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Lasertechnik und moderne Mikrofügeverfahren – Laserwirkung in der Materialbearbeitung erklären

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Lasertechnik und moderne Mikrofügeverfahren – Laserwirkung in der Materialbearbeitung erklären

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Lasertechnik und moderne Mikrofügeverfahren – Laserwirkung in der Materialbearbeitung erklären


Einleitung

Laser können Energie räumlich sehr stark bündeln und zeitlich sehr genau dosieren. Dadurch lassen sich Werkstoffe fügen, trennen, abtragen, strukturieren oder in ihren Eigenschaften verändern. Für die Ausbildung ist vor allem wichtig, drei Zusammenhänge zu verstehen: Fokussierung, Energieeintrag und Werkstoffwechselwirkung.

Dieser Lernkurs behandelt Laserprozesse ausschließlich als fachlich geprüfte Modelle, Bild- und Videoanalysen oder abgesicherte Ausbildungsdemonstrationen. Er ersetzt weder eine Schweißerqualifikation noch eine Laserschutz-Unterweisung oder betriebliche Freigabe. Praktische Arbeiten dürfen nur in einem geeigneten Ausbildungsbereich, an dafür freigegebenen Anlagen und unter Fachaufsicht stattfinden. Offene Strahlwege, selbst gebaute Hochleistungslaser, das Überbrücken von Verriegelungen oder andere Umgehungen von Laserschutzmaßnahmen gehören ausdrücklich nicht zu diesem Kurs.

Lernziel: Du kannst erklären, warum ein fokussierter Laser lokal eine hohe Leistungsdichte erzeugt, wie Reflexion, Absorption, Wärmeleitung, Schmelzen und Verdampfen den Prozess beeinflussen und warum moderne Mikrofügeverfahren besonders genaue Prozessführung und Schutzmaßnahmen benötigen.


Lerneinheit 1: Der Fokus macht den Unterschied

Ein Laserstrahl wird durch eine geeignete Optik auf einen kleinen Bereich konzentriert. Je kleiner die bestrahlte Fläche bei gleicher Leistung wird, desto größer wird die Leistungsdichte.

Vereinfacht gilt:

Leistungsdichte = Leistung / bestrahlte Fläche

Diese Beziehung ist ein Lernmodell. In realen Anlagen kommen zusätzlich Strahlprofil, Wellenlänge, Fokuslage, Optikzustand, Bewegung und Werkstoffeigenschaften hinzu.

Merke: Der Fokus ist nicht einfach ein sichtbarer Lichtpunkt. Er ist der Bereich, in dem die Strahlenergie besonders stark räumlich konzentriert sein kann.


Lerneinheit 2: Was geschieht mit der Energie?

Trifft Laserstrahlung auf einen Werkstoff, kann Strahlung je nach Material, Oberfläche, Wellenlänge und Prozesszustand unterschiedlich stark reflektiert, absorbiert oder teilweise transmittiert werden.

Für viele metallische Bearbeitungsprozesse ist die Absorption entscheidend: Aufgenommene Strahlungsenergie wird in Wärme umgewandelt. Dadurch kann das Material lokal erwärmt, geschmolzen oder bei deutlich stärkerer lokaler Energiekopplung teilweise verdampft werden.

Werkstoffwechselwirkung als Kette:

  1. Reflexion: Ein Teil der Strahlung wird zurückgeworfen.
  2. Absorption: Ein Teil der Strahlungsenergie wird aufgenommen.
  3. Wärmeleitung: Wärme breitet sich vom Wechselwirkungsort in das Bauteil aus.
  4. Schmelzen: Bei ausreichendem Energieeintrag bildet sich eine Schmelzzone.
  5. Verdampfen: Bei sehr hoher lokaler Energiekopplung kann Material verdampfen.

Wichtig: Diese Vorgänge werden im Kurs nur fachlich erklärt und anhand vorhandener Medien bewertet. Es werden keine gefährlichen Betriebsparameter für offene Hochleistungslaser ermittelt.


Lerneinheit 3: Wärmeleitungsschweißen und Tiefschweißen

Beim Wärmeleitungsschweißen wird die Oberfläche aufgeschmolzen und Wärme in den Werkstoff geleitet. Typisch ist eine im Verhältnis eher breite und weniger tiefe Schmelzzone.

