Zum Inhalt springen

Im Dorfe - Christen, Ada - Gedichtanalyse

Aus MOOCsWiki Staging
BATTLE · Mit diesem Thema spielen →Allein, gemeinsam oder mit eurer Spielgruppe
aiMOOC-Siegel aiMOOC

Im Dorfe - Christen, Ada - Gedichtanalyse

QR-Code



Einleitung

Im Dorfe von Ada Christen erschien 1870 in Aus der Asche. Neue Gedichte (S. 52–53). Das Gedicht hat 24 Verse in sechs Strophen. Ein sprechendes Ich kehrt zu einer alten Scheuer zurück. Dort begegnet es Menschen aus der Welt wandernder Schauspielerinnen und Schauspieler. Das Gedicht verbindet Erinnerung, Armut und scharfen Spott.

Für dich: Lies zunächst die bereits vorhandene MOOCwiki-Textseite. Die überprüfte Originalfassung steht auch bei Wikisource. Dieser Kurs behandelt die Analyse; er legt keine weitere Gedicht-Textseite an.

Ada Christen, Porträt von Rudolf Krziwanek, gemeinfrei; Quelle: Wikimedia Commons.

Lernziele: Du kannst die Sprecherhaltung erkennen, Strophen und Reime untersuchen, Sprachbilder erklären, den Realismus einordnen und eine Deutung mit echten Verszitaten begründen.


Quellfassung: der historische Text

Quelle: Ada Christen, Aus der Asche. Neue Gedichte, Hoffmann & Campe, Hamburg 1870, S. 52–53. Die Schreibweisen entsprechen der zweifach korrekturgelesenen Wikisource-Fassung. Die Verszahlen wurden nur als Lesehilfe ergänzt. Der Text ist aufgrund des Todesjahrs 1901 gemeinfrei.

Strophe 1
V. 1 Richtig da, die alte Scheuer
V. 2 Steht noch auf derselben Stelle,
V. 3 Vor der Thüre flammt das Feuer,
V. 4 Flackert auf, wie einst so helle,

Strophe 2
V. 5 Und wie einst, so heute lagern
V. 6 Kunstplebejer, Vagabunden,
V. 7 Blasse Weiber bei den magern
V. 8 Kindern und bei alten Hunden.

Strophe 3
V. 9 Jubelnd grüßt das längst-vergess’ne,
V. 10 Jugend-mahnende Gelichter,
V. 11 Ich erkenne schminkzerfress’ne
V. 12 Kecke, thörichte Gesichter.

Strophe 4
V. 13 Wüst-poetisch, frierend, hungernd
V. 14 Finde ich die Altbekannten
V. 15 Ärmer noch, noch träger lungernd,
V. 16 Echte Handwerks-Comödianten.

Strophe 5
V. 17 Hinter einem Zaume werden
V. 18 Sie einst jämmerlich verenden,
V. 19 Denn es giebt für sie auf Erden
V. 20 Schon zu viel der Concurrenten.

Strophe 6
V. 21 Habt als Stümper angefangen
V. 22 Und seid Stümper auch geblieben;
V. 23 Kirch’ und Parlament seit langen
V. 24 Jenes Handwerk besser trieben.


Lesefassung: vorsichtig modernisierte Schreibweise

Wichtig: Dies ist keine zweite Quelle und keine Übersetzung. Nur einzelne historische Schreibweisen wurden für das Lesen modernisiert, etwa Thüre → Türe, thörichte → törichte, Comödianten → Komödianten, giebt → gibt und Concurrenten → Konkurrenten. Die 24 Versgrenzen und der Sinn bleiben erhalten. Verkürzte Formen wie Kirch’ bleiben wegen des Klangs stehen. Für exakte Zitate verwende immer die Quellfassung.

Strophe 1
Richtig da, die alte Scheuer
Steht noch auf derselben Stelle,
Vor der Türe flammt das Feuer,
Flackert auf, wie einst so helle,

Strophe 2
Und wie einst, so heute lagern
Kunstplebejer, Vagabunden,
Blasse Weiber bei den magern
Kindern und bei alten Hunden.

Strophe 3
Jubelnd grüßt das längst-vergess’ne,
Jugend-mahnende Gelichter,
Ich erkenne schminkzerfress’ne
Kecke, törichte Gesichter.

Strophe 4
Wüst-poetisch, frierend, hungernd
Finde ich die Altbekannten
Ärmer noch, noch träger lungernd,
Echte Handwerks-Komödianten.

