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Kreativ mit KI zusammenarbeiten

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Kreativ mit KI zusammenarbeiten



Kreativ mit KI zusammenarbeiten


Einleitung

Künstliche Intelligenz kann Dir beim Lernen und Gestalten helfen: Sie kann Ideen variieren, Beispiele erzeugen, Bilder beschreiben, Texte umformulieren oder erste Prototypen vorschlagen. Aber sie kennt Dein eigentliches Ziel nicht von selbst, kann Fehler machen und kann Vorschläge liefern, die unfair, unpassend oder erfunden sind. Deshalb bleibt der Mensch wichtig: Du setzt das Ziel, Du bringst eigene Ideen ein, Du prüfst, Du wählst aus und Du verantwortest das Ergebnis.

Dieser Lernkurs richtet sich besonders an die Klasse 6 und ist für etwa 1–2 Unterrichtsstunden gedacht. Du lernst eine einfache Strategie für die Zusammenarbeit mit KI, übst eine kurze Prüfroutine und überträgst das Vorgehen am Ende selbstständig auf eine neue Situation. Dabei werden Informatik, Deutsch, Mathematik, Naturwissenschaften, Kunst, Ethik, Gemeinschaftskunde und Medienbildung miteinander verknüpft.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du erklären, warum KI ein Werkzeug und nicht die verantwortliche Entscheiderin ist. Du kannst vor einer KI-Nutzung eigene Ideen festhalten, einen klaren Arbeitsauftrag formulieren, KI-Ergebnisse mit einfachen Kriterien prüfen, passende Teile auswählen und Deine Entscheidung begründen. Außerdem kannst Du sichtbar machen, welche Teile eines Ergebnisses von Dir stammen und wobei KI geholfen hat.


Kurzdiagnose: Wer steuert?

Stell Dir vor, Deine Klasse soll ein Plakat für einen umweltfreundlicheren Schulhof gestalten. Entscheide spontan, welcher Ablauf besser zum Lernen passt:

  1. Variante A: Zuerst die KI nach einem fertigen Plakat fragen und das Ergebnis übernehmen.
  2. Variante B: Zuerst selbst Ziel, Ideen und Kriterien notieren, dann KI für Varianten nutzen, Ergebnisse prüfen und am Ende selbst entscheiden.

Begründe Deine Wahl in zwei Sätzen. Bewahre Deine Begründung bis zum Ende des Kurses auf. Dann vergleichst Du, ob und warum sich Deine Sicht verändert hat.


Zeitplan für 1–2 Unterrichtsstunden

Phase Zeit Was Du tust
Aktivierung und Diagnose 5–10 Minuten Du entscheidest, wer beim Arbeiten mit KI steuern soll, und begründest Deine Meinung.
Einführung und Strategie 10–15 Minuten Du lernst den Ablauf Ich → KI → Check → Entscheidung kennen.
Eigene Idee und KI-Variation 15–20 Minuten Du entwickelst erst selbst etwas und nutzt KI danach zum Variieren oder Visualisieren.
Prüfen und Verbessern 15–20 Minuten Du kontrollierst Inhalt, Quellen, Fairness, Sicherheit und Passung.
Anwendung, Reflexion und Transfer 15–25 Minuten Du entscheidest selbstständig, dokumentierst Deinen Anteil und überträgst die Strategie.

Für eine einzelne Unterrichtsstunde kann die Lehrkraft die Vertiefungen und das längere Video weglassen. Für eine Doppelstunde können die fächerübergreifenden Aufgaben und die Anwendung ausführlicher bearbeitet werden.


Was bedeutet kreative Zusammenarbeit mit KI?

Kreative Zusammenarbeit mit KI bedeutet nicht, dass ein Computer „für Dich kreativ ist“. Sinnvoller ist es, KI als Werkzeug in einem von Menschen gesteuerten Prozess zu nutzen. Du kannst zum Beispiel ein eigenes Gedicht überarbeiten lassen, mehrere Varianten für eine Überschrift vergleichen, eine Skizzenidee visualisieren, aus Messwerten mögliche Diagrammideen ableiten oder einen ersten Prototyp für ein Schulprojekt beschreiben lassen.