Beim Tiefschweißen kann sich bei hoher lokaler Energiekopplung eine Dampfkapillare bilden. Dadurch kann Energie tiefer in das Werkstück eingekoppelt werden. Typisch ist eine schmalere und tiefere Naht.

Vergleich: Nicht „mehr Laser“ ist automatisch besser. Gefordert ist eine zum Werkstoff, zur Nahtgeometrie und zur Qualitätsanforderung passende, validierte Prozessführung.


Lerneinheit 4: Moderne Mikrofügeverfahren

Beim Mikrofügen werden kleine Fügeflächen, dünne Bauteile oder empfindliche Funktionsbereiche verbunden. In der industriellen Praxis kommen je nach Werkstoff und Bauteil unter anderem Laserstrahl-Mikroschweißen, Laserstrahllöten, Laserbonden, Widerstands-Mikroschweißen sowie Ultraschall- oder Thermosonic-Bondverfahren in Betracht.

Für laserbasiertes Mikrofügen sind besonders wichtig: kleine Wärmeeinflusszonen, genaue Positionierung, reproduzierbare Energieeinbringung, kontrollierte Bauteiloberflächen und eine geeignete Prozessüberwachung.

Beobachtungsauftrag: Achte im Fraunhofer-ILT-Prozessvideo auf Bauteilgröße, Bewegungsführung, Prozesszone und industrielle Einhausung. Beschreibe nur, was Du im Medium sicher erkennen kannst.


Lerneinheit 5: Nahtqualität beurteilen

Eine Lasernaht wird nicht nur nach ihrer Oberfläche beurteilt. Je nach Aufgabe sind Nahtlage, Einbrand, Poren, Risse, Spritzer, Verzug, Wärmeeinflusszone und elektrische oder mechanische Funktion wichtig.

Das Schliffbild zeigt, warum eine optisch glatte Oberfläche allein keine vollständige Aussage über die Verbindung erlaubt. Für die betriebliche Qualitätssicherung werden geeignete Prüfmethoden, freigegebene Prüfpläne und qualifizierte Verfahren eingesetzt.


Lerneinheit 6: Automatisierung und Prozessführung

Laserstrahlen lassen sich über Optiken, Lichtleitfasern und automatisierte Bewegungssysteme zur Bearbeitungsstelle führen. Industrielle Anlagen koppeln Strahlquelle, Optik, Bewegung, Prozessüberwachung, Absaugung und Schutztechnik zu einem Gesamtsystem.

Beobachtungsauftrag: Unterscheide in den Medien zwischen Strahlführung, Roboterbewegung, Werkstück, Prozesszone und Schutzumgebung. Leite daraus ab, warum ein Laserprozess als System und nicht nur als Strahlquelle betrachtet werden muss.


Lerneinheit 7: Mikrofügen am Beispiel einer Kontaktverbindung

Ausbildungsfall: In einer Fertigung sollen dünne metallische Kontaktteile für ein Batteriesystem reproduzierbar verbunden werden. Im Lernkurs arbeitest Du ausschließlich mit einem stromlosen Dummy-Bauteil oder mit Bild-, Schliff- und Messdaten. Ein realer Energiespeicher wird nicht geöffnet, nicht bearbeitet und nicht mit einem Laser bestrahlt.

Die Aufgabe lautet: Eine Verbindung soll einen kleinen Wärmeeinfluss besitzen, eine definierte Nahtlage erreichen und eine gute elektrische Kontaktfunktion ermöglichen. Gleichzeitig dürfen empfindliche Bereiche des Bauteils nicht unnötig erwärmt werden.

Du vergleichst dazu drei fachlich vereinfachte Prozesszustände:

Modellzustand Fokusfläche relative Leistungsdichte beobachtete Wirkung
A groß niedrig breite Erwärmung, geringe Eindringtiefe
B mittel mittel kontrollierte Schmelzzone
C klein hoch stark lokalisierte Wechselwirkung, erhöhtes Risiko für Spritzer oder Verdampfung

Auftrag: Entscheide, welcher Modellzustand für eine schmale, kontrollierte Mikroverbindung zunächst am plausibelsten erscheint. Begründe ausschließlich mit Fokus, Leistungsdichte, Wärmeeinfluss und Qualitätsziel.

