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KI im Alltag entdecken

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KI im Alltag entdecken



KI im Alltag entdecken

Du begegnest Künstlicher Intelligenz oft, ohne dass auf einem Bildschirm groß „KI“ steht: Eine Foto-App erkennt Gesichter oder Tiere, eine Tastatur schlägt Wörter vor, ein Empfehlungssystem sortiert Inhalte, ein Navigationssystem schätzt Fahrzeiten und ein Chatbot erzeugt Texte. Aber: Nicht jedes digitale oder automatische System ist KI. Ein einfacher Wecker arbeitet zum Beispiel nach fest eingestellten Regeln.

In diesem Lernkurs wirst Du zum KI-Detektiv. Du lernst nicht nur, wo KI vorkommen kann, sondern vor allem eine zentrale Kompetenz: KI-Ergebnisse erkennen, prüfen, verantwortlich nutzen oder ablehnen und Deine Entscheidung begründen. Du brauchst dafür keine Programmierkenntnisse.


Lernziele

Am Ende kannst Du:

  1. KI im Alltag an typischen Beispielen vermuten und begründen, warum KI beteiligt sein könnte.
  2. Muster aus Daten als eine wichtige Grundlage vieler heutiger KI-Systeme anschaulich erklären.
  3. Quellen und KI-Ausgaben vergleichen, statt Aussagen ungeprüft zu übernehmen.
  4. persönliche Daten schützen und erkennen, welche Informationen Du nicht in ein KI-System eingeben solltest.
  5. faire Entscheidungen von problematischen Benachteiligungen unterscheiden.
  6. KI-erzeugte Inhalte kritisch betrachten und Transparenz einfordern.
  7. selbst entscheiden, ob und wie Du KI in einer neuen Situation einsetzen willst, und Deine Entscheidung nachvollziehbar begründen.


Unterrichtsplanung für 1–2 Unterrichtsstunden

Phase Zeit Was Du tust Ziel
Aktivierung und Diagnose 10 Minuten Alltagsbeispiele sortieren und Vermutungen begründen Vorwissen sichtbar machen
Einführung 15 Minuten KI, Daten, Muster und Modelle an Beispielen verstehen Grundidee ohne Programmierwissen erfassen
KI-Kompass 15 Minuten Erkennen, prüfen, entscheiden und begründen zentrale KI-Kompetenz einüben
Anwendung 20–30 Minuten realistische Schulsituation bearbeiten und Quellen prüfen verantwortliche Entscheidung treffen
Selbstkontrolle und Reflexion 10–15 Minuten Quiz, Rückblick und Transfer Gelerntes sichern und auf neue Fälle übertragen

Bei nur einer Unterrichtsstunde kann die Klasse die offene Anwendungssituation gemeinsam bearbeiten. Bei zwei Unterrichtsstunden können Gruppen zusätzlich eine eigene Fallkarte entwickeln und gegenseitig prüfen.


Aktivierung: Wo könnte KI stecken?

Arbeite zu zweit. Ordnet jede Situation zunächst in wahrscheinlich KI beteiligt, wahrscheinlich keine KI nötig oder unklar – wir brauchen mehr Informationen ein. Wichtig ist nicht, sofort richtig zu liegen, sondern Eure Begründung.

  1. Spracherkennung: Ein Gerät wandelt gesprochene Wörter in Text um.
  2. Wecker: Ein Wecker klingelt jeden Morgen um 7:00 Uhr.
  3. Empfehlungssystem: Eine Plattform schlägt Dir Videos vor, die zu Deinem bisherigen Verhalten passen sollen.
  4. Bilderkennung: Eine App erkennt auf einem Foto wahrscheinlich eine Katze.
  5. Taschenrechner: Ein Taschenrechner berechnet 27 + 35 nach festgelegten Rechenregeln.
  6. Textgenerator: Ein System schreibt auf Wunsch eine Geschichte über einen Drachen.

Diagnosefrage: Welche zwei Fälle findest Du am schwierigsten zu entscheiden? Notiere, welche Zusatzinformation Du brauchst.


