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KI-Projekt – Mensch und KI im Team

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KI-Projekt – Mensch und KI im Team




KI-Projekt – Mensch und KI im Team


Einleitung

Künstliche Intelligenz kann Ideen vorschlagen, Texte formulieren, Muster erkennen, Bilder erzeugen oder Informationen strukturieren. Trotzdem bleibt die wichtigste Frage in einem Schulprojekt: Wer entscheidet eigentlich, was das Problem ist, welches Werkzeug passt und ob ein Ergebnis gut genug ist?

In diesem Lernkurs arbeitest Du deshalb nicht nach dem Prinzip „KI macht die Aufgabe“, sondern nach dem Prinzip Mensch und KI im Team. Du lernst, ein Problem zu klären, geeignete Werkzeuge auszuwählen, Aufgaben sinnvoll zwischen Mensch und KI aufzuteilen, Kontrollpunkte einzubauen und Ergebnisse anhand klarer Qualitätskriterien zu prüfen. Du begründest außerdem, wann KI hilfreich ist, wann Du das Werkzeug wechseln solltest und wann Du KI bewusst nicht einsetzt.

Am Ende entsteht ein sichtbares Produkt: ein Entscheidungsplakat oder eine Ein-Seiten-Lösung für eine realistische Schulsituation. Zusätzlich dokumentierst Du Deinen Mensch-KI-Arbeitsprozess in einem kurzen Projektlog. Damit wird nicht nur das Ergebnis sichtbar, sondern auch wie Du zu Deiner Lösung gekommen bist.

Die Abbildung zeigt eine Lernsituation, in der ein Projekt präsentiert wird. Genau darum geht es auch hier: Werkzeuge sollen Dein Denken, Prüfen, Erklären und Gestalten unterstützen, aber nicht Deine Verantwortung ersetzen.


Lernziele

Nach diesem Kurs kannst Du:

  1. ein Problem so beschreiben, dass Ziel, Zielgruppe, Grenzen und Erfolgskriterien klar werden.
  2. zwischen generativer KI, Suchwerkzeug, Originalquelle, Taschenrechner, Tabellenkalkulation, Textverarbeitung und Gestaltungswerkzeug unterscheiden und Deine Wahl begründen.
  3. Aufgaben zwischen Mensch und KI sinnvoll aufteilen, ohne wichtige Entscheidungen an die KI abzugeben.
  4. Kontrollpunkte in einen Arbeitsprozess einbauen, an denen Du Quellen, Rechnungen, Sicherheit, Fairness und Verständlichkeit prüfst.
  5. KI-Ausgaben kritisch prüfen und sie nicht automatisch als Quelle behandeln.
  6. persönliche und sensible Daten schützen und bei Unsicherheit auf eine KI-Eingabe verzichten.
  7. Fairness, Transparenz und Verantwortung in Entscheidungen berücksichtigen.
  8. einen nachvollziehbaren Mensch-KI-Arbeitsprozess dokumentieren und das Endprodukt selbst verantworten.


Zeitplan für 1–2 Unterrichtsstunden

Phase Kernzeit Erweiterung Ergebnis
Aktivierung und Diagnose 5 Minuten 5 Minuten Erste Werkzeugentscheidungen
Einführung Mensch-KI-Team 10 Minuten 15 Minuten Grundregeln und Rollen
Werkzeugwahl und Projektsteuerung 10 Minuten 15 Minuten Arbeitsplan mit Kontrollpunkten
PISA-nahe Anwendungssituation 20 Minuten 35 Minuten Sichtbares Produkt und Projektlog
Selbstkontrolle und Reflexion 5 Minuten 10 Minuten Begründete Freigabeentscheidung

Der 60-Minuten-Kernweg besteht aus Aktivierung, kurzer Einführung, Werkzeugwahl, Anwendungssituation und Selbstkontrolle. Für etwa 90 Minuten ergänzt Du eine vertiefte Quellenprüfung, eine zweite Lösungsvariante oder die schwere Projektstufe.


Aktivierung und Diagnose: Wer oder was ist hier zuständig?

Ordne jede Situation zunächst spontan einer Kategorie zu: Mensch entscheidet, KI kann unterstützen oder anderes Werkzeug ist besser.

Situation Deine erste Entscheidung Vergleich nach der Diskussion
14 von 80 Schülerinnen und Schülern übernehmen KI-Ausgaben ungeprüft. Wie viel Prozent sind das? ____________________ Ein Taschenrechner oder eine Tabellenkalkulation ist für die exakte Rechnung meist passender als generative KI.
Für ein Plakat werden fünf mögliche Überschriften gesucht. ____________________ KI kann Ideen liefern. Der Mensch wählt nach Zielgruppe und Wirkung aus.
Du sollst die private Notenliste Deiner Klasse analysieren. ____________________ Keine personenbezogenen Daten in ein externes KI-Werkzeug eingeben. Erst schulische Regeln und Datenschutz klären.
Eine Schulordnung soll wörtlich zitiert werden. ____________________ Die Originalquelle ist wichtiger als eine KI-Zusammenfassung.
Ein Entwurf soll auf verständliche Sprache für Klasse 8 geprüft werden. ____________________ KI kann Rückmeldung geben. Die Endentscheidung bleibt beim Menschen.

