Zum Inhalt springen

Kfz-Kraftübertragung und Getriebe – Drehmomentwandler funktional erklären

Aus MOOCsWiki Staging
aiMOOC-Siegel aiMOOC

Kfz-Kraftübertragung und Getriebe – Drehmomentwandler funktional erklären

QR-Code



Kfz-Kraftübertragung und Getriebe – Drehmomentwandler funktional erklären


Einleitung

Lernkurs für die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker / zur Kfz-Mechatronikerin

Thema: Kraftübertragung, Automatikgetriebe, Drehmomentwandler, Wandlerüberbrückungskupplung

Lernzeit: 30–40 Minuten für die Grundlagen, zusätzliche Zeit für Diagnosefälle und Projekte.

Dein Lernziel: Du kannst erklären, wie Pumpenrad, Turbinenrad, Leitrad und Überbrückungskupplung zusammenarbeiten. Du kannst einfache Diagnosedaten auswerten und Fehlerhypothesen fachlich begründen.

Datei:Bauma 2007 ZF Drehmomentwandler.jpg

Schnittmodell eines Drehmomentwandlers. Erkennst Du die Schaufelräder?

Sicherheitsgrenze: Der Kurs verwendet Bilder, Modelle und simulierte Messdaten. Er ist keine Anleitung für Eingriffe am Fahrzeug. Sicherheitsrelevante Fahrzeugarbeiten, Hochvoltsysteme, Rückhaltesysteme, Prüf- und Fahrfreigaben sind qualifiziertem Fachpersonal vorbehalten. Herstellerangaben und fahrzeugspezifische Prüfverfahren sind verbindlich. Der Kurs erteilt keine Zulassungs-, Reparatur- oder Fahrfreigabe. Festbrems-, Vollgas- und Stalltests werden nicht durchgeführt.


Einstiegsvideo: Der Drehmomentwandler

ZF Aftermarket: Wie funktioniert ein Drehmomentwandler?

Beobachtungsauftrag: Achte auf das Turbinenrad bei 1:06, das Leitrad bei 1:38, die Überbrückungskupplung bei 2:00 und den Anfahrvorgang bei 3:20.


Lerneinheit 1: Aufbau des Drehmomentwandlers

Leitfrage: Welche Bauteile übertragen das Drehmoment?

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Systembild: A = Pumpenrad, B = Leitrad, C = Turbinenrad. Die roten Pfeile zeigen den Ölstrom.

Bauteil Hauptfunktion
Pumpenrad Beschleunigt das Öl. Es wird vom Motor über das Wandlergehäuse angetrieben.
Turbinenrad Nimmt Strömungsenergie auf und überträgt Drehmoment zur Getriebeeingangsseite.
Leitrad Lenkt zurückströmendes Öl um und ermöglicht die Drehmomentverstärkung.
Freilauf Stützt das Leitrad in der Wandlerphase ab und ermöglicht später sein Mitdrehen.
Wandlerüberbrückungskupplung Ermöglicht die mechanische Drehmomentübertragung und reduziert Wandlerschlupf.
Torsionsdämpfer Vermindert Drehschwingungen bei mechanischer Kraftübertragung.

Merksatz: Pumpe treibt Öl an – Öl treibt Turbine an – Leitrad ermöglicht Drehmomentverstärkung.


Bilderwerkstatt: Drei Schaufelräder erkennen

Pumpenrad

Datei:PumpenradL23.jpg

Turbinenrad

Datei:TurbinenradL23.jpg

Leitrad

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Diese drei Fotos zeigen Bauteile eines Voith-Lokomotivgetriebes. Sie dienen dem Bauteilvergleich; Abmessungen und konstruktive Details unterscheiden sich von Pkw-Drehmomentwandlern.

Basisaufgabe B1: Erstelle eine beschriftete Skizze mit den drei Schaufelrädern. Ergänze für jedes Bauteil eine Funktionsaussage.

Feedback B1 anzeigen

Richtig ist Deine Lösung, wenn die Motorseite dem Pumpenrad, die Getriebeeingangsseite dem Turbinenrad und die Umlenkung der Rückströmung dem Leitrad zugeordnet sind. Das Leitrad ist kein zusätzlicher Motor.


