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Lüftung Raumluft und Klimatisierung – Natürliche und mechanische Lüftung vergleichen

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Lüftung Raumluft und Klimatisierung – Natürliche und mechanische Lüftung vergleichen

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Lüftung Raumluft und Klimatisierung – Natürliche und mechanische Lüftung vergleichen


Einleitung

Zielgruppe: Ausbildung in SHK, Gebäudetechnik und Raumlufttechnik.

Lernziel: Du vergleichst natürliche und mechanische Lüftung anhand von Antrieb, Regelbarkeit, Energiebedarf und Luftqualität. Du beurteilst einfache Gebäudemodelle und erkennst mögliche Betriebsstörungen.

Lernweg: Sechs kurze Lerneinheiten, ein Ausbildungsfall, drei interaktive Praxisfälle und eine Lernkontrolle.

Sicherheit: Alle Anlagen- und Messwerte in den Aufgaben sind Lernbeispiele. Sie sind keine Auslegung, Betriebsfreigabe oder Hygiene-Freigabe. Reale Eingriffe in RLT-Anlagen erfolgen ausschließlich unter fachlicher Aufsicht. Anlagenbetrieb, Raumlufthygiene und gegebenenfalls Trinkwasserhygiene sind durch qualifizierte Fachpersonen gesondert zu prüfen.


Lerneinheit 1: Was treibt die Luft an?

Leitfrage: Warum bewegt sich Luft auch ohne Ventilator?

Bildanalyse: Ein Windfänger nutzt natürliche Luftdruckunterschiede. Verfolge den dargestellten Luftweg.

Natürliche Lüftung Mechanische Lüftung
Winddruck und thermischer Auftrieb Ventilator erzeugt Druckunterschied
Luftstrom verändert sich mit Wetter und Öffnungen Luftstrom ist über die Anlage gezielter beeinflussbar
Kein Ventilatorstrom für den Lufttransport Elektrischer Strom für Ventilatoren erforderlich

Merke: Der wichtigste Unterschied ist der Antrieb des Luftstroms, nicht die Frage, ob ein Fenster oder ein Kanal vorhanden ist.

Mini-Aufgabe – Basis: Erkläre, warum eine automatisch gesteuerte Fensteröffnung noch keine mechanische Lüftung ist.

Feedback zur Mini-Aufgabe anzeigen

Die Fensteröffnung kann elektrisch betätigt werden. Solange Wind und Auftrieb den Luftstrom antreiben und kein Ventilator die Luft fördert, bleibt das System eine natürliche Lüftung.


Lerneinheit 2: Natürliche Lüftung im Gebäudemodell

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Gebäudemodell: Luftströmungen und Schächte am Beispiel eines mehrgeschossigen Gebäudes.

Zwei Prinzipien:

  1. Querlüftung: Luft kann über Öffnungen an unterschiedlichen Gebäudeseiten ein- und austreten. Wind und Druckverteilung beeinflussen die Strömung.
  2. Schachtlüftung: Bei geeigneten Temperaturunterschieden und Öffnungen kann thermischer Auftrieb einen Luftstrom erzeugen.

Weiteres Gebäudemodell: Windturm und unterirdischer Wasserkanal als historisches Beispiel passiver Kühlung. Keine Bauanleitung für Trinkwasser- oder Verdunstungskühlsysteme.

Betriebssituation Natürliche Lüftung
Wind und geeignete Öffnungen Luftaustausch kann wirksam sein
Schwacher Wind und geringe Temperaturdifferenz Luftaustausch kann gering ausfallen
Kalte Außenluft Lüftungswärmeverluste und Zugluft sind zu beachten

Merke: Du kannst Fenster und Klappen einstellen, aber nicht den Wind oder die Außentemperatur regeln.


Lerneinheit 3: Mechanische Lüftung und Regelbarkeit

Praxisbild: Luftbehandlungsgerät mit technischen Komponenten.