Die wichtigste Regel lautet: Eigene Idee zuerst, KI danach. So bleibt sichtbar, welche Gedanken von Dir stammen. Außerdem kannst Du besser beurteilen, ob ein KI-Vorschlag wirklich nützlich ist. Wenn Du sofort eine fertige Lösung erzeugen lässt, fehlt Dir oft ein Vergleichsmaßstab.

Das Video zeigt altersnah, wie KI in der Schule helfen kann. Achte beim Anschauen besonders auf die Frage: Wobei unterstützt KI Menschen – und was müssen Menschen trotzdem selbst können und entscheiden?


KI ist kein Wahrheitsautomat

Generative KI erzeugt neue Inhalte aus Mustern, die sie während des Trainings gelernt hat. Ein Sprachmodell wählt beim Erzeugen von Text passende Fortsetzungen auf Grundlage statistischer Zusammenhänge. Deshalb kann eine Antwort überzeugend klingen und trotzdem falsch sein. KI kann auch Details erfinden, wichtige Informationen auslassen oder einseitige Muster wiedergeben.

Für Dich bedeutet das: Plausibel klingt nicht automatisch richtig. Besonders bei Sachinformationen, Zitaten, Zahlen, Quellen, Gesundheit, Sicherheit oder Aussagen über Menschen musst Du genauer prüfen.

Dieses längere Vertiefungsvideo eignet sich vor allem für eine Doppelstunde oder als freiwillige Vertiefung. Es erklärt, warum Sprachmodelle sprachlich überzeugende Antworten erzeugen können, ohne Informationen so zu „verstehen“ wie ein Mensch.


Die Strategie: Ich → KI → Check → Entscheidung

Mit dieser Vier-Schritt-Strategie kannst Du KI bewusst einsetzen. Sie ist einfach genug für den Unterricht und gleichzeitig so offen, dass Du sie später in verschiedenen Fächern verwenden kannst.


Schritt 1: Ich – Ziel und eigene Idee sichtbar machen

Bevor Du KI nutzt, schreibe mindestens drei Dinge auf:

  1. Ziel: Was soll am Ende entstehen oder geklärt sein?
  2. Eigene Idee: Was denke oder entwerfe ich bereits selbst?
  3. Kriterien: Woran erkenne ich ein gutes Ergebnis?

Beispiel: Du willst ein Plakat für einen naturnahen Schulhof gestalten. Dein Ziel ist ein verständliches Plakat. Eigene Ideen sind ein Insektenhotel, mehr Schatten und eine Regenwasserecke. Deine Kriterien sind: verständlich, realistisch, umweltfreundlich, fair für unterschiedliche Bedürfnisse und gestalterisch klar.


Schritt 2: KI – gezielt variieren, visualisieren, prototypisieren oder verbessern

Jetzt bekommt KI einen klaren Auftrag. Statt „Mach mir ein gutes Plakat“ ist ein Auftrag hilfreicher, der Ziel, Aufgabe, Rahmen und gewünschte Form nennt.

Beispiel für einen altersgerechten Arbeitsauftrag: „Ich plane ein Plakat für einen naturnahen Schulhof. Meine eigenen Ideen sind Insektenhotel, Schattenplätze und Regenwassernutzung. Nenne drei unterschiedliche Varianten, wie ich diese Ideen verbinden könnte. Ergänze keine erfundenen Fakten. Markiere Punkte, die ich mit einer Quelle prüfen sollte.“

Damit bleibt Deine Idee Ausgangspunkt. Die KI soll nicht Dein Ziel ersetzen, sondern Möglichkeiten eröffnen.


Schritt 3: Check – mit der 5-Finger-Prüfroutine kontrollieren

Prüfe ein KI-Ergebnis mit fünf einfachen Fragen:

  1. Passung: Passt der Vorschlag wirklich zu meinem Ziel und zur Aufgabe?
  2. Richtigkeit: Welche Fakten, Zahlen oder Quellen muss ich überprüfen?
  3. Fairness: Werden Menschen oder Gruppen einseitig, klischeehaft oder unfair dargestellt?
  4. Sicherheit: Habe ich persönliche Daten, geheime Informationen oder riskante Inhalte vermieden?
  5. Transparenz: Kann ich später sagen, wobei KI geholfen hat und was ich selbst entschieden habe?

