Lebensmittelhandwerk in Baden-Württemberg

Lebensmittelhandwerk in Baden-Württemberg
Lebensmittelhandwerk in Baden-Württemberg
Einleitung
Das Lebensmittelhandwerk verbindet traditionelles Können mit moderner Technik, Hygiene, Qualität und Verantwortung. In Baden-Württemberg begegnet es Dir zum Beispiel in einer Bäckerei, Konditorei oder Metzgerei. Auch der Fachverkauf gehört dazu. Handwerkliche Betriebe stellen Lebensmittel nicht nur her, sondern prüfen Rohstoffe, planen Arbeitsabläufe, lagern Waren, beraten Kundinnen und Kunden und entwickeln neue Produkte.
Typische Berufe sind Bäckerin und Bäcker, Konditorin und Konditor, Fleischerin und Fleischer sowie Fachverkäuferin und Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk. In allen Bereichen gilt: Gute Lebensmittel entstehen nur, wenn Rohstoffe, Verarbeitung, Hygiene, Lagerung und Verkauf zusammenpassen.

Eine schwäbische Brezel ist ein gutes Beispiel dafür, wie aus wenigen Rohstoffen durch Wissen, Geschick, Zeit und kontrollierte Verarbeitung ein typisches Handwerksprodukt entsteht.
Das Video zeigt am Beispiel von Sauerteig, wie wichtig Erfahrung, Zeit und genaue Arbeitsabläufe beim Backen sind.
Vom Rohstoff zum fertigen Lebensmittel
Die Produktionskette
Ein Lebensmittel durchläuft im Handwerksbetrieb mehrere Schritte. Schon beim Wareneingang wird geprüft, ob die Rohstoffe in Ordnung sind. Danach müssen sie passend gelagert werden. Mehl braucht andere Bedingungen als Sahne oder frisches Fleisch. Erst anschließend beginnt die eigentliche Verarbeitung.
Typisch ist eine Kette wie diese: Rohstoff → Wareneingang → Lagerung → Vorbereitung → Verarbeitung → Erhitzen, Kühlen oder Reifen → Verpacken oder Präsentieren → Verkauf.
Dabei verändert das Handwerk Rohstoffe gezielt. Aus Mehl, Wasser, Salz und weiteren Zutaten kann Brot entstehen. Aus Sahne, Teig, Früchten und Schokolade entstehen Konditoreiwaren. In der Fleischerei werden Fleisch und weitere Zutaten fachgerecht verarbeitet, gewürzt, erhitzt, gepökelt oder geräuchert.
Wichtig: Produktion bedeutet nicht einfach nur „ein Rezept nachmachen“. Fachkräfte müssen Mengen berechnen, Temperaturen beachten, Maschinen sicher bedienen, Qualität beurteilen und Arbeitsprozesse dokumentieren.

Beispiel Bäckerei
In einer Bäckerei werden Teige hergestellt, geformt und gebacken. Beim Sauerteig wirken Mikroorganismen mit. Sie bilden unter anderem Säuren und Aromastoffe. Bei Hefeteigen entsteht Gas, das den Teig lockert. Im Ofen verändern Wärme und Feuchtigkeit die Struktur des Teiges: Die Kruste bildet sich, die Krume wird fest und das typische Backaroma entsteht.
Bäckerinnen und Bäcker müssen deshalb nicht nur handwerklich geschickt sein. Sie brauchen auch Wissen über Rohstoffe, Gärung, Temperaturen und Zeit.
Beispiel Konditorei
In der Konditorei spielen Genauigkeit und Gestaltung eine besonders große Rolle. Torten, Pralinen, Feingebäck, Cremes und Desserts müssen geschmacklich, technisch und optisch überzeugen. Temperaturunterschiede können darüber entscheiden, ob Schokolade glänzt, eine Creme stabil bleibt oder eine Torte sauber geschnitten werden kann.

Ein bekanntes Produkt aus dem Südwesten ist die Schwarzwälder Kirschtorte. Sie verbindet Konditorhandwerk mit regionaler Esskultur.

