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Land- und Baumaschinentechnik – Maschinenantriebe und Nebenabtriebe verstehen

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Land- und Baumaschinentechnik – Maschinenantriebe und Nebenabtriebe verstehen

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Land- und Baumaschinentechnik – Maschinenantriebe und Nebenabtriebe verstehen


Einleitung

Leitfrage: Wie gelangt die Motorleistung zur Fortbewegung und zum Arbeitsgerät?

Zielgruppe: Ausbildung Land- und Baumaschinenmechatronik. Dauer: sechs kurze Lerneinheiten à etwa 5–10 Minuten, anschließend Übungen. Lernziel: Du unterscheidest Fahrantrieb, mechanischen Nebenabtrieb und hydraulischen Arbeitsantrieb, deutest einfache Leistungsangaben und begründest Sicherheitsentscheidungen.

Verbindliche Sicherheitsgrenze: Alle Aufgaben erfolgen an Bildern, Papiermodellen und fiktiven Daten. Keine Bedienprobe, kein Starten, Ankuppeln, Öffnen, Messen, Entlüften, Einstellen oder Reparieren realer Maschinen. Arbeiten an sicherheitsrelevanten Fahrzeugfunktionen, Hochvoltsystemen und Rückhaltesystemen sowie Zulassungs-, Reparatur- und Fahrfreigaben bleiben qualifiziertem Fachpersonal vorbehalten. Hersteller-Betriebsanleitungen und betriebliche Unterweisungen haben Vorrang. Dieser Lernkurs erteilt keinerlei Freigabe.


Lerneinheit 1: Wo fließt die Leistung hin?

Zeit: 6 Minuten. Merke: Der Motor liefert mechanische Leistung; sie kann in mehrere Leistungszweige aufgeteilt werden.

Bildauftrag: Erkenne den Verbrennungsmotor eines älteren Traktors. Das Foto zeigt kein allgemeingültiges Antriebslayout.

Energiequelle Fahrprozess Arbeitsprozess
Dieselmotor → Kurbelwelle Kupplung / Getriebe → Achsen oder Kettenlaufwerk Nebenabtrieb / Zapfwelle oder Hydraulikpumpe → Arbeitsgerät

Mini-Aufgabe (Basis): Markiere in der Tabelle den Leistungsweg zu den Rädern und den zum Werkzeug.

Feedback: Beide beginnen an der Antriebsquelle, enden aber an unterschiedlichen Verbrauchern. Darum bedeutet „Motor läuft“ noch nicht, dass jeder Arbeitsabtrieb Leistung überträgt.


Lerneinheit 2: Fahrantrieb

Zeit: 7 Minuten. Ein Fahrantrieb bringt Drehmoment an Räder oder Ketten. Welche Bauteile dazwischenliegen, hängt von der Bauart ab.

Mechanischer Weg Hydrostatischer Weg
Motor → Kupplung/Getriebe → Achsantrieb → Rad Motor → Hydraulikpumpe → Ölstrom → Hydromotor → Fahrwerk
Übersetzung und Drehmomentübertragung über Zahnräder/Wellen Mechanisch–hydraulisch–mechanische Energieumwandlung

Vergleichsskizze für offene und geschlossene Hydraulikkreisläufe. Sie ist keine fahrzeugspezifische Schaltung.

Erkennungsbild: Symbol eines Hydromotors, der hydraulische Leistung in Drehbewegung umsetzt.

Mini-Aufgabe (Anwendung): Zeichne beide Wege mit je vier Stationen auf Papier. Wo sitzt der Hydromotor?

Feedback: Beim hydrostatischen Weg liegt er nach dem hydraulischen Übertragungsabschnitt. Eine Hydraulikpumpe allein treibt noch kein Rad an.


Lerneinheit 3: Mechanischer Nebenabtrieb

Zeit: 8 Minuten. Die Zapfwelle (PTO) stellt mechanische Drehleistung für Geräte bereit, zum Beispiel für eine Bodenfräse. Der Zapfwellenstummel ist nicht mit der Gelenkwelle des Geräts gleichzusetzen.