Bei überprüfbaren Aussagen gilt eine einfache Regel: Suche mindestens eine verlässliche Quelle außerhalb der KI. Bei wichtigen oder überraschenden Behauptungen ist eine zweite unabhängige Quelle sinnvoll. Prüfe, wer hinter der Quelle steht, wann sie veröffentlicht oder aktualisiert wurde und ob sie wirklich die behauptete Aussage belegt.


Schritt 4: Entscheidung – auswählen, verändern und Verantwortung übernehmen

Am Ende wählst Du aus. Ein KI-Vorschlag muss nicht übernommen werden. Du kannst ihn ablehnen, Teile kombinieren, Fehler korrigieren oder wieder ganz zu Deiner eigenen Idee zurückkehren. Notiere anschließend kurz:

  1. Menschlicher Anteil: Was stammt von mir?
  2. KI-Anteil: Wobei hat KI geholfen?
  3. Prüfung: Was habe ich kontrolliert?
  4. Endentscheidung: Was habe ich übernommen, verändert oder verworfen – und warum?

Diese Dokumentation stärkt Transparenz und hilft dabei, Lernleistung sichtbar zu machen. Entscheidend ist nicht, möglichst viel KI zu verwenden, sondern sie begründet einzusetzen.


Kreativität braucht Auswahl

Viele Varianten sind noch kein gutes Ergebnis. Kreativität bedeutet auch, Möglichkeiten zu bewerten und eine passende Entscheidung zu treffen. KI kann schnell zehn Vorschläge erzeugen. Deine Aufgabe ist dann nicht, den „schönsten“ automatisch zu nehmen, sondern mit Kriterien zu entscheiden.

Ein hilfreiches Vorgehen aus dem Design Thinking ist: Problem verstehen, Ideen entwickeln, einen Prototyp bauen, testen und verbessern. KI kann in mehreren Schritten unterstützen, aber die menschliche Zielsetzung und Bewertung bleiben zentral.


Beispiel: Aus einer Idee werden drei Varianten

Ausgangsidee eines Schülers: „Auf dem Schulhof soll es einen ruhigen Schattenplatz geben, an dem man lesen kann.“

Eine KI könnte danach Varianten vorschlagen: einen Sitzkreis unter einem Sonnensegel, eine begrünte Pergola oder eine mobile Leseinsel. Nun beginnt die eigentliche Denkarbeit: Welche Variante ist bezahlbar? Welche passt zum vorhandenen Platz? Welche ist barrierearm? Welche braucht Pflege? Welche Idee ist im Sommer wirklich sinnvoll? Welche Angaben müssen überprüft werden?

So entsteht aus einer eigenen Idee durch KI-Unterstützung ein größerer Möglichkeitsraum. Die Entscheidung bleibt jedoch beim Menschen.


Prüfen statt blind vertrauen

Quellenkritik ist nicht nur für Geschichte wichtig. Sie gehört heute auch zur Medienbildung. Wenn KI behauptet, eine bestimmte Pflanze spare „30 Prozent Wasser“ oder eine bestimmte Maßnahme sei „immer klimafreundlich“, musst Du nachsehen, ob es dafür eine glaubwürdige Quelle gibt.


Mini-Prüfroutine für Quellen

Nutze für eine Quelle die vier Fragen WER – WANN – WOFÜR – WO BELEGT?

  1. WER: Wer veröffentlicht die Information und welche Fachkenntnis oder Absicht ist erkennbar?
  2. WANN: Ist die Information aktuell genug für meine Frage?
  3. WOFÜR: Informiert, wirbt, überzeugt oder unterhält die Quelle?
  4. WO BELEGT: Findest Du die konkrete Aussage wirklich in der Quelle oder nur etwas Ähnliches?

Eine KI-Antwort selbst ist bei überprüfbaren Sachbehauptungen kein Ersatz für die Originalquelle.