Diagnosefrage: Bei welcher Situation warst Du unsicher? Diese Unsicherheit ist nützlich: Gute Werkzeugwahl beginnt oft mit der Frage, welcher Teil einer Aufgabe überhaupt automatisiert werden sollte.


Was bedeutet „Mensch und KI im Team“?

Eine generative KI ist kein Teammitglied wie ein Mensch. Sie hat keine eigenen Ziele, keine Verantwortung und keine sichere Kenntnis darüber, ob eine Aussage wahr ist. Sprachmodelle erzeugen Ausgaben auf Grundlage gelernter Muster und Wahrscheinlichkeiten. Das kann sehr hilfreich sein, aber eine überzeugend klingende Antwort kann trotzdem falsch, unvollständig, verzerrt oder für die Aufgabe ungeeignet sein.

Die Grafik zeigt ein vereinfachtes künstliches neuronales Netz mit Eingabe-, Zwischen- und Ausgabeschicht. Solche Darstellungen helfen zu verstehen, dass KI-Systeme Informationen verarbeiten, aber nicht automatisch menschliches Verstehen, Verantwortung oder Urteil besitzen.

Das Video von Code.org erklärt maschinelles Lernen. Nutze es nicht als bloße Definition, sondern mit einer Prüffrage: Welche Teile eines KI-Systems beruhen auf Daten und Modellen, und an welchen Stellen braucht es menschliche Ziele, Auswahl und Kontrolle?


Human Agency: Der Mensch bleibt handlungsfähig

Human Agency bedeutet in diesem Kurs: Du setzt das Ziel, triffst begründete Entscheidungen, kontrollierst wichtige Zwischenergebnisse und kannst jederzeit sagen: Stopp, dieses Werkzeug passt hier nicht.

Ein gutes Mensch-KI-Team folgt deshalb fünf Grundsätzen:

  1. Der Mensch definiert das Ziel und entscheidet, wann eine Aufgabe als gelöst gilt.
  2. Das Werkzeug wird nach der Aufgabe ausgewählt und nicht umgekehrt.
  3. Wichtige Aussagen, Berechnungen und Quellen werden geprüft.
  4. KI-Unterstützung wird sichtbar gemacht, wenn sie für das Ergebnis eine Rolle gespielt hat.
  5. Die Freigabe des Endprodukts übernimmt ein Mensch.


Die Werkzeugleiter: Erst Problem, dann Werkzeug

Bevor Du KI öffnest, zerlege die Aufgabe in Teilprobleme. Verschiedene Teilprobleme brauchen verschiedene Werkzeuge.

Teilproblem Geeignetes Werkzeug Warum? Kontrollpunkt
Prozentwert exakt berechnen Taschenrechner oder Tabellenkalkulation Die Aufgabe verlangt eine überprüfbare Rechnung. Ergebnis mit Überschlag oder zweitem Rechenweg kontrollieren.
Drei mögliche Überschriften sammeln Generative KI oder Brainstorming im Team Mehrere Varianten sind erwünscht. Passt die Sprache zur Zielgruppe?
Eine Behauptung über eine Schulregel prüfen Originaldokument oder verlässliche Quelle Eine KI-Ausgabe ersetzt die Originalquelle nicht. Wortlaut und Aktualität prüfen.
Argumente für und gegen eine Entscheidung sammeln Menschliche Diskussion, bei Bedarf KI als Ideengeber Unterschiedliche Perspektiven können sichtbar werden. Gegenargumente und fehlende Sichtweisen ergänzen.
Endgültige Bewertung von Fairness Menschliche Entscheidung im Team Werteentscheidungen brauchen Begründung und Verantwortung. Prüfen, wer Vorteile oder Nachteile haben könnte.
Plakat übersichtlich gestalten Gestaltungswerkzeug, Skizze, bei Bedarf KI-Unterstützung Layout und Visualisierung lassen sich gezielt bearbeiten. Lesbarkeit, Quellenangaben und Bildrechte prüfen.

Merksatz: Nutze nicht das stärkste Werkzeug, sondern das passendste Werkzeug.


Stop – Wechseln – Weiter: Drei Werkzeugentscheidungen

Entscheidung Wann? Beispiel
Weiter mit KI Die Aufgabe ist offen, das Ergebnis ist überprüfbar und KI bringt einen klaren Mehrwert. Ideenvarianten für eine Überschrift oder Gegenargumente sammeln.
Werkzeug wechseln Du brauchst exakte Rechnung, Originalquelle, aktuelle Regel oder präzise Daten. Von generativer KI zur Tabellenkalkulation oder zum Originaldokument wechseln.
KI bewusst nicht verwenden Persönliche Daten, sensible Informationen, hohe Risiken oder eine bewusst eigene Denkleistung stehen im Mittelpunkt. Private Noten, Gesundheitsangaben, Passwörter oder eine persönliche Stellungnahme, die Deine eigene Position zeigen soll.

