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Krähen – Die Natur beobachtet uns

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Krähen – Die Natur beobachtet uns



Krähen – Die Natur beobachtet uns

Krähen – Die Natur beobachtet uns ist ein Dokumentarfilm von Martin Schilt aus dem Jahr 2023. Der Film schaut auf Raben und Krähen nicht nur als Tiere, sondern auch als aufmerksame Nachbarn des Menschen. Er fragt: Was wissen Krähen über uns? Was lernen sie? Wie lösen sie Probleme? Und was können wir Menschen von ihnen lernen?

Dieser aiMOOC ist für Kinder ab 6 Jahren gestaltet. Schwierige Wörter werden erklärt. Du kannst viele Aufgaben allein bearbeiten, bei längeren Texten und Forschungsaufträgen kann Dir eine erwachsene Person helfen.

Film-Tipp: Im offiziellen Trailer siehst Du bereits wichtige Motive des Films: Krähen beobachten Menschen, bewegen sich in Städten und Landschaften und finden erstaunliche Lösungen für ihre Probleme.


Einleitung

Vielleicht hast Du schon einmal eine Krähe auf einem Dach, einer Wiese, einem Schulhof oder an einer Mülltonne gesehen. Oft sieht es so aus, als würde der Vogel nicht nur nach Futter suchen, sondern auch ganz genau beobachten, was um ihn herum geschieht.

Der Film Krähen – Die Natur beobachtet uns nimmt diese Beobachtung ernst. Er zeigt Rabenvögel an verschiedenen Orten der Welt und begleitet Menschen, die Krähen erforschen. Die große Idee des Films lautet: Krähen leben schon sehr lange in der Nähe von Menschen. Sie können sich Dinge merken, voneinander lernen und auf Veränderungen reagieren. Deshalb lohnt es sich, einmal die Blickrichtung umzudrehen: Nicht nur wir beobachten die Natur. Auch Tiere beobachten uns.

Dabei ist wichtig: Ein Film kann Fragen stellen und eine These verfolgen. Wissenschaft prüft einzelne Fähigkeiten dagegen mit genau geplanten Beobachtungen und Experimenten. Im aiMOOC lernst Du deshalb beides: den Film zu verstehen und seine Aussagen mit Wissen aus der Verhaltensbiologie zu verbinden.


Was ist ein Dokumentarfilm?

Ein Dokumentarfilm beschäftigt sich mit wirklichen Menschen, Tieren, Orten und Ereignissen. Trotzdem ist er nicht einfach ein Fenster, durch das wir die Welt ungefiltert sehen. Die Kamera wählt einen Ausschnitt aus. Der Schnitt entscheidet, welche Bilder nacheinander kommen. Musik kann eine Stimmung erzeugen. Eine Erzählstimme kann Bilder erklären oder Fragen stellen.

Wenn Du den Film ansiehst, kannst Du deshalb drei Dinge auseinanderhalten:

  1. Beobachtung: Was sehe oder höre ich wirklich?
  2. Deutung: Was glaube ich, was dieses Verhalten bedeutet?
  3. Beleg: Welche Beobachtung oder welches Experiment unterstützt die Erklärung?


Vor, während und nach dem Film

Vor dem Film kannst Du Dir überlegen: Woran würdest Du erkennen, dass ein Tier lernt? Was könnte für eine Krähe an Menschen interessant sein?

Während des Films achtest Du besonders auf fünf Themen: Intelligenz, Lernfähigkeit, Werkzeuggebrauch, Kommunikation und Anpassungsfähigkeit.

Nach dem Film stellst Du die wichtigste Frage für das Zusammenleben: Was können Menschen tun, damit Tiere und Menschen in derselben Umgebung möglichst gut zurechtkommen?


Wer sind Krähen und Raben?

Raben und Krähen gehören zur Gattung Corvus innerhalb der Familie der Rabenvögel. Im Alltag nennt man größere Arten häufig Raben und kleinere Arten Krähen. Das ist aber keine saubere biologische Trennung in zwei völlig getrennte Gruppen.

Es gibt viele verschiedene Arten. Deshalb solltest Du einen wichtigen Forschersatz behalten: Nicht jede Krähenart kann genau dasselbe. Eine Fähigkeit, die bei einer Art gut untersucht wurde, darf man nicht automatisch allen anderen Arten zuschreiben.

Auf diesem freien Wikimedia-Commons-Foto sammelt eine Rabenkrähe in Wien Material für den Nestbau. Genau solche Alltagssituationen eignen sich gut zum Beobachten: Was trägt der Vogel? Wohin fliegt er? Kommt er wieder?


