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IM6 - Logo und Corporate Design mit KI entwickeln

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IM6 - Logo und Corporate Design mit KI entwickeln



IM6 - Logo und Corporate Design mit KI entwickeln


Einleitung

Ein Logo ist ein sichtbares Erkennungszeichen. Es kann nur aus Schrift, nur aus einem Bildzeichen oder aus einer Verbindung von Schrift und Bild bestehen. Ein Corporate Design ist mehr als nur ein Logo: Es sorgt dafür, dass Farben, Schriften, Formen, Abstände und Bildstil zusammenpassen. So entsteht ein wiedererkennbarer „Familienlook“ für ein Projekt, eine Schülerfirma, einen Podcast oder ein Lernangebot.

In diesem aiMOOC entwickelst Du ein eigenes Logo und ein kleines Corporate Design für ein selbst gewähltes Projekt. Wichtig ist die Reihenfolge: Zuerst kommt Deine eigene Idee. Danach nutzt Du KI, um Varianten zu erzeugen, zu vergleichen und zu verbessern. KI ist dabei ein Ideen- und Variantenwerkzeug. Du übernimmst kein Ergebnis blind, sondern prüfst es mit Kriterien, kombinierst gute Teile und triffst am Ende selbst die Designentscheidung.

Ziel für Klasse 6 Das kannst Du am Ende
Eigene Idee Du entwickelst vor der KI-Nutzung mindestens drei schnelle Handskizzen.
Logo Du unterscheidest Wortmarke, Bildmarke und Wort-Bild-Marke und gestaltest eine passende Variante.
Corporate Design Du legst Farben, Schriften, Formen, Schutzzone und einfache Anwendungsregeln fest.
KI Du formulierst gezielte Prompts für Varianten und begründest, welche KI-Ideen Du übernimmst oder veränderst.
Bewertung Du nutzt Kriterienraster, um Entwürfe fair zu vergleichen.
Verantwortung Du achtest auf Lesbarkeit, Barrierefreiheit, Datenschutz, Urheber- und Markenrechte.


Warum ein gutes Erscheinungsbild wichtig ist

Menschen erkennen Projekte oft schon an wiederkehrenden Farben, Formen und Schriften. Ein gutes Corporate Design hilft deshalb bei der Orientierung und Wiedererkennung. Es soll zur Zielgruppe und zum Zweck passen. Ein Logo für einen fröhlichen Schulpodcast darf anders wirken als ein Logo für eine Lernkampagne zum sicheren Verhalten im Internet.

Ein Logo sollte auch in klein funktionieren. Wenn ein Zeichen nur auf einem großen Bildschirm gut aussieht, aber als kleines Profilbild unlesbar wird, ist es nicht robust genug. Deshalb testest Du Dein Logo später in mehreren Größen und auch in Schwarz-Weiß.

Das Video „Beginning Graphic Design: Branding & Identity“ zeigt die Verbindung von Logo, Farbe, Typografie, Bildern und visueller Identität.


Logoarten verstehen

Eine Wortmarke arbeitet hauptsächlich mit einem Namen oder Schriftzug. Eine Bildmarke nutzt ein grafisches Zeichen. Eine Wort-Bild-Marke verbindet Schrift und Grafik. Für Schulprojekte ist eine Wort-Bild-Marke oft praktisch, weil Name und Symbol gemeinsam erklären, worum es geht.

Logoart Aufbau Stärke Achtung Beispielidee ohne Markenbezug
Wortmarke Nur Name oder Schriftzug Name wird direkt gelesen Typografie muss stark und gut lesbar sein „Pausenfunk“ als klarer Schriftzug
Bildmarke Nur Symbol oder Zeichen Sehr kompakt Bedeutung muss gelernt oder leicht verstanden werden Sprechblase mit Schallwelle
Wort-Bild-Marke Name plus Symbol Erklärung und Wiedererkennung zusammen Darf nicht zu voll werden „MatheMix“ plus vier Lernkacheln


Vom eigenen Einfall zur KI-Variante

Der wichtigste Grundsatz dieses Moduls lautet: Idee zuerst, KI danach. Wenn Du sofort „Mach mir ein cooles Logo“ eingibst, entscheidet die KI sehr viel für Dich. Wenn Du dagegen schon ein Thema, eine Formidee, eine Stimmung und zwei bis drei Skizzen hast, kannst Du die KI gezielt zum Variieren einsetzen.

  1. Eigene Idee: Schreibe in einem Satz, wofür Dein Projekt steht und wen es erreichen soll.
  2. Drei Skizzen: Zeichne drei unterschiedliche Mini-Logos mit Bleistift. Jede Skizze soll in höchstens zwei Minuten entstehen.
  3. Favorit markieren: Kreise die beste Grundidee ein und notiere, warum sie zum Projekt passt.
  4. KI-Prompt formulieren: Beschreibe genau Deine Ausgangsidee und bitte um Varianten, nicht um eine völlig fremde Lösung.
  5. Varianten erzeugen: Lass mehrere Versionen mit veränderten Formen, Farben, Schriftstilen oder Anordnungen erstellen.
  6. Vergleichen: Bewerte die Varianten mit dem Kriterienraster.
  7. Verbessern: Kombiniere die besten Eigenschaften und verändere bewusst.
  8. Entscheidung erklären: Halte fest, was von Dir stammt, was die KI vorgeschlagen hat und was Du verworfen hast.