Einleitung

Künstliche Intelligenz ist ein Teilgebiet der Informatik. Der Begriff umfasst verschiedene Verfahren. Deshalb gibt es nicht nur „die eine KI“. Viele heutige Anwendungen nutzen maschinelles Lernen: Ein System verarbeitet viele Beispieldaten und lernt daraus Muster, die es später auf neue Eingaben anwenden kann. Andere KI-Verfahren können auch mit ausdrücklich festgelegten Regeln arbeiten.

Für Dich ist besonders wichtig: Ein KI-System kann sehr nützlich sein und trotzdem Fehler machen. Es kann überzeugend klingen, obwohl eine Aussage falsch ist. Es kann durch ungeeignete Daten bestimmte Menschen schlechter behandeln. Es kann persönliche Informationen verarbeiten. Darum bleibt der Mensch verantwortlich für wichtige Entscheidungen.

Die Darstellung ist für Klasse 5 technisch anspruchsvoller als nötig. Nutze sie deshalb als Suchbild: Wo erkennst Du Daten, wo ein Modell und wo eine Prüfung? Du musst die Fachbegriffe im Bild nicht vollständig verstehen.


Die Grundidee: Aus Beispielen Muster erkennen

Stell Dir vor, Du zeigst einem System viele Bilder von Äpfeln und Birnen. Zu jedem Bild steht dabei, was darauf zu sehen ist. Das System sucht nach Mustern in den Daten. Später bekommt es ein neues Bild und schätzt: „Das sieht eher wie ein Apfel aus.“ Dabei „denkt“ es nicht wie ein Mensch. Es verarbeitet mathematische Muster und Wahrscheinlichkeiten.

Das Bild zeigt vereinfacht, wie aus einfachen Merkmalen schrittweise komplexere Merkmale entstehen können. Für unseren Kurs reicht diese Idee: Viele KI-Systeme lernen aus Beispieldaten, bilden daraus ein Modell und wenden dieses Modell auf neue Fälle an.

Wichtig: Gute Ergebnisse hängen auch von den Daten ab. Wenn Beispiele fehlen, falsch beschriftet oder einseitig sind, kann das Modell unzuverlässig oder unfair werden.


KI im Alltag: fünf typische Rollen

Rolle der KI Alltagsbeispiel Frage für KI-Detektive
Erkennen Sprache, Gegenstände oder Muster in Bildern erkennen Woran könnte sich das System irren?
Vorhersagen Fahrzeit, Wettertrend oder nächstes Wort schätzen Ist es eine sichere Tatsache oder eine Schätzung?
Empfehlen Inhalte, Musik oder Produkte sortieren Warum wird mir genau das gezeigt?
Erzeugen Texte, Bilder, Audio oder Ideen erstellen Ist klar, dass der Inhalt künstlich erzeugt wurde?
Entscheiden unterstützen Hinweise geben, welche Fälle genauer geprüft werden sollen Wer trägt am Ende die Verantwortung?


Beispiel: Empfehlungen sind keine neutralen Listen

Ein Empfehlungssystem kann aus vielen Inhalten eine Auswahl zusammenstellen. Dafür können zum Beispiel Klicks, Suchanfragen oder Sehzeiten als Signale dienen. Das bedeutet: Zwei Menschen können unterschiedliche Vorschläge sehen.

Frage Dich bei Empfehlungen: Was will ich eigentlich sehen? Was will das System erreichen? Welche Daten könnten dabei eine Rolle spielen? So bleibst Du handlungsfähig, statt einer Sortierung einfach zu folgen.


Beispiel: Gesichtserkennung und Datenschutz

Bilderkennung kann praktisch sein, etwa zum Sortieren von Fotos. Bei Gesichtern wird es besonders sensibel, weil ein Gesicht eine Person betreffen kann. Bevor Du Fotos von anderen hochlädst, brauchst Du eine gute Begründung und musst Regeln, Einwilligungen und den Datenschutz beachten.

Sicherheitsregel für diesen Kurs: Verwende in Übungen keine echten Namen, Adressen, Telefonnummern, Passwörter, privaten Fotos oder andere persönliche Daten. Nutzt vorbereitete Beispieltexte und frei verwendbare Bilder.


