Klempnerei und Metall an Dach und Fassade – Ein Klempnerbauteil fachlich dokumentieren
Klempnerei und Metall an Dach und Fassade – Ein Klempnerbauteil fachlich dokumentieren
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Klempnerei und Metall an Dach und Fassade – Ein Klempnerbauteil fachlich dokumentieren
Zielgruppe: Ausbildung im Klempnerhandwerk und in der Bautechnik
Lernform: Fünf kurze Lerneinheiten, ein konkreter Ausbildungsfall, Medienanalyse und ein Dokumentationsportfolio.
Dein Ergebnis: Du erstellst ein Aufmaßblatt, einen Werkstoff-Steckbrief, eine beschriftete Anschlussdetail-Skizze und ein Prüfprotokoll.
Sicherheitsgrenze: Die Dokumentation ist keine Fertigungs-, Montage- oder Sicherheitsfreigabe. Tragfähigkeit, Windsogbefestigung, Brandschutz, Abdichtungssystem und Maschinensicherheit müssen von den jeweils zuständigen Fachleuten anhand der geltenden Anforderungen beurteilt und freigegeben werden.
Einleitung
Klempnerinnen und Klempner bearbeiten Bleche für Dach, Fassade, Dachentwässerung und Bauanschlüsse. Dabei reicht eine schöne Skizze nicht aus: Maße, Werkstoff, Anschlüsse und offene Fragen müssen nachvollziehbar dokumentiert sein.
Leitfrage: Wie beschreibst Du eine Attikaabdeckung so genau, dass eine Fachperson sie prüfen kann, ohne eine ungeprüfte Ausführung vorzutäuschen?

Bildimpuls: Metallbedachung mit Stehfalzen. Das Foto zeigt keine geprüfte Attikaausführung. Unterscheide sichtbare Bekleidung und darunterliegende Funktionsebenen.
Ausbildungsfall: Die Attikaabdeckung am Werkstattmodell
Du arbeitest an einem frei zugänglichen, standsicheren Dachrandmodell auf Arbeitshöhe. Es gibt keine Arbeiten an einer realen Dachkante und keine Maschinenbedienung.
Ein Musterbauteil aus Titanzink soll als Attikaabdeckung dokumentiert werden. An der Außenseite liegt eine verputzte Fassadenfläche, an der Innenseite eine Dachabdichtung. Der tatsächliche Aufbau der Unterkonstruktion ist noch nicht vollständig nachgewiesen.
| Messpunkt am Modell | Beobachtung |
|---|---|
| Länge an der Fassadenseite | 1804 mm |
| Länge an der Dachseite | 1800 mm |
| Breite links | 294 mm |
| Breite mittig | 297 mm |
| Breite rechts | 296 mm |
| Werkstoffwunsch | Titanzink, genaue Produktausführung offen |
| Anschluss und Befestigung | Noch nicht freigegeben |
Achtung: Diese Werte sind fiktive Übungsdaten. Sie sind weder Zuschnittmaße noch Angaben für einen realen Einbau.
Arbeitsauftrag: Erkläre, welche Beobachtungen gesichert sind und was nachgemessen oder fachlich geklärt werden muss.
Lerneinheit 1: Aufmaß sicher dokumentieren
Zeitbedarf: etwa 8 Minuten.
Beim Aufmaß notierst Du nicht nur Zahlen, sondern auch Messort, Bezugskante, Einheit, Messmittel, Datum und Unsicherheiten.
| Dokumentationsschritt | Dein Nachweis |
|---|---|
| Bezug festlegen | Dachseite und Fassadenseite eindeutig markieren |
| Wiederholt messen | Breite an mindestens drei benannten Stellen |
| Abweichung erkennen | Größte und kleinste Breite vergleichen |
| Fotobeleg erstellen | Gesamtfoto und Detailfoto mit Maßbezug |
| Rückfrage festhalten | Unklare Geometrie nicht eigenmächtig ausgleichen |
Kurzer Rechencheck: 297 mm − 294 mm = 3 mm. Die beiden gemessenen Längen unterscheiden sich um 4 mm. Diese Differenzen sind ein Grund zur Prüfung, kein Beleg für einen bestimmten Zuschnitt.
