Land- und Baumaschinentechnik – Maschinensensorik und Steuerung verknüpfen
Land- und Baumaschinentechnik – Maschinensensorik und Steuerung verknüpfen
Einleitung
Ausbildungsberuf: Land- und Baumaschinenmechatroniker/-in
Niveau: Berufsausbildung | Lernzeit: ca. 90–120 Minuten | Schwerpunkt: Lage, Kraft und Arbeitsablauf
Wie erkennt eine Baumaschine die Stellung ihrer Schaufel? Wie helfen Druckmesswerte, Kräfte einzuschätzen? Und wie verarbeitet eine elektronische Steuerung diese Informationen?
Du verknüpfst Sensorik, Hydraulik, Steuerungstechnik und Regelungstechnik an einem durchgehenden Ausbildungsfall.

Bildauftrag: Finde am Radlader Hubgerüst, Schaufel und die möglichen Angriffspunkte der Hydraulikzylinder.
Nach diesem Kurs kannst Du:
- Sensorik: Lage- und Drucksensoren ihren Aufgaben zuordnen.
- Hydraulik: Druck, Kolbenfläche und theoretische Zylinderkraft verknüpfen.
- Steuerungstechnik: Sensor-, Steuergeräte- und Aktorsignale unterscheiden.
- Ablaufsteuerung: Einen einfachen Arbeitszyklus modellieren.
- Fehlerdiagnose: Simulierte Signalfehler erkennen und begründet dokumentieren.
- Arbeitssicherheit: Die Grenzen von Simulation, Messwerten und Freigaben erklären.
Sicherheitsrahmen
Wichtig: Dieser Lernkurs ist keine Reparatur-, Betriebs-, Zulassungs- oder Fahrfreigabe.
Alle praktischen Modellaufgaben finden ausschließlich mit virtuellen Signalen, vorbereiteten Datensätzen, Papiermodellen oder dafür vorgesehenen spannungs- und drucklosen Lernmitteln statt.
Arbeiten an realen Fahrzeugsteuerungen, Hydraulikanlagen, elektrischen Energiesystemen, Hochvoltkomponenten, Rückhaltesystemen und sicherheitsrelevanten Funktionen sowie Fahr- und Betriebsfreigaben bleiben entsprechend qualifiziertem und autorisiertem Fachpersonal vorbehalten.
Nicht durchführen: Hydraulikleitungen öffnen, Drücke an Maschinen aufbauen, Schutzeinrichtungen überbrücken, Aktoren am Fahrzeug ansteuern, Steuergeräte umprogrammieren oder Sensoren an realen Maschinen probeweise abklemmen.
Druckflüssigkeit kann unter hohem Druck austreten. Lasten und Arbeitsausrüstungen können sich unbeabsichtigt bewegen. Die Gefährdungsbeurteilung, Herstellerunterlagen und betrieblichen Vorgaben sind maßgeblich.
Fachquelle: DGUV Information 209-070 – Sicherheit bei der Hydraulik-Instandhaltung.
Ausbildungsfall: Ein Radlader soll einen Arbeitszyklus ausführen
Situation: In einer Ausbildungswerkstatt sollst Du eine vereinfachte, virtuelle Radlader-Schaufelsteuerung beschreiben und testen.
Arbeitsauftrag: Die virtuelle Schaufel soll angehoben, in Position gehalten, ausgekippt und anschließend in eine Ausgangslage zurückgeführt werden. Die Lernsimulation verarbeitet dazu Hubwinkel, Kippwinkel und Hydraulikdruck.

Ablaufmodell:
| Zustand | Virtuelle Aktion | Beobachtung |
|---|---|---|
| BEREIT | Auf Bedienauftrag warten | Sensorwerte plausibel? |
| HEBEN | Hubbewegung modellieren | Hubwinkel erreicht? |
| HALTEN | Hubauftrag beenden | Position und Druck beobachten |
| KIPPEN | Kippbewegung modellieren | Kippwinkel erreicht? |
| RÜCKSTELLEN | Ausgangsposition modellieren | Startwinkel erreicht? |
| STÖRUNG | Weitere Modellbefehle sperren | Fehler dokumentieren |
Beachte: Dies ist ein didaktischer Zustandsautomat und keine freigabefähige Maschinensteuerung. Ein abgeschaltetes Ventilsignal gewährleistet an einer realen Hydraulik nicht automatisch das sichere Halten einer Last.
Praxisbezug: Hersteller bieten unter anderem automatische Schaufelrückführung, Hub- und Senkautomatik sowie Endlagendämpfung an. Die konkrete Funktion unterscheidet sich je nach Maschinenmodell und Ausstattung.
Fachmedium: Liebherr – Assistenzsysteme für Radlader
Lerneinheit 1: Sensor, Steuergerät und Aktor
Dauer: 6 Minuten
Eine elektronische Steuerung kann Informationen in Befehle umsetzen:
Sensor → Steuergerät → Ausgangssignal → Ventil → Hydraulikzylinder → Bewegung

