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Klagen eines Ikarus - Baudelaire, Charles - Gedichtanalyse

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Klagen eines Ikarus - Baudelaire, Charles - Gedichtanalyse

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Klagen eines Ikarus - Baudelaire, Charles - Gedichtanalyse

Kurzbeschreibung: „Wer die Liebe der Dirnen genossen“ – ein Gedicht über Sehnsucht, Schönheit und Scheitern. Es umfasst 16 Verse in vier Strophen.

Autor: Charles Baudelaire (1821–1867) Originaltitel: Les Plaintes d’un Icare Epoche: Internationale Moderne – Baudelaire als Wegbereiter der literarischen Moderne Zielgruppe: Klasse 9–10; Vertiefung für Klasse 11–13 Lernziele: Du untersuchst das lyrische Sprechen, Form, Klang, Bildsprache und mögliche Deutungen. Du lernst, Aussagen durch Verszitate zu belegen.

Vorhandene Textseite: Gedicht – Klagen eines Ikarus – Baudelaire, Charles

Wichtig: Original, Übersetzung und Interpretation sind nicht dasselbe. Der Kurs verwendet überprüfte Textstellen und verlinkt vorhandene Quellen, statt eine neue Gedichtedition anzulegen.

Charles Baudelaire, Fotografie von Étienne Carjat, um 1862. Wikimedia Commons, gemeinfrei.


Einleitung

In der griechischen Sage versucht Ikarus, mit Flügeln aus Federn und Wachs zu fliegen. Er kommt der Sonne zu nahe. Das Wachs schmilzt, und er stürzt ins Meer.

Baudelaire nutzt diese Sage für ein Gedicht über einen Menschen, der etwas sehr Schönes und Großes sucht. Doch sein Wunsch bleibt unerfüllt.

Leitfrage: Ist das lyrische Ich gescheitert, weil es zu viel wollte – oder weil sein Wunsch nach Schönheit unerfüllbar war?

Dädalus und Ikarus, Illustration von John Williamson, 1913. Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Video: Die Sage von Ikarus und Dädalus, erklärt in einer englischsprachigen Animation von TED-Ed (Amy Adkins). Achte auf die Bedeutung des Fliegens und des Sturzes.


Quellfassung, Lesefassung und Übersetzung


Französische Quellfassung

Der französische Originaltext heißt „Les Plaintes d’un Icare“. Er wurde 1866 in Le Parnasse contemporain veröffentlicht und 1868 in eine posthume Ausgabe von Les Fleurs du mal aufgenommen.

Französischer Originaltext, Verse 1–16:

Les amants des prostituées
Sont heureux, dispos et repus ;
Quant à moi, mes bras sont rompus
Pour avoir étreint des nuées.

C'est grâce aux astres nonpareils,
Qui tout au fond du ciel flamboient,
Que mes yeux consumés ne voient
Que des souvenirs de soleils.

En vain j'ai voulu de l'espace
Trouver la fin et le milieu ;
Sous je ne sais quel œil de feu
Je sens mon aile qui se casse ;

Et brûlé par l'amour du beau,
Je n'aurai pas l'honneur sublime
De donner mon nom à l'abîme
Qui me servira de tombeau.

Textnachweis: LiederNet – überprüfter Originaltext und bibliografische Angaben, Project Gutenberg – Baudelaires französische Gedichte.


Deutsche Lesefassung

Die folgende deutsche Fassung stammt von Wolf Graf von Kalckreuth. Seine Übertragung erschien 1907. Sie ist eine historische Übersetzung, keine wörtliche Wiedergabe des französischen Textes.

Deutsche Lesefassung, Verse 1–16:

Wer die Liebe der Dirnen genossen,
Ist befriedigt und ohne Gram;
Mein Arm ist gebrochen und lahm,
Weil er Wolkengebilde umschlossen.

Das Sternheer, das vom Himmel glüht,
Ist schuld mit seinem seltnen Scheine,
Daß mein geblendet Aug alleine
Erinnerung von Sonnen sieht.

Umsonst wollt ich den Raum durchdringen,
Um End und Mitte zu erspähn;
Ich fühle, rettungslos zergehn
Vor fremdem Glutblick meine Schwingen.

Mich, den verbrannt der Sehnsucht Glut,
Lebendge Schönheit zu erkennen,
Krönt nicht der Ruhm, nach mir zu nennen
Den Abgrund, drin mein Leichnam ruht.

