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Klimapolitik - Gemeinschaftskunde

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Klimapolitik - Gemeinschaftskunde




Klimapolitik - Gemeinschaftskunde


Einleitung

Klimapolitik umfasst alle politischen Entscheidungen, mit denen der Klimawandel begrenzt und seine Folgen bewältigt werden sollen. Sie ist ein wichtiges Thema der Gemeinschaftskunde, weil dabei Interessen, Werte, Macht, Gesetze und demokratische Verfahren aufeinandertreffen.

Du lernst in diesem aiMOOC, auf welchen politischen Ebenen Klimapolitik stattfindet, welche Ziele gelten, welche Instrumente eingesetzt werden und warum über viele Maßnahmen gestritten wird. Der Schwerpunkt liegt auf der Demokratie, der Europäischen Union und der Bundesrepublik Deutschland. Die Angaben zu gesetzlichen Zielen entsprechen dem Stand von 2026.

Die Erwärmungsstreifen zeigen die langfristige Veränderung der globalen Durchschnittstemperatur. Klimapolitik beschäftigt sich jedoch nicht nur mit naturwissenschaftlichen Daten. Sie muss auch beantworten, wer handeln soll, wer Kosten trägt, wie schnell Veränderungen erfolgen und wie Entscheidungen demokratisch legitimiert werden.


Lernziele

Nach der Bearbeitung kannst Du:

  1. Klimapolitik als Aufgabe demokratischer Politik erklären.
  2. die Ebenen von der Kommune bis zu den Vereinten Nationen unterscheiden.
  3. zentrale deutsche, europäische und internationale Klimaziele nennen.
  4. politische Instrumente wie Gesetze, Förderung, CO₂-Preis und Emissionshandel vergleichen.
  5. Konflikte zwischen Klimaschutz, Freiheit, Wirtschaft und sozialer Gerechtigkeit beurteilen.
  6. Möglichkeiten politischer Beteiligung entwickeln und Quellen kritisch prüfen.


Warum ist Klimapolitik ein politisches Thema?

Der menschengemachte Klimawandel entsteht vor allem durch Treibhausgase aus der Nutzung von Kohle, Erdöl und Erdgas, aus Industrie, Verkehr, Landwirtschaft und Gebäuden. Wissenschaftliche Erkenntnisse beschreiben Ursachen und mögliche Folgen. Sie legen aber nicht automatisch fest, welche politische Maßnahme gerecht, bezahlbar und demokratisch akzeptabel ist.

Politik muss unterschiedliche Interessen ausgleichen. Beschäftigte sorgen sich um Arbeitsplätze, Unternehmen um ihre Wettbewerbsfähigkeit, Verbraucherinnen und Verbraucher um Preise, Umweltverbände um wirksamen Klimaschutz und junge Menschen um ihre Zukunft. Deshalb ist Klimapolitik ein Beispiel für einen politischen Konflikt, der durch Debatten, Wahlen, Gesetze, Verhandlungen und Gerichtsentscheidungen bearbeitet wird.


Klimaschutz und Klimaanpassung

Klimaschutz soll den Ausstoß von Treibhausgasen verringern oder Treibhausgase aus der Atmosphäre binden. Beispiele sind erneuerbare Energien, energiesparende Gebäude und der Schutz von Mooren und Wäldern.

Klimaanpassung soll Gesellschaften widerstandsfähiger gegen bereits eintretende Folgen machen. Beispiele sind Hitzeschutzpläne, Hochwasserschutz, Stadtbäume und wassersparende Landwirtschaft.

Beide Bereiche gehören zusammen. Ohne Klimaschutz nehmen Risiken weiter zu. Ohne Anpassung bleiben Menschen und Infrastruktur gegenüber bereits unvermeidbaren Folgen ungeschützt.


Ebenen der Klimapolitik

Klimapolitik wird in einem Mehrebenensystem gestaltet. Entscheidungen einer Ebene beeinflussen die anderen Ebenen.


Internationale Ebene

Auf internationaler Ebene verhandeln Staaten im Rahmen der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen und auf den jährlichen Klimakonferenzen. Das Übereinkommen von Paris wurde 2015 beschlossen. Sein Ziel ist, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur deutlich unter 2 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu halten und Anstrengungen für eine Begrenzung auf 1,5 Grad Celsius zu unternehmen.

