Zum Inhalt springen

Kreislaufwirtschaft und Recycling im Metallbau - Schmied

Aus MOOCsWiki Staging

Kreislaufwirtschaft und Recycling im Metallbau - Schmied




Kreislaufwirtschaft und Recycling im Metallbau - Schmied


Einleitung

Die Kreislaufwirtschaft verfolgt das Ziel, Produkte, Bauteile und Werkstoffe möglichst lange auf einem hohen Nutzungsniveau zu halten. Für Dich als angehende Metallbauerin oder angehenden Metallbauer, besonders in der Fachrichtung Metallgestaltung, beginnt Kreislaufwirtschaft deshalb nicht erst am Schrottcontainer. Sie beginnt bereits bei der Planung, beim Materialeinkauf, beim Zuschnitt und bei der Entscheidung, ob eine Verbindung lösbar, reparierbar und später trennbar ausgeführt wird.

Im Schmiede- und Metallbaubetrieb fallen unter anderem Profilabschnitte, Bleche, Stangenreste, Späne, Drahtstücke, Zunder, Schleifstäube, verbrauchte Hilfsstoffe und ausgediente Bauteile an. Diese Stoffe dürfen nicht wahllos vermischt werden. Je genauer Werkstoff, Legierung, Beschichtung und Verschmutzung bekannt sind, desto besser kann ein Reststoff wiederverwendet oder hochwertig recycelt werden.

Dieser aiMOOC richtet sich an Auszubildende im Metallbauerhandwerk und an Lernende in verwandten Metallberufen. Du lernst, wie Du Metallkreisläufe in der Werkstatt praktisch organisierst, wie Du geeignete Reststücke verantwortungsvoll weiterverwendest und wie Du Arbeits-, Brand- und Umweltschutz miteinander verbindest.


Lernziele

Nach diesem Lernkurs kannst Du die Abfallhierarchie auf betriebliche Situationen übertragen, Metallreststoffe fachgerecht unterscheiden, eine Sammelstation planen, kreislaufgerechte Bauteile entwerfen und die Grenzen der Wiederverwendung von unbekanntem Altmaterial beurteilen. Außerdem kannst Du einfache Kennzahlen zur Materialausbeute berechnen und Verbesserungen für einen Metallbau- oder Schmiedebetrieb begründen.


Fachbegriffe der Kreislaufwirtschaft

Primärrohstoffe werden erstmals aus natürlichen Lagerstätten gewonnen. Sekundärrohstoffe entstehen dagegen aus aufbereiteten Altprodukten oder Produktionsresten. Im Metallbau zählen sortenrein erfasste Stahl-, Aluminium-, Kupfer- oder Messingreste zu wichtigen Sekundärrohstoffquellen.

Neuschrott entsteht während der Herstellung, beispielsweise als sauberer Profilabschnitt, Stanzrest oder Blechverschnitt. Seine Zusammensetzung ist häufig gut bekannt. Altschrott stammt aus gebrauchten Produkten, dem Rückbau oder aus Reparaturen. Bei ihm müssen Werkstoff, Beschichtung, Anhaftungen und mögliche Schadstoffe besonders sorgfältig geprüft werden.

Fe-Metalle sind Eisenwerkstoffe wie viele Stähle und Gusseisen. NE-Metalle sind Metalle und Legierungen, deren Grundmetall nicht Eisen ist, zum Beispiel Aluminium, Kupfer, Zink, Messing oder Bronze. Die Magnetprobe kann eine erste Orientierung geben, ersetzt aber keine Werkstoffkennzeichnung oder Materialdokumentation. Manche nichtrostenden Stähle sind nur schwach oder gar nicht magnetisch.

Das Metallrad verdeutlicht, dass technische Produkte häufig aus vielen miteinander verbundenen Metallen bestehen. Je stärker verschiedene Legierungen, Beschichtungen und Fremdstoffe vermischt werden, desto schwieriger wird ein hochwertiger geschlossener Werkstoffkreislauf.


Die Abfallhierarchie in der Werkstatt

Nach der gesetzlichen Abfallhierarchie ist die beste Lösung nicht automatisch das Einschmelzen. Die Rangfolge lautet: Vermeidung, Vorbereitung zur Wiederverwendung, Recycling, sonstige Verwertung und erst zuletzt Beseitigung.

