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Literatur verstehen - Meine Herren Collegen! - Dora Duncker

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Literatur verstehen - Meine Herren Collegen! - Dora Duncker

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Literatur verstehen - Meine Herren Collegen! - Dora Duncker

Zielgruppe: Klasse 9–10 und 11–13

Thema: Dora Duncker, Literaturanalyse, Literarische Moderne, Frauenbewegung und Deutsches Kaiserreich

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Dora Duncker auf einer Fotografie von 1898. Quelle: Berliner Leben, Wikimedia Commons, gemeinfrei.


Einleitung

Kurzbeschreibung: Dora Duncker veröffentlichte 1894 in Berlin das Buch Meine Herren Collegen! Moment-Aufnahmen von einer jungen Schriftstellerin. Darin beschreibt sie Schriftsteller und Journalisten, denen sie begegnet ist. Sie zeigt ihr Auftreten, ihre Arbeitswelt und ihre Schwächen. Manche Porträts sind freundlich, andere sehr kritisch oder ironisch.

Das Buch ist kein Roman mit einer durchgehenden Handlung. Es besteht aus kurzen, subjektiven Personenbildern. Besonders wichtig ist Dunckers Kritik daran, wie männliche Kollegen mit schreibenden Frauen umgehen.

Dein Lernziel: Du untersuchst, was im Text steht, wie Duncker erzählt und wie das Buch in seine Zeit passt. Du lernst auch, Beobachtungen, Meinungen und historische Tatsachen zu unterscheiden.


Volltext und historische Ausgabe

Lies die bestehende MOOCwiki-Buchausgabe:

Buch - Meine Herren Collegen! - Duncker, Dora: Volltext und Buchseite

Kontrollquelle: Dora Duncker: Meine Herren Collegen! – vollständiger Text im TextGrid Repository

Bibliografische Angaben: Dora Duncker, Meine Herren Collegen! Moment-Aufnahmen von einer jungen Schriftstellerin, Erstdruck: Berlin, Gustav Pohlmann, 1894. Die hier verwendeten Stellenangaben beziehen sich auf die im TextGrid-Volltext sichtbaren Seitenzahlen.

Wichtig: Die Originalsprache ist Deutsch. Eine deutsche Übersetzung aus einer anderen Originalsprache ist deshalb nicht nötig. Eine Fassung mit heutiger Rechtschreibung wäre eine sprachliche Modernisierung, keine Übersetzung. Prüfe solche Fassungen immer am historischen Wortlaut.

Quellenregel: Verändere Zitate nicht unbemerkt. Kennzeichne eigene Erklärungen als Deutung. Die Einschätzungen der Erzählerin sind nicht automatisch gesicherte Fakten über die beschriebenen Menschen.


Leseweg durch das Buch


Station 1: Warum schreibt Duncker dieses Buch?

Lies: Einleitung, Seiten [3]–[4].

Duncker nennt ihre Texte „Moment-Aufnahmen“. Sie erklärt, dass ihre Eindrücke aus einer „viertel- oder halben Stunde“ Gespräch stammen.

Einfach erklärt: Eine kurze Begegnung zeigt nur einen Ausschnitt eines Menschen. Duncker macht diese Grenze selbst deutlich.

Leseauftrag: Unterstreiche im Volltext, was Duncker über ihren Zweck und die Grenzen ihrer Porträts sagt. Formuliere zwei Sätze: Was will sie zeigen? Was kann sie nicht sicher wissen?


Station 2: Der Literaturmarkt und die Personenbilder

Lies: Einleitung [3] und das Porträt von Gustav Dahms [8]–[10].

Die Einleitung erklärt, dass Autoren auch „für Geld arbeiten muß“ – so steht es in der historischen Schreibweise des Originaltextes. Duncker vergleicht die Schriftstellerei mit dem Beruf eines Bäckers.

Im ersten ausführlichen Porträt stellt sie den Redakteur Gustav Dahms vor. Sie schildert sein Verhalten und bewertet es.

Leseauftrag: Suche eine beobachtbare Handlung von Dahms und eine wertende Aussage Dunckers. Erkläre, warum beides nicht dasselbe ist.


Station 3: Sprache, Technik und Alltag

Lies: Das Porträt von Otto Neumann-Hofer, Seiten [45]–[48].

Duncker spricht dort mit einem Journalisten über das Fahrrad, die Stadt und die Frage, ob Frauen Rad fahren sollten. Im historischen Text stehen die Begriffe Velociped und Telephon.

Leseauftrag: Welche Hoffnungen verbinden die Gesprächspartner mit neuer Technik? Vergleiche ihre Aussagen mit heutigen Debatten über neue Verkehrsmittel.


