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Klempnerei und Metall an Dach und Fassade – Ein Klempnerbauteil fachlich dokumentieren

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Klempnerei und Metall an Dach und Fassade – Ein Klempnerbauteil fachlich dokumentieren

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Klempnerei und Metall an Dach und Fassade – Ein Klempnerbauteil fachlich dokumentieren

Zielgruppe: Ausbildung im Klempnerhandwerk und in der Bautechnik

Lernform: Fünf kurze Lerneinheiten, ein konkreter Ausbildungsfall, Medienanalyse und ein Dokumentationsportfolio.

Dein Ergebnis: Du erstellst ein Aufmaßblatt, einen Werkstoff-Steckbrief, eine beschriftete Anschlussdetail-Skizze und ein Prüfprotokoll.

Sicherheitsgrenze: Die Dokumentation ist keine Fertigungs-, Montage- oder Sicherheitsfreigabe. Tragfähigkeit, Windsogbefestigung, Brandschutz, Abdichtungssystem und Maschinensicherheit müssen von den jeweils zuständigen Fachleuten anhand der geltenden Anforderungen beurteilt und freigegeben werden.


Einleitung

Klempnerinnen und Klempner bearbeiten Bleche für Dach, Fassade, Dachentwässerung und Bauanschlüsse. Dabei reicht eine schöne Skizze nicht aus: Maße, Werkstoff, Anschlüsse und offene Fragen müssen nachvollziehbar dokumentiert sein.

Leitfrage: Wie beschreibst Du eine Attikaabdeckung so genau, dass eine Fachperson sie prüfen kann, ohne eine ungeprüfte Ausführung vorzutäuschen?

Bildimpuls: Metallbedachung mit Stehfalzen. Das Foto zeigt keine geprüfte Attikaausführung. Unterscheide sichtbare Bekleidung und darunterliegende Funktionsebenen.


Ausbildungsfall: Die Attikaabdeckung am Werkstattmodell

Du arbeitest an einem frei zugänglichen, standsicheren Dachrandmodell auf Arbeitshöhe. Es gibt keine Arbeiten an einer realen Dachkante und keine Maschinenbedienung.

Ein Musterbauteil aus Titanzink soll als Attikaabdeckung dokumentiert werden. An der Außenseite liegt eine verputzte Fassadenfläche, an der Innenseite eine Dachabdichtung. Der tatsächliche Aufbau der Unterkonstruktion ist noch nicht vollständig nachgewiesen.

Messpunkt am Modell Beobachtung
Länge an der Fassadenseite 1804 mm
Länge an der Dachseite 1800 mm
Breite links 294 mm
Breite mittig 297 mm
Breite rechts 296 mm
Werkstoffwunsch Titanzink, genaue Produktausführung offen
Anschluss und Befestigung Noch nicht freigegeben

Achtung: Diese Werte sind fiktive Übungsdaten. Sie sind weder Zuschnittmaße noch Angaben für einen realen Einbau.

Arbeitsauftrag: Erkläre, welche Beobachtungen gesichert sind und was nachgemessen oder fachlich geklärt werden muss.


Lerneinheit 1: Aufmaß sicher dokumentieren

Zeitbedarf: etwa 8 Minuten.

Beim Aufmaß notierst Du nicht nur Zahlen, sondern auch Messort, Bezugskante, Einheit, Messmittel, Datum und Unsicherheiten.

Dokumentationsschritt Dein Nachweis
Bezug festlegen Dachseite und Fassadenseite eindeutig markieren
Wiederholt messen Breite an mindestens drei benannten Stellen
Abweichung erkennen Größte und kleinste Breite vergleichen
Fotobeleg erstellen Gesamtfoto und Detailfoto mit Maßbezug
Rückfrage festhalten Unklare Geometrie nicht eigenmächtig ausgleichen

Kurzer Rechencheck: 297 mm − 294 mm = 3 mm. Die beiden gemessenen Längen unterscheiden sich um 4 mm. Diese Differenzen sind ein Grund zur Prüfung, kein Beleg für einen bestimmten Zuschnitt.

Mini-Aufgabe: Erstelle ein Aufmaßblatt mit einer Skizze, den fünf Messwerten und einem Feld „Offene Fragen“.

Begründetes Feedback: Gut ist ein Blatt, auf dem jede Zahl einer Messstelle zugeordnet werden kann. Ein bloßer Mittelwert wäre problematisch, weil er eine unregelmäßige Geometrie verdecken könnte.