Beispiel Fleischerei
Fleischerinnen und Fleischer verarbeiten Fleisch zu unterschiedlichen Erzeugnissen. Dazu gehören beispielsweise Wurstwaren, Pökelwaren und küchenfertige Produkte. Besonders wichtig sind hier kontrollierte Temperaturen, saubere Arbeitsgeräte, eine sichere Trennung verschiedener Arbeitsbereiche und eine lückenlose Kühlung empfindlicher Lebensmittel.
Der Schwarzwälder Schinken ist ein bekanntes Beispiel für ein regional geprägtes Erzeugnis. Er wird unter festgelegten Bedingungen hergestellt und trägt eine geschützte geografische Angabe.

Hygiene und Lebensmittelsicherheit
Warum Hygiene so wichtig ist
Lebensmittel können durch Mikroorganismen, Schmutz, Fremdkörper oder ungeeignete Lagerung beeinträchtigt werden. Deshalb gehört Lebensmittelsicherheit zu den wichtigsten Aufgaben im Lebensmittelhandwerk. Hygiene schützt die Kundschaft und gleichzeitig den Betrieb.
Man unterscheidet zum Beispiel zwischen persönlicher Hygiene, Betriebshygiene und Produkthygiene. Zur persönlichen Hygiene gehören saubere Arbeitskleidung und gründlich gewaschene Hände. Zur Betriebshygiene gehören saubere Räume, Geräte und Arbeitsflächen. Produkthygiene bedeutet, Lebensmittel so zu behandeln, dass sie sicher bleiben.

Kreuzkontamination vermeiden
Eine Kreuzkontamination entsteht, wenn unerwünschte Keime von einem Lebensmittel, einer Hand, einem Messer, einem Brett oder einer Arbeitsfläche auf ein anderes Lebensmittel übertragen werden. Besonders problematisch ist die Übertragung von rohen auf bereits verzehrfertige Lebensmittel.
Deshalb werden Arbeitsabläufe geplant: Rohware und fertige Ware werden getrennt, Geräte werden gereinigt und Lebensmittel werden geschützt gelagert. Auch die Reihenfolge der Arbeitsschritte ist wichtig.
Merksatz: Sauber arbeiten, rohe und fertige Lebensmittel trennen, Temperaturen beachten und Arbeitsabläufe kontrollieren.
Kühlkette und Temperatur
Viele Lebensmittel sind leicht verderblich. Dazu gehören zum Beispiel Sahne, Cremes, Hackfleisch und zahlreiche Fleischwaren. Sie müssen in den vorgesehenen Temperaturbereichen gelagert werden. Wird die Kühlkette unnötig unterbrochen, können sich Mikroorganismen schneller vermehren.
Temperaturkontrollen sind deshalb Teil der betrieblichen Eigenkontrolle. Welche Temperatur genau einzuhalten ist, hängt vom jeweiligen Lebensmittel und den geltenden Vorschriften ab.
HACCP einfach erklärt
HACCP ist ein System, mit dem mögliche Gefahren in der Lebensmittelproduktion erkannt und beherrscht werden sollen. Der Betrieb überlegt dabei: Wo kann etwas schiefgehen? Welche Stelle ist besonders wichtig? Wie wird kontrolliert? Was geschieht, wenn ein festgelegter Wert nicht eingehalten wird?
Für Auszubildende ist vor allem wichtig zu verstehen, dass Lebensmittelsicherheit nicht erst am Ende geprüft wird. Sie wird während des gesamten Arbeitsprozesses geplant und kontrolliert.
Regionale Lebensmittel in Baden-Württemberg
Baden-Württemberg besitzt sehr unterschiedliche Landschaften und Esskulturen: den Schwarzwald, die Schwäbische Alb, den Bodenseeraum, Hohenlohe, Oberschwaben, Baden und weitere Regionen. Landwirtschaft und Lebensmittelhandwerk greifen dabei ineinander. Regionale Rohstoffe können in handwerklichen Betrieben weiterverarbeitet werden und so Wertschöpfung in der Region schaffen.

Beispiele für bekannte regionale Lebensmittel und Spezialitäten sind Schwäbische Maultaschen, Schwarzwälder Schinken, Schwarzwälder Kirschtorte, Brezeln, Filderspitzkraut, Bauländer Grünkern, Badischer Spargel und Obst vom Bodensee.