  1. Abfallvermeidung: Zuschnitt optimieren, Fehlteile vermeiden, bedarfsgerecht einkaufen und Bauteile langlebig konstruieren.
  2. Wiederverwendung: Geeignete Bauteile, Vorrichtungen oder Reststücke ohne grundlegende stoffliche Veränderung erneut einsetzen.
  3. Vorbereitung zur Wiederverwendung: Bauteile prüfen, reinigen, instand setzen und für einen erneuten Einsatz vorbereiten.
  4. Recycling: Sortenreine Metallreste aufbereiten und als Sekundärrohstoff in die Metallherstellung zurückführen.
  5. Beseitigung: Nicht verwertbare oder gefährlich verunreinigte Reststoffe nach betrieblicher Vorgabe ordnungsgemäß entsorgen.

Ein sauberer Flachstahlrest kann beispielsweise als Probestück, Lasche oder Bestandteil einer Vorrichtung weitergenutzt werden. Voraussetzung ist, dass Werkstoff, Abmessungen und Eignung bekannt sind. Ein unbekanntes, beschichtetes Altteil darf dagegen nicht einfach erhitzt, geschweißt oder für ein sicherheitsrelevantes Bauteil verwendet werden.


Kreislaufgerechte Gestaltung im Metallbau

Kreislaufgerechte Konstruktion verbindet Materialeffizienz, Reparierbarkeit und Trennbarkeit. Schon bei einem Tor, Geländer, Beschlag oder kunstgeschmiedeten Objekt kannst Du festlegen, ob einzelne Verschleißteile ausgetauscht werden können und ob das Produkt am Nutzungsende zerlegt werden kann.

Wichtige Gestaltungsprinzipien sind lösbare Verbindungen, zugängliche Befestigungspunkte, austauschbare Einzelteile, eindeutige Werkstoffangaben und eine geringe Zahl unnötiger Materialkombinationen. Schraub-, Steck- oder Klemmverbindungen können eine spätere Demontage erleichtern. Schweißverbindungen bleiben technisch oft notwendig, sollten aber bewusst eingesetzt werden.

Bei der Oberflächenplanung sind Funktion, Korrosionsschutz, Reparatur und spätere Verwertung gemeinsam zu betrachten. Verzinkungen, Lacke, Kunststoffe, Dichtstoffe oder metallische Überzüge beeinflussen die Aufbereitung. Eine gute Dokumentation hält deshalb Grundwerkstoff, Zusatzwerkstoff, Beschichtung und Verbindungstechnik fest.


Reststoffe erkennen und sortieren

Eine sortenreine Sammlung beginnt direkt am Arbeitsplatz. Beschriftete, standsichere Behälter verhindern Verwechslungen und erleichtern die innerbetriebliche Logistik. Scharfe Kanten, überstehende Teile und hohe Gewichte müssen bei Auswahl und Befüllung der Behälter berücksichtigt werden.

Typische Sammelgruppen sind unlegierter Stahl, nichtrostender Stahl, Aluminium, Kupfer, Messing, Kabel, saubere Späne und gesondert zu behandelnde verunreinigte Reststoffe. Legierte Stähle sollten nicht unkontrolliert mit unlegiertem Stahlschrott vermischt werden. Auch Aluminiumlegierungen unterscheiden sich deutlich in ihrer Zusammensetzung und Verwendbarkeit.

Zur betrieblichen Identifikation dienen Werkstoffkennzeichnungen, Lieferscheine, Materialzeugnisse, Bauteilzeichnungen und Materialpässe. Ergänzend können magnetisches Verhalten, Dichte, Farbe oder eine fachgerecht durchgeführte Funkenprobe Hinweise geben. Eine einzelne Prüfbeobachtung reicht für sicherheitsrelevante Entscheidungen nicht aus.

Zunder ist eine Oxidschicht, die beim Erwärmen von Eisenwerkstoffen entsteht und beim Schmieden abplatzen kann. Zunder, Schlacke, Schleifmittel, Staub und Metallspäne dürfen nicht automatisch als gleichwertiger Metallschrott behandelt werden. Ihre Verwertbarkeit hängt von Zusammensetzung, Reinheit und betrieblichem Entsorgungsweg ab.


Vom Schrott zum Sekundärmetall

Der industrielle Recyclingweg umfasst mehrere Stufen: Annahme und Kontrolle, Demontage, Zerkleinerung, Sortierung, Abtrennung von Fremdstoffen, Chargenbildung, Einschmelzen und erneute Werkstoffherstellung. Ferromagnetische Bestandteile lassen sich mit Magnetabscheidern trennen. NE-Metalle können unter anderem mit Wirbelstromabscheidern und sensorgestützten Verfahren sortiert werden.