Generative KI: hilfreich, aber nicht automatisch wahr

Generative KI kann neue Texte, Bilder oder andere Medien erzeugen. Sie kann beim Sammeln von Ideen helfen, Formulierungen vergleichen lassen oder Fragen zum Verständnis anregen. Ein erzeugter Text ist aber keine Quelle. Aussagen müssen geprüft werden.

Ein guter Merksatz lautet: Flüssig geschrieben ist nicht gleich richtig. Besonders bei Hausaufgaben, Referaten oder Nachrichten solltest Du wichtige Fakten mit verlässlichen Quellen vergleichen.

Das Symbol zeigt eine Möglichkeit, vollständig KI-erzeugte Inhalte sichtbar zu kennzeichnen. Transparenz hilft Dir zu verstehen, wie ein Inhalt entstanden ist.


Der KI-Kompass: Erkennen – Prüfen – Entscheiden – Begründen

Schritt Leitfrage Handlung
Erkennen Könnte hier KI beteiligt sein? Suche Hinweise, aber behaupte nicht vorschnell, Du könntest KI sicher „am Aussehen“ erkennen.
Prüfen Welche Quelle, Daten und möglichen Fehler gibt es? Vergleiche wichtige Aussagen mit verlässlichen Quellen und prüfe Datenschutz sowie Fairness.
Entscheiden Soll ich das Ergebnis nutzen, ändern, verwerfen oder Hilfe holen? Triff bewusst eine Entscheidung statt automatisch zu übernehmen.
Begründen Warum ist meine Entscheidung sinnvoll? Nenne Belege, Risiken, Regeln und Alternativen.

Der KI-Kompass stärkt Deine menschliche Handlungsfähigkeit. KI kann Vorschläge machen. Du sollst verstehen, prüfen und entscheiden.


Fächerübergreifende Entdeckungen

Fach Verbindung zu KI Handlungsauftrag
Informatik Daten, Muster, Modelle, Algorithmen Erkläre den Unterschied zwischen einer festen Regel und einem gelernten Muster.
Deutsch Texte beurteilen, Quellen prüfen, Aussagen begründen Markiere in einer KI-Antwort Fakten, Meinungen und ungeklärte Behauptungen.
Mathematik Häufigkeiten, Vergleiche, Wahrscheinlichkeiten Zähle in einem Beispieldatensatz, welche Gruppen häufig und welche selten vorkommen.
Naturwissenschaften Beobachten, messen, klassifizieren, Hypothesen prüfen Vergleiche eine KI-Vermutung zu einem Tier mit einem Bestimmungsschlüssel oder Sachbuch.
Kunst Bildgestaltung, Urheberschaft, Kennzeichnung Vergleiche ein selbst gezeichnetes Motiv mit einem KI-erzeugten Motiv und beschreibe Unterschiede im Entstehungsprozess.
Ethik Fairness, Verantwortung, Folgen für Menschen Entscheide, ob ein KI-Einsatz fair ist, und begründe mit Betroffenenperspektiven.
Medienbildung Quellenkritik, Datenschutz, Transparenz Prüfe, ob ein Inhalt eine Quelle nennt und ob seine Entstehung nachvollziehbar ist.


Fairness: Wenn Daten nicht alle gut vertreten

Stell Dir vor, ein Bilderkennungsprogramm wurde fast nur mit Fotos bei hellem Tageslicht trainiert. Bei dunklen Bildern könnte es häufiger Fehler machen. Oder ein System hat von einer bestimmten Gruppe nur sehr wenige Beispiele gesehen. Dann kann die Leistung für diese Gruppe schlechter sein.

Fairness prüfen bedeutet deshalb nicht nur zu fragen: „Ist die Technik schnell?“ Sondern auch: „Funktioniert sie für verschiedene Menschen ähnlich gut? Wer könnte benachteiligt werden? Wer kann widersprechen?“


Mathematik-Miniübung: Sind die Beispieldaten ausgewogen?

