Kfz-Elektrik und Bordnetz – Elektronische Laststeuerungen verstehen
Einleitung
Kfz-Elektrik und Bordnetz – Elektronische Laststeuerungen verstehen
Kurzbeschreibung: PWM und geregelte Verbraucher. Du lernst, wie elektronische Laststeuerungen funktionieren, wie Du PWM-Signale interpretierst und wie sich Fehler mit Diagnosedaten systematisch eingrenzen lassen.

Praxisbeispiel: Elektrischer Fahrzeuglüfter. Abbildung eines realen Bauteiltyps, nicht des verwendeten Schulungsmodells.
| Kursmerkmal | Inhalt |
|---|---|
| Zielgruppe | Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker |
| Lernniveau | Grundlagen und Anwendung |
| Umfang | 6 kurze Lerneinheiten, insgesamt etwa 60–75 Minuten |
| Schwerpunkt | Pulsweitenmodulation, elektronische Lastschalter, Bordnetz, Fehlerdiagnose |
| Lernmethoden | Systembilder, Videos, Simulation, Diagnosedaten, Werkstattfälle |
| Lernergebnis | Einen PWM-gesteuerten Verbraucher erklären und eine begründete Fehlerhypothese aus Daten entwickeln |
Sicherheit und Lernrahmen
Alle praktischen Lernhandlungen erfolgen ausschließlich in einer sicheren Simulation oder an einem dafür geeigneten, berührungssicheren und abgesicherten Schulungsmodell unter fachkundiger Aufsicht.
Elektroarbeiten an realen Fahrzeugen dürfen ausschließlich entsprechend qualifizierte und beauftragte Personen nach Gefährdungsbeurteilung und Herstellervorgaben ausführen. Dies gilt insbesondere bei Hochvoltfahrzeugen.
Du führst keine eigenständigen Eingriffe an Fahrzeugleitungen, Leistungssteuergeräten oder Hochvoltsystemen durch. Sicherungen werden niemals überbrückt. Auch Niedervolt-Bordnetze können bei Kurzschlüssen, hohen Strömen oder bewegten Lüftern gefährlich sein.
Wichtig: Ein Quiz, eine Simulation oder ein bestandener Lernnachweis ist keine Arbeitsfreigabe und ersetzt keine fachliche Qualifikation oder Beauftragung.
Quelle zum Sicherheitsrahmen: DGUV Information 209-093.
Lerneinheit 1: Verbraucher im Bordnetz erkennen
Lernzeit: etwa 5 Minuten
Ein Bordnetz stellt elektrischen Verbrauchern Energie bereit. Elektronische Steuerungen können Verbraucher bedarfsgerecht ein- und ausschalten oder ihre Leistung beeinflussen.
Beispiele sind Lüfter, Pumpen, Leuchten und Stellmotoren. Das genaue Steuerverfahren hängt von der Fahrzeugausführung ab.

Kfz-Sicherungen: wichtige Bauteile zum Schutz elektrischer Stromkreise.

Beispiel einer durchgebrannten Kfz-Sicherung. Eine Sicherung ist kein elektronischer Leistungsregler.
Merksatz: Die Sicherung schützt den Stromkreis. Die elektronische Laststeuerung bestimmt, wann und wie ein Verbraucher betrieben wird.
Basisfrage: Warum kann eine intakte Sicherung allein nicht beweisen, dass ein PWM-gesteuerter Motor richtig arbeitet?
Feedback: Weil die Sicherung weder das PWM-Signal noch die Funktion des Motors oder seine Versorgung unter Last bestätigt.
Lerneinheit 2: PWM verstehen
Lernzeit: etwa 8 Minuten
Bei der Pulsweitenmodulation (PWM) wird ein Signal schnell zwischen zwei Pegeln umgeschaltet. Bei konstanter Periodendauer bestimmt der Tastgrad den Anteil der Einschaltzeit.

Animation: Der Tastgrad verändert sich.

Vergleiche die unterschiedlichen Tastgrade.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Periode T | Zeit für einen vollständigen Signalzyklus |
| Frequenz f | Anzahl der Zyklen pro Sekunde |
| Einschaltzeit tEIN | Dauer des aktiven Signalabschnitts |
| Tastgrad D | Anteil der Einschaltzeit an der Periode |
Formeln:
Beispiel:
Bei 200 Hz beträgt eine Periode 5 ms. Ist der Schalter innerhalb dieser Periode 3 ms eingeschaltet, beträgt der Tastgrad 60 %.

