metern, Rasen in Quadratmetern angegeben. Schon die Einheit hilft, das Modell zu kontrollieren.


Beispiel 5: Rezept hochrechnen

Ein Rezept reicht für 4 Personen und benötigt 600ml Suppe. Für 10 Personen wird angenommen, dass jede Person gleich viel bekommt.

Pro Person: 600:4=150ml

Für 10 Personen: 10150ml=1500ml=1,5l

Alternative Darstellung mit Faktor: 104=2,5

600ml2,5=1500ml

Prüfung: Mehr Personen müssen bei gleicher Portion zu mehr Gesamtmenge führen. Das Ergebnis erfüllt diese Erwartung.


Beispiel 6: Datenmodell mit Tabelle und Diagramm

Eine Klasse fragt 24 Kinder nach dem Schulweg.

Verkehrsmittel Anzahl
zu Fuß 8
Fahrrad 6
Bus 7
Auto 3
Summe 8+6+7+3=24

Prüfung: Die Summe der Häufigkeiten muss zur Zahl der befragten Kinder passen.

Anteil „zu Fuß“: 824=13

Anteil „Auto“: 324=18

Für Kategorien wie Verkehrsmittel eignet sich ein Säulendiagramm besonders gut. Ein Liniendiagramm ist dagegen sinnvoller, wenn eine Größe in einer geordneten Folge oder über die Zeit betrachtet wird.

Eine Tabelle zeigt genaue Werte. Ein Diagramm macht Muster und Unterschiede schnell sichtbar. Das passende Modell hängt also auch davon ab, was Du wissen möchtest.


Beispiel 7: Verpacken und 3D-Modell

Eine Kiste hat die Innenmaße 30cm×20cm×10cm. Kleine Schachteln sind 10cm×10cm×5cm groß.

Entlang der Länge: 30:10=3

Entlang der Breite: 20:10=2

Entlang der Höhe: 10:5=2

Modell für die Anzahl: 322=12

Prüfung über Volumen: Fehler beim Parsen (Syntaxfehler): {\displaystyle V_{\mathrm{groß}}=30\cdot20\cdot10=6000\,\mathrm{cm}^3}

Vklein=10105=500cm3

6000:500=12

Beide Modelle liefern 12. Das ist ein starker Kontrollhinweis, weil auch die Seitenlängen ohne Rest aufgehen.


Ergebnisse prüfen und Modelle verbessern


Fünf Prüfungen

Prüfung Frage Beispiel
Einheitencheck Ist die Einheit passend? Zaun in m, Fläche in m2
Größenordnungscheck Ist das Ergebnis ungefähr erwartbar? 30 Personen brauchen eher mehrere Liter als 0,2l.
Überschlag Liegt die genaue Rechnung nahe bei einer einfachen Näherung? 42,4942,50=10
Rückbezug Beantwortet das Ergebnis wirklich die Ausgangsfrage? Gefragt sind Flaschen, also nicht bei 7,5l aufhören.
Annahmencheck Wie verändert eine andere plausible Annahme das Ergebnis? 250ml oder 300ml pro Person.


Sensitivität: Wie stark wirkt eine Annahme?

Nenne die Trinkmenge pro Person m und die Personenzahl n. Dann ist die benötigte Gesamtmenge

G=nm.

Bei n=30:

Annahme m Rechnung Gesamtmenge Ganze 1-l-Flaschen
200ml 30200 6l 6
250ml 30250 7,5l 8
300ml 30300 9l 9

E-Niveau: Ein Modell ist besonders überzeugend, wenn Du erklären kannst, wie stark sich das Ergebnis bei veränderten Annahmen verändert.


Modellierungsfehler erkennen

Fehler Beispiel Verbesserung
wichtige Größe fehlt Flaschengröße wird nicht beachtet Verpackungseinheit ergänzen
falsche Operation 30+250 statt 30250 Bedeutung der Zahlen klären
Einheiten gemischt 2l+300ml=302 zuerst gleiche Einheit herstellen
unpassend gerundet 7,5 Flaschen auf 7 abrunden im Kontext auf ganze Flaschen aufrunden
Ergebnis nicht gedeutet nur „8“ hinschreiben „Es werden mindestens 8 Flaschen benötigt.“
Annahme als Fakt ausgegeben „Jede Person trinkt genau 250 ml.“ „Ich nehme ungefähr 250 ml pro Person an.“


Dein Modellierungs-Check


Modell-Tagebuch

Für eigene Aufgaben kannst Du diese Vorlage benutzen:

Feld Dein Eintrag
Reale Situation
Ausgangsfrage
Wichtige Größen mit Einheiten
Unwichtige Informationen
Fehlende Informationen
Meine Annahmen
Gewählte Operationen / Formeln
Rechnung / Tabelle / Diagramm / Skizze
Ergebnis mit Einheit
Plausibilitätsprüfung
Was würde ich am Modell verbessern?