Bilder und KI: genau hinschauen

Das Bild zeigt eine von KI erzeugte Vorstellung eines „Klassenzimmers der Zukunft“. Nutze es nicht als Beweis dafür, wie Schule tatsächlich aussehen wird. Frage stattdessen: Welche Zukunftsvorstellung steckt im Bild? Welche Dinge wirken realistisch, welche spekulativ? Wer oder was fehlt? Welche Annahmen über Lernen, Technik und Menschen werden sichtbar?

Gerade KI-Bilder eignen sich gut, um Bildkompetenz, Kunst und Ethik zu verbinden: Ein Bild kann ansprechend sein und trotzdem eine einseitige oder unrealistische Sicht zeigen.


Fächerübergreifende Beispiele

Die Strategie funktioniert in vielen Fächern. Wichtig ist immer, dass Du erst selbst denkst und KI anschließend gezielt einsetzt.

Fach Eigener Start Sinnvoller KI-Einsatz danach Was Du prüfen musst
Deutsch Eigene Überschrift, Figur oder Textpassage entwerfen Varianten vergleichen, sprachliche Verbesserungen vorschlagen lassen Passt der Stil zu Dir? Wurde der Sinn verändert? Sind fremde Formulierungen transparent?
Informatik Ablauf oder Regel selbst beschreiben Testfälle, alternative Lösungswege oder Fehlersuche vorschlagen lassen Funktioniert die Lösung wirklich? Verstehst Du jeden Schritt?
Mathematik Rechenweg oder Vermutung selbst notieren Ähnliche Aufgaben oder Gegenbeispiele erzeugen lassen Zahlen nachrechnen, Einheiten prüfen, Rechenweg verstehen
Naturwissenschaften Eigene Hypothese zu einem Versuch formulieren mögliche Erklärungen oder Visualisierungen vergleichen Aussage mit Messdaten und Fachquellen abgleichen
Kunst Eigene Skizze, Stimmung oder Bildidee entwickeln Varianten von Komposition, Perspektive oder Stilmerkmalen beschreiben lassen Eigene gestalterische Entscheidung sichtbar halten, Rechte und Kennzeichnung beachten
Ethik Eigene Werte und erste Position notieren Gegenargumente und Perspektiven sammeln lassen Klischees, Auslassungen und faire Darstellung prüfen
Gemeinschaftskunde Eigene Frage zu einer Entscheidung in Schule oder Gemeinde formulieren verschiedene Interessengruppen und mögliche Argumente sammeln lassen Fakten, Quellen, Interessen und Ausgewogenheit prüfen
Medienbildung Eigenes Prüfkriterium für glaubwürdige Information formulieren Beispiele für problematische Inhalte analysieren lassen Quelle, Absicht, Aktualität, Manipulation und Transparenz prüfen


Realistische Anwendung: Unser Schulhof wird besser

Eure Klasse erhält den Auftrag: Entwickelt eine begründete Idee, wie der Schulhof lernfreundlicher, klimaangepasster und fairer für unterschiedliche Bedürfnisse werden kann. Das Ergebnis soll ein einfacher Papier- oder Digitalprototyp mit kurzer Begründung sein.


Phase A: Ohne KI – eigene Ideen sichern

Arbeite zunächst fünf Minuten ohne KI. Skizziere einen Schulhofbereich und notiere mindestens drei Verbesserungen. Begründe jede Idee kurz. Beispiele dürfen Dich inspirieren, aber Deine Skizze soll Deine eigenen Entscheidungen zeigen.


Phase B: Mit KI – Varianten erzeugen

Nutze KI anschließend nur für eine klar benannte Funktion, zum Beispiel:

  1. Variieren: Lass Dir drei alternative Anordnungen Deiner eigenen Elemente beschreiben.
  2. Visualisieren: Lass Deine Idee in eine anschauliche Bildbeschreibung oder Skizzenanweisung übersetzen.
  3. Prototyping: Lass mögliche Vor- und Nachteile eines ersten Entwurfs sammeln.
  4. Verbessern: Bitte um Hinweise, welche Zielgruppe oder welches Kriterium in Deinem Entwurf noch fehlt.


