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Kfz-Bremsen und Fahrdynamikregelung – Bremskraftunterstützung im System einordnen

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Kfz-Bremsen und Fahrdynamikregelung – Bremskraftunterstützung im System einordnen

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Kfz-Bremsen und Fahrdynamikregelung – Bremskraftunterstützung im System einordnen


Einleitung

Ausbildung: Kfz-Mechatronik | Dauer: ca. 90 Minuten | Niveau: Grundlagen und Diagnose

Du lernst, wie Bremskraftverstärker arbeiten, wie sich Unterdruck- und elektromechanische Lösungen unterscheiden und wie sie mit ABS und ESP zusammenwirken.

Dein Lernziel: Du kannst Systembilder lesen, Diagnosedaten vergleichen, Fehlerursachen eingrenzen und Deine Schlussfolgerungen begründen.

Sicherheitsgrenze: Der Lernkurs dient ausschließlich der Ausbildung und theoretischen Diagnose. Arbeiten an sicherheitsrelevanten Bremsanlagen, Hochvoltkomponenten und Rückhaltesystemen sowie Prüfungen mit Fahrfreigaberelevanz bleiben qualifiziertem Fachpersonal vorbehalten. Herstellervorgaben und fahrzeugbezogene Sicherheitsinformationen sind verbindlich. Dieser Kurs erteilt keine Zulassungs-, Reparatur- oder Fahrfreigabe. Sämtliche Diagnosefälle und Messwerte sind fiktive Übungsdaten.


Lerneinheit 1: Das Bremssystem verstehen

Lernzeit: 8 Minuten


Der hydraulische Kraftweg

Vereinfachtes Systembild einer konventionellen hydraulischen Bremsanlage:

Bauteil Aufgabe
Bremspedal Fahrerwunsch und Betätigungskraft übertragen
Bremskraftverstärker Pedalkraft unterstützen
Hauptbremszylinder Betätigungskraft in hydraulischen Druck umsetzen
ABS / ESP Radbremsdrücke bedarfsgerecht regeln
Scheibenbremse Bewegungsenergie überwiegend in Wärme umwandeln

Merke: Bremskraftunterstützung und Bremsdruckregelung haben unterschiedliche Aufgaben. In integrierten Bremssystemen kann der Aufbau vom gezeigten Kraftweg abweichen.


Vom Bremsdruck zur Radbremse

Bildauftrag: Zeige, an welcher Stelle die Bremskraft unterstützt und an welcher Stelle Bewegungsenergie in Wärme umgewandelt wird.

Feedback: Die Unterstützung wirkt vor beziehungsweise bei der Erzeugung des hydraulischen Bremsdrucks. Die Reibungsbremse erzeugt durch Reibung die Verzögerung.


Lerneinheit 2: Bremskraftunterstützung mit Unterdruck

Lernzeit: 10 Minuten


Der Unterdruck-Bremskraftverstärker

Funktionsprinzip: Eine Membran trennt zwei Kammern. Bei einer Bremsbetätigung wird durch eine Ventilsteuerung ein Druckunterschied erzeugt. Die dadurch entstehende Kraft unterstützt die Pedalbetätigung.

Der Unterdruck kann beispielsweise aus dem Ansaugsystem eines Verbrennungsmotors oder durch eine gesonderte Vakuumpumpe bereitgestellt werden. Ein Rückschlagventil hilft, die Unterdruckreserve aufrechtzuerhalten.

Videoauftrag: Beobachte Membran, Luftventil und Druckkammern. Erkläre, weshalb die Druckdifferenz und nicht der Unterdruck allein die Unterstützungskraft erzeugt.


Druck richtig lesen

Begriff Bedeutung
Umgebungsdruck Druck der umgebenden Luft
Absolutdruck Druck bezogen auf das vollständige Vakuum
Unterdruck Druck unterhalb des Umgebungsdrucks
Druckdifferenz Unterschied zwischen zwei Drücken

Wichtig: Bei gleicher Umgebung bedeutet ein kleinerer Absolutdruck in der Unterdruckleitung einen stärkeren Unterdruck. Ein Messwert allein ist noch keine Fehlerdiagnose.