Jeder Vertragsstaat legt eigene nationale Klimabeiträge fest. Diese Beiträge werden regelmäßig erneuert und sollen mit der Zeit ehrgeiziger werden. Ein zentrales Problem bleibt, dass Staaten unterschiedlich wohlhabend sind und historisch unterschiedlich viele Treibhausgase verursacht haben. Deshalb gehören Klimafinanzierung, Technologietransfer sowie der Umgang mit Schäden und Verlusten zu den internationalen Verhandlungen.

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Europäische Ebene

Die Europäische Union setzt gemeinsame Regeln für ihre Mitgliedstaaten. Das Europäische Klimagesetz schreibt das Ziel fest, die EU bis 2050 klimaneutral zu machen. Bis 2030 sollen die Netto-Treibhausgasemissionen um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 sinken.

Zum Maßnahmenpaket gehören der Ausbau erneuerbarer Energien, Vorgaben für Energieeffizienz, Regeln für Verkehr und Gebäude sowie der europäische Emissionshandel. Viele EU-Gesetze entstehen im Zusammenspiel von Europäischer Kommission, Europäischem Parlament und Rat der Europäischen Union.

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Bundesebene in Deutschland

Der Bundestag beschließt Klimagesetze und kontrolliert die Bundesregierung. Der Bundesrat wirkt an vielen Gesetzen mit, wenn Interessen der Länder betroffen sind. Ministerien erarbeiten Vorschläge, Behörden liefern Daten und der Expertenrat für Klimafragen prüft wichtige Entwicklungen.

Nach dem Bundes-Klimaschutzgesetz sollen die deutschen Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 bis 2030 um mindestens 65 Prozent und bis 2040 um mindestens 88 Prozent sinken. Bis 2045 soll Deutschland Netto-Treibhausgasneutralität erreichen. Das bedeutet, dass nur noch so viele Treibhausgase ausgestoßen werden, wie gleichzeitig gebunden oder dauerhaft ausgeglichen werden können.

Seit der Reform des Klimaschutzgesetzes von 2024 wird stärker auf die gesamte Entwicklung der Emissionen über mehrere Jahre und Bereiche hinweg geschaut. Trotzdem bleiben einzelne Sektoren wie Verkehr, Gebäude, Industrie, Landwirtschaft und Energiewirtschaft politisch wichtig.


Länder und Kommunen

Die Bundesländer entscheiden unter anderem über Raumplanung, Teile des Verkehrs, Bildung, Naturschutz und die Umsetzung vieler Bundesgesetze. Städte und Gemeinden planen Buslinien, Radwege, Flächennutzung, Wärmeversorgung und den Schutz vor Hitze oder Hochwasser.

Kommunale Klimapolitik ist für Bürgerinnen und Bürger besonders sichtbar. Gleichzeitig sind die finanziellen und rechtlichen Möglichkeiten einer Kommune begrenzt. Deshalb entstehen oft Konflikte darüber, welche Ebene für eine Maßnahme zuständig ist und wer sie bezahlt.


Politische Institutionen und Akteure

In einer pluralistischen Demokratie wirken viele Akteure auf Klimapolitik ein.

  1. Parteien entwickeln Programme und konkurrieren bei Wahlen um politische Mehrheiten.
  2. Parlamente beraten Gesetze, verändern Entwürfe und kontrollieren Regierungen.
  3. Regierungen planen Maßnahmen und setzen Gesetze durch Verwaltungshandeln um.
  4. Bundesverfassungsgericht und andere Gerichte prüfen, ob staatliches Handeln mit dem Recht vereinbar ist.
  5. Verbände, Gewerkschaften, Unternehmen und Umweltorganisationen vertreten Interessen.
  6. Wissenschaft untersucht Entwicklungen und Folgen verschiedener Handlungswege.
  7. Bürgerinnen und Bürger beteiligen sich durch Wahlen, Petitionen, Bürgerinitiativen, Demonstrationen oder Gespräche mit Abgeordneten.
  8. Medien informieren, gewichten Themen und bieten Raum für öffentliche Debatten.
Datei:FridaysForFuture Demonstration in Berlin, 20.09.2019 (48895702568).jpg

Der Klimabeschluss des Bundesverfassungsgerichts von 2021 machte deutlich, dass heutige Klimapolitik auch die Freiheitschancen künftiger Generationen berücksichtigen muss. Das Gericht bestimmte jedoch nicht selbst einzelne Maßnahmen. Die konkrete Ausgestaltung bleibt Aufgabe demokratischer Politik.


