Instandhaltung und Wartungsplanung – Geplante Stillstände koordinieren
Einleitung
Instandhaltung und Wartungsplanung – Geplante Stillstände koordinieren ist ein kompakter Ausbildungskurs für angehende Industriemechaniker, Mechatroniker, Elektroniker für Betriebstechnik und verwandte Berufe. Du planst einen vorgesehenen Anlagenstillstand, stimmst Gewerke und Termine ab, führst eine sichere Diagnose zuerst in der Simulation durch und bereitest die Wiederinbetriebnahme vor.

| Kursformat | Ziel |
|---|---|
| 8 kurze Lerneinheiten | Stillstand strukturiert planen |
| Ausbildungsfall | Mechanik, Elektro, Automatisierung und Produktion koordinieren |
| Diagnose | Nur simuliert beginnen, keine automatische Live-Ansteuerung |
| Sicherheit | Keine Umgehung von Schutzeinrichtungen; reale Arbeiten nur mit geeigneter Fachaufsicht und betrieblicher Freigabe |
Merksatz: Ein guter Stillstandsplan verbindet Technik, Termine, Verantwortlichkeiten, Schutzmaßnahmen, Erprobung und dokumentierte Übergabe.
Lernziele
Nach dem Kurs kannst Du einen geplanten Stillstand in Arbeitspakete zerlegen, Abhängigkeiten erkennen, Gewerke zeitlich koordinieren, sichere Freigabepunkte benennen, eine simulierte Fehlerdiagnose auswerten und eine Wiederinbetriebnahme mit klaren Prüfschritten vorbereiten.
Kursfahrplan
| Lerneinheit | Fokus | Richtzeit |
|---|---|---|
| 1 | Instandhaltung und Stillstand | 6 min |
| 2 | Ausbildungsfall verstehen | 7 min |
| 3 | Gewerke und Schnittstellen | 8 min |
| 4 | Terminplan und Puffer | 8 min |
| 5 | Freigabe und sichere Arbeitsvorbereitung | 8 min |
| 6 | Schaltbild und SPS-Diagnose in Simulation | 10 min |
| 7 | Erprobung und Wiederinbetriebnahme | 8 min |
| 8 | Transfer und Lernkontrolle | 10 min |
Instandhaltung kompakt
Instandhaltung umfasst planbare und korrektive Maßnahmen. Für die Ausbildung sind besonders Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung wichtig. Ein geplanter Stillstand schafft ein definiertes Zeitfenster, in dem mehrere Arbeiten gebündelt werden können.
| Begriff | Leitfrage | Beispiel im Kurs |
|---|---|---|
| Wartung | Was erhält den Sollzustand? | Förderrolle reinigen und prüfen |
| Inspektion | Wie ist der Istzustand? | Sensorzustand und Verschleiß bewerten |
| Instandsetzung | Was stellt die Funktion wieder her? | Freigegebenes defektes Teil ersetzen |
| Verbesserung | Was macht den Betrieb künftig robuster? | Diagnosehinweis oder Wartungszugang verbessern |
Die aktuellen deutschen Grundbegriffe werden unter anderem in DIN 31051 und DIN EN 13306 geführt. Für Arbeitsschutz und Durchführung sind insbesondere Gefährdungsbeurteilung, Betriebssicherheitsverordnung und TRBS 1112 relevant.
Ausbildungsfall: Förderlinie F-17
Eine fiktive Verpackungslinie wird für einen geplanten vierstündigen Ausbildungs-Stillstand aus dem Produktionsplan genommen. Die Linie besitzt Förderband, Motor, Lichttaster, pneumatischen Ausschieber und SPS-Steuerung. Drei Gewerke arbeiten koordiniert; die Produktion übernimmt am Ende wieder.