Station 4: Das Schlussbild und die Kolleginnen

Lies: Schlussseiten [58]–[62].

Duncker vergleicht ihre Porträts mit einem Gruppenfoto. Am Ende verwendet sie die Wendung „ohne Retouche“. Sie kritisiert außerdem, dass manche Männer in einer Schriftstellerin „nur die Frau, nie die Collegin“ sehen.

Einfach erklärt: Duncker will zeigen, was hinter dem öffentlichen Bild berühmter Autoren liegt. Gleichzeitig macht sie auf Benachteiligung im Beruf aufmerksam.

Leseauftrag: Erkläre mit zwei Belegen aus dem Schluss, wie Duncker ihre männlichen Kollegen beurteilt. Unterscheide Kritik, Übertreibung und nachprüfbare Aussage.

Datei:Camera obscura.jpg

Historische Darstellung einer Camera obscura. Sie hilft Dir, Dunckers Bildsprache zu verstehen.

Datei:Die Gartenlaube (1894) b 604 2.jpg

Fotografie als Alltagsthema: Illustration aus der Zeitschrift Die Gartenlaube von 1894. Sie entstand im Erscheinungsjahr von Dunckers Buch.

Animation aus historischen Serienfotos von Eadweard Muybridge. Überlege: Was zeigt ein einzelner Augenblick und was erst eine längere Beobachtung? Die Animation ist keine Illustration aus Dunckers Buch.


Figuren, Aufbau und Sprache

Figuren und Stimmen: Im Mittelpunkt steht die schreibende und beobachtende Erzählerin. Daneben erscheinen zahlreiche Schriftsteller, Redakteure und Kritiker als porträtierte Personen. Ihre Darstellung wird durch Dunckers Blick geprägt.

Aufbau: Auf die Einleitung folgen einzelne Porträts. Im Schluss fasst Duncker ihre Eindrücke zusammen und spricht offen über das Verhältnis von Schriftstellern und Schriftstellerinnen.

Sprache: Duncker arbeitet mit Vergleichen aus dem Alltag, Bildern aus der Fotografie, Ironie und zugespitzten Urteilen. Das kann unterhaltsam sein, aber auch ungerecht gegenüber den Porträtierten.

Kritisch lesen: Einzelne Stellen des Buches enthalten heute abwertend wirkende Zuschreibungen und stereotype Vorstellungen. Übernimm solche Urteile nicht. Frage stattdessen, welche Sichtweise sich darin zeigt und wen sie ausgrenzt.


Historischer und literarischer Kontext

Berlin um 1900. Das Bild zeigt die Großstadtwelt, in der Presse und Literatur eine wichtige Rolle spielten.

Dunckers Buch erschien 1894 im Deutschen Kaiserreich. Zeitungen, Zeitschriften und der Buchmarkt waren wichtige Orte öffentlicher Debatten. Frauen kämpften zugleich um bessere Bildung, Berufsmöglichkeiten und gesellschaftliche Rechte.

Die literarische Moderne war keine einheitliche Stilrichtung. Um 1900 existierten unterschiedliche und teilweise gegensätzliche Ansätze nebeneinander:

  1. Naturalismus: Beschäftigung mit sozialen Problemen und Lebensbedingungen.
  2. Symbolismus: Bedeutung von Bildern, Zeichen und Andeutungen.
  3. Impressionismus: Flüchtige Eindrücke und subjektive Wahrnehmung.
  4. Wiener Moderne: Unterschiedliche literarische Ansätze in Wien um 1900, besonders Fragen nach Wahrnehmung, Ich und Gesellschaft.
  5. Expressionismus und Neue Sachlichkeit: Spätere Entwicklungen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit jeweils eigenen Formen und Zielen.

Einordnung: Dunckers Buch gehört zeitlich in den Umbruch zur Moderne. Seine Form ist vor allem journalistische und literarische Porträtprosa. Es wäre falsch, es ohne Textbelege einfach dem Symbolismus, der Wiener Moderne oder einer einzigen Epoche zuzuschreiben.

Video: Gesellschaft im Deutschen Kaiserreich – MrWissen2go Geschichte

Arbeitsauftrag: Notiere einen Gegensatz zwischen Tradition und Veränderung. Suche anschließend im Buch eine Stelle, die einen solchen Gegensatz erkennen lässt.

Video: Die Frauenbewegung in Deutschland – MrWissen2go Geschichte / Terra X

Arbeitsauftrag: Wähle aus dem Video eine historische Information aus dem 19. Jahrhundert. Vergleiche sie mit Dunckers Kritik an der Behandlung von Schriftstellerinnen. Unterscheide dabei die historische Information von Dunckers persönlicher Erfahrung.