Vereinfachtes Anlagenschema:

Luftweg Schematische Reihenfolge
Zuluftseite Außenluft → Filter → Wärmerückgewinnung → Zuluftventilator → Raum
Abluftseite Raum → Abluft → Wärmerückgewinnung → Fortluft

Hinweis: Komponentenfolge und Ausstattung unterscheiden sich je nach Anlagentyp.

Regelgrößen: Nutzungszeit, Volumenstrom, Temperatur und gegebenenfalls CO₂-Konzentration. Sensorwerte können die bedarfsgerechte Regelung unterstützen.

Video: ENERGIESPARKOMMISSAR – Lüftungsanlagen. Bearbeite zunächst die Kapitel 02:21–05:55, 15:44–17:26 und 25:27–29:29.

Beobachtungsauftrag: Erkenne den Unterschied zwischen einer Abluftanlage und einer kombinierten Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung.

Merke: Ein eingestellter Volumenstrom ist noch kein Nachweis, dass die Luft alle Aufenthaltsbereiche ausreichend erreicht.


Lerneinheit 4: Wärmerückgewinnung und Energie

Prinzipbild: Wärmeübertragung zwischen getrennten Luftströmen.

Prinzipbild eines Rotationswärmeübertragers.

Wärmerückgewinnung (WRG) kann Wärme aus der Abluft an die einströmende Außenluft übertragen. Im Winter sinkt dadurch der erforderliche Heizwärmeaufwand für die Zuluft.

Gebäudemodell: Die Wärmerückgewinnung als Baustein eines energieeffizienten Gebäudekonzepts. Eine schematische Darstellung ersetzt keine Anlagenplanung.

Video: Henrich Schröder GmbH – Lüftung mit Wärmerückgewinnung.

Rechenmodell für fühlbare Lüftungswärme:

Größe Lernwert
Luftvolumenstrom 300 m³/h
Temperaturdifferenz 15 K
Näherungsfaktor für Luft 0,34 Wh/(m³ K)
Wärmeleistung ohne WRG 0,34 × 300 × 15 = 1.530 W
Idealisierte WRG mit 70 % Rückgewinnungsgrad Verbleibender thermischer Leistungsbedarf etwa 459 W

Wichtig: Diese Rechnung zeigt nur eine idealisierte Wärmebilanz. Ventilatorstrom, tatsächliche Rückgewinnung, Frostschutz, Druckverluste und Betriebszeiten fehlen. Eine vollständige Energiebilanz benötigt zusätzliche Daten.


Lerneinheit 5: Lüftung ist nicht gleich Klimatisierung

Kältekreislauf eines Raumklimageräts: Die dargestellte Umluftkühlung bedeutet nicht automatisch Außenluftzufuhr.

Funktion Typisches Ziel
Lüftung Außenluft zuführen und Raumluft abführen
Heizung Raumtemperatur erhöhen
Kühlung Wärme aus dem Raum abführen
Luftbefeuchtung oder Entfeuchtung Luftfeuchte beeinflussen
Raumlufttechnik Verschiedene Luftbehandlungsfunktionen bedarfsgerecht kombinieren

Merke: Eine reine Umluft-Klimaanlage ersetzt keine erforderliche Außenluftversorgung.

Sicherheitshinweis: Wasserführende Bauteile, Luftbefeuchter und angeschlossene Trinkwassersysteme unterliegen eigenen Hygieneanforderungen. Lernaufgaben ersetzen keine fachliche Bewertung.


Lerneinheit 6: Raumluft beurteilen

Beispiel eines CO₂-Messgeräts. Die Anzeige allein ist keine Hygiene-Freigabe.

CO₂-Messwert Lernorientierung nach UBA
Bis 1.000 ppm Günstiger Bereich hinsichtlich CO₂
Über 1.000 bis 2.000 ppm Lüftungssituation prüfen und verbessern
Über 2.000 ppm Deutlich auffällige Raumluftsituation; Lüftung dringend verbessern

Wichtig: CO₂ ist ein Indikator für personenbezogene Luftbelastung und Lüftungsbedarf. Ein niedriger Messwert beweist weder Schadstofffreiheit noch Infektionssicherheit. Messort, Sensorqualität, Raumbelegung und zeitlicher Verlauf sind mitzubeurteilen.