Strophe 5
Hinter einem Zaume werden
Sie einst jämmerlich verenden,
Denn es gibt für sie auf Erden
Schon zu viel der Konkurrenten.

Strophe 6
Habt als Stümper angefangen
Und seid Stümper auch geblieben;
Kirch’ und Parlament seit langen
Jenes Handwerk besser trieben.

Übertragung in einfaches heutiges Deutsch: Die sprechende Person sieht wieder einen vertrauten Ort. Die armen Bühnenleute, die sie von früher kennt, leben noch immer schlecht. Zum Schluss spottet sie: Kirche und Parlament machten den Schauspielern im Auftreten und Vorspielen Konkurrenz. Das ist eine Sinndeutung, keine wörtliche Übersetzung und kein weiterer Gedichttext.


Schauplatz, Erinnerung und Menschen

Was wird gezeigt? Ein altes Gebäude und Feuer (V. 1–4). Dann folgen Gruppen von Menschen und Tiere (V. 5–8). Die Szene wirkt nicht idyllisch: Kinder sind mager, Menschen frieren und hungern (V. 7–8 und V. 13).

Wer spricht? Die Stimme sagt ausdrücklich „Ich erkenne“ (V. 11) und „Finde ich“ (V. 14). Sie kennt die Menschen also von früher. Die Autorin und das lyrische Ich dürfen nicht automatisch gleichgesetzt werden.

Welche Wörter sind wertend? „Gelichter“ (V. 10) und „Stümper“ (V. 21–22) klingen abfällig. „Kunstplebejer“ (V. 6) und „Vagabunden“ (V. 6) zeigen auch die damalige soziale Abwertung. Frage deshalb: Beobachtet das Ich nur – oder urteilt es?

Beispiel einer historischen Scheuer aus Kärnten; nicht der im Gedicht bezeichnete Ort. Foto Johann Jaritz, CC BY-SA 3.0.


Form, Klang und sprachliche Mittel

Bau: Sechs vierzeilige Strophen ergeben 24 Verse. Meist bilden sich Kreuzreime (ABAB): „Scheuer“ – „Feuer“ und „Stelle“ – „helle“ (V. 1–4). Einige weitere Reimpaare klingen nur angenähert. Lies die Strophen laut: Der Rhythmus wirkt oft liedhaft, aber der genaue Betonungsverlauf ist nicht überall völlig gleich.

Wiederholung: „wie einst“ (V. 4–5) stellt Vergangenheit und Gegenwart gegenüber. Vieles hat sich äußerlich nicht geändert, die Armut bleibt.

Gegensatz: „Wüst-poetisch, frierend, hungernd“ (V. 13) verbindet Kunst und Not. Das klingt zugleich lebhaft und bitter.

Laut und Bewegung: „flammt“ und „Flackert“ (V. 3–4) lassen das Feuer lebendig wirken. Der ähnliche Anlaut verstärkt die Bewegung.

Ironie und Pointe: Die letzten vier Verse reden plötzlich die Schauspieler direkt an („Habt“, V. 21). „Kirch’ und Parlament“ (V. 23) könnten das „Handwerk“ des Auftretens besser beherrschen (V. 24). Die Pointe kritisiert so möglicherweise Schein und Rolle öffentlicher Institutionen. Diese Lesart ist begründet, bleibt aber eine Interpretation.

Animation als Illustration des flackernden Feuers, Nevit, gemeinfrei; keine Darstellung einer historischen Szene.

Hörbeispiel: Höre das folgende Geräusch eines Feuers. Es stammt nicht aus dem Gedicht und ist keine Gedichtlesung. Lies danach V. 3–4 selbst laut und vergleiche Klang und Stimmung.

Tonaufnahme „Campfire sound ambience“, Glaneur de sons, CC BY 3.0.


Realismus und Deutungsmöglichkeiten

Der Text erschien 1870, während der Epoche des Realismus. Die Bilder von Armut und Alltag passen zu dieser Zeit. Gleichzeitig klingt das Gedicht in der letzten Strophe ungewöhnlich scharf und satirisch. Es ist daher nicht nur eine friedliche Dorfschilderung.

Deutung A – soziale Kritik: „Blasse Weiber“ und „magern / Kindern“ (V. 7–8) zeigen Not. Die Menschen verdienen kaum genug zum Leben.

Deutung B – Erinnerung ohne Verklärung: Der Ort bleibt gleich, doch die vertrauten Gesichter wirken erschöpft. Belege: „wie einst“ (V. 4–5) und „Ärmer noch“ (V. 15).