Merksatz: Gute KI-Nutzung ersetzt Deine Gestaltungsidee nicht. Sie macht aus einer Idee mehrere prüfbare Möglichkeiten.

Das Video zeigt, wie generative KI beim Brainstorming, bei Varianten und bei der Überarbeitung unterstützen kann. Für dieses Modul gilt dabei immer: Du bleibst die Person, die auswählt, prüft und entscheidet.


Ein kindgerechter Prompt-Baukasten

Ein guter Prompt beschreibt nicht nur „schön“ oder „cool“, sondern erklärt Aufgabe, Zielgruppe, eigene Ausgangsidee und gewünschte Varianten. Namen realer Marken oder Aufforderungen wie „im Stil von Marke X“ lässt Du weg.

Prompt-Baustein Leitfrage Beispiel für einen Schulpodcast
Aufgabe Was soll entstehen? Entwickle sechs Logo-Varianten für einen Schulpodcast.
Eigene Idee Was hast Du schon erfunden? Ausgangsidee: Sprechblase kombiniert mit einer einfachen Schallwelle.
Zielgruppe Für wen ist es? Für Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 7.
Wirkung Wie soll es wirken? Freundlich, neugierig, aktiv und nicht kindisch.
Form Welche Gestaltungsgrenzen gibt es? Klare geometrische Formen, höchstens drei Hauptelemente, gut als kleines Icon erkennbar.
Farbe Welche Farbidee soll variiert werden? Erzeuge je zwei Varianten in Blau-Orange, Violett-Türkis und Schwarz-Weiß.
Typografie Welche Schriftwirkung passt? Gut lesbare serifenlose Schrift, keine verschnörkelte Schreibschrift.
Prüfauftrag Was soll die KI zusätzlich beachten? Keine bestehenden Logos oder bekannten Marken nachahmen.

Beispielprompt: Entwickle sechs Varianten meiner Logoidee für den Schulpodcast „Pausenfunk“. Ausgangsidee ist eine Sprechblase mit einer einfachen Schallwelle. Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 7. Die Varianten sollen freundlich, neugierig und klar wirken, mit höchstens drei Hauptelementen und guter Erkennbarkeit als kleines Icon. Zeige unterschiedliche Anordnungen und Farbkombinationen. Verwende gut lesbare serifenlose Typografie. Keine bestehenden Markenlogos nachahmen.


Varianten statt Einheitslösung

Eine gute Designrunde vergleicht deutlich verschiedene Richtungen. Nicht zehn fast gleiche Logos, sondern mehrere erkennbare Ansätze helfen Dir bei einer echten Entscheidung.

Variante Formensprache Farbidee Typografie Wirkung Geeignet für
A – Minimal Ein Symbol, klare Linien, viel Freiraum Eine Hauptfarbe plus Schwarz oder Weiß Klare serifenlose Schrift Ruhig, modern, übersichtlich Lernpaket, Schulprojekt
B – Freundlich Runde Formen, weiche Ecken Warme Hauptfarbe plus freundliche Kontrastfarbe Runde serifenlose Schrift Offen, zugänglich, gemeinschaftlich Schülerfirma, Lernkampagne
C – Dynamisch Schräge Linien, Bewegung, Rhythmus Kräftige Kontraste Fette serifenlose Schrift Aktiv, schnell, energiegeladen Podcast, Aktionstag
D – Modular Kacheln, Bausteine, wiederholbare Formen Zwei bis drei systematische Farben Sachliche Schrift mit klaren Größenstufen Geordnet, lernorientiert, flexibel Lernpaket, Schulprojekt
E – Handgemacht Einfache gezeichnete Linie oder bewusst unperfekte Form Wenige natürliche Farbtöne Gut lesbare Schrift plus kleiner handschriftlicher Akzent Persönlich, kreativ, nahbar Schülerfirma, Kreativprojekt
F – Monochrom Form muss ohne Farbe funktionieren Schwarz-Weiß oder eine Farbe Sehr klare Schrift Robust, druckfreundlich, fokussiert Stempel, Kopie, Arbeitsblatt

Design-Challenge: Lass die KI nicht sechs zufällige Richtungen erfinden. Nimm Deine eigene Skizze und fordere gezielt eine Minimal-, Freundlich-, Dynamisch-, Modular-, Handgemacht- und Monochrom-Variante davon an.


Farben bewusst auswählen

Farben lenken Aufmerksamkeit und können unterschiedliche Stimmungen unterstützen. Eine Farbe hat aber keine einzige, überall gleiche Bedeutung. Wirkung hängt von Zusammenhang, Kultur, Helligkeit, Kombination und persönlicher Erfahrung ab. Deshalb begründest Du Farben immer mit Deinem Projektziel statt mit starren Aussagen wie „Blau bedeutet immer Vertrauen“.