Gestufte Hilfe zum Aufmaß

Hilfe A – Start: Zeichne zuerst die Draufsicht als einfaches Rechteck und kennzeichne „Dach“ und „Fassade“.

Hilfe B – Weiter: Trage Längen und Breiten an ihrer tatsächlichen Messposition ein.

Hilfe C – Prüfen: Markiere Abweichungen mit einem Fragezeichen und ergänze „Nachmessung erforderlich“.


Lerneinheit 2: Den Werkstoff fachlich beschreiben

Zeitbedarf: etwa 7 Minuten.

Titanzink ist im Fall als Musterwerkstoff vorgesehen. Für die reale Auswahl brauchst Du unter anderem das gültige Herstellerdatenblatt, Angaben zum Einsatzbereich, zur Oberflächenausführung, zur Materialdicke, zur Verträglichkeit mit angrenzenden Baustoffen und zur Wärmeausdehnung.

Die Produktnorm für gewalztes Zink und Zinklegierungen im Bauwesen ist die DIN EN 988. Sie ersetzt keine objektspezifische Planung.

Werkstoffbeispiel: Dachrinne, Einlauftrichter und Fallrohr aus Titanzink. Beobachte die Materialanwendung, ohne die Anschlussdetails auf die Attika zu übertragen.

Merkmal Eintrag für den Werkstoff-Steckbrief
Werkstoff Titanzink, genaue Produktbezeichnung nach Datenblatt
Vorgesehener Einsatz Muster einer Attikaabdeckung
Eigenschaften Formbar; temperaturabhängige Längenänderungen berücksichtigen
Zu prüfen Kontaktkorrosion, Wasserführung, Trennlagen, Materialdicke, Verbindungssystem
Quellen Produktdatenblatt, Fachregel und objektspezifische Planung
Status Materialentscheidung für reale Ausführung offen

Mini-Aufgabe: Vergleiche Titanzink gedanklich mit Aluminium oder Kupfer. Formuliere drei Prüffragen statt einer unbelegten Materialempfehlung.

Begründetes Feedback: Eine fachliche Auswahl nennt Randbedingungen und Quellen. „Das Material hält immer“ wäre keine belastbare Begründung.

Fachmedien: RHEINZINK – Material- und Verarbeitungshinweise und NedZink – Mauerabdeckungen.


Gestufte Hilfe zum Werkstoff

Hilfe A – Start: Suche die konkrete Werkstoffbezeichnung im Datenblatt.

Hilfe B – Weiter: Unterscheide Werkstoffeigenschaften von Planungsvorgaben.

Hilfe C – Prüfen: Füge zu jeder Behauptung die Datenblattstelle oder eine offene Rückfrage hinzu.


Lerneinheit 3: Das Anschlussdetail lesen

Zeitbedarf: etwa 10 Minuten.

Die Attikaabdeckung schützt den oberen Abschluss einer aufgehenden Dachrandkonstruktion. Ihr Anschluss an Fassade und Dachabdichtung muss als zusammenhängendes System geplant werden.

Beschrifte in einer Prinzipskizze: Dachseite, Fassadenseite, Attika, Metallabdeckung, Abdichtung, Untergrund, Unterkonstruktion, Längsstoß und mögliche Bewegungszone.

Nicht aus einer Beispielzeichnung übernehmen: Blechdicke, Gefälle, Überstände, Tropfkantenabstände, Befestigungsabstände, Brandriegel oder Abdichtungshöhen. Diese Angaben sind projekt- und systemabhängig und gehören zur geprüften Fachplanung.

Berufsspezifische Detailzeichnungen zur Bildanalyse:

RHEINZINK: Planung und Anwendung – Abdeckungen und Anschlüsse (PDF)

NedZink: Technische Beratung mit Schnittdarstellungen (PDF)

Die Herstellerzeichnungen sind Anschauungsmaterial und keine automatisch gültigen Ausführungsdetails. Ihre Urheberrechte verbleiben bei den Herausgebern.

Vergleichsfoto: Blechanschluss an einem Dach. Benenne sichtbare Metallteile und notiere, welche verdeckten Ebenen Du im Foto nicht beurteilen kannst.


Prozessvideo 1: Längsverbindung einer Abdeckung

RHEINZINK-Interactive: „Abdeckung mit Wulst – Längsverbindung“ (2024).

Beobachtungsauftrag: Stoppe das Video an drei Stellen. Dokumentiere Ausgangssituation, sichtbare Arbeitsschritte und das Ergebnis. Prüfe anschließend, welche Informationen für eine objektbezogene Freigabe fehlen.


