Kfz-Fahrwerk Lenkung Räder und Reifen – Räder und Befestigungen zuordnen
Einleitung
Kfz-Fahrwerk Lenkung Räder und Reifen – Räder und Befestigungen zuordnen
Zielgruppe: Ausbildung zum/zur Kfz-Mechatroniker/-in
Lernzeit: ca. 45–60 Minuten
Lernziel: Du kannst Räder anhand technischer Merkmale zuordnen, Befestigungsarten unterscheiden, Genehmigungsunterlagen auswerten und mögliche Fehler anhand von Diagnosedaten begründet eingrenzen.

Drei Leitfragen:
- Passung: Stimmen Lochkreis, Mittenloch, Einpresstiefe und weitere Raddaten?
- Befestigung: Stimmen Schrauben- beziehungsweise Mutterntyp, Bundform, Gewinde und Länge?
- Nachweise: Ist die konkrete Rad-Reifen-Fahrzeug-Kombination durch geeignete Unterlagen abgedeckt?
Sicherheitshinweis: Dieser Lernkurs dient ausschließlich der Ausbildung und theoretischen Fehleranalyse. Er erteilt weder eine Zulassungs-, Reparatur- noch eine Fahrfreigabe. Radmontagen, sicherheitsrelevante Fahrzeugarbeiten, Arbeiten an Hochvoltsystemen oder Rückhaltesystemen sowie Fahrfreigaben bleiben entsprechend qualifiziertem Fachpersonal vorbehalten. Maßgeblich sind stets aktuelle Herstellerangaben, fahrzeugbezogene Genehmigungsunterlagen und die geltenden Vorschriften. Die Übungen erfolgen anhand von Bildern, Dokumenten und simulierten Datensätzen.
Lernpfad
| Einheit | Thema | Lernaktivität |
|---|---|---|
| 1 | Radaufbau und Passung | Systembilder lesen |
| 2 | Befestigungsarten | Bauteile vergleichen |
| 3 | Zentrierung und Diagnose | Fehlerhypothesen prüfen |
| 4 | Genehmigungsunterlagen | Nachweise zuordnen |
| 5 | Werkstattfall | Diagnosedaten auswerten |
| 6 | Lernkontrolle | Entscheidungen begründen |
Lerneinheit 1: Radaufbau und Passung
Systembild: Lochkreis

Vierlochbild – achte auf die Befestigungsbohrungen.

Fünflochbild – die Lochzahl allein beschreibt noch nicht den gesamten Lochkreis.
Beispiel: 5 × 112 bedeutet fünf Befestigungsbohrungen auf einem Lochkreis von 112 mm Durchmesser.
Merke: Lochzahl und Lochkreisdurchmesser müssen zu Rad und Fahrzeug passen. Ein Zentrierring kann keinen abweichenden Lochkreis ausgleichen.
Systembild: Einpresstiefe

Die Einpresstiefe (ET) beschreibt den Abstand zwischen der Felgenmittelebene und der Radanschlussfläche.
Eine andere ET verändert die Lage des Rades im Fahrzeug. Daraus können andere Abstände zu Bremse, Fahrwerk, Radhaus und Karosserie entstehen.
Mini-Aufgabe: Vergleiche in der Grafik positive, neutrale und negative Einpresstiefe. Beschreibe die Lage der Radanschlussfläche zur Felgenmitte.
Technische Zuordnung
| Merkmal | Beispiel | Bedeutung |
|---|---|---|
| Felgengröße | 7J × 17 H2 | Breite, Hornkontur, Durchmesser, Hump |
| Lochkreis | 5 × 112 | Lochzahl und Lochkreisdurchmesser |
| Mittenloch | 66,6 mm | Zentrale Bohrung der Felge |
| Einpresstiefe | ET 45 | Radlage in Bezug auf die Anschlussfläche |
| Radlast | laut Radunterlagen | geprüfte Belastbarkeit |
| Reifenzuordnung | laut Genehmigung | freigegebene Kombination und Auflagen |
Wichtig: Die Beispiele sind keine Freigabedaten für ein bestimmtes Fahrzeug.
