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Klempnerei und Metall an Dach und Fassade – Blechabwicklungen für Dachdetails erstellen

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Klempnerei und Metall an Dach und Fassade – Blechabwicklungen für Dachdetails erstellen

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Einleitung

Klempnerei und Metall an Dach und Fassade – Blechabwicklungen für Dachdetails erstellen

Zielgruppe: Ausbildung im Klempner-, Spengler-, Flaschner- und Dachdeckerhandwerk

Lernzeit: 6 kurze Lerneinheiten mit Modellaufgaben und Lernkontrolle

Lernziel: Du kannst Maße aus einer Profilskizze entnehmen, Biegezugaben und Biegeabzüge unterscheiden, eine einfache Blechabwicklung rechnerisch vorbereiten und eine sinnvolle Kantfolge begründen.

Bildauftrag: Erkenne die Metallbahnen, ihre Verbindungen und die Stellen, an denen Anschlussdetails nötig sind.

Leitfrage: Wie wird aus einer ebenen Blechtafel ein passgenaues Dachdetail?

Unser Weg:

  1. Maßaufnahme: Fertigmaße und Bezugskanten bestimmen.
  2. Blechabwicklung: Biegeparameter und Zuschnittmaß ermitteln.
  3. Abkanten: Kantfolge planen und am Modell prüfen.
  4. Qualitätskontrolle: Maßabweichungen erkennen und Lösungen begründen.

Sicherheitsgrenze: Alle Zahlenbeispiele sind didaktische Modellwerte. Sie sind keine Vorgaben für reale Dachbauteile. Tragfähigkeit, Befestigung, Windsog, Brandschutz, Bauwerksabdichtung und Maschinenbetrieb müssen anhand des konkreten Bauvorhabens von zuständigen Fachleuten beziehungsweise befähigten Personen geprüft und freigegeben werden. Der Kurs erteilt keine Ausführungs- oder Maschinenfreigabe.


Ausbildungsfall: Eine Mauerabdeckung vorbereiten

Du arbeitest in einer Klempnerwerkstatt. Für ein Ausbildungsmodell soll eine einfache, U-förmige Mauerabdeckung vorbereitet werden.

Auftrag: Erstelle eine maßstäbliche Abwicklung und falte ein Modell aus Papier oder Karton.

Vorgabe Modellwert
Mittlerer Steg 60 mm
Linker Schenkel 20 mm
Rechter Schenkel 20 mm
Biegungen Zwei rechtwinklige Kantungen
Maßbezug Theoretische scharfe Außenecken
Blechdicke für die Rechensimulation 1,0 mm
Innenbiegeradius für die Rechensimulation 1,0 mm
Angenommener K-Faktor 0,40
Verwendungszweck Reines Lernmodell ohne Gebäudeeinbau

Die genannten Biegeparameter sind frei gewählte Rechenwerte. Sie wurden nicht als Fertigungsparameter für einen bestimmten Werkstoff oder eine bestimmte Maschine nachgewiesen.

Nicht Bestandteil des Modells: Tropfkanten, Endböden, Profilstöße, konstruktives Gefälle, Unterkonstruktion und Befestigung.


Lerneinheit 1: Dachdetails erkennen

Lernzeit: etwa 8 Minuten

An Dach und Fassade verbinden geformte Bleche verschiedene Bauteile. Beispiele sind Traufe, Ortgang, First, Kehle, Wandanschluss und Mauerabdeckung.

Ein Dachdetail muss geometrisch passen und Teil eines fachgerecht geplanten Gesamtsystems sein.

Detailansicht: Untersuche die Falzverbindungen zwischen den Dachbahnen.


Berufssituation: Anschluss am Kamin

Bildanalyse: Wo treffen Dachfläche, Kamin und Anschlussblech aufeinander?

Ein Kaminanschluss benötigt eine sorgfältig geplante Ausbildung. Eine Blechabwicklung allein weist keine ausreichende Regensicherheit nach.

Basisaufgabe: Skizziere einen Dachanschluss und markiere drei Stellen, an denen Maße erforderlich sind.