Schwäbische Maultaschen beziehungsweise Schwäbische Suppenmaultaschen sind als geschützte geografische Angabe eingetragen. Auch Schwarzwälder Schinken besitzt diesen EU-Schutz. Eine geschützte geografische Angabe verbindet den Namen eines Lebensmittels mit einer bestimmten Region und festgelegten Herstellungsvorgaben.
Dabei ist ein wichtiger Unterschied zu beachten: „regional“ bedeutet nicht automatisch, dass jeder Rohstoff aus derselben Region stammen muss. Beim Schwarzwälder Schinken kann das verwendete Fleisch beispielsweise aus einer anderen Region stammen; entscheidend sind die für die geschützte Bezeichnung festgelegten Herstellungsschritte im Schwarzwald.
Qualität erkennen
Qualität hat mehrere Seiten. Ein Produkt kann gut schmecken, sicher sein, ansprechend aussehen und trotzdem nicht besonders nachhaltig hergestellt worden sein. Umgekehrt kann ein regionales Produkt kurze Transportwege haben, aber ernährungsphysiologisch nicht automatisch für den täglichen Verzehr geeignet sein.
Im Lebensmittelhandwerk werden deshalb verschiedene Qualitätsmerkmale betrachtet: Rohstoffqualität, Verarbeitung, Hygiene, Geschmack, Aussehen, Frische, Haltbarkeit, Herkunft, Kennzeichnung und Nachhaltigkeit.
Auch die Sinne sind wichtige Werkzeuge. Fachkräfte prüfen Farbe, Geruch, Konsistenz und Geschmack. Diese sensorische Prüfung ersetzt jedoch keine vorgeschriebenen Hygiene- oder Temperaturkontrollen.
Ernährung und Lebensmittelhandwerk
Handwerklich hergestellte Lebensmittel können Teil einer ausgewogenen Ernährung sein. Entscheidend ist nicht nur, ob ein Produkt handwerklich oder industriell hergestellt wurde, sondern auch, welche Zutaten es enthält, wie groß die Portion ist und wie häufig es gegessen wird.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine Ernährung, in der pflanzliche Lebensmittel einen großen Anteil haben. Dazu gehören Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse, Vollkorngetreide und Kartoffeln. Tierische Lebensmittel können die Auswahl ergänzen. Wasser und andere kalorienfreie Getränke spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.
Für das Lebensmittelhandwerk ergeben sich daraus viele Möglichkeiten: Bäckereien können Vollkornprodukte, Brote mit Saaten oder kleinere Snacks anbieten. Konditoreien können Portionsgrößen, Zuckergehalt und Zutaten bewusst gestalten. Fleischereien können neben klassischen Fleischwaren auch Beilagen, Gemüsekomponenten oder neue Produktideen entwickeln. Der Fachverkauf kann Kundinnen und Kunden transparent über Zutaten, Allergene und Produkteigenschaften informieren.
Wichtig: „Handwerklich“, „regional“ und „gesund“ sind nicht dasselbe. Eine Torte kann handwerklich hervorragend und regional geprägt sein, bleibt aber ein süßes Genussmittel. Ein Vollkornbrot kann dagegen einen wichtigen Beitrag zur täglichen Ernährung leisten.
Nachhaltigkeit und Lebensmittelverschwendung
Nachhaltigkeit beginnt schon bei der Planung. Wer Mengen gut berechnet, Rohstoffe vollständig nutzt, Energie sparsam einsetzt und Überproduktion vermeidet, kann Ressourcen schonen. Auch die richtige Lagerung hilft gegen Lebensmittelverschwendung.
Im Handwerk können beispielsweise Backwaren vom Vortag sinnvoll weiterverarbeitet werden, sofern Hygiene und Lebensmittelrecht eingehalten werden. Produktionsplanung, Verkaufserfahrung und Bestellsysteme helfen ebenfalls, Überschüsse zu reduzieren.
Regionalität kann kurze Wege unterstützen, ist aber nur ein Teil von Nachhaltigkeit. Auch Energieverbrauch, Verpackung, Rohstofferzeugung, Tierhaltung, Saison, Abfall und Transport spielen eine Rolle.