Lerneinheit 2: Wie fließt die Energie?

Leitfrage: Wie gelangt die Motorkraft zum Getriebe?

Antrieb Energieübertragung Abtrieb
Motor und Wandlergehäuse Pumpenrad → Ölstrom → Turbinenrad Getriebeeingangsseite
Mechanische Energie Strömungsenergie Mechanische Energie

Rückströmung: Turbinenrad → Leitrad → Pumpenrad.

Datei:Torque-converter.jpg

Räumlich auseinandergezogene Bauteile eines Drehmomentwandlers.


Animation: Die Flüssigkeitsströmung

Thomas Schwenke: How Torque Converters Work!

Beobachtungsauftrag: Zeichne nach dem Video die Strömungsrichtung ein. Erkläre, weshalb das Turbinenrad ohne starre Verbindung zum Pumpenrad angetrieben wird.

Basisaufgabe B2: Erkläre die Energieübertragung in höchstens vier Sätzen.

Feedback B2 anzeigen

Eine vollständige Erklärung nennt Motor, Pumpenrad, Ölstrom, Turbinenrad und Getriebeeingang. Wichtig ist die Energieumwandlung: mechanisch → hydrodynamisch → mechanisch. Die bloße Aussage „Das Öl dreht das Getriebe“ reicht nicht aus.


Lerneinheit 3: Drehmomentverstärkung beim Anfahren

Leitfrage: Warum erleichtert der Drehmomentwandler das Anfahren?

Beim Anfahren ist die Turbinendrehzahl deutlich kleiner als die Pumpendrehzahl. Das am Freilauf abgestützte Leitrad lenkt die Rückströmung günstig um. Dadurch kann das Abtriebsdrehmoment größer sein als das Antriebsmoment.

Wenn sich beide Drehzahlen annähern, nimmt die Drehmomentverstärkung ab. Im Kupplungsbereich dreht das Leitrad über seinen Freilauf mit.

Betriebsphase Drehzahlverhältnis Leitrad Ergebnis
Anfahren Große Drehzahldifferenz Über Freilauf abgestützt Drehmomentverstärkung möglich
Beschleunigen Differenz wird kleiner Wandlungswirkung nimmt ab Geringere Drehmomentverstärkung
Hydrodynamischer Kupplungsbereich Drehzahlen nahezu gleich Freilauf ermöglicht Mitdrehen Kaum Drehmomentverstärkung, weiterhin Schlupf

Merksatz: Ohne das abgestützte Leitrad gäbe es keine Drehmomentverstärkung wie beim dreigliedrigen Drehmomentwandler.

Basisaufgabe B3: Vergleiche das Verhalten des Leitrads beim Anfahren mit seinem Verhalten im hydrodynamischen Kupplungsbereich.

Feedback B3 anzeigen

Beim Anfahren benötigt das Leitrad eine Drehmomentabstützung. Wenn die Strömungsverhältnisse wechseln, kann es über den Freilauf mitdrehen. Die Aussage „Das Leitrad ist immer feststehend“ wäre falsch.


Lerneinheit 4: Wandlerüberbrückung und Schlupf

Leitfrage: Weshalb wird der Wandler mechanisch überbrückt?

Datei:Torque-converter-cutbox-model.jpg

Schnittmodell eines Drehmomentwandlers im Porsche-Museum.

Datei:Torque converter of the 4EAT.jpg

Ansicht eines Pkw-Drehmomentwandlers.

Die Wandlerüberbrückungskupplung (WÜK) ermöglicht eine mechanische Verbindung zwischen der Motorseite und der Getriebeeingangsseite. Dadurch sinken hydrodynamische Verluste.

Bei vollständig geschlossener WÜK ist die Drehzahldifferenz idealerweise nahezu null. Viele moderne Systeme verwenden jedoch eine geregelte WÜK mit gezieltem Restschlupf, um Komfort und Schwingungsverhalten zu beeinflussen.