Abbildung: Allgemeines Automatisierungs-Blockbild, nicht der Schaltplan eines Radladers.
| Bauteil | Aufgabe |
|---|---|
| Sensor | Physikalische Größe erfassen |
| Steuergerät | Eingangsdaten prüfen und verarbeiten |
| Proportionalventil | Hydraulischen Volumenstrom beeinflussen |
| Hydraulikzylinder | Hydraulische Energie in Bewegung umsetzen |
| Rückmeldung | Tatsächlichen Zustand erneut erfassen |
Kurzaufgabe: Beschreibe den Weg eines gemessenen Hubwinkels bis zur modellierten Schaufelbewegung.
Merksatz: Ein Sensor misst. Das Steuergerät verarbeitet. Der Aktor wirkt.
Lerneinheit 2: Lage erfassen
Dauer: 8 Minuten
Neigungssensoren erfassen Winkel relativ zu einer Bezugsrichtung, beispielsweise zur Schwerkraftrichtung. Wegsensoren erfassen Verschiebungen, beispielsweise den Zylinderhub. Drehgeber können Drehbewegungen erfassen.

Detailbild: Inkrementaler Drehgeber als Prinzipbeispiel. Dieses abgebildete Bauteil ist kein nachgewiesener baumaschinentauglicher Sensor.
Beachte: Ein Inkrementalgeber liefert zunächst Winkeländerungen. Für einen absoluten Winkelwert wird eine geeignete Referenz beziehungsweise ein entsprechend ausgelegtes Messsystem benötigt.
Im Ausbildungsfall werden zwei virtuelle Lagewerte verwendet:
| Signal | Beispielwert | Bedeutung |
|---|---|---|
| Hubwinkel | 35° | Stellung des Hubgerüsts im Modell |
| Kippwinkel | 40° | Stellung der Schaufel im Modell |
Denkfrage: Warum reicht ein einzelner Neigungssensor an der Maschine nicht immer aus, um die absolute Stellung der Schaufel zu bestimmen?
Antwortansatz: Maschinenneigung, Hubgerüststellung und Schaufelstellung können unterschiedliche Größen sein. Je nach Kinematik werden mehrere Messwerte und geometrische Beziehungen benötigt.
Fachbezug: ifm – Neigungssensoren für mobile Anwendungen.
Lerneinheit 3: Druck und Kraft verstehen
Dauer: 10 Minuten
Ein Drucksensor wandelt den gemessenen Druck in ein auswertbares Signal um.

Detailbild: Beispiel eines Druckmessumformers aus der Messtechnik. Das abgebildete Modell ist nicht für die Hydraulik eines Radladers ausgewiesen.