Video: Felgendaten, Lochkreis, Einpresstiefe und Zentrierung. Quelle: VOLLLAST.
Lerneinheit 2: Befestigungsarten zuordnen
Radschrauben und Radmuttern

| Befestigungsart | Funktionsprinzip |
|---|---|
| Radschraube | Schraube greift in ein Innengewinde der Radnabe beziehungsweise des Radflansches |
| Radmutter | Mutter wird auf einem vorhandenen Stehbolzen befestigt |
Merke: Radschraube und Radmutter sind nicht beliebig austauschbare Systeme.
Bundformen unterscheiden
Die Anlagefläche des Befestigungselements muss zur vorgesehenen Aufnahme der Felge passen.
| Bundform | Erkennungsmerkmal | Prüfpunkt |
|---|---|---|
| Kegelbund | Konische Anlagefläche | Passender Kegelwinkel |
| Kugelbund | Gerundete Anlagefläche | Passender Kugelradius |
| Flachbund | Ebene Anlagefläche | Passende Auflage- und Scheibenausführung |
Kurzvideo: Kegelbund und Kugelbund unterscheiden. Quelle: easyKFZ-Meister und Lehrer.
Vier Merkmale einer Radbefestigung
| Prüfmerkmal | Beispiel | Warum wichtig? |
|---|---|---|
| Befestigungsart | Radschraube | Zuordnung zum Nabensystem |
| Gewinde | M14 × 1,5 | Durchmesser und Steigung |
| Bund | Kegelbund | Passende Anlagefläche |
| Schaftlänge | laut fahrzeugbezogenem Gutachten | Vorgesehener Gewindeeingriff und Bauraum |
Diagnosehinweis: Gleiches Gewinde bedeutet nicht automatisch geeignete Befestigung. Auch Bund, Länge, Ausführung und Genehmigungsbedingungen müssen übereinstimmen.
Anzugsdrehmomente sind ausschließlich den zutreffenden Hersteller- und Radunterlagen zu entnehmen. Allgemeine Tabellenwerte ersetzen diese Angaben nicht.
Fachquelle: H&R – Radschrauben, Radmuttern und Bundformen
Lerneinheit 3: Zentrierung und Fehlerbilder
Systembild: Radnabe
Radnaben-Einheit als Anschauungsobjekt.
Bei einer Mittenzentrierung wird die radiale Position des Rades über die zentrale Aufnahme festgelegt.
Bei bestimmten Zubehörfelgen ist ein vom Radhersteller vorgesehener Zentrierring erforderlich.
Beispiel einer reinen Maßzuordnung:
| Bauteil | Fiktiver Wert |
|---|---|
| Mittenbohrung Felge | 66,6 mm |
| Zentrierbund Radnabe | 57,1 mm |
| Denkbarer Zentrierring | außen 66,6 mm – innen 57,1 mm |
Ob dieser Ring tatsächlich verwendet werden darf, entscheidet nicht der Größenvergleich allein. Die konkrete Ringausführung muss in den Radunterlagen vorgesehen sein.
Video: Mittenloch und Zentrierringe. Quelle: AUTEC Wheels.
Diagnosespur: Vibration
Beobachtung: Nach einem Räderwechsel werden Vibrationen gemeldet.
| Hypothese | Fehlereingrenzung anhand von Unterlagen |
|---|---|
| Ungeeignete Zentrierung | Ringvorgabe und Größen vergleichen |
| Unwucht | Vorhandene Auswuchtprotokolle prüfen |
| Rad- oder Reifenabweichung | Prüfberichte zu Rundlauf und Beschädigungen einsehen |
| Befestigungsabweichung | Verwendete Teile mit Herstellerunterlagen abgleichen |
Wichtig: Ein Symptom beweist keine einzelne Ursache. Die Hypothesen sind unabhängig und qualifiziert zu prüfen. Der Lernkurs fordert weder Probefahrten noch eigenständige Prüf- oder Reparaturarbeiten am Fahrzeug.