Betriebszustand Kraftübertragung Charakteristik
WÜK offen Über den Ölstrom Hydrodynamischer Schlupf vorhanden
WÜK geregelt Teilweise mechanisch Definierter Sollschlupf möglich
WÜK vollständig geschlossen Vorwiegend mechanisch Nahezu kein Wandlerschlupf

Die Schlupfberechnung im vereinfachten Pkw-Modell:

Δn = Motordrehzahl − Turbinendrehzahl

Voraussetzung: Die ausgewerteten Drehzahlsignale entsprechen tatsächlich der Pumpen- und Turbinenseite. Messkanäle und Berechnungsdefinition sind herstellerspezifisch zu prüfen.

Rechenbeispiel:

Motor: 1.800 min⁻¹

Turbine: 1.760 min⁻¹

Schlupf: 40 min⁻¹


Werkstattvideo: Der Wandler im Schnitt

EricTheCarGuy: How Does a Torque Converter Work?

Beobachtungsauftrag: Unterscheide die hydrodynamische Kraftübertragung von der mechanischen Verbindung durch die WÜK.

Anwendungsaufgabe A1: Begründe, weshalb die WÜK den Wirkungsgrad verbessert und ein Torsionsdämpfer trotzdem sinnvoll bleibt.

Feedback A1 anzeigen

Durch die WÜK wird der hydrodynamische Schlupf reduziert. Bei stärkerer mechanischer Kopplung können jedoch Drehungleichförmigkeiten des Motors deutlicher übertragen werden. Der Torsionsdämpfer vermindert diese Schwingungen.


Lerneinheit 5: Der konkrete Ausbildungsfall


Werkstattauftrag: Ruckeln bei gleichmäßiger Fahrt

Situation: Ein fiktiver Pkw mit Wandlerautomatik zeigt bei gleichmäßiger Fahrt gelegentlich leichtes Ruckeln. Zeitweise steigt die Motordrehzahl, obwohl Turbinendrehzahl und Fahrstufe nahezu unverändert bleiben.

Dein Auftrag: Werte den bereits vorliegenden Diagnose-Datensatz aus. Entwickle eine erste Fehlereingrenzung. Du führst keine Arbeiten oder Fahrversuche durch.

Wichtig: Alle folgenden Werte sind frei konstruierte didaktische Beispieldaten. Sie stammen von keinem realen Fahrzeug und sind weder Hersteller-Sollwerte noch Diagnosegrenzwerte.


Diagnosedatensatz A: WÜK und Drehzahlen

Messpunkt Fahrsituation Fahrstufe WÜK-Anforderung Motordrehzahl in min⁻¹ Turbinendrehzahl in min⁻¹ Sollschlupf in min⁻¹ Öltemperatur in °C
A Anfahren 1 Offen 1700 1300 Nicht vorgegeben 78
B Gleichmäßige Fahrt 5 Geregelt 1800 1760 40 82
C Gleichmäßige Fahrt mit Ruckeln 5 Geregelt 2010 1750 40 83
D Gleichmäßige Fahrt 5 Offen 2060 1760 Nicht vorgegeben 84

Anwendungsaufgabe A2: Berechne für alle vier Messpunkte den Schlupf und vergleiche die Punkte B und C.

Feedback A2 anzeigen

A: 400 min⁻¹. B: 40 min⁻¹. C: 260 min⁻¹. D: 300 min⁻¹.

Bei B entspricht der berechnete Schlupf dem angenommenen Sollschlupf. Bei C übersteigt er den Sollschlupf um 220 min⁻¹. Dagegen beweist der hohe Schlupf bei A oder D keinen Fehler, weil die WÜK offen ist. Entscheidend sind der Betriebszustand und die Regelungsanforderung.


Gestufte Hilfen zum Werkstattfall

Versuche zuerst eine eigenständige Fehlereingrenzung. Öffne die Hilfen nacheinander.

Hilfe 1 – Betriebszustand erkennen

Welche Messpunkte zeigen eine angeforderte WÜK-Regelung? Vergleiche nur Zustände, in denen eine Sollvorgabe vorhanden ist.

Hilfe 2 – Messwerte vergleichen

Berechne Δn. Vergleiche den gemessenen Schlupf mit der Sollvorgabe. Achte auf Fahrstufe, Temperatur, Last und unveränderte Turbinendrehzahl.