Video: Richtig lüften – Wissenschaftsmagazin „alles wissen“. Achte auf Lüftungsverhalten und Raumluftmessung.


Vergleich: Welches Lüftungssystem passt?

Vergleichskriterium Natürliche Lüftung Mechanische Lüftung
Antrieb Wind und thermischer Auftrieb Ventilator
Regelbarkeit Öffnungen regelbar, Luftstrom wetterabhängig Volumenstrom gezielter regelbar
Strombedarf für Lufttransport Ohne Ventilator gering beziehungsweise keiner Ventilatorstrom erforderlich
Wärmerückgewinnung Bei einfacher Fensterlüftung nicht vorgesehen Bei geeigneter Zu- und Abluftanlage möglich
Filtration der Außenluft Bei Fensterlüftung normalerweise nicht Über geeignete Filter möglich
Wartungsaufwand Besonders Öffnungen und Betätigungseinrichtungen Zusätzlich Filter, Ventilatoren, Regelung und Luftleitungen
Abhängigkeiten Wetter, Fensteröffnungen, Außenlärm Stromversorgung, Dimensionierung und Anlagenzustand

Entscheidungsregel: Nicht die Technik allein entscheidet. Vergleiche Außenluftversorgung, Nutzung, Schall, thermische Behaglichkeit, Energie und Betrieb.


Ausbildungsfall: Der Schulungsraum

Ausgangslage – fiktiver Ausbildungsbetrieb:

Du arbeitest im SHK-Ausbildungsteam. Ein Schulungsraum besitzt:

Merkmal Angabe
Raumvolumen 180 m³
Belegung 18 Personen
Außenbedingungen 8 °C Außentemperatur
Innenbedingungen 21 °C Raumtemperatur
Fenster Nur zur verkehrsreichen Straße
Messprotokoll CO₂ steigt nach 40 Minuten auf 1.650 ppm
Bestand Öffnungsfähige Fenster und ein Abluftventilator

Auftrag: Entscheide, welche weitergehenden Untersuchungen erforderlich sind und welche Lüftungslösungen das Planungsteam vergleichen sollte.

Drei Lösungsideen:

Variante Zu untersuchender Punkt
A – Fensterlüftung Reichen Öffnungsfläche und Lüftungsintervalle trotz Straßenlärm?
B – Mechanische Zu- und Abluft Können Außenluftstrom, Filtration und WRG bedarfsgerecht geplant werden?
C – Hybrid Kann eine mechanische Grundlüftung mit nutzbarer Fensterlüftung kombiniert werden?


Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall

Hilfestufe 1 – Beobachten

Markiere die Hinweise auf hohen Lüftungsbedarf, eingeschränkte Fensteröffnung und mögliche Komfortprobleme. Der CO₂-Verlauf ist ein Anlass zur Untersuchung, noch keine fertige Diagnose.

Hilfestufe 2 – Vergleichen

Prüfe für jede Variante: Woher kommt der Luftstrom? Kannst Du ihn bedarfsabhängig beeinflussen? Wie wirken Außenlärm, Temperaturunterschied und Filterung?

Hilfestufe 3 – Begründen

Eine fachlich zu prüfende Zu- und Abluftlösung oder ein Hybridkonzept kann bei hoher Belegung und eingeschränkter Fensteröffnung sinnvoll sein. Der Raum benötigt jedoch zuerst ein geeignetes Lüftungskonzept mit Bemessung, Schallbetrachtung und Prüfung des tatsächlichen Luftaustausches. Aus den Lernwerten ergibt sich keine Anlagenfreigabe.


Interaktive Praxiswerkstatt


Basisfall: Antrieb erkennen

Situation: Zwei gegenüberliegende Fenster stehen offen. Es gibt keinen Ventilator. Bei wechselndem Wind verändert sich die Luftströmung.