Diese Entscheidung ist selbst eine Lernleistung. Ein professioneller Arbeitsprozess erkennt nicht nur, wie ein Werkzeug benutzt wird, sondern auch, wann es unpassend ist.


Mensch-KI-Arbeitsteilung

Mensch KI kann unterstützen Gemeinsam mit Kontrolle
Ziel und Erfolgskriterien festlegen Ideen und Varianten erzeugen Entwurf überarbeiten
Bedeutung und Werte abwägen Formulierungsalternativen anbieten Gegenargumente suchen
Quellen auswählen und Verantwortung übernehmen Strukturierungsvorschläge machen Verständlichkeit prüfen
Sensible Daten schützen Muster in bereitgestellten, unkritischen Daten beschreiben Qualitätskriterien anwenden
Endprodukt freigeben Fehlerhinweise oder Prüffragen vorschlagen Verbesserungen begründen

Ein häufiger Fehler besteht darin, die Arbeitsteilung umzudrehen: Die KI entscheidet und der Mensch übernimmt. Besser ist: Der Mensch entscheidet, die KI unterstützt, der Mensch prüft erneut.


Projektsteuerung mit Kontrollpunkten

Projektarbeit verbessert sich, wenn Du nicht erst am Ende prüfst. Ein einfaches Modell ist der Kreislauf Planen – Durchführen – Prüfen – Verbessern.

Für ein KI-Projekt kannst Du daraus fünf Kontrollpunkte ableiten:

Kontrollpunkt Leitfrage Mögliche Aktion
Ziel-Check Lösen wir wirklich das richtige Problem? Problemdefinition ändern oder schärfen.
Werkzeug-Check Passt unser Werkzeug zum Teilproblem? KI weiterverwenden, Werkzeug wechseln oder ohne KI arbeiten.
Quellen-Check Können wir wichtige Aussagen unabhängig prüfen? Originalquelle öffnen, Rechnung wiederholen, Quelle vergleichen.
Qualitäts-Check Ist das Ergebnis korrekt, verständlich, fair und sicher? Überarbeiten oder eine zweite Variante erstellen.
Freigabe-Check Können wir unsere Entscheidung und den KI-Einsatz erklären? Projektlog ergänzen und Endprodukt erst dann veröffentlichen.


Der KRASS-Check für Qualität

Vor der Freigabe prüfst Du Dein Ergebnis mit fünf Kriterien:

Buchstabe Kriterium Prüffrage
K Korrekt Sind Rechnungen, Daten und Tatsachen überprüft?
R Relevant Beantwortet das Produkt wirklich die gestellte Frage?
A Angegeben Sind Quellen und wichtige KI-Beiträge transparent gemacht?
S Sicher Enthält der Arbeitsprozess keine unnötigen persönlichen oder sensiblen Daten?
S Sozial fair Werden Menschen oder Gruppen nicht durch Vorurteile, einseitige Beispiele oder ungeprüfte Annahmen benachteiligt?

Der KRASS-Check ist kein Beweis dafür, dass ein Ergebnis perfekt ist. Er zwingt Dich aber, begründet zu prüfen statt nur zufrieden zu klicken.

Kritisches Denken verbindet Analyse, Begründung und Problemlösen. Genau diese Fähigkeiten brauchst Du, wenn eine KI-Ausgabe plausibel klingt, aber noch nicht geprüft ist.


Quellenkritik: Eine KI-Ausgabe ist nicht automatisch eine Quelle

Wenn ein KI-System eine Behauptung formuliert, frage:

  1. Woher stammt die Information ursprünglich?
  2. Ist die Information aktuell genug für diese Aufgabe?
  3. Kann ich die Aussage in einer verlässlichen Quelle wiederfinden?
  4. Fehlt wichtiger Kontext oder eine Gegenposition?
  5. Hat die Quelle ein erkennbares Interesse oder eine bestimmte Perspektive?

Wenn ein KI-System eine Quelle nennt, die Du nicht finden kannst, ist das kein Detailfehler. Dann muss der Arbeitsprozess zum Quellen-Check zurückspringen.


Sicherheit, Fairness und Transparenz

Verantwortlicher KI-Einsatz betrifft nicht nur richtige Antworten. Auch Rechte, Würde, Fairness, Datenschutz, Transparenz und menschliche Aufsicht spielen eine Rolle. Internationale Leitlinien wie die UNESCO-Empfehlung zur Ethik Künstlicher Intelligenz betonen unter anderem Menschenrechte, Fairness, Transparenz und menschliche Aufsicht.

Beim Anschauen kannst Du drei Fragen notieren:

  1. Welche Entscheidung soll beim Menschen bleiben?
  2. Welche Gruppe könnte durch fehlerhafte oder einseitige KI-Ausgaben benachteiligt werden?
  3. Welche Information müsste transparent gemacht werden, damit andere den Einsatz beurteilen können?