Hilfe 3 – Alternativen prüfen

Ein erhöhter Schlupf kann mit der Kupplung, dem hydraulischen Ansteuerkreis, der Ölversorgung, der Regelung oder unplausiblen Drehzahlsignalen zusammenhängen. Motorunruhe kann ähnliche Beschwerden hervorrufen. Welche zusätzlichen Daten würden diese Möglichkeiten unterscheiden?


Fachlich begründete Fehlereingrenzung

Beobachtung: Bei Messpunkt C bleibt der Istschlupf deutlich über der Sollvorgabe.

Arbeitshypothese: Die WÜK-Schlupfregelung erreicht unter den angenommenen Bedingungen den Sollzustand zeitweise nicht.

Mögliche Ursachen: Unzureichende hydraulische Anpresskraft, Auffälligkeiten der WÜK-Reibpaarung, Probleme der Ventilregelung, Getriebeölzustand oder unplausible Eingangssignale.

Was fehlt? Herstellerspezifische Sollwerte, vollständige Fehlerspeicher- und Messwertdaten, Signalplausibilität, Angaben zum Öl sowie Informationen zum Motorlauf und zum tatsächlichen Lastzustand.

Diagnosegrenze: Es ist nicht belegt, dass der Wandler selbst defekt ist. Ein Teiletausch oder eine Fahrfreigabe lässt sich aus diesem Datensatz nicht ableiten.

Anwendungsaufgabe A3: Formuliere eine Diagnoseaussage nach dem Muster: Beobachtung – Hypothese – Gegenhypothese – nächster zulässiger Informationsschritt.

Feedback A3 anzeigen

Eine gute Antwort trennt Messwert und Ursache. Beispielsweise: „Bei angeforderter WÜK-Regelung liegt der Schlupf über dem Zielwert. Möglich ist eine Störung der WÜK-Ansteuerung oder ihrer Kraftübertragung. Alternativ könnten Messsignale oder Betriebsbedingungen die Bewertung verfälschen. Vor einer Komponentenfestlegung sind Herstellerinformationen und zusätzliche Daten erforderlich.“


Lerneinheit 6: Kurze Werkstattfälle


Diagnosedatensatz B: Drei Vergleichsfälle

Auch dieser Datensatz ist vollständig simuliert.

Fall Beobachtung Zusätzlicher Datenhinweis Leitfrage
Fall X Ruckeln bei angeforderter WÜK-Regelung Sollschlupf 35 min⁻¹, Istschlupf 220 min⁻¹, konstante Fahrstufe Warum WÜK-Regelkreis prüfen?
Fall Y Ruckeln auch bei offener WÜK Auffälliger Motorlauf und ansteigender Zündaussetzerzähler Warum nicht zuerst den Wandler verdächtigen?
Fall Z Vibration trotz weitgehend erreichter WÜK-Sollvorgabe Sollschlupf 45 min⁻¹, Istschlupf 48 min⁻¹ Welche anderen Baugruppen kommen infrage?


Transferaufgabe T1: Fehlerhypothesen vergleichen

Ordne den drei Fällen jeweils eine vorrangige Prüf- oder Informationsrichtung zu. Begründe, warum die anderen Ursachen nicht vorschnell ausgeschlossen werden dürfen.

Begründetes Feedback T1 anzeigen

X: Die deutliche Soll-Ist-Abweichung lenkt die weitere Diagnose auf WÜK-Regelung und Kraftübertragung. Die konkrete Ursache bleibt offen.

Y: Motorunruhe und Zündaussetzerhinweise sprechen für eine vorrangige Untersuchung der Motorseite. Ruckeln beweist keinen Wandlerfehler.

Z: Die WÜK-Schlupfvorgabe wird annähernd erreicht. Mögliche Alternativen sind Motor-, Lagerungs- oder Antriebsstrangschwingungen. Ein erreichter Sollschlupf beweist aber nicht, dass jedes WÜK-Problem ausgeschlossen ist.


Transferaufgabe T2: Der Werkstattdialog

Ein Kunde sagt: „Der Wagen ruckelt, also muss der Drehmomentwandler ausgetauscht werden.“

Formuliere eine fachlich korrekte Antwort in drei Sätzen. Verwende die Begriffe Symptom, Messwert und Ursache.