Auftrag: Plane den Ablauf so, dass niemand durch Parallelität gefährdet wird und die Wiederinbetriebnahme nicht startet, solange ein Gewerk noch nicht fertig gemeldet hat.
| Gewerk | Arbeitspaket | Abhängigkeit |
|---|---|---|
| Mechanik | Rollenlauf und Befestigung prüfen | Anlage sicher stillgesetzt und freigegeben |
| Elektro | Sensor- und Leitungszustand prüfen | Elektrischer Arbeitsbereich freigegeben; reale Arbeiten nur durch beauftragte Fachkräfte |
| Automatisierung | Fehlerbild in einer Offline-Simulation nachstellen | Projektkopie ohne Verbindung zur realen Anlage |
| Produktion | Übergabe, Teststück und Rücknahme in Betrieb begleiten | Erprobung abgeschlossen und Freigabe erteilt |
Fallkarte: Ausgangslage
Im letzten Produktionslauf trat sporadisch die Meldung „Werkstück nicht erkannt“ auf. Gleichzeitig ist eine Förderrolle für die planmäßige Kontrolle fällig. Der Stillstand darf nicht durch ungeprüftes Parallelisieren verkürzt werden. Jede Überschneidung braucht eine geklärte Schnittstelle.
Gewerke und Schnittstellen koordinieren
Schnittstellen entstehen dort, wo ein Arbeitspaket den sicheren Start, die Zugänglichkeit, Energiezustände, Schutzbereiche oder den Termin eines anderen Pakets beeinflusst. Die aktuelle DGUV Information 209-015 betont die Koordination von Arbeiten und eine ausreichende Kommunikation zwischen Bedien- und Instandhaltungspersonal.
| Schnittstelle | Koordinationsfrage | Planerische Antwort |
|---|---|---|
| Mechanik ↔ Elektro | Arbeiten beide am selben Anlagenteil? | Zeitlich trennen oder sichere Bereiche eindeutig abgrenzen |
| Instandhaltung ↔ Produktion | Wer entscheidet über Stillsetzen und Rückgabe? | Zuständigkeit und Freigabepunkt vorab festlegen |
| Intern ↔ Fremdfirma | Wer kennt betriebliche Gefahren und Arbeitsabläufe? | Unterweisung, Ansprechpartner und Koordination vereinbaren |
| Arbeit ↔ Erprobung | Sind alle Personen aus dem Gefahrenbereich? | Fertigmeldungen sammeln und Erprobung separat freigeben |
Praxisregel: Parallelität ist nur dann ein Zeitgewinn, wenn sie keine neue Gefährdung oder gegenseitige Behinderung erzeugt.
Terminplanung mit Abhängigkeiten
Ein Gantt-Diagramm macht sichtbar, welche Arbeitspakete parallel laufen dürfen, welche nacheinander erfolgen müssen und wo Puffer nötig sind.

| Zeitfenster | Vorgang | Freigabepunkt |
|---|---|---|
| Startphase | Übergabe, Arbeitsbereich sichern, Freigaben prüfen | Beginn der Instandhaltungsarbeiten |
| Arbeitsphase A | Mechanik und freigegebene Elektroarbeiten nur bei sicherer Schnittstelle | Fertigmeldung je Gewerk |
| Arbeitsphase B | Offline-Diagnose und Dokumentation | Diagnoseergebnis dokumentiert |
| Abschlussphase | Zusammenbau, Sichtkontrolle, Schutzfunktionen vollständig | Erprobung freigegeben |
| Übergabe | Kontrollierte Erprobung, Ergebnis dokumentieren | Freigabe an Produktion |
Puffer gehören vor die Wiederinbetriebnahme. Sie verhindern, dass Zeitdruck zur unsicheren Abkürzung von Schutz- oder Prüfschritten führt.
Mini-Planungscheck
- Arbeitspaket: Ist Umfang und Ergebnis eindeutig?
- Verantwortung: Wer führt aus, wer koordiniert, wer gibt frei?
- Abhängigkeit: Was muss vorher abgeschlossen sein?
- Ressource: Sind Werkzeug, Ersatzteil, Dokumente und qualifiziertes Personal verfügbar?
- Pufferzeit: Gibt es Reserve für unerwartete Befunde?
- Übergabe: Welche Nachweise sind vor der Wiederinbetriebnahme erforderlich?
Sichere Arbeitsvorbereitung und Freigabe
Instandhaltung ist auf Grundlage einer Gefährdungsbeurteilung sicher durchzuführen. Schutzmaßnahmen, Kommunikation, Warnhinweise und gegebenenfalls ein Freigabe- oder Erlaubnissystem müssen zum betrieblichen Verfahren passen.

Wichtig: Das Video dient zum Verständnis des Prinzips Wartungssicherung. Im Betrieb gelten die betriebliche Gefährdungsbeurteilung, die maschinenspezifische Anweisung und die Freigaberegeln. Du führst im Kurs keine reale Energietrennung selbstständig aus.