RGB-Farbkreis mit vielen Farbtönen

Im Farbkreis liegen verwandte Farbtöne nebeneinander. Gegenüberliegende Bereiche können starke Kontraste erzeugen. Für Klasse 6 reicht als Grundregel: Wähle wenige Hauptfarben, prüfe den Helligkeitskontrast und teste, ob Text wirklich gut lesbar bleibt.

Farbkreis mit warmen und kühlen Farbbereichen
Farbsystem Beispiel Wirkungsidee Vorteil Risiko
Monochrom Dunkelblau, Mittelblau, Hellblau Ruhig und zusammengehörig Sehr leicht konsistent zu halten Zu wenig Kontrast zwischen Text und Hintergrund
Analog Blau, Türkis, Grün Harmonisch und fließend Farben passen oft gut zusammen Elemente können sich zu wenig unterscheiden
Komplementär Blau und Orange Deutlich und lebendig Gute Hervorhebungen möglich Zu grell, wenn beide Farben überall gleich stark sind
Neutral plus Akzent Schwarz, Weiß, Grau plus Gelb Klar mit gezieltem Blickfang Gut für Lernmaterialien Akzent verliert Wirkung, wenn er zu häufig vorkommt
Beispiele für Komplementärfarben und Farbkontraste

Das Farbvideo behandelt Farbton, Sättigung, Helligkeit und verschiedene Farbschemata. Prüfe beim Anschauen: Welche Regeln helfen Deinem eigenen Entwurf, und welche musst Du für Deine Zielgruppe anpassen?


Farbpaletten für fünf konkrete Use-Cases

Die folgenden Paletten sind Startpunkte, keine Pflicht. Die Hex-Codes helfen Dir, Farben digital genau wiederzufinden.

Use-Case Primärfarbe Sekundärfarbe Akzent Neutral Warum könnte das passen?
Schülerfirma Dunkelgrün #1F6B4F Mint #A7DCC7 Sonnengelb #F2C94C Creme #FFF8E7 Natürlich, freundlich und gut für nachhaltige oder soziale Produktideen
Schulprojekt Königsblau #2F5DA8 Hellblau #A9C7F2 Orange #F2994A Weiß #FFFFFF Sachlich mit einem aktiven Akzent
Podcast Violett #6C4CCF Türkis #2BB9B1 Koralle #FF6F61 Dunkelgrau #222222 Auffällig für Cover und Profilbild
Lernkampagne Dunkelblau #153A5B Hellgrün #9FD356 Gelb #FFD166 Weiß #FFFFFF Klar und aufmerksamkeitsstark für Plakate und Infokarten
Eigenes Lernpaket Petrol #167D7F Hellpetrol #B8E3E1 Violett #7B61A8 Sehr helles Grau #F5F5F5 Ruhig, modular und gut für wiederkehrende Kapitelmarken

Kontrast-Test: Ein schöner Farbton ist nicht automatisch gut lesbar. Für normalen Bildschirmtext ist ein deutliches Helligkeitsverhältnis wichtig. Verwende deshalb dunkle Schrift auf hellem Grund oder helle Schrift auf dunklem Grund und prüfe kleine Texte besonders streng. Verlasse Dich nie nur auf Farbe: Ein Warnhinweis sollte zum Beispiel zusätzlich ein Symbol oder ein Wort tragen.

Profi-Check: Die WCAG nennen für normalen Text in vielen Fällen ein Mindest-Kontrastverhältnis von 4,5:1, für großen Text 3:1. Wenn Du unsicher bist, wähle den stärkeren Kontrast und teste mit echten Leserinnen und Lesern.


RGB, CMYK und Schwarz-Weiß

Bildschirme arbeiten typischerweise mit dem additiven RGB-Farbmodell aus Rot, Grün und Blau. Beim Farbdruck wird häufig mit CMYK aus Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz gearbeitet. Für Dein Schulprojekt reicht: Am Bildschirm entwirfst Du meist in RGB. Für Drucke machst Du einen Testausdruck. Farben können auf Papier anders wirken als auf dem Monitor.

RGB-Farbmodell
CMYK-Farbmodell

Jedes gute Logo sollte zusätzlich als Schwarz-Weiß-Version funktionieren. So erkennst Du, ob Form und Aufbau stark genug sind, auch wenn Farbe wegfällt.


Typografie: Schrift ist Teil des Designs

Typografie bedeutet die Gestaltung und Anordnung von Schrift. Für ein Corporate Design brauchst Du nicht viele Schriftarten. Oft reichen eine gut lesbare Schriftfamilie oder zwei zueinander passende Schriften: eine für Überschriften und eine für längere Texte.

Übersicht verschiedener Schriftarten
Schriftgruppe Typische Merkmale Mögliche Wirkung Für Klasse 6 sinnvoll?
Serifenlos Buchstaben ohne kleine Abschlussstriche Klar, modern, direkt Sehr gut für Überschriften, Icons und digitale Anwendungen
Serif Kleine Abschlussstriche an Buchstaben Klassisch, ruhig, buchartig Gut für passende Themen und größere Textmengen
Handschriftlich Wirkt geschrieben oder gezeichnet Persönlich, locker Nur sparsam und nur bei guter Lesbarkeit
Display-Schrift Auffällige Form für kurze Wörter Charakterstark, plakativ Nur für kurze Überschriften oder Logoakzente

Typografie-Regel für Dein Mini-CD: Lege für Überschrift, Fließtext und kleine Beschriftung fest, welche Schrift, welcher Schriftschnitt und welche Größe genutzt werden. Verwende nicht fünf verschiedene Schriften, nur weil sie interessant aussehen.