Detailbild: Heckzapfwellenanschluss.

Vergleichsbild: profilierter Anschlussstummel.

Gelenkwelle mit Schutzabdeckung. Die Abbildung dient ausschließlich zur Erkennung der Bauteile, nicht als Montageanleitung.

Zapfwellenart Kennzeichen
Motorzapfwelle Ihre Drehzahl ist im Grundprinzip an die Motordrehzahl gekoppelt; je nach Konstruktion getrennt vom Fahrantrieb schaltbar.
Getriebezapfwelle Antriebsweg über Fahrkupplung/Getriebe; Verhalten von der Konstruktion abhängig.
Wegezapfwelle Drehzahl ist an die Fahrbewegung gekoppelt; nur bei entsprechend ausgerüsteten Maschinen.

Wichtig: 540 und 1.000 U/min sind verbreitete Zapfwellen-Nenndrehzahlen, keine austauschbaren Betriebsfreigaben. ECO-Stufen, Wellenprofile, Drehrichtung, zulässige Leistung und Schaltlogik sind modellabhängig. Prüfe für reale Fälle stets Herstellerunterlagen für Traktor, Gelenkwelle und Gerät.

Mini-Aufgabe (Basis): Welche Art von Bewegung überträgt die Zapfwelle?

Feedback: Drehbewegung und Drehmoment. Ein Hydraulikanschluss stellt dagegen hydraulische Leistung bereit.


Lerneinheit 4: Hydraulischer Arbeitsantrieb

Zeit: 9 Minuten. Eine Pumpe erzeugt Volumenstrom. Der Widerstand des Verbrauchers bewirkt Druckaufbau. Ventile steuern die Richtung des Volumenstroms; Zylinder bewirken Hub, Hydromotoren Drehung.

Prinzip einer Zahnradpumpe – eine mögliche Pumpenbauart.

Prinzip einer Axialkolbenpumpe – Bauteil- und Bewegungsrichtungen erkennen.

Freie Prozessanimation einer Axialkolbenpumpe: Beobachte die Kolbenbewegung, ohne daraus eine reale Einstellanweisung abzuleiten.

Berufsspezifisches Detail: Kolben einer axialen Hydromaschine aus einem Industrieantrieb; nicht als Bauteil eines bestimmten Baggers identifiziert.

Detailbild eines Baggers: Suche Leitungen, Gelenke und Zylinder.

Bauteil Funktion
Hydraulikpumpe Wandelt Wellenleistung in hydraulische Leistung um.
Wegeventil Führt den Volumenstrom in die gewählte Richtung.
Hydraulikzylinder Erzeugt geradlinige Bewegung und Kraft.
Hydromotor Erzeugt Drehbewegung und Drehmoment.

Fachlich geprüfte Prozessmedien: Bosch Rexroth: Animationen zu Hydraulik-Grundlagen, Wegeventilen und Mobilhydraulik. Dies ist eine Hersteller-Mediensammlung; verfügbare Animationen und Nutzungsbedingungen prüfst Du auf der verlinkten Seite. Keine Reparaturvideos nacharbeiten.

Mini-Aufgabe (Anwendung): Ersetze beim fiktiven Lader den Hydraulikzylinder gedanklich durch einen Hydromotor. Welche Ausgangsbewegung ändert sich?

Feedback: Aus linearer Hubbewegung wird eine rotierende Bewegung; das zeigt den Unterschied zwischen beiden Verbrauchertypen.


Lerneinheit 5: Drehzahl, Drehmoment, Leistung

Zeit: 7 Minuten. Bei drehenden Wellen hängen Leistung, Drehmoment und Drehzahl zusammen:

Modellformel: P (kW) ≈ Drehmoment M (Nm) × Drehzahl n (U/min) ÷ 9550.