Sicherheitsgrenze des Kurses: Kein Ausgang wird an einer realen SPS erzwungen, keine Schutzfunktion wird überbrückt, keine Verriegelung wird manipuliert und keine Maschine automatisch live angesteuert. Reale Arbeiten finden nur unter geeigneter Fachaufsicht, mit betrieblicher Freigabe und nach den vor Ort festgelegten Schutzmaßnahmen statt.
Gestufte Hilfe: Was muss vor Arbeitsbeginn geklärt sein?
Hilfe 1: Denke an Personen, Energie, Arbeitsbereich und Zuständigkeit.
Hilfe 2: Prüfe, wer die Anlage übergibt, wer Arbeiten ausführt und wer die spätere Erprobung freigibt.
Hilfe 3: Eine vollständige Planung verbindet Gefährdungsbeurteilung, Arbeitsauftrag, Schnittstellen, Freigaben, Fertigmeldungen und Übergabe.
Schaltbilder lesen und Diagnose simulieren
Schaltbilder helfen, eine Störung systematisch zwischen Sensor, Logik und Aktor einzugrenzen. Dabei wird zuerst dokumentiert und simuliert, nicht an der realen Anlage experimentiert.

Die Funktionsanimation zeigt das Grundprinzip der Verarbeitung von Eingängen, Logik und Ausgängen einer SPS. Nutze sie für das Verständnis des Signalwegs, nicht als Anleitung zur Live-Ansteuerung.