Deine Entscheidung: Ist die Lüftung natürlich, mechanisch oder gemischt?

Feedback aufdecken

Richtig: natürliche Lüftung. Wind und gegebenenfalls thermischer Auftrieb bewegen die Luft. Offenstehende Fenster allein garantieren allerdings keinen bestimmten Außenluftvolumenstrom.


Anwendungsfall: Energie vergleichen

Situation: Es gelten 300 m³/h, 15 K Temperaturdifferenz und ein angenommener Wärmerückgewinnungsgrad von 70 %.

Dein Auftrag: Berechne den idealisierten verbleibenden thermischen Leistungsbedarf. Entscheide, ob damit auch die gesamte elektrische und thermische Energiebilanz bekannt ist.

Feedback und Rechenweg aufdecken

Ohne WRG ergeben sich 1.530 W. Mit 70 % idealisierter Wärmerückgewinnung verbleiben 30 % beziehungsweise 459 W. Das Ergebnis ist keine Gesamtenergiebilanz, denn insbesondere Ventilatorstrom und Betriebszustände fehlen.


Transferfall: Diagnose ohne Eingriff

Situation: An einer bestehenden RLT-Anlage sinkt der angezeigte Zuluftvolumenstrom. Gleichzeitig zeigt die Filterüberwachung einen auffällig hohen Druckverlust.

Dein Auftrag: Formuliere eine mögliche Ursache, die notwendigen Prüfschritte und die Grenze Deiner Zuständigkeit.

Feedback zur Diagnose aufdecken

Ein zugesetzter Filter ist eine mögliche Ursache, aber nicht die einzige. Sinnvoll sind die Dokumentation der Anzeigen, der Abgleich mit den Betriebsunterlagen und die Meldung an die zuständige Fachperson. Keine Filterentnahme, Veränderung von Regelparametern oder Hygiene-Freigabe ohne entsprechende Qualifikation und Aufsicht.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welcher Antrieb ist für natürliche Lüftung typisch? (Winddruck und thermischer Auftrieb) (!Elektromotor eines Ventilators) (!Kältemittelverdichter) (!Umwälzpumpe)




Was bewegt die Luft bei einer mechanischen Lüftungsanlage? (Ein Ventilator) (!Die Raumbeleuchtung) (!Die Heizkörperoberfläche allein) (!Ein Wasserzähler)




Welche Aussage beschreibt die Regelbarkeit natürlicher Lüftung zutreffend? (Öffnungen sind regelbar aber der Luftstrom bleibt wetterabhängig) (!Der Außenluftvolumenstrom ist jederzeit exakt einstellbar) (!Die Windgeschwindigkeit lässt sich mit Fenstergriffen einstellen) (!Die Temperaturdifferenz spielt keine Rolle)




Welche Aussage zur reinen Umluftkühlung ist richtig? (Sie stellt nicht automatisch eine Außenluftversorgung sicher) (!Sie ersetzt jede Lüftungsanlage) (!Sie führt immer frische Außenluft zu) (!Sie benötigt grundsätzlich keine elektrische Energie)




Wie heißt Luft aus der Außenumgebung vor Eintritt in eine Lüftungsanlage? (Außenluft) (!Fortluft) (!Abluft) (!Umluft)




Was ist eine Hauptaufgabe der Wärmerückgewinnung im Winter? (Wärme aus der Abluft zur Temperierung der Außenluft nutzen) (!Den Außenluftbedarf auf null reduzieren) (!Die Ventilatorleistung vollständig ersetzen) (!Sämtliche Luftschadstoffe entfernen)




Welche Aussage zu CO₂-Messungen ist fachlich richtig? (Sie können Hinweise auf den Lüftungsbedarf geben) (!Sie beweisen die Abwesenheit aller Krankheitserreger) (!Sie ersetzen sämtliche Anlagenprüfungen) (!Sie garantieren die Freiheit von Schadstoffen)