Begründetes Feedback T2 anzeigen

Ruckeln ist ein Symptom, keine Bauteildiagnose. Messwerte können die Verdachtsrichtung eingrenzen. Erst eine nach Herstellervorgaben abgesicherte Diagnose erlaubt qualifiziertem Fachpersonal die Festlegung notwendiger Maßnahmen.


Transferaufgabe T3: Technik auf andere Anwendungen übertragen

Datei:WandlerVoithL23.jpg

Geöffneter Drehmomentwandler eines Voith-Lokomotivgetriebes. Das Leitrad befindet sich im abgenommenen Deckel.

Vergleiche dieses technische Beispiel mit einem Pkw-Drehmomentwandler. Welche hydrodynamischen Grundprinzipien bleiben gleich? Welche konstruktiven Merkmale und Regelungsfunktionen können anders ausgeführt sein?

Begründetes Feedback T3 anzeigen

Übertragbar sind die Funktionen von Pumpenrad, Turbinenrad, Strömung und Leitrad. Nicht ohne Weiteres übertragbar sind Bauform, Abmessungen, Betriebsstrategie und WÜK-Ausführung. Technische Analogien helfen beim Verstehen, ersetzen aber keine typenspezifischen Daten.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welches Bauteil beschleunigt das Öl im Drehmomentwandler? (Pumpenrad) (!Turbinenrad) (!Differenzial) (!Planetenrad)




Welche Aufgabe hat das Turbinenrad? (Es wandelt Strömungsenergie in mechanische Abtriebsenergie um) (!Es erzeugt die Motorzündung) (!Es regelt die Bremskraft) (!Es ersetzt den Getriebeölkühler)




Welches Bauteil ermöglicht durch Umlenkung des Ölstroms die Drehmomentverstärkung? (Leitrad) (!Anlasser) (!Differenzialkorb) (!Schaltgabel)




Was geschieht im typischen Trilok-Wandler mit dem Leitradfreilauf im hydrodynamischen Kupplungsbereich? (Er ermöglicht das freie Mitdrehen des Leitrads) (!Er sperrt dauerhaft in beide Richtungen) (!Er verbindet die Bremsanlage mit dem Motor) (!Er ersetzt das Pumpenrad)




Wozu dient die Wandlerüberbrückungskupplung? (Zur Verringerung hydrodynamischer Verluste durch mechanische Kraftübertragung) (!Zur Erhöhung des Reifendrucks) (!Zum Abschalten der Getriebeeingangswelle während jeder Fahrt) (!Zur Kühlung der Radbremsen)




Wie groß ist die Drehzahldifferenz bei 2010 Motorumdrehungen und 1750 Turbinenumdrehungen je Minute? (260 Umdrehungen pro Minute) (!40 Umdrehungen pro Minute) (!760 Umdrehungen pro Minute) (!3760 Umdrehungen pro Minute)




Ist ein großer Schlupf bei geöffneter WÜK automatisch ein Fehler? (Nein er kann zum normalen hydrodynamischen Betrieb gehören) (!Ja jede Drehzahldifferenz beweist Kupplungsverschleiß) (!Ja der Motor darf nur mit Turbinendrehzahl laufen) (!Ja ein hoher Schlupf beweist einen Sensordefekt)




Was ist bei geregelter WÜK für die Diagnose besonders wichtig? (Der Vergleich von Sollschlupf und Istschlupf unter passenden Betriebsbedingungen) (!Nur die Farbe des Wandlergehäuses) (!Nur die Anzahl der Fahrstufen) (!Nur der Fahrzeugkilometerstand)




Welche alternative Ursache kann ein WÜK-ähnliches Ruckeln auslösen? (Motorunruhe oder Zündaussetzer) (!Ein korrekt beschriftetes Systembild) (!Ein unveränderter Lernkurs) (!Ein vollständig entlastetes Übungsmodell)




Welche Aussage zu diesem Lernkurs ist richtig? (Er unterstützt das fachliche Lernen mit simulierten Daten) (!Er ersetzt die Herstellervorgaben) (!Er erteilt eine Reparaturfreigabe) (!Er berechtigt zu sicherheitsrelevanten Fahrzeugarbeiten)