Datenschutz: Die Datenbremse

Bevor Du Daten in ein externes KI-Werkzeug eingibst, prüfe:

  1. Handelt es sich um personenbezogene oder sensible Informationen?
  2. Braucht das Werkzeug diese Daten wirklich für die Aufgabe?
  3. Gibt es eine schulische Regel oder Einwilligung, die beachtet werden muss?
  4. Kann die Aufgabe mit erfundenen, anonymisierten oder weniger genauen Beispieldaten gelöst werden?
  5. Ist ein anderes Werkzeug sicherer und genauso geeignet?

Datenbremse: Wenn Du bei einer dieser Fragen unsicher bist, gib die Daten nicht ein, sondern kläre die Situation zuerst.


Fächerübergreifende Brücken

Fach Beitrag zum KI-Projekt Beispiel im Kurs
Informatik Funktionsweise, Daten, Algorithmen, Modellgrenzen Unterscheiden zwischen generativer KI, Berechnungswerkzeug und Suchquelle.
Deutsch Adressatenbezug, Argumentation, Quellenkritik, Überarbeitung Überschriften, Begründungen und klare Regeln für ein Plakat formulieren.
Mathematik Prozentrechnung, Dateninterpretation, Plausibilitätsprüfung 14 von 80 als 17,5 Prozent berechnen und korrekt darstellen.
Technik Prozessdenken, Systemgrenzen, Qualitätskontrolle Kontrollpunkte und Werkzeugwechsel in einen Arbeitsablauf einbauen.
Geschichte Wandel von Werkzeugen, Automatisierung, Quellenkritik Vergleichen, wie neue Werkzeuge Arbeit verändern, ohne Geschichte als einfache Fortschrittslinie zu erzählen.
Kunst Gestaltung, Bildwirkung, Urheberschaft, Kennzeichnung Ein übersichtliches Informationsplakat mit nachvollziehbarer Bild- und Quellenwahl erstellen.
Ethik Verantwortung, Fairness, Menschenwürde, Folgen Abwägen, welche Entscheidungen nicht einfach an ein System delegiert werden sollten.
Gemeinschaftskunde Regeln, Teilhabe, Interessen, gesellschaftliche Verantwortung Eine Schulregel so formulieren, dass unterschiedliche Lernende berücksichtigt werden.
Wirtschaft Effizienz, Kosten, Arbeitsteilung, Qualitätsrisiko Zeit- und Druckkosten mit Qualitätsanforderungen vergleichen.


PISA-nahe Anwendungssituation: KI-Infostand für den Schulaktionstag

Situation: Die Schülervertretung plant einen Schulaktionstag zum Thema „Digital lernen“. Deine Klasse soll einen Infostand vorbereiten. Die zentrale Aufgabe lautet:

Wie können Schülerinnen und Schüler KI so nutzen, dass sie selbst denken, Ergebnisse prüfen und Verantwortung behalten?

Dein Team erstellt ein A3-Plakat oder eine digitale Ein-Seiten-Lösung mit vier Regeln, einem kleinen Diagramm, einer überprüften Quelle und einer transparenten Beschreibung des KI-Einsatzes.


Material A: Umfrage in einer Jahrgangsstufe

80 Schülerinnen und Schüler wurden gefragt, wofür sie KI-Werkzeuge beim Lernen bereits eingesetzt haben. Mehrfachnennungen waren möglich.

Nutzung Anzahl der Nennungen
Ideen sammeln 52
Erklärungen erhalten 46
Texte formulieren 34
Bilder oder Gestaltungen entwerfen 28
Ergebnisse ungeprüft übernehmen 14

PISA-nahe Denkfrage: Darf man die fünf Zahlen addieren und daraus schließen, dass 174 verschiedene Schülerinnen und Schüler KI verwenden? Begründe Deine Antwort.

Mathematik-Check: Berechne den Anteil der 14 Lernenden, die Ergebnisse ungeprüft übernehmen. Nutze dafür vorzugsweise Taschenrechner oder Tabellenkalkulation und dokumentiere den Rechenweg.


Material B: Rahmenbedingungen

Das Plakat muss:

  1. vier kurze und verständliche Regeln enthalten,
  2. mindestens eine Zahl aus der Umfrage korrekt darstellen,
  3. eine überprüfbare Quelle nennen,
  4. ohne personenbezogene Daten auskommen,
  5. deutlich machen, an welcher Stelle KI geholfen hat,
  6. auch für Personen verständlich sein, die keine KI nutzen.

Für zehn Ausdrucke stehen maximal 12 Euro zur Verfügung. Ein farbiger A3-Ausdruck kostet 1,20 Euro, ein schwarz-weißer A3-Ausdruck 0,35 Euro.

Wirtschafts- und Mathematikfrage: Welche Druckvariante ist möglich? Welche würdest Du wählen, wenn Lesbarkeit und Kosten gleichzeitig berücksichtigt werden sollen? Es gibt nicht nur eine richtige Gestaltung, aber Deine Entscheidung muss begründet sein.