Feedback: Richtig ist eine Lösung, die Bauteilgrenzen und eindeutig bezeichnete Messpunkte zeigt. Ohne festgelegte Messpunkte kann die spätere Abwicklung trotz korrekter Rechnung unpassend sein.


Lerneinheit 2: Maße richtig aufnehmen

Lernzeit: etwa 10 Minuten

Eine Abwicklung beginnt mit einer eindeutig bemaßten Profilskizze.

Begriff Bedeutung
Fertigmaß Gefordertes Maß am fertigen Profil
Außenmaß Maßbezug an der Außenseite
Innenmaß Maßbezug an der Innenseite
Blechdicke Dicke des Ausgangsblechs
Innenradius Radius an der Innenseite einer Kantung
Biegewinkel Winkeländerung der Blechrichtung

Wichtig: Innenmaße, Außenmaße und Maße bis zu theoretischen scharfen Kanten dürfen nicht unkontrolliert vermischt werden.


Modellschritt: Maßkette erstellen

Zeichne die U-Form des Ausbildungsfalls im Querschnitt.

Markiere den Steg mit 60 mm und die beiden Schenkel mit jeweils 20 mm. Alle drei Maße beziehen sich auf die gedachten scharfen Außenecken.

Kontrolle: Die Summe dieser Außenmaße beträgt 100 mm. Das ist noch nicht die rechnerische Zuschnittlänge.


Lerneinheit 3: Zugaben und Biegeabzüge verstehen

Lernzeit: etwa 12 Minuten

Beim Biegen wird die innere Zone gestaucht und die äußere Zone gedehnt. Die Neutrale Faser dient als Modell einer Schicht ohne Längenänderung in Faserrichtung.

Biegezugabe: Die gekrümmte Länge entlang der neutralen Faser.

Biegeabzug: Die Korrektur beim Rechnen mit Außenmaßen bis zur gedachten scharfen Ecke.

Unterscheide:

  1. Biegezugabe: Bogenlänge entlang der neutralen Faser.
  2. Biegeabzug: Korrektur der addierten Außenmaße.
  3. Falzzugabe: Zusätzliche Materiallänge für eine vorgesehene Falzgeometrie.
  4. Überdeckung: Maß eines geplanten Anschlusses oder Profilstoßes.

Falzzugaben und Überdeckungen werden nach dem ausgewählten, geprüften Detail festgelegt. Sie sind nicht durch einen allgemeinen Zuschlag für jedes Bauteil ersetzbar.


Modellrechnung für zwei 90-Grad-Biegungen

Nur für die vereinfachte Lerngeometrie:

  • Blechdicke t = 1,0 mm
  • Innenradius r = 1,0 mm
  • Angenommener K-Faktor = 0,40
  • Biegewinkel je Kantung = 90°

Die folgenden Gleichungen gelten für das vereinfachte Modell einer Biegung mit konstantem Radius.

Biegezugabe BA:

BA = π/2 × (r + K × t)

BA = π/2 × (1,0 + 0,40 × 1,0)

BA ≈ 2,199 mm

Außenrücksprung SB:

SB = (r + t) × tan(45°)

SB = 2,000 mm

Biegeabzug BD:

BD = 2 × SB − BA

BD = 4,000 − 2,199

BD ≈ 1,801 mm je Biegung

Rechnerische Abwicklungslänge:

L = 20 + 60 + 20 − 2 × 1,801

L ≈ 96,4 mm

Ergebnis: Die modellhafte Abwicklungsbreite beträgt rund 96,4 mm.

Die Rechnung dient ausschließlich dem Verständnis der Maßkorrektur. In der Fertigung müssen die verwendeten Werte aus geeigneten werkstoff- und werkzeugbezogenen Unterlagen beziehungsweise validierten Probebiegungen stammen. Die vereinfachte Rechnung berücksichtigt insbesondere nicht alle Einflüsse aus Rückfederung, Fertigungstoleranzen oder Werkzeuggeometrie.


Gestufte Hilfen zur Modellrechnung

Hilfe 1 – Einstieg: Addiere zuerst die drei vorgegebenen Außenmaße. Prüfe dann, wie viele Biegungen vorkommen.

Hilfe 2 – Rechenweg: Berechne die Biegezugabe, anschließend den Außenrücksprung und daraus den Biegeabzug einer einzelnen Biegung.