Prozessvideo 2: Eckausbildung

RHEINZINK-Interactive: „Abdeckung mit Wulst – Eckausbildung“ (2024).

Beobachtungsauftrag: Erkläre, warum Fassadenabstand, Ecke und Anschlussgeometrie individuell aufgenommen werden müssen.

Begründetes Feedback: Ein nachgearbeitetes Videodetail ist nicht automatisch für das eigene Bauwerk geeignet. Entscheidend sind das geprüfte System, die vorhandenen Untergründe und die Freigabe.


Gestufte Hilfe zum Anschlussdetail

Hilfe A – Start: Zeichne zunächst nur die sichtbare Blechoberfläche und die zwei Seiten der Attika.

Hilfe B – Weiter: Ergänze darunterliegende Bauteile nur dort, wo ihre Existenz im Fall bekannt ist.

Hilfe C – Prüfen: Kennzeichne unbekannte Schichten, Befestigungspunkte und Bewegungsdetails als „fachlich zu klären“.


Lerneinheit 4: Arbeitsschritte beobachten – Sicherheit nicht vermuten

Zeitbedarf: etwa 7 Minuten.

Werkzeugbeispiel: Blechschere. Prüfe Schnittgefahr und Eignung des Werkzeugs anhand der betrieblichen Unterweisung.

Animation eines Biegevorgangs an einer Gesenkbiegepresse. Keine Darstellung einer Schwenkbiegemaschine und keine Bedienungsanleitung.

Gefährdung oder Nachweis Erforderliche Maßnahme
Arbeiten an einer Dachkante Geeignete Absturzsicherung und Arbeitsverfahren durch verantwortliche Fachleute festlegen
Scharfe Blechkanten Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung und geeignete Schutzmaßnahmen beachten
Scheren und Biegemaschinen Nur bestimmungsgemäße, geprüfte Maschinen und unterwiesene Personen; Schutzsysteme nicht umgehen
Windsog und Befestigung Objektbezogenen Nachweis und Freigabe der zuständigen Fachplanung einholen
Tragender Untergrund Tragfähigkeit durch zuständige Fachleute nachweisen lassen
Brandschutz und Dachanschluss Genehmigte Brandschutz- und Abdichtungsplanung abgleichen

Stop-Regel: Fehlen Nachweise, Pläne, Unterweisung oder Freigaben, darfst Du aus dem Ausbildungsmodell keine reale Ausführung ableiten.

Sicherheitsquellen: BG BAU – Absturz vermeiden, DGUV Information 209-019 – Sicherheit bei der Blechbearbeitung und DGUV – Schutzmaßnahmen an Schwenkbiegemaschinen.


Lerneinheit 5: Die Dokumentation zusammenstellen

Zeitbedarf: etwa 8 Minuten.

Eine verständliche Dokumentation trennt Beobachtungen, Annahmen, Quellen und Freigaben.

Dokumentationsfeld Musterinhalt
Bauteil Attikaabdeckung am Werkstattmodell
Aufmaß Fünf Einzelwerte mit Messorten; Abweichungen markiert
Werkstoff Titanzink als Muster; Produktdatenblatt noch zuzuordnen
Anschlussdetail Prinzipschnitt mit Dach- und Fassadenseite
Medienbelege Fotos und beschriftete Skizzen mit Datum
Offene Fragen Unterkonstruktion, Wasserführung, Bewegungsaufnahme und Befestigung
Zuständige Prüfung Planung, Statik, Brandschutz und Ausführung durch befugte Fachpersonen
Freigabestatus Nicht zur Fertigung oder Montage freigegeben

Transferanimation: anderes Zinkblech-Anschlussdetail am geneigten Dach. Vergleiche den Verlauf der Wasserführung, nicht die Ausführungsmaße.

Mini-Aufgabe: Stelle Deine vier Dokumente so zusammen, dass eine andere Auszubildende oder ein Ausbilder alle Informationen zuordnen kann.

Begründetes Feedback: Eine vollständige Dokumentation weist auch Lücken aus. Eine scheinbar präzise Zeichnung ohne nachgewiesenen Untergrund oder Freigabestatus wäre irreführend.


Modellaufgaben mit begründetem Feedback


Basis: Messen und unterscheiden

Aufgabe: Berechne die größte Breitenabweichung und den Unterschied zwischen beiden Längen. Schreibe daneben, warum Du daraus noch keine Zuschnittbreite ableitest.

