Lüftung Raumluft und Klimatisierung – Eine Lüftungsfunktion nutzergerecht erklären
Einleitung
Lüftung Raumluft und Klimatisierung – Eine Lüftungsfunktion nutzergerecht erklären
Zielgruppe: Ausbildung in der Gebäudetechnik, insbesondere SHK, Raumlufttechnik, Anlagenmechanik und Gebäudeautomation.
Lernzeit: ca. 90 Minuten einschließlich Praxisfällen und Lernkontrolle.
Leitfrage: Wie erklärst Du einem Gebäudenutzer, was eine Lüftungsanlage macht, wie sie geregelt wird und wo ihre Grenzen liegen?
Dein Lernziel: Du kannst eine Lüftungsfunktion am Schema zeigen, Betriebszustände verstehen, Auffälligkeiten einordnen und eine verständliche Erklärung geben.
Lernweg: Sechs kurze Lerneinheiten, drei interaktive Praxisfälle und ein Abschlussgespräch.

Bild: Grundformen der Lüftung. BentaxGermany, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0. Datei und Lizenz
Wichtiger Sicherheitshinweis: Alle Aufgaben arbeiten mit simulierten Daten. Reale Messungen, Eingriffe in Regelung, Elektrik, Ventilatoren, Luftleitungen oder hygienisch relevante Komponenten erfolgen ausschließlich unter fachlicher Aufsicht und nach den Betriebs- und Sicherheitsvorgaben. Der Kurs erteilt keine Hygiene-, Gesundheits- oder Betriebsfreigabe. Trinkwasserhygiene und Anlagenbetrieb sind erforderlichenfalls durch entsprechend qualifizierte Fachpersonen zu prüfen.
Dein Ausbildungsauftrag
Situation: In einem Schulungszentrum beschweren sich Auszubildende über stickige Raumluft. Die Hausverwaltung fragt:
„Warum läuft die Lüftungsanlage, obwohl die Luft schlecht erscheint? Kann man sie nicht einfach schneller einstellen?“
Dein Auftrag: Erkläre die Funktion der Anlage in höchstens 90 Sekunden. Nutze ein Anlagenschema, berücksichtige den Betriebszustand und erläutere eine Grenze der Regelung.
Das fiktive Gebäudemodell:
| Gebäudebereich | Funktion | Besonderheit |
|---|---|---|
| Technikraum | Zentrale Lüftungsanlage | Ventilatoren, Filter, Wärmerückgewinnung |
| Schulungsraum A | Unterricht mit 20 Personen | Variable Belegung |
| Nebenraum B | Besprechungsraum | Eigene Nutzungszeiten |
| Gebäudeautomation | Überwachung und Regelung | Zeitprogramm, Sensoren, Meldungen |
Planungsdaten für Schulungsraum A – nur Ausbildungsbeispiel:
| Größe | Simulierter Wert |
|---|---|
| Raumvolumen | 180 m³ |
| Belegung | 20 Personen |
| Geplanter Außenluftvolumenstrom | 600 m³/h |
| Gemessener Volumenstrom im Störfall | 390 m³/h |
| Raumluft-CO₂ im Störfall | 1450 ppm |
| Betriebsart | Bedarfsregelung |
Merke: 600 m³/h sind hier eine fiktive Planungsvorgabe und kein allgemeingültiger Normwert.
Lerneinheit 1: Den Weg der Luft verstehen
Dauer: 8 Minuten
Außenluft, Zuluft, Abluft und Fortluft

Bild: Einteilung der Lufttechnik. BentaxGermany, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0. Datei und Lizenz
| Begriff | Einfache Erklärung |
|---|---|
| Außenluft | Luft, die von draußen angesaugt wird |
| Zuluft | Luft, die in den Raum gelangt |
| Abluft | Luft, die aus dem Raum abgeführt wird |
| Fortluft | Luft, die ins Freie abgegeben wird |
| Umluft | Raumluft, die erneut verwendet wird |
Entscheidend: Umluftbetrieb allein ersetzt keine Außenluftzufuhr. Eine Anlage mit Lüftungsfunktion muss den erforderlichen Außenluftaustausch gewährleisten.
Anlagenschema lesen

Bild: Beispiel eines Lüftungsschemas. Stephan Lang, Weiss Klimatechnik, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0. Datei und Lizenz
Vereinfachtes Funktionsschema:
| Luftweg | Stationen |
|---|---|
| Zuluftweg | Außenluft → Filter → Wärmerückgewinnung → optionale Luftbehandlung → Ventilator → Raum |
| Abluftweg | Raum → Abluft → Wärmerückgewinnung → Fortluft |
Die tatsächliche Anordnung hängt von der jeweiligen Anlage ab.
Mini-Aufgabe – Basis: Zeige im Schema, wo Außenluft angesaugt und wo Fortluft abgegeben wird. Erkläre den Unterschied zur Zuluft.
Begründetes Feedback: Außenluft bezeichnet die Herkunft. Zuluft bezeichnet die Luft, die in den Raum eingebracht wird. Dazwischen kann sie gefiltert oder thermisch behandelt werden.
Lerneinheit 2: Betriebsweisen und Regelung
Dauer: 9 Minuten
Bild: Komponenten eines Luftbehandlungsgerätes. P199, Wikimedia Commons, gemeinfrei. Datei und Rechteangaben
Wie arbeitet eine Lüftungsregelung?
Prinzip:
Messen → Vergleichen → Regeln → Prüfen
| Bauteil oder Funktion | Aufgabe |
|---|---|
| Sensor | Erfasst beispielsweise CO₂ oder Temperatur |
| Regler | Vergleicht Messwert und Sollwert |
| Ventilator | Fördert Luft innerhalb seiner Leistungsgrenzen |
| Klappe oder Volumenstromregler | Beeinflusst Luftwege und Luftmengen |
| Überwachung | Meldet erkannte Abweichungen |
Typische Betriebsarten
| Betriebsart | Bedeutung für Nutzer |
|---|---|
| Normalbetrieb | Lüftung nach vorgesehener Nutzung |
| Bedarfsbetrieb | Luftmenge wird abhängig von erfassten Anforderungen angepasst |
| Nacht- oder Reduzierbetrieb | Betrieb entsprechend freigegebenem Zeitprogramm |
| Sommerbetrieb mit Bypass | Wärmerückgewinnung kann bei geeigneten Bedingungen teilweise umgangen werden |
| Störungsbetrieb | Anlage meldet einen Fehler oder arbeitet eingeschränkt |
Grenzen: Eine Regelung kann nicht mehr Luft fördern, als Ventilator, Luftwege und freigegebene Betriebsparameter ermöglichen. Eine Temperaturregelung ersetzt keine fehlende Kühlleistung.
Video: Funktionsweise von Lüftungsanlagen
Beobachtungsauftrag: Suche im Video die Aufgaben von Ventilator, Außenluftzufuhr und Regelung.
Lerneinheit 3: Lüftung und Energie
Dauer: 8 Minuten
Wärmerückgewinnung verstehen
Eine Wärmerückgewinnung kann Wärme zwischen Abluft- und Außenluftstrom übertragen, ohne dass diese Ströme dafür bestimmungsgemäß vermischt werden müssen. Bauartbedingte Leckagen und Übertragungen sind gesondert zu bewerten.
Winterbeispiel:
| Mess- oder Modellpunkt | Temperatur |
|---|---|
| Außenluft | 5 °C |
| Abluft | 21 °C |
| Außenluft nach idealisiertem Wärmerückgewinner | ca. 16,2 °C |
Annahme: Temperaturänderungsgrad 70 Prozent, stationärer vereinfachter Fall, ohne weitere Verluste oder Feuchteeffekte.
Wichtig: Wärmerückgewinnung verringert unter passenden Bedingungen den Heiz- oder Kühlbedarf. Sie macht den Energieeinsatz nicht kostenlos. Ventilatoren benötigen weiterhin Strom.
Video: Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung
Herstellerdemonstration von Helios. Produktbezogene Aussagen sind nicht als allgemeine Leistungsnachweise zu verstehen.
Energie-Grundmodell
Für einen vereinfachten Ventilator gilt:
Elektrische Leistung = Volumenstrom × Druckerhöhung / Gesamtwirkungsgrad
| Größe | Beispielwert |
|---|---|
| Luftvolumenstrom | 600 m³/h = 0,167 m³/s |
| Druckerhöhung | 300 Pa |
| Gesamtwirkungsgrad | 0,50 |
| Rechnerische Leistung | ca. 100 W |
| Strombedarf bei 8 Stunden | ca. 0,8 kWh |
Grenze des Modells: Dies ist ein vereinfachter Betriebspunkt eines Ventilators, keine vollständige Anlagenenergiebilanz. Druckverlust, Wirkungsgrad, Teillast, Wärme- und Kältebedarf sowie Betriebszeiten beeinflussen die reale Energiebilanz.
Lerneinheit 4: Raumluftqualität und Hygiene
Dauer: 8 Minuten

Bild: Beispiel eines CO₂-Messgerätes. Volunteertoday, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Datei und Lizenz
Was zeigt CO₂ an?
CO₂ ist ein hilfreicher Indikator für den Luftaustausch bei Personenbelegung. Es ist jedoch keine direkte Messung von Krankheitserregern oder allen Schadstoffen.
Orientierung nach dem Umweltbundesamt für typische Innenräume:
| CO₂-Konzentration | Orientierung |
|---|---|
| Bis 1000 ppm | Hygienisch unauffällig bezogen auf CO₂ |
| Über 1000 bis 2000 ppm | Hygienisch auffällig; Lüftung überprüfen |
| Über 2000 ppm | Hygienisch inakzeptabel; Lüftungssituation verbessern |
Diese Bereiche ersetzen keine objektspezifische Beurteilung und keine Hygieneinspektion. Ein niedriger CO₂-Wert beweist weder Erregerfreiheit noch die Einhaltung aller Anforderungen.
Quelle: Umweltbundesamt – Richtig Lüften in Schulen.
Filter und hygienischer Betrieb

Bild: Grafisches Luftfiltersymbol. BentaxGermany, Wikimedia Commons, gemeinfrei. Datei und Rechteangaben

Bild: Beispiel eines wiederverwendbaren HVAC-Filters. Wikideas1, Wikimedia Commons, CC0. Datei und Lizenz
Merke: Filter halten je nach Filtertyp bestimmte Partikel zurück. Sie entfernen nicht automatisch CO₂. Nicht jeder Filter ist waschbar oder wiederverwendbar.
Hygienisch wichtige Bauteile sind unter anderem Filter, Kühler, Kondensatableitungen, Wärmerückgewinner und gegebenenfalls Befeuchter.
Normbezug: VDI 6022 beschreibt Hygieneanforderungen an raumlufttechnische Anlagen und Geräte. Prüfungen, Wartung und Bewertungen sind nach den einschlägigen Regeln durch qualifiziertes Personal durchzuführen.
Besondere Grenze: Bei wasserführenden Befeuchtern oder Schnittstellen zur Trinkwasserinstallation müssen zusätzlich die jeweils einschlägigen Anforderungen zur Wasser- und Trinkwasserhygiene fachlich geprüft werden. Eine Lüftungslernaufgabe ist keine Trinkwasserhygiene-Freigabe.
Lerneinheit 5: Auffälligkeiten richtig diagnostizieren
Dauer: 9 Minuten

Bild: Beispiel einer raumlufttechnischen Anlage. NanoCOOL project, Wikimedia Commons, CC BY 3.0. Datei und Lizenz
Diagnoseschema
| Schritt | Frage |
|---|---|
| Wahrnehmen | Was genau melden die Nutzer? |
| Dokumentieren | Wann, wo und bei welcher Belegung? |
| Betriebsart prüfen | Welche Betriebsart zeigt die Anlage? |
| Werte vergleichen | Was sagen Soll- und Istwerte? |
| Ursachen eingrenzen | Sensor, Filter, Luftweg, Ventilator oder Regelung? |
| Weitergeben | Welche Fachperson muss prüfen und entscheiden? |
Beispiel: Der Volumenstrom liegt unter der Planungsvorgabe. Eine steigende Filterdruckdifferenz kann ein Hinweis sein, ist aber allein kein Beweis für einen verschmutzten Filter. Messungen müssen bei vergleichbaren Bedingungen und anhand der Herstellervorgaben bewertet werden.
Nicht zulässig: Sicherheitsfunktionen überbrücken, Ventilatoren eigenmächtig hochregeln, Klappen verstellen oder hygienische Freigaben aus einzelnen Anzeigen ableiten.
Lerneinheit 6: Die Funktion nutzergerecht erklären
Dauer: 7 Minuten
Drei Aussagen, die Nutzer verstehen
Was macht die Anlage?
„Die Lüftung bringt Außenluft in den Raum und führt verbrauchte Raumluft ab.“
Wie arbeitet sie?
„Je nach Ausstattung und Betriebsprogramm passt die Regelung die Luftmenge an die Nutzung an.“
Wo sind Grenzen?
„Eine Regelung kann technische Defekte oder zu geringe Anlagenleistung nicht selbst beseitigen. Auffälligkeiten müssen fachlich geprüft werden.“
Video: Luftführung einer dezentralen Lüftungsanlage
Herstellerbeispiel von Meltem. Eine dezentrale Anlage funktioniert nicht in jedem Detail wie die zentrale Anlage des Ausbildungsfalls.
90-Sekunden-Training: Erkläre Deinem Lernpartner den Luftweg, einen typischen Regelungsablauf und eine Betriebsgrenze. Verwende höchstens drei Fachbegriffe ohne Erklärung.
Feedback: Eine gute Erklärung ist fachlich richtig, für Laien nachvollziehbar, benennt eine Grenze und verspricht keine nachweislich nicht gesicherte Raumluftqualität.
Interaktive Praxisfälle
Arbeite zuerst ohne Hilfen. Danach kannst Du die gestuften Hinweise und das begründete Feedback öffnen.
Praxisfall 1: Energie – Basis
Simulation: Ein Ventilator fördert 600 m³/h bei 300 Pa Druckerhöhung. Der angenommene Gesamtwirkungsgrad beträgt 50 Prozent.
Aufgabe: Ermittle die elektrische Leistung in Watt.
Gesucht ist die elektrische Leistung des Ventilators.
Teile den Volumenstrom in m³/h durch 3600.
0,167 × 300 / 0,50 ergibt ungefähr 100 W.
Richtig: 100 W. Die Rechnung berücksichtigt Luftvolumenstrom, Druckerhöhung und Wirkungsgrad. Eine pauschale Reduzierung der Luftmenge zum Stromsparen ist keine geeignete Maßnahme, wenn dadurch erforderliche Lüftungsanforderungen unterschritten werden.
Praxisfall 2: Hygiene – Anwendung
Simulation: Im belegten Schulungsraum werden 1450 ppm CO₂ angezeigt. Der dokumentierte Soll-Volumenstrom beträgt 600 m³/h, gemessen werden 390 m³/h.
Aufgabe: Welche Bedeutung hat die CO₂-Anzeige?
Beachte gleichzeitig Belegung, CO₂-Verlauf und Luftmenge.
CO₂-Sensoren messen nicht automatisch Viren, Schimmelpilze oder alle chemischen Stoffe.
Dokumentiere die Auffälligkeit und veranlasse die fachliche Überprüfung des Luftaustauschs.
Richtig: Indikator. Der erhöhte Wert und der zu geringe Ist-Volumenstrom rechtfertigen weitere Untersuchungen. Weder ein höherer noch ein niedriger CO₂-Wert allein beweist einen bestimmten hygienischen Gesamtzustand. Keine Hygiene-Freigabe aus dieser Simulation ableiten.
Praxisfall 3: Diagnose – Transfer
Simulation: Die Anlage meldet hohen Lüftungsbedarf. Der Ventilator wird stark angesteuert. Trotzdem liegt der gemessene Luftvolumenstrom unter der Planungsvorgabe. Ein Filterdruckverlust wurde bei unterschiedlichen Betriebsbedingungen aufgezeichnet.
Aufgabe: Was ist der nächste fachlich sinnvolle Schritt?
Mehr Ventilatoransteuerung bedeutet nicht automatisch mehr tatsächlich geförderte Luft.
Prüfgegenstände können Luftweg, Filter, Sensorik, Ventilator, Klappen und Regelungsparameter sein.
Vergleiche Messwerte nur unter geeigneten, nachvollziehbaren Betriebsbedingungen und mit der Anlagendokumentation.
Richtig: Sollwert. Ein Vergleich von Soll- und Istzustand macht die Abweichung sichtbar. Der Filter ist eine mögliche Ursache, aber ohne belastbare Messung und Prüfung nicht eindeutig als Fehlerquelle nachgewiesen. Die Entscheidung über Eingriffe liegt bei qualifizierten Fachpersonen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Luft wird dem Raum durch die Lüftungsanlage zugeführt? (Zuluft) (!Fortluft) (!Abluft) (!Abgas)
Welche Aufgabe hat ein Ventilator in einer Lüftungsanlage? (Er fördert Luft) (!Er misst sämtliche Schadstoffe) (!Er erzeugt automatisch frische Außenluft) (!Er ersetzt die Filterwartung)
Was macht eine bedarfsgeführte Lüftungsregelung? (Sie passt den Betrieb anhand erfasster Anforderungen an) (!Sie arbeitet immer mit maximalem Luftvolumenstrom) (!Sie benötigt keine Sensoren oder Programme) (!Sie garantiert keimfreie Raumluft)
Was bewirkt eine Wärmerückgewinnung im Winter bei geeigneten Bedingungen? (Sie überträgt einen Teil der Wärme aus der Abluft auf die Außenluft) (!Sie erzeugt ohne Energieverluste zusätzliche Wärme) (!Sie ersetzt den Ventilator vollständig) (!Sie entfernt sämtliches Kohlendioxid)
Welche Aussage zu einem erhöhten CO₂-Wert ist richtig? (Er gibt einen Hinweis auf die Lüftungssituation) (!Er beweist eine bestimmte Konzentration von Krankheitserregern) (!Er zeigt automatisch einen defekten Filter an) (!Er ermöglicht eine vollständige Hygiene-Freigabe)
Was kann eine Regelung bei zu geringer verfügbarer Ventilatorleistung leisten? (Sie kann die physikalische Leistungsgrenze nicht aufheben) (!Sie kann beliebige Luftmengen erzeugen) (!Sie kann fehlende Kanalquerschnitte ersetzen) (!Sie garantiert die Einhaltung aller Sollwerte)
Welche Aussage zu einem Luftfilter ist richtig? (Seine Wirkung hängt von Filtertyp und Betriebsbedingungen ab) (!Jeder Filter entfernt Kohlendioxid) (!Jeder Filter darf ausgewaschen werden) (!Ein Filter braucht nie Wartung)
Was ist bei einem zu geringen gemessenen Luftvolumenstrom zuerst sinnvoll? (Sollwerte und Messbedingungen fachlich vergleichen) (!Sicherheitsfunktionen überbrücken) (!Den Ventilator ohne Prüfung dauerhaft auf Maximum stellen) (!Die Störmeldung grundsätzlich ignorieren)
Welche Aussage beschreibt einen möglichen Sommerbypass? (Er kann bei passenden Bedingungen die Wärmerückgewinnung umgehen) (!Er erzeugt grundsätzlich aktive Kühlleistung) (!Er entfernt sämtliche Schadstoffe) (!Er schaltet jede Lüftungsanlage vollständig aus)
Wie erklärst Du eine Lüftungsstörung nutzergerecht? (Du beschreibst die Auffälligkeit und die notwendige Fachprüfung verständlich) (!Du versprichst ohne Prüfung eine sofortige Lösung) (!Du veränderst eigenmächtig die Sicherheitsregelung) (!Du erklärst die Raumluft ohne Untersuchung für gesundheitlich unbedenklich)
Feedback zum Quiz: Richtige Antworten unterscheiden Funktion, Messgröße und technische Grenze. Besonders wichtig sind die Fragen zu CO₂, Filter und Störungen: Einzelanzeigen reichen nicht für eine umfassende hygienische oder technische Freigabe.
Memory
| Außenluft | Von draußen angesaugte Luft |
| Zuluft | In den Raum eingebrachte Luft |
| Fortluft | Ins Freie abgegebene Luft |
| Wärmerückgewinnung | Übertragung von Wärme zwischen Luftströmen |
| CO₂-Sensor | Messgerät für Kohlendioxidkonzentration |
| Ventilator | Bauteil zur Luftförderung |
| Sollwert | Vorgegebener Zielwert einer Regelung |
Drag and Drop
Ordne die Bauteile und Funktionen richtig zu.
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Funktion |
|---|---|
| Filter | Partikelabscheidung |
| Regler | Soll-Ist-Vergleich |
| Temperatursensor | Temperaturerfassung |
| Luftklappe | Luftwegbeeinflussung |
| Wärmetauscher | Wärmeübertragung |
Feedback: Ein Bauteil kann nur die Aufgabe erfüllen, für die es ausgelegt ist. Ein Temperaturfühler misst beispielsweise nicht automatisch die Luftqualität.
Kreuzworträtsel
| Zuluft | Wie heißt die Luft, die dem Raum zugeführt wird? |
| Fortluft | Wie heißt die Luft, die das Gebäude nach außen verlässt? |
| Bypass | Wie heißt ein Luftweg zur Umgehung eines Wärmerückgewinners? |
| Sensor | Welches Bauteil erfasst eine Messgröße? |
| Filter | Welches Bauteil scheidet bestimmte Partikel aus der Luft ab? |
| Ventilator | Welches Bauteil fördert die Luft mechanisch? |
LearningApps
Zusätzliche interaktive Übungen zum Thema:
Hinweis: Dies ist eine thematische Suche, keine fachlich geprüfte Einzelübung.
Lückentext
Offene Aufgaben
Arbeite in der Reihenfolge Leicht, Standard und Schwer. Die Lehrkraft kann einzelne Aufgaben für Dein Ausbildungsprojekt auswählen.
Leicht
- Außenluft: Zeichne die vier Luftarten Außenluft, Zuluft, Abluft und Fortluft in ein einfaches Gebäudeschema ein.
- Ventilator: Erstelle eine Bildkarte mit Funktion, Energiebedarf und einer Betriebsgrenze.
- Raumluftqualität: Formuliere drei verständliche Sätze für Gebäudenutzer.
- Lüftungsanlage: Erstelle ein kurzes Erklärvideo oder eine Audionachricht zum Luftweg.
Standard
- Gebäudeautomation: Zeichne einen einfachen Regelkreis mit Sensor, Regler und Stellglied.
- Wärmerückgewinnung: Vergleiche im Modell Lüftungsbetrieb mit und ohne Wärmerückgewinnung.
- CO₂-Messung: Werte eine von der Lehrkraft bereitgestellte simulierte CO₂-Zeitreihe aus und benenne Grenzen der Interpretation.
- Technische Dokumentation: Gestalte ein Übergabeblatt mit Betriebsarten, Nutzerhinweisen und Meldeweg bei Störungen.
Schwer
- Fehlerdiagnose: Entwickle einen Diagnosebaum für den simulierten Fall eines zu geringen Volumenstroms.
- Energieeffizienz: Vergleiche zwei simulierte Betriebsstrategien hinsichtlich Strombedarf, Luftqualität und Nutzungsanforderungen.
- Trinkwasserhygiene: Recherchiere, welche zusätzlichen fachlichen Prüfungen bei einer wasserbetriebenen Luftbefeuchtung notwendig sein können, und grenze diese von einer RLT-Hygieneprüfung ab. Keine praktische Freigabe durchführen.
- Kundenkommunikation: Führe ein Rollenspiel mit Nutzer, Fachkraft und Betreiber durch. Begründe, wann eine technische Prüfung oder eine Anpassung der Betriebsplanung erforderlich ist.


Lernkontrolle
Arbeite mit dem Ausbildungsfall. Bewertet werden Begründungen und Zusammenhänge, nicht nur Fachbegriffe.
- Regelungstechnik: Erkläre, warum ein stark angesteuerter Ventilator trotzdem einen zu geringen Volumenstrom liefern kann. Nenne mindestens drei mögliche Ursachen und beschreibe, wie sie fachlich eingegrenzt werden.
- Raumluftqualität: Beurteile die gleichzeitige Anzeige von 1450 ppm CO₂ und 390 m³/h Luftvolumenstrom. Unterscheide Messbefund, begründete Vermutung und nicht zulässige Schlussfolgerung.
- Wärmerückgewinnung: Erläutere den Zielkonflikt zwischen Energieeinsparung und ausreichendem Luftwechsel. Entwickle eine Betriebsstrategie für einen unterschiedlich belegten Unterrichtsraum, ohne erforderliche Lüftungsanforderungen zu unterschreiten.
- Anlagenbetrieb: Übertrage das Diagnoseschema auf einen fiktiven Raum mit Beschwerden über Zugluft. Erkläre, welche zusätzlichen Daten für eine fachliche Bewertung nötig wären.
- Kommunikation: Verfasse eine verständliche Erklärung für einen Nutzer, der aus einer grünen CO₂-Ampel eine vollständige hygienische Unbedenklichkeit ableitet.
- Gebäudeautomation: Beschreibe, wie eine Änderung der Raumnutzung die Regelungs- und Planungsanforderungen beeinflussen kann.
Bewertungskriterien: Fachliche Richtigkeit, Verwendung nachvollziehbarer Daten, Erkennen von Unsicherheit, sicherer Melde- und Prüfweg sowie verständliche Sprache.
Lernnachweis
Erstelle ein kleines Ausbildungsportfolio mit folgenden Bestandteilen:
- Ein beschriftetes Anlagenschema mit den vier Luftarten.
- Eine Tabelle mit mindestens vier Betriebsarten und ihren Grenzen.
- Die Berechnung der vereinfachten Ventilatorleistung aus Praxisfall 1.
- Eine Auswertung der simulierten Hygiene- und Diagnosedaten mit klar benannten Unsicherheiten.
- Eine 90-sekündige Nutzererklärung als Audio, Video oder Gesprächsprotokoll.
- Eine kurze Reflexion: Welche Prüfungen darfst Du nur unter fachlicher Aufsicht durchführen?
Mindestanforderung: Deine Erklärung ist verständlich, benennt einen Regelungsablauf und mindestens zwei Grenzen. Du unterscheidest zwischen einer Lernsimulation und einer fachlich verantworteten Betriebs- oder Hygieneprüfung.
Kein Bestandteil des Lernnachweises: Reale Eingriffe, elektrische Arbeiten, eigenständige Wartung, hygienische Anlagenfreigabe oder Trinkwasserhygiene-Freigabe.
OERs zum Thema
Wikipedia-Einstieg:
Weitere frei zugängliche Fachinformationen:
- Umweltbundesamt – Richtig Lüften in Schulen: CO₂, Luftaustausch und Grenzen der Interpretation.
- BAuA – ASR A3.6 Lüftung: Anforderungen an Lüftung in Arbeitsstätten.
- VDI – Richtlinienreihe 6022: Hygieneanforderungen an raumlufttechnische Anlagen.
- DIN EN 16798-3:2026-10: Leistungsanforderungen an Lüftungs- und Klimaanlagen in Nichtwohngebäuden.
- DIN EN 12599: Prüf- und Messverfahren zur Übergabe raumlufttechnischer Anlagen.
- DVGW – Trinkwasser-Installation: Weiterführende Anforderungen an die Trinkwasserhygiene, soweit entsprechende Schnittstellen betroffen sind.
Medienrechte und Qualität:
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Fachlicher Vorbehalt: Normen und Regelwerke können geändert werden. Vor realer Anwendung sind aktuelle Fassungen, Herstellerunterlagen, objektspezifische Planung und Betreiberpflichten durch qualifizierte Fachpersonen zu prüfen. Das gilt besonders für Anlagenbetrieb, Hygiene, Befeuchter, wasserführende Einrichtungen und Trinkwasseranschlüsse.
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