Schnelltest vor der Abgabe

  1. Habe ich die Frage wirklich beantwortet?
  2. Sind alle benötigten Größen und Einheiten genannt?
  3. Habe ich meine Annahmen sichtbar gemacht?
  4. Kann ich meine Operationen begründen?
  5. Habe ich sinnvoll gerundet?
  6. Habe ich das Ergebnis mit einem Überschlag, einer Gegenrechnung oder einer zweiten Darstellung geprüft?
  7. Passt mein Ergebnis zur Wirklichkeit?


Rechtssichere Medien und Quellenhinweise

Die eingebundenen Bilder stammen aus Wikimedia Commons. Für eine Weiterverwendung gelten die Lizenzangaben auf den jeweiligen Dateiseiten. Besonders einfach wiederverwendbar sind die hier eingesetzten CC0- und gemeinfreien Medien.

Medium Lizenz laut Wikimedia Commons Quelle
Shopping Cart Supermarket.jpg CC0 Commons-Dateiseite
Measuring tape (51029469626).jpg CC0 Commons-Dateiseite
Ruler.svg CC0 Commons-Dateiseite
Number-line.svg CC0 Commons-Dateiseite
MeasuringCups.jpg gemeinfrei Commons-Dateiseite
QuaderNetz.svg gemeinfrei Commons-Dateiseite
Pie-chart.svg CC0 Commons-Dateiseite
Line graph1.svg CC0 Commons-Dateiseite
Charts SVG Example 1 - Simple Bar Chart.svg CC BY-SA 3.0 Commons-Dateiseite

Die interaktiven Mathematikwerkzeuge werden von GeoGebra eingebettet und nicht in den aiMOOC kopiert. Die YouTube-Videos werden über die YouTube-Einbettung angezeigt.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was gehört beim Entwickeln eines mathematischen Modells zuerst geklärt? (Die reale Frage und welche Informationen wichtig sind) (!Nur das Endergebnis) (!Die schönste Rechenart) (!Die Anzahl der Nachkommastellen)




Welche Rechnung passt zu 30 Personen mit je 250 ml Getränk? (30 mal 250 ml) (!30 plus 250 ml) (!250 ml minus 30) (!250 ml geteilt durch 30 ohne Bezug zur Portion)




Welche Größe brauchst Du, wenn ein rechteckiger Garten vollständig eingezäunt werden soll? (Den Umfang) (!Den Flächeninhalt) (!Das Volumen) (!Die Masse)




Warum werden Annahmen in einem Modell ausdrücklich notiert? (Damit erkennbar ist, welche Vereinfachungen das Ergebnis beeinflussen) (!Damit die Rechnung länger wird) (!Damit Einheiten weggelassen werden können) (!Damit jede Aufgabe nur eine Lösung haben darf)




Warum müssen bei einer Rechnung mit Größen die Einheiten beachtet werden? (Damit nur sinnvoll vergleichbare oder umgerechnete Größen miteinander verrechnet werden) (!Damit jede Zahl größer wird) (!Damit man nicht mehr rechnen muss) (!Damit alle Größen in Kilogramm angegeben werden)




Ein Modell ergibt 7,5 benötigte 1-l-Flaschen. Was ist für den Einkauf meist sinnvoll? (Auf 8 ganze Flaschen aufrunden) (!Auf 7 Flaschen abrunden) (!7,5 geschlossene Flaschen kaufen) (!Die Einheit Liter vollständig ignorieren)




Wozu dient ein Überschlag bei einer Modellierungsaufgabe? (Zur Prüfung der Größenordnung eines Ergebnisses) (!Zur Ersetzung jeder genauen Rechnung) (!Zum Entfernen aller Einheiten) (!Zum Beweisen, dass jede Annahme stimmt)




Welche Darstellung eignet sich besonders, um Häufigkeiten verschiedener Kategorien schnell zu vergleichen? (Ein Säulen- oder Balkendiagramm) (!Ein ungeordneter Fließtext) (!Eine zufällige Zahlenfolge) (!Eine leere Zahlengerade)




Was zeigt ein gutes E-Niveau-Modell zusätzlich zur Rechnung? (Eine begründete Auswahl von Größen und eine Prüfung des Ergebnisses) (!Nur möglichst viele Zahlen) (!Nur eine Formel ohne Erklärung) (!Eine Antwort ohne Einheit)