Begründetes Feedback: Zustand B ist im Modell die beste Ausgangshypothese. A koppelt die Energie zu breit ein, C erhöht im Modell das Risiko einer übermäßig konzentrierten Wechselwirkung. In einer realen Fertigung würde daraus jedoch noch keine Maschinenfreigabe entstehen: Werkstoff, Oberfläche, Nahtgeometrie, Wellenlänge, Prozessüberwachung und qualifizierte Verfahrensprüfung müssen zusätzlich berücksichtigt werden.


Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall

Hilfe 1 – Begriffsebene: Frage Dich zuerst, was bei gleicher Leistung passiert, wenn die bestrahlte Fläche kleiner wird.

Hilfe 2 – Prozessebene: Vergleiche anschließend nicht nur die Nahttiefe, sondern auch den Wärmeeinfluss auf benachbarte Funktionsbereiche.

Hilfe 3 – Qualitätsebene: Wähle nicht den „stärksten“ Zustand, sondern den Zustand, der die geforderte Funktion mit möglichst kontrollierter thermischer Belastung erreichen kann.


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben mit Feedback

Basisaufgabe: Erkläre in zwei Sätzen, warum Fokussierung die Laserwirkung auf einer kleinen Fläche verstärken kann.

Feedback: Entscheidend ist die Fläche. Wird dieselbe Leistung auf eine kleinere Fläche verteilt, steigt die Leistungsdichte. Eine gute Antwort nennt zusätzlich, dass reale Strahlprofile und Werkstoffabsorption die tatsächliche Wirkung beeinflussen.

Anwendungsaufgabe: Ein Modellstrahl trifft zuerst auf eine Fläche von zwei relativen Flächeneinheiten und danach auf nur eine. Die Leistung bleibt gleich. Wie verändert sich die relative Leistungsdichte?

Feedback: Sie verdoppelt sich im vereinfachten Modell. Die Aussage folgt direkt aus Leistung geteilt durch Fläche. Sie ist eine Rechenbeziehung und keine Freigabe für reale Maschinenparameter.

Transferaufgabe: Zwei Bauteile zeigen bei gleichem Modell-Energieeintrag unterschiedliche Schmelzzonen. Nenne zwei plausible Werkstoffursachen.

Feedback: Geeignete Begründungen sind zum Beispiel unterschiedliche Absorption oder unterschiedliche Wärmeleitfähigkeit. Auch Oberfläche und Wellenlänge können die Kopplung beeinflussen. Eine gute Transferantwort trennt klar zwischen beobachteter Wirkung und möglicher Ursache.


Arbeitssicherheit: Laser, Rauch, Hitze, Strom und Brand

Laser-Materialbearbeitung kann mehrere Gefährdungen gleichzeitig erzeugen. Schutzmaßnahmen richten sich nach Gefährdungsbeurteilung, Anlage, Laserklasse, Werkstoff, Prozess und betrieblicher Organisation.

  1. Laserstrahlung: Direkte und reflektierte Strahlung kann Augen und Haut gefährden. Schutzgehäuse, Verriegelungen, geeignete Abschirmungen und betriebliche Laserschutzorganisation dürfen nicht umgangen werden.
  2. Schweißrauch: Beim thermischen Bearbeiten können partikelförmige und gasförmige Gefahrstoffe entstehen. Eine wirksame Erfassung und Absaugung möglichst nahe an der Entstehungsstelle ist wesentlich.
  3. Hitze: Werkstücke, Vorrichtungen und Prozessbereiche können nach der Bearbeitung heiß bleiben. Berührungsschutz und Freigabe nach Abkühlung sind nötig.
  4. Elektrischer Strom: Maschinen, Peripherie und gegebenenfalls Bauteile können elektrische Gefährdungen verursachen. Arbeiten an elektrischen Anlagen gehören nur in die Hände entsprechend qualifizierter Personen.
  5. Brandgefahr: Heiße Partikel, Schmelze und hohe lokale Energiedichten können brennbare Stoffe entzünden. Brennbare Materialien müssen aus dem Gefahrenbereich ferngehalten und betriebliche Brandschutzmaßnahmen eingehalten werden.
  6. Prozessgase: Prozess- und Schutzgase können zusätzliche Gefährdungen verursachen. Gasversorgung und Lüftung sind Teil des sicheren Gesamtsystems.

Sicherheitsgrenze dieses Kurses: Lernende führen keine Versuche mit offen zugänglicher Hochleistungslaserstrahlung durch. Zulässig sind sichere Modelle, Simulationen, freigegebene Probestücke sowie abgesicherte Demonstrationen an geeigneten Ausbildungsanlagen unter Fachaufsicht.