Lerneinheit 4: Reifen und Genehmigungsunterlagen
Reifenkennzeichnung lesen

Beispiel: 225/45 R 17 94 W
| Kennzeichen | Bedeutung |
|---|---|
| 225 | Reifen-Nennbreite in mm |
| 45 | Verhältnis Flankenhöhe zur Nennbreite in Prozent |
| R | Radialbauweise |
| 17 | Felgendurchmesser in Zoll |
| 94 | Tragfähigkeitsindex |
| W | Geschwindigkeitsindex |
Video: Reifenkennzeichnung, Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex. Quelle: MrYouMath.
Prüffrage: Warum genügt die Übereinstimmung des Felgendurchmessers nicht, um die gesamte Rad-Reifen-Kombination zu beurteilen?
Feedback: Reifenbreite, Querschnitt, Last- und Geschwindigkeitsindex sowie die für Fahrzeug und Rad dokumentierten Verwendungsbedingungen müssen ebenfalls berücksichtigt werden.
Genehmigungsunterlagen unterscheiden
| Unterlage | Aussage und Prüffrage |
|---|---|
| Zulassungsbescheinigung Teil I / CoC-Papier | Welche Fahrzeug- und Bereifungsdaten sind dokumentiert? |
| Herstellerunterlagen | Welche Kombinationen und Befestigungsteile sind vorgesehen? |
| ABE | Gehören der konkrete Radtyp und die Fahrzeugausführung zum Verwendungsbereich? Welche Auflagen gelten? |
| ECE-Genehmigung, z. B. UN-Regelung Nr. 124 | Deckt die Genehmigung dieses Ersatzrad und die konkrete Anwendung ab? |
| Teiletypgenehmigung (TTG) | Was bestimmt der Genehmigungsbescheid einschließlich möglicher Abnahmeauflagen? |
| Teilegutachten | Welche Änderungsabnahme und weitere Nachweise sind erforderlich? |
Merksatz: Eine ABE-Nummer, ein E-Prüfzeichen oder passende Abmessungen allein belegen nicht die Eignung für jede Fahrzeugvariante.
Bei einer ABE können zusätzliche Auflagen oder Abnahmen gelten. Ein Teilegutachten ist grundsätzlich Grundlage einer Änderungsabnahme. Auch TTG und ECE sind nur innerhalb ihres jeweiligen Anwendungsbereichs aussagekräftig.
Für ältere Teilegutachten gelten Übergangsvorschriften. Aktuelle Rechts- und Prüfvorgaben sind deshalb immer gesondert zu prüfen.
Fachquellen: TÜV SÜD – Tuning und Änderungsabnahmen und AUTEC – TTG, ABE und ECE
Konkreter Ausbildungsfall: Die falsche Schraubenschachtel
Situation: In einer Schulungswerkstatt wird eine Teilezuordnung für ein Leichtmetallrad vorbereitet. Zwei Schraubenschachteln tragen dieselbe Gewindebezeichnung. Die Schaftlängen unterscheiden sich.
Die Daten stammen aus einem veröffentlichten BORBET-Teilegutachten von 2020. Dieser Dokumentenauszug dient nur der Schulung und ist keine aktuelle Fahrzeugfreigabe.