Eine fiktive Bilderkennungs-KI soll drei Tierarten unterscheiden. Im Trainingssatz sind 60 Katzenbilder, 30 Hundebilder und 10 Kaninchenbilder.

  1. Berechne oder schätze den Anteil jeder Tierart an 100 Bildern.
  2. Welche Tierart ist am seltensten vertreten?
  3. Formuliere eine Vermutung, warum die ungleiche Verteilung problematisch sein könnte.
  4. Überlege, welche zusätzlichen Daten Du sammeln würdest, bevor Du dem System vertraust.

Die Verteilung allein beweist noch keinen Fehler. Sie ist aber ein Anlass, genauer zu prüfen.


Realistische Anwendungssituation: Der Tiersteckbrief

Du sollst für den Naturwissenschaftsunterricht einen kurzen Steckbrief über Pinguine vorbereiten. Eine generative KI liefert Dir in Sekunden diesen Beispieltext:

„Pinguine leben am Nordpol. Alle Pinguinarten können unter Wasser länger als eine Stunde die Luft anhalten. Sie ernähren sich ausschließlich von Fischen.“

Außerdem erzeugt das System ein eindrucksvolles Bild, nennt aber keine Quelle.

Dein Auftrag mit dem KI-Kompass:

  1. Erkennen: Markiere, welche Teile durch KI entstanden sind und welche Informationen fehlen.
  2. Prüfen: Prüfe jede Sachbehauptung mit mindestens zwei verlässlichen, voneinander unabhängigen Quellen, zum Beispiel einem Schulbuch, einer seriösen Enzyklopädie, einem Museum oder einer wissenschaftsnahen Bildungseinrichtung.
  3. Entscheiden: Entscheide für jede Aussage: übernehmen, verändern oder verwerfen.
  4. Begründen: Schreibe zu mindestens zwei Entscheidungen je einen Begründungssatz.
  5. Transparenz: Notiere bei Deinem Steckbrief, wenn KI bei Ideen oder Formulierungen geholfen hat, sofern Eure Schulregeln das verlangen.

Erwartete Beobachtung: Mindestens ein Teil des Beispieltexts ist sachlich falsch oder zu pauschal. Entscheidend ist aber nicht, dass Du den Fehler „errätst“, sondern dass Du ihn durch Quellenprüfung belegst.


Vergleich: Gute und schlechte KI-Nutzung in der Schule

Situation eher verantwortungsvoll eher problematisch
Ideen für ein Referat KI liefert Themenideen, Du wählst selbst aus und prüfst Fakten. Du lässt ein fertiges Referat erzeugen und gibst es ungeprüft als eigene Leistung ab.
Text überarbeiten Du vergleichst zwei Formulierungen und entscheidest, welche besser zu Deinem Inhalt passt. Du kopierst einen Text, den Du selbst nicht erklären kannst.
Faktenfrage Du nutzt KI als Startpunkt und prüfst zentrale Fakten mit Quellen. Du glaubst eine Antwort nur, weil sie sicher klingt.
Persönliche Beratung Du fragst bei wichtigen persönlichen Problemen eine vertrauenswürdige erwachsene Person oder Fachstelle. Du behandelst einen Chatbot wie eine sichere Fachperson für jede Lebensfrage.


Sicherheit, Transparenz und Verantwortung

Bevor Du ein KI-System nutzt, prüfe die Regeln Deiner Schule und die Alters- und Datenschutzregeln des jeweiligen Angebots. Für Lernübungen reicht oft ein vorbereiteter Ausdruck oder ein von der Lehrkraft geführtes Beispiel. Du musst kein eigenes Konto anlegen, um KI-Kompetenz zu lernen.

Fünf Schutzfragen:

  1. Datenschutz: Gebe ich persönliche oder vertrauliche Informationen preis?
  2. Quelle: Kann ich wichtige Aussagen außerhalb der KI prüfen?
  3. Fairness: Könnte jemand durch Daten oder Entscheidungen unfair benachteiligt werden?
  4. Transparenz: Ist klar, wann und wofür KI verwendet wurde?
  5. Verantwortung: Wer entscheidet am Ende und kann einen Fehler korrigieren?