Welche Wärmeleistung ergibt sich näherungsweise bei 300 Kubikmetern pro Stunde und 15 Kelvin Temperaturdifferenz ohne Wärmerückgewinnung? (1530 Watt) (!153 Watt) (!300 Watt) (!4590 Watt)




Welcher Befund kann auf einen zugesetzten Luftfilter hinweisen? (Erhöhter Filterdruckverlust bei vergleichbarem Betrieb) (!Unveränderte Temperaturanzeige allein) (!Ein geöffneter Sonnenschutz) (!Eine ausgeschaltete Raumbeleuchtung)




Wie gehst Du mit einer auffälligen Betriebsanzeige einer RLT-Anlage in der Ausbildung um? (Anzeige dokumentieren und zuständige Fachkraft einbeziehen) (!Eigenmächtig alle Regler verändern) (!Die Anlage ohne Prüfung hygienisch freigeben) (!Die Warnmeldung dauerhaft unterdrücken)





Memory

Winddruck Antrieb durch Anströmung
Thermischer Auftrieb Bewegung durch Dichteunterschiede
Ventilator Maschinelle Luftförderung
CO₂-Sensor Indikator für personenbezogene Raumluftbelastung
Wärmerückgewinnung Nutzung von Wärme der Abluft
Volumenstrom Luftmenge pro Zeiteinheit





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Physikalisches oder technisches Prinzip
Winddruck Luftdruckdifferenz durch Anströmung
Kamineffekt Luftbewegung infolge von Temperaturunterschieden
Ventilator Mechanische Druckerzeugung
CO₂-Fühler Messgröße für eine mögliche Bedarfsregelung
Plattenwärmeübertrager Wärmeübertragung zwischen Luftströmen





Kreuzworträtsel

Querlüftung Wie heißt die Lüftung über Öffnungen auf unterschiedlichen Gebäudeseiten?
Ventilator Welches Bauteil fördert Luft mechanisch?
Auftrieb Welche Kraftwirkung kann durch Dichteunterschiede der Luft entstehen?
Zuluft Wie heißt die einem Raum zugeführte Luft?
Fortluft Wie heißt die nach außen abgeführte Luft einer Lüftungsanlage?
Filter Welches Bauteil hält bestimmte Partikel aus einem Luftstrom zurück?





LearningApps

Suche nach zusätzlichen Zuordnungs- und Wiederholungsaufgaben. Externe Lernangebote vor dem Einsatz fachlich überprüfen.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Bei natürlicher Lüftung kann der

den Luftaustausch antreiben.
Temperaturbedingte Dichteunterschiede verursachen thermischen

.
Eine mechanische Lüftungsanlage nutzt zur Luftförderung einen

.
Die einem Raum zugeführte Luft nennt man

.
Die aus dem Raum abgeführte Luft bezeichnet man als

.
Ein Luftvolumenstrom wird häufig in Kubikmetern pro

angegeben.
Ein Luftfilter kann den Eintrag von

verringern.
Ein Wärmeübertrager kann Wärme aus der Abluft

.
Die CO₂-Konzentration ist ein wichtiger

für die Lüftungssituation.
Die hygienische Beurteilung einer RLT-Anlage erfordert eine fachliche

.




Offene Aufgaben


Leicht – Basisaufgaben

  1. Luftströmung: Zeichne Pfeile in ein Raummodell mit gegenüberliegenden Fenstern. Kennzeichne mindestens einen möglichen Luftweg.
  2. Natürliche Lüftung: Gestalte eine Lernkarte zu Winddruck und thermischem Auftrieb mit jeweils einem passenden Symbol.
  3. Ventilator: Beschrifte auf einem Anlagenschema die Luftförderung und erkläre in drei Sätzen die Aufgabe des Bauteils.
  4. Klimaanlage: Erstelle eine kurze Bildnotiz, die zwischen Außenluftversorgung und Umluftkühlung unterscheidet.