Sichere Fehlerdiagnose-Simulation
Für die Übung gibt es keine Verbindung zu einer echten Maschine. Die Signalnamen sind didaktisch vereinfacht.
| Simulationssignal | Bedeutung | Zustand |
|---|---|---|
| I_Sicher | Freigabebedingung in der Simulation erfüllt | EIN |
| I_Start | Startanforderung in der Simulation | EIN |
| I_Werkstück | Werkstücksensor in der Simulation | AUS |
| Q_Förderer | Simulierter Motorbefehl | AUS |
Diagnoseauftrag: Begründe, warum der simulierte Förderer nicht startet. Verändere ausschließlich den virtuellen Sensorzustand in der Simulation und beobachte den logischen Effekt. Übertrage diese Änderung nicht automatisch auf eine reale SPS.
Hilfe 1: Folge dem Signalweg Eingang → Logik → Ausgang.
Hilfe 2: Welche Eingangsvoraussetzung ist als einzige nicht erfüllt?
Hilfe 3: I_Werkstück steht auf AUS. In der Simulation blockiert diese Bedingung Q_Förderer. In der Realität wäre damit noch keine Fehlerursache bewiesen; dort wären Dokumentation, Sichtprüfung und qualifizierte Diagnose nach Freigabe erforderlich.
Diagnose ohne gefährliche Abkürzungen
| Beobachtung in der Simulation | Sichere Interpretation | Nächster Lernschritt |
|---|---|---|
| Eingang ändert sich nicht | Sensorpfad oder Simulationsbedingung prüfen | Dokumentation und Signalzuordnung vergleichen |
| Eingänge plausibel, Ausgang bleibt AUS | Logische Freigabebedingung fehlt | Kontaktplan oder Funktionsplan lesen |
| Ausgang in Simulation EIN, reale Funktion ungeklärt | Simulation beweist keine reale Aktorfunktion | An Fachaufsicht übergeben; keine eigenmächtige Live-Prüfung |
Erprobung und Wiederinbetriebnahme
Nach Instandhaltungsarbeiten ist die Erprobung ein eigener, geplanter Schritt. Die aktuelle DGUV Information 209-015 verlangt vor der Erprobung unter anderem einen sicheren Zustand, klare Zuständigkeiten, Abstimmung der Beteiligten und die Umsetzung der festgelegten Schutzmaßnahmen. Nach erfolgreicher Erprobung werden Schutzmaßnahmen vollständig in den Normalzustand zurückgeführt, Ergebnisse dokumentiert und die Anlage an den Betrieb übergeben.
| Prüfschritt | Frage vor Freigabe |
|---|---|
| Fertigmeldungen | Haben alle Gewerke ihre Arbeiten abgeschlossen? |
| Arbeitsbereich | Sind Personen, Werkzeuge, Hilfsmittel und Restmaterial aus dem vorgesehenen Bereich entfernt? |
| Schutzsystem | Sind vorgesehene Schutzeinrichtungen wieder vorhanden und wirksam? |
| Dokumentation | Sind Befunde, Änderungen und offene Punkte eingetragen? |
| Erprobung | Ist sie geplant, beaufsichtigt und von dafür bestimmten Personen durchgeführt? |
| Übergabe | Ist der sichere und funktionsfähige Zustand bestätigt und die betriebliche Freigabe erteilt? |
Stop-Kriterium: Bei ungeplanter Abweichung wird die Erprobung unterbrochen. Erst nach Bewertung und festgelegten weiteren Maßnahmen darf neu angesetzt werden.
Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben mit Feedback
Basisaufgabe
Aufgabe: Ordne die Rollen Produktion, Mechanik, Elektro und Automatisierung dem Fall F-17 zu und markiere für jedes Gewerk einen notwendigen Übergabepunkt.
Begründetes Feedback: Eine gute Lösung nennt nicht nur Tätigkeiten, sondern auch den Zeitpunkt, an dem Verantwortung oder Information weitergegeben wird. Stillstände scheitern häufig an unklaren Schnittstellen, nicht an der Einzelarbeit.
Anwendungsaufgabe
Aufgabe: Im Terminplan verspätet sich ein Ersatzteil für die Mechanik. Die Automatisierungsdiagnose ist bereits beendet. Entscheide, welche Arbeiten weiterlaufen dürfen und welche Freigaben verschoben werden müssen.
Begründetes Feedback: Richtig ist nicht „alles stoppen“ oder „trotzdem starten“, sondern Abhängigkeiten neu zu bewerten. Arbeiten dürfen nur weiterlaufen, wenn Arbeitsbereiche, Energiezustände und gegenseitige Gefährdungen weiterhin beherrscht sind. Die Wiederinbetriebnahme bleibt gesperrt, solange ein erforderliches Arbeitspaket offen ist.
Transferaufgabe
Aufgabe: Übertrage den Ablauf auf eine andere Anlage, zum Beispiel eine Pumpe, Werkzeugmaschine oder Montagestation. Entwickle fünf Freigabepunkte, die unabhängig vom konkreten Maschinentyp sinnvoll bleiben.
Begründetes Feedback: Eine starke Transferlösung formuliert maschinenunabhängige Prinzipien: klare Verantwortung, sichere Arbeitsvorbereitung, abgestimmte Schnittstellen, dokumentierte Fertigmeldung, kontrollierte Erprobung und formale Übergabe. Gerätespezifische Schutzmaßnahmen kommen zusätzlich aus Betriebsanleitung und Gefährdungsbeurteilung.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist vor einem geplanten Stillstand zuerst zu klären? (Arbeitsumfang Verantwortlichkeiten und Schutzmaßnahmen) (!Nur die Pausenregelung) (!Nur der Ersatzteilpreis) (!Nur die spätere Produktionsmenge)