Phase C: Prüfen – Belege und Fairness

Markiere in der KI-Ausgabe alle Sachbehauptungen. Prüfe mindestens eine davon mit einer geeigneten Quelle. Überlege außerdem, ob der Vorschlag für verschiedene Menschen nutzbar ist: für jüngere und ältere Schüler, für Menschen mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen, für ruhige und aktive Pausenbedürfnisse.


Phase D: Entscheiden – Human Agency dokumentieren

Erstellt am Ende eine kleine Entscheidungsbox:

Frage Unsere Antwort
Was war unsere ursprüngliche Idee? ...
Wobei haben wir KI genutzt? ...
Welchen KI-Vorschlag haben wir übernommen? ...
Welchen Vorschlag haben wir verworfen? ...
Was haben wir überprüft? ...
Wer hat die Endentscheidung getroffen und warum? ...

Das Video zeigt ein Beispiel dafür, wie KI in Schule eingesetzt werden kann, ohne das eigene Verstehen zu ersetzen. Vergleiche das gezeigte Vorgehen mit Eurer Entscheidungsbox.


Sicherheit, Fairness und Verantwortung

Bei kreativer KI-Nutzung geht es nicht nur um gute Ergebnisse. Es geht auch darum, wie sie entstehen.

  1. Datenschutz: Gib keine sensiblen persönlichen Daten, Passwörter, privaten Fotos oder vertraulichen Informationen in ein KI-System ein.
  2. Fairness: Prüfe, ob Vorschläge Menschen auf Klischees reduzieren oder bestimmte Gruppen übersehen.
  3. Urheberrecht: Übernimm fremde Texte, Bilder oder Stile nicht gedankenlos. Nutze nach Möglichkeit freie Materialien und beachte die jeweiligen Nutzungsbedingungen.
  4. Transparenz: Kennzeichne in schulischen Arbeiten nach den Regeln Deiner Schule, wobei KI beteiligt war.
  5. Verantwortung: „Die KI hat es gesagt“ ist keine Begründung. Wer ein Ergebnis abgibt oder veröffentlicht, muss es selbst prüfen und vertreten können.

Diese Regeln bedeuten nicht, dass KI „gefährlich“ oder „schlecht“ ist. Sie helfen Dir, ein leistungsfähiges Werkzeug bewusst zu nutzen.


Selbstkontrolle: Bin ich noch die steuernde Person?

Prüfe Deine Arbeit vor dem Abgeben mit diesen Aussagen. Du solltest jede mit Ja beantworten können.

Selbstcheck Ja / Noch nicht
Ich kann mein Ziel ohne KI in eigenen Worten erklären.
Ich habe eigene Ideen festgehalten, bevor ich KI genutzt habe.
Ich kann sagen, wofür ich KI eingesetzt habe.
Ich habe wichtige Fakten, Zahlen oder Quellen geprüft.
Ich habe auf Fairness und Sicherheit geachtet.
Ich habe selbst ausgewählt, verändert oder verworfen.
Ich kann begründen, warum mein Endergebnis zu den Kriterien passt.

Wenn Du bei einem Punkt „Noch nicht“ ankreuzt, weißt Du genau, wo Du nacharbeiten kannst.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist der beste Start für eine kreative Aufgabe mit KI? (Zuerst Ziel Kriterien und eigene Ideen festhalten) (!Sofort eine fertige Lösung erzeugen lassen) (!Möglichst viele zufällige Antworten sammeln) (!Die erste KI-Antwort ungeprüft übernehmen)




Warum ist eine eigene Idee vor der KI-Nutzung wichtig? (Sie schafft einen Vergleichsmaßstab für KI-Vorschläge) (!Sie verhindert jede spätere Veränderung) (!Sie macht Quellenprüfung überflüssig) (!Sie garantiert automatisch ein richtiges Ergebnis)




Welche Aufgabe passt besonders gut zu KI als kreativem Werkzeug? (Eigene Ideen in mehrere Varianten weiterentwickeln) (!Die Endverantwortung an die KI abgeben) (!Ungeprüfte Fakten als sicher behandeln) (!Private Daten für bessere Antworten eingeben)