Originalquelle: TÜV-NORD-Teilegutachten RZ-066018-A0-021, Anlage 1, Radtyp CWD 60568, insbesondere Seiten 1–4
Datenkarte: Rad
| Merkmal | Dokumentwert |
|---|---|
| Radtyp | CWD 60568 |
| Hersteller | BORBET |
| Radgröße | 6J × 15 H2 |
| Lochkreis | 5 × 118 mm |
| Einpresstiefe | ET 68 mm |
| Mittenloch | 71,10 mm |
| Zentrierart | Mittenzentrierung ohne Ring |
Datenkarte: Befestigung
| Im Gutachten genannter Fahrzeugtyp | Gewinde und Bund | Vorgesehene Schaftlänge |
|---|---|---|
| 244 / 244L | M14 × 1,5 / 60-Grad-Kegelbund | 30 mm |
| 250 / 250L | M14 × 1,5 / 60-Grad-Kegelbund | 27,5 mm |
Schulungsauftrag:
Für eine Akte mit Fahrzeugtyp 250 liegt eine Schraubenschachtel mit der Kennzeichnung „M14 × 1,5 – 60-Grad-Kegelbund – 30 mm“ bereit. Weitere Fahrzeugdaten und ein aktueller vollständiger Verwendungsnachweis fehlen.
- Teilezuordnung: Benenne die dokumentierte Abweichung.
- Fehleranalyse: Erkläre, warum das gleiche Gewinde nicht ausreicht.
- Dokumentenprüfung: Benenne die zusätzlich benötigten Fahrzeug- und Genehmigungsinformationen.
- Werkstattkommunikation: Formuliere einen begründeten Sperr- beziehungsweise Klärvermerk für die Ausbildungsakte.
Gestufte Hilfen
Hilfe 1 – Orientierung: Konzentriere Dich zuerst auf die Spalten Fahrzeugtyp, Gewinde, Bund und Schaftlänge.
Hilfe 2 – Vergleich: Im Dokument sind dem Typ 244 andere Schaftlängen zugeordnet als dem Typ 250. Vergleiche die beiden Zeilen.
Hilfe 3 – Schlussfolgerung: Die dokumentierte Schaftlänge der bereitliegenden Teile weicht für den angegebenen Typ 250 um 2,5 mm ab. Ohne Klärung und vollständige Unterlagen ist keine positive Zuordnung möglich.
Musterlösung und begründetes Feedback
Befund: Die Schraubenschachtel mit 30 mm entspricht der dokumentierten Ausführung für Typ 244/244L, nicht der angegebenen 27,5-mm-Ausführung für 250/250L.
Begründung: Die Befestigung wird im Gutachten ausdrücklich fahrzeugtypbezogen festgelegt. Identisches Gewinde und identischer Kegelbund heben den Unterschied in der Schaftlänge nicht auf.
Nächster Klärungsbedarf: Exakte Fahrzeugausführung, Genehmigungsnummer, Karosserieform, zulässige Reifengröße, Auflagen, vollständiges gültiges Dokument und Herstellerangaben müssen durch qualifiziertes Fachpersonal geprüft werden.
Geeigneter Dokumentationssatz: „Befestigungsteile weichen von der fahrzeugtypbezogenen Angabe des vorliegenden Gutachtens ab. Weitere Verwendungsbedingungen nicht vollständig nachgewiesen. Fachliche Klärung erforderlich; keine Freigabe.“
Diagnose-Datensätze: Drei kurze Werkstattfälle
Hinweis: Die folgenden Datensätze D1 bis D3 sind fiktive Übungsdaten. Sie beschreiben keine realen Fahrzeuge und enthalten keine Montageanweisung.
Datensatz D1: Lochkreisabweichung
| Datensatz | Fahrzeug F1 | Rad R1 |
|---|---|---|
| Lochbild | 5 × 112 | 5 × 114,3 |
| Mittenaufnahme | 66,6 mm | 66,6 mm |
| Dokumentation | Fahrzeugdaten vorhanden | Genehmigung fehlt |
Frage: Welche Abweichung ist zuerst eindeutig erkennbar?
Feedback: Der Lochkreis weicht ab. Die identische Mittenbohrung kann diesen Unterschied nicht ausgleichen. Zusätzlich fehlt der konkrete Verwendungsnachweis. Eine positive Zuordnung ist damit nicht begründbar.