Medienanalyse: Beschichten statt Fügen

Laser werden nicht nur zum Schweißen eingesetzt. Beim Laserauftragschweißen wird Material gezielt auf ein Bauteil aufgebracht.

Arbeitsfrage: Welche Prozessmerkmale unterscheiden das Auftragschweißen vom reinen Fügen zweier vorhandener Bauteilkanten? Formuliere drei beobachtbare Unterschiede.


Fachlich geprüfte Quellen und Medienrechte

Die fachlichen Kernaussagen dieses Kurses wurden mit aktuellen bzw. einschlägigen Quellen von DGUV, Fraunhofer ILT, TWI, TU Dresden und Wikipedia abgeglichen.

  1. DGUV – Strahlung: Grundlagen zu optischer Strahlung und Laserstrahlung.
  2. DGUV Information 203-093: Gefährdungsbeurteilung bei offenen Laser-Einrichtungen zur Materialbearbeitung.
  3. DGUV Arbeit & Gesundheit – Schweißrauche absaugen: Gefahrstoffe und wirksame Erfassung.
  4. Fraunhofer ILT – Mikrofügen: industrielle laserbasierte Mikrofügeverfahren.
  5. TWI – Laser Welding: Wärmeleitungsschweißen, Tiefschweißen und Prozessgrundlagen.
  6. TU Dresden – Laser-based Manufacturing: Absorption, Reflexion, Transmission und Laser-Material-Wechselwirkung.
  7. Wikipedia – Laserschweißen: Überblick zu Ausrüstung und Verfahren.

Geprüfte freie Medien: Die eingebundenen Commons-Dateien wurden auf ihren Beschreibungsseiten hinsichtlich Herkunft und Lizenz geprüft. „Gaussian beam with german description.svg“ ist CC BY-SA 2.5, „Gaussian Beam and Lens Diagram.svg“ ist CC BY-SA 4.0, „Princip kondukčního svařování.png“, „Princip hlubokého svařování.png“ und „Naleptaný svar pro kontrolu hloubky svaru.jpg“ sind CC BY-SA 4.0, „High-power laser welding.jpg“ ist CC BY-SA 3.0 und „Remote Fibre Laser Welding WMG Warwick.ogv“ ist gemeinfrei. Die YouTube-Medien stammen aus fachlichem Hersteller- bzw. Forschungsumfeld; ihre Nutzung erfolgt über die eingebettete YouTube-Wiedergabe.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Warum erhöht eine stärkere Fokussierung bei gleicher Laserleistung im Modell die Leistungsdichte? (Weil dieselbe Leistung auf eine kleinere Fläche trifft) (!Weil der Werkstoff automatisch kälter wird) (!Weil die Wellenlänge immer kleiner wird) (!Weil keine Reflexion mehr auftritt)




Welche Wechselwirkung beschreibt die Aufnahme von Laserstrahlung durch den Werkstoff? (Absorption) (!Reflexion) (!Konvektion) (!Elastizität)




Welche Nahtform ist für Tiefschweißen typisch? (Eher schmal und tief) (!Sehr breit und nur oberflächlich) (!Immer ohne Schmelze) (!Immer vollkommen rund)




Was gehört zu einer fachgerechten Beurteilung einer Lasernaht? (Nahtgeometrie und mögliche innere Fehler) (!Nur die Farbe der Oberfläche) (!Nur die Geschwindigkeit des Roboters) (!Nur die Größe des Werkstücks)




Warum ist beim Mikrofügen ein kleiner Wärmeeinfluss oft wichtig? (Empfindliche Nachbarbereiche sollen thermisch geschont werden) (!Das Bauteil soll vollständig aufgeschmolzen werden) (!Die Absaugung soll überflüssig werden) (!Die Laserklasse soll sinken)




Welche Maßnahme ist bei entstehenden Schweißrauchen besonders wichtig? (Wirksame Erfassung und Absaugung nahe der Entstehungsstelle) (!Rauch im Raum verteilen) (!Verriegelungen öffnen) (!Schutzhauben entfernen)




Was ist bei einer abgeschirmten Laseranlage verboten? (Sicherheitsverriegelungen zu umgehen) (!Freigegebene Prozessdaten auszuwerten) (!Ein Schliffbild zu analysieren) (!Eine Unterweisung zu besuchen)