Deutung C – Kritik an öffentlichem Schauspiel: Die Schlusszeilen stellen darstellende Kunst, Kirche und Parlament nebeneinander (V. 21–24). Das „Handwerk“ kann als Auftreten und Inszenieren verstanden werden.

Dein Urteil: Keine Deutung ist allein deshalb richtig, weil sie selbstbewusst klingt. Zeige immer den passenden Vers und erkläre den Zusammenhang.

Historisches Gemälde eines verfallenen Hofes von Ludwig Halauska (1879), gemeinfrei; nur ein zeitgeschichtlicher Vergleich.

Ergänzendes Video – Literaturepoche:

funk / musstewissen Deutsch: „Die Literatur im Realismus“ (2018); externes YouTube-Lehrvideo, keine freie Lizenz behauptet.

Ergänzendes Video – Reime und Metrum:

Die Merkhilfe: „Versmaß (Metrum) – Kadenzen – Reimschema“ (2016); externes YouTube-Lehrvideo, keine freie Lizenz behauptet.


Worterklärungen und gestufte Hilfen

Scheuer: altes Wort für Scheune oder Wirtschaftsgebäude.
Kunstplebejer: hier eine herabsetzende Bezeichnung für Menschen aus der Kunstszene.
Gelichter: abwertender Ausdruck für eine Gruppe von Menschen.
schminkzerfress’ne: durch Schminke gezeichnete Gesichter; als Bild für Bühnenarbeit lesbar.
Handwerks-Comödianten: Menschen, die das Schauspielern als Beruf ausüben.
Concurrenten: historische Schreibung für Konkurrenten.

Hilfe 1 – Finden: Unterstreiche in der Quellfassung „Ich“ (V. 11), „einst“ (V. 4–5) und „Ärmer noch“ (V. 15).
Hilfe 2 – Verstehen: Ergänze: Früher war ...; heute ist ...; die Menschen wirken ...
Hilfe 3 – Deuten: Schreibe: „In V. ... steht ‚...‘. Das zeigt ..., weil ...“
Hilfe 4 – Prüfen: Frage bei jedem Satz: Ist das eine Textbeobachtung oder bereits meine eigene Deutung?

Ein altes Bauernhaus in Kärnten als Bildvergleich; Foto Johann Jaritz, CC BY-SA 3.0. Nicht als tatsächlicher Schauplatz belegt.


Interaktive Aufgaben


Lesequiz: Multiple Choice mit Versbelegen

Anleitung: Lies die angegebene Versstelle zuerst in der Quellfassung. Wähle danach jeweils eine Antwort. Bei den Versangaben wird nach der Originalfassung gezählt.

Was sieht das Ich in V. 1 „Richtig da, die alte Scheuer“ wieder? (Eine alte Scheuer) (!Einen Bahnhof) (!Ein Schloss) (!Einen Wald)




Woran erinnert das Feuer in V. 3–4 „flammt das Feuer“ und „wie einst so helle“? (An einen vertrauten Anblick von früher) (!An ein völlig neues Gebäude) (!An eine kommende Reise) (!An eine Schneelandschaft)




Was verbindet der Ausdruck „wie einst, so heute“ in V. 5? (Vergangenheit und Gegenwart) (!Nur Zukunft und Hoffnung) (!Zwei Jahreszeiten) (!Zwei verschiedene Länder)




Welche Gruppe nennt V. 6 ausdrücklich „Kunstplebejer, Vagabunden“? (Sozial ausgegrenzte Menschen aus einer künstlerischen Umgebung) (!Reiche Hofbeamte) (!Bekannte Wissenschaftler) (!Schüler einer Universität)




Welches Wort in V. 11 zeigt eindeutig ein lyrisches Ich? (Ich) (!Feuer) (!Scheuer) (!Hunden)




Was wird in V. 13 „Wüst-poetisch, frierend, hungernd“ zusammengebracht? (Künstlerisches Leben und körperliche Not) (!Wohlstand und Sicherheit) (!Sommerferien und Spiel) (!Natur und Technik)




Was sagt V. 17–18 über die Zukunft der Menschen? (Das Ich erwartet ein elendes Ende) (!Alle werden reich) (!Die Gruppe reist auf einen anderen Kontinent) (!Die Menschen gewinnen Preise)




Welchen Grund nennt V. 19–20 für die schlechte Aussicht? (Es gibt zu viele Konkurrenten) (!Es fehlt eine Straße) (!Es regnet zu häufig) (!Die Scheuer wurde verkauft)