Material C: Eine absichtlich fehlerhafte KI-Antwort

Eine fiktive KI-Ausgabe lautet:

„14 von 80 sind 14 Prozent. KI-Systeme speichern niemals persönliche Daten. Internationale Ethikregeln sagen, dass KI immer neutral entscheidet. Deshalb sollte man für alle Arbeitsschritte KI benutzen, weil das am schnellsten ist.“

Prüfe diese Ausgabe mit dem KRASS-Check.

Mindestens vier Probleme sind zu finden:

  1. Die Prozentrechnung ist falsch.
  2. Die absolute Aussage über persönliche Daten ist unbelegt und als allgemeine Regel ungeeignet.
  3. Die Aussage über angeblich immer neutrale KI ist falsch und widerspricht dem Gedanken der Fairnessprüfung.
  4. Die Schlussfolgerung „KI für alle Arbeitsschritte“ missachtet Werkzeugwahl, Quellenprüfung und menschliche Verantwortung.

Diese Aufgabe funktioniert auch dann, wenn im Unterricht keine generative KI verwendet werden darf. Die fiktive Ausgabe dient dann als Prüfmaterial.


Material D: Werkzeugkarten

Werkzeug Stärke Grenze
Generative KI Ideen, Varianten, Strukturvorschläge, sprachliche Überarbeitung Kann Fehler, erfundene Angaben oder einseitige Antworten erzeugen.
Suchwerkzeug und Originalquelle Auffinden und Prüfen externer Informationen Treffer müssen selbst bewertet werden.
Taschenrechner Exakte Einzelrechnung Liefert keine Begründung für gesellschaftliche Entscheidungen.
Tabellenkalkulation Daten, Prozentwerte, Diagramme Falsche Eingaben führen zu falschen Ergebnissen.
Textverarbeitung Struktur, Überarbeitung, Dokumentation Prüft Inhalte nicht automatisch zuverlässig.
Gestaltungswerkzeug Layout und Visualisierung Ein schönes Plakat kann trotzdem sachlich falsch sein.


Projektauftrag

Arbeite in einem Team von zwei bis vier Personen.

  1. Problem definieren: Formuliert in einem Satz, welches Problem Euer Plakat löst und für wen es gedacht ist.
  2. Werkzeuge wählen: Entscheidet für mindestens vier Teilaufgaben, welches Werkzeug am besten passt.
  3. Arbeit aufteilen: Markiert, was Menschen übernehmen, wobei KI unterstützen darf und was mit einem anderen Werkzeug erledigt wird.
  4. Kontrollpunkte planen: Legt mindestens drei Stopps fest, an denen Ihr prüft.
  5. Produkt erstellen: Gestaltet vier Regeln, ein Diagramm und eine kurze Begründung.
  6. Freigabe entscheiden: Prüft das Ergebnis mit dem KRASS-Check.
  7. Projektlog ausfüllen: Dokumentiert mindestens eine Entscheidung „KI nutzen“, eine Entscheidung „Werkzeug wechseln“ und eine Entscheidung „KI nicht nutzen“.


Beispiel für einen guten KI-Arbeitsauftrag

Statt „Mach unser Plakat fertig“ könntest Du eine KI so ansprechen:

„Wir erstellen für Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 ein Plakat zum verantwortlichen KI-Einsatz. Gib uns drei mögliche Strukturen und zu jeder Struktur zwei Prüffragen. Verwende keine erfundenen Quellen. Wenn Du bei einer Aussage unsicher bist, markiere die Unsicherheit. Entscheide nicht für uns, welche Struktur wir wählen.“

Der Unterschied ist wichtig: Die KI liefert Arbeitsmaterial, nicht die fertige Entscheidung.


Sichtbares Produkt

Dein Produkt enthält:

  1. eine klare Überschrift,
  2. vier Regeln zum verantwortlichen KI-Einsatz,
  3. eine korrekt berechnete oder dargestellte Zahl aus Material A,
  4. mindestens eine überprüfte Quelle,
  5. einen Hinweis wie „KI-Unterstützung: Ideenstruktur und Sprachprüfung; Zahlen und Quellen menschlich geprüft“,
  6. eine kurze Begründung, warum mindestens ein Arbeitsschritt ohne generative KI durchgeführt wurde.


Projektlog: So wird der Mensch-KI-Prozess sichtbar

Arbeitsschritt Problem Gewähltes Werkzeug Menschliche Aufgabe KI-Aufgabe Kontrollpunkt Entscheidung danach
1 ____________________ ____________________ ____________________ ____________________ ____________________ Weiter / Wechsel / Stopp
2 ____________________ ____________________ ____________________ ____________________ ____________________ Weiter / Wechsel / Stopp
3 ____________________ ____________________ ____________________ ____________________ ____________________ Weiter / Wechsel / Stopp
4 ____________________ ____________________ ____________________ ____________________ ____________________ Weiter / Wechsel / Stopp


Differenzierung: Drei Projektstufen

Stufe Auftrag Zusatzanforderung
Leicht Prüfe die fiktive KI-Antwort und ordne für fünf Teilaufgaben geeignete Werkzeuge zu. Formuliere zwei Regeln für das Plakat.
Standard Erstelle das vollständige Plakat mit Diagramm, Quellencheck und Projektlog. Begründe mindestens einen Werkzeugwechsel.
Schwer Entwickle zwei verschiedene Arbeitswege für dieselbe Aufgabe. Vergleiche Qualität, Zeit, Transparenz, Sicherheit und Fairness und entscheide begründet, welcher Weg besser ist.