Textnachweis: Wolf Graf von Kalckreuth: Blumen des Bösen, Insel-Verlag, Leipzig 1907. Bibliografisch nachgewiesen im Germersheimer Übersetzerlexikon und im Inhaltsverzeichnis der Ausgabe „Gedichte und Übertragungen“, S. 150.

Weitere Textseite: Klagen eines Ikarus – vorhandene Gedichtseite.


Verschiedene Übersetzungen

Eine weitere historische Übersetzung von Stefan George erschien 1901. Sie beginnt mit „Die dirnen mit ihren buben“. Du kannst sie bei Wikisource lesen.

Vergleiche beide Fassungen. Kalckreuth schreibt „Wolkengebilde“ (V. 4), George schreibt „wolken“. Eine Übersetzung kann Bedeutung, Klang und Wirkung verändern.

Merke: Eine Lesefassung soll das Lesen erleichtern. Eine Übersetzung überträgt einen Text in eine andere Sprache. Eine Interpretation erklärt, wie der Text verstanden werden kann.

Video: Wie kamen Baudelaires Blumen des Bösen nach Deutschland? Das Video von Lesedusche behandelt deutsche Übersetzungen.


Hörfassung des Originals

Höre das französische Gedicht. Die Lesung von Christiane Jehanne gehört zum gemeinfreien LibriVox-Projekt und ist auf Wikimedia Commons verfügbar.

Audiodatei auf Wikimedia Commons

Hörauftrag: Höre auf Pausen, Wiederholungen und den Wechsel zwischen Hoffnung und Enttäuschung.


Gedichtanalyse


Inhalt und lyrisches Sprechen

Das lyrische Ich spricht über seine unerfüllte Suche nach etwas Großem.

Strophe 1 (V. 1–4): Andere Menschen erleben Befriedigung. Das lyrische Ich dagegen sagt: „Mein Arm ist gebrochen und lahm“ (V. 3). Es hat vergeblich nach „Wolkengebilde[n]“ gegriffen (V. 4).

Strophe 2 (V. 5–8): Die Sterne und Sonnen stehen für eine Welt, die das Ich anzieht und zugleich überfordert. Das Ich spricht von seinem „geblendet Aug“ (V. 7).

Strophe 3 (V. 9–12): Das Ich wollte „End und Mitte“ des Raumes erkennen (V. 10). Nun zerfallen seine „Schwingen“ (V. 12).

Strophe 4 (V. 13–16): Die Sehnsucht nach Schönheit führt nicht zu Ruhm. Das Gedicht endet mit dem Bild des „Abgrund[s]“ (V. 16).

Das Ich muss nicht mit Baudelaire als historischem Menschen gleichgesetzt werden. Die Figur Ikarus dient als poetische Sprechrolle.


Form und Klang

Das Gedicht hat vier Strophen mit jeweils vier Versen. Das sind insgesamt 16 Verse.

Im französischen Original folgen die Reime einem umarmenden Reimschema: ABBA. Auch Kalckreuth erhält dieses Muster weitgehend. Einige deutsche Reime sind jedoch unrein.

Beispiel aus Strophe 1:

„genossen“ – „umschlossen“ (V. 1 und 4) „Gram“ – „lahm“ (V. 2 und 3)

Die regelmäßige Form steht im Gegensatz zum Schmerz und zur Unsicherheit des lyrischen Ichs. Das kannst Du als Spannung zwischen äußerer Ordnung und innerem Scheitern deuten.

Achte auch auf die Laute in „Sternheer“, „seltnen Scheine“ und „Sonnen sieht“ (V. 5–8). Die vielen S-Laute verbinden die Himmelsbilder klanglich.

Auftrag: Lies Strophe 3 laut. Wo würdest Du eine Pause setzen? Was verändert sich, wenn Du die Verse langsam oder schnell sprichst?


Bildsprache und Symbole

Textstelle Mögliches Bild Deutung
„Wolkengebilde“ (V. 4) Etwas, das man nicht festhalten kann Unerreichbarer Wunsch
„Sternheer“ (V. 5) Sehr viele Sterne Große, ferne Ideale
„geblendet Aug“ (V. 7) Überforderter Blick Erkenntnis kann schmerzhaft sein
„Schwingen“ (V. 12) Flügel des Ikarus Verlust von Kraft und Hoffnung
„Abgrund“ (V. 16) Gefährliche Tiefe Scheitern und Tod

Dies sind Deutungsmöglichkeiten, keine einzig richtigen Bedeutungen. Jede Deutung braucht einen passenden Beleg.