Stahlschrott kann beispielsweise in einem Elektrolichtbogenofen eingeschmolzen werden. Dabei erzeugen Elektroden einen Lichtbogen, dessen Wärme die metallische Charge aufschmilzt. Die Qualität des neuen Stahls hängt unter anderem von Schrottsorte, Begleitelementen, Schlackeführung und Prozesssteuerung ab.

Beim Aluminiumrecycling werden sortierte Schrotte eingeschmolzen und zu neuen Legierungen eingestellt. Eine gute Trennung ist besonders wichtig, weil unerwünschte Legierungselemente nicht beliebig aus einer Schmelze entfernt werden können. Hochwertiges Recycling verlangt daher mehr als die bloße Sammlung aller Aluminiumteile in einem gemeinsamen Behälter.


Wiederverwendung beim Schmieden

Reststücke können im Schmiedebetrieb einen hohen Nutzwert besitzen. Geeignete Abschnitte lassen sich für Muster, Anschauungsstücke, Zierformen, Hilfswerkzeuge oder Vorrichtungen verwenden. Auch Reparatur und Aufarbeitung verlängern die Nutzungsdauer von Bauteilen.

Die Wiederverwendung hat jedoch klare Grenzen. Für tragende, hoch beanspruchte, gehärtete oder sicherheitsrelevante Bauteile muss die Werkstoffgüte nachvollziehbar sein. Unbekannter Federstahl, Achsstahl oder beschichteter Altschrott darf nicht allein aufgrund seines Aussehens eingesetzt werden. Beim Erhitzen unbekannter Beschichtungen können gefährliche Dämpfe entstehen. Deshalb gilt: erst identifizieren, dann bewerten, erst danach bearbeiten.

Eine gute Reststücklagerung enthält Werkstoffbezeichnung, Abmessung, Herkunft und gegebenenfalls Chargenangabe. Kurze, unbeschriftete Stücke sollten nicht in den Materialbestand zurückgelegt werden, wenn eine spätere sichere Zuordnung nicht möglich ist.


Arbeits-, Brand- und Umweltschutz

Recyclingarbeiten können Schnitt-, Quetsch-, Stich-, Brand-, Explosions- und Gesundheitsgefahren verursachen. Technische und organisatorische Schutzmaßnahmen haben Vorrang vor persönlicher Schutzausrüstung. Dazu gehören sichere Verkehrswege, geeignete Behälter, Hebehilfen, Absaugung, Kennzeichnung, Unterweisung und klare Zuständigkeiten.

Aluminium- und Magnesiumstäube sowie feine Späne können brennbar oder explosionsfähig sein. Mit Kühlschmierstoff benetzte Leichtmetallspäne und Schlämme können sich unter ungünstigen Bedingungen selbst erwärmen oder Wasserstoff bilden. Solche Stoffe müssen entsprechend Gefährdungsbeurteilung, Sicherheitsdatenblatt und betrieblicher Anweisung getrennt gesammelt werden. Wasser ist bei Magnesiumbränden ungeeignet; maßgeblich sind der betriebliche Brandschutzplan und die vorgeschriebenen Löschmittel.

Beim Umgang mit Schrott sind außerdem Sicherheitsschuhe, geeignete Handschuhe, Augen- und Gesichtsschutz sowie bei Lärm der vorgeschriebene Gehörschutz zu beachten. Handschuhe dürfen nicht an Maschinen getragen werden, an denen Einzugsgefahr besteht. Für jede Tätigkeit gelten die konkrete Betriebsanweisung und die Unterweisung im Ausbildungsbetrieb.


Betrieblicher Metallkreislauf

Ein wirksames Kreislaufkonzept verbindet Einkauf, Fertigung, Lager, Qualitätssicherung und Entsorgung. Der Betrieb legt fest, welche Werkstoffe eingesetzt werden, wie Reststücke gekennzeichnet werden, welche Behälter vorhanden sind und wer die Abholung dokumentiert. Ein qualifizierter Entsorgungsbetrieb benötigt eindeutige Angaben zu Art, Menge und Verunreinigung des Materials.