Selbstkontrolle: 60-Sekunden-Freigabe

Bevor Du Dein Produkt abgibst, beantworte jede Frage mit Ja, Noch nicht oder Nicht relevant.

Prüffrage Deine Antwort
Können wir unser Problem in einem Satz erklären? ____________________
Können wir begründen, warum wir unsere Werkzeuge gewählt haben? ____________________
Sind wichtige Zahlen unabhängig kontrolliert? ____________________
Sind Quellen tatsächlich auffindbar und passend? ____________________
Haben wir persönliche oder sensible Daten vermieden? ____________________
Haben wir eine mögliche Benachteiligung oder Einseitigkeit geprüft? ____________________
Ist der KI-Einsatz transparent dokumentiert? ____________________
Würden wir das Ergebnis auch dann vertreten, wenn jemand kritisch nachfragt? ____________________

Wenn Du bei einer wichtigen Frage „Noch nicht“ ankreuzt, ist das kein Scheitern, sondern ein Kontrollpunkt. Gehe gezielt einen Schritt zurück.


Reflexion und Transfer

  1. Welche Teilaufgabe hätte eine KI wahrscheinlich schlechter gelöst als ein einfacheres Werkzeug? Begründe.
  2. An welcher Stelle hätte ein unkritisches Übernehmen der KI-Ausgabe Euer Produkt verschlechtert?
  3. Welche Aussage musste unabhängig geprüft werden und wie habt Ihr das gemacht?
  4. Wer könnte durch eine einseitige Formulierung oder ein unpassendes Beispiel ausgeschlossen oder benachteiligt werden?
  5. Welche Information über Euren KI-Einsatz sollte eine andere Person kennen, um das Produkt beurteilen zu können?
  6. Wo könntest Du die Regel „Weiter – Wechseln – Stopp“ außerhalb des Unterrichts anwenden?


Weiterführende Medien

Das Video „How AI Works“ eignet sich zur Vertiefung der technischen Perspektive. Achte besonders darauf, welche Rolle Daten, Modelle und menschliche Entscheidungen spielen.

Dieses Video thematisiert unter anderem Privatsphäre und die Zukunft der Arbeit. Es eignet sich für Bezüge zu Ethik, Wirtschaft und Gemeinschaftskunde.

Das UNESCO-Video eignet sich für die Frage, wie KI gesellschaftlich gestaltet werden kann. Übertrage die Aussagen auf Eure Schule: Welche Regeln würden menschliche Handlungsfähigkeit stärken?


Quellen und freie Medien

  1. UNESCO: Recommendation on the Ethics of Artificial Intelligence – Orientierung zu Menschenrechten, Fairness, Transparenz und menschlicher Aufsicht.
  2. Code.org: Bildungsmedien zu KI – Videos zu maschinellem Lernen, KI und ethischen Fragen.
  3. Wikimedia Commons: AI for child growth and learning workshop.jpg – frei lizenziertes Bild, CC BY-SA 4.0.
  4. Wikimedia Commons: Neural network example.svg – vereinfachtes neuronales Netz, Public Domain.
  5. Wikimedia Commons: PDCA-Kreis mit Beschriftung – frei lizenzierte Darstellung des Qualitätskreislaufs.
  6. Wikimedia Commons: Critical Thinking Skills Diagram.svg – frei lizenzierte Darstellung zu kritischem Denken.
  7. Wikimedia Commons: Kritisches Denken.png – unter CC0 bereitgestellte Illustration.
  8. Wikipedia und weitere OER-Quellen zu Künstlicher Intelligenz sollten bei aktuellen Aussagen stets zusätzlich auf Aktualität und Kontext geprüft werden.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was sollte am Anfang eines Mensch-KI-Projekts geklärt werden? (Problem, Zielgruppe und Erfolgskriterien) (!Die schönste KI-Oberfläche) (!Möglichst viele automatische Funktionen) (!Die längste mögliche Eingabe)




Welches Werkzeug ist für eine exakte Prozentrechnung meist am passendsten? (Ein Taschenrechner oder eine Tabellenkalkulation) (!Eine Bild-KI) (!Ein zufälliger Textgenerator) (!Ein Zeichenprogramm)




Was ist bei persönlichen oder sensiblen Daten die sicherste Grundregel? (Zuerst prüfen und bei Unsicherheit nicht in ein externes KI-Werkzeug eingeben) (!Immer vollständig eingeben) (!Nur den Namen weglassen und alles andere ungeprüft senden) (!Die Daten automatisch veröffentlichen)