Sicheres Rechenmodell: 200 Nm bei 540 U/min ergeben rund 11,3 kW Wellenleistung. Das ist ein frei gewählter Übungswert, keine Spezifikation einer realen Zapfwelle.

Hydraulisches Idealmodell: Phyd (kW) = Druckdifferenz p (bar) × Volumenstrom Q (L/min) ÷ 600. Bei 120 bar und 30 L/min sind das 6,0 kW hydraulische Leistung. Reale Anlagen haben Verluste; der Pumpenantrieb benötigt daher mehr als 6,0 kW.

Mini-Aufgabe (Anwendung): Verdoppelt sich bei unveränderter Drehzahl das Drehmoment, was geschieht mit der Wellenleistung?

Feedback: Sie verdoppelt sich näherungsweise, weil bei konstanter Drehzahl Leistung proportional zum Drehmoment ist. Die Motorkennlinie und Belastungsgrenzen müssen real separat berücksichtigt werden.


Lerneinheit 6: Ausbildungsfall „Traktor T und Arbeitsgerät F“

Zeit: 10 Minuten. Der folgende Fall ist vollständig fiktiv und ausschließlich eine Papierübung.

Auftragskarte: Ein Traktor T soll zu einem Feld fahren und dort eine zapfwellengetriebene Bodenfräse F antreiben. Zu einem anderen Zeitpunkt hebt ein Frontlader eine Last über Hydraulikzylinder. Auf dem fiktiven Geräteblatt F steht „erforderlicher Zapfwelleneingang: 540 U/min“. Ein Entwurf schlägt „1.000 U/min“ vor. Außerdem meldet die Kundschaft: „Der Lader bewegt sich langsam.“ Daten zu Drehmoment, Last und konkreten Maschinen fehlen.

Karte Was ist bekannt? Was bleibt offen?
Fahrt Räder müssen Antriebsleistung erhalten. Getriebe- und Antriebsbauart von T.
Fräse Im Modell benötigt F 540 U/min am Eingang. Kupplung, Schutz, Leistung, Profil und Betriebsbedingungen laut Hersteller.
Lader Hydraulikzylinder erzeugen Bewegung. Volumenstrom, Last, Ventilstellung und weitere Betriebsdaten.

Basisauftrag: Zeichne die drei Leistungswege als Pfeilkette.

Begründetes Feedback: Richtig sind „Motor → Fahrantrieb → Räder“, „Motor → mechanischer Nebenabtrieb → Fräse“ und „Motor → Hydraulikpumpe → Ventil → Zylinder“. Diese Wege trennen Fahrt, rotierende Gerätearbeit und Hubarbeit.

Anwendungsauftrag: Bewerte auf Papier die vorgeschlagene Eingangsnenndrehzahl von 1.000 U/min.

Begründetes Feedback: Nicht als passend bestätigen. Die fiktive Vorgabe lautet 540 U/min. Eine höhere Nenndrehzahl ist keine Leistungsreserve, sondern kann ein Gerät überlasten. Kompatibilität und zulässiger Betrieb dürfen nur auf Grundlage der konkreten Herstellerangaben und durch Befugte geklärt werden.

Transferauftrag: Bedeutet „Lader langsam“, dass die Zapfwelle defekt ist? Nenne zwei fehlende Informationsarten.

Begründetes Feedback: Nein, nicht ableitbar. Fahrantrieb, Nebenabtrieb und Arbeitshydraulik können unterschiedliche Leistungswege haben. Benötigt werden beispielsweise die technische Hydraulikdokumentation und zulässige Betriebs-/Lastdaten. Das ist noch keine Fehlerdiagnose.


Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall

Hilfe 1 – Denkanstoß: Welche Bewegung benötigt die Fräse, welche der Lader?

Hilfe 2 – Wortbank: Drehbewegung, Zapfwelle, Volumenstrom, Hydraulikzylinder, Fahrgetriebe.