Standard – Anwendungsaufgaben

  1. Grundriss: Zeichne einen vereinfachten Schulungsraum und entwickle zwei mögliche Lüftungsvarianten mit beschrifteten Luftwegen.
  2. Wärmerückgewinnung: Berechne die idealisierte Lüftungswärmeleistung bei 250 m³/h und 12 K und vergleiche das Ergebnis mit einem angenommenen Rückgewinnungsgrad von 60 %.
  3. Raumluftqualität: Erstelle aus fiktiven CO₂-Messwerten ein Zeitdiagramm und formuliere zwei sinnvolle Nachfragen für eine fachliche Bewertung.
  4. Fehlerdiagnose: Entwickle eine Diagnosekarte für geringen Luftvolumenstrom mit möglichen Ursachen, Beobachtungen und sicheren Meldewegen.


Schwer – Transferaufgaben

  1. Hybride Lüftung: Entwickle ein begründetes Lüftungskonzept für den Ausbildungsfall mit Sommer- und Winterbetrachtung.
  2. Energieeffizienz: Entwirf einen Variantenvergleich aus Außenluftversorgung, Ventilatorstrom, Wärmerückgewinnung, Schall und Wartungsaufwand.
  3. Erklärvideo: Produziere ein zweiminütiges Lernvideo über natürliche und mechanische Lüftung mit selbst erstellten Schemata und dokumentierten Bildrechten.
  4. Instandhaltung: Entwirf einen Ablauf für die Meldung und fachliche Bearbeitung einer auffälligen Filter- oder Sensoranzeige. Grenze ausdrücklich unbeaufsichtigte Tätigkeiten aus.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Begründetes Feedback für Projektaufgaben

Niveau Woran erkennst Du eine gute Lösung? Begründung
Basis Antriebe und Luftwege sind korrekt benannt. Ohne diese Unterscheidung lässt sich die Regelbarkeit nicht sachgerecht beurteilen.
Anwendung Annahmen, Einheiten und Randbedingungen sind dokumentiert. Rechenergebnisse und Messwerte sind nur im Zusammenhang mit ihren Voraussetzungen aussagekräftig.
Transfer Die Empfehlung berücksichtigt mehrere Zielkonflikte und nennt offene Prüfungen. Eine einzelne Kennzahl kann Raumluftqualität, Energieeffizienz und Betriebssicherheit nicht gleichzeitig nachweisen.


Lernkontrolle

  1. Systemvergleich: Begründe, warum eine natürliche Lüftung trotz vollständig geöffneter Fenster zeitweise keinen ausreichenden Luftaustausch gewährleisten muss.
  2. Regelungstechnik: Vergleiche eine CO₂-geführte Ventilatorregelung mit einer automatischen Fenstersteuerung. Berücksichtige die Grenzen beider Lösungen.
  3. Energiebilanz: Erkläre, weshalb eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung nicht allein durch den Rückgewinnungsgrad energetisch bewertet werden darf.
  4. Fehleranalyse: In zwei Räumen steigen die CO₂-Werte unterschiedlich stark, obwohl derselbe Anlagenvolumenstrom angezeigt wird. Entwickle mögliche Erklärungen und fachliche Prüffragen.
  5. Gebäudetechnik: Wähle für einen lärmbelasteten Schulungsraum ein begründetes Lüftungskonzept und beschreibe, welche Angaben zur endgültigen Entscheidung fehlen.
  6. Sicherheit und Verantwortung: Begründe, warum eine Lernsimulation weder eine hygienische Anlagenfreigabe noch eine Trinkwasserhygieneprüfung ersetzen kann.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis erstellst Du ein kurzes Fachportfolio mit:

  1. Einem beschrifteten Schema natürlicher und mechanischer Lüftung.
  2. Einem Vergleich der Antriebs- und Regelungsprinzipien.
  3. Einer nachvollziehbaren Beispielrechnung zur Lüftungswärme.
  4. Einer Auswertung des fiktiven Ausbildungsfalls.
  5. Einer begründeten Lüftungsentscheidung mit benannten Unsicherheiten.
  6. Einer Diagnose- und Sicherheitsnotiz ohne eigenmächtige Eingriffe.
  7. Einer Quellen- und Medienübersicht mit Lizenzangaben.