Klangbild aus der Zeit nach dem Buch

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Hörbeispiel: Paul Lincke, Berliner Luft. Das Musikstück stammt von 1904 und ist damit jünger als Dunckers Buch von 1894. Die Commons-Datei ist eine digitale Umsetzung, keine historische Tonaufnahme.

Höraufgabe: Welche Vorstellung vom Großstadtleben vermittelt Dir die Musik? Begründe, weshalb Musik von 1904 kein direkter Beleg für die Lebenswelt des Jahres 1894 ist.


Originaltext und Interpretation unterscheiden

Historischer Text oder Quelle Zulässige Erklärung Was Du prüfen musst
Collegin, litterarisch, Retouche Ältere Schreibweisen und Fremdwörter Nicht stillschweigend als wörtliches Zitat modernisieren
Duncker beschreibt einen Kollegen als freundlich oder unangenehm. Das zeigt ihre Wahrnehmung. Ist eine beobachtbare Handlung oder nur ihre Bewertung genannt?
Die Porträts heißen Momentaufnahmen. Ein kurzer Eindruck ist nicht die ganze Persönlichkeit. Wo nennt die Autorin selbst Grenzen ihres Wissens?
Die Erzählerin berichtet über Nachteile für Kolleginnen. Das lässt sich als Kritik an beruflicher Ungleichheit lesen. Welche Stellen stützen diese Deutung und welche historischen Quellen ergänzen sie?


Gestufte Hilfen

Hilfe 1 – Einstieg: Suche zuerst die genannten Seiten. Unterstreiche Namen, Handlungen und auffällige Wörter in verschiedenen Farben.

Hilfe 2 – Analyse: Nutze diese Satzanfänge: „Auf Seite ... beobachtet die Erzählerin ...“, „Sie bewertet dies als ...“, „Das sprachliche Mittel bewirkt ...“.

Hilfe 3 – Vertiefung: Prüfe eine alternative Deutung. Frage: Könnte die porträtierte Person dieselbe Begegnung anders beschreiben? Welche Informationen fehlen uns für ein sicheres Urteil?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wer schrieb Meine Herren Collegen!? (Dora Duncker) (!Marie von Ebner-Eschenbach) (!Arthur Schnitzler) (!Hugo von Hofmannsthal)




In welchem Jahr erschien das Buch erstmals? (1894) (!1914) (!1925) (!1848)




Welche Textform prägt das Buch? (Kurze Personenporträts) (!Ein durchgehender Kriminalroman) (!Eine Sammlung von Theaterstücken) (!Ein wissenschaftliches Wörterbuch)




Welche Stadt ist der wichtigste Schauplatz der Begegnungen? (Berlin) (!Wien) (!Paris) (!München)




Was bedeutet die Bezeichnung Momentaufnahme im Buch? (Ein kurzer subjektiver Eindruck) (!Ein vollständiger Lebenslauf) (!Ein gerichtlich bestätigter Bericht) (!Eine erfundene Zukunftsvision)




Welche Person wird im ersten ausführlichen Porträt vorgestellt? (Gustav Dahms) (!Franz Kafka) (!Bertolt Brecht) (!Thomas Mann)




Welche Sprache hat die historische Originalausgabe? (Deutsch) (!Französisch) (!Englisch) (!Latein)




Was kritisiert Duncker am Umgang mit Schriftstellerinnen? (Benachteiligung durch männliche Kollegen) (!Das allgemeine Verbot aller Bücher) (!Das Fehlen von Druckmaschinen) (!Eine gesetzliche Pflicht zur Anonymität)




Welches Bild verwendet Duncker am Ende für ihre Porträts? (Ein Gruppenfoto) (!Ein Schiffstagebuch) (!Eine Landkarte) (!Ein Bauplan)




Welche Aussage zur literarischen Moderne ist richtig? (Mehrere unterschiedliche Strömungen bestanden nebeneinander) (!Alle Schriftsteller schrieben in derselben Form) (!Die Wiener Moderne war identisch mit dem Naturalismus) (!Die Neue Sachlichkeit begann schon im Mittelalter)





Memory

Dora Duncker Autorin des Porträtbuchs
Gustav Dahms Redakteur im ersten ausführlichen Personenbild
Momentaufnahme Eindruck aus einer kurzen Begegnung
Camera obscura Bildmotiv aus dem Schluss
Velociped Älteres Wort für Fahrrad
Kolleginnenkritik Thema beruflicher Benachteiligung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Funktion im Text
Einleitung Erklärt Absicht und Grenzen der Porträts
Personenbild Beschreibt einen besuchten Schriftsteller oder Journalisten
Beobachtung Nennt wahrnehmbares Verhalten
Wertung Drückt die Meinung der Erzählerin aus
Schlussbetrachtung Bündelt Erfahrungen und Kritik an Kollegen