Hilfe 3 – Ergebnisprüfung: Du erhältst rund 1,801 mm Biegeabzug pro Biegung und rund 96,4 mm rechnerische Abwicklungslänge.

Begründetes Feedback: Das bloße Addieren der drei Außenmaße ergibt 100 mm und ist für dieses idealisierte Biegemodell zu groß. Der Biegeabzug korrigiert die Außenmaßsumme. Bei anderen Maßbezügen darfst Du diese Rechnung nicht unverändert übernehmen.


Lerneinheit 4: Die Formfolge planen

Lernzeit: etwa 10 Minuten

Animationsauftrag: Beobachte, wie sich eine ebene Platine durch eine Biegung verändert. Die Animation zeigt kein freigegebenes Bedienverfahren.

Eine Kantfolge beschreibt die geplante Reihenfolge der Umformschritte.

Für das Papiermodell:

  1. Zuschnitt: Zeichne die rechnerische Abwicklung.
  2. Anreißen: Übertrage die zuvor festgelegten Kantlinien.
  3. Kantung: Falte den ersten Schenkel.
  4. Kantung: Falte den zweiten Schenkel.
  5. Maßkontrolle: Vergleiche das Modell mit der Fertigteilskizze.

Die Lage der realen Maschinenanschläge und Kantlinien kann nicht allein aus dieser Papierfolge abgeleitet werden.

Anwendungsaufgabe: Falte einen Papierstreifen zunächst nach Deiner geplanten Reihenfolge. Zeichne eine zweite, mögliche Reihenfolge. Vergleiche beide.

Feedback: Eine geeignete Reihenfolge ist nachvollziehbar, erhält die geforderte Profilform und vermeidet unnötige Handhabung. Ob sie auch auf einer konkreten Maschine kollisionsfrei und sicher möglich ist, muss gesondert fachlich geprüft werden.


Maschinen und Gefährdungen erkennen

Maschinenbild: Erkenne den Biegebereich. Leite daraus keine Bedienanweisung ab.

Beim Umgang mit Blechen und Biegemaschinen können scharfe Kanten, Quetschstellen, bewegte Werkzeuge und bewegte Werkstücke gefährlich werden.

Verbindliche Lernregel: Maschinen nicht aufgrund dieses Kurses bedienen oder einrichten. Praktische Arbeiten erfordern die jeweils vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen, Betriebsanweisungen, Unterweisung und Aufsicht. Einricht- und sicherheitsrelevante Aufgaben dürfen nur von entsprechend qualifizierten und beauftragten Personen übernommen werden.

Fachquelle: DGUV Information 209-019 – Sicherheit bei der Blechbearbeitung.


Lerneinheit 5: Dach- und Fassadendetails vergleichen

Lernzeit: etwa 12 Minuten

Die folgenden Prozessvideos stammen aus der beruflichen Schulungsreihe RHEINZINK-Interactive. Vergleiche die gezeigten Formen und Bearbeitungsschritte mit Deinem einfachen U-Modell.

Die Filme sind Anschauungsmedien, keine selbstständige Arbeits- oder Sicherheitsfreigabe.


Prozessvideo: Längsverbindung einer Abdeckung

RHEINZINK-Interactive: Tutorial „Abdeckung mit Wulst – Längsverbindung“ (2024).

Beobachtungsauftrag: Welche zusätzlichen Formelemente sind gegenüber Deinem U-Modell erkennbar? Weshalb müssen diese bereits in der Abwicklung berücksichtigt werden?


Prozessvideo: Eckausbildung mit Wulst

RHEINZINK-Interactive: Tutorial „Abdeckung mit Wulst – Eckausbildung“ (2024).

Beobachtungsauftrag: Achte auf das Zusammenspiel von Eckgeometrie, Endausbildung und Anschlussflächen.


Prozessvideo: Fensterbank mit Endboden

RHEINZINK-Interactive: Webinar „Fensterbank mit Wulst – Endboden“ (2023).

Beobachtungsauftrag: Welche Abkantungen und Zuschnitte wären bei einer einfachen geraden Abwicklung noch nicht enthalten?