Hilfe 3 – Musterstruktur: Zeichne von „Motor“ drei Pfeile zu „Fahrt“, „Fräse“ und „Lader“. Ergänze pro Zweig den zugehörigen Energiewandler. Vergleiche dann die fiktive Vorgabe 540 mit dem Entwurf 1.000.

Selbstcheck: Du hast drei getrennte Wege, begründest den Drehzahlkonflikt und vermeidest eine voreilige Ferndiagnose? Dann ist die Modellaufgabe fachlich schlüssig.


Sicherheitsfenster: Gefährdungen erkennen

Zeit: 5 Minuten. Rotierende Gelenkwellen können einziehen. Hydraulische Restenergie und austretende Hochdruckflüssigkeit können schwere Verletzungen verursachen. Schutzeinrichtungen dürfen nicht entfernt oder überbrückt werden. Zum Lernen genügt die Analyse von Fotos und Betriebsanweisungen.

Sicherheitsfilm „Power Take-Off (PTO) Entanglement Demonstration“, University of Missouri Extension. Nur ansehen; Vorführungen mit echten Zapfwellen niemals nachstellen.

Zusätzliches Anschauungsvideo zur Hydraulikpumpe eines Baggers (Diki Adn, unabhängiger Kanal). Nur die Pumpenanimation auswerten; keine Wartungs-/Einstellschritte übernehmen. Maschinenbezogene Angaben stets gegen Originaldokumentation prüfen.

Bild-/Videofrage: Warum reicht ein scheinbar stillstehender Arbeitsraum nicht als Nachweis für Druckfreiheit oder Stillstand aller Antriebe?

Feedback: Nachlauf, gespeicherte Energie und andere angetriebene Baugruppen sind möglich. Ein Blick von außen ersetzt keine qualifizierte Sicherung und Prüfung.

Sicheres Verhalten im Ausbildungsfall: Keine Arbeiten am realen Antrieb; sichtbare Abweichungen dokumentieren, Abstand halten und Ausbilderin/Ausbilder beziehungsweise befugtes Fachpersonal informieren. Unbekannte oder beschädigte Schutzvorrichtungen bedeuten: keine Nutzung veranlassen. Auch das Feststellen von Druckfreiheit oder Betriebsbereitschaft ist kein Auftrag dieses Kurses.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Aufgabe erfüllt der Fahrantrieb? (Er überträgt Antriebsleistung zu Rädern oder Ketten) (!Er erzeugt ausschließlich Hydraulikdruck) (!Er ersetzt den Verbrennungsmotor) (!Er schützt die Gelenkwelle)




Was überträgt eine Zapfwelle an ein Arbeitsgerät? (Mechanische Drehleistung) (!Ausschließlich elektrische Energie) (!Nur Kühlluft) (!Nur Messsignale)




Welches Bauteil setzt hydraulische Energie in Hubbewegung um? (Hydraulikzylinder) (!Differenzial) (!Zapfwellenstummel) (!Kupplungspedal)




Welche Aufgabe hat eine Hydraulikpumpe im Grundprinzip? (Sie erzeugt Volumenstrom) (!Sie ersetzt jede Druckbegrenzung) (!Sie erzeugt automatisch eine feste Zylinderkraft) (!Sie liefert stets eine konstante Motordrehzahl)




Was beschreibt das Drehmoment? (Die Drehwirkung einer Kraft an einer Welle) (!Die Menge der Hydraulikflüssigkeit im Tank) (!Die Länge eines Zylinders) (!Die Masse eines Getriebegehäuses)




Welche Angabe ist für eine Zapfwellenanwendung gerätespezifisch zu prüfen? (Die erforderliche Eingangsnenndrehzahl) (!Die Farbe der Fahrzeughaube) (!Die Anzahl der Sitze) (!Die Form des Lenkrads)




Was kennzeichnet einen hydrostatischen Fahrantrieb? (Eine Pumpe und ein Hydromotor übertragen Leistung über Hydraulikflüssigkeit) (!Ein Reifen ersetzt das Getriebe) (!Der Motor treibt ausschließlich eine Lichtmaschine) (!Das Fahrwerk erhält keine Antriebsleistung)