Ein möglicher Ablauf lautet: Material bedarfsgerecht beschaffen, Zuschnitt planen, Werkstoff eindeutig kennzeichnen, wiederverwendbare Reststücke einlagern, Recyclingfraktionen getrennt sammeln, gefährliche Reststoffe separieren, Mengen dokumentieren und die Ergebnisse regelmäßig auswerten.


Kennzahlen und einfache Berechnungen

Die Materialausbeute zeigt, welcher Anteil des eingesetzten Metalls im fertigen Produkt verbleibt:

Materialausbeute in Prozent = Produktmasse geteilt durch eingesetzte Metallmasse mal 100

Werden für ein Bauteil 100 Kilogramm Metall eingesetzt und 82 Kilogramm verbleiben im Produkt, beträgt die Materialausbeute 82 Prozent. Fallen zusätzlich 15 Kilogramm sortenreine Abschnitte und 3 Kilogramm Zunder oder gemischte Reststoffe an, kann der Betrieb prüfen, ob Zuschnitt, Konstruktion oder Sammlung verbessert werden können.

Weitere sinnvolle Kennzahlen sind die Verschnittquote, die Ausschussquote, die Masse wiederverwendeter Reststücke, die sortenreine Erfassungsquote und die Erlöse oder Entsorgungskosten je Stoffgruppe. Kennzahlen sind nur dann nützlich, wenn alle Beschäftigten nach einheitlichen Regeln erfassen.


Praxisbeispiel: Kunstgeschmiedetes Geländer

Für ein Geländer werden Baustahlprofile, Verbindungsmittel, Schweißzusatz, Korrosionsschutz und Montageelemente benötigt. Eine kreislaufgerechte Planung optimiert zunächst die Stablängen und reduziert Verschnitt. Wiederkehrende Zierelemente werden so bemessen, dass Restlängen sinnvoll genutzt werden können.

Austauschbare Handlauf- oder Befestigungsteile werden lösbar konstruiert, sofern Funktion und Sicherheit dies zulassen. Werkstoffe und Beschichtungen werden dokumentiert. Saubere Profilabschnitte gelangen in das gekennzeichnete Reststücklager, kleine sortenreine Stahlreste in den Stahlschrottbehälter und beschichtete oder verunreinigte Rückstände in den dafür vorgesehenen Sammelweg.

Bei einer späteren Reparatur erleichtern Zeichnung, Materialpass und dokumentierte Verbindungstechnik die Auswahl passender Ersatzteile. Damit verbindet das Geländer handwerkliche Qualität mit langer Nutzungsdauer und verbesserter Kreislauffähigkeit.


Fachliche Quellen und Vertiefung

  1. Kreislaufwirtschaftsgesetz: Abfallhierarchie
  2. Umweltbundesamt: Eisen und Stahl
  3. Umweltbundesamt: Sekundärrohstoffwirtschaft Metalle
  4. DGUV: Aluminium- und Magnesiumbearbeitung
  5. BERUFENET: Metallbauer/in Fachrichtung Metallgestaltung


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Maßnahme steht in der Abfallhierarchie an erster Stelle? (Vermeidung) (!Recycling) (!Verbrennung) (!Beseitigung)




Was ist ein Sekundärrohstoff? (Ein aus Reststoffen oder Altprodukten zurückgewonnener Rohstoff) (!Ein erstmals aus einem Erz gewonnener Rohstoff) (!Ein nicht gekennzeichnetes Schmiedestück) (!Ein ausschließlich flüssiger Hilfsstoff)




Welches Beispiel ist typischer Neuschrott? (Ein sauberer Profilabschnitt aus der laufenden Fertigung) (!Ein demontiertes altes Brückenteil) (!Ein unbekannt beschichtetes Altgeländer) (!Ein verrostetes Fahrzeugteil vom Schrottplatz)




Warum sollen unterschiedliche Legierungen getrennt gesammelt werden? (Damit unerwünschte Vermischungen und Qualitätsverluste vermieden werden) (!Damit jedes Metall automatisch magnetisch wird) (!Damit keine Werkstoffkennzeichnung nötig ist) (!Damit Beschichtungen beim Einschmelzen verschwinden)




Wie ist unbekannter Altschrott für ein sicherheitsrelevantes Schmiedebauteil zu bewerten? (Er darf erst nach sicherer Werkstoffidentifikation und Eignungsprüfung verwendet werden) (!Er ist immer geeignet, wenn er schwer ist) (!Er ist geeignet, sobald er glühend wird) (!Er ist geeignet, wenn er magnetisch ist)