Musterfeedback: Die Abweichungen betragen 3 mm und 4 mm. Sie zeigen eine zu klärende Geometrie oder Messunsicherheit. Ohne geklärten Bezug und Anschlussplan wäre ein Zuschnitt nicht begründet.


Anwendung: Ein Prüfblatt erstellen

Aufgabe: Erstelle anhand der Modelldaten ein Blatt mit Bauteilbezeichnung, Messskizze, Werkstoff-Steckbrief, Fotoverweisen und drei offenen Prüfpunkten.

Musterfeedback: Fachlich überzeugend ist eine eindeutige Zuordnung von Zahl, Messstelle und Quelle. Der Freigabestatus muss sichtbar bleiben; ein fertiges Blatt ist noch keine Fertigungsfreigabe.


Transfer: Eine Änderung beurteilen

Aufgabe: Im zweiten Modell ist die Fassade gedämmt und der Dachrandaufbau unbekannt. Beschreibe, welche zusätzlichen Informationen Du einfordern würdest und wer sie prüfen muss.

Musterfeedback: Zu prüfen sind beispielsweise Fassadenanschluss, Abdichtung, Unterkonstruktion, Brandschutz, Bewegungsaufnahme und Windsogbefestigung. Die Entscheidung darf nicht aus dem ersten Modell oder einem Lehrvideo übernommen werden.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welcher Schritt gehört zum nachvollziehbaren Aufmaß? (Messort und Bezugskante festhalten) (!Nur den größten Wert aufschreiben) (!Alle Abweichungen weglassen) (!Den Zuschnitt sofort freigeben)




Wie groß ist die Abweichung zwischen 294 mm und 297 mm? (3 mm) (!1 mm) (!4 mm) (!7 mm)




Warum dürfen unterschiedliche Messwerte nicht einfach gemittelt werden? (Weil dadurch eine unklare Geometrie verdeckt werden kann) (!Weil Mittelwerte grundsätzlich verboten sind) (!Weil Titanzink nicht messbar ist) (!Weil nur die kürzeste Kante zählt)




Welcher Werkstoff ist im Ausbildungsfall vorgesehen? (Titanzink) (!Gusseisen) (!Beton) (!Glas)




Welche Unterlage belegt konkrete Materialeigenschaften? (Das zugehörige Herstellerdatenblatt) (!Ein unbeschriftetes Foto) (!Eine frei geschätzte Zahl) (!Ein beliebiger Werbeslogan)




Was muss eine Anschlussdetail-Skizze erkennen lassen? (Dachseite und Fassadenseite) (!Nur die Farbe des Metalls) (!Nur den Namen des Betriebs) (!Nur das Herstellungsjahr)




Warum sind Bewegungsdetails bei Metallabdeckungen wichtig? (Weil Temperaturänderungen Längenänderungen verursachen) (!Weil Metall immer dieselbe Länge behält) (!Weil jede Fuge automatisch wasserdicht ist) (!Weil die Bewegung nur von der Farbe abhängt)




Was beweist ein fachliches Herstellervideo allein nicht? (Die Eignung des Details für jedes Bauwerk) (!Die Existenz eines gezeigten Arbeitsschritts) (!Die Darstellung eines Werkzeugs) (!Den Namen des Herausgebers)




Wer muss die projektbezogene Windsogbefestigung fachlich nachweisen oder freigeben? (Die hierfür zuständigen qualifizierten Fachleute) (!Eine beliebige Person ohne Prüfgrundlage) (!Das Lernvideo automatisch) (!Die Auszubildenden allein durch Schätzung)




Was bedeutet ein dokumentierter Status ohne Montagefreigabe? (Offene Nachweise müssen vor einer realen Ausführung geklärt werden) (!Die Montage darf ohne weitere Prüfung beginnen) (!Die Maschinenunterweisung ist überflüssig) (!Der Brandschutz ist automatisch erfüllt)





Memory

Aufmaßblatt Nachvollziehbare Bestandsmessungen
Werkstoffdatenblatt Technische Materialeigenschaften
Prinzipschnitt Schematische Bauteildarstellung
Bewegungszone Aufnahme thermischer Längenänderungen
Prüfvermerk Kennzeichnung offener Nachweise
Dachabdichtung Schutzschicht gegen eindringendes Wasser





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Messprotokoll Bestandsaufnahme
Produktdatenblatt Materialeigenschaften
Anschlusszeichnung Bauteilschnitt
Fachplanung Systemnachweis
Gefährdungsbeurteilung Arbeitsschutz





Kreuzworträtsel

Attika Wie heißt die aufgehende Randkonstruktion am Flachdach?
Titanzink Welcher metallische Werkstoff ist für das Musterbauteil vorgesehen?
Messung Wie heißt die Ermittlung einer Abmessung am Modell?
Abdichtung Welche Funktionsebene soll Wasser vom Bauwerk fernhalten?
Neigung Welche Eigenschaft einer Fläche beeinflusst den Wasserabfluss?
Unterkonstruktion Wie heißt der konstruktive Aufbau unter einer Bekleidung oder Abdeckung?