Lerneinheit 3: Elektromechanische Bremskraftunterstützung

Lernzeit: 10 Minuten


Beispiel: Bosch iBooster

Systembilder und Funktionsdarstellungen: Bosch iBooster

Der iBooster ist ein vakuumunabhängiger elektromechanischer Bremskraftverstärker.

Funktionsweg: Pedalerfassung → Steuergerät → Elektromotor → Getriebe → Unterstützungskraft → Hauptbremszylinder.

Die Ansteuerung kann mit regenerativen Bremssystemen und Fahrerassistenzfunktionen zusammenwirken. Bauart und Rückfallebene sind immer fahrzeugspezifisch.

Videoauftrag: Identifiziere Pedalerfassung, Elektromotor und mechanische Kraftübertragung. Prüfe technische Einzelheiten anhand der Bosch-Herstellerinformation.


Integrierte Bremsregelsysteme

Herstelleranimation: Continental MK C2

Beim Continental MK C2 werden unter anderem Bremsdruckerzeugung, Unterstützung und Regelungsfunktionen in einer integrierten Baugruppe zusammengefasst.

Achtung: Das MK C2 ist ein anderes Systemkonzept als der separat betrachtete Bosch iBooster. Beide Beispiele zeigen unterschiedliche Wege zur elektrifizierten Bremsbetätigung.


Systemvergleich

Kriterium Unterdruck-BKV Elektromechanischer BKV
Unterstützungsenergie Druckdifferenz Elektrischer Antrieb
Wichtige Komponenten Membran, Ventile, Unterdruckversorgung Sensorik, Steuerung, Elektromotor, Getriebe
Typische Diagnosebereiche Unterdruckquelle, Leitungen, Ventile, Dichtheit Versorgung, Signale, Steuerung, Aktuator
Besonderheit Unterdruckreserve Softwaregesteuerte Unterstützung

Denkfrage: Warum eignet sich eine vakuumunabhängige Unterstützung besonders für Fahrzeuge mit elektrifiziertem Antrieb?

Feedback: Sie ist nicht auf Motoransaugunterdruck angewiesen und kann deshalb auch unabhängig vom Betrieb eines Verbrennungsmotors Unterstützung bereitstellen. Das macht sie auch für Hybrid- und Elektrofahrzeuge geeignet.


Lerneinheit 4: Fahrdynamikregelung einordnen

Lernzeit: 8 Minuten


ABS und ESP

Das ABS wirkt einer Blockierneigung einzelner Räder entgegen. Es verändert dazu den jeweiligen hydraulischen Bremsdruck.

Das ESP vergleicht unter anderem die gewünschte mit der tatsächlichen Fahrzeugbewegung. Es kann durch gezielte Radbremseingriffe und Anpassungen des Antriebsmoments stabilisierend eingreifen.

Bildauftrag: Ordne das abgebildete Symbol der Fahrdynamikregelung zu. Benenne zwei Sensorsignale, die hierfür benötigt werden.

Feedback: Das Symbol steht für die Stabilitätsregelung. Wichtige Größen sind beispielsweise Lenkwinkel, Raddrehzahlen und Gierrate.

Merke: ABS und ESP ersetzen keinen funktionsfähigen Bremskraftverstärker. Sie erfüllen andere Aufgaben. Die Regelsysteme können die physikalischen Haftungsgrenzen der Reifen nicht aufheben.


Lerneinheit 5: Ausbildungsfall mit Diagnosedaten

Lernzeit: 15 Minuten


Werkstattfall A: Hartes Bremspedal

Situation: Ein konventionell hydraulisch gebremster Pkw mit Unterdruck-BKV fällt durch ungewöhnlich hohen Pedalkraftbedarf auf. Das Fahrzeug bleibt für die Ausbildungsaufgabe außer Betrieb.

Fiktiver Übungsdatensatz A:

Beobachtung Wert Zusatzinformation
Umgebungsdruck 100 kPa absolut Simulierter Wert
Druck an der Unterdruckquelle 42 kPa absolut Gleicher simulierter Betriebszustand
Druck am BKV-Anschluss 80 kPa absolut Gleicher simulierter Betriebszustand
Pedaleindruck Ungewöhnlich hart Beobachtung im Falltext
ABS-/ESP-Fehlerspeicher Kein passender Eintrag angegeben Kein Ausschluss anderer Fehler

Dein Auftrag: Grenze die wahrscheinlich betroffene Systemzone ein. Nenne zwei mögliche Ursachen und eine Information, die zur weiteren Abgrenzung fehlt.