Was passiert bei gleicher Drehzahl mit der Wellenleistung wenn sich das Drehmoment verdoppelt? (Sie verdoppelt sich im idealisierten Modell) (!Sie halbiert sich) (!Sie bleibt immer gleich) (!Sie wird zu einer Druckangabe)




Welche Aussage zu Hydraulikdruck ist richtig? (Der Druck hängt auch vom Widerstand der Last ab) (!Die Pumpe bestimmt unabhängig von der Last immer denselben Druck) (!Druck und Volumenstrom sind identische Größen) (!Hydraulikflüssigkeit kann keine Energie speichern)




Wie handelst Du bei einer erkennbar fehlenden Gelenkwellenabdeckung? (Du veranlasst keine Nutzung und informierst befugtes Fachpersonal) (!Du startest eine Funktionsprobe) (!Du hältst die Abdeckung während des Laufens fest) (!Du näherst Dich zum Prüfen der Drehung)





Memory

Kurbelwelle Mechanische Abgabe des Motors
Fahrgetriebe Anpassung der Übersetzung
Zapfwellenstummel Mechanischer Geräteanschluss
Gelenkwellenschutz Abschirmung rotierender Bauteile
Hydraulikpumpe Erzeugung des Ölvolumenstroms
Wegeventil Lenkung der Strömungsrichtung
Hydraulikzylinder Lineare Arbeitsbewegung
Hydromotor Rotierende Arbeitsbewegung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Fahrantrieb Fortbewegung
Nebenabtrieb Geräteversorgung
Kupplung Kraftflussunterbrechung
Differenzial Drehzahlausgleich
Hydraulikpumpe Volumenstromerzeugung
Hydraulikzylinder Hubbewegung





Kreuzworträtsel

Zapfwelle Wie heißt der mechanische Nebenabtrieb eines Traktors?
Getriebe Welche Baugruppe verändert die Übersetzung des Fahrantriebs?
Kupplung Welche Baugruppe kann den mechanischen Kraftfluss trennen?
Hydromotor Welches hydraulische Bauteil erzeugt eine Drehbewegung?
Drehmoment Welche physikalische Größe beschreibt die Drehwirkung an einer Welle?
Volumenstrom Welche hydraulische Größe gibt die Flüssigkeitsmenge pro Zeit an?





LearningApps

Suchergebnisse für ergänzende Übungen; fremde Inhalte vor der Verwendung fachlich prüfen.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Der Motor liefert mechanische Leistung an die

.
Der Antriebsweg zu den Rädern wird als

bezeichnet.
Ein mechanischer Geräteabtrieb am Traktor heißt

.
Die Gelenkwelle überträgt eine

zum Arbeitsgerät.
Die Schutzabdeckung mindert die Gefahr des

.
Eine Hydraulikpumpe fördert einen

.
Die entstehende Druckhöhe hängt unter anderem von der

ab.
Ein Wegeventil steuert die

.
Ein Zylinder erzeugt eine

.
Ein Hydromotor liefert eine

.
Bei gleicher Drehzahl nimmt die Wellenleistung mit dem

zu.
Im Ausbildungsfall fordert die Fräse eine Nenndrehzahl von

Umdrehungen pro Minute.
Fehlende Betriebsdaten erlauben keine sichere

.
Arbeiten an realen sicherheitsrelevanten Systemen übernimmt qualifiziertes

.



Offene Aufgaben


Leicht

  1. Leistungsfluss: Zeichne mit Papierpfeilen die drei Leistungswege von Traktor T und beschrifte die Verbraucher.
  2. Zapfwelle: Markiere auf den Commons-Fotos Stummel, Gelenkwelle und Schutzelement; erläutere die Unterschiede schriftlich.
  3. Hydraulikzylinder: Gestalte eine Karte mit Ein- und Ausgangsenergie sowie einer typischen Anwendung.
  4. Arbeitssicherheit: Erstelle aus dem Sicherheitsfilm fünf Regeln für das Verhalten als beobachtende Person, ohne eine Demonstration nachzustellen.