Mini-Aufgabe: Erstelle ein Aufmaßblatt mit einer Skizze, den fünf Messwerten und einem Feld „Offene Fragen“.
Begründetes Feedback: Gut ist ein Blatt, auf dem jede Zahl einer Messstelle zugeordnet werden kann. Ein bloßer Mittelwert wäre problematisch, weil er eine unregelmäßige Geometrie verdecken könnte.
Gestufte Hilfe zum Aufmaß
Hilfe A – Start: Zeichne zuerst die Draufsicht als einfaches Rechteck und kennzeichne „Dach“ und „Fassade“.
Hilfe B – Weiter: Trage Längen und Breiten an ihrer tatsächlichen Messposition ein.
Hilfe C – Prüfen: Markiere Abweichungen mit einem Fragezeichen und ergänze „Nachmessung erforderlich“.
Lerneinheit 2: Den Werkstoff fachlich beschreiben
Zeitbedarf: etwa 7 Minuten.
Titanzink ist im Fall als Musterwerkstoff vorgesehen. Für die reale Auswahl brauchst Du unter anderem das gültige Herstellerdatenblatt, Angaben zum Einsatzbereich, zur Oberflächenausführung, zur Materialdicke, zur Verträglichkeit mit angrenzenden Baustoffen und zur Wärmeausdehnung.
Die Produktnorm für gewalztes Zink und Zinklegierungen im Bauwesen ist die DIN EN 988. Sie ersetzt keine objektspezifische Planung.

Werkstoffbeispiel: Dachrinne, Einlauftrichter und Fallrohr aus Titanzink. Beobachte die Materialanwendung, ohne die Anschlussdetails auf die Attika zu übertragen.
| Merkmal | Eintrag für den Werkstoff-Steckbrief |
|---|---|
| Werkstoff | Titanzink, genaue Produktbezeichnung nach Datenblatt |
| Vorgesehener Einsatz | Muster einer Attikaabdeckung |
| Eigenschaften | Formbar; temperaturabhängige Längenänderungen berücksichtigen |
| Zu prüfen | Kontaktkorrosion, Wasserführung, Trennlagen, Materialdicke, Verbindungssystem |
| Quellen | Produktdatenblatt, Fachregel und objektspezifische Planung |
| Status | Materialentscheidung für reale Ausführung offen |
Mini-Aufgabe: Vergleiche Titanzink gedanklich mit Aluminium oder Kupfer. Formuliere drei Prüffragen statt einer unbelegten Materialempfehlung.
Begründetes Feedback: Eine fachliche Auswahl nennt Randbedingungen und Quellen. „Das Material hält immer“ wäre keine belastbare Begründung.
Fachmedien: RHEINZINK – Material- und Verarbeitungshinweise und NedZink – Mauerabdeckungen.
Gestufte Hilfe zum Werkstoff
Hilfe A – Start: Suche die konkrete Werkstoffbezeichnung im Datenblatt.
Hilfe B – Weiter: Unterscheide Werkstoffeigenschaften von Planungsvorgaben.
Hilfe C – Prüfen: Füge zu jeder Behauptung die Datenblattstelle oder eine offene Rückfrage hinzu.
Lerneinheit 3: Das Anschlussdetail lesen
Zeitbedarf: etwa 10 Minuten.
Die Attikaabdeckung schützt den oberen Abschluss einer aufgehenden Dachrandkonstruktion. Ihr Anschluss an Fassade und Dachabdichtung muss als zusammenhängendes System geplant werden.
Beschrifte in einer Prinzipskizze: Dachseite, Fassadenseite, Attika, Metallabdeckung, Abdichtung, Untergrund, Unterkonstruktion, Längsstoß und mögliche Bewegungszone.
Nicht aus einer Beispielzeichnung übernehmen: Blechdicke, Gefälle, Überstände, Tropfkantenabstände, Befestigungsabstände, Brandriegel oder Abdichtungshöhen. Diese Angaben sind projekt- und systemabhängig und gehören zur geprüften Fachplanung.
Berufsspezifische Detailzeichnungen zur Bildanalyse:
RHEINZINK: Planung und Anwendung – Abdeckungen und Anschlüsse (PDF)
NedZink: Technische Beratung mit Schnittdarstellungen (PDF)
Die Herstellerzeichnungen sind Anschauungsmaterial und keine automatisch gültigen Ausführungsdetails. Ihre Urheberrechte verbleiben bei den Herausgebern.