Ausbildung im Lebensmittelhandwerk
Viele Berufe im Lebensmittelhandwerk werden als duale Ausbildung gelernt. Das bedeutet: Du lernst im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Für die Berufe Bäckerin/Bäcker, Konditorin/Konditor, Fleischerin/Fleischer sowie Fachverkäuferin/Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk beträgt die reguläre Ausbildungsdauer jeweils 36 Monate.
In der Ausbildung geht es nicht nur um Rezepte. Du lernst zum Beispiel Rohstoffe zu beurteilen, Maschinen und Geräte zu bedienen, Arbeitsabläufe zu planen, Hygienevorschriften einzuhalten, Qualität zu sichern und wirtschaftlich zu arbeiten.
Im Fachverkauf kommen Beratung, Präsentation, Verkauf, Warenkunde und Kommunikation hinzu. Wer Kundinnen und Kunden zu Zutaten oder Allergenen berät, braucht genaue Produktkenntnisse.
Fähigkeiten, die wichtig sind
Gute Voraussetzungen sind Zuverlässigkeit, sauberes Arbeiten, Interesse an Lebensmitteln, Teamfähigkeit und die Bereitschaft, genau zu arbeiten. In vielen Bereichen brauchst Du außerdem körperliche Belastbarkeit und einen sicheren Umgang mit Geräten. In Bäckereien können Arbeitstage sehr früh beginnen.
Nach der Ausbildung sind Weiterbildungen möglich, zum Beispiel zur Meisterin oder zum Meister. Auch Spezialisierungen, Betriebsleitung, Verkauf, Produktentwicklung oder eine spätere Selbstständigkeit können Wege im Beruf sein.
Ein Arbeitstag als Lernaufgabe
Stell Dir vor, Du arbeitest morgens in einem Lebensmittelhandwerksbetrieb. Eine Lieferung kommt an. Gleichzeitig muss Ware für den Verkauf vorbereitet werden.
Zuerst prüfst Du, ob die Lieferung zum Betrieb passt und ob empfindliche Ware ausreichend gekühlt angekommen ist. Danach lagerst Du die Rohstoffe richtig ein. Vor der Verarbeitung bereitest Du Deinen Arbeitsplatz hygienisch vor. Während der Produktion achtest Du auf Rezeptur, Zeit, Temperatur und saubere Geräte. Fertige Ware wird geschützt gelagert oder direkt für den Verkauf vorbereitet.
An diesem Beispiel erkennst Du: Produktion, Hygiene, Qualität und Organisation sind keine getrennten Themen. Sie gehören in jedem Arbeitsschritt zusammen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Aussage beschreibt das Lebensmittelhandwerk am besten? (Lebensmittel werden mit fachlichem Können hergestellt verarbeitet und verkauft) (!Lebensmittel werden ausschließlich in großen Fabriken hergestellt) (!Lebensmittel werden nur angebaut und nicht verarbeitet) (!Lebensmittelhandwerk beschäftigt sich nur mit Verpackungen)
Warum ist die Kühlkette bei leicht verderblichen Lebensmitteln wichtig? (Sie bremst die Vermehrung vieler Mikroorganismen) (!Sie macht jedes Lebensmittel unbegrenzt haltbar) (!Sie ersetzt die Reinigung von Geräten) (!Sie sorgt automatisch für besseren Geschmack)
Was bedeutet Kreuzkontamination? (Keime werden von einem Lebensmittel oder Gegenstand auf ein anderes Lebensmittel übertragen) (!Ein Produkt wird zweimal verkauft) (!Zwei Rezepte werden miteinander verglichen) (!Ein Lebensmittel wird besonders lange gekühlt)
Welcher Beruf gehört zum Lebensmittelhandwerk? (Konditorin oder Konditor) (!Kfz Mechatronikerin oder Kfz Mechatroniker) (!Maurerin oder Maurer) (!Elektronikerin oder Elektroniker)