Schrift-Hierarchie und Lesbarkeit

Eine gute Hierarchie zeigt, was zuerst gelesen werden soll. Große Überschrift, kleinere Zwischenüberschrift und gut lesbarer Fließtext sind leichter zu verstehen als viele gleich große Textelemente.

Typografische Grundlinien und Buchstabenhöhen
Element Beispielregel Prüffrage
Haupttitel groß, deutlich, höchstens eine Zeile Erkennt man sofort das Thema?
Untertitel kleiner als der Haupttitel Unterstützt er statt zu konkurrieren?
Fließtext ruhig, gut lesbar, ausreichend Zeilenabstand Kann man ihn ohne Anstrengung lesen?
Beschriftung klein, aber nicht winzig Ist sie auch auf einem Ausdruck verständlich?


Form, Raster, Abstand und Schutzzone

Gutes Design braucht nicht nur Dinge, sondern auch Freiraum. Eine Schutzzone ist der freie Bereich um ein Logo. Dort sollen keine anderen Texte oder Bilder hineinragen. Ein Raster hilft, Elemente geordnet auszurichten.

Beispiel für ein Gestaltungsraster

Ein einfaches Klassen-6-Raster kann aus vier Spalten bestehen. Richte Überschrift, Bild und Text daran aus. Du musst nicht jede Fläche füllen. Freiraum ist kein Fehler, sondern ein Gestaltungsmittel.


Vektor oder Pixel?

Pixelbilder bestehen aus vielen Bildpunkten. Werden sie stark vergrößert, können Kanten unscharf oder pixelig werden. Vektorgrafiken beschreiben Formen mathematisch und lassen sich deshalb ohne denselben Qualitätsverlust skalieren. Logos werden für verschiedene Größen häufig als Vektorgrafik benötigt.

Vergleich von Raster- und Vektorgrafik bei Vergrößerung

Für die Schule ist wichtig: Bewahre eine bearbeitbare Originaldatei auf und exportiere zusätzlich passende Bilddateien für Präsentation, Web und Druck. Eine transparente PNG-Datei ist praktisch für Folien; eine SVG-Datei ist praktisch, wenn Dein Werkzeug Vektorgrafik unterstützt.


Fünf konkrete Designaufträge


Use-Case 1: Schülerfirma

Auftrag: Eure Schülerfirma verkauft oder organisiert etwas für die Schulgemeinschaft. Das Logo soll seriös genug für Eltern und Lehrkräfte sein, aber trotzdem jung wirken.

Baustein Beispiel
Projektname „PausenWerk“
Eigene Grundidee Ein P als einfache Kistenform, aus der ein kleiner Stern oder ein Blatt entsteht
KI-Varianten Minimal, freundlich, monochrom, rundes Siegel, horizontale Wort-Bild-Marke, kleines Icon
Anwendung Preisschild, Plakat, Bestellzettel, Präsentationsfolie
Prüfkriterium Wirkt das Design auch auf einem kleinen Etikett eindeutig?


Use-Case 2: Schulprojekt

Auftrag: Eure Klasse präsentiert ein Sachthema, zum Beispiel Römer, Weltraum, Wasser oder regionale Geschichte. Das Erscheinungsbild soll helfen, Inhalte zu ordnen.

Baustein Beispiel
Projektname „Zeitfenster Rom“
Eigene Grundidee Ein rechteckiges Fenster mit einer stark vereinfachten Säulenform
KI-Varianten Geometrisch, historisch angehaucht ohne echte Wappen, Schwarz-Weiß, Plakatversion, Iconversion, Kapitelzeichen
Anwendung Deckblatt, Infokarte, Ausstellungsschild, Folie
Prüfkriterium Unterstützt das Design den Inhalt, ohne wichtiger als der Inhalt zu werden?


Use-Case 3: Podcast

Auftrag: Ihr entwickelt einen Schulpodcast. Das Logo muss besonders als kleines quadratisches Cover funktionieren.

Baustein Beispiel
Projektname „Pausenfunk“
Eigene Grundidee Sprechblase plus kurze Schallwelle
KI-Varianten Runde Iconversion, quadratisches Cover, dynamische Welle, reine Wortmarke, Wort-Bild-Marke, Schwarz-Weiß
Anwendung Podcastcover, Präsentation, Aushang, Episodenkarte
Prüfkriterium Ist der Titel auch in Miniaturansicht noch lesbar?


Use-Case 4: Lernkampagne

Auftrag: Eure Lernkampagne informiert andere über ein wichtiges Thema, zum Beispiel Mülltrennung, Medienregeln, respektvolle Sprache oder sicheres Passwortverhalten.