Medienimpuls: Wie KI den Alltag verändert

Nach dem Video notierst Du drei Beispiele. Zu jedem Beispiel formulierst Du eine Prüffrage mit dem KI-Kompass.


Vertiefung: KI ist Werkzeug, nicht Autorität

Ein KI-System besitzt nicht automatisch Wissen im menschlichen Sinn, nur weil es schnell antwortet. Bei wichtigen Entscheidungen braucht es menschliche Verantwortung und die Möglichkeit, Ergebnisse zu hinterfragen. Gerade in Schule, Medizin, Verwaltung oder anderen Bereichen mit Folgen für Menschen sind Transparenz, Datenschutz, Fairness und Verantwortung besonders wichtig.

Die europäische und internationale Bildungsarbeit zur KI-Kompetenz betont deshalb nicht nur Bedienwissen, sondern auch kritische Bewertung, ethischen Einsatz und menschliche Handlungsfähigkeit.


Reflexion vor den interaktiven Aufgaben

Vervollständige drei Sätze in Deinem Heft:

  1. Heute habe ich entdeckt, dass KI im Alltag ...
  2. Einer KI-Antwort vertraue ich eher, wenn ...
  3. Auch wenn KI einen Vorschlag macht, entscheide ich ...


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist beim KI-Kompass der wichtigste erste Gedanke? (Zuerst prüfen, ob und wie KI beteiligt sein könnte) (!Jede automatische Technik ist KI) (!KI-Antworten sind immer richtig) (!Nur Programmierer können KI beurteilen)




Warum ist ein KI-Text keine verlässliche Quelle allein? (Weil KI überzeugend klingende Fehler erzeugen kann) (!Weil KI niemals ganze Sätze schreiben kann) (!Weil jede KI nur Bilder verarbeitet) (!Weil Quellen grundsätzlich unnötig sind)




Welche Angabe solltest Du nicht in ein fremdes KI-System eingeben? (Dein Passwort) (!Eine erfundene Tierfigur) (!Eine Rechenaufgabe ohne Namen) (!Eine allgemeine Frage zu Pflanzen)




Was beschreibt maschinelles Lernen vereinfacht am besten? (Ein System lernt Muster aus Beispieldaten) (!Ein Computer bekommt für jeden Fall nur feste Handregeln) (!Ein Bildschirm wird automatisch heller) (!Eine Datei wird in einen Ordner verschoben)




Was ist ein Zeichen verantwortungsvoller KI-Nutzung bei Hausaufgaben? (Du prüfst wichtige Aussagen mit verlässlichen Quellen) (!Du übernimmst jeden Satz unverändert) (!Du verschweigst jede Nutzung unabhängig von Schulregeln) (!Du gibst persönliche Daten ein, damit die Antwort genauer wird)




Warum kann Fairness bei KI ein Problem sein? (Weil Daten bestimmte Gruppen zu wenig oder einseitig abbilden können) (!Weil Computer grundsätzlich keine Zahlen verarbeiten) (!Weil Fairness nur bei Sport wichtig ist) (!Weil KI immer alle Menschen exakt gleich behandelt)




Was ist bei einer Videoempfehlung eine gute Prüffrage? (Warum wird mir gerade dieser Inhalt empfohlen) (!Welche Farbe hat mein Gerät) (!Wie schnell kann ich weiterwischen) (!Wie laut ist der Lautsprecher)




Welche Aussage zu KI-Erkennung ist am sinnvollsten? (Man kann Hinweise sammeln, aber Herkunft nicht immer sicher am Aussehen erkennen) (!KI-Bilder haben immer sechs Finger) (!KI-Texte enthalten immer Rechtschreibfehler) (!Menschen können jeden KI-Inhalt sofort eindeutig erkennen)




Wer sollte bei wichtigen Entscheidungen Verantwortung behalten? (Menschen) (!Nur das KI-System) (!Niemand) (!Zufällige Internetkommentare)




Was bedeutet Transparenz beim KI-Einsatz? (Nachvollziehbar machen, wann und wofür KI genutzt wurde) (!Alle persönlichen Daten veröffentlichen) (!Die KI niemals prüfen) (!Nur besonders komplizierte Wörter verwenden)





Memory

Trainingsdaten Beispiele zum Lernen
Datenschutz Schutz persönlicher Informationen
Fairness Vermeidung ungerechter Benachteiligung
Quelle Herkunft einer Information
Generative KI Erzeugung neuer Inhalte
Empfehlungssystem Auswahl passender Vorschläge
Human Agency bewusste menschliche Entscheidung
Halluzination plausibel klingende Falschaussage





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. KI-Kompass
Erkennen Vermuten, ob KI beteiligt sein könnte
Prüfen Quellen, Daten, Datenschutz und mögliche Fehler untersuchen
Vergleichen unterschiedliche Belege und Ergebnisse gegenüberstellen
Entscheiden Ergebnis nutzen, ändern, verwerfen oder Hilfe holen
Begründen die eigene Wahl mit nachvollziehbaren Gründen erklären





Kreuzworträtsel

Quelle Woher stammt eine Information, die Du überprüfen kannst?
Daten Woraus lernen viele Systeme Muster?
Muster Was sucht ein Lernsystem in vielen Beispielen?
Fairness Welches Prinzip fragt nach ungerechter Benachteiligung?
Kontrolle Was sollten Menschen bei wichtigen KI-Entscheidungen behalten?
Verantwortung Was bleibt bei bedeutsamen Entscheidungen beim Menschen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Künstliche Intelligenz ist ein Teilgebiet der

.
Viele heutige KI-Systeme lernen aus Beispielen und erkennen darin

.
Die Beispiele, aus denen ein System lernt, nennt man häufig

.
Eine überzeugend formulierte KI-Antwort ist nicht automatisch

.
Wichtige Behauptungen solltest Du mit einer verlässlichen

vergleichen.
Persönliche Informationen schützt Du durch bewussten

.
Wenn bestimmte Gruppen schlechter behandelt werden, ist die

betroffen.
Bei KI-erzeugten Medien hilft eine klare

bei der Einordnung.
Der KI-Kompass endet nicht beim Prüfen, sondern verlangt eine eigene

.
Eine gute Entscheidung kannst Du mit nachvollziehbaren Gründen

.




Selbstkontrolle: Kann ich den KI-Kompass anwenden?

Bewerte Dich selbst mit ja, teilweise oder noch nicht:

  1. Ich kann erklären, warum nicht jede Automatik KI ist.
  2. Ich kann bei einer KI-Antwort mindestens zwei Prüfschritte nennen.
  3. Ich kann persönliche Daten erkennen, die ich nicht eingeben sollte.
  4. Ich kann eine mögliche Unfairness in einem Datensatz beschreiben.
  5. Ich kann entscheiden, ob ich ein KI-Ergebnis nutze, und meine Entscheidung begründen.

Wähle einen Punkt mit teilweise oder noch nicht und wiederhole dazu die passende Kursstelle.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. KI-Tagebuch: Sammle einen Tag lang fünf Situationen, in denen KI beteiligt sein könnte. Notiere jeweils: sicher, wahrscheinlich oder unklar, und begründe.
  2. Regel oder Lernen: Erfinde je zwei Beispiele für ein System mit festen Regeln und ein System, das aus Beispieldaten lernt. Tausche mit einem Partner und prüft Eure Zuordnung.
  3. Quellenampel: Ordne fünf vorgegebene Informationsquellen in eher verlässlich, genauer prüfen oder ungeeignet ein und begründe jeden Fall.
  4. Datenschutz-Plakat: Gestalte ein kleines Plakat mit fünf Informationen, die in Schulübungen nicht in ein unbekanntes KI-System gehören.


Standard

  1. KI-Kompass-Fallkarte: Entwickle eine Alltagssituation mit KI, in der eine Person zwischen nutzen, ändern oder verwerfen entscheiden muss. Formuliere vier Leitfragen.
  2. Deutsch und KI: Vergleiche zwei kurze Texte zum selben Thema, einen menschlich geschriebenen und einen als KI-Beispiel markierten. Prüfe Verständlichkeit, Belege und mögliche Fehler, ohne nur zu raten, welcher Text von wem stammt.
  3. Mathematik und Daten: Erstelle einen kleinen Datensatz mit drei Kategorien und untersuche, ob die Beispiele ausgewogen verteilt sind. Erkläre, warum Verteilung allein noch keine Fairness garantiert.
  4. Kunst und Transparenz: Gestalte ein eigenes Bild und daneben eine Beschreibung für ein mögliches KI-Bild. Entwickle eine klare Kennzeichnung, die den Entstehungsprozess transparent macht.


Schwer

  1. Fairness-Rat: Analysiere einen Fall, in dem eine KI Bewerbungen, Vereinsplätze oder Lernangebote vorsortiert. Sammle Perspektiven verschiedener Betroffener und formuliere Regeln für eine faire Nutzung.
  2. Naturwissenschaftlicher Faktencheck: Prüfe drei Behauptungen aus einem vorbereiteten KI-Text mit mindestens zwei verlässlichen Quellen und dokumentiere, wie Du Widersprüche auflöst.
  3. Mediencheck: Untersuche einen viralen Bild- oder Textbeitrag aus einer vorbereiteten Unterrichtssammlung. Prüfe Quelle, Kontext, mögliche KI-Beteiligung und Wirkung. Entscheide anschließend, ob Du ihn weiterteilen würdest.
  4. Transfer-Challenge: Eine neue Lern-App schlägt automatisch Übungen vor und sammelt Nutzungsdaten. Entscheide, ob Deine Klasse sie verwenden sollte. Berücksichtige Lernnutzen, Datenschutz, Fairness, Transparenz und menschliche Kontrolle.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferfall Lern-App: Eine App empfiehlt Dir immer leichtere Aufgaben, weil Du zweimal falsch geantwortet hast. Erkläre zwei Chancen und zwei Risiken. Entscheide, welche Einstellung Du ändern würdest und begründe.
  2. Quellenvergleich: Ein KI-Text und ein Sachbuch widersprechen sich. Entwickle einen Prüfplan mit mindestens vier Schritten, ohne automatisch eine der beiden Seiten für richtig zu erklären.
  3. Fairnessanalyse: Ein Bilderkennungsmodell funktioniert bei hellen Fotos gut, bei dunklen Fotos deutlich schlechter. Erkläre mögliche Ursachen und schlage zwei Verbesserungen vor.
  4. Entscheidung mit Verantwortung: Eine Lehrkraft möchte KI die endgültige Note für einen Aufsatz vergeben lassen. Beurteile den Vorschlag mithilfe von Transparenz, Fairness, menschlicher Kontrolle und Einspruchsmöglichkeit.
  5. Medientransfer: Du siehst ein spektakuläres Tierbild ohne Quelle und mit dem Hinweis „von KI erstellt“. Beschreibe, welche Fragen sich dadurch erledigen und welche Fragen trotzdem offenbleiben.
  6. Eigener KI-Kompass: Übertrage den KI-Kompass auf eine neue Situation aus Deinem Alltag. Formuliere Erkennen, Prüfen, Entscheiden und Begründen vollständig.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu KI im Alltag entdecken ist wichtig:

  1. Du kannst an Beispielen erklären, warum KI mehr ist als bloße Automatik.
  2. Du kannst die Grundidee von Daten, Mustern und Modellen altersgerecht beschreiben.
  3. Du kannst wichtige Aussagen aus KI-Ausgaben mit geeigneten Quellen prüfen.
  4. Du kannst Datenschutzrisiken erkennen und persönliche Daten schützen.
  5. Du kannst Fairnessfragen aus Sicht verschiedener Betroffener untersuchen.
  6. Du kannst transparent benennen, wann KI bei einer Aufgabe geholfen hat.
  7. Du kannst eine begründete menschliche Entscheidung treffen, statt KI-Ergebnisse automatisch zu übernehmen.
  8. Du kannst den KI-Kompass auf eine neue Situation übertragen.




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