Wie wirkt die Anrede „Habt als Stümper angefangen“ in V. 21? (Spöttisch und hart) (!Feierlich lobend) (!Nüchtern wie eine Uhrzeit) (!Freudig gratulierend)




Welche Einrichtungen werden in V. 23–24 „Kirch’ und Parlament“ satirisch mit Schauspiel verglichen? (Kirche und Parlament) (!Schule und Universität) (!Post und Eisenbahn) (!Bauernhof und Theatergebäude)





Memory: Begriffe zuordnen

Scheuer Gebäude ähnlich einer Scheune
Kreuzreim Abfolge der Endreime nach dem Muster ABAB
Lyrisches Ich Sprechende Stimme des Gedichts
Ironie Aussage mit kritisch mitgemeintem Gegensatz
Realismus Literarische Epoche mit Blick auf erfahrbare Wirklichkeit
Quellfassung Wortlaut der belegten historischen Textausgabe





Drag and Drop: Beleg und Beobachtung

Ordne die passende Beobachtung zu. Textstelle
Erinnerung an früher „wie einst“
Sprechende Person „Ich erkenne“
Armut und Hunger „frierend, hungernd“
Düstere Vorhersage „jämmerlich verenden“
Gesellschaftliche Satire „Kirch’ und Parlament“





Kreuzworträtsel

Scheuer Welches alte Wirtschaftsgebäude steht noch an derselben Stelle?
Feuer Was flackert vor der Tür?
Vagabunden Welches Wort verwendet die Stimme für die Umherziehenden?
Kreuzreim Wie heißt das Reimschema ABAB?
Konkurrenz Wie nennt man den Wettbewerb mehrerer Anbieter?
Satire Wie heißt eine Form spöttischer Gesellschaftskritik?





LearningApps

Hier kannst du nach weiteren interaktiven Übungen zur Gedichtanalyse suchen. Die Suchergebnisse sind fremde Angebote und kein geprüfter Teil des Quellentextes.


Lückentext

Ergänze die Begriffe aus dem Gedicht und der Analyse.
Das Gedicht besteht aus

Strophen.
Jede Strophe enthält

Verse.
Das sprechende Wort „Ich“ zeigt das lyrische

.
Der Ausdruck „wie einst“ lenkt den Blick auf die

.
Vor der Scheuer flackert ein

.
Die Menschen leiden unter Kälte und

.
Das häufige Reimschema heißt

.
Die letzten Verse richten den Spott gegen Kirche und

.



Offene Aufgaben

Du brauchst keine neuen Medien zu erzeugen. Verwende den vorhandenen Gedichttext und die gekennzeichneten offenen Medien. Bei Schreibaufgaben zitierst du immer exakt aus der Quellfassung mit Verszahl.


Leicht

  1. Schreibaufgabe leicht: Schreibe fünf einfache Sätze darüber, was das Ich wiedererkennt. Verwende ein wörtliches Zitat aus V. 1–4.
  2. Wortdetektive: Erkläre die Wörter „Scheuer“, „Gelichter“ und „Concurrenten“ in eigenen Worten. Prüfe die Bedeutung am Text.
  3. Lautlesevergleich: Lies V. 1–4 zweimal laut. Wo hörst du ähnliche Klänge? Notiere zwei Wortpaare; die Feueraufnahme darfst du als Vergleich anhören.
  4. Bild und Text: Vergleiche ein verlinktes Scheuerbild mit V. 1–4. Beschreibe zwei Gemeinsamkeiten und eine Grenze des Vergleichs.


Standard

  1. Schreibaufgabe Standard: Verfasse einen Absatz mit These, Zitat und Erklärung zur Armut. Nutze V. 7–8 oder V. 13–16.
  2. Reime finden: Markiere die Endwörter in V. 1–8, ordne Reimbuchstaben zu und benenne das Muster. Prüfe ungenaue Reime.
  3. Wortwirkung prüfen: Untersuche „flammt“ und „Flackert“ (V. 3–4). Erkläre mit einem eigenen Satz, wie die Laute wirken.
  4. Perspektive erkennen: Sammle alle Stellen mit „Ich“ oder direkter Anrede. Begründe, wann sich die Sprecherhaltung ändert.