Prozessvideo: Außenecke an einer Großraute

Vergleichsbild: Suche nach Fugen, Abschlüssen und geometrischen Übergängen.

RHEINZINK-Interactive: Tutorial „Großraute – Details Außenecke“ (2024).

Transferfrage: Warum reicht es bei einer mehrteiligen Fassadenbekleidung nicht, nur die Breite eines einzelnen flachen Blechs zu kennen?

Begründetes Feedback: Bei Anschlüssen und Ecken wirken mehrere geometrische Bedingungen zusammen. Dazu gehören Kantungen, Ausschnitte, Fügerichtungen und Bewegungsmöglichkeiten. Eine einzelne Abwicklungsbreite beschreibt diese Anforderungen nicht vollständig.


Lerneinheit 6: Qualität beurteilen und Freigabegrenzen erkennen

Lernzeit: etwa 8 Minuten

Ein rechnerisch richtiges Zuschnittmaß garantiert noch kein funktionsfähiges Bauteil.

Prüffrage Wer ist zuständig?
Stimmt die Papierabwicklung mit der Modellskizze überein? Du, mit Kontrolle der Lehrkraft
Sind reale Biegeparameter und Toleranzen bestätigt? Verantwortliche Fertigungsfachkraft
Sind Befestigungen und Windsoglasten nachgewiesen? Zuständige fachkundige Planung und Statik
Sind erforderliche Brandschutznachweise vorhanden? Zuständige Brandschutzplanung
Sind Dachanschluss und Bauwerksabdichtung geeignet? Verantwortliche Fachplanung und Fachausführung
Ist der Maschinenbetrieb sicher freigegeben? Zuständige befähigte und beauftragte Personen im Betrieb

Stopp-Regel: Ohne die erforderlichen Nachweise und Freigaben erfolgt keine reale Fertigung oder Montage nach diesem Modellbeispiel.


Modellaufgaben mit begründetem Feedback


Basisaufgabe: Maße lesen

Auftrag: Notiere die drei Außenmaße des Ausbildungsmodells und berechne ihre Summe.

Erwartetes Ergebnis: 100 mm.

Feedback: Das ist die korrekte Außenmaßsumme, aber noch kein fertiges Zuschnittmaß. Sie ist die Grundlage für den anschließenden Biegeabzug.


Anwendungsaufgabe: Abwicklung berechnen

Auftrag: Verwende die gegebenen Modellparameter und ermittle den Biegeabzug sowie die rechnerische Abwicklungslänge.

Erwartetes Ergebnis: Rund 1,801 mm Biegeabzug je Biegung und rund 96,4 mm Abwicklungslänge.

Feedback: Eine richtige Rechnung dokumentiert Blechdicke, Radius, K-Faktor, Winkel und Maßbezug. Eine Zahl ohne diese Voraussetzungen ist fachlich nicht ausreichend.


Transferaufgabe: Ein Dachdetail erweitern

Auftrag: Die modellhafte Mauerabdeckung soll in einer Planung zusätzlich eine Tropfkante und einen Endboden erhalten. Markiere, welche neuen Maße und Details geklärt werden müssen. Fertige keine ausführungsreife Bauzeichnung.

Erwartete Lösung: Du unterscheidest zusätzliche Formmaße von Biegekorrekturen und kennzeichnest ungeklärte Anschluss-, Befestigungs- und Sicherheitsfragen.

Feedback: Eine tragfähige Planung erkennt ihre offenen Punkte. Ein pauschaler Materialzuschlag ersetzt weder die Anschlussplanung noch einen fachlichen Nachweis.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bezeichnet eine Blechabwicklung? (Die ebene Zuschnittform eines später umgeformten Blechteils) (!Die Befestigungsart eines Dachblechs) (!Die fertige Dachneigung) (!Die maximale zulässige Windlast)




Welches Maß muss in einer Biegeabwicklung besonders eindeutig festgelegt werden? (Der Bezug von Innenmaßen und Außenmaßen) (!Die Farbe des Zeichenpapiers) (!Die Größe der Werkstatt) (!Die Transportstrecke zur Baustelle)