Prinzipdarstellung: Ein Hydraulikzylinder wandelt Druckenergie in lineare Bewegung um.
Grundzusammenhang:
F = p · A
F steht für die theoretische Kraft in Newton, p für Druck in Pascal und A für die wirksame Fläche in Quadratmetern.
Bei einem doppeltwirkenden Zylinder wirken die Drücke auf unterschiedliche Flächen:
Fideal = pA · AA − pB · AB
Rechenbeispiel – ausschließlich Übungswerte:
| Größe | Simulierter Wert |
|---|---|
| Druck Kolbenseite | 10 MPa |
| Kolbenfläche | 0,004 m² |
| Druck Stangenseite | 2 MPa |
| Ringfläche | 0,0025 m² |
Fideal = 10 000 000 · 0,004 − 2 000 000 · 0,0025
Ergebnis: 35 000 N = 35 kN
Die Rechnung berücksichtigt weder Reibung noch Beschleunigung, Bauteilnachgiebigkeit oder die Kinematik des Hubgerüsts.
Entscheidender Unterschied: Die theoretische Zylinderkraft ist nicht gleich der Schaufelnutzlast oder der zulässigen Last. Ein Druckmesswert allein erlaubt keine Tragfähigkeits-, Standsicherheits- oder Betriebsfreigabe.
3D-Prozessvideo: EMecha3D – How a Hydraulic Cylinder works. Beobachte Kolben, Kolbenstange und Druckräume. Die Darstellung dient der Funktionsveranschaulichung.
Beobachtungsfrage: Warum sind Kolben- und Ringfläche beim doppeltwirkenden Zylinder unterschiedlich groß?
Lerneinheit 4: Elektrohydraulische Steuerung
Dauer: 8 Minuten
Bei der Elektrohydraulik verarbeitet ein elektrisches Steuerungssystem Signale. Ein hydraulisches Ventil beeinflusst die Bewegung des Zylinders.

Schaltbild: Vereinfachter hydraulischer Steuerkreis mit Wegeventil und Zylinder. Die gezeigte Schaltung ist keine Vorlage für einen realen Fahrzeugumbau.

Detailfoto: Hydraulische Bauteile an einem Bagger als Vergleichsbeispiel aus der Baumaschinentechnik.
Video: Mobilhydraulik in der beruflichen Ausbildung
Festo Didactic – Mobilhydraulik: Lehrsystem zu Arbeitshydraulik, Ventilfunktionen und Messwertdiagnostik.
Beobachtungsauftrag: Unterscheide im Video hydraulische Energieversorgung, Ventilsteuerung, Antrieb und Messwerterfassung.
Merksatz: Druck beeinflusst die Zylinderkraft. Volumenstrom und wirksame Fläche beeinflussen die Bewegungsgeschwindigkeit; Last, Verluste und Steuerung wirken ebenfalls mit.
Lerneinheit 5: Messwerte, Rückmeldung und Arbeitsablauf
Dauer: 10 Minuten
Eine Steuerung kann Befehle nach einer festgelegten Logik ausgeben. Bei einer Regelung wird der Istwert zurückgeführt und mit dem Sollwert verglichen.

Regelkreis: Sollwert, Regler, Regelstrecke und rückgeführter Istwert.
Beispiel: Soll-Hubwinkel 35°, gemessener Ist-Hubwinkel 30°. Die Abweichung beträgt 5°. Ob, wie schnell und mit welchem Ausgangssignal nachgeregelt wird, hängt vom konkreten Regelungskonzept ab.
Manche Sensoren und Steuergeräte tauschen Daten über einen CAN-Bus aus. Andere Systeme nutzen analoge oder weitere digitale Schnittstellen.