Bewertung: Fachliche Richtigkeit, Begründung, Darstellung von Zielkonflikten, Nachvollziehbarkeit und sichere Arbeitsweise.

Abgrenzung: Der Lernnachweis ist ein Ausbildungsnachweis. Er berechtigt nicht zur eigenständigen Inbetriebnahme, Hygieneinspektion, Trinkwasserhygienebewertung oder Freigabe einer Anlage.




OERs zum Thema

Wikipedia: Lüftung

Ergänzende Grundlagen: Natürliche Lüftung, Maschinelle Lüftung, Lüftungsanlage, Wärmerückgewinnung, Raumluft, Luftwechsel, Klimaanlage und Raumlufttechnik.


Geprüfte Fachquellen

  1. BAuA – Technische Regeln für Arbeitsstätten: ASR A3.6 „Lüftung“; Anforderungen an freie und mechanische Lüftung in Arbeitsstätten.
  2. Umweltbundesamt – Richtig Lüften in Schulen: CO₂, Luftqualität und Fensterlüftung.
  3. Umweltbundesamt – Lüftung und Luftreiniger: Bedeutung ausreichender Außenluftversorgung.
  4. Umweltbundesamt – Energiesparen in Industrie und Gewerbe: Energieoptimierung von Klima- und Lüftungsanlagen.
  5. VDI – Richtlinienreihe 6022: Hygieneanforderungen an raumlufttechnische Anlagen und Geräte.
  6. Wikipedia – Natürliche Lüftung: Physikalische Antriebe und Grundlagen.
  7. Wikipedia – Maschinelle Lüftung: Ventilatorgestützte Luftförderung.

Fachprüfung: Für reale Arbeitsstätten und Anlagen gelten die im konkreten Fall einschlägigen und aktuellen technischen Regeln sowie die jeweiligen Betreiberpflichten. Besondere Hygieneanforderungen, insbesondere bei wasserführenden Komponenten und Trinkwasseranschlüssen, sind unabhängig durch qualifizierte Fachpersonen zu prüfen.


Medien und Lizenzen

Die folgenden neun Dateien wurden über ihre Wikimedia-Commons-Dateiseiten auf Existenz, Urheberangaben und ausgewiesene Lizenz geprüft. Bei Weiterverwendung gelten die jeweiligen Lizenzbedingungen.

Medium auf Wikimedia Commons Urheber Ausgewiesene Lizenz
Malqaf.svg Fred the Oyster CC BY-SA 4.0
Natural ventilation high-rise buildings.svg KVDP und Fred the Oyster CC BY-SA 3.0
Qanat wind tower.svg Samuel Bailey CC0 1.0
Air handling unit.JPG P199 Public Domain
Heat exchanger.svg Jlfd CC0 1.0
Rotary-heat-exchanger.svg Tomia CC BY 2.5
Air conditioning unit-de.svg MartinThoma; basierend auf Pbroks13 CC BY 3.0
Passive House scheme 1 multilingual.svg Michka B; weitere Urheber der Vorlagen siehe Dateiseite CC BY-SA 4.0
CO2Mini monitor TFA Dostmann.jpg Morn CC BY-SA 4.0

Videoquellen: ENERGIESPARKOMMISSAR – Lüftungsanlagen, Henrich Schröder GmbH – Lüftung mit Wärmerückgewinnung und alles wissen – Richtig lüften.

Medienrechtlicher Hinweis: Die YouTube-Videos sind als externe Videos eingebunden. Ihre Einbettung macht sie nicht automatisch zu frei lizenzierten OER-Materialien. Eine Bearbeitung, ein Download zur Weiterverbreitung oder eine Übernahme von Filmsequenzen erfordert eine gesonderte Rechteprüfung.


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