Welche Konstruktion unterstützt die spätere Demontage? (Eine zugängliche lösbare Verbindung) (!Eine vollständig verklebte Materialmischung) (!Eine unbeschriftete Einwegverbindung) (!Eine verdeckte Verbindung ohne Dokumentation)




Welches Verfahren trennt ferromagnetische Stahlschrotte? (Magnetabscheidung) (!Destillation) (!Filtration durch Papier) (!Verdampfung)




Was ist Zunder? (Eine Oxidschicht auf erhitzten Eisenwerkstoffen) (!Ein flüssiger Schweißzusatz) (!Eine Kupferlegierung) (!Ein Kunststoffüberzug)




Was ist bei feinen Aluminium- oder Magnesiumstäuben besonders zu beachten? (Sie können Brand- und Explosionsgefahren verursachen) (!Sie sind grundsätzlich ungefährlich) (!Sie dürfen mit allen nassen Abfällen gemischt werden) (!Sie werden durch Magnetabscheidung vollständig entfernt)




Wie wird die Materialausbeute berechnet? (Produktmasse geteilt durch eingesetzte Metallmasse mal hundert) (!Schrottmasse geteilt durch Arbeitszeit) (!Einkaufspreis geteilt durch Produktmasse) (!Produktmasse plus Ausschussmasse mal hundert)





Memory

Neuschrott Produktionsrest mit meist bekannter Zusammensetzung
Altschrott Werkstoff aus gebrauchten Produkten oder Rückbau
Sekundärrohstoff Aufbereiteter Rohstoff für einen neuen Produktionszyklus
Zunder Oxidschicht vom Erwärmen eines Eisenwerkstoffs
Materialpass Dokumentation von Werkstoff und Beschichtung
Elektrolichtbogenofen Aggregat zum Einschmelzen metallischer Chargen
Wirbelstromabscheider Sortiertechnik für elektrisch leitfähige NE-Metalle
Reststücklager Gekennzeichneter Bestand für eine spätere Wiederverwendung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Maßnahme im Metallbaubetrieb
Vermeidung Zuschnitt so planen, dass möglichst wenig Verschnitt entsteht
Wiederverwendung Ein geeignetes gekennzeichnetes Reststück erneut einsetzen
Vorbereitung zur Wiederverwendung Ein Bauteil prüfen, reinigen und instand setzen
Recycling Sortenreinen Metallschrott aufbereiten und einschmelzen
Beseitigung Nicht verwertbare gefährliche Rückstände ordnungsgemäß entsorgen






Kreuzworträtsel

Neuschrott Wie heißt ein Metallrest aus der laufenden Fertigung?
Altschrott Wie heißt Schrott aus gebrauchten Produkten oder dem Rückbau?
Zunder Wie heißt die Oxidschicht auf erhitztem Stahl?
Legierung Wie heißt ein metallischer Werkstoff aus mehreren Elementen?
Schmieden Wie heißt das Umformen eines erwärmten Metalls durch Druck oder Schlag?
Materialpass Welches Dokument hält Werkstoff und Beschichtung eines Bauteils fest?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Die höchste Stufe der Abfallhierarchie ist die

. Ein aus Reststoffen zurückgewonnener Rohstoff heißt

. Produktionsreste mit meist bekannter Zusammensetzung werden als

bezeichnet. Schrott aus gebrauchten Produkten heißt

. Die Oxidschicht auf einem erhitzten Eisenwerkstoff nennt man

. Ferromagnetische Schrottanteile können durch einen

getrennt werden. Angaben zu Werkstoff und Beschichtung können in einem

dokumentiert werden. Für eine spätere Demontage sind

Verbindungen besonders hilfreich. Unbekannter Altschrott muss vor einer sicherheitsrelevanten Verwendung eindeutig

werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Werkstattbegehung: Fotografiere oder skizziere die Sammelstellen Deines Ausbildungsbetriebs und beschreibe, welche Metallfraktionen dort getrennt werden.
  2. Sortierkarten: Erstelle Lernkarten für Stahl, Edelstahl, Aluminium, Kupfer, Messing und beschichtete Reststoffe mit Erkennungsmerkmalen und Sammelweg.
  3. Reststückkennzeichnung: Entwickle ein einfaches Etikett mit Werkstoff, Abmessung, Herkunft und Datum für ein Reststücklager.
  4. Abfallhierarchie: Ordne fünf typische Werkstattbeispiele den Stufen Vermeidung, Wiederverwendung, Recycling oder Beseitigung zu und begründe Deine Auswahl.