Vergleichsfoto: Blechanschluss an einem Dach. Benenne sichtbare Metallteile und notiere, welche verdeckten Ebenen Du im Foto nicht beurteilen kannst.
Prozessvideo 1: Längsverbindung einer Abdeckung
RHEINZINK-Interactive: „Abdeckung mit Wulst – Längsverbindung“ (2024).
Beobachtungsauftrag: Stoppe das Video an drei Stellen. Dokumentiere Ausgangssituation, sichtbare Arbeitsschritte und das Ergebnis. Prüfe anschließend, welche Informationen für eine objektbezogene Freigabe fehlen.
Prozessvideo 2: Eckausbildung
RHEINZINK-Interactive: „Abdeckung mit Wulst – Eckausbildung“ (2024).
Beobachtungsauftrag: Erkläre, warum Fassadenabstand, Ecke und Anschlussgeometrie individuell aufgenommen werden müssen.
Begründetes Feedback: Ein nachgearbeitetes Videodetail ist nicht automatisch für das eigene Bauwerk geeignet. Entscheidend sind das geprüfte System, die vorhandenen Untergründe und die Freigabe.
Gestufte Hilfe zum Anschlussdetail
Hilfe A – Start: Zeichne zunächst nur die sichtbare Blechoberfläche und die zwei Seiten der Attika.
Hilfe B – Weiter: Ergänze darunterliegende Bauteile nur dort, wo ihre Existenz im Fall bekannt ist.
Hilfe C – Prüfen: Kennzeichne unbekannte Schichten, Befestigungspunkte und Bewegungsdetails als „fachlich zu klären“.
Lerneinheit 4: Arbeitsschritte beobachten – Sicherheit nicht vermuten
Zeitbedarf: etwa 7 Minuten.

Werkzeugbeispiel: Blechschere. Prüfe Schnittgefahr und Eignung des Werkzeugs anhand der betrieblichen Unterweisung.

Animation eines Biegevorgangs an einer Gesenkbiegepresse. Keine Darstellung einer Schwenkbiegemaschine und keine Bedienungsanleitung.
| Gefährdung oder Nachweis | Erforderliche Maßnahme |
|---|---|
| Arbeiten an einer Dachkante | Geeignete Absturzsicherung und Arbeitsverfahren durch verantwortliche Fachleute festlegen |
| Scharfe Blechkanten | Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung und geeignete Schutzmaßnahmen beachten |
| Scheren und Biegemaschinen | Nur bestimmungsgemäße, geprüfte Maschinen und unterwiesene Personen; Schutzsysteme nicht umgehen |
| Windsog und Befestigung | Objektbezogenen Nachweis und Freigabe der zuständigen Fachplanung einholen |
| Tragender Untergrund | Tragfähigkeit durch zuständige Fachleute nachweisen lassen |
| Brandschutz und Dachanschluss | Genehmigte Brandschutz- und Abdichtungsplanung abgleichen |
Stop-Regel: Fehlen Nachweise, Pläne, Unterweisung oder Freigaben, darfst Du aus dem Ausbildungsmodell keine reale Ausführung ableiten.
Sicherheitsquellen: BG BAU – Absturz vermeiden, DGUV Information 209-019 – Sicherheit bei der Blechbearbeitung und DGUV – Schutzmaßnahmen an Schwenkbiegemaschinen.
Lerneinheit 5: Die Dokumentation zusammenstellen
Zeitbedarf: etwa 8 Minuten.
Eine verständliche Dokumentation trennt Beobachtungen, Annahmen, Quellen und Freigaben.
| Dokumentationsfeld | Musterinhalt |
|---|---|
| Bauteil | Attikaabdeckung am Werkstattmodell |
| Aufmaß | Fünf Einzelwerte mit Messorten; Abweichungen markiert |
| Werkstoff | Titanzink als Muster; Produktdatenblatt noch zuzuordnen |
| Anschlussdetail | Prinzipschnitt mit Dach- und Fassadenseite |
| Medienbelege | Fotos und beschriftete Skizzen mit Datum |
| Offene Fragen | Unterkonstruktion, Wasserführung, Bewegungsaufnahme und Befestigung |
| Zuständige Prüfung | Planung, Statik, Brandschutz und Ausführung durch befugte Fachpersonen |
| Freigabestatus | Nicht zur Fertigung oder Montage freigegeben |

Transferanimation: anderes Zinkblech-Anschlussdetail am geneigten Dach. Vergleiche den Verlauf der Wasserführung, nicht die Ausführungsmaße.