Datensatz D2: Verdacht auf Zentrierabweichung
| Datensatz | Eintrag |
|---|---|
| Fahrzeugnabe | 57,1 mm |
| Zubehörfelge | Mittenbohrung 66,6 mm |
| Genehmigungsunterlage | Zentrierring 66,6 / 57,1 vorgesehen |
| Lagerprotokoll | Zentrierring nicht verzeichnet |
| Gemeldetes Symptom | Vibration nach Räderwechsel |
Frage: Welche Hypothese ist naheliegend, aber noch nicht bestätigt?
Feedback: Eine unvollständige oder fehlerhafte Mittenzentrierung ist möglich, weil der vorgesehene Ring im Lagerprotokoll fehlt. Das beweist weder, dass er tatsächlich am Rad fehlt, noch dass er die Vibration verursacht. Auswuchtzustand, Reifen und weitere Ursachen bleiben in der qualifizierten Diagnose offen.
Datensatz D3: Fehlender Nachweis
| Datensatz | Eintrag |
|---|---|
| Fahrzeug-Lochkreis | 5 × 112 |
| Felgen-Lochkreis | 5 × 112 |
| Einpresstiefe | ET 45 laut beiden Datenkarten |
| Radtypkennzeichnung | unleserlich |
| Gutachten | nicht zuordenbar |
| Befestigungsteile | Herkunft unklar |
Frage: Welche Aussage lässt sich fachlich rechtfertigen?
Feedback: Die erfassten geometrischen Angaben stimmen teilweise überein. Die Verwendbarkeit bleibt jedoch ungeklärt, weil Radtyp, Genehmigungsbereich und Befestigung nicht nachgewiesen sind.
Basis-, Anwendungs- und Transfertraining
Basisaufgaben
B1: Erkläre den Unterschied zwischen Lochkreis und Mittenloch.
Feedback: Der Lochkreis beschreibt das Bohrungsbild der Befestigungen; das Mittenloch ist die zentrale Aufnahme. Beide Maße betreffen unterschiedliche Funktionen.
B2: Ordne die Begriffe Kegelbund, Kugelbund und Flachbund passenden Anlageflächen zu.
Feedback: Konisch, gerundet und eben sind die entscheidenden Formmerkmale. Optische Ähnlichkeit ersetzt die Dokumentprüfung nicht.
Anwendungsaufgaben
A1: Werte D1 aus und verfasse einen zweisätzigen Prüfvermerk.
Feedback: Eine gute Antwort nennt die Abweichung 5 × 112 gegenüber 5 × 114,3 und begründet die fehlende Zuordnung ohne auf ein ungeprüftes Anpassungsverfahren auszuweichen.
A2: Werte den BORBET-Ausbildungsfall aus. Welche beiden Angaben stimmen zwischen den Schraubenschachteln überein und welche nicht?
Feedback: Gewinde und Bundform stimmen überein; die Schaftlänge nicht. Deshalb ist eine bloße Auswahl nach Gewindegröße sachlich unzureichend.
Transferaufgaben
T1: Eine Felge besitzt dieselben Nennmaße wie die Serienfelge, aber es fehlen lesbare Typkennzeichnung und Genehmigung. Welche Informationslücken bleiben?
Feedback: Es fehlen insbesondere die eindeutige Identität des Rades, die geprüfte Belastbarkeit, der Verwendungsbereich, Auflagen und Befestigungsvorgaben. Aus der Maßgleichheit darf keine allgemeine Freigabe abgeleitet werden.
T2: Nach einem Räderwechsel werden Vibrationen gemeldet. Ordne drei plausible Fehlerhypothesen und die jeweils erforderlichen Fachprüfnachweise ein.