Gestufte Hilfen für Fall A

Stufe Hilfe
Hilfe 1 Vergleiche den Absolutdruck an der Quelle mit dem Wert am BKV.
Hilfe 2 Ein deutlich höherer Absolutdruck am BKV bedeutet unter diesen Bedingungen weniger Unterdruckunterstützung.
Hilfe 3 Betrachte die Verbindung zwischen Unterdruckquelle und BKV einschließlich Rückschlagventil sowie mögliche Undichtheiten. Unterscheide Vermutung von Nachweis.

Musterlösung: Die stark unterschiedlichen Werte sprechen zunächst für eine Störung im Versorgungsweg zum BKV oder einen Unterdruckverlust auf der BKV-Seite. Möglich sind beispielsweise eine Undichtheit oder eine Einschränkung im Leitungs- beziehungsweise Rückschlagventilbereich.

Begründetes Feedback: Ein sofortiger Austausch des Bremskraftverstärkers wäre nicht gerechtfertigt. Der Datensatz lokalisiert den auffälligen Bereich, belegt jedoch keinen einzelnen Bauteildefekt. Zur Bestätigung fehlen fahrzeugbezogene Sollwerte, Messbedingungen und eine qualifizierte, herstellerkonforme Prüfung.


Werkstattfall B: Elektrische Unterstützung eingeschränkt

Situation: Bei einem fiktiven Fahrzeug mit elektromechanischem Bremskraftverstärker erscheint eine Bremsanlagenwarnung.

Fiktiver Übungsdatensatz B:

Diagnoseinformation Ergebnis
Pedalsensorsignal Plausibel
Unterstützungsanforderung Vorhanden
Elektrische Unterstützung Eingeschränkt
Niedervoltversorgung Unterspannungsereignis protokolliert
ESP-Raddrehzahlsignale Im betrachteten Datenausschnitt plausibel
Hochvoltsystem Betriebszustand nicht dokumentiert

Dein Auftrag: Welchen Diagnosebereich würdest Du zuerst überprüfen lassen? Begründe Deine Priorität.


Gestufte Hilfen für Fall B

Stufe Hilfe
Hilfe 1 Der Pedalwunsch wird erfasst.
Hilfe 2 Die elektrische Unterstützung ist eingeschränkt und ein Unterspannungsereignis dokumentiert.
Hilfe 3 Prüfe gedanklich die Versorgungskette vor der Annahme eines defekten Elektromotors.

Musterlösung: Priorität hat die fahrzeugbezogene Prüfung der Niedervoltversorgung und der zugehörigen Versorgungs- und Signalwege durch qualifiziertes Fachpersonal.

Begründetes Feedback: Das dokumentierte Unterspannungsereignis liefert einen konkreten Anhaltspunkt. Es beweist jedoch keine einzelne Fehlerursache. Ein Motor- oder Steuergeräteaustausch ist nicht aus diesen Daten ableitbar.

Sicherheitsbewertung beider Fälle: Keine Fahrfreigabe, keine eigenständigen Bremsversuche und keine Eingriffe in Hochvolt-, Rückhalte- oder Bremsanlagen. Reale Diagnosearbeiten erfordern Fahrzeugidentifikation, Herstellerinformationen und fachliche Qualifikation.


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben mit Feedback


Basisaufgabe

Aufgabe: Ergänze den Funktionsweg eines konventionellen Systems: Pedal → Unterstützung → Hauptbremszylinder → Regelhydraulik → Radbremse.

Erwartung: Ordne Unterstützung und Druckregelung korrekt zu.

Feedback: Richtig ist die Trennung zwischen Krafterzeugung beziehungsweise Unterstützung und situationsabhängiger Druckmodulation.


Anwendungsaufgabe

Aufgabe: Vergleiche in Datensatz A die beiden absoluten Druckwerte. Erläutere, weshalb die Unterdruckquelle nicht als erste bestätigte Fehlerstelle gelten kann.

Feedback: Die Quelle weist im Datensatz einen niedrigeren Absolutdruck auf als der BKV-Anschluss. Das spricht für eine Eingrenzung im dazwischenliegenden oder nachfolgenden Systembereich. Es beweist keine konkrete Komponente als defekt.


Transferaufgabe

Aufgabe: Ein elektrifiziertes Fahrzeug nutzt Rekuperation und hydraulische Reibungsbremsen. Erkläre, warum Bremskraftunterstützung, Bremsdruckregelung und Energierückgewinnung zusammenarbeiten müssen.

Feedback: Sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben: Unterstützungsbedarf decken, Radbremsdrücke kontrollieren und generatorische Verzögerung mit Reibungsbremsung koordinieren. Die konkrete Ausführung hängt vom Fahrzeug ab.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Hauptaufgabe hat der Bremskraftverstärker? (Die Betätigungskraft des Fahrers unterstützen) (!Die Reifenprofiltiefe überwachen) (!Die Räder mechanisch lenken) (!Die Bremsflüssigkeit kühlen)




Welches Bauteil erzeugt im konventionellen hydraulischen Bremssystem durch die Betätigung hydraulischen Druck? (Hauptbremszylinder) (!Katalysator) (!Lenkgetriebe) (!Raddrehzahlsensor)




Wodurch entsteht beim Unterdruck-BKV die Unterstützungskraft? (Durch eine Druckdifferenz an einer Membran) (!Durch magnetische Reifenhaftung) (!Durch die Fahrzeugbeleuchtung) (!Durch eine erhöhte Reifentemperatur)




Welche Aufgabe erfüllt das Rückschlagventil im Unterdrucksystem? (Die Unterdruckreserve unterstützen) (!Den Reifenfülldruck regeln) (!Den Motoröldruck anheben) (!Die Bremsbeläge reinigen)




Welche Energieform nutzt ein elektromechanischer Bremskraftverstärker für seinen Unterstützungsantrieb? (Elektrische Energie) (!Reine Sonnenwärme) (!Windenergie am Rad) (!Kraftstoffdruck in den Reifen)




Welches Bauteil erfasst beim Bosch iBooster die Pedalbetätigung? (Differenzwegsensor) (!Lambdasonde) (!Klopfsensor) (!Reifendruckventil)




Welche Aufgabe erfüllt das ABS? (Einer Blockierneigung beim Bremsen entgegenwirken) (!Den Kraftstoffverbrauch messen) (!Die Lenkübersetzung verändern) (!Die Kühlmitteltemperatur regeln)




Wie kann das ESP die Fahrzeugbewegung stabilisieren? (Durch gezielte Bremseingriffe an einzelnen Rädern) (!Durch Vergrößerung des Radstands) (!Durch Abschaltung der Reifendämpfung) (!Durch Änderung der Karosseriehöhe bei jedem Fahrzeug)




Was legt Datensatz A besonders nahe? (Eine genauere Betrachtung des Unterdruckwegs zum BKV) (!Einen nachgewiesenen Defekt des ABS-Steuergeräts) (!Einen zwingenden Austausch aller Bremsleitungen) (!Eine sofortige Fahrfreigabe)




Welche Diagnosepriorität ist bei Datensatz B fachlich begründet? (Die Niedervoltversorgung fahrzeugbezogen untersuchen lassen) (!Den Elektromotor ohne weitere Prüfung austauschen) (!Das ESP dauerhaft außer Betrieb nehmen) (!Das Fahrzeug ohne weitere Prüfung freigeben)




Quiz-Feedback: Bei Fehlern prüfe, ob Du Kraftunterstützung, hydraulische Druckerzeugung und Fahrdynamikregelung verwechselst. In Diagnosefragen zählt die begründete Eingrenzung, nicht ein unbelegter Teiletausch.


Memory

Differenzdruck Unterdruck-BKV
Differenzwegsensor iBooster-Pedalerfassung
Elektromotor Elektrische Unterstützungskraft
Hauptbremszylinder Hydraulischer Systemdruck
Raddrehzahlsensor Blockierneigung
Gierratensensor Hochachsendrehung
Rückschlagventil Unterdruckreserve
Rekuperation Energierückgewinnung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Aufgabe im Bremssystem
Bremskraftverstärker Pedalkraft unterstützen
Hauptbremszylinder Hydraulikdruck erzeugen
ABS Radblockieren entgegenwirken
ESP Fahrstabilität unterstützen
Elektromotor Elektrische Unterstützung antreiben





Kreuzworträtsel

Membran Welches flexible Bauteil trennt im Unterdruck-BKV die Druckräume?
Vakuum Wie heißt ein Zustand mit sehr geringem absolutem Gasdruck?
Sensor Welcher Bauteiltyp erfasst eine physikalische Messgröße?
Hydraulik Wie heißt die technische Kraftübertragung mit Flüssigkeit?
Gierrate Welche Messgröße beschreibt die Drehung um die Fahrzeughochachse pro Zeit?
Rekuperation Wie heißt die Rückgewinnung von Bewegungsenergie beim Bremsen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Der Bremskraftverstärker unterstützt die vom Fahrer aufgebrachte

.
Im konventionellen Bremssystem setzt der Hauptbremszylinder die Betätigungskraft in hydraulischen

um.
Im Unterdruck-BKV trennt eine flexible

zwei Kammern.
Die Unterstützung entsteht durch einen Unterschied im

.
Ein Rückschlagventil hilft beim Erhalt der

.
Der Bosch iBooster verwendet zur Unterstützung einen

.
Das ABS wirkt einer drohenden

entgegen.
Das ESP erfasst unter anderem die Drehung um die Fahrzeughochachse mithilfe der

.
Beim regenerativen Bremsen wird Bewegungsenergie teilweise als elektrische Energie

.
Bei einer begründeten Diagnose müssen Beobachtung und

voneinander unterschieden werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bremssystem: Zeichne eine vereinfachte Systemkette mit fünf Baugruppen und kennzeichne die Stelle der Bremskraftunterstützung.
  2. Bremskraftverstärker: Beschrifte die wichtigsten Bauteile auf dem Schnittbild des Unterdruck-BKV.
  3. Antiblockiersystem: Erstelle drei Lernkarten zu Bremskraftunterstützung, ABS und ESP.
  4. Fahrzeugtechnik: Gestalte ein Plakat, das zwei Unterschiede zwischen Unterdruck-BKV und elektromechanischem BKV zeigt.


Standard

  1. Unterdruck: Erstelle anhand von Datensatz A ein Ursache-Wirkungs-Diagramm mit mindestens zwei möglichen Fehlerpfaden.
  2. Elektromotor: Entwickle eine Bildgeschichte zur elektrischen Kraftunterstützung im iBooster.
  3. Diagnose: Verfasse für Fall B einen kurzen Diagnosebericht mit Befunden, Hypothesen und offenen Fragen.
  4. Kfz-Mechatroniker: Führe ein fachliches Interview mit einer qualifizierten Werkstattfachkraft über den Unterschied zwischen Messbefund und Fehlernachweis. Keine Arbeiten am Fahrzeug durchführen.


Schwer

  1. Bremsregelsystem: Entwickle am Papier oder digital einen Entscheidungsbaum zur Unterscheidung zwischen Unterstützungs- und Regelungsstörungen.
  2. Rekuperation: Erstelle ein erklärendes Kurzvideo über die Zusammenarbeit von generatorischer und hydraulischer Verzögerung.
  3. Fehlerdiagnose: Vergleiche die Datensätze A und B und entwickle jeweils eine priorisierte Prüfhypothese mit Gegenargument.
  4. Fahrzeugsicherheit: Entwirf einen Sicherheits- und Dokumentationsbogen, der klar zwischen Lernanalyse, Fachprüfung, Reparaturentscheidung und Fahrfreigabe unterscheidet.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Systemverständnis: Erkläre, warum ein Fehler in der Bremskraftunterstützung nicht automatisch einen Defekt des ABS bedeutet.
  2. Diagnosedaten: Begründe anhand von Fall A, weshalb ein Druckunterschied zwischen Unterdruckquelle und BKV den Fehler noch nicht eindeutig identifiziert.
  3. Elektromechanik: Vergleiche zwei mögliche Ursachen einer eingeschränkten elektrischen Bremskraftunterstützung und erläutere, welche zusätzliche Information sie unterscheiden könnte.
  4. Fahrdynamikregelung: Übertrage das Zusammenspiel von Verstärker und ESP auf eine automatische Bremsanforderung. Welche Funktionen müssen jeweils bereitgestellt werden?
  5. Werkstattsicherheit: Formuliere eine begründete Entscheidung, warum aus einem Lern-Diagnosedatensatz keine Reparatur- oder Fahrfreigabe abgeleitet werden darf.
  6. Elektromobilität: Erläutere, warum Rekuperation und Reibungsbremsung abgestimmt werden müssen und warum die Bremskraftunterstützung dabei relevant bleibt.