Was beschreibt die Biegezugabe in der vereinfachten Biegetheorie? (Die Bogenlänge entlang der neutralen Faser) (!Die Befestigungskraft eines Dachhakens) (!Den Abstand zweier Regenrinnen) (!Die erforderliche Stärke der Unterkonstruktion)




Wozu wird der Biegeabzug bei der Rechnung mit Außenschenkellängen verwendet? (Zur Korrektur der addierten Außenmaße) (!Zur Prüfung der Feuerwiderstandsdauer) (!Zur Berechnung der Windgeschwindigkeit) (!Zur Auswahl eines Absturzschutzsystems)




Welche rechnerische Abwicklungslänge ergibt sich ungefähr im Ausbildungsfall? (96,4 mm) (!100,0 mm) (!103,6 mm) (!60,0 mm)




Wie viele rechtwinklige Kantungen besitzt das vereinfachte U-Profil? (Zwei) (!Eine) (!Drei) (!Vier)




Warum muss die Kantfolge geplant werden? (Weil die Reihenfolge Einfluss auf Form und Herstellbarkeit haben kann) (!Weil dadurch jeder statische Nachweis entfällt) (!Weil jeder Biegeradius automatisch gleich bleibt) (!Weil dadurch Schutzmaßnahmen überflüssig werden)




Welches Hilfsmittel eignet sich für die gefahrarme geometrische Modellkontrolle? (Ein Papiermodell) (!Eine unkontrolliert betriebene Abkantpresse) (!Eine laufende Tafelschere) (!Eine ungesicherte Arbeit am Dachrand)




Welche Größe darf nicht pauschal für alle Werkstoffe und Werkzeuge übernommen werden? (Der K-Faktor) (!Die Anzahl der eingezeichneten Schenkel) (!Die Einheit Millimeter) (!Die Anzahl der Skizzenansichten)




Was ist vor einer realen Montage bei ungeklärten Befestigungsnachweisen richtig? (Die Arbeit nicht freigeben und fachliche Prüfung veranlassen) (!Die Befestigung nach Augenmaß festlegen) (!Die Befestigung aus dem Papiermodell übernehmen) (!Die Prüfung nach der Montage nachholen)





Memory

Außenmaß Maßbezug an der Außenseite
Abwicklung Ebene Form des Ausgangszuschnitts
Biegezugabe Bogenlänge entlang der neutralen Faser
Biegeabzug Korrektur addierter Außenschenkellängen
Kantfolge Geplante Reihenfolge der Biegevorgänge
Rückkantung Zurückgebogener Blechrand
Probebiegung Versuch zur Prüfung der Biegeparameter





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Außenmaße bestimmen Maßaufnahme
Innenradius und Werkstoffwerte klären Biegeparameter
Zuschnittlänge ermitteln Abwicklung
Biegeschritte anordnen Kantfolge
Modell mit Zeichnung vergleichen Qualitätskontrolle





Kreuzworträtsel

Abwicklung Wie heißt die ebene Zuschnittform eines später gekanteten Blechteils?
Biegezugabe Wie heißt die Bogenlänge entlang der neutralen Faser?
Kantfolge Wie heißt die geplante Reihenfolge von Biegevorgängen?
Schenkel Wie nennt man einen geraden Abschnitt eines Kantprofils?
Innenradius Wie heißt der Radius auf der Innenseite einer Biegung?
Freigabe Wie heißt die dokumentierte Zustimmung zur Durchführung nach erforderlicher Prüfung?





LearningApps

Die Suchergebnisse sind ergänzende Übungsangebote und müssen vor dem Einsatz von der Lehrkraft fachlich geprüft werden.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine

beschreibt die Form eines Blechteils vor dem Umformen.
Bei der Maßaufnahme muss der

eindeutig bestimmt werden.
Der Radius an der Innenseite einer Kantung heißt

.
Die Modellschicht ohne Längenänderung beim Biegen heißt

.
Die Bogenlänge entlang dieser Schicht wird als

bezeichnet.
Bei der Berechnung aus Außenschenkellängen wird der

berücksichtigt.
Die geplante Reihenfolge mehrerer Kantungen heißt

.
Für eine gefahrarme erste Formkontrolle eignet sich ein

.
Das vereinfachte U-Profil besitzt zwei rechtwinklige

.
Vor der realen Ausführung müssen die erforderlichen

vorliegen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Dachdetails: Erstelle eine beschriftete Zeichnung mit Traufe, Ortgang, First und Wandanschluss.
  2. Maßaufnahme: Zeichne den Ausbildungsfall im Querschnitt und bemaße seine drei Außenabschnitte.
  3. Blechabwicklung: Falte ein U-Profil aus Papier und markiere seine Kantlinien.
  4. Fachbegriffe: Erstelle ein Lernplakat zu Biegezugabe, Biegeabzug, Innenradius und Kantfolge.