LearningApps

Die Suche führt zu möglicherweise vorhandenen Übungen. Prüfe ihre fachliche Richtigkeit und Aktualität vor der Verwendung.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Zu Beginn einer fachlichen Dokumentation steht das

.
Jede gemessene Zahl braucht eine eindeutige

.
Unterschiedliche Werte sollten vor einer Fertigung erneut

werden.
Im Ausbildungsfall ist als Musterwerkstoff

vorgesehen.
Die technischen Eigenschaften werden mit einem

belegt.
Der Anschluss an die Dachseite muss die vorhandene

berücksichtigen.
Metall verändert bei Temperaturwechsel seine

.
Die Aufnahme dieser Änderung heißt im Bauwesen

.
Vor dem Arbeiten an Maschinen ist eine fachgerechte

erforderlich.
Ungeklärte Sachverhalte gehören in das

.
Die Dokumentation ersetzt keine fachliche

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Aufmaßskizze: Zeichne die Draufsicht des Werkstattmodells und trage die fünf Messwerte mit ihren Messorten ein.
  2. Fotoprotokoll: Erstelle drei sichere Detailfotos eines freigegebenen Übungsmodells und beschrifte die sichtbaren Bauteile.
  3. Werkstoffkarte: Gestalte einen kurzen Steckbrief mit Werkstoffbezeichnung, Datenblattquelle und drei offenen Prüfmerkmalen.
  4. Gefahrenkarten: Gestalte Karten zu Schnittkanten, Absturz und Biegemaschinen und ordne passende Sicherheitsquellen zu.


Standard

  1. Anschluss-Skizze: Zeichne einen beschrifteten Prinzipschnitt und kennzeichne alle unbekannten Schichten ausdrücklich als ungeklärt.
  2. Videoanalyse: Analysiere die beiden Fachvideos anhand von Standbildern oder Zeitangaben und trenne Beobachtung von Herstellerempfehlung.
  3. Prüfprotokoll: Erstelle eine Tabelle mit Messabweichungen, offenen Fragen, verantwortlicher Prüfstelle und Bearbeitungsstatus.
  4. Fachinterview: Befrage nach Absprache eine ausbildende Fachperson zu typischen Fehlern bei Aufmaß und Dokumentation.


Schwer

  1. Variantenvergleich: Vergleiche dokumentarisch zwei unterschiedliche Dachrandaufbauten und begründe, welche Unterlagen Du zusätzlich benötigst.
  2. Bewegungsausgleich: Entwickle ein Informationsblatt über thermische Bewegung und erläutere, warum daraus allein kein zulässiger Fugenabstand abgeleitet werden kann.
  3. Dokumentationsmappe: Erstelle ein vollständiges Musterportfolio mit Aufmaß, Werkstoffblatt, Anschluss-Skizze, Bildnachweisen, Quellen und Freigabestatus.
  4. Sicherheits-Audit: Plane mit Deiner Lehrkraft eine rein dokumentarische Werkstattbegehung und entwickle einen Fragenkatalog zu Unterweisung, Schutzvorrichtungen und Zuständigkeiten; betätige keine Maschinen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fehleranalyse: Ein Maßblatt enthält nur einen Mittelwert. Erkläre das Dokumentationsproblem und beschreibe eine geeignete Korrektur.
  2. Werkstoffwahl: Ein Betrieb möchte statt Titanzink Aluminium verwenden. Begründe, welche Informationen vor einer Materialentscheidung geprüft werden müssen.
  3. Dachrand: An einem anderen Gebäude ist die Unterkonstruktion unbekannt. Formuliere eine fachliche Rückfrage und erkläre die Bedeutung der Antwort.
  4. Wärmeausdehnung: Eine Skizze zeigt keine Bewegungsmöglichkeit. Beschreibe das mögliche Problem und wie Du es im Prüfprotokoll behandelst.
  5. Arbeitssicherheit: Ein Lernvideo zeigt eine Bearbeitungsmaschine. Erläutere, warum das Video keine betriebliche Unterweisung ersetzt.
  6. Qualitätsmanagement: Ein Kunde verlangt die sofortige Freigabe der Abdeckung. Verfasse eine begründete Antwort, die notwendige Nachweise, Zuständigkeiten und den aktuellen Dokumentationsstand unterscheidet.