Ikarus im Fall, Kupferstich von Hendrick Goltzius nach Cornelis Cornelisz. van Haarlem, 1588. Wikimedia Commons, CC0.

Bildvergleich: Wie zeigt der Künstler den Sturz? Welche Gefühle werden im Gedicht stärker betont?


Das Motiv des Scheiterns

Im Mythos wird das Meer mit Ikarus verbunden. Im Gedicht fehlt dem sprechenden Ich sogar die Hoffnung auf diesen Nachruhm.

Der Schluss lautet: „Krönt nicht der Ruhm, nach mir zu nennen / Den Abgrund, drin mein Leichnam ruht“ (V. 15–16).

Das Ende ist besonders traurig: Das Ich verliert nicht nur seine Flügel. Es erwartet auch, vergessen zu werden.

Landschaft mit dem Sturz des Ikarus, nach Pieter Bruegel dem Älteren. Die Zuschreibung des Gemäldes ist umstritten. Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Bildfrage: Warum ist Ikarus auf diesem Gemälde kaum zu erkennen? Vergleiche das mit dem fehlenden Nachruhm im Gedicht.


Sonne und Glut als Bilder

Der „Glutblick“ (V. 12) ist kein wissenschaftlicher Begriff. Er ist ein dichterisches Bild.

Die folgende Wikimedia-Commons-Animation zeigt eine Sonnenfinsternis. Sie stellt nicht die Sage dar. Vergleiche die sichtbare Sonne mit dem symbolischen Feuer im Gedicht.

Animation einer Sonnenfinsternis von MT0, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.

Denkfrage: Was verändert sich, wenn Du die Sonne als Symbol für Schönheit, Gefahr oder unerreichbare Erkenntnis verstehst?


Epochenkontext: Internationale Moderne

Baudelaire schrieb im 19. Jahrhundert und gilt als ein wichtiger Wegbereiter der literarischen Moderne.

Seine Gedichte verbinden oft Schönheit mit Schmerz, Verlangen mit Enttäuschung und große Ideale mit schwierigen Lebenserfahrungen.

Das passt zur späteren internationalen Moderne: Die Welt erscheint nicht mehr einfach und sicher. Kunst zeigt Zweifel, Widersprüche und offene Fragen.

Ein wichtiger Begriff ist Symbolismus. Bilder wie Sterne, Flügel und Abgrund können mehrere Bedeutungen haben.

Merke: Baudelaire wird rückblickend als Wegbereiter der Moderne betrachtet. Das Gedicht selbst erschien bereits 1866.


Drei mögliche Deutungen

  1. Sehnsucht: Das Ich sucht eine Schönheit, die es nicht erreichen kann. Beleg: „Lebendge Schönheit zu erkennen“ (V. 14).
  2. Erkenntnissuche: Das Ich will den Raum und die Welt begreifen. Beleg: „Um End und Mitte zu erspähn“ (V. 10).
  3. Scheitern und Vergessen: Das Ich verliert seine Hoffnung auf Ruhm. Beleg: „Krönt nicht der Ruhm“ (V. 15).

Diese Deutungen können sich ergänzen. Entscheidend ist, wie gut Du sie mit Versstellen begründest.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Beantworte die Fragen anhand der deutschen Lesefassung von Wolf von Kalckreuth. Die Versnummern helfen Dir beim Nachprüfen.

Was wird in V. 1–4 gegenübergestellt? (Befriedigung anderer und unerfüllte Sehnsucht des Ichs) (!Freude des Ichs und Langeweile der anderen) (!Krieg und Frieden) (!Jugend und Alter)




Was können die „Wolkengebilde“ in V. 4 bedeuten? (Einen Wunsch, den das Ich nicht festhalten kann) (!Einen sicheren Besitz) (!Eine Reise mit einem Schiff) (!Eine konkrete Stadt)




Worauf verweist das „Sternheer“ in V. 5? (Auf die Sterne am Himmel) (!Auf Soldaten in einer Schlacht) (!Auf ein Schloss) (!Auf einen Fluss)




Wie beschreibt sich das Ich mit „geblendet Aug“ in V. 7? (Als durch das Licht überfordert) (!Als völlig zufrieden) (!Als vollkommen sicher) (!Als unbeteiligt)




Was sieht das Ich laut V. 8? (Erinnerung von Sonnen) (!Eine blühende Wiese) (!Den eigenen Vater) (!Eine fremde Stadt)