Was bedeutet die Prüffrage Passung? (Prüfen ob ein Vorschlag zum eigenen Ziel und zur Aufgabe passt) (!Prüfen ob die Antwort möglichst lang ist) (!Prüfen ob die KI schnell geantwortet hat) (!Prüfen ob alle Vorschläge übernommen wurden)




Wie gehst Du mit einer überraschenden Sachbehauptung der KI um? (Mit einer verlässlichen Quelle außerhalb der KI überprüfen) (!Nur die Formulierung schöner machen) (!Die Behauptung wegen des sicheren Tons glauben) (!Die Quelle erfinden wenn keine genannt ist)




Welche Frage gehört zur Fairnessprüfung? (Werden Menschen oder Gruppen einseitig oder klischeehaft dargestellt) (!Ist der Text in einer Lieblingsschriftart geschrieben) (!Hat die Antwort genau zehn Sätze) (!Wurde die erste Variante ausgewählt)




Was gehört zu sicherer KI-Nutzung? (Keine sensiblen persönlichen oder vertraulichen Daten eingeben) (!Passwörter als Beispiel in den Prompt schreiben) (!Private Fotos ungefragt hochladen) (!Geheime Informationen zur Kontrolle eingeben)




Was zeigt Transparenz bei einer schulischen KI-Arbeit? (Man kann erklären wobei KI geholfen hat und was man selbst entschieden hat) (!Man verschweigt jeden KI-Einsatz) (!Man übernimmt alle Vorschläge unverändert) (!Man nennt die KI als alleinige Autorin)




Wann ist ein KI-Vorschlag besonders wertvoll? (Wenn er nach eigener Prüfung das Ziel besser erreichbar macht) (!Wenn er als erster angezeigt wurde) (!Wenn er am kompliziertesten klingt) (!Wenn er ohne eigene Entscheidung übernommen wird)




Was bedeutet Human Agency in diesem Lernkurs? (Der Mensch setzt Ziele prüft wählt aus und trägt die Endverantwortung) (!Die KI entscheidet selbstständig über das Lernziel) (!Die Maschine ersetzt menschliche Bewertung) (!Die erste Ausgabe bestimmt automatisch das Endergebnis)





Memory

Eigene Idee Ausgangspunkt vor der KI-Nutzung
Variation Mehrere Möglichkeiten aus einer Grundidee entwickeln
Quellenkritik Verlässlichkeit einer Information prüfen
Transparenz KI-Anteil und eigenen Anteil sichtbar machen
Fairness Einseitige oder klischeehafte Darstellungen prüfen
Prototyp Frühe Version einer Idee zum Testen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Ziel setzen Menschlicher Start
Varianten erzeugen KI-Unterstützung
Fakten prüfen Qualitätskontrolle
Vorschläge auswählen Menschliche Entscheidung
KI-Anteil kennzeichnen Transparente Dokumentation






Kreuzworträtsel

Prompt Wie nennt man einen Arbeitsauftrag an ein KI-System oft?
Fairness Welcher Begriff steht für gerechte und nicht klischeehafte Behandlung?
Quelle Was solltest Du bei überprüfbaren Sachbehauptungen außerhalb der KI suchen?
Prototyp Wie heißt eine frühe Version einer Idee zum Testen?
Auswahl Welcher menschliche Schritt entscheidet zwischen mehreren Varianten?
Prüfung Welcher Schritt kontrolliert Passung Richtigkeit Sicherheit und Fairness?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Bevor Du KI nutzt, formulierst Du zuerst Dein

. Eine eigene

schafft einen Vergleichsmaßstab für spätere Vorschläge. KI kann anschließend zum Variieren, Visualisieren, Prototyping oder

eingesetzt werden. Bei Sachbehauptungen brauchst Du eine verlässliche

außerhalb der KI. Die Frage nach einseitigen oder klischeehaften Darstellungen gehört zur Prüfung der