Wer trägt die Verantwortung für die Freigabe des schulischen Endprodukts? (Der Mensch beziehungsweise das verantwortliche Team) (!Das KI-System allein) (!Das schnellste Werkzeug) (!Die automatische Rechtschreibprüfung)




Wozu dient ein Kontrollpunkt im Projekt? (Zum Prüfen und gegebenenfalls Ändern des bisherigen Arbeitswegs) (!Zum Verhindern jeder Überarbeitung) (!Zum automatischen Löschen aller Quellen) (!Zum Ersetzen der Problemdefinition durch ein Bild)




Wie solltest Du eine wichtige Tatsachenbehauptung aus einer KI-Ausgabe behandeln? (Unabhängig mit einer geeigneten Quelle prüfen) (!Sofort als sichere Quelle zitieren) (!Nur nach der Länge der Antwort bewerten) (!Immer ohne Prüfung übernehmen)




Was bedeutet Fairness beim Prüfen eines KI-unterstützten Produkts? (Mögliche Benachteiligungen und einseitige Darstellungen berücksichtigen) (!Nur die schnellste Lösung auswählen) (!Immer dieselbe Personengruppe als Beispiel verwenden) (!Kritik an Ergebnissen vermeiden)




Wann ist ein Werkzeugwechsel sinnvoll? (Wenn ein anderes Werkzeug die Teilaufgabe genauer oder sicherer lösen kann) (!Wenn das erste Werkzeug besonders modern aussieht) (!Wenn niemand das Ergebnis prüfen möchte) (!Wenn Quellen nicht mehr benötigt werden sollen)




Warum ist ein Projektlog nützlich? (Er macht Werkzeugwahl, Mensch-KI-Arbeitsteilung und Kontrollentscheidungen nachvollziehbar) (!Er ersetzt jede Qualitätsprüfung) (!Er macht Quellen überflüssig) (!Er sorgt automatisch für richtige Ergebnisse)




Welche Aussage passt am besten zu Human Agency? (Der Mensch setzt Ziele, entscheidet, prüft und kann den KI-Einsatz stoppen) (!Die KI bestimmt selbst das Ziel des Schulprojekts) (!Jede Teilaufgabe muss automatisiert werden) (!Eine plausible KI-Antwort braucht keine Kontrolle)





Memory

Problemdefinition Ziel Kontext und Grenzen klären
Werkzeugwahl Passendes Mittel nach der Teilaufgabe auswählen
Kontrollpunkt Zwischenergebnis bewusst überprüfen
Quellenkritik Behauptungen unabhängig belegen
Human Agency Menschliche Handlungsfähigkeit bewahren
Transparenz KI-Unterstützung nachvollziehbar machen
Datenschutz Persönliche Informationen schützen
Fairness Benachteiligungen und Einseitigkeiten prüfen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Taschenrechner oder Tabellenkalkulation Exakte Prozentrechnung
Originalquelle Wortlaut einer Schulregel prüfen
Generative KI als Ideengeber Mehrere Überschriftenvarianten sammeln
Menschliche Entscheidung Fairness des Endprodukts bewerten
Projektlog Arbeitsschritte und Werkzeugwechsel dokumentieren
Datenbremse Unsichere Eingabe persönlicher Informationen stoppen
Kontrollpunkt Zwischenergebnis prüfen und Arbeitsweg anpassen






Kreuzworträtsel

Problemdefinition Wie heißt das Klären von Ziel, Aufgabe, Zielgruppe und Grenzen zu Beginn?
Werkzeugwahl Wie heißt die begründete Entscheidung für ein passendes Arbeitsmittel?
Kontrollpunkt Wie heißt ein geplanter Stopp zum Prüfen eines Zwischenergebnisses?
Quellenkritik Wie heißt das Prüfen von Herkunft, Beleg und Zuverlässigkeit einer Information?
Transparenz Wie heißt das sichtbare Offenlegen wichtiger KI-Beiträge im Arbeitsprozess?
Datenschutz Wie heißt der Schutz personenbezogener Informationen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Am Anfang eines guten KI-Projekts steht eine klare

.
Für eine exakte Prozentrechnung ist häufig ein

geeigneter als generative KI.
Eine wichtige Tatsachenbehauptung aus einer KI-Ausgabe braucht einen unabhängigen

.
Ein geplanter Prüfstopp im Arbeitsprozess heißt

.
Persönliche und sensible Informationen gehören zum Bereich

.
Die nachvollziehbare Kennzeichnung wichtiger KI-Beiträge schafft

.
Beim Prüfen möglicher Benachteiligungen geht es um

.
Die bewusste Entscheidung für ein anderes Arbeitsmittel ist ein

.
Die menschliche Fähigkeit Ziele zu setzen und Entscheidungen zu verantworten heißt

.
Die Dokumentation von Werkzeugwahl und Arbeitsteilung erfolgt im

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Werkzeugwahl: Sammle acht typische Schulaufgaben und entscheide jeweils, ob Mensch, KI, Originalquelle, Taschenrechner oder Tabellenkalkulation am besten passt.
  2. Fehleranalyse: Schreibe eine kurze absichtlich fehlerhafte KI-Antwort und markiere anschließend mindestens drei Stellen, die geprüft werden müssen.
  3. Quellenkritik: Vergleiche eine KI-Zusammenfassung mit einer Originalquelle und notiere zwei Unterschiede.
  4. Datenschutz: Erstelle eine Karte „Darf ich diese Daten eingeben?“ mit fünf Prüffragen für Deine Klasse.