Bewertungsmaßstab: Eine überzeugende Lösung unterscheidet Beobachtung, Hypothese und Nachweis, beschreibt die beteiligten Systemfunktionen richtig, berücksichtigt alternative Ursachen und erkennt die Grenzen der Daten.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis erstellst Du eine kurze, nachvollziehbare Diagnosemappe.

  1. Systembild: Ordne Unterstützung, Druckerzeugung, Regelung und Radbremse fachlich richtig ein.
  2. Vergleich: Stelle die Wirkprinzipien der Unterdruck- und elektromechanischen Unterstützung gegenüber.
  3. Fallanalyse: Werte mindestens einen fiktiven Diagnosedatensatz strukturiert aus.
  4. Fehlerhypothesen: Formuliere mindestens zwei plausible Ursachen und benenne fehlende Nachweise.
  5. Transfer: Erkläre die Verbindung zu ABS, ESP und bei elektrifizierten Fahrzeugen zur Rekuperation.
  6. Sicherheit: Dokumentiere die Grenzen Deiner Aussage. Keine Reparatur-, Zulassungs- oder Fahrfreigabe.




OERs zum Thema

Wikipedia: Bremskraftverstärker


Geprüfte Fachquellen

  1. Bosch Mobility: Bremskraftverstärkung und -verteilung – Systemkomponenten.
  2. Bosch Mobility: iBooster – elektromechanische Unterstützung und Systemfunktionen.
  3. Bosch Mobility: ABS – hydraulische Regelung.
  4. Bosch Mobility: ESP – Fahrdynamikregelung.
  5. Bosch Mobility: Regenerative Bremssysteme – Rekuperation und Reibungsbremse.
  6. Continental: MK C2 Animation – integrierte Bremsregelsysteme.

Hinweis zur Quellenbewertung: Herstellerquellen beschreiben konkrete Produktkonzepte. Sie ersetzen keine fahrzeugbezogenen Werkstattinformationen. Fiktive Diagnosewerte dieses Kurses stammen nicht aus Herstellerprüfanweisungen und sind keine Grenzwerte.


Mediennachweise und Nutzungsrechte

Die folgenden Dateien wurden anhand ihrer Wikimedia-Commons-Dateiseiten mit Urheber- und Lizenzangaben ausgewählt:

Medium Urheber Lizenz
Hauptbremszylinder Ballista CC BY-SA 3.0
Scheibenbremsenanimation Atharv Chandel CC BY-SA 4.0
Radbremse Envy fstop CC BY-SA 4.0
Bremskraftverstärker Ildar Sagdejev CC BY-SA 4.0
Schnittmodell Paul Day CC0 1.0
ABS-Systembild Arion54 CC BY-SA 3.0
ABS-Diagramm Pemansi Gemeinfrei
Stabilitätskontrollsymbol Mrmw CC0 1.0

Rechtshinweis: Bei CC BY-SA sind Urhebernennung, Lizenzverweis und gegebenenfalls die Kennzeichnung von Änderungen erforderlich. Die verlinkten Commons-Dateiseiten enthalten die maßgeblichen Lizenzinformationen. Die eingebetteten YouTube-Videos und die Continental-Herstelleranimation werden als externe Medien eingebunden beziehungsweise verlinkt; sie sind nicht pauschal offen lizenziert. Es werden keine Herstellerbilder als freie Medien ausgegeben.


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