Rechtecksignal mit Einschalt- und Ausschaltphase.
Fachvideo: PWM im Kfz, plus- und minusseitige Ansteuerung
Quelle: E-Learning Kraftfahrzeugtechnik, „PWM Pulsweitenmodulation / variables Tastverhältnis Plus und Minus seitig geschaltete Aktoren“, 2023.
Beachte: Ein Tastgrad von 60 % bedeutet nicht, dass ständig eine Spannung von 60 % der Bordnetzspannung anliegt. Die Spannung wird zeitlich geschaltet. Ihr Mittelwert kann unter geeigneten Bedingungen entsprechend ausfallen. Das Verhalten eines Motors hängt zusätzlich von seiner elektrischen und mechanischen Ausführung ab.
Lerneinheit 3: Elektronische Lastschalter
Lernzeit: etwa 7 Minuten
Ein MOSFET kann als elektronischer Schalter arbeiten. Er lässt sich durch ein Steuersignal schnell ein- und ausschalten.

Prinzipbild eines MOSFET-Schalters. Es ist kein fahrzeugspezifischer Schaltplan.
Systembild: Vereinfachte Low-Side-Steuerung
| Energiepfad des didaktischen Modells |
|---|
| Abgesicherte Versorgung |
| ↓ |
| Motor |
| ↓ |
| MOSFET als Low-Side-Schalter |
| ↓ |
| Masse |
| Steuerpfad |
|---|
| PWM-Sollwert |
| ↓ |
| Treiber / Gate-Ansteuerung |
| ↓ |
| MOSFET schaltet die Last |
Das Modell verwendet einen gebürsteten Gleichstrommotor mit einem dafür ausgelegten Treiber und notwendiger Schutzbeschaltung. Diese Komponenten sind im Schulungsmodell bereits sicher integriert.
Wichtig: Reale Fahrzeuge können stattdessen High-Side-Schalter, intelligente Leistungsendstufen oder elektronisch kommutierte Motoren mit eigener Regelung nutzen. Die konkrete Schaltung muss aus den zugehörigen Herstellerunterlagen hervorgehen.
Kurzes Video: PWM-Grundbegriffe
Quelle: Embedded Academy / Eclipseina GmbH, „Pulsweitenmodulation PWM“, 2022.
Anwendungsfrage: Warum ist ein richtiges PWM-Signal am Treiber noch kein Beweis für eine funktionierende Motorversorgung?
Feedback: Das Steuersignal kann korrekt sein, obwohl im Laststromkreis ein hoher Übergangswiderstand, eine Leitungsunterbrechung oder ein anderer Fehler vorliegt.
Lerneinheit 4: Steuern, Regeln und Messen
Lernzeit: etwa 8 Minuten
Beim Steuern wird eine Stellgröße vorgegeben, ohne dass eine Rückmeldung zwingend in die Entscheidung eingeht.
Beim Regeln wird ein Istwert erfasst, mit einem Sollwert verglichen und die Stellgröße bei Bedarf angepasst.

Prinzip einer Rückkopplung. Das Bild erläutert die allgemeine Regelung, keinen konkreten Fahrzeugaufbau.
Systembild einer möglichen Lüfterregelung
| Solldrehzahl | → | Regler | → | PWM / Leistungssteller | → | Lüfter |
| ↑ Istwertvergleich ← Drehzahlrückmeldung, sofern im System vorgesehen | ||||||
Ein geregelter Lüfter kann eine Drehzahlrückmeldung verwenden. Andere Systeme besitzen eine reine Ansteuerung oder regeln anhand anderer Messgrößen.
PWM im Oszilloskop

Beispiel eines Oszilloskopbildes mit Rechteck- und Dreiecksignal. Keine Fahrzeugmessung.
Das Oszilloskop stellt Spannungsverläufe über der Zeit dar. So lassen sich Pegel, Frequenz, Tastgrad und Signalunterbrechungen unterscheiden.
Bei einem idealisierten Low-Side-Schalter gilt:
| Signalort | Während der Einschaltphase |
|---|---|
| Gate-Ansteuerung | High-Pegel bei aktiv-hoher Ansteuerung |
| MOSFET-Schaltknoten gegen Masse | Näherungsweise Low-Pegel |
| Spannung über dem Verbraucher | Näherungsweise Versorgungsspannung abzüglich Spannungsabfällen |
Diagnosefalle: Am Low-Side-Schaltknoten kann das Rechtecksignal gegenüber dem aktiven Gate-Signal invertiert erscheinen. Die angezeigte positive oder negative Einschaltdauer hängt vom Messort und der Geräteauswertung ab.
Ein gewöhnlicher Gleichspannungsmesswert zeigt nicht zuverlässig alle Eigenschaften eines PWM-Signals.
Fachliche Vertiefung: Pico Technology – positive und negative Tastgradmessung.
Lerneinheit 5: Werkstattfall – Lüfter läuft zu langsam
Lernzeit: etwa 12 Minuten
Arbeitsauftrag
Im Ausbildungsbetrieb erhältst Du den Auftrag, einen Fehler an einem virtuellen 12-V-Lüftermodell einzugrenzen.
Beanstandung: Der Lüfter läuft trotz hoher Sollvorgabe deutlich langsamer als im fehlerfreien Modell.
Modellannahmen: Gebürsteter Motor, abgesicherte Versorgung, PWM-gesteuerter Low-Side-MOSFET, vereinfachte Drehzahlrückmeldung. Die nachfolgenden Zahlen sind didaktisch erzeugte Simulationsdaten und ausdrücklich keine Messwerte oder Herstellersollwerte eines Serienfahrzeugs.