Standard

  1. Fahrantrieb: Vergleiche mechanischen und hydrostatischen Fahrweg in einer selbst gezeichneten Tabelle.
  2. Hydraulikpumpe: Zeichne die Funktion einer Zahnradpumpe anhand des geprüften Commons-Schemas nach und erläutere den Volumenstrom.
  3. Drehmoment: Rechne 200 Nm bei 540 U/min in Kilowatt um und erkläre den Einfluss der Drehzahl.
  4. Technische Dokumentation: Verfasse für Traktor T eine Liste der fehlenden Herstellerangaben, bevor überhaupt über Gerätekompatibilität gesprochen werden darf.


Schwer

  1. Systemanalyse: Entwickle ein beschriftetes Papiermodell, das Fahrzweig, Zapfwellenzweig und Hydraulikzweig nebeneinander zeigt.
  2. Fehlerdiagnose: Formuliere drei konkurrierende Erklärungsansätze für „Lader langsam“, trenne Vermutungen von Messdaten und fordere qualifizierte Prüfung statt einer Fernreparatur.
  3. Energieeffizienz: Berechne im fiktiven Modell die hydraulische Leistung aus 120 bar und 30 L/min und begründe, warum die Antriebsleistung wegen Verlusten höher liegen muss.
  4. Medienkompetenz: Vergleiche eine Herstellerquelle mit einem YouTube-Video, belege Übereinstimmungen, Unsicherheiten und die jeweiligen Medienrechte in einem Quellenprotokoll.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Systemverständnis: Erkläre anhand eines unbekannten Blockschaltbilds, welche drei Verbraucher von derselben Energiequelle versorgt werden können und warum sie nicht dieselbe Antriebsart benötigen.
  2. Transfer: Ein Gerät fordert im fiktiven Datenblatt 540 U/min, eine Planung enthält 1.000 U/min. Begründe, warum eine Freigabe ohne vollständige Herstellerprüfung unzulässig wäre.
  3. Leistungsberechnung: Vergleiche zwei frei gewählte Drehmoment-Drehzahl-Paare und erkläre, weshalb mehr Drehzahl nicht automatisch mehr nutzbare Arbeitsleistung bedeutet.
  4. Hydraulik: Erläutere, weshalb „wenig Bewegung“ ohne Druck-, Volumenstrom-, Last- und Herstellerdaten keine eindeutige Fehlerursache liefert.
  5. Gefährdungsbeurteilung: Beurteile schriftlich eine Abbildung mit fehlender Schutzabdeckung und formuliere sichere Meldewege statt Eingriffsanweisungen.
  6. Medienbewertung: Stelle dar, weshalb eine frei lizenzierte Animation für das Prinzip nützlich, aber keine gültige Betriebsanweisung eines konkreten Fahrzeugs ist.

Beurteilungshinweise: Eine gute Lösung zeigt korrekte Energiepfade, eindeutige Fachbegriffe, nachvollziehbare Rechenschritte, abgegrenzte Annahmen und Sicherheitsbegründungen. Reine Nennung von Bauteilen genügt nicht.




Lernnachweis

Als Lernnachweis erstellst Du eine zweiseitige Fallakte zu Traktor T und Fräse F mit folgenden Bestandteilen:

  1. Leistungsfluss: Drei korrekt beschriftete Energiepfade für Fahrt, Fräse und Lader.
  2. Maschinenantrieb: Vergleich von mechanischer und hydrostatischer Antriebsübertragung mit je einer Umwandlungsstelle.
  3. Leistungsberechnung: Nachvollziehbare Lösung mindestens einer Wellen- und einer hydraulischen Modellrechnung samt Einheiten.
  4. Arbeitsschutz: Begründete Warnung zum Drehzahlkonflikt und zu Gelenkwellen-/Hochdruckgefahren ohne praktische Eingriffsschritte.
  5. Quellenkritik: Mindestens zwei überprüfbare Fachquellen und eine Commons-Medienangabe mit Autor und Lizenz.
  6. Reflexion: Eine Aussage, die Du aufgrund fehlender Maschineninformationen ausdrücklich nicht treffen kannst.