Feedback: Eine differenzierte Antwort stellt Zentrierung, Auswuchtzustand und Rad-/Reifenabweichungen nebeneinander. Sie verwechselt einen Verdacht nicht mit einem bestätigten Befund.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was bedeutet die erste Zahl in der Angabe 5 × 112? (Anzahl der Befestigungsbohrungen) (!Felgenbreite in Zoll) (!Einpresstiefe in Millimetern) (!Mittenlochdurchmesser)
Welche Größe beschreibt die Einpresstiefe? (Abstand zwischen Felgenmittelebene und Radanschlussfläche) (!Abstand zwischen zwei Radschraubenköpfen) (!Durchmesser der Mittenbohrung) (!Profiltiefe des Reifens)
Welche Aussage zum Zentrierring ist richtig? (Er muss zur dokumentierten Kombination aus Felge und Nabe gehören) (!Er gleicht jeden Lochkreisunterschied aus) (!Er ersetzt ungeeignete Radschrauben) (!Er macht jede Zubehörfelge genehmigungsfähig)
Wodurch wird ein Rad bei einem Stehbolzensystem befestigt? (Durch Radmuttern auf den Stehbolzen) (!Durch Schrauben in der Reifenflanke) (!Durch Zentrierringe allein) (!Durch die Ventilmutter)
Welche Bundform besitzt eine konische Anlagefläche? (Kegelbund) (!Kugelbund) (!Flachbund) (!Mittenzentrierung)
Welche Aussage zu einer Radschraube mit passendem Gewinde ist fachlich richtig? (Bundform und Schaftlänge sind ebenfalls zu prüfen) (!Sie passt dadurch automatisch zu jeder Felge) (!Ihre Länge hat keinen Einfluss auf die Zuordnung) (!Sie benötigt keine Herstellerangaben)
Welcher Reifenkennwert beschreibt die Tragfähigkeit? (Tragfähigkeitsindex) (!Einpresstiefe) (!Lochkreisdurchmesser) (!Felgenhornform)
Welche Unterlage ist bei einem Zubehör-Rad besonders wichtig? (Die zum Radtyp und Fahrzeug passende Genehmigungsunterlage) (!Ein beliebiges Produktfoto) (!Ein Katalog ohne Fahrzeugzuordnung) (!Eine Rechnung ohne technische Angaben)
Was unterscheidet im Ausbildungsfall die Befestigung für Typ 244 und 250? (Die dokumentierte Schaftlänge) (!Die Anzahl der Reifenprofile) (!Die Bauweise der Ventilkappe) (!Der Farbton der Felge)
Was ist bei fehlender eindeutiger Zuordnung sachgerecht? (Befund dokumentieren und fachliche Klärung veranlassen) (!Das Rad allein anhand der Optik freigeben) (!Die fehlenden Daten schätzen) (!Ein anderes Gutachten ungeprüft übernehmen)
Quiz-Feedback
- Lochkreis: Die erste Zahl ist die Lochzahl; die zweite beschreibt den Durchmesser des Lochkreises.
- Einpresstiefe: Sie bestimmt die axiale Lage der Radanschlussfläche zur Felgenmitte.
- Zentrierring: Er gehört zu einem definierten Zentriersystem und ist kein Universaladapter.
- Stehbolzen: Die Mutter bildet mit dem vorhandenen Stehbolzen die Befestigungsverbindung.
- Kegelbund: Die konische Form muss zur vorgesehenen Aufnahme passen.
- Radschraube: Nur die vollständigen technischen Befestigungsdaten ermöglichen eine belastbare Zuordnung.
- Tragfähigkeit: Der Lastindex ist eine standardisierte Kennzahl der Reifentragfähigkeit.
- Unterlagen: Erst die konkrete Zuordnung von Rad, Reifen und Fahrzeug macht die Dokumente aussagekräftig.
- Schaftlänge: Im Beispiel unterscheiden sich die fahrzeugtypbezogenen Vorgaben trotz gleichem Gewinde.
- Unklarer Befund: Dokumentation und qualifizierte Klärung haben Vorrang vor einer ungeprüften Freigabe.