Quizfeedback mit Begründungen anzeigen

  1. Das Pumpenrad erhält seinen Antrieb von der Motorseite und beschleunigt das Öl.
  2. Das Turbinenrad nimmt die Strömungsenergie auf und erzeugt damit mechanischen Abtrieb.
  3. Das Leitrad bewirkt durch Umlenkung und Drehmomentabstützung die Drehmomentverstärkung.
  4. Der Freilauf ermöglicht bei veränderten Strömungsverhältnissen das Mitdrehen.
  5. Die WÜK reduziert den verlustbehafteten hydrodynamischen Schlupf.
  6. Die Differenz ist 2010 minus 1750 und beträgt 260 min⁻¹.
  7. Bei offener WÜK ist hydrodynamischer Schlupf systembedingt möglich.
  8. Eine Regelabweichung lässt sich nur mit passender Sollvorgabe und Betriebsbedingungen bewerten.
  9. Motorprobleme können ähnliche Schwingungen hervorrufen und müssen bei der Diagnose berücksichtigt werden.
  10. Der Lernkurs vermittelt Wissen, ersetzt aber keine Qualifikation und keine Freigabe.


Memory

Pumpenrad Beschleunigt das Getriebeöl
Turbinenrad Überträgt Strömungsenergie auf den Getriebeeingang
Leitrad Lenkt den zurückströmenden Ölstrom um
Leitradfreilauf Ermöglicht richtungsabhängige Drehmomentabstützung
Wandlerüberbrückungskupplung Stellt eine mechanische Kraftübertragung her
Torsionsdämpfer Vermindert Drehschwingungen
Wandlerschlupf Drehzahldifferenz von Pumpen- und Turbinenseite





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Funktion
Motorseitiger Antrieb Pumpenrad
Getriebeseitiger Abtrieb Turbinenrad
Umlenkung der Rückströmung Leitrad
Drehzahlabhängige Leitradbewegung Freilauf
Mechanische Übertragung Wandlerüberbrückungskupplung
Schwingungsverminderung Torsionsdämpfer





Kreuzworträtsel

Pumpenrad Welches vom Motor angetriebene Schaufelrad setzt das Öl in Bewegung?
Turbinenrad Welches Schaufelrad gibt das Drehmoment zur Getriebeeingangsseite ab?
Leitrad Welches Schaufelrad lenkt den rücklaufenden Ölstrom um?
Freilauf Welches Bauteil ermöglicht das Mitdrehen des Leitrads im Kupplungsbereich?
Schlupf Wie heißt die Drehzahldifferenz zwischen Pumpen- und Turbinenseite?
Kupplung Welcher allgemeine Bauteiltyp ermöglicht bei Überbrückung die mechanische Verbindung?





LearningApps

Suche nach ergänzenden Lernaktivitäten. Die Suchergebnisse sind externe Inhalte und keine vorab geprüften Bestandteile des Kurses.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Das

wird vom Motor angetrieben und beschleunigt das Öl.
Das

nimmt die Energie der Flüssigkeitsströmung auf.
Das

lenkt den zurückströmenden Ölstrom um.
Der

stützt das Leitrad während der Drehmomentwandlung ab.
Die hydrodynamische Kraftübertragung verwendet

als Arbeitsmedium.
Im Kupplungsbereich kann sich das Leitrad frei

.
Die

ermöglicht eine mechanische Kraftübertragung.
Eine geregelte WÜK kann einen gezielten

zulassen.
Die Schlupfberechnung verwendet die Motor- und die

.
Bei der Fehlereingrenzung vergleichst Du Soll- und

.
Ein auffälliger Schlupf beweist nicht automatisch einen

.
Fahrzeugspezifische Prüfungen erfordern verbindliche

.
Der Lernkurs ersetzt keine fachliche

.




Offene Aufgaben

Bearbeite die Aufgaben ausschließlich mit Lernmodellen, Dokumenten, Videos oder bereitgestellten Datensätzen.


Leicht

  1. Bauteilskizze: Zeichne das Pumpenrad und kennzeichne Antrieb und Ölstrom.
  2. Bildbeschriftung: Ergänze an einem Systembild Turbinenrad, Leitrad und Abtriebsseite.
  3. Energiefluss: Stelle den Energiefluss in einer farbigen Skizze dar.
  4. Erklärvideo: Produziere mit einer Zeichnung ein 60-Sekunden-Video zur WÜK.