Standard

  1. Zuschnittoptimierung: Plane den Zuschnitt mehrerer Zierelemente aus vorgegebenen Stablängen und vergleiche zwei Varianten hinsichtlich Verschnitt.
  2. Sammelstation: Entwirf eine sichere Sammelstation für Fe-Metalle, NE-Metalle, Späne und verunreinigte Reststoffe.
  3. Reparaturgerechte Konstruktion: Überarbeite den Entwurf eines Geländers so, dass ein beschädigtes Einzelteil ausgetauscht werden kann.
  4. Betriebsinterview: Befrage eine Fachkraft im Betrieb oder bei einem Entsorgungsunternehmen zu Qualitätsanforderungen an Metallschrott und dokumentiere die Ergebnisse.


Schwer

  1. Kreislaufgerechtes Schmiedeprodukt: Entwickle ein geschmiedetes Produkt mit Materialpass, Reparaturkonzept und geplanter Demontage.
  2. Materialflussanalyse: Erfasse eine Woche lang Metallinput, Produktmasse, Reststücke, Schrott und Ausschuss und berechne geeignete Kennzahlen.
  3. Gefährdungsbeurteilung: Analysiere die Risiken einer Sammelstelle für Aluminium- oder Magnesiumspäne und leite technische, organisatorische und persönliche Schutzmaßnahmen ab.
  4. Lebenszyklusvergleich: Vergleiche einen Neukauf mit Reparatur und Wiederverwendung eines Metallbauteils hinsichtlich Material, Energie, Sicherheit, Kosten und Nutzungsdauer.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallanalyse Mischschrott: In einem Behälter liegen Baustahl, Edelstahl, Aluminium und beschichtete Teile. Entwickle einen sicheren Sortier- und Dokumentationsablauf und begründe die Reihenfolge.
  2. Konstruktionsvergleich: Vergleiche ein vollständig verschweißtes Geländer mit einer teilweise demontierbaren Variante. Bewerte Stabilität, Fertigungsaufwand, Reparierbarkeit und Recyclingfähigkeit.
  3. Werkstoffentscheidung: Ein unbekanntes altes Achsteil soll zu einem hoch belasteten Werkzeug umgeschmiedet werden. Entscheide über das Vorgehen und begründe Deine Entscheidung fachlich.
  4. Kennzahlenanalyse: Ein Auftrag benötigt 250 Kilogramm Metall, 205 Kilogramm verbleiben im Produkt. Berechne die Materialausbeute und nenne zwei sinnvolle Verbesserungsansätze.
  5. Sicherheitsproblem: Feuchte Aluminiumspäne werden in einem offenen Behälter mit anderen Reststoffen gesammelt. Analysiere mögliche Gefahren und entwickle eine sichere betriebliche Lösung.
  6. Beschaffungsstrategie: Entwickle Kriterien für den Einkauf kreislauffähiger Metallhalbzeuge und erkläre, wie Werkstoffnachweise, Lieferlängen und Rücknahmemöglichkeiten zusammenwirken.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe wiedergeben, sondern betriebliche Entscheidungen nachvollziehbar begründen kannst.

  1. Fachbegriffe: Primärrohstoff, Sekundärrohstoff, Neu- und Altschrott, Fe- und NE-Metalle sowie Zunder korrekt erklären.
  2. Abfallhierarchie: Maßnahmen aus einer Werkstattsituation richtig einordnen und priorisieren.
  3. Werkstofftrennung: Ein Sammel- und Kennzeichnungssystem für Metallreststoffe entwickeln.
  4. Konstruktion: Reparierbarkeit, Demontage und Materialwahl in einem eigenen Entwurf berücksichtigen.
  5. Arbeitsschutz: Gefahren durch scharfe Kanten, Lasten, unbekannte Beschichtungen und Leichtmetallstäube beurteilen.
  6. Berechnung: Materialausbeute oder Verschnittquote korrekt berechnen und auswerten.
  7. Dokumentation: Ergebnisse in Zeichnung, Materialpass, Fotodokumentation oder Kurzpräsentation fachgerecht darstellen.




OERs zum Thema



Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE




The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen