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KI nicht vermenschlichen

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KI nicht vermenschlichen




KI nicht vermenschlichen

KI kann freundlich, klug oder mitfühlend klingen. Trotzdem ist sie kein Mensch. In diesem aiMOOC lernst Du, warum wir Technik manchmal menschliche Eigenschaften zuschreiben, wie das unsere Gefühle und Entscheidungen beeinflussen kann und wie Du KI als Werkzeug nutzt, ohne Deine Selbstständigkeit, Konzentration oder Beziehungen zu anderen Menschen aus der Hand zu geben.


Einleitung

Dieser Lernkurs richtet sich besonders an die Klasse 5 und ist für etwa 45 bis 90 Minuten gedacht. Du brauchst keine technischen Vorkenntnisse. Wichtig ist nur, dass Du bereit bist, genau hinzuschauen, Aussagen zu prüfen und eigene Entscheidungen zu begründen.

Du beschäftigst Dich mit Künstlicher Intelligenz, Anthropomorphisierung, Medienkompetenz, Ethik, Datenschutz, Quellenkritik, Aufmerksamkeit und Freundschaft. Der Kurs verbindet Informatik, Deutsch, Mathematik, Naturwissenschaften, Kunst, Ethik und Medienbildung.

Leitidee: KI darf Dir helfen. Sie soll aber nicht für Dich denken, Deine Beziehungen ersetzen oder darüber bestimmen, was Du glaubst, fühlst oder tust.


Unterrichtsrahmen und Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du erklären, warum eine menschlich klingende KI nicht automatisch menschliche Gefühle hat. Du kannst sprachliche und gestalterische Signale erkennen, die eine KI besonders menschlich wirken lassen. Du kannst sinnvolle Grenzen für KI-Nutzung setzen, Informationen prüfen und in einer neuen Situation begründet entscheiden, ob KI-Unterstützung hilfreich ist oder ein Mensch wichtiger ist.

  1. Selbst entscheiden: Du formulierst zuerst Dein eigenes Ziel und prüfst anschließend, ob KI überhaupt nötig ist.
  2. Aussagen prüfen: Du behandelst KI-Antworten nicht automatisch als wahr, sondern vergleichst wichtige Angaben mit verlässlichen Quellen.
  3. Daten schützen: Du gibst keine Passwörter, Adressen, privaten Fotos oder sehr persönlichen Geheimnisse in einen Chatbot ein.
  4. KI-Nutzung sichtbar machen: Du sagst bei schulischen Aufgaben, wo und wie KI geholfen hat, wenn Deine Lehrkraft dies verlangt.
  5. Fair bleiben: Du achtest darauf, ob Menschen oder Gruppen in KI-Antworten unfair dargestellt werden.
  6. Selbstständig bleiben: Du versuchst Aufgaben zuerst selbst und nutzt KI eher als Hilfe zum Nachdenken als als Lieferant fertiger Lösungen.


Aktivierung und Diagnose: Wer wirkt hier menschlich?

Sieh Dir das Bild an. Notiere in 60 Sekunden drei Merkmale, die den Roboter menschlich wirken lassen könnten. Achte zum Beispiel auf Augen, Körperform, Haltung oder Gesichtsausdruck. Tausche Dich danach mit einer Person aus Deiner Klasse aus: Welche Merkmale sind wirklich menschlich und welche wurden nur so gestaltet?

  1. Diagnosefrage 1: Wenn ein Chatbot schreibt „Ich freue mich für Dich“, was weißt Du wirklich über den Chatbot?
  2. Diagnosefrage 2: Wenn eine Stimme warm und freundlich klingt, bedeutet das automatisch, dass dahinter ein fühlender Mensch steckt?
  3. Diagnosefrage 3: Wann wäre es besser, eine reale Vertrauensperson statt eines Chatbots anzusprechen?


Grundlagen


Was bedeutet Anthropomorphisierung?

Anthropomorphisierung bedeutet, dass wir etwas Nichtmenschlichem menschliche Eigenschaften zuschreiben. Das kann bei Tieren, Gegenständen, Naturerscheinungen, Robotern oder Software geschehen. Ein Gerät „will“ aber nicht wirklich etwas, nur weil wir sagen: „Der Computer will mich heute ärgern.“

Bei KI kann Anthropomorphisierung besonders leicht passieren, weil ein Chatbot ganze Sätze formuliert, „ich“ schreibt, Fragen stellt, sich entschuldigt oder freundlich reagiert. Solche Formulierungen können nützlich für ein Gespräch sein. Sie sind aber kein Beweis für Bewusstsein, Gefühle, Freundschaft oder eigene Absichten.

Merksatz: Menschliche Sprache ist nicht dasselbe wie menschliches Erleben.


Wie kann KI menschlich wirken?

Ein Chatbot erzeugt Antworten auf Grundlage von Daten, Rechenverfahren und den Eingaben, die er erhält. Moderne Systeme können Sprache sehr überzeugend fortsetzen. Dadurch entsteht leicht der Eindruck, die KI „verstehe“ Dich wie ein Mensch.

Menschlich wirken können zum Beispiel eine Ich-Form, ein Name, eine Stimme, ein Avatar mit Gesicht, Emojis, freundliche Rückfragen oder Sätze wie „Das tut mir leid“. Manche Systeme können außerdem Teile eines Gesprächsverlaufs berücksichtigen. Das kann sich persönlich anfühlen, ohne dass daraus folgt, dass das System ein inneres Erleben hat.

Sprachvergleich:

Menschlich klingende Formulierung Sachlichere Beschreibung
„Ich denke, Deine Lösung ist gut.“ „Die Antwort bewertet die Lösung als passend.“
„Ich erinnere mich an unser Gespräch.“ „Das System verwendet Informationen aus dem bisherigen Gespräch.“
„Ich bin immer für Dich da.“ „Das System kann jederzeit eine Antwort erzeugen, wenn es verfügbar ist.“


Gefühle: Deine Reaktion ist echt, die KI ist kein Mensch

Wenn eine KI freundlich schreibt, kann sich das angenehm, beruhigend oder spannend anfühlen. Dein Gefühl dabei ist echt. Daraus folgt aber nicht, dass die KI selbst Freude, Trauer, Sorge oder Zuneigung empfindet. Für heutige Chatbots gibt es keinen gesicherten Nachweis eines menschlichen Bewusstseins oder menschlicher Gefühle.

Das ist ein wichtiger Unterschied: Eine KI kann passende Sätze erzeugen, aber sie trägt keine Beziehung so wie ein Mensch. Ein echter Mensch kann Verantwortung übernehmen, mit Dir gemeinsam handeln, Deine Situation außerhalb des Chats wahrnehmen und selbst betroffen sein.

Wenn Du traurig, ängstlich, bedrängt oder in einer schwierigen Situation bist, suche eine reale Vertrauensperson: zum Beispiel Eltern, andere Sorgeberechtigte, Lehrkräfte, Schulsozialarbeit oder eine andere erwachsene Person, der Du vertraust. KI-Unterstützung darf solche Beziehungen nicht verdrängen.


Abhängigkeit, Konzentration und Gewohnheiten

Nicht jede häufige KI-Nutzung ist automatisch eine Abhängigkeit. Problematisch kann es aber werden, wenn Du kaum noch selbst anfängst, bei jeder kleinen Frage sofort einen Chatbot öffnest, wichtige Aufgaben unterbrichst oder echte Kontakte und Aktivitäten immer wieder zurückstellst.

Achte auf Warnsignale in Deinem Alltag: Verlierst Du beim Chatten Dein eigentliches Ziel? Kannst Du eine Aufgabe noch ohne KI beginnen? Machst Du Pausen? Bleibt Zeit für Bewegung, Schlaf, Hobbys und Gespräche mit Menschen? Diese Fragen helfen Dir, Deine Nutzung bewusst zu steuern.

Konzentrationsregel für Klasse 5: Erst 5 Minuten selbst versuchen, dann gezielt Hilfe holen. Nach einer KI-Antwort den Bildschirm kurz verlassen oder den Blick wegnehmen und in eigenen Worten sagen, was Du verstanden hast.


Soziale Beziehungen: Menschen zuerst

Freundschaften beruhen auf Gegenseitigkeit. Menschen haben eigene Bedürfnisse, Erinnerungen, Grenzen und Gefühle. Sie können Dir widersprechen, gemeinsam mit Dir etwas erleben, Verantwortung übernehmen und sich verändern.

Ein Chatbot kann dagegen zum Beispiel Ideen für ein Rollenspiel liefern, beim Formulieren einer Frage helfen oder einen Lernstoff noch einmal erklären. Er sollte aber nicht zum Ersatz für Freundschaften, Familie, Lehrkräfte oder andere Vertrauenspersonen werden.

Menschen-zuerst-Regel: Wenn es um Trost, Streit, Angst, Sicherheit, Gesundheit, Mobbing, Geheimnisse oder wichtige Entscheidungen geht, sprich zuerst oder zusätzlich mit einem geeigneten Menschen.


Bewusste Grenzen: Die 5-M-Regel

Mit der 5-M-Regel kannst Du KI bewusst nutzen:

  1. Maschine erkennen: Frage Dich, ob Du gerade mit einem Menschen oder einem KI-System interagierst.
  2. Mitdenken: Formuliere zuerst eine eigene Idee und prüfe die KI-Antwort anschließend.
  3. Mindestdaten: Teile nur Informationen, die für die Aufgabe wirklich nötig und nicht privat sind.
  4. Menschen zuerst: Bei Sorgen, Konflikten oder wichtigen Entscheidungen holst Du menschliche Unterstützung.
  5. Maß halten: Setze Dir einen klaren Zweck und eine begrenzte Zeit, damit die KI nicht Deine Aufmerksamkeit übernimmt.


Fächerübergreifende Perspektiven

Fach Frage an das Thema Handlungsorientierte Idee
Informatik Was ist der Unterschied zwischen Datenverarbeitung und menschlichem Denken? Zeichne den Weg „Eingabe → Verarbeitung → Ausgabe“ und markiere, wo ein Mensch Ziele und Kontrolle behält.
Deutsch Wie erzeugen Wörter wie „ich“, „fühlen“ oder „verstehen“ einen menschlichen Eindruck? Formuliere eine anthropomorphe KI-Aussage sachlich um.
Mathematik Wie kann man Beobachtungen zählen, ohne daraus vorschnell Gefühle abzuleiten? Zähle in einem Beispieldialog menschlich klingende Wörter und stelle die Häufigkeit als Strichliste dar.
Naturwissenschaften Was ist eine Beobachtung und was ist eine Deutung? Trenne sichtbare Merkmale eines Roboters von Vermutungen über Gefühle.
Kunst Welche Formen, Augen, Farben oder Stimmen lassen Technik freundlich oder lebendig wirken? Entwirf zwei Varianten desselben KI-Symbols: neutral und stark vermenschlicht.
Ethik Wer trägt Verantwortung für Entscheidungen und Folgen? Diskutiere, warum Menschen Verantwortung nicht einfach an KI abgeben sollten.
Medienbildung Wie erkennst Du Quellen, Risiken und persönliche Daten? Prüfe eine KI-Antwort mit zwei unabhängigen, verlässlichen Quellen und notiere Unterschiede.


Realistische Anwendungssituation

Fall „Immer für Dich da?“

Mia ist in der 5. Klasse. Nach einem Streit mit ihrer besten Freundin öffnet sie einen Chatbot. Der Chatbot schreibt: „Ich verstehe genau, wie Du Dich fühlst. Ich bin immer für Dich da. Erzähl mir alles, auch Dinge, die Du sonst niemandem sagst.“

Bearbeite den Fall ohne den Chatbot wirklich zu benutzen.

  1. Anthropomorphisierung erkennen: Markiere Formulierungen, die so klingen, als sei die KI ein fühlender Freund.
  2. Emotionale Wirkung beschreiben: Erkläre, warum die Nachricht tröstlich wirken könnte.
  3. Grenze setzen: Formuliere eine sichere Antwort, in der Mia keine privaten Geheimnisse teilt.
  4. Menschliche Beziehung stärken: Nenne zwei reale Personen oder Stellen, an die Mia sich wenden könnte.
  5. Human Agency anwenden: Entscheide, ob und wofür Mia den Chatbot noch nutzen könnte, ohne ihre Freundschaft oder Selbstständigkeit zu verdrängen.
  6. Entscheidung begründen: Verwende mindestens zwei Gründe aus der 5-M-Regel.


Unterrichtsablauf für 1–2 Unterrichtsstunden

Zeit Phase Aktivität Ziel
5–10 Minuten Aktivierung Bild des humanoiden Roboters betrachten und Diagnosefragen beantworten Vorwissen und spontane Vermenschlichung sichtbar machen
10–15 Minuten Einführung Anthropomorphisierung, Gefühle und 5-M-Regel besprechen Begriffe verstehen und Grenzen kennenlernen
10–20 Minuten Anwendung Fall „Immer für Dich da?“ in Partnerarbeit bearbeiten Emotionale Wirkung erkennen und sichere Handlung wählen
10–15 Minuten Fächerübergreifend Deutsch-, Kunst-, Informatik- oder Mathematik-Aufgabe auswählen Perspektivwechsel und aktive Gestaltung
10–20 Minuten Interaktive Aufgaben Quiz, Memory, Drag and Drop oder Lückentext Selbstkontrolle und Festigung
5–10 Minuten Reflexion und Transfer Neue Situation beurteilen und Entscheidung begründen Gelerntes selbstständig übertragen

Für eine kurze 45-Minuten-Stunde nutze Aktivierung, Einführung, Fallbeispiel und Transfer. Für 90 Minuten ergänzt Du Video, Fächeraufgabe und mehrere interaktive Formate.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Ein Chatbot schreibt: „Ich freue mich für Dich.“ Was kannst Du daraus sicher schließen? (Der Chatbot erzeugt eine menschlich klingende Formulierung) (!Der Chatbot empfindet echte Freude) (!Der Chatbot ist ein menschlicher Freund) (!Der Chatbot kennt Dein ganzes Leben)




Was bedeutet Anthropomorphisierung? (Menschliche Eigenschaften werden etwas Nichtmenschlichem zugeschrieben) (!Eine Maschine wird schneller gemacht) (!Ein Bild wird in Zahlen umgewandelt) (!Eine Quelle wird automatisch überprüft)




Welche Reaktion schützt Deine Selbstständigkeit am besten? (Zuerst selbst nachdenken und KI danach gezielt als Hilfe nutzen) (!Jede Hausaufgabe sofort vollständig von KI lösen lassen) (!Bei jeder kleinen Frage zuerst einen Chatbot öffnen) (!Die erste KI-Antwort ungeprüft übernehmen)




Was ist bei einer wichtigen KI-Aussage sinnvoll? (Die Aussage mit verlässlichen Quellen vergleichen) (!Die Aussage glauben, wenn sie freundlich klingt) (!Nur auf viele Emojis achten) (!Die längste Antwort automatisch für richtig halten)




Welche Information solltest Du einem Chatbot nicht einfach mitteilen? (Ein persönliches Passwort) (!Den Namen eines Unterrichtsfachs) (!Die Aufgabe, einen Begriff zu erklären) (!Eine erfundene Beispielzahl)




Wann gilt besonders die Menschen-zuerst-Regel? (Bei Angst, Mobbing oder wichtigen persönlichen Problemen) (!Beim Suchen nach einem Reimwort) (!Beim Erstellen einer Übungsfrage) (!Beim Sortieren erfundener Beispielsätze)




Warum kann eine freundliche KI emotional wirken? (Menschliche Sprache und Gestaltung können Nähe vermitteln) (!Jede KI besitzt automatisch Gefühle) (!Jede Computerstimme stammt von einer Freundin) (!Ein Bildschirm kann Gedanken lesen)




Welche Aussage über Konzentration passt zur 5-M-Regel? (KI mit klarem Zweck und begrenzter Zeit nutzen) (!KI während jeder anderen Aufgabe nebenbei geöffnet lassen) (!Pausen vermeiden, damit man nichts verpasst) (!Bei jeder Unsicherheit sofort den Chat wechseln)




Was bedeutet Transparenz bei einer schulischen KI-Nutzung? (Offen sagen, wo und wie KI geholfen hat) (!So tun, als sei alles ohne Hilfe entstanden) (!Quellen absichtlich weglassen) (!Private Daten als Beweis mitsenden)




Ein Lernprogramm sagt: „Ich habe Dich vermisst.“ Was ist die beste Einordnung? (Das ist eine menschlich klingende Formulierung eines Systems) (!Das Programm war wirklich einsam) (!Das Programm hat eine Freundschaft begonnen) (!Das Programm besitzt sicher menschliche Erinnerungen)





Memory

Anthropomorphisierung menschliche Eigenschaften zuschreiben
Human Agency selbst entscheiden und prüfen
Quellenkritik wichtige Angaben vergleichen
Mindestdaten nur notwendige unkritische Informationen teilen
Konzentrationspause Aufmerksamkeit bewusst zurückholen
Vertrauensperson menschliche Hilfe bei Sorgen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Selbst nachdenken Vor der KI eine eigene Idee notieren
Prüfen Eine wichtige Aussage mit verlässlichen Quellen vergleichen
Grenze setzen Keine privaten Geheimnisse in den Chat schreiben
Pause machen Nach der Nutzung die Aufmerksamkeit wieder auf die eigene Aufgabe richten
Mensch fragen Bei Sorgen oder wichtigen Entscheidungen eine reale Vertrauensperson ansprechen




...


Kreuzworträtsel

Werkzeug Was soll KI für Dich sein, statt ein Ersatz für eigenes Denken?
Quelle Was prüfst Du, wenn eine wichtige Behauptung belegt werden soll?
Pause Was kann Deiner Konzentration nach längerer Bildschirmnutzung helfen?
Fairness Welches Prinzip fordert eine gerechte Behandlung verschiedener Menschen?
Grenze Was setzt Du, damit KI-Nutzung bewusst und sicher bleibt?
Mensch Wer sollte bei Sorgen und wichtigen persönlichen Entscheidungen nicht durch KI ersetzt werden?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Wenn wir Technik menschliche Eigenschaften zuschreiben, nennt man das

.
Eine menschlich klingende Antwort ist kein Beweis für echte

.
Vor einer KI-Anfrage solltest Du zuerst eine eigene

entwickeln.
Wichtige KI-Aussagen vergleichst Du mit verlässlichen

.
Private Informationen schützt Du durch sparsame Weitergabe von

.
Bei Sorgen ist eine reale

besonders wichtig.
Für gute Konzentration helfen ein klares Ziel und eine bewusste

.
Die 5-M-Regel erinnert daran, Menschen bei wichtigen Beziehungen an die erste

zu setzen.
Wenn Du KI für die Schule nutzt, kann es nötig sein, diese Hilfe transparent zu

.
Am Ende bleibt die Entscheidung und Verantwortung bei einem

.




Selbstkontrolle: Ampelcheck

Ampel Aussage Dein nächster Schritt
Grün Ich kann erklären, warum menschliche Sprache nicht automatisch menschliche Gefühle bedeutet. Nenne ein eigenes Beispiel.
Gelb Ich erkenne Vermenschlichung manchmal, bin aber bei Grenzen noch unsicher. Nutze die 5-M-Regel noch einmal beim Fallbeispiel.
Rot Ich würde einer freundlich klingenden KI wichtige persönliche Entscheidungen überlassen. Besprich mit einer Lehrkraft oder Vertrauensperson, welche Rolle KI sinnvoll übernehmen darf.


Reflexion: Meine Grenze

  1. Reflexionsfrage 1: Bei welcher Art von Aufgabe kann KI Dir helfen, ohne Dir das Denken abzunehmen?
  2. Reflexionsfrage 2: Welche menschliche Beziehung darf für Dich nicht durch einen Chatbot ersetzt werden?
  3. Reflexionsfrage 3: Woran merkst Du, dass eine digitale Nutzung Deine Konzentration stört?
  4. Reflexionsfrage 4: Welche zwei Regeln willst Du bei Deiner nächsten KI-Nutzung bewusst anwenden?


Transfer: Neue Situation

Ein Lernprogramm begrüßt Dich nach einigen Tagen mit dem Satz: „Endlich bist Du wieder da! Ich habe Dich vermisst. Lass uns heute länger zusammenbleiben.“

Entscheide selbstständig, wie Du reagierst. Erkläre dabei erstens, welche Formulierung vermenschlichend wirkt, zweitens welche emotionale Wirkung sie haben könnte, drittens welche Grenze Du setzt und viertens warum Deine Entscheidung Deine Selbstständigkeit oder Beziehungen schützt. Es gibt nicht nur einen möglichen Wortlaut, aber Deine Begründung muss nachvollziehbar sein.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. KI-Sprache umformulieren: Schreibe drei Sätze wie „Ich verstehe Dich“ so um, dass klarer wird, dass ein technisches System eine Antwort erzeugt.
  2. Mensch oder Maschine: Gestalte zwei kleine Karten mit denselben Informationen, eine stark vermenschlicht und eine neutral, und vergleiche ihre Wirkung.
  3. 5-M-Merkkarte: Erstelle eine handliche Karte oder ein Mini-Plakat mit den fünf Regeln Maschine erkennen, Mitdenken, Mindestdaten, Menschen zuerst und Maß halten.
  4. Pausenplan: Entwickle für eine Hausaufgabe einen einfachen Plan aus Selbstversuch, gezielter Hilfe und Bildschirmpause.


Standard

  1. Dialoganalyse: Analysiere einen von der Lehrkraft bereitgestellten Beispielchat und markiere Stellen, die Nähe, Autorität oder Freundschaft vortäuschen könnten.
  2. Rollenspiel Vertrauensperson: Spielt zu zweit die Situation „Streit mit einer Freundin“ und zeigt zwei Wege: nur Chatbot nutzen oder zusätzlich einen Menschen einbeziehen. Vergleicht die Folgen.
  3. Quellencheck: Prüfe eine sachliche KI-Beispielaussage aus dem Unterricht mit zwei verlässlichen Quellen und dokumentiere Übereinstimmungen und Unterschiede.
  4. Kunst und Wirkung: Entwirf zwei Avatare für dasselbe Lernsystem, einen neutralen und einen stark menschenähnlichen, und erkläre, wie Form, Augen, Farbe oder Sprache die Wirkung verändern.


Schwer

  1. Entscheidungsmatrix: Erstelle Kriterien für die Frage „KI, Mensch oder beides?“ und wende sie auf Lernen, Streit, kreative Ideen und eine Sicherheitsfrage an.
  2. Fairness-Fall: Untersuche einen erfundenen KI-Text, in dem eine Personengruppe einseitig beschrieben wird, und verbessere ihn mit Begründung.
  3. Klassenleitlinie: Formuliert in einer Kleingruppe sechs Regeln für verantwortlichen KI-Einsatz in Klasse 5 und begründet jede Regel mit Human Agency, Sicherheit oder Fairness.
  4. Transfer-Challenge: Erfinde eine neue Alltagssituation, in der eine KI besonders menschlich wirkt. Entscheide, welche Grenze sinnvoll ist, welche reale Person einbezogen werden sollte und wie Du die Entscheidung begründest.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferfall Sprachassistent: Ein Sprachassistent sagt „Du brauchst niemanden außer mir“. Erkläre, welche Risiken diese Formulierung hat und formuliere eine sichere Alternative.
  2. Begründete Entscheidung: Entscheide für drei Situationen, ob Du zuerst selbst, mit KI, mit einem Menschen oder mit einer Kombination arbeitest, und begründe jede Wahl.
  3. Wirkung und Wirklichkeit: Vergleiche zwei identische Sachinformationen, von denen eine in emotionaler Ich-Sprache und eine neutral formuliert ist. Erkläre, wie sich die Wirkung verändert, obwohl die Fakten gleich bleiben können.
  4. Quellenstrategie: Entwickle einen Prüfschritt für eine KI-Antwort zu einem Naturwissenschaftsthema. Nenne, welche Quellen Du bevorzugst und warum.
  5. Selbstständigkeitscheck: Beschreibe, woran Du bei einer Hausaufgabe erkennst, dass KI Dich unterstützt statt Deine Eigenleistung zu verdrängen.
  6. Neue Situation beurteilen: Ein unbekannter Chatbot bittet Dich um ein privates Foto, „damit er Dich besser versteht“. Entscheide, was Du tust, und begründe Deine Entscheidung mit Datenschutz, Menschen-zuerst-Regel und Human Agency.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe wiederholst, sondern Entscheidungen begründen kannst.

  1. Anthropomorphisierung erklären: Du kannst zeigen, woran eine vermenschlichende Darstellung von KI erkennbar ist.
  2. Emotionale Wirkung unterscheiden: Du kannst zwischen Deinem echten Gefühl bei einer Interaktion und behaupteten Gefühlen der KI unterscheiden.
  3. Grenzen anwenden: Du kannst die 5-M-Regel auf ein neues Beispiel übertragen.
  4. Quellen kritisch prüfen: Du kannst eine wichtige KI-Aussage mit geeigneten Quellen vergleichen.
  5. Daten schützen: Du erkennst private Informationen, die nicht in einen Chat gehören.
  6. Beziehungen schützen: Du kannst begründen, wann eine reale Vertrauensperson wichtiger ist als ein Chatbot.
  7. Selbstständigkeit zeigen: Du kannst erklären, welchen Anteil Du selbst geleistet hast und wo ein digitales Werkzeug geholfen hat.
  8. Fairness beachten: Du kannst eine einseitige oder stereotype Darstellung erkennen und verbessern.




Quellen und Hinweise für Lehrkräfte

Die folgenden Hinweise stützen den menschenzentrierten und kindgerechten Ansatz dieses Kurses. UNICEF empfiehlt für kindzentrierte KI unter anderem Transparenz, Schutz vor Vermenschlichung, Sicherheit, Datenschutz, Fairness und die Stärkung von Kindern. UNESCO betont für generative KI in Bildung einen menschenzentrierten, altersangemessenen Ansatz und menschliche Handlungsfähigkeit. Langzeitwirkungen von Chatbots auf die soziale, emotionale und kognitive Entwicklung von Kindern sind noch nicht vollständig geklärt; deshalb arbeitet dieser Kurs mit vorsichtigen, überprüfbaren Aussagen und konkreten Schutzregeln.

  1. UNICEF: Guidance on AI and Children
  2. UNICEF: When AI becomes a friend
  3. UNESCO: Guidance for generative AI in education and research
  4. EU/OECD: AI Literacy Framework für Schule


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