Standard

  1. Drehzahlauswertung: Berechne die Schlupfwerte des Diagnosedatensatzes und visualisiere sie.
  2. Videoanalyse: Markiere in einem der Lehrvideos drei technische Aussagen und überprüfe sie anhand der Fachquellen.
  3. Rollenspiel: Führe ein simuliertes Kundengespräch zu einer Ruckelbeanstandung und dokumentiere die benötigten Informationen.
  4. Werkstattprotokoll: Verfasse ein Diagnoseprotokoll mit Beobachtung, Hypothesen und offenen Prüffragen.


Schwer

  1. Diagnosebaum: Entwickle einen Entscheidungsbaum für Ruckeln bei geregelter und geöffneter WÜK.
  2. Differenzialdiagnose: Vergleiche Motorunruhe, WÜK-Regelabweichung und Antriebsstrangvibration anhand fiktiver Messwerte.
  3. OER-Systemgrafik: Entwirf ein beschriftetes Schaubild zur Kraftübertragung und dokumentiere Urheber, verwendete Quellen und Lizenzen.
  4. Techniktransfer: Vergleiche den Pkw-Drehmomentwandler mit dem gezeigten Lokomotivwandler und begründe Grenzen der Übertragbarkeit.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Beurteilungsraster für offene Aufgaben

Niveau Überzeugende Bearbeitung Begründetes Verbesserungsfeedback
Leicht Bauteile und Energiefluss fachlich richtig dargestellt Wenn nur Namen genannt werden, ergänze die jeweilige Funktion und die Richtung des Energieflusses.
Standard Daten rechnerisch richtig ausgewertet und Betriebszustände beachtet Eine Schlupfzahl allein ist keine Diagnose. Ergänze WÜK-Anforderung, Sollwert und Messbedingungen.
Schwer Mehrere Ursachen abgewogen, Unsicherheiten dokumentiert und Grenzen benannt Wird nur ein defektes Bauteil behauptet, fehlen Gegenhypothesen und überprüfbare Begründungen.


Lernkontrolle

  1. Funktionszusammenhang: Erkläre, warum Pumpenrad und Turbinenrad unterschiedliche Drehzahlen besitzen können und trotzdem Leistung übertragen.
  2. Drehmomentverstärkung: Begründe, weshalb ein Leitrad mit Drehmomentabstützung beim Anfahren einen Vorteil bietet.
  3. Wirkungsgradvergleich: Vergleiche die Kraftübertragung bei offener, geregelter und vollständig geschlossener WÜK.
  4. Messwertinterpretation: Ein Datensatz zeigt hohen Schlupf bei offener WÜK. Erkläre, warum dies nicht automatisch ein Fehler ist.
  5. Differenzialdiagnose: Ein Fahrzeug ruckelt trotz erreichter WÜK-Sollvorgabe. Entwickle zwei alternative Fehlerhypothesen und benenne geeignete zusätzliche Informationen.
  6. Diagnosekommunikation: Formuliere einen kurzen Kundenbericht, der Beobachtung, Verdacht und noch ausstehende Untersuchung deutlich unterscheidet.
  7. Verantwortungsgrenze: Begründe, warum simulierte Diagnosedaten niemals zur Reparatur- oder Fahrfreigabe eines realen Fahrzeugs ausreichen.


Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis erstellst Du ein kurzes digitales Diagnoseportfolio.

Das Portfolio soll enthalten:

  1. Beschriftetes Systembild: Pumpenrad, Turbinenrad, Leitrad, Freilauf und WÜK sind richtig zugeordnet.
  2. Funktionsbeschreibung: Die hydrodynamische Energieübertragung und die Drehmomentverstärkung sind nachvollziehbar erklärt.
  3. Vergleich: Offene, geregelte und geschlossene WÜK werden fachlich unterschieden.
  4. Datenauswertung: Die Schlupfberechnungen sind korrekt und mit dem Betriebszustand verknüpft.
  5. Fehlereingrenzung: Mindestens zwei mögliche Ursachen werden begründet gegeneinander abgewogen.
  6. Diagnosegrenze: Fehlende Herstellerdaten und notwendige zusätzliche Informationen werden genannt.
  7. Quellennachweis: Fachquellen sowie Bildautoren und Medienlizenzen sind dokumentiert.
  8. Sicherheitsbewusstsein: Du unterscheidest die Lernaufgabe klar von realen Fahrzeugarbeiten und Freigabeentscheidungen.