Instrumente der Klimapolitik

Politische Ziele werden erst durch Instrumente wirksam. Meist werden mehrere Instrumente kombiniert.


Regeln und Verbote

Gesetze können Grenzwerte, technische Standards oder Pflichten festlegen. Sie schaffen Verbindlichkeit und können schnell wirken. Gleichzeitig können sie als Eingriff in Freiheit oder Eigentum wahrgenommen werden. Gute Regeln benötigen deshalb nachvollziehbare Ziele, Übergangsfristen und sozial tragfähige Lösungen.


CO₂-Preis und Emissionshandel

Ein CO₂-Preis verteuert die Nutzung fossiler Energieträger. Dadurch sollen klimafreundliche Alternativen wirtschaftlich attraktiver werden. Beim Emissionshandel legt die Politik eine begrenzte Menge an Emissionsrechten fest. Unternehmen müssen für ihre Emissionen entsprechende Zertifikate besitzen.

Die Stärke dieses Instruments liegt darin, dass Emissionen dort gesenkt werden können, wo dies besonders günstig ist. Ein möglicher Nachteil besteht darin, dass höhere Energiepreise Haushalte mit geringem Einkommen stark belasten können. Deshalb ist die Verwendung der Einnahmen politisch wichtig.


Förderung und öffentliche Investitionen

Der Staat kann klimafreundliche Heizungen, Gebäudesanierungen, Forschung, öffentlichen Verkehr oder erneuerbare Energien fördern. Außerdem kann er selbst in Schienennetze, Stromnetze und klimafeste Städte investieren.

Förderungen erleichtern Veränderungen, kosten aber öffentliche Mittel. Werden sie schlecht gestaltet, können vor allem Menschen profitieren, die ohnehin investieren könnten. Deshalb wird über Bedingungen und soziale Staffelungen gestritten.


Information, Beratung und freiwillige Vereinbarungen

Beratung, Energiekennzeichnungen und Bildungsangebote sollen Entscheidungen erleichtern. Solche Maßnahmen greifen weniger stark in Freiheiten ein, reichen allein aber oft nicht aus, wenn klimafreundliche Möglichkeiten teuer oder nicht verfügbar sind.


Öffentliche Infrastruktur

Menschen können nur dann dauerhaft anders handeln, wenn passende Möglichkeiten bestehen. Ein gut ausgebauter öffentlicher Verkehr, sichere Radwege, Stromnetze, Ladesäulen und Wärmenetze verbinden individuelles Verhalten mit politischer Planung.

Datei:A green milestone for Germany (Copernicus 2025-01-26).png


Zentrale Konflikte der Klimapolitik


Wirksamkeit und Geschwindigkeit

Ein Streitpunkt ist die Frage, wie schnell Emissionen sinken müssen und welche Maßnahmen tatsächlich wirken. Kurzfristige Ziele können Planungssicherheit schaffen, aber auch schnelle Anpassungen verlangen. Langsame Veränderungen sind leichter zu bewältigen, können jedoch spätere und härtere Eingriffe notwendig machen.


Freiheit und staatliche Verantwortung

Klimapolitik verändert Preise, Regeln und Handlungsmöglichkeiten. Kritikerinnen und Kritiker warnen vor übermäßigen staatlichen Eingriffen. Befürworterinnen und Befürworter betonen, dass ungebremster Klimawandel ebenfalls Freiheiten einschränkt und Schäden verursacht. Demokratische Politik muss deshalb Grundrechte, Verhältnismäßigkeit und langfristige Folgen abwägen.


Soziale Gerechtigkeit

Menschen sind unterschiedlich stark betroffen. Wer ein geringes Einkommen hat, lebt häufiger in schlecht gedämmten Wohnungen und kann Investitionen schwerer finanzieren. Ländliche Regionen sind oft stärker vom Auto abhängig. Sozial gerechte Klimapolitik kann Einnahmen zurückgeben, öffentliche Angebote ausbauen und besonders belastete Gruppen gezielt unterstützen.


Wirtschaft und Beschäftigung

Neue Technologien können Arbeitsplätze schaffen und die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten verringern. Gleichzeitig geraten Unternehmen und Regionen unter Anpassungsdruck. Strukturpolitik, Weiterbildung und verlässliche Regeln sollen den Wandel planbarer machen.


Nationale Interessen und globale Gerechtigkeit

Der Klimawandel ist global, politische Verantwortung ist aber ungleich verteilt. Wohlhabende Industriestaaten haben historisch besonders viele Emissionen verursacht. Entwicklungs- und Schwellenländer wollen zugleich Armut verringern und ihre Wirtschaft ausbauen. Internationale Klimapolitik muss deshalb Umweltziele, Entwicklungschancen und finanzielle Unterstützung verbinden.


Demokratie und Beteiligung

Klimapolitik braucht Mehrheiten und gesellschaftliche Akzeptanz. Akzeptanz bedeutet nicht, dass alle einer Maßnahme zustimmen. Sie wächst jedoch, wenn Verfahren transparent sind, Betroffene beteiligt werden und Belastungen als fair gelten.

Mögliche Beteiligungsformen sind:

  1. Wahlen und Mitarbeit in Parteien.
  2. Kontakt zu Abgeordneten und Teilnahme an öffentlichen Sitzungen.
  3. Petitionen, Bürgerbegehren und Bürgerentscheide im Rahmen der jeweiligen Gesetze.
  4. Mitarbeit in Umweltverbänden, Gewerkschaften, Jugendvertretungen oder lokalen Initiativen.
  5. Friedliche Demonstrationen und öffentliche Diskussionen.
  6. Beteiligung an Jugendgemeinderäten, Klimaräten oder schulischen Projekten.


Klimapolitische Aussagen prüfen

In politischen Debatten werden Fakten, Bewertungen und Interessen häufig vermischt. Prüfe daher:

  1. Wer veröffentlicht die Aussage und welches Interesse könnte bestehen?
  2. Wird eine überprüfbare Quelle genannt?
  3. Bezieht sich eine Zahl auf Deutschland, die EU oder die ganze Welt?
  4. Ist von CO₂ oder von allen Treibhausgasen die Rede?
  5. Wird ein Brutto- oder Nettoziel beschrieben?
  6. Geht es um ein beschlossenes Gesetz, einen Vorschlag oder eine Prognose?
  7. Werden Kosten genannt, aber vermiedene Schäden oder Nutzen weggelassen?
  8. Lassen sich Aussagen mit mehreren zuverlässigen Quellen vergleichen?


Zusammenfassung

Klimapolitik verbindet naturwissenschaftliche Erkenntnisse mit demokratischen Entscheidungen. Sie wird international, europäisch, national, regional und kommunal gestaltet. Ziele müssen durch konkrete Instrumente umgesetzt werden. Dabei entstehen Konflikte um Wirksamkeit, Kosten, Freiheit, Gerechtigkeit und wirtschaftlichen Wandel.

Für die Gemeinschaftskunde ist entscheidend: Klimapolitik ist kein rein technisches Problem. Sie zeigt, wie politische Institutionen handeln, Interessen miteinander ringen, Gerichte Rechte schützen und Bürgerinnen und Bürger demokratisch Einfluss nehmen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welches Hauptziel verfolgt das Übereinkommen von Paris? (Die Erderwärmung deutlich unter zwei Grad halten und Anstrengungen für 1,5 Grad unternehmen) (!Alle fossilen Energieträger sofort weltweit verbieten) (!Eine gemeinsame Weltregierung für Umweltfragen schaffen) (!Nur die Emissionen europäischer Staaten begrenzen)




Bis wann soll Deutschland nach dem Bundes-Klimaschutzgesetz Netto-Treibhausgasneutralität erreichen? (Bis 2045) (!Bis 2030) (!Bis 2050) (!Bis 2070)




Welche Institution beschließt in Deutschland gemeinsam mit weiteren Beteiligten Bundesgesetze? (Der Deutsche Bundestag) (!Das Umweltbundesamt) (!Der Weltklimarat) (!Eine Bürgerinitiative)




Was ist Klimaanpassung? (Die Vorbereitung auf bereits eintretende oder erwartete Klimafolgen) (!Der Handel mit Aktien erneuerbarer Energieunternehmen) (!Die Messung des Wetters an einem einzelnen Tag) (!Die vollständige Abschaffung aller Umweltgesetze)




Wie funktioniert ein Emissionshandel grundsätzlich? (Die Politik begrenzt Emissionsrechte und macht sie handelbar) (!Alle Unternehmen dürfen unbegrenzt kostenlos Treibhausgase ausstoßen) (!Jede Gemeinde legt eine eigene Weltklimatemperatur fest) (!Nur Privatpersonen dürfen Emissionsrechte erwerben)




Warum ist soziale Gerechtigkeit für Klimapolitik wichtig? (Weil Belastungen und Handlungsmöglichkeiten ungleich verteilt sind) (!Weil Klimaschutz nur Menschen mit hohem Einkommen betrifft) (!Weil soziale Fragen nicht politisch entschieden werden dürfen) (!Weil jede Klimaschutzmaßnahme alle Menschen gleich stark belastet)




Welche Ebene plant häufig Radwege und kommunale Wärmeversorgung? (Die Kommune) (!Die Generalversammlung der Vereinten Nationen) (!Der Internationale Gerichtshof) (!Die Europäische Zentralbank)




Welche Aufgabe hat Wissenschaft in der Klimapolitik? (Sie untersucht Entwicklungen und Folgen möglicher Handlungswege) (!Sie ersetzt demokratische Wahlen) (!Sie beschließt unmittelbar alle Klimagesetze) (!Sie vertritt automatisch eine einzige Partei)




Was bedeutet politische Akzeptanz? (Eine Maßnahme wird trotz möglicher Kritik als nachvollziehbar und legitim behandelt) (!Alle Bürgerinnen und Bürger müssen begeistert zustimmen) (!Gesetze gelten nur nach einer einstimmigen Volksabstimmung) (!Politische Konflikte dürfen nicht öffentlich diskutiert werden)




Welche Beteiligungsform gehört zu einer Demokratie? (Eine friedliche Demonstration) (!Die Fälschung wissenschaftlicher Daten) (!Die Bedrohung politisch Andersdenkender) (!Die geheime Aufhebung von Wahlen)





Memory

Klimaschutz Treibhausgasemissionen verringern
Klimaanpassung Folgen von Hitze oder Hochwasser bewältigen
Pariser Abkommen Internationaler Rahmen der Klimapolitik
Emissionshandel Begrenzte und handelbare Emissionsrechte
Bundestag Beschluss und Kontrolle von Bundespolitik
Kommune Lokale Planung und Umsetzung
CO₂-Preis Kostenanreiz gegen fossile Energien
Petition Form politischer Beteiligung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Vereinte Nationen Internationale Klimaverhandlungen
Europäische Union Gemeinsame Regeln für die Mitgliedstaaten
Bundestag Bundesgesetze und Regierungskontrolle
Bundesland Regionale Planung und Gesetzesumsetzung
Kommune Radwege, Wärmeplanung und Hitzeschutz






Kreuzworträtsel

Parisabkommen Wie heißt der internationale Klimavertrag von 2015 in einem Wort?
Bundestag Welches deutsche Parlament beschließt Bundesgesetze?
Kommune Welche politische Ebene plant häufig örtliche Radwege?
Emissionshandel Wie heißt der Handel mit begrenzten Ausstoßrechten?
Klimaschutz Welcher Begriff bezeichnet die Verringerung von Treibhausgasen?
Petition Wie heißt eine schriftliche Bitte oder Beschwerde an eine zuständige Stelle?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Klimapolitik soll den menschengemachten

begrenzen. Das Übereinkommen von Paris wurde im Jahr

beschlossen. Die Europäische Union strebt Klimaneutralität bis

an. Deutschland will Netto-Treibhausgasneutralität bis

erreichen. Der Deutsche

beschließt Klimagesetze auf Bundesebene. Beim

wird die verfügbare Menge an Ausstoßrechten begrenzt. Klimaanpassung schützt Menschen vor bereits eintretenden

. Ein CO₂-Preis soll fossile Energie wirtschaftlich

machen. Sozial gerechte Politik berücksichtigt unterschiedliche Einkommen und

. Bürgerinnen und Bürger können sich unter anderem durch Wahlen, Petitionen und friedliche

beteiligen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffsplakat Klimapolitik: Gestalte ein Plakat mit den Begriffen Klimaschutz, Klimaanpassung, Emissionen, Klimaneutralität und Beteiligung.
  2. Kommunaler Klimacheck: Fotografiere in Deiner Umgebung drei Beispiele für Klimaschutz oder Klimaanpassung und beschreibe ihre politische Bedeutung.
  3. Nachrichtenvergleich: Vergleiche zwei kurze Nachrichten über dieselbe klimapolitische Maßnahme und markiere Unterschiede in Sprache und Schwerpunkt.
  4. Meinungsbarometer: Befrage Deine Lerngruppe anonym zu einer Klimaschutzmaßnahme und stelle die Ergebnisse in einem Diagramm dar.