Wann sollte ein mathematisches Modell verbessert werden? (Wenn Prüfung oder Realität zeigen, dass Annahmen oder Vereinfachungen unpassend sind) (!Sobald eine Multiplikation vorkommt) (!Wenn das Ergebnis eine ganze Zahl ist) (!Wenn eine Tabelle benutzt wurde)





Memory

Ausgangsfrage bestimmt, was das Modell beantworten soll
Relevante Größe wird für die Lösung wirklich benötigt
Annahme begründete Vereinfachung bei fehlenden Angaben
Überschlag prüft die Größenordnung
Umfang beschreibt die Länge des Randes
Flächeninhalt beschreibt die Größe einer Fläche
Einheit macht eine Größenangabe eindeutig
Validierung Vergleich des Modellergebnisses mit der Ausgangssituation





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Ausgangssituation verstehen Frage klären
Wichtige Größen auswählen Vereinfachen
Fehlende Angaben begründet ergänzen Annahmen formulieren
Rechenarten oder Formeln festlegen Mathematisieren
Rechnung Tabelle oder Diagramm erstellen Im Modell arbeiten
Bedeutung des Ergebnisses erklären Interpretieren
Ergebnis mit der Wirklichkeit vergleichen Validieren





Kreuzworträtsel

Modell Wie heißt eine vereinfachte mathematische Beschreibung einer realen Situation?
Annahme Wie heißt eine begründete Festlegung für eine fehlende Information?
Addition Welche Rechenart verbindet mehrere Mengen zu einer Gesamtmenge?
Division Welche Rechenart eignet sich zum gleichmäßigen Verteilen?
Umfang Welche Größe beschreibt die Länge des Randes einer Figur?
Kontrolle Wie nennt man die abschließende Prüfung eines Ergebnisses mit einem allgemeinen Wort?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein mathematisches Modell beschreibt einen Ausschnitt der

mit mathematischen Mitteln. Am Anfang muss die

klar sein. Nur für die Frage wichtige Informationen heißen

Informationen. Wenn Angaben fehlen, darfst Du begründete

formulieren. Vor dem Rechnen müssen Größen in passende

umgerechnet werden. Wiederholt sich dieselbe Menge mehrfach, kann eine

passen. Beim gleichmäßigen Verteilen ist oft die

geeignet. Für einen Zaun um eine rechteckige Fläche brauchst Du den

. Für Rollrasen im Rechteck brauchst Du den

. Ein grober Vergleichswert durch einfaches Rechnen heißt

. Nach der Rechnung musst Du das Ergebnis in die reale Situation

. Abschließend vergleichst Du das Ergebnis mit dem Ausgangsproblem und

Dein Modell.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Einkaufsmodell erstellen: Wähle fünf Produkte eines erfundenen Pausenverkaufs, lege realistische Preise fest und berechne die Kosten für verschiedene Stückzahlen. Notiere eine Annahme und führe einen Überschlag durch.
  2. Schulweg messen: Schätze die Länge eines bekannten Weges, miss oder recherchiere sie anschließend und vergleiche Schätzung und Messwert. Erkläre, welche Größe Dein Modell verbessern würde.
  3. Getränkemodell: Plane den Getränkebedarf für eine kleine Gruppe. Rechne mit zwei verschiedenen Annahmen zur Trinkmenge und vergleiche die Ergebnisse.
  4. Klassendiagramm: Erhebe eine kleine, anonyme Klassenumfrage, stelle die Daten als Tabelle und Säulendiagramm dar und erkläre, welche Darstellung welche Frage besser beantwortet.


Standard

  1. Zwei Modelle vergleichen: Entwickle für dieselbe Alltagssituation zwei unterschiedliche sinnvolle Annahmen. Berechne beide Modelle und entscheide, welches Du für die Planung verwenden würdest.
  2. Raum oder Garten modellieren: Miss einen rechteckigen Bereich. Berechne Umfang und Fläche und formuliere je eine reale Frage, bei der jeweils nur eine der beiden Größen benötigt wird.
  3. Plan zeichnen: Zeichne einen kleinen Raum oder Schulhofausschnitt maßstäblich. Gib den Maßstab an und überprüfe mindestens zwei Strecken durch Rückrechnung.
  4. Verpackung untersuchen: Untersuche eine quaderförmige Verpackung. Erstelle ein Netz, bestimme sinnvolle Maße und erkläre, welche Informationen ein reines Volumenmodell nicht erfasst.