Krähen als Nachbarn des Menschen

Viele Rabenvögel kommen mit sehr unterschiedlichen Lebensräumen zurecht. Manche leben in Wäldern, andere in offenen Landschaften und viele auch in Städten. In menschlichen Siedlungen finden sie Nahrung, Wasser, hohe Aussichtspunkte und Plätze zum Nisten.

Dieses Bild zeigt Rabenvögel mitten in einer Stadt. Straßen, Dächer, Parks, Masten und Schilder sind eigentlich von Menschen gemacht. Tiere können solche Strukturen aber in ihren Alltag einbauen. Das nennt man Anpassung an eine veränderte Umwelt.


Intelligenz: Was bedeutet schlau bei einem Tier?

Bei Menschen benutzen wir das Wort Intelligenz oft sehr allgemein. In der Tierforschung ist es besser, genauer zu fragen. Kann ein Tier ein Problem lösen? Kann es sich erinnern? Kann es aus Erfahrung lernen? Kann es eine neue Lösung ausprobieren? Kann es Informationen von anderen Tieren übernehmen?

Eine Krähe muss also nicht wie ein Mensch denken, um eine schwierige Aufgabe zu lösen. Forscherinnen und Forscher untersuchen einzelne Fähigkeiten und vergleichen genau, wie die Tiere vorgehen.


Problemlösen

Ein Problem entsteht, wenn ein Ziel nicht sofort erreichbar ist. Zum Beispiel liegt Futter zu tief in einem Behälter. Ein Tier kann dann verschiedene Handlungen ausprobieren. Spannend wird es, wenn es nicht nur zufällig erfolgreich ist, sondern bestimmte Eigenschaften der Aufgabe berücksichtigt.

Datei:Causal understanding of water displacement by a crow.webm

In Forschungsversuchen mit Neukaledonischen Krähen wurde untersucht, wie sie Aufgaben mit Wasser und Gegenständen lösen. Solche Experimente zeigen, dass ihre Leistungen erstaunlich sein können, aber auch Grenzen haben. Wissenschaft bedeutet deshalb nicht: „Die Krähe kann alles.“ Wissenschaft bedeutet: Wir prüfen genau, welche Aufgabe sie wie löst.


Lernfähigkeit: Krähen sammeln Erfahrungen

Lernen bedeutet, dass sich Verhalten durch Erfahrung verändern kann. Ein Tier kann selbst etwas ausprobieren oder von anderen Tieren Informationen erhalten.

Bei Amerikanerkrähen wurden berühmte Versuche mit auffälligen Masken durchgeführt. Die Krähen konnten lernen, ein bestimmtes menschliches Gesicht als Gefahr zu erkennen. Andere Krähen konnten diese Warninformation durch soziale Situationen ebenfalls übernehmen. Das ist ein Beispiel für soziales Lernen.

Wenn viele Krähen zusammenkommen, kann Information schnell wichtig werden: Wo gibt es Futter? Wo droht Gefahr? Wer gehört zur Gruppe? Nicht jedes Verhalten wird einfach kopiert, aber das Beobachten anderer kann beim Lernen eine große Rolle spielen.


Erinnern und Wiedererkennen

Für ein Tier ist Erinnerung nützlich. Wer einen sicheren Futterplatz wiederfindet oder eine Gefahr wiedererkennt, hat einen Vorteil. Das Wiedererkennen von Menschen zeigt besonders deutlich, dass Krähen ihre Umgebung nicht nur als eine Ansammlung von Dingen wahrnehmen. Einzelne Erfahrungen können für spätere Entscheidungen wichtig werden.

Forscherfrage für Dich: Wenn eine Krähe bei einer bestimmten Person immer Abstand hält, weißt Du noch nicht, warum. Vielleicht hat sie etwas gelernt, vielleicht reagiert sie auf Kleidung, Bewegung oder die Situation. Eine gute Beobachtung sucht deshalb nach mehreren möglichen Erklärungen.


Werkzeuggebrauch: Wenn ein Gegenstand zum Helfer wird

Ein Werkzeug ist ein Gegenstand, der benutzt wird, um ein Ziel zu erreichen. Besonders berühmt sind Neukaledonische Krähen. Sie können Stöckchen oder Pflanzenmaterial bearbeiten und damit an versteckte Nahrung gelangen.

Die Neukaledonische Krähe lebt auf Neukaledonien im Südpazifik. Gerade an dieser Art wurde Werkzeuggebrauch besonders intensiv erforscht.

Bei Werkzeugaufgaben ist wichtig, genau hinzusehen: Nimmt die Krähe einen passenden Gegenstand? Verändert sie ihn? Probiert sie eine neue Stelle aus? Merkt sie sich eine erfolgreiche Lösung? Solche Fragen helfen, aus einem erstaunlichen Verhalten eine wissenschaftliche Beobachtung zu machen.


Nicht jede Krähe benutzt dieselben Werkzeuge

Manche Fähigkeiten sind bei bestimmten Arten besonders ausgeprägt. Wenn Du im Film eine Neukaledonische Krähe mit einem Werkzeug siehst, bedeutet das nicht, dass jede Rabenkrähe auf Deinem Schulhof dieselbe Technik verwendet. Gute Tierbeobachtung vermeidet solche Verallgemeinerungen.


Kommunikation: Krähen geben Informationen weiter

Krähen kommunizieren mit Lauten und Körperverhalten. Ein Ruf kann je nach Situation etwas anderes bedeuten als ein anderer Ruf. Auch Haltung, Bewegung und die Reaktion anderer Vögel gehören zur Beobachtung.

Datei:Bois de Vincennes, Carrion crow cawing and bowing.webm

Schau bei diesem kurzen freien Video nicht nur auf den Schnabel. Achte auch auf Kopf, Körperhaltung und Bewegung. Kommunikation besteht oft aus mehreren Signalen gleichzeitig.


Rufe, Warnungen und soziale Signale

Wenn Krähen auf eine mögliche Gefahr aufmerksam werden, können ihre Rufe andere Tiere alarmieren. Forscherinnen und Forscher untersuchen, welche Informationen in Lauten stecken und wie andere Tiere darauf reagieren.

Bei Kolkraben wurde außerdem beobachtet, dass sie Gegenstände zeigen oder anbieten können. Solche Bewegungen werden als mögliche Gesten untersucht. Das heißt nicht, dass Rabenvögel genauso sprechen wie Menschen. Es zeigt aber, dass Kommunikation mehr sein kann als ein einzelner Ruf.

In diesem Video der Universität Wien bekommst Du einen Einblick in die Forschung am Haidlhof. Dort werden unter anderem soziale Intelligenz, Lernen und Kommunikation von Rabenvögeln untersucht.


Anpassungsfähigkeit: Leben in einer Menschenwelt

Anpassungsfähigkeit bedeutet hier, dass Tiere ihr Verhalten an unterschiedliche Bedingungen anpassen können. Städte sind laut, hell, voller Straßen und Gebäude. Gleichzeitig gibt es dort Parks, Bäume, Essensreste, Abfall und viele von Menschen geschaffene Strukturen.

Der Film zeigt, dass Krähen unsere Lebensweise genau nutzen können. Das ist faszinierend, wirft aber auch Fragen auf. Wenn Menschen viel essbaren Müll hinterlassen, schaffen sie unbeabsichtigt neue Nahrungsquellen. Wenn Nester an Gebäuden entstehen, können Menschen und Tiere einander näherkommen, als beiden lieb ist.


Ein Kreislauf zwischen Mensch und Tier

Menschliches Verhalten verändert die Umwelt. Tiere reagieren auf diese Veränderungen. Darauf reagieren wiederum Menschen. So entsteht ein Kreislauf.

Beispiel: Menschen werfen Essensreste weg. Krähen finden dort Nahrung. Mehr Krähen halten sich an diesem Ort auf. Menschen bemerken die Tiere und verändern vielleicht die Müllbehälter. Danach müssen die Krähen erneut reagieren.

Diese Sichtweise hilft Dir, das Zusammenleben nicht als einfachen Kampf „Mensch gegen Tier“ zu sehen. Beide Seiten beeinflussen die gemeinsame Umgebung.


Die Natur beobachtet uns: Was bedeutet der Filmtitel?

Der Titel Krähen – Die Natur beobachtet uns dreht eine vertraute Situation um. Menschen beobachten Tiere mit Fernglas, Kamera oder im Labor. Der Film fragt aber, was passiert, wenn Tiere ebenfalls aufmerksam beobachten, wie wir uns verhalten.

Die Idee der Krähen als „Chronisten“ ist eine starke filmische Vorstellung. Sie verbindet reale Fähigkeiten wie Beobachten, Erinnern und Lernen mit einer größeren Erzählfrage: Welche Geschichte über uns Menschen würde ein Tier erzählen, das seit vielen Generationen in unserer Nähe lebt?

Diese Frage ist keine messbare Eigenschaft wie Schnabellänge oder Fluggeschwindigkeit. Sie ist eine Einladung zum Nachdenken. Genau darin verbindet der Film Naturwissenschaft, Ethik und Filmkunst.


Beobachtung oder Deutung?

Wenn Du sagst: „Die Krähe nimmt einen Stock und holt damit Futter heraus“, beschreibst Du eine Beobachtung.

Wenn Du sagst: „Die Krähe plant genau wie ein Mensch“, deutest Du das Verhalten. Diese Deutung kann richtig, teilweise richtig oder falsch sein. Deshalb brauchen Forschende kontrollierte Versuche und viele Beobachtungen.

Ein guter Satz lautet: Ich sehe zuerst genau hin und erkläre danach vorsichtig.


Zusammenleben von Mensch und Krähe

Krähen sind keine Haustiere, sondern Wildtiere. Du kannst sie respektieren, ohne sie anzufassen oder ihnen hinterherzulaufen.

Für ein gutes Zusammenleben helfen einfache Regeln: Lass keinen Müll liegen. Beobachte Nester aus Abstand. Störe Jungvögel nicht. Wenn ein Vogel auffällig oder verletzt wirkt, hole eine erwachsene Person hinzu. Wildtiere brauchen vor allem geeignete Lebensräume und möglichst wenig unnötige Störung.


Was Menschen von Krähen lernen können

Der Film lädt dazu ein, nicht nur über Krähen zu staunen. Er hält uns auch einen Spiegel vor. Tiere reagieren auf unsere Städte, unseren Verkehr, unseren Abfall und unsere Gewohnheiten.

Du kannst deshalb fragen: Welche Spuren hinterlasse ich in der Umwelt? Welche Tiere profitieren davon? Welche Tiere haben Nachteile? Wie kann ich mich so verhalten, dass andere Lebewesen Raum zum Leben behalten?


Forschungswerkstatt für junge Krähen-Beobachterinnen und -Beobachter

Du brauchst keine Krähe anzulocken. Beobachte nur Tiere, die ohnehin da sind. Halte Abstand und greife nicht in ihr Verhalten ein.

Beobachte Frage
Ort Sitzt die Krähe auf einem Baum, Dach, Zaun oder am Boden?
Bewegung Läuft, hüpft, fliegt oder wartet sie?
Nahrungssuche Pickt, trägt oder untersucht sie etwas?
Andere Krähen Ist sie allein, zu zweit oder in einer Gruppe?
Menschen Bleibt sie ruhig, kommt sie näher oder hält sie Abstand?
Laute Hörst Du Rufe? Reagieren andere Vögel darauf?

Schreibe nur auf, was Du wirklich gesehen oder gehört hast. Eine Vermutung kannst Du mit dem Wort vielleicht kennzeichnen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Art von Film ist Krähen – Die Natur beobachtet uns? (Ein Dokumentarfilm) (!Ein Zeichentrickfilm) (!Ein Märchenfilm) (!Ein Musikvideo)




Wer führte bei Krähen – Die Natur beobachtet uns Regie? (Martin Schilt) (!Walt Disney) (!Astrid Lindgren) (!Konrad Lorenz)




Welche Krähenart ist besonders für Werkzeuggebrauch bekannt? (Die Neukaledonische Krähe) (!Der Haussperling) (!Die Stockente) (!Der Weißstorch)




Was zeigten Versuche mit auffälligen Masken bei Amerikanerkrähen? (Sie können gefährliche menschliche Gesichter wiedererkennen) (!Sie können jede menschliche Sprache sprechen) (!Sie können Autos fahren) (!Sie schlafen nur am Boden)




Was ist ein Beispiel für Kommunikation bei Krähen? (Ein Warnruf an andere Krähen) (!Ein Stein ohne Vogel) (!Ein leerer Ast) (!Ein stiller Schatten)




Was bedeutet Anpassungsfähigkeit? (Verhalten an neue Bedingungen anpassen) (!Immer genau dasselbe tun) (!Nur im Wald leben können) (!Nie etwas Neues ausprobieren)




Was ist ein Werkzeug? (Ein Gegenstand, der beim Erreichen eines Ziels hilft) (!Jeder Baum im Wald) (!Nur ein Spielzeug für Menschen) (!Ein beliebiger Schatten)




Wie beobachtest Du Wildkrähen respektvoll? (Aus Abstand und ohne sie zu stören) (!Indem Du einem Nest ganz nah kommst) (!Indem Du Jungvögel anfasst) (!Indem Du die Vögel verfolgst)




Was solltest Du bei einer Tierbeobachtung zuerst tun? (Genau beschreiben, was Du wirklich siehst) (!Sofort jede Vermutung als Tatsache aufschreiben) (!Das Tier erschrecken) (!Nur auf die eigene Meinung achten)




Welche Aussage über Krähenarten ist richtig? (Verschiedene Arten können unterschiedliche Fähigkeiten haben) (!Jede Krähenart kann genau dasselbe) (!Keine Krähe kann lernen) (!Alle Krähen leben nur in Städten)





Memory

Gesichtserkennung Mensch wiedererkennen
Geradschnabelkrähe Werkzeug herstellen
Warnruf Gefahr mitteilen
Anpassungsfähigkeit neue Lebensräume nutzen
Dokumentarfilm Wirklichkeit untersuchen
Beobachtung Verhalten genau ansehen
Erinnerung Erfahrung behalten
Respekt Abstand zu Wildtieren halten





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Gesicht wiedererkennen Erinnerung
Stock zum Futterholen Werkzeuggebrauch
Warnruf Kommunikation
Mülltonne als Nahrungsort Anpassungsfähigkeit
Von anderen Krähen lernen Soziales Lernen






Kreuzworträtsel

Intelligenz Wie heißt die Fähigkeit, Probleme zu lösen und Informationen zu verarbeiten?
Werkzeug Wie heißt ein Gegenstand, der beim Erreichen eines Ziels hilft?
Kommunikation Wie nennt man den Austausch von Informationen?
Anpassung Wie heißt das Reagieren auf veränderte Umweltbedingungen?
Erinnerung Wie heißt die Fähigkeit, Erfahrungen zu behalten?
Dokumentarfilm Wie heißt eine Filmform über wirkliche Menschen, Tiere und Ereignisse?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Der Film ist ein

. Regie führte

. Raben und Krähen gehören zur Familie der

. Eine bekannte Werkzeugnutzerin ist die

. Ein Gegenstand zum Lösen einer Aufgabe kann ein

sein. Wenn Verhalten sich durch Erfahrung verändert, sprechen wir von

. Das Wiedererkennen eines Menschen braucht

. Ein Warnruf ist eine Form der

. Das Reagieren auf neue Umweltbedingungen heißt

. Eine Stadt kann für Krähen ein neuer

sein. Wissenschaft beginnt mit genauer

. Beim Umgang mit Wildtieren ist

wichtig.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Krähen-Tagebuch: Beobachte mit einer erwachsenen Person fünf Minuten lang eine Krähe oder einen anderen Wildvogel aus Abstand. Zeichne Ort, Bewegung und Verhalten.
  2. Krähenklang: Höre draußen auf Vogelrufe. Beschreibe einen Ruf mit eigenen Lautwörtern und male dazu eine passende Linie oder Form.
  3. Werkzeug-Erfinder: Zeichne eine Krähe vor einem erfundenen Problem. Erfinde ein ungefährliches Werkzeug, mit dem sie das Problem lösen könnte.
  4. Film-Auge: Wähle eine Szene aus dem Film. Male zwei Bilder: Was ist wirklich zu sehen und was denkst Du darüber?


Standard

  1. Krähen-Stadtplan: Zeichne einen Plan Deiner Umgebung und markiere Orte, an denen Vögel Wasser, Nahrung, Schutz oder Nistmöglichkeiten finden könnten.
  2. Beobachtung oder Vermutung: Schreibe fünf Sätze über ein Tier. Kennzeichne jeden Satz als Beobachtung oder Vermutung und begründe Deine Entscheidung.
  3. Müll-Detektiv: Untersuche mit Deiner Klasse, wo auf dem Schulgelände Essensreste liegen bleiben. Entwickelt eine Idee, wie weniger Futterabfall für Wildtiere entsteht.
  4. Forscher-Interview: Befrage eine Person aus Naturschutz, Biologie, Tierpflege oder Vogelbeobachtung: Was kann man über Krähen lernen, ohne sie zu stören?


Schwer

  1. Mini-Dokumentarfilm: Produziere in einer kleinen Gruppe einen ein- bis dreiminütigen Film über Vögel in Eurer Umgebung. Filmt nur aus Abstand und trennt im Kommentar Beobachtung und Deutung.
  2. Artenvergleich: Vergleiche zwei Rabenvogelarten. Untersuche Lebensraum, Nahrung, Sozialverhalten und bekannte Problemlösefähigkeiten. Achte darauf, Fähigkeiten nicht unzulässig zu verallgemeinern.
  3. Mensch-Tier-Rat: Führt eine Klassendiskussion durch. Eine Gruppe vertritt Anwohnerinnen und Anwohner, eine den Naturschutz, eine die Perspektive der Wildtiere. Entwickelt anschließend gemeinsame Regeln.
  4. Eigene Forschungsfrage: Formuliere eine Frage wie „Wie reagieren Krähen auf unterschiedliche Abstände zu Menschen?“. Entwickle eine reine Beobachtungsmethode ohne Füttern, Fangen oder Erschrecken und erkläre, welche Daten Du sammeln würdest.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Beobachtung und Deutung: Eine Krähe lässt eine Nuss auf harten Boden fallen. Formuliere zuerst eine reine Beobachtung und danach zwei mögliche Erklärungen. Erkläre, welche weitere Beobachtung helfen könnte.
  2. Soziales Lernen: Eine junge Krähe reagiert plötzlich auf eine Gefahr, obwohl sie selbst diese Situation vorher nicht erlebt hat. Erkläre, wie soziales Lernen eine mögliche Erklärung sein könnte.
  3. Werkzeuggebrauch: Entwirf eine Aufgabe, bei der ein Tier nur mit einem passenden Gegenstand an ein Ziel gelangt. Erkläre, woran Du erkennen würdest, ob die Wahl des Gegenstands gezielt wirkt.
  4. Stadtökologie: Ein Park bekommt neue geschlossene Mülleimer. Beschreibe zwei mögliche Folgen für Krähen und zwei mögliche Folgen für Menschen.
  5. Filmanalyse: Erkläre, wie Kamera, Schnitt, Musik oder Erzählstimme beeinflussen können, wie Du eine Krähe wahrnimmst, obwohl das Tier selbst dasselbe Verhalten zeigt.
  6. Zusammenleben: Entwickle drei Regeln für einen Schulhof, die Menschen und Wildvögeln helfen. Begründe jede Regel mit einer Ursache-Wirkungs-Kette.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur einzelne Fakten nennen kannst, sondern Zusammenhänge erklären und eigene Beobachtungen sorgfältig auswerten kannst.

  1. Du kannst erklären, warum Intelligenz bei Tieren mit konkreten Aufgaben untersucht wird.
  2. Du kannst zwischen Beobachtung und Deutung unterscheiden.
  3. Du kannst ein Beispiel für individuelles Lernen und eines für soziales Lernen beschreiben.
  4. Du kannst erklären, warum Neukaledonische Krähen für die Forschung zum Werkzeuggebrauch wichtig sind.
  5. Du kannst Beispiele für Kommunikation durch Laute oder Körperverhalten nennen.
  6. Du kannst beschreiben, wie Krähen sich an von Menschen veränderte Lebensräume anpassen.
  7. Du kannst erläutern, wie menschlicher Müll, Bauwerke oder Verkehr Tierverhalten beeinflussen können.
  8. Du kannst den Titel Krähen – Die Natur beobachtet uns als filmische Idee erklären.
  9. Du kannst Regeln für einen respektvollen Umgang mit Wildtieren begründen.
  10. Du kannst eine eigene Forschungsfrage entwickeln, die Tiere nicht stört.




Quellen und weiterführende Materialien

  1. DCM: Offizielle Filmseite zu Krähen – Die Natur beobachtet uns
  2. VISION KINO: Filmtipp und Unterrichtsmaterial
  3. Royal Society: Soziales Lernen über gefährliche Menschen bei Amerikanerkrähen
  4. PLOS ONE: Problemlösen mit Wasser bei Neukaledonischen Krähen
  5. Max-Planck-Gesellschaft: Gesten bei Kolkraben
  6. Universität Wien: Forschung zu Raben und Krähen am Haidlhof
  7. Wikimedia Commons: Freie Medien zu Raben und Krähen


OERs zum Thema

Ein eigener deutschsprachiger Wikipedia-Artikel nur zum Film ist derzeit nicht notwendig, um die biologischen Grundlagen zu vertiefen. Der folgende Artikel erklärt die Gattung Raben und Krähen und enthält auch Hinweise zu Intelligenz und Werkzeuggebrauch:



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