Was gehört zur persönlichen Hygiene im Lebensmittelbetrieb? (Gründlich gewaschene Hände) (!Ungeprüfte Rohstoffe verwenden) (!Kühlgeräte ausschalten) (!Arbeitsflächen nur am Tagesende ansehen)
Was kennzeichnet eine duale Ausbildung? (Lernen im Betrieb und in der Berufsschule) (!Lernen nur über Videos) (!Lernen ausschließlich zu Hause) (!Lernen nur in einem Hochschullabor)
Welche Spezialität ist eng mit Baden-Württemberg verbunden? (Schwäbische Maultaschen) (!Paella) (!Sushi) (!Tacos)
Was ist ein Ziel des HACCP Systems? (Gefahren für die Lebensmittelsicherheit erkennen und beherrschen) (!Nur den Verkaufspreis festlegen) (!Nur neue Werbeslogans entwickeln) (!Ausschließlich Verpackungen gestalten)
Welche Aussage über handwerkliche Lebensmittel und Ernährung stimmt? (Handwerkliche Herstellung allein macht ein Lebensmittel nicht automatisch gesund) (!Jedes handwerkliche Lebensmittel kann unbegrenzt gegessen werden) (!Regionale Lebensmittel enthalten grundsätzlich keinen Zucker) (!Handwerkliche Produkte benötigen keine Kennzeichnung)
Welche Tätigkeit gehört zur Qualitätssicherung? (Rohstoffe und Arbeitsergebnisse kontrollieren) (!Temperaturen grundsätzlich ignorieren) (!Waren ohne Prüfung einlagern) (!Reinigungspläne vermeiden)
Memory
| Bäckerei | Brot und Kleingebäck |
| Konditorei | Torten und Pralinen |
| Fleischerei | Wurst und Pökelwaren |
| Kühlkette | Temperatur einhalten |
| Kreuzkontamination | Keimübertragung vermeiden |
| Maultasche | Schwäbische Spezialität |
| HACCP | Gefahren beherrschen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Wareneingang | Lieferung prüfen |
| Lagerung | Rohstoffe passend aufbewahren |
| Verarbeitung | Lebensmittel fachgerecht herstellen |
| Qualitätskontrolle | Ergebnis beurteilen |
| Verkauf | Produkt präsentieren und beraten |
...
Kreuzworträtsel
| Hygiene | Wie heißt der Schutz durch Sauberkeit und sichere Arbeitsweisen? |
| Sauerteig | Welcher Teig wird mithilfe von Mikroorganismen gesäuert? |
| Maultasche | Welche gefüllte Teigspezialität ist typisch für Schwaben? |
| Konditor | Welcher Beruf stellt unter anderem Torten und Pralinen her? |
| Kühlkette | Wie heißt die möglichst ununterbrochene gekühlte Lagerung empfindlicher Lebensmittel? |
| Regionalität | Welcher Begriff beschreibt die Verbindung eines Lebensmittels mit einer bestimmten Region? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Hygiene-Check: Fotografiere oder zeichne einen Arbeitsplatz und markiere fünf Stellen, an denen Hygiene besonders wichtig ist.
- Produkt-Steckbrief: Wähle ein handwerklich hergestelltes Lebensmittel aus Baden-Württemberg und beschreibe Rohstoffe, Herstellung und Verwendung.
- Berufe vergleichen: Erstelle eine Vergleichskarte zu Bäckerei, Konditorei, Fleischerei und Fachverkauf.
- Sinnesprüfung: Vergleiche zwei Brotsorten nach Aussehen, Geruch, Kruste und Krume und beschreibe Deine Beobachtungen ohne sie sofort als gut oder schlecht zu bewerten.
Standard
- Produktionskette: Erstelle ein Flussdiagramm vom Rohstoff bis zum Verkauf für Brot, Maultaschen oder ein anderes geeignetes Produkt.
- Hygieneplan: Entwickle für eine Schulküche oder Modellbackstube einen einfachen Hygieneplan mit Arbeitsbeginn, Produktion und Reinigung.
- Regional einkaufen: Besuche einen Wochenmarkt, eine Bäckerei oder einen Hofladen und untersuche, welche Produkte tatsächlich aus der Region stammen.