Anschaulicher Fahrzeuglüfter als Bezug zum Modell.
Diagnosedatensatz A: Referenz und Störung
| Mess- oder Diagnosegröße | Referenzmodell | Fehlerfall |
|---|---|---|
| PWM-Sollwert | 70 % | 70 % |
| Gate-Signal, aktiv-hoher Tastgrad | 70 % | 70 % |
| Frequenz des PWM-Signals | 200 Hz | 200 Hz |
| Spannung vor dem Versorgungsstecker, während EIN | 12,3 V | 12,3 V |
| Spannung am Motor-Plusanschluss, während EIN | 12,1 V | 7,9 V |
| Spannungsabfall über den Versorgungsstecker, während EIN | 0,2 V | 4,4 V |
| Schaltknoten gegen Masse, während EIN | 0,2 V | 0,2 V |
| Simulierter mittlerer Motorstrom | 1,2 A | 0,6 A |
| Simulierte Lüfterdrehzahl | 1600 min⁻¹ | 800 min⁻¹ |
Hinweis zur Datenauswertung: Die Spannungen während EIN beziehen sich auf denselben aktiven Schaltabschnitt. Strom und Drehzahl sind vereinfachte, für diesen Modellfall festgelegte Simulationsgrößen. Sie dürfen nicht auf ein reales Fahrzeug übertragen werden.
Deine Diagnose in drei Schritten
- Soll-Ist-Vergleich: Vergleiche den PWM-Sollwert und das Gate-Signal.
- Spannungsabfall: Vergleiche die Versorgung vor und hinter dem Stecker während der Einschaltphase.
- Fehlereingrenzung: Formuliere eine begründete Fehlerhypothese und benenne eine geeignete Bestätigung durch eine qualifizierte Person oder innerhalb der Simulation.
Gestufte Hilfen
Hilfe 1 – Orientierung: Welche Größen sind im Referenzmodell und Fehlerfall gleich geblieben?
Hilfe 2 – Messwertvergleich: Zwischen welchen zwei Punkten gehen im Fehlerfall 4,4 V verloren?
Hilfe 3 – Schlussfolgerung: Ein unverändertes Gate-Signal spricht gegen eine falsche PWM-Vorgabe als alleinige Ursache. Prüfe den Laststromkreis und insbesondere den Versorgungsstecker.
Musterdiagnose und begründetes Feedback
Wahrscheinliche Fehlerstelle: Erhöhter Übergangswiderstand im Versorgungsstecker des Schulungsmodells.
Begründung: Sollwert und Gate-Ansteuerung stimmen überein. Vor dem Stecker liegen während der Einschaltphase 12,3 V an, hinter ihm nur 7,9 V. Der Spannungsabfall beträgt somit 4,4 V. Dadurch steht dem Motor weniger Spannung zur Verfügung.
Warum nicht sofort den Motor austauschen? Die Daten zeigen zunächst einen erheblichen Versorgungsverlust. Ein Austausch des Motors wäre ohne Bestätigung der Fehlerstelle nicht begründet.
Prüfung der Hypothese: In der Simulation wird der zusätzliche Kontaktwiderstand beseitigt. Anschließend werden Spannungsabfall, Strom und Drehzahl erneut mit dem Referenzmodell verglichen.
Grenze der Aussage: Die simulierte Diagnose beweist keinen Defekt an einem realen Fahrzeug. Dort wären herstellerspezifische Prüfpläne und sichere Messverfahren erforderlich.
Lerneinheit 6: Werkstattfälle vergleichen
Lernzeit: etwa 8 Minuten
| Fall | Simulierte Beobachtung | Begründete Eingrenzung |
|---|---|---|
| A: Lüfter zu langsam | PWM korrekt, großer Spannungsabfall im Versorgungsstecker | Versorgung unter Last auffällig; Kontaktstelle prüfen |
| B: Lüfter unerwartet schnell | Sollwert 40 %, Gate-Ansteuerung 95 % | Soll-Ist-Abweichung in der Steuer- oder Treiberkette; Signalinterpretation und Ansteuerung untersuchen |
| C: Lüfter steht | PWM vorhanden, Spannung an der Versorgung vorhanden, Strom annähernd null | Mögliche Unterbrechung im Laststromkreis; weitere Daten zu Schalter, Leitungen und Motor notwendig |
Feedback: Ein einzelner Messwert reicht häufig nicht aus. Gute Fehlerdiagnosen verbinden mehrere unabhängige Beobachtungen und berücksichtigen alternative Fehlerursachen.
Sichere Simulationsstation
Nutze beispielsweise den CircuitJS-Schaltungssimulator oder ein von der Ausbildungseinrichtung bereitgestelltes berührungssicheres Schulungsmodell.