Memory
| Lochkreis | Bohrungsbild der Radbefestigung |
| Einpresstiefe | Abstand der Felgenmitte zur Anschlussfläche |
| Mittenloch | Zentrale Öffnung der Felge |
| Kegelbund | Konische Schraubenauflage |
| Kugelbund | Gerundete Befestigungsauflage |
| Zentrierring | Passstück eines vorgesehenen Zentriersystems |
| Teilegutachten | Dokument als Grundlage einer Änderungsabnahme |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Technische Bedeutung |
|---|---|
| Radschraube | Verbindungselement für ein Innengewinde im Nabensystem |
| Radmutter | Befestigungselement für vorhandene Stehbolzen |
| Einpresstiefe | Maß für die Position der Radanschlussfläche |
| Lastindex | Kennzahl für die Tragfähigkeit eines Reifens |
| Genehmigungsauflage | Bedingung für einen bestimmten Verwendungsbereich |
Kreuzworträtsel
| Lochkreis | Wie heißt der Durchmesser des Kreises durch die Mittelpunkte der Befestigungsbohrungen? |
| Mittenloch | Wie heißt die zentrale Bohrung der Felge? |
| Kegelbund | Welche Bundform besitzt eine konische Anlagefläche? |
| Kugelbund | Welche Bundform besitzt eine gerundete Anlagefläche? |
| Radmutter | Welches Befestigungselement sitzt auf einem Stehbolzen? |
| Traglast | Wie heißt die Belastung, für die ein Rad ausgelegt sein muss? |
LearningApps
Suche nach ergänzenden Lernaktivitäten. Die Suchergebnisse müssen vor einer Verwendung fachlich geprüft werden.
Lückentext
Offene Aufgaben
Alle Aufgaben sind als Dokumenten-, Modell- oder Medienarbeit durchzuführen. Arbeiten am realen Fahrzeug sind nicht Bestandteil dieser Lernaufgaben.
Leicht
- Radaufbau: Erstelle eine beschriftete Zeichnung mit Felge, Mittenloch und Befestigungsbohrungen.
- Lochkreis: Vergleiche die beiden Lochkreisbilder und erläutere die Unterschiede.
- Radbefestigung: Gestalte drei Lernkarten zu Kegelbund, Kugelbund und Flachbund.
- Reifenkennzeichnung: Erstelle eine grafische Erklärung der Reifenbezeichnung 225/45 R 17 94 W.
Standard
- Einpresstiefe: Analysiere das Systembild und erläutere die Bedeutung einer veränderten ET.
- Teileidentifikation: Erstelle eine digitale Vergleichstabelle für Radschrauben und Radmuttern.
- Fehlerdiagnose: Bearbeite D1 und D2 und formuliere zu jedem Fall eine begründete Hypothese.
- Genehmigungsunterlagen: Vergleiche ABE, ECE, TTG und Teilegutachten anhand ihrer Funktion und ihrer Bedingungen.
Schwer
- Werkstattauftrag: Verfasse zum BORBET-Ausbildungsfall eine dokumentierte Teilezuordnung mit offenen Prüfpunkten.
- Diagnosestrategie: Entwickle für eine gemeldete Vibration nach dem Räderwechsel einen Entscheidungsbaum mit alternativen Ursachen.
- Qualitätssicherung: Entwirf eine Checkliste, die technische Passung, Befestigung und Genehmigungsnachweise getrennt bewertet.
- Ausbildungsvideo: Produziere ein kurzes Erklärvideo anhand von Grafiken, warum geometrische Ähnlichkeit keine fachliche Freigabe ersetzt.


Lernkontrolle
Die Lernkontrolle prüft Zusammenhänge, Schlussfolgerungen und den Umgang mit fehlenden Informationen.
- Ursache und Wirkung: Erläutere, weshalb eine Änderung der Einpresstiefe die Freigängigkeit beeinflussen kann, obwohl der Lochkreis unverändert bleibt.
- Befestigungssicherheit: Vergleiche zwei Schrauben mit gleichem Gewinde, aber unterschiedlichen Bundformen. Begründe, warum die Gewindeangabe allein keinen Eignungsnachweis liefert.
- Dokumentenbewertung: Ein Rad besitzt eine KBA-Kennzeichnung. Erkläre, welche weiteren Informationen Du benötigst, bevor Du eine Aussage zum Verwendungsbereich treffen kannst.