Prinzipbild: Vernetzte Steuergeräte und Teilnehmer. Die konkrete Fahrzeugtopologie kann abweichen.
Danfoss Power Solutions – PLUS+1: Herstellerpräsentation zum Zusammenwirken von Sensoren, Steuerungen, Joysticks, Ventilen und Antrieben. Keine Bedien- oder Sicherheitsfreigabeanleitung.
Modellablauf:
| Beobachtung | Zustandswechsel im Lernmodell |
|---|---|
| Startauftrag und plausible Signale | BEREIT → HEBEN |
| Hubwinkel erreicht 35° | HEBEN → HALTEN |
| Virtueller Kippauftrag | HALTEN → KIPPEN |
| Kippwinkel erreicht 40° | KIPPEN → RÜCKSTELLEN |
| Ausgangslage erreicht | RÜCKSTELLEN → BEREIT |
| Ungültiger Sensorwert | Beliebiger Arbeitszustand → STÖRUNG |
Wichtig: Die Winkelwerte sind frei gewählte Lernwerte. Sie sind keine Herstellergrenzwerte, keine realen Zielstellungen und keine Freigabekriterien.
Lerneinheit 6: Diagnose ohne Eingriff am Fahrzeug
Dauer: 8 Minuten
Eine zuverlässige Diagnose unterscheidet Messwert, Beobachtung, mögliche Ursache und überprüfbaren Nachweis.
Beispiel-Datensatz einer Simulation:
| Zeitpunkt | Hubwinkel | Virtueller Hubbefehl | Datenstatus |
|---|---|---|---|
| Start | 10° | Aktiv | Gültig |
| Schritt A | 20° | Aktiv | Gültig |
| Schritt B | 30° | Aktiv | Gültig |
| Schritt C | 30° | Aktiv | Gültig |
| Schritt D | 30° | Aktiv | Gültig |
Frage: Ist der Sensor defekt?
Fachlich begründete Antwort: Das lässt sich nicht eindeutig feststellen. Ein gleichbleibender Wert könnte beispielsweise zu einer stillstehenden Mechanik, einer fehlenden Stellwirkung, einer blockierten Modellbewegung oder einem nicht aktualisierten Signal passen.
Richtige Lernstrategie: Ungewöhnlichen Verlauf markieren, alternative Hypothesen formulieren und im Offline-Modell unabhängige Daten vergleichen. Keine eigenständigen Versuche an der realen Fahrzeughydraulik durchführen.
Sicherheitsprinzip: Bei unplausiblen Eingangsdaten sperrt unser vereinfachtes Modell weitere Bewegungsbefehle und dokumentiert die Störung. Wie ein reales System sicher reagiert, muss maschinenspezifisch durch qualifiziertes Fachpersonal entwickelt, validiert und geprüft werden.
Modellaufgaben mit gestuften Hilfen und Feedback
Basisaufgabe: Signale zuordnen
Auftrag: Du erhältst die Signale „Hubwinkel“, „Druck Kolbenseite“ und „Kippwinkel“. Ordne Messgröße und mögliche Sensorart zu.
Hilfe 1: Unterscheide geometrische Größen und Fluidgrößen.
Hilfe 2: Winkel beziehen sich auf die Lage. Druck beschreibt eine Größe des Hydrauliksystems.
Hilfe 3: Zwei Werte gehören zur Winkelmessung, einer zur Druckmessung.
Musterlösung: Hubwinkel und Kippwinkel – geeignete Winkel- beziehungsweise Lageerfassung; Druck Kolbenseite – geeigneter Drucksensor.
Begründetes Feedback: Richtig, wenn Du auch erklärst, dass die Position des Sensors und die Bezugslage für die Interpretation des Winkels entscheidend sind. Ein beliebiger Winkelsensor misst nicht automatisch die gewünschte Schaufelstellung.
Anwendungsaufgabe: Zylinderkraft berechnen
Auftrag: Berechne die theoretische Zylinderkraft mit den Übungswerten aus Lerneinheit 3. Erkläre die Aussagegrenze.
Hilfe 1: Berücksichtige beide Druckräume.
Hilfe 2: Rechne mit Pascal, Quadratmetern und Newton.
Hilfe 3: Berechne zuerst 40 000 N und 5 000 N getrennt.