Baustein Beispiel
Projektname „Check dein Netz“
Eigene Grundidee Häkchen in einer Sprechblase
KI-Varianten Ruhig, aufmerksamkeitsstark, kontrastreich, Plakat, Sticker, Infokarte
Anwendung Plakat, Sticker, Klassenchat-Regelkarte, Präsentation
Prüfkriterium Versteht man die Botschaft in wenigen Sekunden?


Use-Case 5: Eigenes Lernpaket

Auftrag: Du gestaltest ein Lernpaket zu einem Unterrichtsthema. Alle Teile sollen zusammengehören und trotzdem schnell unterscheidbar sein.

Baustein Beispiel
Projektname „MatheMix“
Eigene Grundidee Vier einfache Kacheln für Erklären, Üben, Prüfen und Merken
KI-Varianten Modulares System, monochrom, farbcodiert, Arbeitsblattkopf, Karteikarte, digitales Icon
Anwendung Deckblatt, Erklärkarte, Übungsblatt, Lernkarte, Quizfolie
Prüfkriterium Bleibt das System auf allen Materialien gleich und verständlich?


Mini-Styleguide: Deine Designregeln auf einer Seite

Ein Styleguide sammelt die Regeln Deines Corporate Designs. Für Klasse 6 genügt eine Seite.

Bereich Was Du festlegst Beispiel
Logo Hauptversion und vereinfachte Iconversion Wort-Bild-Marke plus Symbol allein
Schutzzone Freiraum rund um das Logo mindestens die Höhe eines Buchstabens aus dem Logo
Farben 2 bis 3 Hauptfarben plus neutrale Farben Petrol, Hellpetrol, Violett, Weiß
Typografie Überschrift und Fließtext serifenlos fett für Titel, serifenlos normal für Text
Formen wiederkehrende Ecken, Linien oder Kacheln abgerundete Rechtecke
Bildstil gemeinsame Bildwirkung helle Fotos, einfache Icons, keine wilden Mischungen
Nicht erlaubt klare Verbote Logo nicht stauchen, nicht drehen, keine zusätzlichen Schatten


Kriterienraster 1: Welche Logo-Variante gewinnt?

Bewerte jede Variante mit 0, 1, 2 oder 3 Punkten. 0 bedeutet „noch nicht erfüllt“, 1 „teilweise“, 2 „gut“ und 3 „sehr gut“. Vergleiche nicht nur die Gesamtpunktzahl, sondern auch die Gründe.

Kriterium 0 Punkte 1 Punkt 2 Punkte 3 Punkte
Idee passt zum Projekt Zusammenhang fehlt Zusammenhang nur mit Erklärung passend sehr passend und eigenständig
Wiedererkennung beliebig einzelne Merkmale klar erkennbar sehr einprägsam
Einfachheit überladen noch zu viele Details übersichtlich auf das Wesentliche reduziert
Lesbarkeit Name kaum lesbar nur groß lesbar gut lesbar auch klein sehr gut lesbar
Farbkontrast schlecht erkennbar teilweise problematisch meist klar durchgehend klar
Schwarz-Weiß-Test funktioniert nicht verliert viel funktioniert bleibt sehr eindeutig
Typografie unpassend uneinheitlich passend passend und sehr gut abgestimmt
Zielgruppe wirkt am Ziel vorbei teilweise passend passend sehr treffend
Eigenständigkeit wirkt wie Nachahmung zu nah an bekannten Mustern eigenständig klar eigene Gestaltungsidee
Begründung keine sehr kurz nachvollziehbar präzise mit Kriterien erklärt

Maximal 30 Punkte. Ein Entwurf mit 26 Punkten ist nicht automatisch besser als einer mit 24 Punkten, wenn der zweite die Projektidee deutlich besser trifft. Das Raster hilft beim Denken; es entscheidet nicht allein.


Kriterienraster 2: Corporate-Design-Check

Prüffrage Ja Teilweise Noch nicht Nächster Verbesserungsschritt
Werden Logo, Farben und Schriften auf allen Materialien gleich verwendet? ____________________
Gibt es eine klare Schutzzone um das Logo? ____________________
Sind Texte auch klein gut lesbar? ____________________
Funktioniert das Design auch in Schwarz-Weiß? ____________________
Ist die Farbpalette auf wenige Farben begrenzt? ____________________
Haben Überschrift und Fließtext eine klare Hierarchie? ____________________
Passt das Design zur Zielgruppe? ____________________
Wurden KI-Vorschläge geprüft und verändert statt blind übernommen? ____________________
Wurden keine persönlichen Daten in einen KI-Prompt eingegeben? ____________________
Wurde geprüft, dass keine bekannte Marke oder geschützte Figur nachgeahmt wird? ____________________


KI-Protokoll: Was kam von wem?

Eine gute Dokumentation macht Deinen kreativen Prozess sichtbar. Sie zeigt nicht nur das Endprodukt, sondern auch Deine Entscheidungen.

Schritt Dein Beitrag KI-Beitrag Deine Entscheidung
Idee Thema, Zielgruppe, erste Skizzen keiner Ausgangsidee festgelegt
Variante 1 Prompt mit eigener Formidee mehrere Anordnungen zwei Anordnungen verworfen
Variante 2 gewünschte Farbwirkung mehrere Farbpaletten kontrastreichste Palette gewählt
Typografie Lesbarkeitsziel Schriftstile vorgeschlagen nur gut lesbare Richtung weiterverwendet
Finale Version Auswahl, Anpassung, Feinschliff Variantenhilfe Endfassung selbst verantwortet


Was KI gut kann – und wo Du kritisch bleiben musst

KI kann schnell viele Varianten liefern. Das ist besonders hilfreich beim Ausprobieren von Formen, Anordnungen, Farbstimmungen und einfachen Mock-ups. KI kann aber auch Fehler machen, unpassende Details erzeugen, unlesbare Fantasieschrift produzieren oder Ergebnisse liefern, die bekannten Designs ähneln. Deshalb brauchst Du immer eine menschliche Prüfung.

Für Klasse 6 gilt außerdem: Nutze nur von der Schule oder Lehrkraft erlaubte Werkzeuge. Gib keine privaten Daten wie vollständigen Namen, Adresse, Telefonnummer, Passwörter oder private Fotos in Prompts ein. Wenn Personen auf Fotos zu sehen sind, brauchst Du die passenden Einwilligungen. Bei öffentlichen oder kommerziellen Projekten müssen Nutzungsrechte und Markenfragen von einer verantwortlichen erwachsenen Person geprüft werden.


Urheberrecht, Marken und faire Gestaltung

Ein Logo soll eigenständig sein. Kopiere deshalb keine bekannten Logos, Figuren, Vereinszeichen oder Produktverpackungen. Auch „Mach es genau wie …“ ist kein guter Prompt. Beschreibe lieber Eigenschaften wie „klare geometrische Formen“, „freundlich“, „starker Hell-Dunkel-Kontrast“ oder „runde Ecken“.

Eine Marke ist mehr als eine hübsche Grafik. Namen und Zeichen können rechtlich geschützt sein. Für ein rein internes Unterrichtsprojekt ist die Situation oft einfacher als für eine echte Schülerfirma mit öffentlichem Verkauf. Sobald ein Design öffentlich genutzt wird, sollte die Schule gemeinsam mit einer erwachsenen verantwortlichen Person prüfen, ob Name, Bildmaterial, Schriften und KI-Ausgaben rechtlich nutzbar sind.


Testen wie ein Designteam

Beim Logoentwurf hilft nicht nur das Erstellen, sondern vor allem das Testen. Nutze deshalb eine kleine Teststrecke:

  1. Miniaturtest: Zeige das Logo ungefähr so klein wie ein App-Icon. Was bleibt erkennbar?
  2. Schwarz-Weiß-Test: Entferne alle Farben. Funktioniert die Form noch?
  3. Abstandstest: Hat das Logo genug Freiraum?
  4. Lesbarkeitstest: Kann jemand den Namen nach drei Sekunden korrekt lesen?
  5. Zielgruppentest: Lass drei Mitschülerinnen oder Mitschüler je drei passende Adjektive nennen.
  6. Anwendungstest: Setze das Logo auf Plakat, Folie und kleines Icon.
  7. Vergleichstest: Lege drei Varianten nebeneinander und bewerte sie mit demselben Raster.


Peer-Feedback ohne „Gefällt mir“

Hilfreiches Feedback nennt Beobachtung, Wirkung und Verbesserungsidee. Statt „Das ist cool“ kannst Du sagen: „Die Wortmarke ist auch klein gut lesbar, aber das gelbe Symbol verliert auf weißem Hintergrund Kontrast. Ich würde einen dunkleren Akzent testen.“

Feedbacksatz Satzstarter
Beobachtung „Ich erkenne zuerst …“
Wirkung „Auf mich wirkt das Design …“
Bezug zum Ziel „Für die Zielgruppe passt …, weil …“
Kriterium „Beim Kriterium Lesbarkeit fällt auf …“
Vorschlag „Teste als nächste Variante …“


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was soll in diesem Modul vor der KI-Nutzung entstehen? (Eigene Ideen und Skizzen) (!Ein fertiges fremdes Logo) (!Eine zufällige Farbpalette ohne Ziel) (!Eine Kopie eines bekannten Designs)




Was gehört typischerweise zum Corporate Design? (Logo Farben und Typografie) (!Nur der Projektname) (!Nur ein einziges Foto) (!Nur die Verpackungsgröße)




Welche Beschreibung passt zu einer Wort-Bild-Marke? (Schrift und grafisches Zeichen werden kombiniert) (!Sie besteht nur aus Ton) (!Sie besteht nur aus einer Farbe) (!Sie enthält niemals Text)




Warum wird ein Logo auch klein getestet? (Damit seine Erkennbarkeit geprüft wird) (!Damit mehr Details eingefügt werden) (!Damit die Farben automatisch heller werden) (!Damit die Datei größer wird)




Welche Farbentscheidung unterstützt Lesbarkeit am besten? (Deutlicher Hell-Dunkel-Kontrast) (!Fast gleiche Helligkeit bei Text und Hintergrund) (!Möglichst viele Akzentfarben gleichzeitig) (!Nur sehr helle Schrift auf hellem Grund)