Lernnachweis

Dein Lernnachweis ist ein Dokumentationsportfolio. Es enthält:

  1. Aufmaßblatt: Lagebezug, Messpunkte, Einheiten, Werte, Abweichungen, Datum und Messmittel.
  2. Werkstoff-Steckbrief: konkrete Materialbezeichnung, nachvollziehbare Datenblattquelle und Anwendungsgrenzen.
  3. Anschlussdetail: beschriftete Prinzipskizze mit Dachseite, Fassadenseite, bekannten Bauteilen und ungeklärten Schichten.
  4. Mediennachweise: eigene Modellfotos und eine kritische Auswertung der Fachvideos.
  5. Prüfprotokoll: offene Fragen, verantwortliche Fachstellen, benötigte Nachweise und Freigabestatus.
  6. Reflexion: kurze Begründung, warum eine fachgerechte Dokumentation keine Bauausführung freigibt.

Bewertung: Fachbegriffe korrekt, Maße eindeutig, Quellen überprüfbar, Unsicherheiten gekennzeichnet und sicherheitsrelevante Entscheidungen nicht eigenmächtig getroffen.

Freigabevermerk: Dieses Portfolio ist ein Ausbildungsnachweis und kein statischer, brandschutztechnischer, maschinensicherheitstechnischer oder bautechnischer Freigabenachweis.


Fachquellen und Medienprüfung


Verlässliche Fachquellen

  1. ZVSHK – Klempnertechnik und Fachregeln: Berufsfachliche Grundlage; jeweils gültige Ausgabe heranziehen.
  2. DIN 18339 – Klempnerarbeiten: Norminformation zu den betreffenden Bauleistungen.
  3. DIN EN 988: Anforderungen an gewalzte Zinkerzeugnisse im Bauwesen.
  4. DIN 18531-1: Planungsgrundlagen für die Abdichtung von Dächern sowie Balkonen, Loggien und Laubengängen.
  5. DIN 18531-3: Anforderungen an Abdichtungen und deren Ausführung.
  6. RHEINZINK – Abdeckungen und Anschlüsse: Herstellerfachinformationen, immer objektbezogen prüfen.
  7. BG BAU – Absturz und Durchsturz vermeiden: Arbeitsschutzinformationen.
  8. DGUV Information 209-019: Sicherheit bei der Blechbearbeitung.

Quellenregel: Herstellerinformationen und Demonstrationsvideos zeigen mögliche Lösungen, aber ersetzen weder geltende Fachregeln noch eine objektspezifische Prüfung. Maßgeblich sind die jeweils gültigen Vorschriften und die freigegebenen Planungsunterlagen.


Bildnachweise und Nutzungsrechte

Die folgenden Dateien stammen aus Wikimedia Commons und werden hier unverändert als Bilddateien eingebunden. Die Links führen direkt zu den Originaldateiseiten mit Urheber- und Lizenzinformationen.

  1. Standing seam metal roof 1.jpg: Wikideas1, CC0 1.0.
  2. 002 2011 08 15 Regenwasserableitung.jpg: © Friedrich Haag / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
  3. Roof flashing - geograph.org.uk - 7117812.jpg: Bob Harvey, CC BY-SA 2.0.
  4. Blechschere.jpg: Pavel Krok, CC BY-SA 2.0 DE.
  5. Biegeanimation 3D.gif: Borowski, gemeinfrei.
  6. Zinc flashing.gif: Jbdayvay, CC BY-SA 4.0.

Video- und Zeichnungsrechte: Die beiden eingebundenen YouTube-Tutorials sind Veröffentlichungen von RHEINZINK-Interactive. Die verlinkten technischen PDF-Zeichnungen stammen von RHEINZINK und NedZink. Sie werden als externe Fachmedien verwendet und nicht als frei lizenzierte OER zur Bearbeitung oder Weiterveröffentlichung gekennzeichnet. Vor öffentlicher Weiterverwendung gelten die jeweiligen Nutzungsbedingungen.


OERs zum Thema

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