Schwer

  1. Fermi-Modell: Schätze mit begründeten Annahmen, wie viele Blatt Papier Deine Klasse in einer Schulwoche benötigt. Dokumentiere Annahmen, Rechnung, Unsicherheiten und eine Möglichkeit zur Überprüfung.
  2. Annahmen testen: Wähle ein eigenes Modell mit mindestens zwei Annahmen. Verändere jede Annahme einzeln und untersuche, welche Änderung das Ergebnis am stärksten beeinflusst.
  3. Fehlermodell finden: Erfinde eine scheinbar plausible, aber mathematisch oder sachlich fehlerhafte Modellierung. Tausche sie mit einer anderen Person und lasse den Fehler begründet finden und verbessern.
  4. Mini-Forschungsprojekt: Formuliere eine eigene reale Frage aus Schule, Freizeit oder Umwelt, erhebe oder schätze benötigte Daten, entwickle ein Modell, visualisiere es und prüfe Dein Ergebnis mit einer zweiten Methode oder realen Messung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Getränkeplanung mit fehlenden Daten: Für ein Sportfest werden Getränke geplant. Bekannt sind nur die Zahl der Teilnehmenden und die Flaschengröße. Formuliere mindestens zwei notwendige Annahmen, entwickle ein Modell und erkläre, wie Du das Ergebnis überprüfen würdest.
  2. Umfang oder Fläche: Ein Schulhof soll teilweise neu gestaltet werden. Entscheide für drei Maßnahmen wie Zaun, Bodenbelag und Randmarkierung jeweils, ob Umfang, Fläche oder eine andere Größe benötigt wird. Begründe jede Entscheidung.
  3. Unmögliches Ergebnis: Eine Rechnung behauptet, dass 25 Personen zusammen nur 0,4l Wasser benötigen. Entwickle zwei Prüfungen, mit denen Du zeigen kannst, warum das Modell wahrscheinlich ungeeignet ist.
  4. Darstellung auswählen: Gegeben seien Daten zum Schulweg einer Klasse. Entscheide, ob Tabelle, Säulendiagramm oder Kreisdiagramm für zwei unterschiedliche Fragestellungen jeweils am geeignetsten ist, und begründe Deine Wahl.
  5. Robustes Modell: Ein Modell für die Gehzeit zur Schule verwendet 1,5min pro 100m. Zeige, wie sich das Ergebnis verändert, wenn Du mit 1,3min oder 1,8min rechnest. Erkläre, welche Planung Du für einen wichtigen Termin verwenden würdest.
  6. Modell verbessern: Beschreibe zu einer selbst gewählten Alltagssituation einen vollständigen Weg von der realen Frage über Annahmen und Rechnung bis zur Überprüfung. Nenne ausdrücklich eine Grenze Deines Modells und eine Verbesserung.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu M5 E - Eigene mathematische Modelle entwickeln ist wichtig, dass Du nicht nur Ergebnisse berechnest, sondern Deinen Modellierungsweg nachvollziehbar machst.

  1. Du formulierst eine eindeutige reale Ausgangsfrage.
  2. Du wählst relevante Größen aus und gibst Einheiten korrekt an.
  3. Du erkennst fehlende Angaben und formulierst begründete Annahmen.
  4. Du wählst passende Rechenoperationen, Formeln oder Darstellungen und begründest diese Auswahl.
  5. Du führst Rechnungen nachvollziehbar und mit passenden Einheiten aus.
  6. Du nutzt mindestens eine geeignete Darstellung wie Tabelle, Skizze, Zahlengerade oder Diagramm.
  7. Du rundest situationsgerecht, zum Beispiel auf ganze Packungen oder Flaschen.
  8. Du interpretierst das mathematische Ergebnis im Ausgangsproblem.
  9. Du prüfst das Ergebnis mit Überschlag, Gegenrechnung, zweiter Darstellung oder Realitätsvergleich.
  10. Du benennst mindestens eine Grenze des Modells und schlägst bei Bedarf eine Verbesserung vor.




OERs zum Thema

Weiterführende freie oder offen zugängliche Lernangebote:

  1. GeoGebra Mathematik-Materialien: Interaktive Materialien für Sekundarstufe I, darunter natürliche Zahlen, Größen, Geometrie, Tabellen und Diagramme.
  2. GeoGebra Tabellen und Diagramme: Materialien für Schulstufe 5–6 zum Lesen, Interpretieren und Darstellen von Daten.
  3. Landesbildungsserver Baden-Württemberg: Interaktive und digitale Mathematikangebote, darunter Materialien für Klasse 5 und E-Niveau.
  4. Wikipedia: Mathematisches Modell: Hintergrund dazu, dass Modelle Ausschnitte der beobachtbaren Welt mathematisch beschreiben und durch Vergleich mit der Realität validiert werden.


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte

MOOCwiki · Deutsch

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen

Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.

Zur MOOCwiki-Hauptseite
Inhalte werden geladen ...

Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...