Standard

  1. Akteurskarte Klimapolitik: Erstelle eine Übersicht zu Parlament, Regierung, Unternehmen, Wissenschaft, Verbänden und Bürgerschaft.
  2. Rollenspiel Gemeinderat: Simuliert eine Sitzung über neue Radwege, ein Wärmenetz oder zusätzlichen Hochwasserschutz.
  3. Instrumentenvergleich: Vergleiche Verbot, CO₂-Preis, Förderung und Information anhand von Wirksamkeit, Kosten, Freiheit und Gerechtigkeit.
  4. Interview zur Klimapolitik: Interviewe eine Person aus Kommunalpolitik, Verwaltung, Unternehmen, Landwirtschaft oder Zivilgesellschaft.


Schwer

  1. Policy-Papier: Entwickle auf zwei Seiten ein Maßnahmenpaket für einen klimafreundlicheren Schulweg und begründe Finanzierung und Zuständigkeiten.
  2. Klimabürgerrat: Plant einen Bürgerrat mit zufällig ausgewählten Teilnehmenden und formuliert Regeln für Information, Beratung und Entscheidung.
  3. Faktencheck Klimadebatte: Prüfe eine umstrittene Aussage mithilfe mindestens dreier zuverlässiger Quellen und trenne Fakten, Prognosen und Werturteile.
  4. Videoprojekt Klimakonflikt: Produziere ein sachliches Erklärvideo, das zwei gegensätzliche Positionen fair darstellt und einen begründeten Lösungsvorschlag entwickelt.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Zielkonflikt analysieren: Eine Stadt plant eine autofreie Innenstadt. Analysiere mögliche Vorteile, Belastungen und Ausgleichsmaßnahmen.
  2. Instrumente kombinieren: Entwickle eine sinnvolle Kombination aus Regeln, Förderung und CO₂-Preis für klimafreundliche Gebäude.
  3. Ebenen zuordnen: Erkläre an einem Beispiel, wie EU, Bund, Land und Kommune bei einer Klimaschutzmaßnahme zusammenwirken.
  4. Gerechtigkeit beurteilen: Bewerte zwei Möglichkeiten, Einnahmen aus einem CO₂-Preis zu verwenden, und begründe Deine Entscheidung.
  5. Demokratische Legitimation prüfen: Untersuche, welche Beteiligten bei einer klimapolitischen Entscheidung angehört werden sollten.
  6. Quellenkritik anwenden: Beurteile eine klimapolitische Grafik nach Urheber, Datenbasis, Bezugsjahr, räumlichem Bezug und möglicher Aussageabsicht.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. Klimaschutz und Klimaanpassung unterscheiden kannst.
  2. internationale, europäische, nationale und kommunale Politik miteinander verknüpfst.
  3. die deutschen Klimaziele bis 2030, 2040 und 2045 korrekt einordnest.
  4. mindestens drei politische Instrumente mit Vor- und Nachteilen vergleichst.
  5. zentrale Akteure und demokratische Entscheidungswege erläuterst.
  6. Konflikte um Freiheit, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftlichen Wandel abwägst.
  7. eine eigene Position mit überprüfbaren Quellen und nachvollziehbaren Argumenten begründest.
  8. einen realistischen Vorschlag für politische Beteiligung oder eine konkrete Maßnahme entwickelst.




Gesicherte Quellen und Stand

Die Inhalte orientieren sich an folgenden öffentlich zugänglichen Grundlagen. Gesetze, Programme und Zahlen können später geändert werden und sollten bei längerer Nutzung erneut geprüft werden.

  1. UNFCCC: The Paris Agreement
  2. Europäische Kommission: European Climate Law
  3. Bundes-Klimaschutzgesetz, § 3
  4. Umweltbundesamt: Treibhausgasminderungsziele Deutschlands
  5. Bundesverfassungsgericht: Klimabeschluss vom 24. März 2021
  6. Bundeszentrale für politische Bildung: Klimawandel und Klimapolitik


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