Standard

  1. Technisches Zeichnen: Fertige eine maßstäbliche Profilskizze und eine dazugehörige Abwicklung an.
  2. Biegeberechnung: Erkläre schriftlich die rechnerischen Schritte des Ausbildungsfalls.
  3. Kantfolge: Vergleiche zwei mögliche Faltreihenfolgen mit selbst erstellten Papiermodellen.
  4. Qualitätssicherung: Dokumentiere drei mögliche Fehlerquellen bei Maßaufnahme und Biegeplanung und beschreibe ihre Auswirkungen.


Schwer

  1. Mauerabdeckung: Entwickle eine Skizze mit zusätzlicher Tropfkante und liste alle noch zu klärenden Abwicklungs- und Anschlussmaße auf.
  2. Fehleranalyse: Vergleiche eine fehlerhafte und eine korrigierte Modellzeichnung. Begründe jede notwendige Änderung.
  3. Berufsinterview: Befrage eine qualifizierte Fachkraft nach der betrieblichen Ermittlung von Biegeparametern, der Prüfung von Probebiegungen und den Zuständigkeiten bei Maschinenfreigaben.
  4. Projektarbeit: Erstelle eine digitale Dokumentation für ein komplexeres Dachdetail mit Maßkette, ungeklärten Fertigungsparametern, Kantfolge und einer Liste der erforderlichen Fachnachweise. Die Dokumentation ist ausdrücklich keine Montagefreigabe.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Die folgenden Aufgaben prüfen das Anwenden, Begründen und Übertragen des Gelernten.

  1. Maßfehler: Zwei Personen bestimmen verschiedene Zuschnittlängen für dieselbe Skizze. Entwickle ein Verfahren, um Unterschiede im Maßbezug zu finden.
  2. Werkstoffwechsel: Begründe, weshalb ein Wechsel von Werkstoff oder Blechdicke eine erneute Prüfung der Biegeparameter erfordert.
  3. Kantfolge: Erkläre an einer Zeichnung, weshalb eine geometrisch denkbare Faltreihenfolge nicht automatisch maschinell ausführbar ist.
  4. Detailentwicklung: Ein U-Profil soll einen Endboden erhalten. Beschreibe, welche zusätzlichen geometrischen Informationen notwendig sind.
  5. Qualitätssicherung: Entwickle eine Prüfliste, mit der Du Dein Papiermodell nachvollziehbar mit der Fertigteilzeichnung vergleichst.
  6. Arbeitssicherheit: Begründe, warum ein korrekt berechneter Zuschnitt keine Erlaubnis zum Betrieb einer Abkantmaschine darstellt.
  7. Bauplanung: Erkläre, welche Anforderungen an Befestigung, Tragfähigkeit, Brandschutz und Witterungsschutz durch eine Blechabwicklung noch nicht nachgewiesen werden.


Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis erstellst Du eine Projektmappe zur Blechabwicklung des Ausbildungsfalls.

Die Mappe enthält:

  1. Profilzeichnung: Eine vollständig bemaßte Fertigteilskizze mit eindeutigem Maßbezug.
  2. Abwicklungszeichnung: Eine maßstäbliche Darstellung des ebenen Zuschnitts.
  3. Biegeberechnung: Einen nachvollziehbaren Rechenweg mit gekennzeichneten Modellannahmen.
  4. Modellbau: Fotografien oder Zeichnungen des Papiermodells.
  5. Kantfolge: Eine begründete Folge der vorgesehenen Faltvorgänge.
  6. Maßprüfung: Einen Soll-Ist-Vergleich mit dokumentierten Abweichungen.
  7. Fehlerreflexion: Eine Erklärung möglicher Fehlerursachen und geeigneter Verbesserungen.
  8. Sicherheitsbewertung: Eine klare Unterscheidung zwischen Modellprüfung und erforderlichen Fachfreigaben bei realer Fertigung und Montage.