Standard

  1. Infografik: Gestalte ein A3-Plakat mit vier Regeln für verantwortlichen KI-Einsatz und dokumentiere die verwendeten Werkzeuge.
  2. Projektmanagement: Entwickle für ein eigenes Schulprojekt mindestens vier Kontrollpunkte und begründe ihre Position im Arbeitsablauf.
  3. Mathematik: Erstelle aus einer kleinen anonymen Datentabelle ein Diagramm und prüfe, ob eine KI die Daten korrekt beschreibt.
  4. Deutsch: Lass Dir drei Formulierungsvarianten zu einer Aussage vorschlagen, wähle selbst eine aus und begründe die Auswahl mit Zielgruppe, Ton und Verständlichkeit.


Schwer

  1. Ethik der Künstlichen Intelligenz: Entwickle einen Fall, in dem eine schnelle KI-Lösung unfair wäre, und entwirf eine gerechtere menschlich kontrollierte Alternative.
  2. Wirtschaft: Vergleiche zwei Arbeitswege für dasselbe Produkt nach Zeit, Kosten, Qualität, Kontrollaufwand und Risiko.
  3. Geschichte: Untersuche ein historisches Beispiel technischer Automatisierung und vergleiche die damaligen Hoffnungen und Sorgen mit heutigen KI-Debatten.
  4. Gemeinschaftskunde: Entwirf eine begründete Klassenvereinbarung zum KI-Einsatz mit Regeln für Transparenz, Eigenleistung, Quellen, Datenschutz und Einspruchsmöglichkeiten.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Problemdefinition: Eine Klasse möchte mit KI „etwas über unsere Stadt machen“. Formuliere aus dieser unklaren Idee eine überprüfbare Projektfrage mit Zielgruppe, Produkt und Qualitätskriterien.
  2. Werkzeugwahl: Du sollst für ein Schulprojekt eine aktuelle Regel zitieren, einen Prozentwert berechnen, drei Überschriften entwickeln und eine faire Endentscheidung treffen. Ordne jedem Teilproblem ein Werkzeug zu und begründe jede Entscheidung.
  3. Mensch-KI-Arbeitsteilung: Analysiere einen Arbeitsablauf, in dem eine KI Recherche, Rechnung, Bewertung und Endfreigabe übernimmt. Verändere den Ablauf so, dass menschliche Verantwortung erkennbar wird.
  4. Kontrollpunkte: Plane drei Kontrollpunkte für ein KI-unterstütztes Plakatprojekt. Erkläre jeweils, welcher Fehler dort entdeckt werden könnte und welche Konsequenz daraus folgen würde.
  5. Quellenkritik: Eine KI nennt eine überzeugend klingende Statistik ohne auffindbare Quelle. Beschreibe, wie Du systematisch weiterarbeitest, ohne die Zahl einfach zu übernehmen oder sofort alles zu verwerfen.
  6. Transfer: Entscheide für eine selbst gewählte Alltagssituation, wann Du KI weiterverwenden, das Werkzeug wechseln und KI bewusst nicht einsetzen würdest. Begründe die drei Entscheidungen anhand von Qualität, Sicherheit und Verantwortung.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zu diesem Thema sind wichtig:

  1. Eine klare Problemdefinition mit Ziel, Zielgruppe, Grenzen und Erfolgskriterien.
  2. Mindestens drei begründete Werkzeugentscheidungen, darunter nach Möglichkeit eine Entscheidung für KI, eine für ein anderes Werkzeug und eine bewusste Nicht-Nutzung von KI.
  3. Eine nachvollziehbare Arbeitsteilung zwischen menschlicher Denkleistung, KI-Unterstützung und anderen Werkzeugen.
  4. Mindestens drei dokumentierte Kontrollpunkte im Projektverlauf.
  5. Eine Qualitätsprüfung nach Korrektheit, Relevanz, Transparenz, Sicherheit und Fairness.
  6. Ein unabhängiger Quellen- oder Faktencheck für mindestens eine wichtige Aussage.
  7. Ein kurzer Projektlog, der Änderungen, Werkzeugwechsel und Entscheidungen sichtbar macht.
  8. Ein sichtbares Endprodukt oder eine begründete Lösung, die das Team selbst vertreten kann.
  9. Eine kurze Reflexion, was die KI verbessert hat, was sie nicht übernehmen sollte und was Du beim nächsten Projekt anders machen würdest.




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