Mini-Aufgabe: Stelle Deine vier Dokumente so zusammen, dass eine andere Auszubildende oder ein Ausbilder alle Informationen zuordnen kann.
Begründetes Feedback: Eine vollständige Dokumentation weist auch Lücken aus. Eine scheinbar präzise Zeichnung ohne nachgewiesenen Untergrund oder Freigabestatus wäre irreführend.
Modellaufgaben mit begründetem Feedback
Basis: Messen und unterscheiden
Aufgabe: Berechne die größte Breitenabweichung und den Unterschied zwischen beiden Längen. Schreibe daneben, warum Du daraus noch keine Zuschnittbreite ableitest.
Musterfeedback: Die Abweichungen betragen 3 mm und 4 mm. Sie zeigen eine zu klärende Geometrie oder Messunsicherheit. Ohne geklärten Bezug und Anschlussplan wäre ein Zuschnitt nicht begründet.
Anwendung: Ein Prüfblatt erstellen
Aufgabe: Erstelle anhand der Modelldaten ein Blatt mit Bauteilbezeichnung, Messskizze, Werkstoff-Steckbrief, Fotoverweisen und drei offenen Prüfpunkten.
Musterfeedback: Fachlich überzeugend ist eine eindeutige Zuordnung von Zahl, Messstelle und Quelle. Der Freigabestatus muss sichtbar bleiben; ein fertiges Blatt ist noch keine Fertigungsfreigabe.
Transfer: Eine Änderung beurteilen
Aufgabe: Im zweiten Modell ist die Fassade gedämmt und der Dachrandaufbau unbekannt. Beschreibe, welche zusätzlichen Informationen Du einfordern würdest und wer sie prüfen muss.
Musterfeedback: Zu prüfen sind beispielsweise Fassadenanschluss, Abdichtung, Unterkonstruktion, Brandschutz, Bewegungsaufnahme und Windsogbefestigung. Die Entscheidung darf nicht aus dem ersten Modell oder einem Lehrvideo übernommen werden.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welcher Schritt gehört zum nachvollziehbaren Aufmaß? (Messort und Bezugskante festhalten) (!Nur den größten Wert aufschreiben) (!Alle Abweichungen weglassen) (!Den Zuschnitt sofort freigeben)
Wie groß ist die Abweichung zwischen 294 mm und 297 mm? (3 mm) (!1 mm) (!4 mm) (!7 mm)
Warum dürfen unterschiedliche Messwerte nicht einfach gemittelt werden? (Weil dadurch eine unklare Geometrie verdeckt werden kann) (!Weil Mittelwerte grundsätzlich verboten sind) (!Weil Titanzink nicht messbar ist) (!Weil nur die kürzeste Kante zählt)
Welcher Werkstoff ist im Ausbildungsfall vorgesehen? (Titanzink) (!Gusseisen) (!Beton) (!Glas)
Welche Unterlage belegt konkrete Materialeigenschaften? (Das zugehörige Herstellerdatenblatt) (!Ein unbeschriftetes Foto) (!Eine frei geschätzte Zahl) (!Ein beliebiger Werbeslogan)
Was muss eine Anschlussdetail-Skizze erkennen lassen? (Dachseite und Fassadenseite) (!Nur die Farbe des Metalls) (!Nur den Namen des Betriebs) (!Nur das Herstellungsjahr)
Warum sind Bewegungsdetails bei Metallabdeckungen wichtig? (Weil Temperaturänderungen Längenänderungen verursachen) (!Weil Metall immer dieselbe Länge behält) (!Weil jede Fuge automatisch wasserdicht ist) (!Weil die Bewegung nur von der Farbe abhängt)
Was beweist ein fachliches Herstellervideo allein nicht? (Die Eignung des Details für jedes Bauwerk) (!Die Existenz eines gezeigten Arbeitsschritts) (!Die Darstellung eines Werkzeugs) (!Den Namen des Herausgebers)
Wer muss die projektbezogene Windsogbefestigung fachlich nachweisen oder freigeben? (Die hierfür zuständigen qualifizierten Fachleute) (!Eine beliebige Person ohne Prüfgrundlage) (!Das Lernvideo automatisch) (!Die Auszubildenden allein durch Schätzung)