- Ausbildungsinterview: Befrage eine Auszubildende, einen Auszubildenden oder eine Fachkraft zu Arbeitszeiten, Tätigkeiten, Hygiene und Ausbildung.
Schwer
- HACCP-Fallanalyse: Untersuche einen erfundenen Produktionsablauf und finde mindestens vier mögliche Gefahrenstellen. Entwickle passende Kontrollmaßnahmen.
- Regionalität prüfen: Vergleiche die Aussagen regional, aus Baden-Württemberg und geschützte geografische Angabe. Erkläre, warum diese Begriffe nicht dasselbe bedeuten.
- Nachhaltiges Produkt: Entwickle ein neues handwerkliches Lebensmittel mit regionalen Zutaten. Begründe Rezeptur, Verpackung, Zielgruppe, Preisidee und Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung.
- Medienprojekt Lebensmittelhandwerk: Produziere ein kurzes Erklärvideo oder eine Fotoreportage über einen handwerklichen Produktionsprozess. Zeige dabei mindestens einen Hygiene-, einen Qualitäts- und einen Nachhaltigkeitsaspekt.


Lernkontrolle
- Produktionsfehler analysieren: In einer Bäckerei wird gekühlte Sahne längere Zeit ungekühlt stehen gelassen. Erkläre mögliche Folgen und entwickle einen besseren Arbeitsablauf.
- Regionalität bewerten: Ein Produkt wird als „Schwarzwälder Art“ beworben. Entwickle Fragen, mit denen Du prüfen würdest, ob Verbraucherinnen und Verbraucher dadurch eine geschützte Herkunft erwarten könnten.
- Ernährung und Handwerk: Entwirf ein ausgewogenes Pausenangebot eines Lebensmittelhandwerksbetriebs und begründe die Auswahl der Bestandteile.
- Betriebsvergleich: Vergleiche einen handwerklichen Betrieb und einen großen Industriebetrieb hinsichtlich Produktionsmenge, Automatisierung, Produktvielfalt, Kundenkontakt und Qualitätssicherung. Vermeide pauschale Wertungen.
- Ausbildungssituation: Eine neue Auszubildende kennt den Unterschied zwischen Reinigung, Kühlung und Kreuzkontamination noch nicht. Erstelle eine kurze praktische Einweisung für den ersten Arbeitstag.
- Nachhaltigkeitsentscheidung: Ein Betrieb kann entweder mehr regionale Rohstoffe einkaufen oder seine Energieverluste deutlich senken. Entwickle Kriterien, mit denen eine sinnvolle Entscheidung getroffen werden kann.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du Zusammenhänge erklären und auf neue Situationen übertragen kannst.
- Du kannst wichtige Bereiche des Lebensmittelhandwerks nennen und ihre Aufgaben unterscheiden.
- Du kannst einen Produktionsablauf vom Rohstoff bis zum Verkauf nachvollziehbar darstellen.
- Du kannst erklären, warum persönliche Hygiene, Betriebshygiene, Kühlung und die Vermeidung von Kreuzkontamination zusammengehören.
- Du kannst das Grundprinzip von HACCP an einem einfachen Beispiel anwenden.
- Du kannst regionale Lebensmittel aus Baden-Württemberg nennen und den Unterschied zwischen regionaler Herkunft und geschützter geografischer Angabe erklären.
- Du kannst Ausbildungswege und typische Anforderungen in Lebensmittelhandwerksberufen beschreiben.
- Du kannst ein Lebensmittel sowohl nach handwerklicher Qualität als auch nach Ernährung und Nachhaltigkeit beurteilen.
- Du kannst für eine konkrete Problemsituation im Betrieb begründete Verbesserungsvorschläge entwickeln.
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesinstitut für Berufsbildung: Bäcker/Bäckerin
- Bundesinstitut für Berufsbildung: Konditor/Konditorin
- Bundesinstitut für Berufsbildung: Fleischer/Fleischerin
- Bundesinstitut für Berufsbildung: Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk
- Verbraucherportal Baden-Württemberg: Lebensmittelhygiene
- Ministerium Baden-Württemberg: Geoschutz
- Ministerium Baden-Württemberg: Regionale Vielfalt
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung: DGE-Ernährungskreis
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