. Persönliche oder vertrauliche Daten schützt Du aus Gründen der

. Am Ende triffst Du selbst die

. Du dokumentierst außerdem, wobei die

geholfen hat. Dadurch wird die Zusammenarbeit

. Die Verantwortung für das abgegebene Ergebnis bleibt beim

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Ideenblitz: Wähle ein Thema aus Deinem Schulalltag und notiere zuerst fünf eigene Ideen. Nutze danach KI nur, um zu jeder Idee eine Variante vorzuschlagen. Markiere, welche Variante Du nützlich findest und warum.
  2. Prompt-Werkstatt: Formuliere aus dem ungenauen Auftrag „Mach etwas über Wasser“ einen klaren Arbeitsauftrag mit Ziel, eigener Idee, Rahmen und gewünschter Ausgabeform.
  3. Fehlerdetektiv: Lass Dir zu einem bekannten Unterrichtsthema drei überprüfbare Aussagen erzeugen. Prüfe mindestens eine Aussage in einer verlässlichen Quelle und dokumentiere Deinen Prüfweg.
  4. Bildkritik: Analysiere ein KI-generiertes Bild oder die Abbildung „Classroom of the future“. Notiere, welche Zukunftsvorstellungen, Auslassungen oder Klischees Du erkennst.


Standard

  1. Textatelier: Schreibe selbst einen kurzen Einstieg für eine Geschichte. Lass anschließend drei alternative Fortsetzungen erzeugen. Kombiniere höchstens einzelne Ideen und erkläre, was bewusst von Dir stammt.
  2. Mathe-Tester: Löse selbst eine Rechenaufgabe und bitte KI danach um zwei alternative Lösungswege. Prüfe jeden Rechenschritt und entscheide, welcher Weg für eine sechste Klasse am verständlichsten ist.
  3. Naturwissenschafts-Check: Formuliere eine eigene Hypothese zu einem einfachen Versuch. Lass KI mögliche Erklärungen ergänzen und vergleiche diese anschließend mit Beobachtung, Messwerten und einer Fachquelle.
  4. Faire Schule: Entwickle selbst eine Idee für eine gerechtere Pausenregel. Nutze KI, um Perspektiven verschiedener Betroffener zu sammeln. Prüfe, ob Gruppen fehlen oder stereotyp dargestellt werden.


Schwer

  1. Schulhof-Prototyp: Entwickle einen Papier- oder Digitalprototyp für einen verbesserten Schulhofbereich. Nutze KI gezielt für Varianten oder Visualisierung, prüfe mindestens eine Sachbehauptung und dokumentiere jede Endentscheidung.
  2. Mini-Redaktion: Erstelle eine kurze Infokarte zu einem aktuellen Unterrichtsthema. Nutze KI nur zur Strukturierung oder sprachlichen Verbesserung. Belege alle Sachinformationen mit nachvollziehbaren Quellen und kennzeichne den KI-Anteil.
  3. Gegenprobe: Stelle derselben KI-Frage zwei unterschiedlich formulierte Aufträge gegenüber. Vergleiche die Ergebnisse auf Passung, Vielfalt, Fairness und mögliche Fehler. Erkläre, wie die Formulierung des Auftrags die Ergebnisse beeinflusst.
  4. Transfer-Challenge: Übertrage die Strategie Ich → KI → Check → Entscheidung auf eine neue Situation, die im Kurs nicht behandelt wurde. Dokumentiere Ziel, eigene Idee, KI-Funktion, Prüfung, Auswahl und Begründung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Entscheidungsanalyse: Zwei Gruppen haben dasselbe KI-Ergebnis erhalten. Gruppe A übernimmt es vollständig, Gruppe B verändert es nach eigenen Kriterien. Erkläre, welche Informationen Du brauchst, um die Qualität beider Arbeitsweisen fair zu beurteilen.
  2. Fehlerfolgen: Eine KI erfindet für ein Schulplakat eine überzeugend klingende Zahl. Beschreibe, welche Folgen das haben könnte und entwickle eine Prüfkette, mit der Du den Fehler vor der Veröffentlichung entdecken würdest.
  3. Fairness-Transfer: Ein KI-Vorschlag für den Schulhof berücksichtigt nur sportliche Aktivitäten. Entwickle zwei Verbesserungen, die unterschiedliche Bedürfnisse einbeziehen, und begründe Deine Auswahl.
  4. Werkzeugwahl: Entscheide bei einer selbst gewählten Aufgabe, ob KI überhaupt sinnvoll eingesetzt werden sollte. Begründe Deine Entscheidung mit Lernziel, Risiko, Nutzen und notwendiger Kontrolle.
  5. Neue Situation: Eure Klasse plant eine Informationsaktion zum Energiesparen. Beschreibe selbstständig, wie Du die Strategie Ich → KI → Check → Entscheidung einsetzt, ohne eine fertige Lösung von der KI übernehmen zu lassen.
  6. Begründete Endauswahl: Vergleiche drei mögliche KI-Varianten eines Produkts anhand selbst gewählter Kriterien. Wähle eine Variante oder eine Kombination und erkläre nachvollziehbar, warum Deine Entscheidung besser zum Ziel passt.