Was bedeutet ein dokumentierter Status ohne Montagefreigabe? (Offene Nachweise müssen vor einer realen Ausführung geklärt werden) (!Die Montage darf ohne weitere Prüfung beginnen) (!Die Maschinenunterweisung ist überflüssig) (!Der Brandschutz ist automatisch erfüllt)
Memory
| Aufmaßblatt | Nachvollziehbare Bestandsmessungen |
| Werkstoffdatenblatt | Technische Materialeigenschaften |
| Prinzipschnitt | Schematische Bauteildarstellung |
| Bewegungszone | Aufnahme thermischer Längenänderungen |
| Prüfvermerk | Kennzeichnung offener Nachweise |
| Dachabdichtung | Schutzschicht gegen eindringendes Wasser |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Messprotokoll | Bestandsaufnahme |
| Produktdatenblatt | Materialeigenschaften |
| Anschlusszeichnung | Bauteilschnitt |
| Fachplanung | Systemnachweis |
| Gefährdungsbeurteilung | Arbeitsschutz |
Kreuzworträtsel
| Attika | Wie heißt die aufgehende Randkonstruktion am Flachdach? |
| Titanzink | Welcher metallische Werkstoff ist für das Musterbauteil vorgesehen? |
| Messung | Wie heißt die Ermittlung einer Abmessung am Modell? |
| Abdichtung | Welche Funktionsebene soll Wasser vom Bauwerk fernhalten? |
| Neigung | Welche Eigenschaft einer Fläche beeinflusst den Wasserabfluss? |
| Unterkonstruktion | Wie heißt der konstruktive Aufbau unter einer Bekleidung oder Abdeckung? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Aufmaßskizze: Zeichne die Draufsicht des Werkstattmodells und trage die fünf Messwerte mit ihren Messorten ein.
- Fotoprotokoll: Erstelle drei sichere Detailfotos eines freigegebenen Übungsmodells und beschrifte die sichtbaren Bauteile.
- Werkstoffkarte: Gestalte einen kurzen Steckbrief mit Werkstoffbezeichnung, Datenblattquelle und drei offenen Prüfmerkmalen.
- Gefahrenkarten: Gestalte Karten zu Schnittkanten, Absturz und Biegemaschinen und ordne passende Sicherheitsquellen zu.
Standard
- Anschluss-Skizze: Zeichne einen beschrifteten Prinzipschnitt und kennzeichne alle unbekannten Schichten ausdrücklich als ungeklärt.
- Videoanalyse: Analysiere die beiden Fachvideos anhand von Standbildern oder Zeitangaben und trenne Beobachtung von Herstellerempfehlung.
- Prüfprotokoll: Erstelle eine Tabelle mit Messabweichungen, offenen Fragen, verantwortlicher Prüfstelle und Bearbeitungsstatus.
- Fachinterview: Befrage nach Absprache eine ausbildende Fachperson zu typischen Fehlern bei Aufmaß und Dokumentation.
Schwer
- Variantenvergleich: Vergleiche dokumentarisch zwei unterschiedliche Dachrandaufbauten und begründe, welche Unterlagen Du zusätzlich benötigst.
- Bewegungsausgleich: Entwickle ein Informationsblatt über thermische Bewegung und erläutere, warum daraus allein kein zulässiger Fugenabstand abgeleitet werden kann.
- Dokumentationsmappe: Erstelle ein vollständiges Musterportfolio mit Aufmaß, Werkstoffblatt, Anschluss-Skizze, Bildnachweisen, Quellen und Freigabestatus.
- Sicherheits-Audit: Plane mit Deiner Lehrkraft eine rein dokumentarische Werkstattbegehung und entwickle einen Fragenkatalog zu Unterweisung, Schutzvorrichtungen und Zuständigkeiten; betätige keine Maschinen.


Lernkontrolle
- Fehleranalyse: Ein Maßblatt enthält nur einen Mittelwert. Erkläre das Dokumentationsproblem und beschreibe eine geeignete Korrektur.