Arbeite in der Simulation mit einer Rechtecksignalquelle, einer Modelllast und einem elektronischen Schalter. Vergleiche Tastgrade von 25 %, 50 % und 75 %.
Die Simulation bildet reale Fahrzeugelektronik nicht vollständig ab. Keine Schaltung aus dem Simulator ohne fachliche Freigabe in einem Fahrzeug oder an einer realen Stromquelle nachbauen.
Kurzaufgaben mit begründetem Feedback
| Niveau | Aufgabe | Feedback und Begründung |
|---|---|---|
| Basis | Bei 200 Hz dauert die Einschaltphase 1,25 ms. Bestimme den Tastgrad. | 25 %. Die Periodendauer beträgt 5 ms. Der Anteil 1,25 / 5 entspricht einem Viertel. |
| Anwendung | Erkläre den Drehzahlabfall in Datensatz A. | Versorgung unter Last unzureichend. Der auffällig hohe Spannungsabfall am Stecker passt zur verminderten Motorspannung und Drehzahl. Das PWM-Gate-Signal bleibt korrekt. |
| Transfer | Ein anderer Fahrzeuglüfter hat eine integrierte Steuerelektronik. Darfst Du den Low-Side-Messort übernehmen? | Nein. Die Systemarchitektur kann abweichen. Messpunkte, Signalpegel und sichere Prüfverfahren müssen aus den fahrzeugspezifischen Unterlagen hervorgehen. |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was kennzeichnet eine PWM-Ansteuerung? (Die zeitliche Veränderung der Einschalt- und Ausschaltphasen) (!Die ausschließliche Veränderung des Leitungswiderstands) (!Die mechanische Umschaltung der Sicherung) (!Die dauerhafte Erhöhung der Batteriespannung)
Was beschreibt der Tastgrad? (Den Anteil der aktiven Einschaltzeit innerhalb einer Periode) (!Die maximale Stromstärke einer Sicherung) (!Die Länge einer Fahrzeugleitung) (!Die Temperatur eines Steuergerätes)
Wie lange dauert eine Periode bei 200 Hz? (5 Millisekunden) (!20 Millisekunden) (!50 Millisekunden) (!200 Millisekunden)
Welcher Tastgrad ergibt sich aus 3 ms Einschaltzeit bei 5 ms Periodendauer? (60 Prozent) (!20 Prozent) (!40 Prozent) (!80 Prozent)
Welche Aufgabe kann ein MOSFET in einer Laststeuerung übernehmen? (Elektronisches Schalten des Laststroms) (!Mechanisches Antreiben des Lüfters) (!Speichern von Kühlmittel) (!Ersetzen aller Schutzeinrichtungen)
Was gilt beim idealisierten eingeschalteten Low-Side-MOSFET für den Schaltknoten gegen Masse? (Seine Spannung liegt näherungsweise bei null Volt) (!Seine Spannung entspricht immer der doppelten Batteriespannung) (!Seine Spannung muss stets negativ sein) (!Seine Frequenz beträgt immer null Hertz)
Was ist ein wesentliches Kennzeichen einer Regelung? (Die Rückführung einer Istgröße zum Vergleich mit dem Sollwert) (!Der grundsätzliche Verzicht auf Sensoren) (!Die ausschließliche Verwendung von Sicherungen) (!Die vollständige Abschaltung aller Verbraucher)
Was deutet im Ausbildungsfall besonders auf den Versorgungsstecker hin? (Der hohe Spannungsabfall über dem Stecker während der Einschaltphase) (!Der unveränderte PWM-Sollwert allein) (!Die Nennspannung des Fahrzeugbordnetzes) (!Die Farbe des Motorengehäuses)
Warum reicht ein Gleichspannungswert zur PWM-Diagnose häufig nicht aus? (Er zeigt nicht eindeutig den zeitlichen Signalverlauf) (!Er beschreibt immer die vollständige Signalform) (!Er ersetzt grundsätzlich den fahrzeugspezifischen Schaltplan) (!Er beweist automatisch einen Steuergerätedefekt)
Welche Aussage zur Arbeitssicherheit ist richtig? (Ein bestandener Kurs ersetzt keine Qualifikation und keine Beauftragung) (!Ein guter Quizwert erlaubt selbstständige Arbeiten an Hochvoltsystemen) (!Eine Simulation ist eine gesetzliche Arbeitsfreigabe) (!Elektrische Verbraucher benötigen keine Gefährdungsbeurteilung)
Memory
Ordne die passenden Fachbegriffe und Bedeutungen einander zu.
| PWM | Zeitlich getaktete Ansteuerung |