Welche Typografie-Regel ist für ein kleines Corporate Design sinnvoll? (Wenige gut abgestimmte Schriften verwenden) (!Für jedes Wort eine andere Schrift nutzen) (!Lange Texte nur in Zierschrift setzen) (!Schriftgröße zufällig verändern)




Wozu dient eine Schutzzone um ein Logo? (Sie hält störende Elemente vom Logo fern) (!Sie ersetzt den Projektnamen) (!Sie macht jede Farbe automatisch barrierefrei) (!Sie speichert KI-Prompts)




Wie sollte KI im Designprozess genutzt werden? (Für Varianten die anschließend geprüft und verändert werden) (!Als Ersatz für jede eigene Idee) (!Zum blinden Kopieren der ersten Ausgabe) (!Zum Nachahmen bekannter Marken)




Warum ist eine Schwarz-Weiß-Version nützlich? (Sie zeigt ob Form und Aufbau ohne Farbe funktionieren) (!Sie macht jedes Logo rechtlich geschützt) (!Sie ersetzt alle Farbtests) (!Sie verhindert jede Ähnlichkeit mit anderen Logos)




Was gehört zu verantwortungsvoller KI-Nutzung in Klasse 6? (Keine privaten Daten in Prompts eingeben) (!Passwörter zur Personalisierung angeben) (!Private Adressen für genauere Logos verwenden) (!Fremde Fotos ohne Prüfung hochladen)





Memory

Logo Erkennungszeichen
Hausschrift Typografieregel
Farbpalette Farbsystem
Schutzzone Freiraum
Prompt KI-Auftrag
Variante Vergleichsentwurf





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Wortmarke Schrift als Erkennungszeichen
Bildmarke Grafisches Zeichen ohne Schrift
Wort-Bild-Marke Kombination aus Schrift und Grafik
Farbpalette Festgelegte Auswahl zusammengehöriger Farben
Schutzzone Freier Bereich rund um das Logo
Styleguide Sammlung der Gestaltungsregeln






Kreuzworträtsel

Farbpalette Wie heißt eine festgelegte Auswahl zusammengehöriger Farben?
Typografie Wie heißt die Gestaltung und Anordnung von Schrift?
Schutzzone Wie heißt der freie Bereich rund um ein Logo?
Bildmarke Welche Logoart besteht nur aus einem grafischen Zeichen?
Kontrast Welcher Unterschied zwischen hell und dunkel verbessert oft die Lesbarkeit?
Variante Wie nennt man eine alternative Fassung eines Entwurfs?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Am Anfang des Designprozesses steht Deine eigene

. Ein wiedererkennbares Zeichen für ein Projekt nennt man

. Wiederkehrende Regeln für Farben, Schriften und Formen gehören zum

. Die bewusste Gestaltung von Schrift nennt man

. Eine festgelegte Auswahl zusammengehöriger Farben heißt

. Der freie Bereich rund um ein Logo wird

genannt. KI soll vor allem neue

Deiner Ausgangsidee liefern. Vor der Auswahl vergleichst Du Entwürfe mit einem

. Ein Test ohne Farben heißt

. Private Daten gehören nicht in einen

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Moodboard aus Alltagsbeobachtungen: Fotografiere oder zeichne fünf Formen, Farbkombinationen oder Schriftideen aus Deiner Umgebung, ohne geschützte Logos zu kopieren. Erkläre bei jedem Fund, was Du gestalterisch interessant findest.
  2. Drei Mini-Skizzen: Entwickle zu einem der fünf Use-Cases drei Logoideen in je zwei Minuten. Nutze nur Stift und Papier und entscheide erst danach, welche Idee Du digital weiterentwickelst.
  3. Drei Farbpaletten: Erstelle für dieselbe Skizze eine ruhige, eine freundliche und eine kontrastreiche Farbpalette. Begründe, welche am besten zur Zielgruppe passt.
  4. Schriftvergleich: Setze denselben Projektnamen in drei deutlich unterschiedlichen, gut lesbaren Schriftstilen. Beschreibe, wie sich die Wirkung verändert.


Standard

  1. Varianten-Prompt: Formuliere einen KI-Prompt, der ausdrücklich auf Deiner eigenen Skizze aufbaut und sechs unterschiedliche Varianten fordert. Markiere im Prompt Aufgabe, Zielgruppe, Wirkung, Form, Farbe und Prüfauftrag.
  2. Mini-Styleguide: Erstelle eine Seite mit Logo, Icon, Farbpalette, Überschriftenschrift, Textschrift, Schutzzone und zwei Regeln für falsche Anwendungen.
  3. Podcast-Cover-Test: Gestalte für „Pausenfunk“ oder einen eigenen Podcast drei quadratische Covervarianten. Prüfe sie anschließend in sehr kleiner Darstellung und dokumentiere, welche Details verschwinden.
  4. Designkonferenz: Tauscht Eure Entwürfe in Dreiergruppen aus. Jede Person gibt zu Lesbarkeit, Wiedererkennung und Zielgruppenpassung ein konkretes Feedback mit Beobachtung, Wirkung und Verbesserungsvorschlag.