Musterlösung: 35 000 N beziehungsweise 35 kN.
Begründetes Feedback: Der Zahlenwert stimmt nur für das idealisierte Modell. Eine Aussage wie „Der Radlader darf 35 kN Last bewegen“ wäre falsch, weil Zylinderkräfte nicht direkt die zulässige Nutzlast darstellen.
Transferaufgabe: Signalfehler bewerten
Auftrag: In der Simulation bleibt der Hubwinkel trotz weiterhin aktivem Modellbefehl mehrfach unverändert. Entwickle zwei mögliche Erklärungen und eine sichere nächste Modellprüfung.
Hilfe 1: Unterscheide Bewegung und Datenübertragung.
Hilfe 2: Überlege, ob der Istwert unverändert sein kann, obwohl der Sollwert wechselt.
Hilfe 3: Vergleiche im Offline-Datensatz den virtuellen Bewegungszustand mit dem gemeldeten Hubwinkel.
Musterlösung: Denkbar sind eine ausgebliebene Modellbewegung oder ein veralteter Sensorwert. Ein zusätzlicher, unabhängig erzeugter Simulationswert könnte die Hypothesen unterscheiden.
Begründetes Feedback: Eine einzelne Messreihe beweist keine Bauteilursache. Fachgerechte Fehleranalyse formuliert prüfbare Hypothesen und berücksichtigt die Risiken eines realen Systems.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Signalfolge beschreibt eine einfache elektrohydraulische Wirkungskette? (Sensor Steuergerät Ventil Zylinder) (!Zylinder Sensor Pumpe Display) (!Ventil Schaufel Sensor Batterie) (!Schaufel Pumpe Reifen Sensor)
Welche Größe wird typischerweise mit einem Neigungssensor erfasst? (Winkel zur Bezugsrichtung) (!Hydraulischer Volumenstrom) (!Kraftstoffverbrauch) (!Reifendurchmesser)
Welcher Sensor eignet sich zur Erfassung eines Hydraulikdrucks? (Drucksensor) (!Temperaturanzeige) (!Drehzahlanzeige) (!Lichtsensor)
Wie groß ist die theoretische Kraft bei acht Megapascal Druck und einer wirksamen Fläche von vier Tausendstel Quadratmetern? (32 Kilonewton) (!2 Kilonewton) (!200 Kilonewton) (!320 Kilonewton)
Warum entspricht die Zylinderkraft nicht unmittelbar der zulässigen Schaufelnutzlast? (Weil Kinematik Verluste und Maschinenstabilität berücksichtigt werden müssen) (!Weil Drucksensoren grundsätzlich keine Messwerte liefern) (!Weil die Schaufel keine Kräfte übertragen kann) (!Weil der Motor immer die Zylinderkraft bestimmt)
Was kennzeichnet eine Regelung gegenüber einer reinen offenen Steuerung? (Die Rückführung des Istwerts) (!Der vollständige Verzicht auf Sensoren) (!Das Fehlen eines Sollwerts) (!Die ausschließliche Nutzung mechanischer Schalter)
Welche Aufgabe kann ein hydraulisches Wegeventil erfüllen? (Die Strömungswege der Druckflüssigkeit beeinflussen) (!Den Reifenluftdruck mechanisch erhöhen) (!Die Fahrzeugmasse bestimmen) (!Die Werkzeuglänge optisch messen)
Wofür kann ein CAN-Bus in mobilen Arbeitsmaschinen verwendet werden? (Zum Austausch digitaler Nachrichten zwischen Steuergeräten) (!Zur mechanischen Kraftübertragung) (!Zur Speicherung von Hydrauliköl) (!Zum Ersatz aller mechanischen Lager)
Welche Aussage ist bei einem unveränderten Hubwinkel trotz Modellbefehl fachlich angemessen? (Mehrere Ursachen sind möglich und müssen unterschieden werden) (!Der Winkelsensor ist zweifelsfrei defekt) (!Der Druck ist immer zu gering) (!Eine reale Maschine darf sofort weiterfahren)