Bewertungsvorschlag: Fachliche Richtigkeit 40 %, Datenauswertung und Argumentation 30 %, Darstellung 15 %, Quellen und Sicherheitsgrenzen 15 %.

Wichtig: Dieser Lernnachweis dokumentiert Lernerfolg. Er ist keine berufliche Berechtigung und keine technische Freigabe.




OERs zum Thema

Wikipedia: Drehmomentwandler (hydrodynamisch)

Weitere frei zugängliche Fachquellen:

  1. ZF Aftermarket – SACHS Drehmomentwandler: Aufbau, Ölströmung, Leitradfreilauf und WÜK.
  2. ZF – Torque Converter: Wirkungsgrad, Torsionsdämpfer und Überbrückungsstrategie.
  3. TU Darmstadt – Hydrodynamischer Drehmomentwandler: Technisches Lehrmaterial mit WÜK-Funktionsprinzip.
  4. Sonnax – Troubleshooting Lockup Issues: Fachbeitrag zur Differenzialdiagnose bei WÜK-Beschwerden.
  5. Sonnax – Converter Clutch Control: Hydraulische WÜK-Regelung und mögliche Ursachen von Schlupf.
  6. Wikipedia – Hydrodynamischer Drehmomentwandler: Fachlicher Überblick mit weiterführenden Verweisen.

Hinweis: Frei online zugängliche Fachquellen sind nicht automatisch Open Educational Resources mit freier Nachnutzungslizenz.


Medienrechte und Bildnachweise

Die eingebundenen Bilddateien wurden auf Wikimedia Commons recherchiert. Die folgenden Angaben bezeichnen die dort ausgewiesenen Urheber und Nutzungsrechte.

Bilddatei und Dateiseite Urheber Lizenz
Bauma 2007 ZF Drehmomentwandler.jpg Aconcagua CC BY-SA 3.0
Torque converter a cross section.png Toshinori baba CC BY-SA 4.0
PumpenradL23.jpg Simeon Langenbahn CC BY-SA 3.0
TurbinenradL23.jpg Simeon Langenbahn CC BY-SA 3.0
LeitradL23.jpg Simeon Langenbahn CC BY-SA 3.0
Torque-converter.jpg Comyu CC BY-SA 3.0
Torque-converter-cutbox-model.jpg BerndB CC BY-SA 3.0
Torque converter of the 4EAT.jpg Leodude1987 CC BY-SA 3.0
WandlerVoithL23.jpg Simeon Langenbahn CC BY-SA 3.0

Lizenzhinweis: Die genannten CC-BY-SA-Lizenzen verlangen Namensnennung, Lizenzhinweis und bei Bearbeitungen die Einhaltung der jeweiligen Weitergabebedingungen. Die Originaldateiseiten enthalten die vollständigen Nachweise. Bei technischen Einbindungsproblemen können die Dateien über diese Links betrachtet werden.

YouTube-Videos: Verwendet werden die öffentlich auffindbaren Originalvideos von ZF Aftermarket, Thomas Schwenke und EricTheCarGuy. Die Videos sind als externe Wiedergaben eingebettet und werden nicht als frei lizenzierte Medien zur Weiterverbreitung ausgewiesen. Es gelten die Rechte der jeweiligen Urheber und die Plattformbedingungen. Einbettbarkeit und Verfügbarkeit können sich ändern.

Redaktioneller Stand: Oktober 2026. Die Diagnose-Datensätze, Werkstattfälle und Feedbackbeispiele sind eigens für diesen Lernkurs erstellt und ausdrücklich fiktiv.


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte



Schulfach+




aiMOOCs



aiMOOC Projekte









MOOCwiki · Deutsch

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen

Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.

Zur MOOCwiki-Hauptseite

Mediathek

Inhalte werden geladen ...

Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...