Reflexion und Transfer

Vergleiche jetzt Deine Antwort aus der Kurzdiagnose mit dem, was Du gelernt hast. Hat sich Deine Begründung verändert? Formuliere anschließend einen persönlichen Merksatz für zukünftige KI-Nutzung.

Transferaufgabe: Deine Schule plant einen Aktionstag „Weniger Müll“. Du sollst eine Idee für einen Informationsstand entwickeln. Wende die Strategie ohne vorgegebenen Prompt selbstständig an. Halte zuerst Deine eigene Idee fest, entscheide dann bewusst, wofür KI nützlich sein könnte, prüfe mindestens eine überprüfbare Aussage, wähle oder verwerfe Vorschläge und begründe Deine Endentscheidung. Die Lehrkraft bewertet nicht die Menge der KI-Nutzung, sondern die Qualität Deiner Zielsetzung, Prüfung, Auswahl und Begründung.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur ein fertiges Produkt zeigst, sondern Deinen Entscheidungsweg nachvollziehbar machst.

  1. Eigene Ausgangsidee: Du zeigst, was Du vor der KI-Nutzung selbst entwickelt hast.
  2. Ziel und Kriterien: Du erklärst, was Du erreichen wolltest und woran Du Qualität erkannt hast.
  3. Gezielter KI-Einsatz: Du benennst, wofür KI eingesetzt wurde und warum gerade dafür.
  4. Prüfroutine: Du dokumentierst mindestens eine inhaltliche Prüfung sowie Überlegungen zu Fairness und Sicherheit.
  5. Auswahl und Überarbeitung: Du zeigst, was Du übernommen, verändert oder verworfen hast.
  6. Transparenz: Du trennst eigenen Anteil und KI-Unterstützung nachvollziehbar.
  7. Begründung: Du kannst Deine Endentscheidung mit Kriterien erklären.
  8. Transfer: Du kannst das Vorgehen auf eine neue Aufgabe anwenden.




OERs zum Thema

Die eingebetteten Commons-Dateien in diesem Kurs sind frei nutzbare Medien mit Lizenzangaben auf ihren jeweiligen Dateiseiten. Prüfe bei jeder Weiterverwendung die konkrete Lizenz und die erforderliche Namensnennung.



Verknüpfte Lernbereiche


Fächerübergreifende Verbindungen

Lernbereich Verbindung
Informatik Funktionsprinzipien generativer Systeme, Eingaben und Ausgaben, Testen und Fehlersuche
Deutsch Ideen entwickeln, Texte überarbeiten, begründen, Quellen sprachlich korrekt einordnen
Mathematik Ergebnisse nachrechnen, Kriterien gewichten, Daten und Diagramme prüfen
Naturwissenschaften Hypothesen, Messdaten, überprüfbare Aussagen und fachliche Quellen
Kunst Bildideen, Varianten, Komposition, Visualisierung und kritische Bildanalyse
Ethik Verantwortung, Fairness, Selbstbestimmung und Folgen technischer Entscheidungen
Gemeinschaftskunde Interessen abwägen, Perspektiven einbeziehen, Entscheidungen begründen
Medienbildung Quellenkritik, Transparenz, Datenschutz, KI-Kennzeichnung und verantwortliche Veröffentlichung


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