Welche Werkstoffeigenschaft kann die Größe der Wärmeeinflusszone beeinflussen? (Wärmeleitfähigkeit) (!Dateiname des CAD-Modells) (!Farbe des Bedienpanels) (!Anzahl der Arbeitsblätter)




Was beschreibt ein Dummy-Bauteil im Ausbildungsfall? (Ein ungefährliches oder freigegebenes Modell ohne reale Betriebsfunktion) (!Ein Bauteil mit absichtlich überbrückter Sicherheit) (!Eine offene Laserquelle) (!Ein beschädigter Energiespeicher)




Was vermittelt dieser Lernkurs ausdrücklich nicht? (Eine formale Schweißerqualifikation) (!Grundlagen zur Fokussierung) (!Zusammenhänge der Werkstoffwechselwirkung) (!Sicherheitsbewusstsein bei Laserprozessen)





Memory

Fokus kleinster Strahlquerschnitt
Leistungsdichte Leistung pro Fläche
Absorption Aufnahme von Strahlungsenergie
Reflexion Rückstrahlung an einer Oberfläche
Wärmeleitungsschweißen eher breite und flache Schmelzzone
Tiefschweißen eher schmale und tiefe Naht
Wärmeeinflusszone thermisch veränderter Bereich neben der Naht
Absaugung Erfassung von Rauch und Gasen nahe der Entstehungsstelle





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Fokussierung Konzentration der Strahlenergie auf eine kleinere Fläche
Absorption Aufnahme eines Anteils der eingestrahlten Energie
Wärmeleitung Ausbreitung thermischer Energie im Werkstück
Prozessüberwachung Beobachtung wichtiger Merkmale während einer Fertigung
Gefährdungsbeurteilung systematische Ermittlung von Gefahren und Schutzmaßnahmen





Kreuzworträtsel

Fokus Wie heißt der Bereich mit besonders kleinem Strahlquerschnitt?
Absorption Wie heißt die Aufnahme von Strahlungsenergie durch einen Werkstoff?
Reflexion Wie heißt das Zurückwerfen von Strahlung an einer Oberfläche?
Schmelze Wie heißt der flüssige Werkstoffbereich beim Schweißen?
Absaugung Welche technische Maßnahme erfasst Rauch möglichst nahe an seiner Entstehung?
Werkstoff Was bestimmt zusammen mit Prozessparametern wesentlich die Laserwechselwirkung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Durch die

wird Laserenergie auf einen kleineren Bereich konzentriert. Bei gleicher Leistung steigt bei kleinerer Fläche die

. Trifft Laserstrahlung auf einen Werkstoff, entscheidet die

mit darüber, wie viel Energie aufgenommen wird. Die aufgenommene Energie kann den Werkstoff bis zur Bildung einer

erwärmen. Beim Mikrofügen soll die thermische Belastung benachbarter Bereiche häufig

bleiben. Beim thermischen Bearbeiten entstehende Rauche müssen durch geeignete

erfasst werden. Schutzgehäuse und Verriegelungen gehören zur technischen

. Eine sichere Ausbildungsdemonstration erfolgt nur unter

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Fokus erkennen: Beschrifte auf einer ausgedruckten oder digitalen Strahlgrafik Strahl, Linse, Fokus und Strahlaufweitung hinter dem Fokus.
  2. Medienvergleich: Vergleiche die beiden Grafiken zum Wärmeleitungs- und Tiefschweißen und markiere drei sichtbare Unterschiede.
  3. Sicherheitscheck: Erstelle aus dem Lerntext fünf Karten mit den Gefährdungen Strahlung, Rauch, Hitze, Strom und Brand und ergänze jeweils eine passende Schutzidee.
  4. Nahtbild beschreiben: Beschreibe das Schliffbild mit fünf fachlichen Begriffen, ohne die Qualität vorschnell als gut oder schlecht zu bewerten.


Standard

  1. Ausbildungsfall analysieren: Begründe schriftlich, warum im Modellfall Zustand B plausibler als A oder C ist. Nutze die Begriffe Fokus, Leistungsdichte und Wärmeeinfluss.
  2. Prozesskette zeichnen: Erstelle ein Flussdiagramm vom auftreffenden Laserstrahl über Reflexion und Absorption bis zu Erwärmung und Schmelze.
  3. Videoanalyse Mikrofügen: Werte das Fraunhofer-ILT-Video aus und unterscheide sichtbare Prozesskomponenten von Dingen, die im Video nicht sicher beurteilt werden können.
  4. Fachgespräch vorbereiten: Formuliere acht Fragen an eine Fachkraft für Lasertechnik, Schweißaufsicht oder Laserschutz. Frage besonders nach Prozessüberwachung und betrieblicher Sicherheit.