| Tastgrad | Anteil der Einschaltzeit |
| Periode | Dauer eines vollständigen Zyklus |
| MOSFET | Elektronischer Leistungsschalter |
| Oszilloskop | Darstellung zeitlicher Spannungsverläufe |
| Rückmeldung | Erfasster Istwert |
| Spannungsabfall | Potenzialdifferenz zwischen Messpunkten |
| Sicherung | Schutz vor unzulässig hohem Strom |
Drag and Drop
Ordne jedem Bauteil seine Hauptfunktion zu.
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Funktion |
|---|---|
| Steuergerät | Erzeugung einer Sollvorgabe |
| MOSFET | Elektronischer Lastschalter |
| Lüftermotor | Umsetzung elektrischer in mechanische Energie |
| Sicherung | Schutz des Stromkreises |
| Drehzahlsensor | Erfassung einer Bewegungsgröße |
Kreuzworträtsel
| Tastgrad | Wie heißt der prozentuale Anteil der Einschaltzeit? |
| Periode | Wie heißt die Dauer eines vollständigen Signalzyklus? |
| MOSFET | Welcher elektronische Transistor wird häufig als Leistungsschalter eingesetzt? |
| Sicherung | Welches Bauteil schützt den Stromkreis vor unzulässig hohem Strom? |
| Motor | Welches Bauteil wandelt elektrische Energie in mechanische Bewegung um? |
| Spannungsabfall | Wie nennt man die Spannungsdifferenz zwischen zwei Punkten einer stromdurchflossenen Leitung? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Bearbeite die Aufgaben am Bildschirm, mit Zeichnungen, Präsentationen oder in einer sicheren Simulation. Bei jeder Diagnoseaufgabe sollst Du Deine Entscheidung begründen.
Leicht – Basis
- Bordnetz: Zeichne eine Übersicht mit Energieversorgung, Sicherung, elektronischem Schalter und Verbraucher. Beschrifte die Energieflussrichtung.
- Pulsweitenmodulation: Gestalte drei Rechtecksignale mit 25 %, 50 % und 75 % Tastgrad. Markiere die Einschaltzeiten.
- Elektronischer Schalter: Erstelle eine beschriftete Skizze, die den Zweck eines MOSFETs in einer vereinfachten Low-Side-Schaltung erklärt.
- Fachbegriffe: Produziere eine einminütige Audioerklärung zu Frequenz, Periode und Tastgrad.
Feedbackkriterien: Fachbegriffe müssen richtig verwendet werden. Bei den PWM-Skizzen müssen Einschaltzeit und Periodendauer rechnerisch zusammenpassen.
Standard – Anwendung
- Diagnosedaten: Stelle die Werte des Ausbildungsfalls als Vergleichsdiagramm dar. Kennzeichne die wichtigsten Abweichungen.
- Spannungsabfall: Berechne den Spannungsverlust am Stecker im Referenz- und Fehlerfall. Begründe die Diagnosehypothese.
- Oszilloskop: Interpretiere zwei simulierte Rechtecksignale mit unterschiedlichem Tastgrad und erläutere, warum der Messort wichtig ist.
- Fehlersuche: Schreibe ein Werkstatt-Diagnoseprotokoll mit Beanstandung, Datenlage, Hypothese, alternativen Ursachen und simuliertem Bestätigungstest.
Feedbackkriterien: Eine gute Lösung trennt Beobachtungen von Vermutungen und stützt Schlussfolgerungen auf mehrere Messwerte.
Schwer – Transfer
- Regelungstechnik: Entwirf ein Regelungskonzept für einen Lüfter mit Soll- und Istdrehzahl. Beschreibe, wie der Regler auf eine zu geringe Drehzahl reagieren könnte.
- Fehlerdiagnose: Entwickle einen neuen simulierten Fehlerfall, bei dem die PWM-Ansteuerung abweicht, während die Versorgung unauffällig bleibt.
- Fahrzeugelektronik: Vergleiche eine vereinfachte Low-Side-PWM-Steuerung mit einem intelligenten Lüftermodul. Erkläre die Unterschiede in möglichen Diagnosepunkten.
- Arbeitssicherheit: Entwickle eine kurze Unterweisung, die zwischen Simulation, berührungssicherem Schulungsmodell und Arbeiten an realen Fahrzeugen unterscheidet.
Feedbackkriterien: Transferleistungen müssen die Grenzen des verwendeten Modells erkennen, alternative Erklärungen prüfen und geeignete Sicherheitsmaßnahmen berücksichtigen.