Kreuzworträtsel

Duncker Wie heißt die Autorin mit Nachnamen?
Berlin In welcher Stadt spielen die meisten Begegnungen?
Dahms Welcher Redakteur steht im ersten ausführlichen Porträt?
Skizze Wie nennt man eine kurze anschauliche Darstellung?
Fotografie Welche Bildtechnik dient dem Buch als Vergleich?
Frauen Welche Gruppe wird besonders von beruflicher Benachteiligung betroffen beschrieben?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Die Autorin des Buches heißt Dora

.
Das Werk erschien erstmals im Jahr

.
Die beschriebenen Schriftsteller und Journalisten leben überwiegend in

und seiner Umgebung.
Die Porträts nennt die Autorin

.
Das erste ausführliche Porträt gilt Gustav

.
Ein älteres Wort für Fahrrad ist

.
Am Schluss verwendet Duncker ein Bild aus der

.
Eine wichtige Frage des Buches betrifft die berufliche Stellung der

.
Die historische Originalsprache des Werkes ist

.
Die literarische Moderne umfasst mehrere unterschiedliche

.




Offene Aufgaben

Bearbeite mindestens die drei Kernaufgaben, je eine pro Niveau. Die weiteren Aufgaben sind Wahlaufgaben zur Vertiefung.


Leicht – Klasse 9–10

  1. Kernaufgabe Lesetagebuch: Wähle einen kurzen Abschnitt aus den Seiten [3]–[4]. Schreibe in fünf einfachen Sätzen, was Duncker erreichen möchte.
  2. Personensteckbrief: Sammle drei Informationen zum Porträt von Gustav Dahms. Kennzeichne die Meinung der Erzählerin.
  3. Fotovergleich: Vergleiche die Abbildung zur Fotografie mit Dunckers Begriff der Momentaufnahme. Notiere zwei Gemeinsamkeiten.
  4. Historischer Wortschatz: Erkläre die Wörter Collegin, Velociped, litterarisch und Retouche in heutigem Deutsch. Gib die Fundstelle an.


Standard – Klasse 9–10 oder 11–13

  1. Kernaufgabe Porträtanalyse: Untersuche ein vollständiges kurzes Personenbild. Trenne Beobachtung, sprachliches Mittel und Wertung.
  2. Historischer Vergleich: Vergleiche eine Aussage Dunckers über Kolleginnen mit einer belegten Information zur Frauenbewegung im Kaiserreich.
  3. Perspektivwechsel: Schreibe eine kurze Antwort aus der Sicht eines porträtierten Kollegen. Kennzeichne Deinen Text deutlich als erfundene Perspektive.
  4. Medienvergleich: Erkläre, welche Erkenntnisse die Fotos, das Video und die historische Textquelle ermöglichen und welche nicht.


Schwer – besonders Klasse 11–13

  1. Kernaufgabe Epochenprüfung: Prüfe, welche Merkmale des Buches sich mit Modernisierung, Realismus oder journalistischer Porträtprosa verbinden lassen. Widerlege eine zu einfache Epochenzuordnung.
  2. Analyse der Ironie: Zeige an zwei konkreten Stellen, wie Ironie Dunckers Urteil verändert. Berücksichtige auch mögliche Ungerechtigkeit.
  3. Untersuchung historischer Vorurteile: Analysiere eine problematische Verallgemeinerung im Originaltext. Ordne sie historisch ein und formuliere eine sachliche Kritik aus heutiger Sicht.
  4. Vergleichende Interpretation: Vergleiche Einleitung und Schluss. Untersuche, wie sich Dunckers Selbstbild als Schriftstellerin und ihre Aussagen über berufliche Macht ergänzen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Quellenkritik: Begründe, warum ein Bericht aus einem kurzen Gespräch keine vollständige Charakterbeschreibung liefern kann. Nutze zwei Textbelege.
  2. Literarische Analyse: Vergleiche die Wirkung eines sachlichen und eines ironischen Personenurteils aus Dunckers Buch.
  3. Geschlechtergeschichte: Erkläre, wie berufliche Konkurrenz und gesellschaftliche Vorstellungen von Frauen zusammenwirken können. Beziehe Dich auf den Schluss.
  4. Medienkompetenz: Zeige, warum ein Bild von 1900 oder Musik von 1904 die Veröffentlichung von 1894 nicht unmittelbar dokumentiert.
  5. Epochenvergleich: Begründe, warum das Erscheinungsjahr allein nicht ausreicht, um einen literarischen Text eindeutig dem Symbolismus oder einer anderen Strömung zuzuordnen.
  6. Interpretation: Entwickle eine eigene Deutung des Titels und prüfe sie anhand von Einleitung und Schluss.


Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis reichst Du eine kurze, sauber belegte Textanalyse ein.

  1. Gib Autorin, Titel, Erscheinungsjahr, Originalsprache und verwendete Textausgabe an.
  2. Beschreibe die Textsorte und den Aufbau des Buches.
  3. Untersuche mindestens zwei konkrete Textstellen mit Seitenangabe.
  4. Erkläre mindestens zwei sprachliche Mittel und ihre Wirkung.
  5. Unterscheide ausdrücklich Textbeobachtung, historische Information und eigene Interpretation.
  6. Ordne das Werk in den Kontext des Kaiserreichs und der vielgestaltigen Moderne ein.
  7. Reflektiere die Darstellung von Schriftstellerinnen sowie mögliche Vorurteile im Text.
  8. Führe alle verwendeten Quellen und Medien mit Herkunft und Rechten auf.

Bewertungsschwerpunkte: Genauigkeit der Textbelege, nachvollziehbare Deutung, Quellenkritik, sprachliche Klarheit und selbstständiges Denken.


OERs, Quellen und Mediennachweise

Primärquelle: TextGrid Repository: Meine Herren Collegen! – Volltext. TextGrid Repository, digitale Ausgabe 2012 nach dem Erstdruck Berlin 1894. Der zugrunde liegende historische Text ist gemeinfrei; für die TextGrid-Daten und Annotationen gelten die dort genannten Bedingungen, insbesondere CC BY 3.0 DE mit Namensnennung TextGrid.

Bestehende MOOCwiki-Ausgabe: Buch - Meine Herren Collegen! - Duncker, Dora – die Buchseite wird nur verlinkt, nicht neu angelegt.

Lexikon und Hintergrund:

Wikipedia: Dora Duncker

Deutsches Historisches Museum: Frauen im Kaiserreich

Verwendete Commons-Medien und Lizenzhinweise:

Medium Urheber und Herkunft Rechte und Nachweis
Dora Duncker.jpg Fotograf unbekannt; Berliner Leben, 1898 Gemeinfrei laut Wikimedia Commons; Dateiseite
Berlin Unter den Linden um 1900.jpg Historisches Photochrom, Urheber unbekannt; Library of Congress Gemeinfrei laut Wikimedia Commons; Dateiseite
Camera obscura.jpg Historische Tafel aus der Encyclopédie des 18. Jahrhunderts Gemeinfrei; Dateiseite
Die Gartenlaube (1894) b 604 2.jpg Illustration aus Die Gartenlaube, 1894; Künstler auf der Dateiseite nicht eindeutig ausgewiesen Gemeinfreier historischer Scan; Dateiseite
Muybridge race horse animated.gif Fotos: Eadweard Muybridge, 1887; Animation: Waugsberg, 2006 Auf Commons als gemeinfrei gekennzeichnet; Dateiseite
Paul Lincke - Berliner Luft.ogg Komposition: Paul Lincke, 1904; digitale Umwandlung: Subfader Gemeinfrei laut Commons-Dateiseite; Audioquelle

YouTube-Videos: MrWissen2go Geschichte / Terra X beziehungsweise ZDF. Die Videos werden zur Bildungsnutzung lediglich eingebettet. Sie sind nicht als frei lizenzierte OER ausgewiesen; es gelten die Rechte der jeweiligen Anbieter.

Hinweis zur Mediennutzung: Die historischen Bilder, die Animation und die Musik sind Kontextmaterial. Sie sind keine Abbildungen oder Tonaufnahmen aus dem Originalbuch. Bei einer Weiterverwendung sind die verlinkten Commons-Dateiseiten und Lizenzangaben maßgeblich.


Erinnerung an die Autorin

Datei:Duncker-dora-1916-10-21-schweizer-illustrierte-zeitung-nr43-s664.jpg

Porträt von Dora Duncker aus der Schweizer Illustrierten Zeitung, 1916. Fotograf unbekannt, gemeinfrei. Quelle und Rechte.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Gedenkstein für Dora Duncker auf dem Alten Zwölf-Apostel-Kirchhof in Berlin. Foto: Georg Longino, 2024, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons. Keine inhaltliche Veränderung des Fotos durch diesen Kurs.


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