- Fehlereingrenzung: Für ein Fahrzeug werden Vibrationen nach einem Räderwechsel gemeldet. Formuliere drei Hypothesen und beschreibe die jeweils benötigte zusätzliche Evidenz.
- Transfer: Ein Zubehör-Rad hat denselben Lochkreis und dieselbe ET wie das Serienrad. Begründe, warum die technische und rechtliche Beurteilung trotzdem offenbleibt.
- Werkstattkommunikation: Verfasse einen sachlichen Bericht zum Ausbildungsfall mit Befund, Dokumentenbezug, offenen Fragen und erforderlicher Weitergabe an qualifiziertes Fachpersonal.
Bewertungsmaßstab: Gute Lösungen trennen Beobachtung, Hypothese, dokumentierten Sollwert und gesicherte Schlussfolgerung. Nicht belegte Freigabeaussagen sind fachlich unzureichend.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis erstellst Du eine digitale Ausbildungsmappe mit folgenden Bestandteilen:
- Systemverständnis: Beschriftetes Bild zu Radaufbau, Lochkreis und Einpresstiefe.
- Bauteilzuordnung: Vergleich von Radschrauben, Radmuttern und Bundformen.
- Dokumentenkompetenz: Übersicht relevanter Genehmigungsunterlagen und ihrer Grenzen.
- Diagnosekompetenz: Zwei bearbeitete Diagnosedatensätze mit begründeter Fehlereingrenzung.
- Transferleistung: Vollständiger Prüf- und Klärvermerk zum Ausbildungsfall.
- Sicherheitskompetenz: Begründung, weshalb der Kurs selbst keine Montage-, Zulassungs- oder Fahrfreigabe erteilt.
Bestanden: Wenn die fachlichen Unterschiede korrekt dargestellt, Entscheidungen nachvollziehbar begründet und verbleibende Unsicherheiten ausdrücklich dokumentiert sind. Eine praktische Befähigung oder Fahrzeugfreigabe wird dadurch nicht bescheinigt.
OERs zum Thema
Wikipedia: Grundlagen der Radbefestigung
Weitere Grundlagen: Lochkreis, Felge, Rad, Autoreifen, Einpresstiefe, Betriebserlaubnis.
Geprüfte Fachquellen
- H&R – Radbefestigungen: Befestigungsarten, Bundformen, Gewinde und Schaftlängen.
- ADAC – Räderwechsel: Unterschiede bei Befestigungsmitteln und Sicherheitsaspekte.
- Continental – Reifenmarkierungen: Reifenmaße, Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex.
- TÜV SÜD – Änderungsabnahmen: ABE, Teilegutachten und Auflagen.
- AUTEC – Rädergenehmigungen: TTG, ABE und ECE.
- § 19 StVZO: Betriebserlaubnis und Änderungen.
- § 36 StVZO: Bereifung und Laufflächen.
- TÜV-NORD-Teilegutachten für BORBET CWD 60568: Reales Dokumentenbeispiel mit fahrzeugtypbezogenen Befestigungsdaten, Stand 2020.
Quellenstand: Oktober 2026. Fahrzeugbezogene und rechtliche Angaben müssen vor jeder praktischen Verwendung anhand der jeweils aktuellen Originaldokumente geprüft werden.
Mediennachweise und Nutzungsrechte
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- Red Volvo S40 car alloy wheel.jpg – Santeri Viinamäki, CC BY-SA 4.0.
- 4hole wheel.png – PbS, Public Domain.
- 5hole wheel.png – PbS, CC BY-SA 3.0.
- Offset illustration neutral.svg – Matterhorny, CC BY-SA 3.0.
- Wheel Nuts All Details.png – Davidtlchow, CC BY-SA 4.0.
- Wheel hub assembly.jpg – Cschirp, CC BY 3.0.
- Wheel balancing.jpg – ProjectManhattan, CC BY-SA 3.0.
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