Wonach sucht das Ich in V. 9–10? (Nach End und Mitte des Raumes) (!Nach einem Schatz) (!Nach einem verlorenen Freund) (!Nach einem Schiff)




Was geschieht mit den „Schwingen“ in V. 11–12? (Sie zerfallen) (!Sie wachsen) (!Sie werden aus Gold) (!Sie bleiben unverändert)




Welche Sehnsucht wird in V. 13–14 genannt? (Das Verlangen lebendige Schönheit zu erkennen) (!Der Wunsch nach Reichtum) (!Die Lust auf eine Schlacht) (!Das Verlangen nach Macht)




Welche Hoffnung wird dem Ich in V. 15–16 verweigert? (Der Ruhm nach dem Tod) (!Die Rückkehr des Vaters) (!Ein königlicher Auftrag) (!Die Heimkehr in eine Stadt)




Welches Reimschema zeigt die erste Strophe der deutschen Fassung? (Umarmender Reim) (!Kreuzreim) (!Paarreim) (!Reimlose Verse)





Memory

Finde die zusammengehörenden Begriffe.

Lyrisches Ich Sprechende Stimme im Gedicht
Umarmender Reim Reimschema ABBA
Ikarus Gestalt aus der griechischen Sage
Quellfassung Französischer Originaltext
Kalckreuth Deutscher Übersetzer
Symbolismus Bilder mit mehreren Bedeutungsmöglichkeiten





Drag and Drop

Ordne die Begriffe den passenden Deutungen zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung
Wolkengebilde Unerreichbarer Wunsch
Sternheer Fernes Ideal
Schwingen Verlorene Kraft
Glutblick Gefährliche Übermacht
Abgrund Scheitern und Tod





Kreuzworträtsel

IKARUS Welche mythologische Figur steht im Mittelpunkt des Gedichts?
BAUDELAIRE Wie lautet der Nachname des französischen Autors?
KALCKREUTH Wie heißt der deutsche Übersetzer der verwendeten Lesefassung?
SEHNSUCHT Welches starke Verlangen prägt das Gedicht?
ABGRUND Welches Bild erscheint am Gedichtende?
WOLKENGEBILDE Wonach hat das lyrische Ich in der ersten Strophe gegriffen?





LearningApps

Hier kannst Du nach weiteren interaktiven Übungen zum Thema suchen.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Das Gedicht „Klagen eines Ikarus“ stammt von Charles

.
Die französische Originalfassung hat

Verse.
Der verwendete deutsche Text wurde von Wolf von

übersetzt.
Das Gedicht besteht aus vier

.
Die sprechende Stimme heißt lyrisches

.
Die Bilder der Flügel erinnern an die Sage von

.
Das lyrische Ich sucht nach großer

.
Das Gedicht endet mit dem Bild des

.




Gestufte Hilfen

Hilfe 1 – Leicht: Markiere zuerst die wichtigsten Wörter: „Arm“, „Sonnen“, „Schwingen“ und „Abgrund“. Schreibe daneben, welches Gefühl Du mit ihnen verbindest.

Hilfe 2 – Standard: Suche zu einer Aussage einen passenden Vers. Nutze die Formulierung: „Das Bild ... in Vers ... könnte bedeuten, dass ...“

Hilfe 3 – Schwer: Verbinde zwei Textbelege miteinander. Zeige zum Beispiel, wie sich die Sehnsucht aus V. 13–14 mit dem Scheitern in V. 15–16 verbindet. Prüfe auch eine Gegeninterpretation.


Offene Aufgaben

Wähle für Deinen Lernnachweis mindestens eine Schreibaufgabe. Bearbeite bei Bedarf weitere Aufgaben aus den drei Niveaustufen.


Leicht

  1. Inhaltsangabe: Schreibe zu jeder Strophe einen kurzen Satz.
  2. Lyrisches Ich: Beschreibe in fünf Sätzen die Gefühle des Sprechers.
  3. Wortfeld: Sammle fünf Wörter, die mit Himmel oder Fliegen zu tun haben.
  4. Bildsprache: Erkläre mit einem Beispiel, warum die Wolken ein Bild für unerfüllte Wünsche sein können.


Standard

  1. Gedichtanalyse: Schreibe einen Absatz über den Gegensatz zwischen Wunsch und Wirklichkeit und belege ihn mit zwei Versen.
  2. Reimschema: Untersuche den umarmenden Reim und beschreibe seine Wirkung.
  3. Ikarus: Vergleiche die Sage mit dem Gedicht. Nenne zwei Gemeinsamkeiten und einen Unterschied.
  4. Übersetzung: Vergleiche die erste Strophe bei Kalckreuth und Stefan George und beschreibe einen Unterschied in der Wirkung.