Schwer

  1. Corporate Design für eine Schülerfirma: Entwickle ein zusammenhängendes System für Logo, Preisschild, Mini-Plakat und Bestellkarte. Zeige, wie dieselben Designregeln in vier Formaten funktionieren.
  2. Kampagnen-System: Gestalte eine Lernkampagne mit Logo, Poster, Sticker und Infokarte. Nutze Farbe nicht als einziges Unterscheidungsmerkmal und erkläre Deine Maßnahmen für gute Lesbarkeit.
  3. Mensch-KI-Protokoll: Dokumentiere mindestens drei KI-Runden. Zeige jeweils Ausgangsidee, Prompt, Varianten, Bewertung, verworfene Vorschläge und Deine eigene Weiterentwicklung. Begründe, warum Dein Endergebnis nicht einfach die erste KI-Ausgabe ist.
  4. Vergleichende Designkritik: Vergleiche zwei eigene Logo-Richtungen mit dem 30-Punkte-Raster. Wähle danach bewusst die schwächere Punktzahl, falls sie die Projektidee besser ausdrückt, und verteidige Deine Entscheidung mit mindestens vier Kriterien.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Neuer Auftrag: Eine Klasse gründet einen Büchertausch-Schrank. Entwickle ohne KI zunächst eine Logo-Grundidee und beschreibe anschließend drei sinnvolle KI-Varianten. Begründe, warum jede Variante einen anderen Test ermöglicht.
  2. Fehleranalyse: Ein Entwurf nutzt fünf Schriften, sieben kräftige Farben und sehr kleine Texte auf einem Foto. Erkläre mindestens vier Probleme und schlage konkrete Verbesserungen vor.
  3. Zielgruppenwechsel: Ein Logo für einen Schulpodcast soll plötzlich auch auf einem Elternbrief funktionieren. Welche Elemente würdest Du beibehalten, welche verändern und warum?
  4. Kontrast-Fall: Eine gelbe Schrift liegt auf weißem Hintergrund. Entwickle drei Lösungen, die den Charakter der gelben Akzentfarbe erhalten, aber die Lesbarkeit verbessern.
  5. KI-Ausgabe prüfen: Eine KI liefert ein optisch starkes Logo, das einem bekannten Markenzeichen ähnlich sieht und einen Fantasieschriftzug enthält. Entscheide Schritt für Schritt, was Du damit machst und begründe jede Entscheidung.
  6. Vom Logo zum System: Zeige an einem Beispiel, warum ein gutes Logo allein noch kein Corporate Design ist. Ergänze mindestens vier Regeln, die aus dem Einzelzeichen ein wiedererkennbares Gestaltungssystem machen.




Lernnachweis

Für den Lernnachweis zählt nicht nur das schönste Endbild, sondern vor allem ein nachvollziehbarer Gestaltungsprozess.

Bestandteil Was nachgewiesen werden soll
Eigene Ausgangsidee Mindestens drei Skizzen vor der KI-Nutzung und eine begründete Auswahl
Logoentwicklung Mehrere deutlich unterschiedliche Varianten und ein nachvollziehbarer Vergleich
Corporate Design Festgelegte Farben, Typografie, Formen, Schutzzone und Anwendungsregeln
Use-Case Anwendung auf mindestens drei passenden Medien wie Cover, Plakat, Lernkarte oder Etikett
Kriterienraster Ausgefüllte Bewertung mit Begründungen statt reiner Punktesammlung
KI-Protokoll Dokumentation von Prompts, Vorschlägen, Änderungen und eigenen Entscheidungen
Zugänglichkeit Lesbarkeit, Kontrast, Schwarz-Weiß-Test und verständliche Hierarchie
Verantwortung Datenschutz beachtet und keine bewusste Nachahmung bekannter Marken oder Figuren
Reflexion Kurzer Text darüber, was ohne KI entstand, wo KI hilfreich war und wo Du ihr widersprochen hast

Möglicher Abschluss: Präsentiere Deinen Styleguide und drei Anwendungen in höchstens vier Minuten. Zeige zuerst Deine Handskizze, dann zwei verworfene Varianten und erst danach die finale Lösung. So wird sichtbar, dass Gestaltung aus Entscheidungen besteht.




OERs zum Thema


Weitere frei zugängliche Lernimpulse

  1. Farbkreis: Nutze die eingebundenen Wikimedia-Commons-Grafiken, um Farbvarianten systematisch statt zufällig zu planen.
  2. Typografie: Vergleiche Schriftgruppen und untersuche, welche Merkmale die Lesbarkeit unterstützen.
  3. Vektorgrafik: Prüfe den Unterschied zwischen skalierbaren Formen und Pixelbildern.
  4. Corporate Design: Vertiefe den Zusammenhang zwischen Logo, Farben, Schrift und wiederkehrenden Gestaltungsregeln.


Verknüpfte Lernbereiche

Ein gutes Logo-Projekt verbindet Kunst, Medienbildung, Informatik, Sprache, Wirtschaft und verantwortungsvolle KI-Nutzung. Du entwickelst eine Idee, visualisierst sie, testest ihre Wirkung, vergleichst Varianten und dokumentierst Deine Entscheidung.


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