Schwer

  1. Schreibaufgabe schwer: Vergleiche die Deutung als soziale Anklage mit der Deutung als Institutionskritik. Belege jede Sicht mit mindestens zwei Versstellen und formuliere ein eigenes Urteil.
  2. Epochenvergleich: Prüfe mit einer verlässlichen Quelle, was am Gedicht realistisch ist und wo die Satire von einer bloßen Alltagsschilderung abweicht.
  3. Textkritik: Vergleiche Quellfassung und Lesefassung an fünf Wörtern. Notiere, welche Änderungen nur die Rechtschreibung und welche den Klang betreffen.
  4. Gegenposition: Formuliere eine begründete Gegenlesart zur letzten Strophe. Welche Grenze hat deine Deutung angesichts des genauen Wortlauts?




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Beobachtung und Schluss: Erkläre, wie V. 1–5 einen vertrauten Ort zeigen und weshalb dies noch kein Beweis für glückliche Erinnerungen ist.
  2. Soziale Lage: Vergleiche die Beschreibung der Menschen in V. 7–8 mit V. 13–16. Welche Entwicklung wird sichtbar?
  3. Sprecherwechsel: Zeige anhand von V. 11, V. 14 und V. 21, wie sich die Nähe des Ichs zu den Menschen verändert.
  4. Schlusspointe: Erkläre die Verbindung von „Stümper“ und „Kirch’ und Parlament“ in V. 21–24. Nenne eine alternative Deutung.
  5. Belegprüfung: Überprüfe drei Verszitate deiner eigenen Analyse mit der Quellfassung und verbessere ungenaue Zitate.


Lernnachweis

Wissen: Du kennst Autorin, Veröffentlichungsjahr, Aufbau, wichtige Wörter und den Kontext des Realismus.

Können: Du kannst zwischen historischer Quellfassung, modernisierter Lesefassung, sinngemäßer Übertragung und Interpretation unterscheiden. Du kannst einen Kreuzreim finden und zwei Sprachmittel mit ihrer Wirkung erklären.

Produkte: Lege ein kurzes Leseprotokoll, einen markierten Strophenvergleich und eine belegte Gedichtanalyse vor. Mindestens drei Zitate müssen exakt mit Verszahl angegeben sein.

Transfer: Stelle dar, wie gesellschaftliche Kritik in Kunst heute möglich ist, ohne moderne Beispiele fälschlich als Inhalt von Ada Christens Gedicht auszugeben.


OER und Wikipedia

Originaltext und Textvergleich: „Im Dorfe“ bei Wikisource, textkritisch geprüfte historische Fassung, Ausgabe von 1870; gemeinfreies Werk. MOOCwiki-Textseite: Gedicht - Im Dorfe - Christen, Ada.

Autorin und Epoche: Ada Christen bei Wikipedia und Realismus. Wikipedia-Artikel sind in der Regel CC BY-SA lizenziert; eingebettete Bilddateien besitzen eigene Rechte.

Medien- und Lizenznachweise (Wikimedia Commons):

  1. „Ada Christen 1.jpg“: Porträt Rudolf Krziwanek, Österreichische Nationalbibliothek, gemeinfrei / Public Domain Mark.
  2. „Freilichtmuseum Skorjanzstadel Jauntal 19.JH 14082007 05.jpg“: Johann Jaritz, CC BY-SA 3.0; Foto als Vergleich, nicht als Gedichtort.
  3. „Verfallener Bauernhof“, 1879: Ludwig Halauska, gemeinfrei / Public Domain Mark.
  4. „Fire-animation.gif“: Nevit, gemeinfrei; schematische Feueranimation.
  5. „Campfire sound ambience.ogg“: Glaneur de sons, CC BY 3.0; Tonillustration, keine Gedichtlesung.
  6. „Grafenstein Thon altes Bauernhaus 17122011 301.jpg“: Johann Jaritz, CC BY-SA 3.0; Foto als Vergleich.

Lizenzen: CC BY 3.0 und CC BY-SA 3.0. Die Wikimedia-Dateiseiten geben die Lizenz im Einzelnen an; bei Weiterverwendung müssen Urheberschaft, Lizenzlink und etwaige Änderungen kenntlich sein.

YouTube-Videos: Die Literatur im Realismus (musstewissen Deutsch / funk, 2018) und Versmaß, Kadenzen und Reimschema (Die Merkhilfe, 2016). Extern eingebettet, nicht als OER oder frei lizenzierte Downloads ausgewiesen. Eine Lesung gerade dieses Gedichts wurde nicht als überprüfte Aufnahme vorgefunden.


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC Projekte



Schulfach+




aiMOOCs



aiMOOC Projekte









MOOCwiki · Deutsch

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen

Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.

Zur MOOCwiki-Hauptseite

Mediathek

Inhalte werden geladen ...

Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...