Bewertungsvorschlag:

Kriterium Anteil
Maßbezug und Zeichnungsqualität 25 %
Nachvollziehbarkeit der Abwicklung 25 %
Modell und Kantfolge 20 %
Qualitätsprüfung und Reflexion 20 %
Erkennen der Sicherheits- und Freigabegrenzen 10 %

Bestehensanforderung: Die Lernenden können den Rechenweg erläutern und Modellannahmen von verbindlichen Fertigungswerten unterscheiden. Sicherheitskritische Aussagen dürfen nicht durch rechnerische Modellwerte als nachgewiesen dargestellt werden.




OERs zum Thema


Wikipedia: Blechabwicklung


Wikipedia: Klempner


Wikipedia: Biegen


Fachlich geprüfte Quellen und weiterführende Materialien

Fachquellen:

  1. RHEINZINK-Interactive: Fachbezogene Tutorials und Webinare zu Blechanschlüssen und Falztechnik.
  2. RHEINZINK-Begleitunterlagen: Originale Schablonen und Schnittmuster für ausgewählte Schulungsbeispiele. Urheberrechtlich geschützte Herstellerunterlagen; nur verlinkt.
  3. RHEINZINK-Download-Center: Fachinformationen, Konstruktionsbeispiele und materialbezogene Unterlagen.
  4. TRUMPF BendGuide: Fachinformationen zum Biegen und zu werkzeugbezogenen Parametern.
  5. NIKO Technologies – Blechbiege-Rechner: Erläuterung von Biegezugabe, Außenrücksprung und Biegeabzug; die Angaben sind nur für geometrische Abschätzungen ohne Fertigungsfreigabe geeignet.
  6. DGUV Information 209-019: Gefährdungen und Schutzmaßnahmen bei der Blechbearbeitung.
  7. DGUV Information 209-008: Fachinformationen zum sicheren Einrichten von Pressen.

Medienrechte und Herkunft:

Die eingebundenen Commons-Dateien wurden anhand ihrer Dateibeschreibungen und Lizenzangaben ausgewählt.

  1. Standing seam metal roof 1.jpg: Wikideas1, CC0 1.0, Wikimedia Commons.
  2. Standing seam metal roof up close.webp: Wikideas1, CC0 1.0, Wikimedia Commons.
  3. Standing seam metal roof 5.jpg: Wikideas1, CC0 1.0, Wikimedia Commons.
  4. Bend allowance.svg: Wizard191, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons.
  5. Bend deduction.svg: Wizard191, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons.
  6. Biegeanimation 2D.gif: Borowski, vom Urheber gemeinfrei freigegeben, Wikimedia Commons.
  7. Bystronic Bending.jpg: Bystronic, CC BY-SA 2.5, Wikimedia Commons.
  8. NPS mason installs copper flashing between the reconstructed brick chimney and the soon to be installed cedar roof: National Park Service, als Werk der US-Bundesregierung in den USA gemeinfrei, Wikimedia Commons.

Die Dateibeschreibungsseiten auf Wikimedia Commons enthalten die jeweiligen Urheber- und Lizenzinformationen. Bei Nachnutzung, Bearbeitung und Weitergabe sind die konkreten Lizenzbedingungen zu beachten.

YouTube-Prozessmedien: Die vier eingebundenen Videos stammen vom Hersteller-Schulungskanal RHEINZINK-Interactive. Sie werden als externe Videos eingebettet, nicht als frei lizenzierte OER ausgewiesen. Die Urheberrechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern. Die Wiedergabe kann von der Zustimmung zu externen Inhalten und den Einbettungseinstellungen abhängen.

Didaktischer Hinweis: Die Prozessmedien veranschaulichen Facharbeit. Sie ersetzen keine projektbezogene Fachplanung, keine Herstellerfreigabe und keine persönliche Unterweisung.


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