- Werkstoffwahl: Ein Betrieb möchte statt Titanzink Aluminium verwenden. Begründe, welche Informationen vor einer Materialentscheidung geprüft werden müssen.
- Dachrand: An einem anderen Gebäude ist die Unterkonstruktion unbekannt. Formuliere eine fachliche Rückfrage und erkläre die Bedeutung der Antwort.
- Wärmeausdehnung: Eine Skizze zeigt keine Bewegungsmöglichkeit. Beschreibe das mögliche Problem und wie Du es im Prüfprotokoll behandelst.
- Arbeitssicherheit: Ein Lernvideo zeigt eine Bearbeitungsmaschine. Erläutere, warum das Video keine betriebliche Unterweisung ersetzt.
- Qualitätsmanagement: Ein Kunde verlangt die sofortige Freigabe der Abdeckung. Verfasse eine begründete Antwort, die notwendige Nachweise, Zuständigkeiten und den aktuellen Dokumentationsstand unterscheidet.
Lernnachweis
Dein Lernnachweis ist ein Dokumentationsportfolio. Es enthält:
- Aufmaßblatt: Lagebezug, Messpunkte, Einheiten, Werte, Abweichungen, Datum und Messmittel.
- Werkstoff-Steckbrief: konkrete Materialbezeichnung, nachvollziehbare Datenblattquelle und Anwendungsgrenzen.
- Anschlussdetail: beschriftete Prinzipskizze mit Dachseite, Fassadenseite, bekannten Bauteilen und ungeklärten Schichten.
- Mediennachweise: eigene Modellfotos und eine kritische Auswertung der Fachvideos.
- Prüfprotokoll: offene Fragen, verantwortliche Fachstellen, benötigte Nachweise und Freigabestatus.
- Reflexion: kurze Begründung, warum eine fachgerechte Dokumentation keine Bauausführung freigibt.
Bewertung: Fachbegriffe korrekt, Maße eindeutig, Quellen überprüfbar, Unsicherheiten gekennzeichnet und sicherheitsrelevante Entscheidungen nicht eigenmächtig getroffen.
Freigabevermerk: Dieses Portfolio ist ein Ausbildungsnachweis und kein statischer, brandschutztechnischer, maschinensicherheitstechnischer oder bautechnischer Freigabenachweis.
Fachquellen und Medienprüfung
Verlässliche Fachquellen
- ZVSHK – Klempnertechnik und Fachregeln: Berufsfachliche Grundlage; jeweils gültige Ausgabe heranziehen.
- DIN 18339 – Klempnerarbeiten: Norminformation zu den betreffenden Bauleistungen.
- DIN EN 988: Anforderungen an gewalzte Zinkerzeugnisse im Bauwesen.
- DIN 18531-1: Planungsgrundlagen für die Abdichtung von Dächern sowie Balkonen, Loggien und Laubengängen.
- DIN 18531-3: Anforderungen an Abdichtungen und deren Ausführung.
- RHEINZINK – Abdeckungen und Anschlüsse: Herstellerfachinformationen, immer objektbezogen prüfen.
- BG BAU – Absturz und Durchsturz vermeiden: Arbeitsschutzinformationen.
- DGUV Information 209-019: Sicherheit bei der Blechbearbeitung.
Quellenregel: Herstellerinformationen und Demonstrationsvideos zeigen mögliche Lösungen, aber ersetzen weder geltende Fachregeln noch eine objektspezifische Prüfung. Maßgeblich sind die jeweils gültigen Vorschriften und die freigegebenen Planungsunterlagen.
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- Biegeanimation 3D.gif: Borowski, gemeinfrei.
- Zinc flashing.gif: Jbdayvay, CC BY-SA 4.0.
Video- und Zeichnungsrechte: Die beiden eingebundenen YouTube-Tutorials sind Veröffentlichungen von RHEINZINK-Interactive. Die verlinkten technischen PDF-Zeichnungen stammen von RHEINZINK und NedZink. Sie werden als externe Fachmedien verwendet und nicht als frei lizenzierte OER zur Bearbeitung oder Weiterveröffentlichung gekennzeichnet. Vor öffentlicher Weiterverwendung gelten die jeweiligen Nutzungsbedingungen.
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