Schwer

  1. Werkstoffvergleich: Recherchiere mit mindestens zwei Fachquellen, wie Absorption und Wärmeleitfähigkeit die Laserbearbeitung von zwei unterschiedlichen Metallen beeinflussen können. Trenne gesicherte Aussagen von Vermutungen.
  2. Qualitätsplan entwickeln: Entwirf für ein fiktives Mikrofügebauteil einen Prüfplan mit Sichtprüfung, Querschliff oder anderer geeigneter Prüfung und begründe die Reihenfolge.
  3. Prozessentscheidung begründen: Vergleiche Laser-Mikroschweißen mit einem alternativen Mikrofügeverfahren für ein empfindliches Kontaktbauteil. Bewerte Wärmeeinfluss, Zugänglichkeit, Werkstoffpaarung und Prüfbarkeit.
  4. Sicherheitskonzept bewerten: Analysiere eine vorgegebene, fachlich freigegebene Anlagenskizze und finde fehlende Schutzebenen. Es werden keine Verriegelungen geöffnet und keine realen Strahlwege verändert.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Zusammenhang Fokus und Qualität: Ein Bauteil zeigt unerwartet starke lokale Spritzer. Erkläre zwei Zusammenhänge zwischen Fokussierung, lokaler Energiekopplung und möglicher Nahtqualität, ohne reale Maschinenwerte vorzuschlagen.
  2. Werkstoffwechsel beurteilen: Ein bestehender Prozess soll auf einen Werkstoff mit anderer Wärmeleitfähigkeit übertragen werden. Begründe, warum eine einfache Übernahme der bisherigen Prozessfreigabe fachlich nicht genügt.
  3. Sicherheitsfall bewerten: In einem Ausbildungsbereich funktioniert eine Schutzverriegelung nicht zuverlässig. Entscheide, wie mit der Demonstration umzugehen ist, und begründe Deine Entscheidung mit dem Prinzip technischer Schutzmaßnahmen.
  4. Rauchentstehung übertragen: Bei einem neuen Werkstoff ist die Zusammensetzung der Prozessrauche nicht bekannt. Leite ab, welche organisatorischen und technischen Schritte vor einer praktischen Freigabe erforderlich sind.
  5. Mikrofügeverfahren auswählen: Für ein kleines, wärmeempfindliches Bauteil stehen Laser-Mikroschweißen, Widerstandsfügen und ein Bondverfahren zur Diskussion. Entwickle Kriterien für eine Auswahl, ohne einen Prozess pauschal als den besten zu bezeichnen.
  6. Prüfergebnis interpretieren: Eine Naht sieht äußerlich gleichmäßig aus, ein Schliff zeigt jedoch unzureichende Eindringtiefe. Erkläre, welche Schlussfolgerung Du für Prozessüberwachung und Qualitätsprüfung ziehst.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Begriffe wiedergeben, sondern technische Zusammenhänge sicher erklären und auf einen Ausbildungsfall übertragen kannst.

  1. Du erklärst den Zusammenhang zwischen Fokusfläche und Leistungsdichte.
  2. Du unterscheidest Reflexion, Absorption, Wärmeleitung, Schmelzen und Verdampfen.
  3. Du vergleichst Wärmeleitungsschweißen und Tiefschweißen anhand der Nahtgeometrie.
  4. Du ordnest Laser-Mikroschweißen in moderne Mikrofügeverfahren ein.
  5. Du bewertest einen vereinfachten Prozesszustand anhand von Qualitätszielen statt nach dem Prinzip „mehr Leistung ist besser“.
  6. Du erkennst Grenzen einer reinen Sichtprüfung.
  7. Du berücksichtigst Laserstrahlung, Schweißrauch, Hitze, elektrischen Strom, Brandgefahr und Prozessgase.
  8. Du begründest, warum reale Laserprozesse nur in geeigneten Ausbildungsbereichen unter Fachaufsicht und mit freigegebener Schutztechnik stattfinden dürfen.
  9. Du weißt, dass dieser Kurs keine Schweißerqualifikation und keine betriebliche Laserschutzunterweisung ersetzt.




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