Bewertungsraster: Basis = richtige Zuordnung; Anwendung = begründete Deutung von Daten; Transfer = sichere Bewertung neuer Fälle mit benannten Grenzen. Sicherheitswidrige Handlungsaufforderungen müssen korrigiert werden; der Nachweis ersetzt keine betriebliche Unterweisung, keine Prüfung und keine Berechtigung zu Fahrzeug-, Hochvolt-, Rückhaltesystem-, Reparatur- oder Fahrfreigaben.




OERs zum Thema

Wikipedia-Überblick zu Nebenabtrieben:

Weiterführende Überblicksartikel: Nebenabtrieb, Zapfwelle, Traktor, Hydraulik, Hydraulikpumpe, Hydraulikmotor, Axialkolbenpumpe, Drehmoment.


Fachquellen und überprüfte Prozessmedien

  1. DEUTZ-FAHR: Serie 5, Getriebe und Zapfwelle – Herstellerbeispiele für verschiedene Drehzahlstufen und Schaltkonzepte; nicht allgemeingültig.
  2. Bosch Rexroth: Medien für die technische Ausbildung – Fachanimationen zu Pumpen, Ventilen und Mobilhydraulik; Rechte zur Weiterverwendung vorab auf der Anbieterseite prüfen.
  3. SVLFG: Sicher arbeiten im Garten- und Landschaftsbau – Gelenkwellenschutz und Gefährdungen.
  4. SVLFG: Unterweisung – betriebliche Sicherheitsunterweisungen.
  5. HSE: Power take-off shafts – Schutzmaßnahmen bei Gelenkwellen.
  6. HSE: High pressure fluid injection hazards – Gefahren von Hochdruckflüssigkeit.
  7. Penn State Extension: Power Take-Off Safety – Grundaufbau, Geschwindigkeiten und Risiken.
  8. University of Missouri Extension: PTO-Sicherheitsfilm und Einordnung – Quelle des eingebetteten Sicherheitsvideos.

Medienrechte: Die Bilder werden über Wikimedia Commons mit den dort angegebenen Urheber- und Lizenzinformationen eingebunden. Ausgewählte, geprüfte Dateiseiten:

  1. Motorfoto – Acroterion, CC BY-SA 4.0.
  2. Zapfwellenfoto – bdk, CC BY-SA 3.0.
  3. PTO-Stummel – Jesster79, CC BY-SA 3.0 / GFDL.
  4. geschützte Gelenkwelle – Jesster79, CC BY-SA 3.0.
  5. Zahnradpumpe – Rbalieiro, CC BY-SA 4.0.
  6. Axialkolbenpumpe – Egmason, CC BY-SA 3.0.
  7. Pumpenanimation – MichaelFrey, CC BY-SA 4.0.
  8. Kolbenfoto – Vivan755, CC BY-SA 3.0.
  9. Baggerdetail – Shixart1985 / Nenad Stojković, CC BY 2.0.
  10. Hydraulikkreisläufe – Lidingo, CC BY-SA 3.0 / GFDL.
  11. Hydromotorsymbol – GaunerBerlin, CC0.

Rechtehinweis zu Videos: YouTube-Videos sind externe, urheberrechtlich eigenständige Inhalte und werden hier nur eingebettet, nicht als frei lizenzierte OER ausgegeben. Verfügbarkeit, Einbettungsrechte und konkrete Nutzungsbedingungen liegen bei den jeweiligen Anbietern. Keine nicht lizenzierten Standbilder übernehmen.



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