Was kennzeichnet eine gute Gewerkekoordination? (Abhängigkeiten und Schnittstellen werden vorab abgestimmt) (!Alle Gewerke starten immer gleichzeitig) (!Jedes Gewerk arbeitet ohne Rückmeldung) (!Der Termin ersetzt die Gefährdungsbeurteilung)
Wozu dient ein Puffer im Stillstandsplan? (Unvorhergesehene Befunde ohne unsicheren Zeitdruck auffangen) (!Schutzeinrichtungen schneller umgehen) (!Fertigmeldungen einsparen) (!Dokumentation vermeiden)
Wie beginnt die Fehlerdiagnose in diesem Kurs? (In einer Simulation ohne Verbindung zur realen Anlage) (!Mit automatischer Live Ansteuerung) (!Mit erzwungenen Ausgängen an der Maschine) (!Mit überbrückter Verriegelung)
Was bedeutet eine Fertigmeldung eines Gewerks? (Das vereinbarte Arbeitspaket ist abgeschlossen und rückgemeldet) (!Die Anlage darf automatisch starten) (!Alle anderen Gewerke sind automatisch fertig) (!Die Gefährdungsbeurteilung wird überflüssig)
Wann darf die Erprobung beginnen? (Nach abgestimmter Freigabe und festgelegten Schutzmaßnahmen) (!Sobald ein einzelnes Gewerk fertig ist) (!Sobald der Produktionsdruck steigt) (!Während noch Personen im Arbeitsbereich tätig sind)
Was ist bei einer ungeplanten Abweichung während der Erprobung richtig? (Erprobung unterbrechen und Abweichung bewerten) (!Abweichung ignorieren) (!Schutzeinrichtung deaktivieren) (!Sofort in den Normalbetrieb wechseln)
Welche Information verbindet SPS Diagnose und Schaltbild? (Der nachvollziehbare Signalweg von Eingang über Logik zum Ausgang) (!Die Farbe des Schaltschranks) (!Die Länge der Produktionsschicht) (!Die Bestellnummer des Werkzeugs)
Was gehört zur Wiederinbetriebnahme? (Schutzfunktionen prüfen dokumentieren und Anlage freigeben) (!Offene Arbeiten später erwähnen) (!Werkzeuge im Arbeitsbereich belassen) (!Freigabe durch Zeitdruck ersetzen)
Welche Aussage zu realen Instandhaltungsarbeiten trifft zu? (Sie erfolgen nur mit geeigneter Fachaufsicht und betrieblicher Freigabe) (!Sie dürfen im Kurs automatisch live gestartet werden) (!Schutzeinrichtungen dürfen zum Lernen umgangen werden) (!Eine Simulation ersetzt jede reale Prüfung)
Memory
| Wartung | Sollzustand erhalten |
| Inspektion | Istzustand beurteilen |
| Instandsetzung | Funktion wiederherstellen |
| Gewerkekoordination | Schnittstellen abstimmen |
| Pufferzeit | Terminrisiko abfangen |
| Freigabe | Arbeitszustand verbindlich bestätigen |
| Erprobung | Sicheren Funktionszustand kontrollieren |
| Übergabe | Verantwortung an den Betrieb zurückgeben |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Arbeitsumfang | Auftrag klären |
| Schnittstellen | Gewerke abstimmen |
| Puffer | Terminrisiko beherrschen |
| Simulation | Diagnose gefahrlos beginnen |
| Erprobung | Funktion kontrolliert prüfen |
| Betriebsfreigabe | Anlage an Produktion übergeben |
...
Kreuzworträtsel
| Freigabe | Wie heißt die verbindliche Erlaubnis zum nächsten Arbeitsschritt? |
| Schnittstelle | Wo treffen Zuständigkeiten oder Arbeitspakete aufeinander? |
| Erprobung | Wie heißt die kontrollierte Funktionsprüfung nach der Instandhaltung? |
| Restenergie | Welche gespeicherte Energie muss bei der Arbeitsvorbereitung berücksichtigt werden? |
| Schaltplan | Welches Dokument zeigt elektrische Verbindungen und Komponenten? |
| Koordination | Wie heißt das Abstimmen mehrerer Gewerke und Termine? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Stillstandsplan: Zeichne den Ablauf des Falls F-17 als fünfteilige Prozessgrafik.
- Gewerk: Erstelle vier Rollenkarten für Produktion, Mechanik, Elektro und Automatisierung.
- Schaltplan: Markiere in einem bereitgestellten Übungsschaltbild Sensor, Logikbezug und Aktorpfad.
- Sicherheitskommunikation: Formuliere eine kurze Übergabemeldung für den Start eines freigegebenen Arbeitspakets.
Standard
- Gantt-Diagramm: Erstelle einen Terminplan mit Abhängigkeiten und mindestens einem Puffer vor der Erprobung.
- Fehlerdiagnose: Entwickle drei simulierte Fehlerbilder und beschreibe jeweils eine sichere Diagnosefolge ohne Live-Ansteuerung.
- Gefährdungsbeurteilung: Vergleiche zwei mögliche Parallelisierungen und begründe, welche organisatorisch sicherer ist.
- Dokumentation: Entwirf ein einseitiges Fertigmeldeformular für ein Gewerk.
Schwer
- Schnittstellenmanagement: Analysiere einen fiktiven Konflikt zwischen Fremdfirma und Eigenpersonal und entwickle eine Koordinationslösung.
- Wiederinbetriebnahme: Erstelle eine Freigabematrix mit Rollen, Prüfpunkten und Stop-Kriterien.
- Transfer: Übertrage den Fall auf eine verfahrenstechnische Anlage und kennzeichne zusätzliche Informationsbedarfe, ohne konkrete Eingriffe an der realen Anlage zu planen.
- Lernvideo: Produziere ein kurzes Erklärvideo über „Von der Fertigmeldung zur Wiederinbetriebnahme“ und verwende nur eigene oder frei lizenzierte Medien.