Welche Tätigkeit ist durch diesen Kurs erlaubt? (Die Analyse vorbereiteter Simulationsdaten) (!Das Überbrücken einer Schutzeinrichtung) (!Das Öffnen einer belasteten Hydraulikleitung) (!Die eigenständige Fahrfreigabe einer Baumaschine)
Memory
| Neigungssensor | Winkelmessung |
| Drucksensor | Fluiddruck |
| Wegsensor | Hubpositionsmessung |
| Steuergerät | Signalverarbeitung |
| Proportionalventil | Volumenstrombeeinflussung |
| Hydraulikzylinder | Linearbewegung |
| Rückmeldung | Istwerterfassung |
| Zustandsautomat | Ablaufmodell |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Fachfunktion |
|---|---|
| Winkelmessung | Neigungssensor |
| Druckerfassung | Drucksensor |
| Signalvergleich | Steuergerät |
| Volumenstromdosierung | Proportionalventil |
| Kraftübertragung | Hydraulikzylinder |
| Ablaufkoordination | Zustandssteuerung |
Kreuzworträtsel
| Hydraulik | Welche Technik überträgt Kräfte mithilfe von Flüssigkeiten? |
| Neigung | Welche geometrische Größe wird relativ zu einer Bezugsrichtung als Winkel beschrieben? |
| Drucksensor | Welches Bauteil misst den Fluiddruck? |
| Ventil | Welches Bauteil beeinflusst hydraulische Strömungswege? |
| Regelung | Wie heißt eine Steuerungsform mit Rückführung und Vergleich des Istwerts? |
| Hubwinkel | Welche Winkelgröße beschreibt im Lernmodell die Stellung des Hubgerüsts? |
LearningApps
Die Suchergebnisse hängen von den tatsächlich vorhandenen LearningApps ab. Externe Übungen sind vor dem Unterricht fachlich zu prüfen.
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Radlader: Erstelle eine beschriftete Skizze von Schaufel, Hubgerüst und Hydraulikzylindern auf Grundlage des geprüften Bildmaterials.
- Sensorik: Gestalte drei digitale Lernkarten zu Winkelmessung, Druckmessung und Wegmessung.
- Signalfluss: Zeichne ein Blockdiagramm vom virtuellen Winkelsensor bis zur simulierten Schaufelbewegung.
- Hydraulik: Erstelle ein einminütiges Erklärvideo mit einer gezeichneten oder animierten Darstellung zur Funktion eines Hydraulikzylinders.
Standard
- Druckkraft: Berechne mit drei selbst gewählten, ausdrücklich simulierten Datensätzen die theoretische Zylinderkraft und erläutere die Modellgrenzen.
- Ablaufsteuerung: Entwickle auf Papier einen Zustandsautomaten mit den Zuständen BEREIT, HEBEN, HALTEN, KIPPEN, RÜCKSTELLEN und STÖRUNG.
- Fehlerdiagnose: Vergleiche zwei vorbereitete Signalverläufe und gestalte einen Diagnosebericht mit mindestens zwei überprüfbaren Hypothesen.
- CAN-Bus: Erstelle ein Schaubild für den digitalen Datenaustausch zwischen virtuellen Sensoren und einem Modellsteuergerät.
Schwer
- Regelungstechnik: Vergleiche eine offene Steuerung mit einer rückgeführten Positionsregelung in einer Software-Simulation und begründe Unterschiede.
- Plausibilitätsprüfung: Entwickle eine virtuelle Datenprüfung für fehlende, widersprüchliche und veraltete Winkelwerte. Formuliere begründete Fehlermeldungen.
- Mechatronik: Gestalte ein digitales Funktionsmodell, das Hub- und Kippwinkel, Druckwerte und Ablaufzustände visualisiert, ohne reale Maschinen anzusteuern.
- Arbeitssicherheit: Erstelle eine Gefährdungsanalyse zu unbeabsichtigter Bewegung, gespeicherter hydraulischer Energie und Messwertausfall. Interviewe dazu nach Möglichkeit eine qualifizierte Fachkraft, ohne Arbeiten am Fahrzeug durchzuführen.