Schwer

  1. Interpretation: Schreibe eine kurze Deutung zur Frage, ob das Ich an einem zu großen Ideal scheitert.
  2. Symbolismus: Analysiere drei Bilder und untersuche, wie sie zusammenwirken.
  3. Literarische Moderne: Erkläre mit zwei Textbelegen, warum das Gedicht als Vorläufer moderner Lyrik verstanden werden kann.
  4. Vergleichende Gedichtanalyse: Vergleiche den französischen Schluss mit Kalckreuths Übersetzung und beurteile, welche Wirkung die Wortwahl hat.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer: Stell Dir vor, jemand verfolgt ein scheinbar unerreichbares Ziel. Erkläre, wie das Bild der „Wolkengebilde“ auf diese Situation übertragen werden kann.
  2. Perspektive: Begründe, warum es einen Unterschied macht, ob Ikarus selbst spricht oder jemand über ihn berichtet.
  3. Bildvergleich: Vergleiche das Bild nach Bruegel mit dem Gedicht und erkläre, wie beide Werke die Bedeutung des Scheiterns verändern.
  4. Argumentation: Ist der Wunsch des lyrischen Ichs bewundernswert oder gefährlich? Begründe Deine Position mit zwei Versen.
  5. Übersetzungskritik: Erkläre, warum zwei Übersetzungen desselben Gedichts unterschiedlich wirken können, obwohl beide auf demselben Original beruhen.




Lernnachweis

Für einen gelungenen Lernnachweis solltest Du:

  1. Den Inhalt der vier Strophen in eigenen Worten erklären.
  2. Zwischen Autor und lyrischem Ich unterscheiden.
  3. Mindestens zwei sprachliche Bilder mit Versangaben analysieren.
  4. Form und Klang beschreiben und deren Wirkung begründen.
  5. Eine eigene Deutung mit mindestens zwei überprüften Textbelegen stützen.
  6. Die französische Originalfassung, eine historische Übersetzung und Deine Interpretation auseinanderhalten.




OERs zum Thema

Vorhandene Texte und Lernquellen:

  1. Gedichtseite auf MOOCwiki
  2. Wikisource: Übersetzung von Stefan George, 1901
  3. LiederNet: Französischer Originaltext
  4. Project Gutenberg: Baudelaires französische Dichtung
  5. LibriVox: Gemeinfreie französische Hörfassungen
  6. Germersheimer Übersetzerlexikon: Bibliografische Angaben
  7. Deutschlandfunk: Baudelaire und seine Übersetzungen

Wikipedia-Artikel:


Mediennachweise und Lizenzen

Alle aufgeführten Commons-Dateien wurden als bereits vorhandene Medien ausgewählt. Es wurden keine neuen Bilder, Tonaufnahmen oder Animationen erzeugt.

  1. Baudelaire-Porträt: Étienne Carjat, um 1862, Wikimedia Commons, gemeinfrei.
  2. Dädalus und Ikarus: John Williamson, 1913, Wikimedia Commons, gemeinfrei.
  3. Der fallende Ikarus: Hendrick Goltzius nach Cornelis Cornelisz. van Haarlem, 1588, Wikimedia Commons, CC0 1.0.
  4. Landschaft mit dem Sturz des Ikarus: Gemälde nach Pieter Bruegel dem Älteren, Wikimedia Commons, gemeinfrei.
  5. Hörfassung: „Les plaintes d’un Icare“, gelesen von Christiane Jehanne, LibriVox, Wikimedia Commons, Public-Domain-Widmung.
  6. Animation: „Solar eclipse.gif“, erstellt von MT0, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0. Keine Bearbeitung vorgenommen.
  7. YouTube – Ikarus-Sage: TED-Ed, Amy Adkins, „The myth of Icarus and Daedalus“, Video. Eingebettet, keine freie Nachnutzungslizenz unterstellt.
  8. YouTube – Baudelaire-Übersetzungen: Lesedusche, „Wie die Blumen des Bösen nach Deutschland kamen“, Video. Eingebettet, keine freie Nachnutzungslizenz unterstellt.

Die Rechtehinweise auf den jeweiligen Dateiseiten sind bei einer Weiterverwendung zu beachten. Die Namensnennungen stehen direkt bei den Medien und zusätzlich in dieser Übersicht.


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