Lernkontrolle
- Priorisierung: Ein Gewerk meldet zehn Minuten vor geplanter Erprobung einen ungeklärten Befund. Entscheide über den Termin und begründe Deine Entscheidung mit Sicherheit, Qualität und Produktionswirkung.
- Abhängigkeiten: Zwei Arbeitspakete könnten parallel laufen, nutzen aber denselben Zugang. Entwickle zwei sichere Varianten und vergleiche ihre Terminwirkung.
- Diagnosestrategie: Die Simulation zeigt einen korrekten Ausgang, die reale Funktion ist dennoch unbekannt. Erkläre, warum daraus keine Freigabe für die reale Maschine folgt.
- Kommunikation: Entwickle eine kurze Kommunikationskette für Übergabe, Arbeitsbeginn, Fertigmeldung, Erprobung und Rückgabe.
- Wiederinbetriebnahme: Begründe, warum Schutzfunktionen, Dokumentation und Fertigmeldungen nicht durch einen erfolgreichen kurzen Testlauf ersetzt werden können.
- Transferleistung: Entwickle für einen unbekannten Maschinentyp fünf Fragen, die Du vor Planung eines Stillstands an Betreiber und Fachaufsicht stellen würdest.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du einen geplanten Stillstand fachlich strukturiert und sicher koordinieren kannst.
- Planung: Arbeitspakete, Reihenfolge, Abhängigkeiten und Puffer nachvollziehbar darstellen.
- Koordination: Rollen, Schnittstellen und Fertigmeldungen eindeutig zuordnen.
- Arbeitssicherheit: Gefährdungsbeurteilung, Freigaben und betriebliche Schutzmaßnahmen in die Planung integrieren.
- Diagnose: Einen simulierten Signalweg logisch auswerten, ohne unzulässige Live-Eingriffe vorzuschlagen.
- Wiederinbetriebnahme: Erprobung, Stop-Kriterien, Dokumentation und Übergabe begründet beschreiben.
- Reflexion: Einen Termin- oder Schnittstellenkonflikt bewerten und eine sichere Alternative entwickeln.
OERs zum Thema
Fachliche Quellen
- BAuA: TRBS 1112 Instandhaltung
- Betriebssicherheitsverordnung § 10 Instandhaltung und Änderung von Arbeitsmitteln
- DGUV Information 209-015: Instandhaltung an Maschinen und Anlagen, Ausgabe Juni 2026
- DGUV Information 203-001: Sicherheit bei Arbeiten an elektrischen Anlagen
- DIN: DIN EN 13306 und DIN 31051
- Siemens TIA Portal: Simulation von Geräten
- BG RCI: Erklärfilm LOTO und weitere Videos
Medienrechte und Linkprüfung
Die folgenden Wikimedia-Commons-Dateien wurden anhand ihrer Dateibeschreibungsseiten auf freie Nutzung geprüft. Bei YouTube-Videos bleibt das Urheberrecht beim jeweiligen Rechteinhaber; hier erfolgt nur die Einbettung über den YouTube-Player. Einbetten bedeutet keine freie Nachnutzung des Videoinhalts.
| Medium | Nachweis | Lizenz beziehungsweise Nutzung |
|---|---|---|
| Conveyor belt moves material in a factory.jpg | Commons | CC BY 2.0 |
| Horizontal Belt Conveyor.jpg | Commons | CC BY 4.0 |
| Project Management - Gantt Schedule Critical Path Monthly Report Status.svg | Commons | CC BY-SA 4.0 |
| Lockout-tagout hasp.svg | Commons | CC BY-SA 3.0 |
| Emergency Stop.jpg | Commons | CC BY-SA 4.0 |
| Simatic S7-1200.JPG | Commons | CC BY-SA 3.0 oder GFDL |
| Ladder logic diagram.jpg | Commons | CC BY-SA 4.0 |
| Wiring diagram of motor control centre.JPG | Commons | CC BY-SA 3.0 oder GFDL |
| Schema-contactor.png | Commons | CC0 |
| Wie schützt Lockout/Tagout bei Wartungsarbeiten? | YouTube | Einbettung; Rechte beim jeweiligen Rechteinhaber |
| How Ladder Logic Works in the PLC | YouTube | Einbettung; Rechte beim jeweiligen Rechteinhaber |
| Ladder Logic for Absolute Beginner | YouTube | Einbettung; Rechte beim jeweiligen Rechteinhaber |
Medienhinweis: Die eingebetteten YouTube-Links wurden zum Kursthema recherchiert und sind keine Sofatutor-Inhalte. Prüfe vor einer dauerhaften Veröffentlichung regelmäßig, ob externe Videos weiterhin verfügbar und für Einbettung freigegeben sind.
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
Schulfach+


aiMOOCs


aiMOOC Projekte


MOOCwiki · Deutsch
Nach dem Lernen ist vor dem Lernen
Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.
Zur MOOCwiki-HauptseiteMediathek
Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...
Keine passenden Inhalte gefunden. Bitte ändere Suche oder Filter.
NEWSLernweltNOAH fragen