Lernkontrolle
- Ursache und Wirkung: Erläutere, wie ein falscher Hubwinkelwert einen virtuellen Arbeitsablauf beeinflussen könnte. Trenne Beobachtung und angenommene Fehlerursache.
- Hydraulische Kraft: Begründe, warum ein höherer gemessener Druck nicht automatisch eine höhere zulässige Nutzlast bedeutet.
- Sensorfusion: Entwickle ein Konzept, wie die Lage der Schaufel aus Maschinenneigung, Hubstellung und Kippstellung abgeleitet werden könnte.
- Steuerung und Regelung: Vergleiche zwei virtuelle Schaufelsteuerungen mit und ohne Istwertrückführung. Bewerte die Aussagekraft der jeweiligen Sensorinformationen.
- Fehlerdiagnose: Entwirf eine nachvollziehbare Offline-Prüfstrategie für einen dauerhaft unveränderten Winkelwert.
- Funktionale Sicherheit: Erkläre, warum eine einfache Ausgabesperre im Lernmodell keine ausreichende Sicherheitsfunktion für eine reale, belastete Hydraulikanlage nachweist.
Bewertungsmaßstab: Gute Antworten enthalten eine nachvollziehbare Ursache-Wirkungs-Kette, benennen Modellannahmen, berücksichtigen alternative Erklärungen und trennen Simulation von sicherheitsrelevanten Fahrzeugmaßnahmen.
Lernnachweis
Für den Lernnachweis erstellst Du eine kurze digitale oder schriftliche Ausbildungsmappe. Sie enthält:
- Ein selbst beschriftetes Sensor-Steuergerät-Aktor-Schema.
- Eine Erklärung zur Unterscheidung von Lage-, Druck- und Wegmessung.
- Eine korrekte Kraftberechnung mit Einheiten und einer Erklärung ihrer Grenzen.
- Einen Zustandsautomaten für den simulierten Arbeitszyklus.
- Eine begründete Auswertung eines auffälligen Signalverlaufs.
- Eine Gegenüberstellung von offener Steuerung und Regelung.
- Eine Sicherheitsreflexion, die mindestens drei Grenzen der Modellaufgaben benennt.
Lernnachweis bestanden: Wenn die fachlichen Zusammenhänge schlüssig erläutert, Modellannahmen gekennzeichnet und keinerlei unzulässige Reparatur-, Last- oder Fahrfreigaben abgeleitet werden.
OERs zum Thema
Wikipedia – Hydraulik
Weitere Grundlagen: Sensor | Regelungstechnik.
Fachlich geprüfte Prozessmedien und Quellen
- Festo Didactic – Elektrohydraulik Grundstufe: Komponenten, Schaltungsgrundlagen und systematische Fehlersuche.
- Bosch Rexroth – Lehr- und Lernmedien: Fachanimationen zu Ventilen, Hydraulik und Mobilhydraulik. Nutzungsbedingungen der jeweiligen Medien beachten.
- Liebherr – Radlader-Assistenzsysteme: Praxisbeispiele zu Schaufelrückführung, Hubautomatik und Endlagendämpfung.
- Endress+Hauser – Pressure measuring principle: Herstelleranimation zu Druckmessprinzipien, als allgemeines Messprinzip und nicht als Hydraulik-Sicherheitsnachweis.
- DGUV Information 209-070: Gefährdungen und Schutzmaßnahmen bei Arbeiten an Hydraulikanlagen.
- ifm – Inclination sensors: Technische Grundlagen und Produktbeispiele für Neigungsmessungen.
Quellenhinweis: Herstellerseiten erläutern Produkt- und Systemfunktionen. Ihre Inhalte ersetzen keine fahrzeugspezifische Serviceinformation, Sicherheitsbewertung oder Qualifikation. Die Zahlen und Abläufe des Ausbildungsfalls sind ausdrücklich didaktisch konstruiert.
Bildnachweise und Medienrechte
Alle eingebundenen Bilddateien wurden als konkrete Wikimedia-Commons-Dateien recherchiert. Die folgenden Angaben nennen Urheber und auf den Dateiseiten ausgewiesene freie Lizenzen.
| Bilddatei | Urheber | Lizenz |
|---|---|---|
| Wheel-loader02.jpg | MathKnight | CC BY-SA 3.0 |
| Bauma 2007 Loader Liebherr 2.jpg | Aconcagua | CC BY-SA 3.0 |
| PLC Block Diagram.jpg | ProVision | CC BY-SA 4.0 |
| Drehinkrementalencoder.jpg | Pemu | CC BY-SA 3.0 |
| Pressure-transducer hg.jpg | Hannes Grobe | CC BY-SA 4.0 |
| Hydraulic Cylinder.svg | 電工石火 | CC BY-SA 4.0 |
| Hydraulic circuit directional control de.png | Duk / Bukk | CC BY-SA 3.0 |
| Close-up of the hydraulic parts of an excavator.jpg | Shixart1985 | CC BY 2.0 |
| Simple feedback control loop.svg | Ap / Chetvorno | CC BY-SA 3.0 |
| Topology CAN protocol.png | Taras Babich | CC BY-SA 4.0 |
Lizenzhinweis: Die Commons-Dateiseiten enthalten den jeweiligen Lizenztext sowie weitere Angaben. Für Veränderungen sind insbesondere die Namensnennung, Lizenzverlinkung, Änderungskennzeichnung und gegebenenfalls die Weitergabe unter gleichen Bedingungen zu beachten. Die Bilder werden im Kurs ohne inhaltliche Bearbeitung eingebunden.
YouTube-Videos: Die eingebundenen Videos stammen von Festo Didactic, Danfoss Power Solutions und EMecha3D. Sie werden nur über den YouTube-Player referenziert; ihre Einbettung macht sie nicht automatisch zu offen lizenzierten OER. Verfügbarkeit, Einbettungserlaubnis, Plattformbedingungen und Datenschutz vor der Unterrichtsnutzung prüfen. Keine Weiterverbreitung als freie Videodateien behaupten.
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
Schulfach+


aiMOOCs


aiMOOC Projekte


MOOCwiki · Deutsch
Nach dem Lernen ist vor dem Lernen
Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.
Zur MOOCwiki-HauptseiteMediathek
Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...
Keine passenden Inhalte gefunden. Bitte ändere Suche oder Filter.
NEWSLernweltNOAH fragen