Lernkontrolle
Die Lernkontrolle konzentriert sich auf begründete Zusammenhänge und die Übertragung des Wissens.
- Diagnosestrategie: Erstelle für den Ausbildungsfall einen Diagnose-Entscheidungsbaum. Zeige, welche Daten jeweils für oder gegen Deine Hypothese sprechen.
- Ursache und Wirkung: Erkläre, weshalb ein hoher Spannungsabfall am Motorversorgungsstecker trotz korrekter PWM-Ansteuerung zu geringerer Lüfterleistung führen kann.
- Messwertinterpretation: Ein Multimeter zeigt an einem PWM-Ausgang einen scheinbar plausiblen Mittelwert. Begründe, warum zusätzliche Informationen zum Signalverlauf erforderlich sind.
- Systemvergleich: Übertrage die Diagnoseüberlegungen auf eine elektronisch gesteuerte Pumpe. Beschreibe, was übernommen werden darf und welche Systemdaten neu benötigt werden.
- Regelabweichung: Ein Regler erhöht die PWM-Vorgabe, doch die Lüfterdrehzahl steigt nicht. Entwickle mindestens zwei unterschiedliche mögliche Ursachen und zugehörige Unterscheidungsmerkmale.
- Sicherheitsbewertung: Begründe, warum selbst eine fachlich richtige Fehlerhypothese keine Berechtigung für eigenständige Elektroarbeiten an einem realen Fahrzeug darstellt.
Lernnachweis
Ein qualifizierter Lernnachweis umfasst folgende Ergebnisse:
- Systemverständnis: Du kannst Energiepfad, Signalpfad und mögliche Rückmeldung unterscheiden.
- PWM-Auswertung: Du berechnest Tastgrad und Periodendauer korrekt.
- Diagnosekompetenz: Du deutest zusammengehörige simulierte Messwerte und erkennst relevante Abweichungen.
- Begründung: Du formulierst eine überprüfbare Fehlerhypothese und grenzt alternative Ursachen ein.
- Dokumentation: Du erstellst ein nachvollziehbares Diagnoseprotokoll mit Datenquelle und Modellgrenzen.
- Sicherheitskompetenz: Du erklärst die Grenzen Deiner eigenen Tätigkeit und die Notwendigkeit von Qualifikation, Beauftragung und Gefährdungsbeurteilung.
Empfohlene Nachweise: Ein beschriftetes Systembild, eine PWM-Auswertung, ein Diagnoseprotokoll und eine kurze Reflexion über Fehlermöglichkeiten und sichere Arbeitsverfahren.
Keine Arbeitsfreigabe: Weder ein positives Quizresultat noch der gesamte Lernnachweis berechtigen zu Elektroarbeiten an Fahrzeugen.
OERs zum Thema
Wikipedia: Pulsdauermodulation
Weiterführende fachliche Quellen
- Wikipedia – Pulsdauermodulation: Grundlagen zu Tastgrad, Signalverläufen und Anwendungen.
- Pico Technology – Variable-speed cooling fan: Fahrzeugbezogene Signal- und Stromdiagnose, mit dem Hinweis auf herstellerspezifische Unterschiede.
- Pico Technology – Math Channels: Auswertung von Signalverläufen und PWM-Tastgraden.
- DGUV Information 209-093: Qualifizierungs- und Sicherheitsrahmen für Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen.
- CircuitJS: Frei zugänglicher interaktiver Schaltungssimulator für sichere Modellbetrachtungen.
Geprüfte Bildquellen und Medienrechte
Die eingebundenen Bilder stammen von Wikimedia Commons. Die folgenden Dateiseiten dokumentieren Urheber und freie Lizenz. Eine eventuelle Weiterverwendung muss die Bedingungen der jeweiligen Lizenz beachten.
| Bilddatei | Urheberangabe | Lizenz und Nachweis |
|---|---|---|
| RADIATOR FAN.jpg | Nadinviki | CC BY-SA 4.0 |
| Electrical fuses, blade type-de.svg | Havarhen, XenonX3 | CC BY-SA 3.0 |
| Kfz-Flachstecksicherung, Typ maxi-5432.jpg | © Raimond Spekking | CC BY-SA 4.0 |
| PWM duty cycle with label.gif | Eighthave, bearbeitet von Teslaton | Public Domain |
| Duty Cycle Examples.png | Thewrightstuff | CC BY-SA 4.0 |
| Dutycycle.svg | Krishnavedala | CC BY-SA 3.0 |
| MOSFET (Funktion als Schalter).svg | Cepheiden | CC BY-SA 3.0 |
| Feedback Loop.svg | Inductiveload | Public Domain |
| Triangular wave and square wave on oscilloscope screen.jpg | Xato, Ausschnitt von Pittigrilli | CC0 |
Videonachweise:
- E-Learning Kraftfahrzeugtechnik – PWM, plus- und minusseitige Aktoren.
- Embedded Academy – Pulsweitenmodulation.
- Elektrotechnik.Podcast – Pulsweiten- und Pulsbreitenmodulation einfach erklärt.
Die YouTube-Videos werden als externe Lehrmedien verlinkt beziehungsweise eingebettet. Sie sind damit nicht automatisch offen lizenziert. Ihre Urheberrechte und Nutzungsbedingungen bleiben bestehen. Es werden keine Kopien der Videos als OER ausgegeben.
Quellenhinweis: Die technischen Grundlagen stützen sich auf die genannten Fachquellen. Sämtliche Diagnosezahlen, Modellfälle und Musterdiagnosen dieses Kurses wurden für den Unterricht entwickelt und sind keine veröffentlichten Fahrzeugmessungen oder verbindlichen Herstellervorgaben.
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
Schulfach+


aiMOOCs


aiMOOC Projekte


MOOCwiki · Deutsch
Nach dem Lernen ist vor dem Lernen
Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.
Zur MOOCwiki-HauptseiteMediathek
Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...
Keine passenden Inhalte gefunden. Bitte ändere Suche oder Filter.
NEWSLernweltNOAH fragen